Bewerbungsmuster: 120 kostenlose Muster & Tipps

Unsere exklusiven Bewerbungsmuster haben schon vielen Jobsuchenden und Lesern geholfen, ihren Traumjob zu bekommen. Die Muster und Vorlagen helfen nicht nur bei der Gestaltung, beim Aufbau und Design der eigenen Bewerbungsunterlagen. Die Mustertexte darin unterstützen Bewerber auch dabei, das perfekte Anschreiben sowie einen überzeugenden Lebenslauf zu formulieren. Ob Anschreiben, Lebenslauf, Deckblatt oder Online-Bewerbung: Unsere mehr als 120 Bewerbungsmuster können Sie sich nicht nur kostenlos herunterladen – Sie helfen Ihnen auch, die Bewerbungsunterlagen zu optimieren. Zusätzlich finden Sie im Anschluss einen ausführlichen Ratgeber zur Bewerbung mit zahlreichen (bewährten) Tipps und Tricks…

Bewerbungsmuster: 120 kostenlose Muster & Tipps

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Professionelle Bewerbungsmuster für Fach- & Führungskräfte

Vielen Bewerbern fällt es schwer, allein den ersten Satz im Anschreiben zu formulieren oder ein den Lebenslauf übersichtlich und zeitgemäß zu strukturieren. Hier können unsere Bewerbungsmuster und Beispiele wertvolle Starthilfe für alle Berufe und Fachkräfte geben. Die Mustertexte in den Vorlagen sind auf unterschiedliche Branchen und Berufe zugeschnitten. Sie könnten sich also zum Beispiel auch mehrere Bewerbungsmuster herunterladen und so die verschiedenen Formulierungen und Texte zur Inspiration nutzen… Viel Erfolg!

Anschreiben: 69 Bewerbungsmuster zum Herunterladen

Zum Herunterladen der Bewerbungsmuster (in WORD) einfach mit den orangen Pfeilen durch die Muster klicken und auf die Vorschau-Bilder klicken.

Bewerbungsmuster für authentische Initiativbewerbungen

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Bewerbungsmuster für Absolventen & Berufseinsteiger

(v.l.n.r. Vorlage für eine Ausbildung, für ein Praktikum #1 und #2)
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(v.l.n.r. Muster für Duale Ausbildung, Werkstudent, Masterarbeit)
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(v.l.n.r. Bewerbung auf eine Stellenanzeige, für eine Fortbildung, ein FSJ)
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Bewerbungsmuster für Aushilfen & Minijobs

(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Aushilfe, Verkäufer, für einen Minijob)
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Bewerbungsmuster für Berufe im sozialen Bereich

(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Sozialpädagoge, Sozialarbeiter, Pädagogin)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Altenpflegerin, Erzieherin, Logopädin)
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Bewerbungsmuster für den medizinischen Bereich

(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Arzt, Kardiologe, medizinische Fachkraft)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Krankenschwester, Heilpraktiker, Gerichtsmediziner)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Rettungssanitäter, Psychiater, Physiotherapeut)
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Bewerbungsmuster für den öffentlichen Dienst

(v.l.n.r. Bewerbungsmuster bei der Bundeswehr, Bundespolizei, beim Zoll)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Grundschullehrerin, Politiker, Schulleiter)
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Bewerbungsmuster für verschiedene Berufe & Arbeitgeber

(v.l.n.r. Bewerbungsmuster für die Deutsche Bahn, als Lokführer, für LIDL)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Assistentin, für den Empfang, als Beraterin)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Bäcker, Zimmermann, Dachdecker)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Industriemechaniker, Mechatroniker, Friseur)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Pharmareferent, Elektriker, Informatiker)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Ingenieur, Architekt, Prokurist)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Immobilienmakler, Coach, Betriebswirt)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Logistiker, Fliesenleger, Klempner)
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Bewerbungsmuster für Führungskräfte

(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Führungskraft, Projektmanager, Senior Consultant)
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(v.l.n.r. Bewerbungsmuster als Projektleiter, Ausbildungsleiter, Eventmanager)
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Bewerbungsmuster auf Englisch: Resume & Cover Letter

(v.l.n.r. Resume / CV auf Englisch, Cover Letter Vorlage 1 & 2)
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Lebenslauf: 51 kostenlose Bewerbungsmuster

Muster für einen tabellarischen Lebenslauf, farbige und schwarz/weiße Muster, moderne Lebensläufe, klassische und konservative – für jeden Beruf und jede Branche.

