Anzeige

Physische- und virtuelle Karten: Eine Möglichkeit, Plastik zu reduzieren?

Seit dem Start der Pandemie im März 2020 ist der Trend „Remote-Everything“ gekommen, um zu bleiben: Homeoffice, Online-Events und -Networking sowie komplett digitale Zahlungsabwicklungen haben sich nun als neue Norm etabliert. So kam es auch zum Aufstieg der virtuellen Bankkarten.

Physische- und virtuelle Karten: Eine Möglichkeit, Plastik zu reduzieren?

Anzeige

Was ist eine digitale- oder virtuelle Bankkarte?

Eine virtuelle Bankkarte ist ein modernes Zahlungsinstrument, das komplett ohne ein physisches Medium auskommt – Stichwort: Plastik. Wie die klassische Giro- oder Kreditkarte kann die virtuelle Karte für allerlei Zahlungen genutzt werden – ob für Online-Zahlungen, im stationären Handel, Restaurant, Hotel oder am Flughafen. Der einzige Unterschied: statt des gewohnten Stück Plastik halten Nutzer:innen das Smartphone an das Kartenterminal.

Dass Neobanken sich mittlerweile auch im Geschäftsbanking bewegen, dürfte den meisten bekannt sein. Besonders für kleine Unternehmen oder Start-ups eignen sich solche Anbieter, für die eine einfache Nutzung am Laptop oder mit dem Handy im Vordergrund steht. Manche Banken bieten bereits virtuelle Karten an, jedoch häufig nur als Zweit- oder Zusatzkarte. Neobanken hingegen bieten diese plastikfreie Alternative schon länger an: vollwertige Karten mit denselben Funktionen bzw. oftmals sogar mit Boni, wie beispielsweise zusätzlichem Cashback.

Obwohl virtuelle Karten noch zu den Neulingen unter den Zahlungsmitteln gehören, stieg die Nachfrage seit Beginn der Pandemie rasant an. Die meisten Smartphones heutzutage sind mit NFC-Technologie und -Chips ausgestattet, wodurch das Mobilfunkgerät neben Telefon, WhatsApp-Maschine, Kamera und Game Boy auch zum Zahlungsmittel wird. NFC steht für Near Field Communication und ist vergleichbar mit einer kontaktlosen Giro- oder Kreditkarte. Die sogenannte Virtual Card wird auf dem Smartphone aufgerufen, an das Karten- oder Zahlungsterminal gehalten und fertig.

Anzeige

Wo und wie bekomme ich eine virtuelle Karte?

Virtual Cards können 100% digital über das Internet; zum Beispiel über Apps beantragt werden. Wie der Name verrät, muss ich nicht fünf Werktage warten, um meine Karte postalisch zu erhalten, sondern kann diese direkt innerhalb weniger Minuten nutzen. Die notwendigen Zugangsdaten können per SMS oder Online-Banking abgerufen werden.

Bereits 2018 kündigte die FAZ an, dass das Zeitalter der Plastikkarten vorbei sei – ein Trend, der sich über die nächsten Jahre stetig weiterentwickeln wird: Während manch eine Bank ihre Plastikkarten mit Metall oder gar Holz ersetzt, scheint die Wahl einer virtuellen Karte doch sinnvoller.

Auf den ersten Blick wirkt die Digitalisierung der Geschäftswelt als treibende Kraft, allerdings ist auch der positive Einfluss auf die Umwelt nicht zu vernachlässigen: Der starke Rückgang von nicht-recyclebarem Plastik spielt eine ebenfalls große Rolle für umweltbewusste Firmen. Eine klassische Bankkarte besteht aus PVC (Polyvinylchlorid), einem langlebigen Material, das gleichzeitig den Chip, kontaktlosen Transponder und den Magnetstreifen vor Feuchtigkeit, Staub und Sonnenlicht schützt.

