Obwohl es die Karrierebibel jetzt schon seit 2007 gibt, haben wir auch 2012 wieder Einiges dazu gelernt – insbesondere was das Thema Suchmaschinenoptimierung und SEO-Tipps anbelangt. Dazu gibt es natürlich schon zahlreiche Tipps und Tricks im Internet, und für die Profis unter Ihnen ist das Folgende womöglich auch nicht spektakulär genug. Trotzdem gibt es genug Blogger und Seitenbetreiber, die das alles noch nicht wissen – oder schlicht vergessen haben, sich darum zu kümmern. Schade, denn die Effekte sind enorm…

Moment SEO-Tipps? Oft heißt es dann: Ach, schau! Dem geht es auch nur um die Kohle… Aber das ist viel zu kurz gesprungen. Denn erstens ist überhaupt nichts Verwerfliches daran, mit seiner Arbeit Geld zu verdienen und zweitens will jeder, der öffentlich schreibt, auch gelesen werden. Und ein Großteil der Leser sind eben keine Stammleser, sondern kommen in der Regel zu zwei Drittel über Suchmaschinen. An entsprechender Suchmaschinenoptimierung (Englisch: Search Engine Optimization – daher: SEO) kommt also kaum ein Seitenbetreiber vorbei.

Was waren also unsere diesbezüglichen Lektionen im vergangenen Jahr? Um es kurz zu machen: Auch wenn es noch einige mehr gab, 15 SEO-Tipps fallen mir dazu sofort ein. Über einige haben wir zum Teil hier auch ausführlich berichtet (die entsprechenden Artikel sind verlinkt). Und die geben wir heute – zum Jahresausklang – gerne an Sie weiter…

Die Top-15 SEO Tipps und Tricks aus 2012

  1. 66 Buchstaben. Mehr sollte eine Überschrift im Blog nicht haben. Idealerweise ist sie sogar einzeilig (wie oben). Dann wird sie vollständig und ungekürzt im Google-Index angezeigt. Das erhöht Leseanreiz und Verständnis.
  2. Wer ein Blog betreibt, sollte dies, insbesondere seine Autorenschaft unbedingt mit seinem Google+ Profil(bild) verknüpfen. Das macht die Google-Treffer persönlicher und auffälliger – und steigert den Traffic nachhaltig um mindestens zehn Prozent.
  3. Links, Links, Links – im Online- und Suchmaschinen-Marketing spielen sie nach wie vor eine entscheidende Rolle. Hier zählt inzwischen aber Klasse statt Masse. Linktausch ist dabei totaler Käse – völlig nutzlos und schadet eher noch der eigenen Seite.
  4. Wer seinen Traffic und Linkstrukturen nachhaltig verbessern will, sollte – statt auf Linktausch zu setzen – sich für SEO interessante und themenrelevante Linkpartner beziehungsweise Partner-Blogs suchen und dann gegenseitig ein bis zwei Mal pro Woche passende Artikel vom jeweils anderen verlinken. So profitieren beide Seiten.
  5. Eigene Textlinks sollten stets sprechende Ankertexte sein. Heißt: Verlinken Sie Schlüsselwörter mit Bezug zum Inhalt oder konkrete Beschreibungen – niemals tote Begriffe wie: Die besten 66 Bewerbungstipps finden Sie hier. Besser: Für die erfolgreiche Jobsuche empfehlen wir Ihnen diese 66 besten Bewerbungstipps.
  6. Niemals Gastbeiträge oder Pressemitteilungen akzeptieren und bloggen, die schon woanders erschienen sind: Duplicate Content! Also reinstes Suchmaschinen-Gift. Einzige Ausnahme: das Selbstplagiat. Also eigenen Content im Blog zweitverwerten.
  7. Allerdings sind Gastbeiträge ein idealer Weg, um an gute Links zu gelangen – vorausgesetzt, sie erscheinen in hochwertigen sogenannten Authority-Seiten und Blogs zum jeweiligen Thema.
  8. Die zweite Alternative: Links kaufen. Ist zwar einfacher, aber ein Fehler. Was dabei heraus kommt, ist sein Geld nicht wert. Das einzig Wahre bleiben Gastbeiträge und “echte” Artikelempfehlungen, vor allem über Social Media.
  9. Es ist nicht klug (allein) für Suchmaschinen zu schreiben – die empfehlen, liken, plussen, flattern, retweeten und wertschätzen nichts. Leser schon. Allerdings dürfen fertige Texte vor dem Publizieren ruhig noch einmal SEO optimiert werden.
  10. 2012 war DAS Jahr der Infografiken. Und die sind nicht nur bei Lesern beliebt – sie sind auch ein ideales Vehikel, um Backlinks zu generieren. Selbst wenn es nicht die eigenen Infografiken sind.
  11. Es ist nur eine kleine Veränderung in den WordPress-Einstellungen, aber mit großer SEO-Wirkung: die Kategorie-Basis-Einstellungen beziehungsweise die Schlagwort-Basis anpassen und dabei wichtige Keywords einsetzen. Das ist gar nicht so schwer, wie es klingt.
  12. Ladezeiten! Genau: Alles Optimieren nutzt nichts, wenn die Seite ewig braucht, um zu laden. Wer hier einen Billig-Server wählt, spart am falschen Ende. Die Karrierebibel ist daher im November auf einen eigenen Server umgezogen, nix mehr mit Virtual Server Managed. Effekt: Traffikzunahme um 30 Prozent – schon, weil weniger Leser in der Ladephase abspringen.
  13. Linklisten helfen. Was Lesern gefällt, mögen auch Google & co: Listen mit weiterführenden (externen) Links. Die steigern sogar das eigene Ranking, wenn der Inhalt der verlinkten Seiten zum eigenen Suchmaschinen-Keyword passt. Allerdings sollte hier ab und an das Attribut rel=”nofollow” vergeben werden, um den eigenen Artikel nicht zu schwächen. Jedenfalls, wenn unmittelbare Wettbewerber verlinkt werden sollen. Ausnahme: für befreundete Blogs immer volle Linkpower! Schon aus Gründen der Reziprozität.
  14. Gewinnspiele sind ein super Service für Leser, erzeugen kurzfristig Aufmerksamkeit und machen Spaß – in Sachen SEO bringen Sie aber eher wenig. Nur wenige Blogger verlinken auf das Gewinnspiel eines anderen Blogs, zumal das ja aufgrund des Einsendeschlusses auch nur eine begrenzte Haltbarkeit hat. Und es wäre auch nicht klug, Longtail-Leser über einen Link zu einem längst beendeten Gewinnspiel zu lotsen. Auch das zunehmend beliebte Integrieren von Tweets, Likes und Shares bringt eher wenig, weil dazu oft reine Gewinnspiel-Kanäle genutzt werden, die praktisch keine Follower oder Fans haben und daher auch nicht relevant sind.
  15. Texte sollten immer mit Überschriften und Paragraphen (Bulletpoints) strukturiert werden. In jeden Artikel sollten mindestens zwei Zwischenüberschriften. Diese sollten möglichst nicht nur ein für das Thema wichtiges Keyword enthalten, sondern unbedingt als H2 in HTML deklariert werden.

Apropos: Wir freuen uns auch über Ihre Tipps – schließlich lernen wir selbst gerne dazu…

Was sind Ihre SEO-Tipps 2012?