Einfacher Lebenslauf: Vorlagen in Schwarz/Weiß

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Professioneller Lebenslauf: Farbige Muster & Vorlagen

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Lebenslauf Vorlagen für verschiedene Jobs

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Lebenslauf Vorlage Word Kostenlos Chronologisch 21 CoverLebenslauf Vorlagen´ Word Kostenlos Chronologisch 22 CoverLebenslauf Vorlage Word Kostenlos Antichronologisch 23 Cover


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Tabellarischer Lebenslauf: Moderne Beispiele und Vorlagen

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Lebenslauf-Vorlagen: Beispiele für konservative Lebensläufe

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Klassische Lebenslauf Vorlagen im strukturierten Design

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TIPP: Wie Sie einen professionellen Lebenslauf schreiben und erstellen, können Sie bei uns auch online Üben – mit unserem kostenlosen Lebenslauf-Editor. Probieren Sie es aus! Es ist kinderleicht…

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Deckblatt: 9 kostenlose Muster für die Bewerbung

Das Deckblatt ist in der Bewerbung kein MUSS, sondern ein freiwilliger Zusatz. Es dient der Übersicht und Gestaltung – insbesondere bei umfangreichen Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsmappen. Falls Sie sich für ein Deckblatt zur Bewerbung und die zusätzliche Bewerbungsseite entscheiden, können Sie hierfür die folgenden Bewerbungsmuster nutzen:

Deckblatt Muster Beispiel Bewerbung 01 CoverDeckblatt Muster Beispiel Bewerbung 02 CoverDeckblatt Muster Beispiel Bewerbung 03 Cover


Deckblatt Muster Beispiel Bewerbung 04 CoverDeckblatt Muster Beispiel Bewerbung 05 CoverDeckblatt Muster Beispiel Bewerbung 06 Cover


Deckblatt Muster Beispiel Bewerbung 07 CoverDeckblatt Muster Beispiel Bewerbung 08 CoverDeckblatt Muster Beispiel Cover

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Bewerbungsflyer: Jobkick für die Jobmesse

Bewerbungsflyer werden vor allem auf Jobmessen eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein DIN-A4 Blatt, das im Querformat beidseitig bedruckt und im Leporello-Format gefaltet wird, sodass durch die Knicke drei Segmente entstehen. Genau genommen sind es sogar sechs mit Vorder- und Rückseite zusammen. Die Bewerbungsflyer sind kompakt, auffällig und im Vergleich zu Visitenkarten inhaltlich wesentlich substanzieller. Sie wecken bei bei Personalern Interesse und sind auch günstiger in der Herstellung, als wenn Sie jedes Mal eine ganze Mappe verschenken. Auch hierzu können Sie sich ein kostenloses Bewerbungsmuster (als WORD-Vorlage) herunterladen. Einfach auf das Bild klicken:

Bewerbungsflyer Bewerbungsmuster Vorlage Kostenlos Beispiel Download

Warum sollte ich Bewerbungsmuster nutzen?

