Gehalt und Einstiegsgehalt: Übersichten, Tabellen, Tipps

Ob Lohn, Gehalt oder Einkommen: Das Geld spielt im Arbeitsleben eine zentrale Rolle. Das Gehalt beeinflusst unseren Lebensstandard und trägt entscheidend dazu bei, ob wir im zufrieden sind. Ein Job, der fair bezahlt wird, macht uns langfristig glücklich. Aber eben nur, wenn sich Leistung lohnt.

Aber verdienen Sie auch, was Sie verdienen?

Es heißt zwar „über Geld spricht man nicht“ – wir tun es trotzdem. Und zwar ausführlich: Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, welches Gehalt in welchen Berufen und Branchen im Durchschnitt gezahlt wird (Gehaltstabellen inklusive) und beantworten die häufigsten Fragen rund ums Thema Gehalt…

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Gehalt und Einstiegsgehalt: Übersichten, Tabellen, Tipps

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Was ist ein gutes Einkommen?

Das Gehalt dient nicht nur dem Lebensunterhalt und Broterwerb. Es ist auch eine Form der Anerkennung und Gegenwert Ihrer Arbeit. Man spricht deshalb auch vom Arbeitsentgelt.

Ob Sie ein gutes Einkommen beziehen, hängt daher von zwei Faktoren ab:

  • Dem Durchschnittsgehalt in Ihrem Beruf und der Branche.
  • Ihrem Verhandlungsgescick.

Tatsächlich ist das Arbeitsentgeld (oder der Verdienst) frei verhandelbar, sofern es für den Job keine gesetzliche Mindestlohnregelung gibt. Verhandelt wird immer das Brutto-Gehalt (Jahresbrutto oder Monatsbrutto), nicht das Nettogehalt.

Die Abzüge (Steuerklasse, Krankenkasse, etc.) sind bei jedem Arbeitnehmer individuell verschieden und interessieren den Arbeitgeber nicht. Seine Lohnkosten bestimmen die Bruttogehälter.



In Deutschland liegt das durchschnittliche Gehalt bei 3.771 Euro brutto pro Monat (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Je nach Studie variiert dieser Wert aber deutlich: Laut ZDF liegt das durchschnittliche Bruttogehalt bei 2.990 Euro. Der StepStone-Gehaltsreport spricht bei Fach- und Führungskräften von im Schnitt 4840,83 Euro.

Falls Sie nicht gerade Beamter sind (Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst siehe auch TVöD), wird das Gehalt individuell mit dem Arbeitgeber ausgehandelt. Es ist zwingender Bestandteil Ihres Arbeitsvertrages und steht nachher auf der Gehaltsabrechnung.

Bevor Sie diesen unterschreiben kommt es also zwingend zu einer Gehaltsverhandlung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die sollten Sie gut vorbereiten – durch Gehaltstabellen, kostenlose Gehalts-Checks und im Fall einer Gehaltserhöhung eine Leistungsmappe.

Alle Bezüge unterliegen der Einkommensteuer- sowie der Sozialversicherungspflicht. Heißt: Das Gehalt muss in der Steuererklärung angegeben werden. Zu den steuerpflichtigen Einkünften zählen auch jene aus selbstständiger, nicht-selbstständiger Arbeit, Vermietung und Verpachtung oder Zinseinnahmen.

  • Bei Angestellten werden die Sozialabgaben und Lohnsteuern direkt vom Verdienst abgezogen. Hier trägt der Arbeitgeber anteilig die Sozialabgaben.
  • Freiberufler und Selbstständige müssen diese selbst tragen und abführen.

Die Unterschiede: Gehalt, Lohn, Honorar, Sold

Der Arbeitsvertrag verpflichtet Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gegenseitigen Leistungen: Der Mitarbeiter erbringt Arbeitsleistung, der Arbeitgeber hat diese zu vergüten. Je nach Arbeitsverhältnis gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für das Arbeitsentgelt.