Die Konstruktion bedarf einiges an Material, welches nach Ablauf der Bankkarte im Müll landen könnte und leider nicht immer recycled wird: Laut FAZ befinden sich in Deutschland um die 100 Millionen Bankkarten im Umlauf. Bei fünf Gramm Plastik pro Karte sprechen wir hier von 500 Tonnen potentiellem Plastik- und Elektromüll – Banken sind nicht verpflichtet, abgelaufene Karten zurückzunehmen. Somit könnten Banken und Kund:innen sowohl künftigen Müll als auch Kosten reduzieren. Denn die „Produktion“ einer Virtual Card ist im Schnitt bis zu 70% kostengünstiger als die einer traditionellen Plastikkarte.

Jede virtuelle Karte ist mit den gleichen Merkmalen wie eine physische Karte ausgestattet: Kartennummer, „Gültig bis“ Datum, dreistelliger CVV2- (Card Verification Value 2) oder CVC2-Code (Card Verification Code 2) und wird von beispielsweise VISA oder Mastercard ausgestellt.
Die digitale Natur dieser Karten erlaubt es Nutzer:innen, immer auf dem neuesten Stand zu sein – jegliche Updates können zum Beispiel einfach auf dem Smartphone oder der Smartwatch vorgenommen werden. Wer erinnert sich nicht an den Start der kontaktlosen Zahlungen, man jedoch warten musste, bis man seine neue Karten in X Jahren erhält – solche Probleme gehören definitiv der Vergangenheit an.

Anzeige

Vorteile einer virtuellen Debitkarte

Die Vorteile einer virtuellen Debitkarte für Unternehmer:innen und Freiberufler:innen von einer Neobank wie FINOM im Überblick:

  • Sicherheit.
    Eine fehlende Karte im Geldbeutel fällt nicht so schnell auf wie ein verlorenes Handy. Dank modernen Sicherheitstechnologien können Smartphones nicht ohne Weiteres von Dritten geöffnet und gleichzeitig vom Nutzer selbst mit wenigen Klicks komplett gesperrt werden. Selbst der Zahlungsprozess an sich ist sicherer: Anstelle von Kartendetails werden verschlüsselte Daten von der App an den Händler gesendet, die zusätzlich vor Zugriff von Dritten schützen.
  • Vielseitigkeit. Im Gegensatz zu ihrem „Vorgänger“, dem Online-Wallet, werden virtuelle Karten genau wie physische Karten eingesetzt und können für jegliche Zahlungen verwendet werden – egal wann oder wo.
  • Praktisch und schnell.
    Virtuelle Karten können in der Banking-App innerhalb weniger Minute beantragt und ausgestellt werden. Besonders nützlich für Unternehmen mit Angestellten: Karten für (neue) Mitarbeiter:innen können direkt und rechtzeitig vor der ersten Geschäftsreise vergeben werden.
  • Kosten.
    In den meisten Fällen sind virtuelle Karten kostenfrei und verursachen so keine Zusatzkosten für Unternehmer:innen und Freiberufler:innen.
  • Volle Kontrolle.
    Karten können zu jeder Tages- und Nachtzeit mit einem Klick gesperrt oder geblockt sowie Limits verändert werden. Einfach, schnell und vor allem sicher.
  • Cashback.
    Mit virtuellen Karten erhalten Unternehmer:innen und Freiberufler:innen Zugang zu attraktiven Cashback- oder Bonus-Programmen. Hohe Prämienraten können hier oft für höheren Einnahmen sorgen als die eigentlichen Kosten für beispielsweise das zugehörige Kontopaket betragen.

Plastikfreie Karten sind zweifelsohne die Zukunft für die tägliche Geschäftstransaktion. Das nicht vorhandene physische Medium beeinflusst die Funktionalität der Karte in keiner Weise und verkürzt gleichzeitig die Zeit vom Antrag bis zur Nutzung.

Die meisten Geldbeutel sind noch immer gefüllt mit Bargeld und Plastikkarten: Bankkarten, Reisekarten, Kundenkarten, Bonuskarten. Mit der Entwicklung des kontaktlosen Bezahlens verliert die klassische Bankkarte ihre Relevanz und macht einer fortschrittlichen, digitalen Karte Platz, die die Tasche leichter und den Planeten sauberer macht.

[Bildnachweis: Es sarawuth by Shutterstock.com]

Anzeige
Bewertung: 107/5 - 2.1 Bewertungen.

Hier weiterlesen

Weiter zur Startseite