Natürlich kann kein Bewerbungsmuster eigene Formulierungen und Ideen ersetzen. Dafür können Bewerbungsmuster helfen, nicht bei Null zu beginnen und auf ihrer Basis eine professionelle Bewerbung zu erstellen. Ganz ohne fremde Hilfe oder teure Bewerbungsschreiber. Denn…

Mithilfe der Bewerbungsmuster bekommen Sie so eine erste Orientierung für Aufbau, Design und Struktur Ihrer Bewerbungsunterlagen und können sich umso mehr auf den eigenen (!) Inhalt konzentrieren. Natürlich ist sinnvoll, die jeweilige Bewerbungsvorlage so auszuwählen, dass Sie möglichst zur Zielbranche und dem Wunscharbeitgeber passt. Sie sollten die Muster daher immer individuell anpassen. Zum Beispiel indem Sie die Schriftarten und Schriftfarben verändern, den Hintergrund auswechseln oder ein eigenes Bewerbungsdesign auf der Basis des Musters entwickeln.

Unsere Bewerbungsmuster sind zu diesem Zweck extra vielseitig gestaltet und variieren zwischen klassischen, ganz schlichten Designs, bis hin zu kreativen und modernen Layouts. Suchen Sie sich also aus, was am Besten zu Ihnen, Ihrer Bewerbung und dem Zielunternehmen passt.

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Bewerbung schreiben: Anleitung & Formulierungen

Wie soll man eine Bewerbung schreiben? Viele Bewerber tun sich enorm schwer damit. Vor allem das Anschreiben ist oft die größte Hürde. Laut Umfragen sitzen Bewerber bis zu 74 Minuten allein am Bewerbungsschreiben. In der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie – auf Basis unserer Bewerbungsmuster – ganz einfach ein Anschreiben formulieren können, wie es aufgebaut wird und wie Sie an vier entscheidenden Punkten das Interesse des Personalers wecken.

Übung für bessere Formulierungen

Bevor es losgeht: Beginnen Sie zum Lockern mit einer kleinen Übung: Alles, was Sie dazu brauchen, sind ein paar bunte Moderationskärtchen, ein dicker Filzstift und eine Tafel oder Wand zum Aufhängen der Kärtchen. Dann folgen Sie bitte dieser Anleitung:

  • Nehmen Sie sich 20 Minuten Zeit und sorgen Sie dafür, dass Sie nicht gestört werden.
  • Legen Sie die Unterlagen, die Ihnen bisher Kopfzerbrechen bereitet haben, weit weg von sich und vergessen Sie, was drinsteht.
  • Nehmen Sie den Filzschreiber und die Moderationskärtchen zur Hand.
  • Überlegen Sie, wie Sie einem 7-jährigen Kind erklären würden, welches die fünf wichtigsten Kenntnisse und Erfahrungen sind, die Sie für den angestrebten Job qualifizieren.
  • Schreiben Sie jeden dieser fünf Punkte auf eines der Kärtchen – Achtung: nur ein bis maximal vier Worte pro Kärtchen!
  • Ordnen Sie Ihre Kärtchen nach Priorität und heften Sie diese an die Wand oder Ihren Schrank, das Wichtigste zuoberst.

Vielleicht brauchen Sie dafür zuerst eine Weile. Kein Problem. Nehmen Sie sich die Zeit. Es ist ja nur eine Übung. Der Effekt aber ist: Sie finden so jene Punkte, die für Ihre Bewerbung relevant und überzeugend sind. Es sind Ihre Alleinstellungsmerkmal. Das, was Sie wirklich auszeichnet. Im Anschluss müssen Sie nur noch diese Stichpunkte in kurze, knackige Textabschnitte packen – schon haben Sie Ihr Bewerbungsanschreiben zusammen. Alles andere brauchen Sie nicht erwähnen. Dafür ist im Vorstellungsgespräch noch genug Zeit.

