Besser lernen: 6 neurowissenschaftliche Erkenntnisse

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Lernen wird für jeden Einzelnen immer wichtiger. Wir lernen lebenslang. Glücklicherweise gewinnen wir mit der steigenden Notwendigkeit, uns Wissen und Kompetenzen anzueignen, auch immer mehr Erkenntnisse darüber, wie wir besser lernen können. Hier sind sechs Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft, die Sie nutzen können, um ein besserer Lerner zu werden.

  • Bewegung
    Bewegen Sie sich beim Lernen. Der menschliche Körper ist genetisch für Bewegung gemacht. Bewegung führt zu einem erhöhten Sauerstoffgehalt im Blut, was wiederum das Gehirn leistungsfähiger macht. Gehen Sie spazieren, Strecken Sie sich oder machen Sie regelmäßig Dehnübungen, während Sie neue Dinge lernen. (Quelle: „Brain Rules: 12 Principles for Surviving and Thriving at Work, Home, and School“ von John Medina)
  • Reden
    Sprechen Sie über das was Sie lernen. Menschen sind soziale Wesen und lernen wesentlich mehr, wenn sie über etwas sprechen. Diejenigen, die am meisten über das Gelernte sprechen, lernen auch am meisten darüber. (Quelle: „Informal Learning: Rediscovering the Natural Pathways That Inspire Innovation and Performance“ von Jay Cross)
  • Bilder
    Nutzen Sie Bilder statt ausschließlich Worte. Wenn wir uns an etwas erinnern, haben wir meistens Bilder im Kopf und keine Buchstaben. Unser Gehirn denkt seit Anbeginn in Bildern – lange bevor wir die Worte dazu gelernt haben. (Quelle: „Brain Rules: 12 Principles for Surviving and Thriving at Work, Home, and School“ von John Medina)
  • Schreiben
    Machen Sie Skizzen, Bilder, Mindmaps und Notizen. Wenn Sie eine Information nur hören und oder sehen, verarbeiten Sie diese nur einmal. Wenn Sie aber etwas dazu aufschreiben oder skizzieren, müssen Sie diese Information mindestens dreimal verarbeiten: einmal beim Aufnehmen, beim darüber Nachdenken wie Sie es aufschreiben und wenn Sie es vor sich sehen und reflektieren. (Quelle: „Brain Matters: Translating Research into Classroom Practice“ von Patricia Wolfe)
  • Zeitabschnitte
    Lernen Sie in kurzen Zeitabschnitten, und nutzen Sie die Zeit dazwischen zum Wiederholen, Entspannen, Bewegen. Unsere Konzentrationsspanne ist begrenzt. Daher sollten Sie optimalerweise 10 bis 20 Minuten neue Informationen aufnehmen und danach eine kurze Pause einlegen, bevor Sie den nächsten Informationshappen lernen. (Quelle: „Brain Rules: 12 Principles for Surviving and Thriving at Work, Home, and School“ von John Medina)
  • Variation
    Nutzen Sie so viele verschiedene Sinne und Reize wie möglich. Unser Gehirn ist in Jahrtausenden genetischer Entwicklung darauf getrimmt, neue Sinneseindrücke stärker wahrzunehmen, weil hier oft Gefahren lauerten. Indem wir in unseren Lerneinheiten zwischen lesen, Videos sehen, hören variieren, machen wir uns dies zu Nutze und behalten mehr von dem Inhalt. Überdies macht das Lernen so auch mehr Spaß. (Quelle: „Brain-Based Learning: Teaching the Way Students Really Learn“ von Eric P. Jensen)

Mathias Minsel ist Gründer und Wegbegleiter auf Neustartimjob.de. Der studierte Wirtschaftspsychologe unterstützt Menschen, genau den Job zu finden, der ihnen morgens Energie und Motivation gibt und sie abends glücklich einschlafen lässt.