Dachdecker: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung

Sie können sich vorstellen, in der Höhe zu arbeiten und interessieren sich für das Handwerk? Dann sollten Sie sich genauer mit dem Beruf des Dachdeckers beschäftigen. Er wird bei jedem Hausbau benötigt und übernimmt dabei wichtige Aufgaben, damit das Gebäude den Witterungsbedingungen standhält. Mit Höhenangst kommen Sie als Dachdecker nicht weit, wer aber den den nötigen Ehrgeiz mitbringt und sich von einem körperlich anstrengenden Beruf nicht abschrecken lässt, kann als Dachdecker Karriere machen. Die Chancen dafür sind so gut wie noch nie. Hier erfahren Sie, was Sie zum Beruf Dachdecker wissen müssen…

Dachdecker: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung

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Ausbildung: Wie wird man Dachdecker?

Wie in vielen handwerklichen Berufen führt der Weg in die Arbeit als Dachdecker über eine duale Ausbildung, die insgesamt drei Jahre dauert. In dieser Zeit besuchen Sie die Berufsschule, wo Sie das nötige theoretische Wissen vermittelt bekommen und arbeiten in der restlichen Zeit in einem Ausbildungsbetrieb, um praktische Erfahrung zu sammeln und das Gelernte bereits in die Tat umzusetzen.

Das Abitur müssen Sie für eine Ausbildung zum Dachdecker nicht mitbringen, ein mittlerer Schulabschluss reicht aus und wird von Ausbildungsbetrieben bevorzugt. Bereits zu Beginn der Ausbildung wird ein Schwerpunkt festgelegt, auf den Sie sich später Spezialisieren wollen. Hier haben Sie die Wahl und können den Fokus auf unterschiedliche Bereiche legen:

  • Abdichtungstechnik
  • Außenwandbekleidungstechnik
  • Dachdeckungstechnik
  • Energietechnik
  • Reetdachtechnik

In den ersten Jahren wirkt sich dieser noch nicht auf die Inhalte der Ausbildung aus, Unterschiede gibt es erst im letzten halben Jahr der Ausbildung. Hier wird je nach Schwerpunkt das benötigte Wissen vermittelt. Doch keine Angst: Wenn Sie im Laufe der Ausbildung merken, dass Sie sich falsch entschieden haben, können Sie den Schwerpunkt in Absprache mit Ihrem Ausbildungsbetrieb auch noch ändern.

Während der Ausbildung stehen viele verschiedene Bereiche auf dem Lehrplan: Sie erfahren alles über verschiedene Materialien und deren fachgerechte Bearbeitung. Auch technische Zeichnungen sind ein wichtiger Aspekt und auch mathematisch werden Sie geschult, um den Materialbedarf sowie Kosten und Maße korrekt berechnen zu können.

Ebenfalls auf dem Lehrplan für angehende Dachdecker steht unter anderem:

  • Arbeitssicherheit auf einer Baustelle und bei der Ausführung der Tätigkeit
  • Einrichtung einer Baustelle gemäß den Vorschriften
  • Anfertigung von benötigten Holzkonstruktionen
  • Herstellung von Abdichtungen
  • Einrichtung von Blitzschutzanlagen

Um die Ausbildung zum Dachdecker erfolgreich abzuschließen, müssen Sie am Ende eine Abschlussprüfung bestehen.

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Berufsbild: Was macht ein Dachdecker?

Ein großer Teil der Arbeit eines Dachdeckers findet – wie der Name bereits verrät – auf dem Dach statt. Kernaufgabe dabei ist es, für jedes Dach mit den passenden Materialien und in der geeigneten Form abzudecken. Dafür können typische Dachziegel verwendet werden, aber auch andere Werkstoffe wie Schiefer oder Reet können zum Einsatz kommen.

Das Berufsbild des Dachdeckers ist jedoch weitaus umfangreicher und spannender, als nur auf ein Dach klettern und Ziegel legen. Zu den Aufgabenbereichen zählen:

  • Klassisches Dachdecken mit Ziegeln, Schiefer, Schindeln, Steinen oder Reet
  • Aufbau von Arbeitsgerüsten
  • Wärmedämmung sowohl auf dem Dach als auch an Außenwänden des Gebäudes
  • Abdichtung von Dächern und Außenwänden
  • Dachbegrünung
  • Bau der Dachschalung, einer Unterkonstruktion für das spätere Dach
  • Einbau von Solaranlagen
  • Einbau von Dachfenstern
  • Einbau und Einrichtung von Blitzableitern

Ein wichtiger Teil sind zudem die Ableitung von Wasser und Feuchtigkeit, um Schäden am Dach sowie am Gebäude zu verhindern. Hierzu verwenden Dachdecker entsprechende Dichtungen und auch Einfassungen, damit Regenwasser vom Dach abgeleitet wird.

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Gehalt: Was verdient ein Dachdecker?

Wie bei den meisten Berufen hängt das Gehalt eines Dachdeckers von unterschiedlichen Faktoren ab. Wichtig sind beispielsweise der Standort und die Region, in der Sie arbeiten sowie die Größe des Betriebs und natürlich auch Ihre Berufserfahrung.