Hier eine Übersicht zur Bedeutung der einzelnen Begriffe:

  • Einkommen
    Ist ein Überbegriff wie Arbeitsentgelt. Als Einkommen werden Einnahmen in Form von Geld oder Sachbezügen bei natürlichen oder juristischen Personen bezeichnet. Bei einer natürlichen Person spricht man vom Verdienst, bei einer juristischen Person von Gewinn oder Überschuss.
  • Gehalt
    Als Gehalt wird die regelmäßige, monatliche Gegenleistung bezeichnet, die ein Arbeitnehmer für seine Mitarbeit im Unternehmen erhält. Das Gehalt des Mitarbeiters bleibt konstant und ist unabhängig von der tatsächlichen Leistung in diesem Zeitraum.
  • Lohn
    Der Lohn richtet sich nach der konkret messbaren Leistung eines Mitarbeiters. Etwa in Form von Arbeitstagen, Arbeitsstunden, Stückzahlen oder abgeschlossenen Aufträgen.
  • Honorar
    Ein Honorar beziehen Angehörige der freien Berufe (Anwälte, Ärzte, Schriftsteller). So wird allerdings auch die Vergütung (auf Honorarbasis) bei einer nebenberuflichen Tätigkeit bezeichnet.
  • Sold
    Beamte, Berufssoldaten und Richter erhalten Sold. Die Besoldung zählt zur Alimentation und wird durch den Staat erbracht. Somit finanzieren alle Bürger diese Berufsgruppen und nicht die Behörde.
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Gehaltsvergleich: Welches Gehalt gibt es in welchem Beruf?

Geld ist ein starker Motivator. Wir vergleichen uns in der Arbeitswelt damit aber auch gerne (siehe: Konkurrenzdenken).

Denn beim Gehalt gibt es oft erhebliche Unterschiede: Wer verdient was? Ist es mehr oder weniger als ich bekomme? Zwar gibt es seit einiger Zeit das sogenannte Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG), das für mehr Lohngerechtigkeit und weniger Diskriminierung sorgen soll. Wirkliche Klarheit ist damit aber nicht entstanden.

Aufschlussreicher beim Gehaltsvergleich sind daher oft Übersichten und Gehaltstabellen, in welchem Beruf wie viel möglich ist?

Mit einem Blick können Sie so sehen, wie hoch der eigene Verdienst – verglichen mit dem Durchschnittsgehalt der eigenen Branche und anderen Branchen – ist. Diese Unterschiede beim Gehalt sind teilweise enorm…

Gehaltstabelle: Durchschnittsgehalt von Fachkräften

BrancheJahresbrutto (⌀/€)
Banken70.823
Pharmaindustrie70.043
Fahrzeugbau und -zulieferer67.942
Chemie- und erdölverarbeitende Industrie67.753
Versicherungen66.327
Luft- und Raumfahrt66.188
Medizintechnik65.892
Maschinen- und Anlagenbau65.320
Konsum- und Gebrauchsgüter65.164
Finanzdienstleister64.735
Handel46.000
Baugewerbe41.500
Verkehr und Lagerei39.000


Bitte beachten Sie, dass auch innerhalb einer Branche große Gehaltsunterschiede auftreten. Das liegt an den unterschiedlichen Berufen (Vertrieb, Finanzen/Controlling, Marketing, Personalwesen) und weiteren Faktoren.

Diese Faktoren beeinflussen das Gehalt

Neben dem Beruf und der Branche gibt es weitere Faktoren, die großen Einfluss auf das Gehalt haben. So verdienen Arbeitnehmer im identischen Job und in derselben Branchen noch lange nicht dasselbe Gehalt.

Folgende Einflussgrößen bestimmen maßgeblich, wie viel Gehalt ein Arbeitnehmer am Ende tatsächlich verdient:

PositionBerufseinsteiger verdienen weniger als erfahrende Fach- oder Führungskräfte. Im Alter zwischen 40 und 50 erreicht das Einkommen meist den Höhepunkt.
QualifikationJe besser ausgebildet, je höher qualifiziert und spezialisiert Sie sind, desto mehr verdienen Sie.
UnternehmensgrößeIn großen, internationalen Konzernen liegen die Gehälter meist höher als in kleinen und mittelständischen Unternehmen.
MitarbeiterzahlJe größer das Unternehmen, desto stärker die Spezialisierung der Mitarbeiter, was zu jeweils höheren Gehältern führt.
StandortIn der Stadt und anderen Ballungsgebieten wird mehr bezahlt als auf dem Land oder in strukturschwachen Regionen.
BundeslandIn Deutschland herrscht ein Nord-Süd-Gefälle: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen werden die höchsten Gehälter gezahlt. In Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern die niedrigsten.

