Gehalt + Finanzen
Wie gut ist Ihr Gehalt? – Gehalt vergleichen und angemessenes Gehalt ermitteln: ganz einfach! Unsere Berufe-Tabellen zeigen Ihnen, wie viel Gehalt Sie in Deutschland verdienen können – als Fachkraft oder Berufseinsteiger. Dazu Tipps, wie Sie Ihren aktuellen Marktwert ermitteln und in der Gehaltsverhandlung mehr herausholen…
Über Gehalt spricht man nicht? Wir tun es! Bei uns finden Sie aktuelle Gehaltstabellen zum Durchschnittsgehalt und Einstiegsgehalt in Deutschland. Der Gehaltsvergleich wird dadurch für Sie ebenso einfach wie transparent.
Finden Sie gleich heraus: Wer verdient was?
Gehalt vergleichen in Deutschland
Beim Gehalt gibt es in Deutschland enorme Unterschiede – zwischen Ost und West, Nord und Süd, zwischen Männern und Frauen, zwischen Jobs und Branchen. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in Deutschland liegt 2026 bei rund 54.000 € für Vollzeitbeschäftigte. Hier eine Übersicht der wichtigsten Werte und Durchschnittsgehälter in Deutschland. Mit einem Klick kommen Sie zu den ausführlichen Berufsbildern und Gehaltsinfos:
Kategorie |
Brutto (Jahr) |
Netto (Jahr) |
| Deutschland (Durchschnitt) | 54.000 € | 34.500 € |
| Männer (Median) | 49.500 € | 32.000 € |
| Frauen (Median) | 45.500 € | 29.800 € |
| Auszubildende | 14.500 € | 11.600 € |
| Absolventen (Einstieg) | 47.000 € | 30.500 € |
| Arbeitnehmer | 43.300 € | 28.500 € |
| Führungskräfte | 75.600 € | 46.500 € |
| Selbstständige | 52.000 € | 31.000 € |
| Durchschnittsgehalt pro Monat | 4.784 € | 2.700 € |
| Durchschnittsgehalt pro Stunde | 25,94 € | 18 € |
Durch unterschiedliche Steuerklassen und Abzüge eignet sich der Nettobetrag jedoch nur eingeschränkt für einen individuellen Gehaltsvergleich. Das Bruttojahresgehalt ist das Gehalt vor Abzug der Steuern und wird auch bei jedem neuen Arbeitsvertrag verhandelt.
Gehalt vergleichen – nach Berufen
Ingenieurwesen, IT & Technik
Beruf |
Jahresgehalt |
Jobprofil |
| Industrie-Mechaniker | 41.400 Euro | Zum Job |
| Informatiker | 63.100 Euro | Zum Job |
| Ingenieure | 64.500 Euro | Zum Job |
| Lokführer | 44.200 Euro | Zum Job |
| Kfz-Mechatroniker | 39.600 Euro | Zum Job |
| Mechatroniker | 42.800 Euro | Zum Job |
| Wirtschafts-Informatiker | 68.400 Euro | Zum Job |
| Zerspanungs-Mechaniker | 40.200 Euro | Zum Job |
Handel, Vertrieb & Logistik
Beruf |
Jahresgehalt |
Jobprofil |
| Industriekaufleute | 43.800 Euro | Zum Job |
| Juwelier | 34.500 Euro | Zum Job |
| Key Account Manager | 68.200 Euro | Zum Job |
| Kommissionierer | 29.400 Euro | Zum Job |
| Logistiker | 48.600 Euro | Zum Job |
| Produktionshelfer | 28.800 Euro | Zum Job |
| Verkäufer | 31.200 Euro | Zum Job |
Management, Finanzen & Beratung
Beruf |
Jahresgehalt |
Jobprofil |
| Bankkaufleute | 46.200 Euro | Zum Job |
| Betriebswirt | 52.800 Euro | Zum Job |
| Consultant | 66.000 Euro | Zum Job |
| Controller | 62.400 Euro | Zum Job |
| Investmentbanker | 95.000 Euro | Zum Job |
| Prokurist | 115.000 Euro | Zum Job |
| Unternehmensberater | 72.000 Euro | Zum Job |
Dienstleistungen & Freiberufe
Beruf |
Jahresgehalt |
Jobprofil |
| Architekt | 51.200 Euro | Zum Job |
| Assistent | 38.400 Euro | Zum Job |
| Coach | 48.500 Euro | Zum Job |
| Detektiv | 30.500 Euro | Zum Job |
| Eventmanager | 42.200 Euro | Zum Job |
| Immobilien-Makler | 52.000 Euro | Zum Job |
| Logopäde | 36.800 Euro | Zum Job |
| Personalberater | 54.000 Euro | Zum Job |
| Schauspieler | 32.000 Euro | Zum Job |
| Sekretär | 36.500 Euro | Zum Job |
Gesundheit & Soziales
Beruf |
Jahresgehalt |
Jobprofil |
| Arzt | 88.500 Euro | Zum Job |
| Gerichtsmediziner | 65.200 Euro | Zum Job |
| Hebamme | 44.100 Euro | Zum Job |
| Heilpraktiker | 33.400 Euro | Zum Job |
| Kardiologe | 112.000 Euro | Zum Job |
| Kindergärtner | 41.800 Euro | Zum Job |
| Krankenschwester | 43.600 Euro | Zum Job |
