Wach und aufmerksam – ganz ohne Kaffee

Das lange Wochenende ist vorbei, war für viele Arbeitnehmer sehr angenehm – aber am Ende kommt die neue Arbeitswoche meist doch viel zu früh. Der Wecker hat scheinbar mitten in der Nacht geklingelt, die Motivation nach drei erholsamen Tagen voller Freizeit will sich noch nicht wirklich einstellen und die Restmüdigkeit macht sich auch einige Zeit nach dem Aufstehen noch bemerkbar. Für viele ein Zeichen, dass es Zeit für eine Tasse Kaffee ist, um endgültig wach und aufmerksam für den neuen Tag zu sein. Einige kommen ohne Koffeinschub nur schwer in die Gänge und über den Tag verteilt folgen einige weitere Kaffeepausen. Wach und aufmerksam geht aber auch anders und – zum Verblüffen aller Liebhaber des schwarzen Getränks – ganz ohne Kaffee…

Wach und aufmerksam - ganz ohne Kaffee

Sie müssen nicht gleich komplett auf Kaffee verzichten…

Die gute Nachricht vorne weg: Wer nicht ohne Kaffee kann, muss auch nicht gänzlich darauf verzichten. Tatsächlich hat es sogar einige positive Effekte, wenn Sie regelmäßig eine Tasse Kaffee trinken. So werden beispielsweise die kognitiven Fähigkeiten verbessert und auch das Risiko, an Depressionen zu leiden, ist bei regelmäßigem Konsum von Kaffee geringer.

Übertreiben sollte man es aber dennoch nicht und – Hand aufs Herz – einige Kaffeeliebhaber neigen an manchen Tagen dazu, ein gesundes Maß bereits in den frühen Morgenstunden zu überschreiten. Bereits zu Hause werden zwei Tassen zum Frühstück getrunken, auf der Arbeit wird schnell noch eine Kanne gekocht, bevor es wirklich losgeht und bereits vor der Mittagspause war der Becher noch drei Mal leer. Ganz zu schweigen von dem, was am Nachmittag kommt, wenn Erschöpfung und Müdigkeit erst wirklich einsetzen.

Damit die drei, vier oder auch neun Tassen Kaffee am Tag nicht zur Gewohnheit und so doch noch zum gesundheitlichen Problem werden, sollte man sich etwas mäßigen. Dabei brauchen Sie aber nicht auf die erhoffte Wirkung verzichten, denn es gibt viele Alternativen, die ebenso wach und aufmerksam machen.

Wach und aufmerksam: Alternativen zum Kaffee

  1. Gehen Sie an die frische Luft

    Ein natürlicher Wachmacher, der nur ein paar Minuten Zeit braucht und sich sehr gut in jede Pause integrieren lässt: Gehen Sie vor die Tür und genießen Sie die Sonne und die frische Luft. Die leider oft schlechte Luft in vielen Büroräumen sorgt für Müdigkeit, an der frischen Luft wird der Körper mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt und man erhält sofort neue Energie, fühlt sich konzentrierter und kann weitere Aufgaben angehen.

    Auch das Sonnenlicht ist ein wichtiger Faktor um sich wach zu fühlen. Gerade in der dunklen Jahreszeit fühlt man sich oft schlapp und erschöpft – umso wichtiger, die wenigen Sonnenstunden zu nutzen. Ein paar Minuten in der Sonne sitzen lädt die inneren Akkus wieder auf, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit steigen und auch die Laune verbessert sich, was den Arbeitstag angenehmer macht.

  2. Hören Sie Musik

    Der eigenen Lieblingsmusik zu lauschen kann Müdigkeit in Windeseile vertreiben und Konzentrationsschwäche durch ein Plus an Aufmerksamkeit ersetzen. Beim Hören werden Glückshormone ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass man sich nicht nur besser fühlt, sondern die gewonnene Energie auch in andere Bereiche übertragen kann.

    Noch besser: Wenn es dem Umfeld zumutbar ist, sollten Sie Ihre Lieblingssongs laut mitsingen. Je lauter und enthusiastischer, desto besser. Wer sich beim Singen richtig ins Zeug legt, bekommt einen regelrechten Energieschub.

  3. Schauen Sie Katzen-Videos

    Nein, das ist kein Witz! Es ist längst bekannt, dass sich Katzen-Videos im Internet einer großen Beliebtheit erfreuen, die gute Nachricht ist jedoch: Es gibt sogar einen guten Grund, sich die Zeit zu nehmen, um über die süßen Tiere zu schmunzeln. So zeigen Studien, dass die Stimmung nach dem Schauen der Videos deutlich besser ist und gleichzeitig auch die Produktivität steigt.

    Letztes Jahr konnte eine Studie zeigen, dass Katzen-Video-Gucker im Anschluss über mehr Energie verfügten und in Tests deutlich weniger negative Emotionen aufwiesen. Kurz: Wer entsprechende Videos guckt, ist weniger erschöpft, ist motivierter und produktiver als Kollegen, die in der Zeit andere Dinge gemacht haben.

  4. Trinken Sie ausreichend Wasser

    Nicht nur Kaffee macht wach und aufmerksam, auch einfaches Mineralwasser leistet dabei einen wichtigen Beitrag: Wer zu wenig trinkt, bekommt nicht nur Kopfschmerzen, sondern klagt oft auch unter Konzentrationsschwierigkeiten, Antriebslosigkeit, Ermüdung und in schlimmeren Fällen sogar Verwirrtheit. Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag sollten es schon sein – wenn es besonders warm ist natürlich entsprechend mehr.

  5. Machen Sie ein Nickerchen

    Nicht unbedingt direkt während der Arbeitszeit, aber in den Pausen kann ein sogenannter Powernap eine wahre Wunderwaffe gegen Müdigkeit und Erschöpfung sein. Dabei gilt: Ein Nickerchen von 10 bis 20 Minuten ist bereits völlig ausreichend, um anschließend größere Aufmerksamkeit und neue Kraft zu haben, selbst wenn man sich vorher völlig erledigt gefühlt hat.

    Fallen Sie nicht auf den Trugschluss herein, dass längerer Schlaf eine größere Wirkung hat. Schlafen Sie mehr als 30 Minuten, kehrt der Effekt sich oft um und beim Aufwachen sind Sie noch erschöpfter als vor dem Nickerchen. Stellen Sie sich daher unbedingt einen Wecker, um rechtzeitig wieder aufzustehen.

[Bildnachweis: Dundanim by Shutterstock.com]
4. Oktober 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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