Einstiegsgehälter für die meistgesuchten Berufe

Falls Sie Ihr Gehalt mit dem anderer Berufe oder Berufsbilder vergleichen möchten, können Sie das mit den nachfolgenden Tabellen gerne tun. Sie zeigen das jeweilige Brutto-Monats-Einstiegsgehalt. Indem Sie auf den Reiter „Zum Berufsbild“ klicken, gelangen Sie zu einem umfangreichen Jobprofil – mit Überblick über Ausbildung, Karriereaussichten und Bewerbungstipps.

Ingenieurwesen, IT & Technik

BerufEinstiegsgehaltJobprofil
Industriemechaniker2.500 EuroZum Berufsbild
Informatiker3.800 EuroZum Berufsbild
Ingenieure3.850 EuroZum Berufsbild
Lokführer2.450 EuroZum Berufsbild
Kfz-Mechatroniker2.900 EuroZum Berufsbild
Mechatroniker2.200 EuroZum Berufsbild
Wirtschaftsinformatiker4.350 EuroZum Berufsbild


Handel, Vertrieb & Logistik

BerufEinstiegsgehaltJobprofil
Industriekaufleute2.750 EuroZum Berufsbild
Juweliere2.400 EuroZum Berufsbild
Key Account Manager3.900 EuroZum Berufsbild
Kommissionierer1.700 EuroZum Berufsbild
Logistiker3.150 EuroZum Berufsbild


Management, Finanzen & Beratung

BerufEinstiegsgehaltJobprofil
Betriebswirte2.800 EuroZum Berufsbild
Consultants4.450 EuroZum Berufsbild
Controller3.600 EuroZum Berufsbild
Prokuristen7.050 EuroZum Berufsbild
Unternehmensberater4.500 EuroZum Berufsbild


Dienstleistungen & Freiberufe

BerufEinstiegsgehaltJobprofil
Architekten2.900 EuroZum Berufsbild
Assistenten2.300 EuroZum Berufsbild
Coaches3.050 EuroZum Berufsbild
Detektive1.700 EuroZum Berufsbild
Eventmanager2.750 EuroZum Berufsbild
Immobilienmakler3.305 EuroZum Berufsbild
Logopäden1.800 EuroZum Berufsbild
Schauspieler1.800 EuroZum Berufsbild
Sekretäre2.250 EuroZum Berufsbild


Gesundheit & Soziales

BerufEinstiegsgehaltJobprofil
Ärzte4.950 EuroZum Berufsbild
Gerichtsmediziner3.600 EuroZum Berufsbild
Hebammen2.100 EuroZum Berufsbild
Heilpraktiker2.000 EuroZum Berufsbild
Kardiologen5.350 EuroZum Berufsbild
Krankenschwestern2.100 EuroZum Berufsbild
Pharmareferenten2.500 EuroZum Berufsbild
Physiotherapeuten2.100 EuroZum Berufsbild
Psychiater4.900 EuroZum Berufsbild
Sozialarbeiter2.350 EuroZum Berufsbild
Sozialpädagogen2.400 EuroZum Berufsbild


Handwerk

BerufEinstiegsgehaltJobprofil
Bäcker1.950 EuroZum Berufsbild
Dachdecker2.750 EuroZum Berufsbild
Elektriker1.800 EuroZum Berufsbild
Fliesenleger2.050 EuroZum Berufsbild
Friseure1.450 EuroZum Berufsbild
Klempner2.150 EuroZum Berufsbild
Zimmerleute2.000 EuroZum Berufsbild


Öffentlicher Dienst

BerufEinstiegsgehaltJobprofil
Erzieher2.300 EuroZum Berufsbild
Grundschullehrer2.500 EuroZum Berufsbild
Kindergärtner1.602 EuroZum Berufsbild
Politiker3.000 EuroZum Berufsbild
Schulleiter3.900 EuroZum Berufsbild
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Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Gehalt

Überdies finden Sie hier Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Gehalt:


Wie viel Gehalt bleibt netto vom Brutto übrig?

