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Workshop Systemic Counseling: Interview mit New Work Coach Sandra Kaul

Wie systemisches Denken und Handeln in agilen Arbeitswelten zum Einsatz gelangt: Darum geht es im sechsmonatigen, berufsbegleitenden Workshop Systemic Counseling – Agile Training (S.C.A.T.) des Systemischen Zentrums der wispo AG. Die Teilnehmer werden zum S.C.A.T.-Facilitator (wispo) ausgebildet. Der Workshop richtet sich an Führungskräfte, Projektleiter und Experten aus der freien und sozialen Wirtschaft, die ihre Kompetenz in der Begleitung agiler Projekte erweitern möchten…

Workshop Systemic Counseling: Interview mit New Work Coach Sandra Kaul

Die persönliche Work-Life-Romance finden

S.C.A.T. adressiert ebenfalls Young Professionals, die ihre ersten Schritte in der Projektsteuerung fachlich begleiten lassen und durch kollegialen Austausch festigen möchten.

Interessant ist das Angebot auch für Trainer, Berater und Coaches, die mit den Herausforderungen der New Work-Bewegung konfrontiert sind.

Das Training startet am 3. Juni am Seminarstandort Berlin Mitte des Systemischen Zentrums. Das Systemische Zentrum hat mit New Work Coach Sandra Kaul, 37, New Work Coach, gesprochen, die gemeinsam mit ihren Kollegen Robert Gmys und Marcel Wolf „Systemic Counseling – Agile Training (SCAT)“ entwickelt hat…

Interview mit New Work Coach Sandra Kaul

Systemisches Zentrum: Frau Kaul, was ist neu und einzigartig am Workshop Systemic Counseling ─ Agile Training?

Sandra Kaul: Robert Gmys, Marcel Wolf und ich haben ein Training konzipiert, das die systemische und die agile Welt zusammenbringt. Als systemische Coach bewege ich mich ganz selbstverständlich in agilen Arbeitswelten. Ich werde von Unternehmen gebucht, die auf agile Techniken und Frameworks wie Kanban oder Scrum abstellen und ihre Organisation tiefgreifend verändern wollen. Das Systemische Denken ist ein ganz eigener, sehr offener, von Forschergeist und Neugier geprägter Denkansatz, der super zu den Ideen und Werten der agilen Arbeit passt. Systemisch denkende Menschen akzeptieren Komplexität. Sie arbeiten in überschaubaren Forschungsschritten und bleiben fehlerfreundlich. Unser Training ist eine Inspiration, die systemische und die agile Welt intensiv kennenzulernen und zu verbinden.

Systemisches Zentrum: Was ist das Ziel von S.C.A.T.?

Sandra Kaul: In der Fortbildung werden wir brandaktuelle Projektmanagement-Frameworks und Formate aus der New Work-Bewegung vermitteln sowie Grundlagen des systemischen Coachings angewandt auf die Bedarfe agiler Konzepte und Kulturen vorstellen. Als angehende SCAT-Facilitators lernen die Teilnehmer, den eigenen Kompetenzbereich mithilfe eigener Praxisfälle zu reflektieren.

Systemisches Zentrum: Wer navigiert die Teilnehmer durch den Workshop?

Sandra Kaul: Marcel Wolf, Robert Gmys und ich führen gemeinsam ─ je nach Kompetenzbereich ─ durch das Training. Durch diese Kombination gestalten wir ein einzigartiges Lernerlebnis. Marcel kommt aus der agilen Softwareentwicklung, ist aber auch in der systemischen Organisationsberatung zuhause. Robert bringt als Führungskraft in der IT bei Axel Springer profundes Wissen in agilen Transformationen mit und kennt sich sehr gut mit Veränderungsprozessen in Organisationen aus. Agiles Arbeiten hat massive Auswirkungen auf Kultur, Werte und Haltungen im Unternehmen. Hier komme ich ins Spiel als systemischer Coach.

Systemisches Zentrum: Wie werden Unternehmen denn agil?

Sandra Kaul: Agiles Arbeiten kann man nicht einfach so einführen. Es braucht eine nachhaltige Auseinandersetzung mit Werten und der Haltung gegenüber der eigenen Art, zu arbeiten. Wir sollten agile Transformation deshalb auch nicht auf einzelne Methoden und Frameworks reduzieren. Was heute angesagt ist, z.B. Scrum, kann schon morgen als überholt gelten. Es geht also nicht so sehr um Methoden. Sondern um die Absicht, Arbeitswelten so zu gestalten, dass wir unsere Kompetenzen gewinnbringend einbringen und gleichzeitig kontinuierliche Entwicklungsschritte sicherstellen können.