| Med. Fachangestellter | 32.800 Euro | Zum Job |
| Pharmareferent | 58.400 Euro | Zum Job |
| Physiotherapeut | 35.600 Euro | Zum Job |
| Psychiater | 82.100 Euro | Zum Job |
| Sozialarbeiter | 45.200 Euro | Zum Job |
| Sozialassistent | 31.800 Euro | Zum Job |
| Sozialpädagoge | 46.500 Euro | Zum Job |
| Zahnmed. Fachangestellter | 30.400 Euro | Zum Job |
Handwerk
Beruf |
Jahresgehalt |
Jobprofil |
| Bäcker | 31.200 Euro | Zum Job |
| Dachdecker | 44.600 Euro | Zum Job |
| Elektriker | 42.500 Euro | Zum Job |
| Fliesenleger | 38.400 Euro | Zum Job |
| Friseur | 27.600 Euro | Zum Job |
| Klempner | 39.800 Euro | Zum Job |
| Maurer | 43.100 Euro | Zum Job |
| Schreiner | 38.900 Euro | Zum Job |
| Zimmerleute | 41.200 Euro | Zum Job |
Öffentlicher Dienst
Beruf |
Jahresgehalt |
Jobprofil |
| Erzieher | 44.800 Euro | Zum Job |
| Grundschul-Lehrer | 56.400 Euro | Zum Job |
| Kindergärtner | 41.800 Euro | Zum Job |
| Politiker | 124.000 Euro | Zum Job |
| Schulleiter | 78.500 Euro | Zum Job |
Gehalt Rechner: Wieviel Gehalt kann ich verlangen?
Die Tabellen und der Gehaltsvergleich zeigen Ihnen bereits, was Sie bei einer Gehaltsverhandlung verlangen können. Zusätzlich sollten Sie mehrere Gehaltsrechner im Internet nutzen, um eine realistische Gehaltsspanne zu ermitteln. Wir empfehlen hierfür etwa:
- Gehaltsrechner – Statistisches Bundesamt
- Brutto-Netto-Rechner – Sparkasse
- Entgeltatlas – Bundesagentur für Arbeit
Ein faires und angemessenes Gehalt sollte zudem Ihren Qualifikationen und Erfahrungen entsprechen, orts- und branchenüblich sein sowie zu Ihren Aufgaben und der Position passen. Kurz: Ihr Gehalt entspricht Ihrem aktuellen Marktwert.
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?
Trotz gleichem Jobtitel und vergleichbarer Tätigkeit werden in der Pharmabranche, in der chemischen und erdölverarbeitenden Industrie deutlich mehr bezahlt als z.B. in der Dienstleistungsbranche oder in sozialen Berufen. Das liegt teils schon an den Tarifverträgen. Zu den bestbezahlenden Branchen gehören seit Jahren Pharma, Chemie, Maschinenbau, Finanzen, Energie und IT. Abgehängt sind hingegen Berufe im Handel (speziell Einzelhandel), Sozialbereich, in der Bildung, Tourismus und Gastronomie.
Je höher die Bildung und Spezialisierung, desto können Sie verdienen (siehe: Bildungsrendite). Akademiker erhalten im Schnitt 20.000 € pro Jahr mehr als Angestellte mit einer Ausbildung. Ein Masterabschluss wiederum bringt im Jahr im Schnitt 6.000 Euro mehr als ein Bachelor.
Berufseinsteiger verdienen logischerweise weniger als erfahrene Fach- oder Führungskräfte. Statistisch erreichen die meisten Berufstätigen in Deutschland mit 52 Jahren das durchschnittliche Maximalgehalt von 58.539 €. Danach sinkt das Gehalt häufig, weil viele beruflich kürzer treten (siehe: Downshifting). Die größten Gehaltssprünge machen Arbeitnehmer zwischen 30 und 40 Jahren.
Insbesondere im öffentlichen Dienst und TVöD spielt es eine Rolle, wie Ihre bisherige Berufserfahrung oder Qualifikation eingestuft wird. Nicht selten werden (studierte) Sozialpädagogen als Erzieher eingestellt – und bekommen somit auch nur ein Erziehergehalt. Achten Sie deshalb unbedingt auf eine korrekte Einstufung!
In Deutschland herrscht ein sog. Süd-Nord-Gefälle: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen werden die höchsten Gehälter gezahlt. In Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern die niedrigsten.
In großen Städten und Ballungsgebieten wird mehr bezahlt als auf dem Land oder in strukturschwachen Regionen. In Großstädten wie München, Frankfurt oder Stuttgart herrscht in Deutschland das höchste Gehaltsniveau – gleichzeitig sind hier aber auch die Lebenshaltungskosten und Mieten deutlich höher als etwa in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern.