Über die ersten Gehälter dürfen Sie sich bereits während der Ausbildung freuen, wobei die Bezahlung mit jedem Ausbildungsjahr ansteigt:

  • Im ersten Jahr können angehende Dachdecker rund 650 Euro brutto als Ausbildungsvergütung erhalten.
  • Mit dem zweiten Ausbildungsjahr steigt die Bezahlung auf durchschnittlich rund 800 Euro brutto an.
  • Im letzten Ausbildungsjahr erreicht das Gehalt eine Höhe von circa 1.050 Euro brutto.

Mit der abgeschlossenen Berufsausbildung in der Tasche steigt dann auch das Gehalt eines Dachdeckers noch einmal deutlich an. Entscheidend ist dann, ob das Arbeitsverhältnis unter einen Tarifvertrag fällt. Ein solcher spricht den Dachdeckern einen höheren Stundenlohn zu, so dass tarifgebundene Dachdecker nach der Ausbildung bereits 2.750 brutto verdienen können.

Fehlt ein Tarifvertrag, liegt das Gehalt im ersten Jahr nach der Ausbildung meist bei rund 2.000 Euro. Mit der wachsenden Berufserfahrung steigt aber auch die Bezahlung weiter an und Dachdecker haben die Möglichkeit, durch Fort- und Weiterbildungen das Gehalt noch einmal aufzubessern.

Mit der nötigen Erfahrung und Verantwortung im Betrieb kann ein Gehalt von 3.500 Euro erreicht werden – wenn Sie zum Meister aufsteigen ist sogar ein Verdienst von 5.000 Euro oder mehr möglich.

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Karriere: Chancen und Aussichten als Dachdecker?

Das Berufsbild des Dachdeckers entspricht Ihren Vorstellungen? Dann gibt es eine weitere gute Nachricht: Auf dem Arbeitsmarkt haben Sie als Dachdecker beste Chancen. Handwerksberufe plagen sich seit geraumer Zeit mit Nachwuchssorgen und auch Dachdecker werden sowohl bei Ausbildungsbetrieben als auch im Anschluss in Festanstellung gesucht.

Wenn Sie die nötigen Voraussetzungen erfüllen und motiviert sind, steht einer Karriere als Dachdecker somit nichts im Weg. Dabei bleibt es Ihnen überlassen, wie genau Sie diese gestalten möchten. Anfangs steht in der Ausbildung die Spezialisierung in einem bestimmten Bereich, doch muss die Entwicklung damit nicht beendet sein.

Wie bereits angesprochen steht Ihnen der Weg zum Dachdeckermeister offen. Damit ist nicht nur ein besseres Gehalt verbunden, sondern ermöglicht es Ihnen, selbst einen Dachdeckerbetrieb zu führen und Lehrlinge Auszubilden.

Durch andere Fort- und Weiterbildungen können Sie die Karriere als Dachdecker ebenfalls gestalten. Einige der Möglichkeiten sind:

  • Werkspolier
  • Baustellenleiter
  • Techniker für Hochbau

Sollten Sie das Abitur besitzen oder über die Fachhochschulreife verfügen, können Sie zudem einen passenden Studiengang machen und beispielsweise Bauingenieurwesen studieren.

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.
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Bewerbung als Dachdecker: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Die Chancen für Ihre Bewerbung als Dachdecker stehen gut, dennoch müssen Sie dabei klar machen, dass Sie wirklich für den Beruf geeignet sind. Neben einem passenden Schulabschluss sollten Sie einige Voraussetzungen erfüllen, um sich erfolgreich als Dachdecker zu bewerben:

  • Keine Angst vor Arbeit in der Höhe
  • Handwerkliches Geschick und Interesse an handwerklichen Tätigkeiten
  • Gute körperliche Verfassung
  • Spaß an der Arbeit unter freiem Himmel – auch bei nicht so gutem Wetter
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Bei der Formulierung Ihrer Bewerbung für eine Ausbildung sollten Sie die wichtigsten Punkte in den Mittelpunkt stellen und mit Beispielen untermauern – etwa so:

Meine Leidenschaft für handwerkliche Tätigkeiten nutze ich regelmäßig für Projekte. Zuletzt habe ich den Holzunterbau für eine Terrasse angefertigt und montiert.

Bewerbung Dachdecker Anschreiben Muster Vorlage Beispiel Pdf WordNachfolgend haben wir ein Beispiel für das Anschreiben einer Bewerbung als Dachdecker für Sie erstellt. Diese kostenlose Mustervorlage können Sie als Inspiration nutzen, müssen diese aber an Ihre eigene Situation und natürlich den jeweiligen Arbeitgeber anpassen.

Über die folgenden Links kommen Sie zum Gratis-Download des Beispiel-Anschreibens:

[Bildnachweis: vitec sculpies by Shutterstock.com]

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Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese bitte nochmal individuell anpassen und etwas umgestalten. So bleibt Ihre Bewerbung einzigartig und erfolgreich.

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22. September 2020 Nils Warkentin Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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