Systemisches Zentrum: Heißt Agilität Radikalität?

Sandra Kaul: Wer dem Credo „Wir müssen agil werden“ starr folgt, der macht einen Fehler. Das ist so, als würde ein Bundesverkehrsminister die für ganz Deutschland geltende Ansage machen: „Wir führen jetzt den Linksverkehr ein, weil das in Großbritannien so gut funktioniert.“ Was wären die Folgen? Chaos, Staus, Unfälle, verhärtete Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern. Viel wichtiger ist es doch herauszufinden, wie wir Menschen für die neue Idee begeistern können, wie wir sie am besten einbinden können und was sie brauchen, um die neue Idee umzusetzen. Um beim Beispiel des Linksverkehrs zu bleiben, hieße es dann vielleicht „Welche Gemeinde hat Lust, den Linksverkehr mal auszuprobieren und ihre Erfahrungen zu teilen?“ Wir fangen klein an und bleiben neugierig – das ist die Devise.

Systemisches Zentrum: Wie sieht es denn mit der Work-Life-Balance beim Agilen Arbeiten aus? Ist die tatsächlich gegeben? Oder arbeiten wir noch mehr, weil wir ja agil sind?

Sandra Kaul: Work-Life-Balance ist für mich ein furchtbarer Begriff. Balance bedeutet doch, dass ich zwei Bereiche in einen Ausgleich bringen muss, damit ich Ausgewogenheit herstellen kann. Das Konzept finde ich falsch, wenn es um unser Leben geht. Muss ich Arbeit denn zwangsläufig als Belastung wahrnehmen? Das ist ein veraltetes Narrativ. Es ist doch großartig, wenn ich beruflich etwas voranbringen kann. Wir brauchen einfach individuelle Parameter, damit sich unser Leben in die Arbeit verlieben kann!

Durch agile Arbeitskontexte kann es leichter werden, die persönliche „Workliferomance“ zu finden. Allein die Projektgestaltung über ein Kanban-Board kann helfen, die eigene Zeit gut zu planen und die Produktivität des ganzen Teams zu erhalten.

Systemisches Zentrum: Noch eine letzte Frage. Was bedeutet Ihnen New Work?

Sandra Kaul: New Work – neues Arbeiten ist für mich mehr als Arbeiten im Wifi. Nicht nur die Digitalisierung wird unsere zukünftige Arbeitswelt beeinflussen. Immer mehr Menschen entwickeln neue Ansprüche an ihre beruflichen Tätigkeiten. Sie fragen nach dem Nutzen ihrer Arbeit für die Gesellschaft. Nehmen wir als plastisches Beispiel doch einmal die Software-Plattform Github. Die weltgrößte Entwicklergemeinschaft erforscht, wie wir bessere Software entwickeln können und will dieses Wissen teilen. Im Unternehmen wird 24/7 an fast allen Tagen im Jahr gearbeitet. Nicht im Schichtsystem, sondern verteilt über die ganze Welt in unterschiedlichen Zeitzonen. Für alle Arbeitsprozesse werden ganz besondere kommunikative Schnittstellen und Übergabemechaniken zwischen den Mitarbeitern nötig. In diesem Umfeld braucht es neue Unternehmenswerte jenseits von „command and control“. Herausforderungen wie diesen zu begegnen, neue Lösungen zu erarbeiten – das ist meine Leidenschaft als New Work Coach.

(Das Interview führte Claudia Dolle vom systemischen Zentrum der wispo AG.)

Infos zum Workshop

Der Workshop SCAT – Systemic Counseling Agile Training – findet statt…

  • vom 3.6.2019 bis 31.01.2020
  • am: Systemisches Zentrum der wispo AG, Standort Berlin, Krausenstraße 23, 10117 Berlin
  • Gebühren: 5.988,00 € (es fällt keine Umsatzsteuer an)

Weitere Informationen + Anmeldung finden Sie HIER

Kontakt: (069) 130 25 85 80 oder per Email an: [email protected] (Stichwort „SCAT“).

[Bildnachweis: Julia Nitzschke]
5. April 2019 Autor: Anzeige

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