Erfahrungen und Expertise können zu einem höheren Gehalt führen – aber nur, wenn die Berufserfahrungen für den Job relevant sind. Einschlägige Praktika werden selten honoriert. Umgekehrt: Je weniger Sie dem Anforderungsprofil im Stellenangebot entsprechen, desto geringer das Gehalt. Quereinsteiger und Bewerber mit Defiziten (z.B. lange Arbeitslosigkeit) müssen mit Abschlägen von bis zu 10 % kalkulieren.
In internationalen Konzernen liegen die Gehälter meist 10-20 % höher als in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Faustregel: Ab 500 Mitarbeitern ist gegenüber dem Branchendurchschnitt oft ein Mehrgehalt von bis zu 20 % möglich.
Umsatzwachstum, Auftragslage und Konjunktur beeinflussen die Bezahlung. Geht es dem Unternehmen gut, haben Sie in der Gehaltsverhandlung bessere Karten. In einer Rezession berufen sich Chefs gerne auf fehlende Budgets.
Angebot und Nachfrage bestimmen auch das Gehalt. Gibt es mehr Bewerber als freie Stellen (sog. Arbeitgebermarkt), sinken die Gehaltschancen. Zählen Sie hingegen zu den raren und gesuchten Fachkräften mit hoher Spezialisierung (sog. Bewerbermarkt), können Sie Ihr Wunschgehalt meist einfach durchsetzen.
„Beziehungen schaden nur dem, der keine hat.“ – Das gilt auch beim Gehalt: Wer per Empfehlung abgeworben wird, kann seinen Marktwert praktisch immer steigern. Ein gutes Netzwerk sowie hohe Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken (z.B. Linkedin) führen häufig zu einem zusätzlichen Gehaltsplus von 5-10 %.
Angemessenes Gehalt ermitteln
Um Ihren Marktwert zu berechnen bzw. ein angemessenes Gehalt zu ermitteln, haben Sie noch weitere Optionen: Neben Gehaltstabellen und Rechnern können Sie überdies mithilfe von KI Stellenanzeigen auswerten lassen oder einen einfachen Trick nutzen: Nehmen Sie Ihr absolutes Minimalgehalt und verdoppeln Sie es. Das ist zwar nur ein Näherungswert – Sie landen damit aber erstaunlich oft bei einem realistischen und durchsetzbaren Gehalt. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen zur Vorbereitung auf eine Gehaltsverhandlung unsere zahlreichen Ratgeber:
Karrierebibel-Ratgeber zur Gehaltsverhandlung
Wie kann ich mehr Gehalt bekommen?
Job, Ausbildung und Branche bestimmen den Rahmen – das genaue Gehalt ergibt sich aber erst in der Verhandlung. Wollen Sie mehr verdienen, müssen Sie dies mit guten Argumenten untermauern und mit Verhandlungsgeschick durchsetzen:
Die besten Argumente für mehr Gehalt
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Messbare Erfolge
Verweisen Sie auf besonders erfolgreiche Leistungen und Projekte. Mehr Umsatz, geringere Kosten, neue Kunden, bessere Effizienz.
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Mehr Verantwortung
Sie leisten mehr als ursprünglich vereinbart und übernehmen zusätzliche Verantwortung? Belegen Sie den Extra-Aufwand und argumentieren Sie mit einer „Gehaltsanpassung“.
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Relevante Qualifikationen
Erweitern Sie Ihre Qualifikationen um relevante Fähigkeiten, steigt Ihr Marktwert. Erfolgreiche Fort- und Weiterbildungen sind ein starkes Plus und ein gutes Argument.
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Positive Entwicklung
Das Unternehmen wächst, die Auftragszahlen steigen und die Zahlen entwickeln sich positiv – Mitarbeiter sind daran maßgeblich beteiligt und sollten hierfür angemessen belohnt werden.
Sonderleistungen zum Gehalt
Zusätzlich sollten Sie immer auch Zusatzleistungen des Arbeitgebers verhandeln und damit Ihr monatliches Gehalt aufbessern. Lukrative Gehaltszusätze oder Alternativen zu einer Gehaltserhöhung können sein:
- Zusätzliche Urlaubstage
- Flexiblere Arbeitszeiten
- Mehr Homeoffice-Tage
- Bezahlte Weiterbildungen
- Dienstwagen, E-Bike, Diensthandy
- Fahrtkostenzuschüsse oder Jobticket
- Essenszuschüsse
- Erholungsbeihilfe
- Zuschüsse zur Kinderbetreuung
- Geldwerte Vorteile
- Betriebliche Altersvorsorge
- Urlaubsgeld
- Weihnachtsgeld
- Bonuszahlungen
Auch diese Benefits steigern den Gegenwert Ihrer Arbeit. Obendrein zählen manche davon zu den steuerfreien Extras und sind daher für Arbeitgeber besonders attraktiv. Grundsätzlich aber gilt: Verdienen Sie monatlich deutlich unter Ihrem Marktwert, sollten Sie sich damit nie zufriedengeben und aktiv eine Gehaltsanpassung verhandeln!
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