Beim Blick auf die monatliche Gehaltsabrechnung macht sich regelmäßig Frust breit: Brutto mag der Betrag noch gut klingen, netto bleibt vom Gehalt nur wenig übrig. Wie viel am Ende genau auf dem Konto landet, lässt sich allgemein nicht sagen. Das hängt jedes Mal von individuellen Faktoren ab.

Die größten Abzüge sind die Lohnsteuer und die Sozialabgaben:

  • Für die Lohnsteuer werden je nach Höhe Ihres Gehalts zwischen 14 Prozent und 45 Prozent abgezogen.
  • Die Sozialversicherungen schlagen noch einmal mit rund 20 Prozent zu Buche.

Unterschiede beim Nettogehalt gibt es auch aufgrund der Steuerklasse und möglicher Freibeträge. Wenn Sie wissen wollen, wie viel von Ihrem Gehalt übrig bleibt, können Sie unseren kostenlosen Brutto-Netto-Rechner nutzen.


Warum wird das Gehalt immer in brutto angegeben?

Die individuellen Gehaltsunterschiede sind der Grund, warum beim Gehalt stets das Bruttogehalt zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitern ausgehandelt wird. Ein Nettogehalt lässt sich nicht miteinander vergleichen: Ein Arbeitnehmer mit einem Nettogehalt von 2.500 Euro kann ein höheres Bruttogehalt haben als ein Kollege mit 2.800 Euro netto.

Wird das Gehalt in brutto angegeben, sind die unterschiedlichen Abgaben durch Steuern und Sozialbeiträge noch nicht berücksichtigt, wodurch die Zahlen vergleichbarer werden.


Wie gebe ich meine Gehaltsvorstellungen in der Bewerbung an?

Bei der Bewerbung auf eine neue Stelle fordern Unternehmen häufig, dass Kandidaten im Anschreiben ihre Gehaltsvorstellungen angeben.

Generell gilt: Verkaufen Sie sich nicht unter Wert, überreizen Sie aber auch nicht. Wer mehr als 15 bis 20 Prozent vom Branchendurchschnitt verlangt, kassiert oft eine Bewerbungsabsage.

Idealerweise orientieren Sie sich an Ihrem aktuellen Jahresbruttogehalt und schlagen bei einem externen Jobwechsel fünf bis zehn Prozent auf. Voraussetzungen für die Gehaltssteigerung sind aber einschlägige Erfahrungen und Erfolge sowie ein entsprechender Arbeitsmarkt. Wenn Ihre Profession aktuell kaum gesucht wird, stehen die Chancen auf ein Gehaltsplus eher schlecht.

Bei der Formulierung in der Bewerbung stehen Ihnen verschiedene Wege offen:

  • Sie können eine konkrete Zahl nennen, um Ihr Gehalt anzugeben. Zum Beispiel:

    Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 44.500 Euro brutto im Jahr.

  • Beliebt ist aber auch eine Gehaltsspanne anzugeben. Zum Beispiel:

    Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei einem Brutto-Jahresgehalt zwischen 44.000 Euro und 48.750 Euro.


Wie kann ich mehr Gehalt bekommen?

Gibt es keinen Tarifvertrag, der die Bezahlung festlegt, ist Ihr Gehalt vor allem eins: reine Verhandlungssache.

Natürlich wird der Rahmen durch Ihre Qualifikation, den Beruf und die Arbeitsleistung bestimmt. Trotzdem kommt es häufig vor, dass Kollegen unterschiedlich viel verdienen, weil sie unterschiedlich gut verhandelt haben.

Wenn Sie Ihr Gehalt erhöhen wollen, sollten Sie gut vorbereitet sein und selbstbewusst auftreten. Unverzichtbar ist, dass Sie Ihren aktuellen Marktwert kennen und den Chef mit schlagkräftigen Argumenten überzeugen. Zeigen Sie, warum Sie künftig mehr wert sind und dem Unternehmen einen größeren Nutzen bringen, als Ihr bisheriges Gehalt spiegelt.

Dafür eignet sich besonders eine sogenannte Leistungsmappe (siehe Video)


Welche Sonderleistungen zum Gehalt sind möglich?

Das regelmäßige Gehalt ist nicht die einzige Leistung, die Unternehmen ihren Mitarbeitern anbieten können. Mit diversen Sonderleistungen positionieren sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber. Zusätzlich möglich sind beispielsweise:

Beliebt sind auch geldwerte Vorteile, die über das Gehalt hinaus gewährt werden. Dazu zählen beispielsweise ein Firmenwagen, ein Firmenlaptop, Rabatte auf Leistungen und Produkte des Arbeitgebers oder auch Warengutscheine.

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Kein Gehalt: Wie geht es weiter?

Das Gehalt ist an die regelmäßige Arbeitsleistung des Arbeitnehmers gebunden. Es gibt jedoch Fälle, in denen Arbeitnehmer entweder kein oder nur noch ein reduziertes Gehalt erhalten:

  • Krankheit
    Bis zu sechs Wochen ist der Arbeitgeber im Falle einer Krankheit verpflichtet, dem Arbeitgeber sein volles Gehalt zu zahlen. Die Arbeitsunfähigkeit muss lediglich durch Krankmeldung und Krankschreibung durch einen Arzt dem Arbeitgeber bekannt gemacht werden. Wer über diese sechs Wochen hinaus erkrankt ist, erhält statt seines Gehalts das Krankengeld – das wird von der Krankenkasse bezahlt und beträgt nur noch 70, maximal 90 Prozent des Gehalts.
  • Insolvenz
    Es kommt vor, dass Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, da sie nicht mehr ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Ist es nicht möglich, den Mitarbeitern ihr Gehalt auszuzahlen, springt einmalig die Agentur für Arbeit mit dem sogenannten Insolvenzgeld ein.
  • Kurzarbeit
    Brechen aufgrund einer plötzlichen Verschärfung der Umstände – wie derzeitig mit dem Coronavirus – einem Unternehmen die Aufträge weg, kann es seiner Beschäftigungspflicht den Mitarbeitern gegenüber nicht nachkommen. In einigen Fällen wird reduziert gearbeitet, in anderen ist sogar „Kurzarbeit Null“ möglich, wenn also gar nicht mehr gearbeitet wird. Der Arbeitgeber meldet dann bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit an und beantragt das Kurzarbeitergeld für seine Mitarbeiter. Dies betrug in der Vergangenheit nur 60 (beziehungsweise 67 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern) und soll in der Corona-Krise auf 87 Prozent angehoben werden.
  • Arbeitslosigkeit
    Kein Gehalt erhält natürlich, wer nicht mehr arbeiten geht, weil ihm oder ihr gekündigt wurde. Auch in diesen Fällen müssen sich Menschen in Deutschland keine Sorgen machen, da sie dann durch das Arbeitslosengeld (ALG) ein Einkommen erhalten. Allerdings beträgt dies ebenfalls nicht die ursprünglichen 100 Prozent, sondern im Falle von ALG I erhalten Sie 60 beziehungsweise 67 (mit Kindern) Prozent Ihres letzten Gehalts. Wer nach Ablauf eines Zeitraums von mehr als 12 beziehungsweise 15 Monaten nach wie vor arbeitslos ist, erhält nur noch einen Pauschalsatz, der sich nach dem Regelsatz und verschiedenen Bedarfen richtet.

Bei Krankengeld, Insolvenzgeld, Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld handelt es sich um sogenannte Lohnersatzleistungen. Diese ersetzen – wie der Name bereits andeutet – das Gehalt (oder den Lohn) unter bestimmten Voraussetzungen.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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6. Juni 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt mehr als 20 Jahre als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.


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