Das Anschreiben: Überzeugen mit der AIDA-Formel

Eine bewährte Methode ein professionelles Anschreiben aufzubauen, ist die sogenannte AIDA-Formel. Diese wurde von dem amerikanischen Marketing-Spezialisten Elmo Lewis schon im Jahr 1898 entwickelte und stammt ursprünglich aus der Werbepsychologie. AIDA ist letztlich ein sogenanntes Akronym und setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen für:

  • Attention (Aufmerksamkeit)
  • Interest (Interesse)
  • Desire (Verlangen)
  • Action (Handlung)

Damit beschreibt das Modell ein vierstufiges Verfahren, das ein potenzieller Leser durchlaufen soll, um schließlich zu einer positiven Entscheidung zu kommen. Da eine Bewerbung nichts anderes ist, als ein Verkaufsgespräch, lässt sich die Formel perfekt darauf anwenden – vor allem auf das Anschreiben. Egal, ob Sie dazu ein Bewerbungsmuster verwenden oder eine eigene Bewerbung schreiben: An genau vier Stellen im Anschreiben können Sie Ihren Leser packen. Und genau hier kommt das AIDA-Konzept ins Spiel…

  1. Beispiel für Attention
    • Das Ziel: Aufmerksamkeit gewinnen
    • Der Ort: Die Betreff-Zeile
    • Der Weg: Kurzer und konkreter Bezug zur Stellenanzeige. Das Wort „Bewerbung“ muss fallen, das Wort „Betreff“ nicht. Beispiel: „Bewerbung als Grafikdesigner, Ihre Stellenanzeige in der XY-Zeitung am TT.MM.JJJJ“
  2. Beispiel für Interest
    • Das Ziel: Interesse des Arbeitgebers wecken
    • Der Ort: Der Einleitungssatz und 1. Absatz
    • Der Weg: Bei Sätzen wie „Ich bin teamfähig, kreativ, belastbar…“ suchen Personaler nur noch nach der Vorlage für eine Absage. Das Problem solcher Sätze ist nicht, dass sie inhaltlich falsch wären – sie sind nur völlig abgenutzt, austauschbar und viel zu allgemein. Es fehlt die Seele – Ihre Persönlichkeit. Genau die aber wollen Personaler im Anschreiben lesen und erkennen.

      Überraschen Sie also (nicht mit „hiermit bewerbe ich mich…“) mit einem konkreten Bezug zu den Bedürfnissen des Arbeitgebers. Zum Beispiel: „Ihre Stellenanzeige vom TT.MM.JJJJ hat mich sofort angesprochen. Nachdem ich schon Erfahrungen im Bereich _____________ sammeln konnte, kann ich dieses Know-how nun perfekte auf dieser Position einsetzen und Mehrwert schaffen. Ich bin überzeugt, dass Ihnen vor allem meine Fähigkeiten im Bereich _____________ von großem Nutzen sein werden. Denn…“

  3. Beispiel für Desire
    • Das Ziel: Wunsch für ein persönliches Kennenlernen wecken
    • Der Ort: Hauptteil des Anschreibens
    • Der Weg: Nennen Sie nicht nur Ihre möglichst einzigartigen fachlichen Qualifikationen und Soft Skills. Stellen Sie damit ebenso einen Bezug zum Unternehmen her. Dabei spinnen Sie einen roten Faden, damit der jetzige Karriereschritt so wirkt wie eine natürliche Entwicklung, die in diesem Unternehmen praktisch münden muss und dem Unternehmen einen außerordentlichen Mehrwert bietet.
  4. Beispiel für Action
    • Das Ziel: Einladung zum Vorstellungsgespräch
    • Der Ort: Schlusssatz des Anschreibens
    • Der Weg: Der Abschluss ist ein dramaturgischer Höhepunkt. Der Konjunktiv („würde gerne…“) ist dabei tabu. Die perfekte Abschlussformulierung sollte eher eine Art Doppelpunkt und subtil-suggestiver Call-to-action sein: „Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen ebenso engagierten wie erfahrenen Mitarbeiter gewinnen.“ Oder: „Gerne überzeuge ich Sie persönlich. Auf einen Terminvorschlag dazu freue ich mich.“

Die genannten Formulierungen sollten Sie bitte nie wörtlich abschreiben, sondern immer noch mal variieren. Schließlich muss das Ergebnis zum Rest Ihrer Bewerbung passen und sollte einzigartig sein. Aber als Leitplanke und Schreibhilfe können Sie damit leichter Ihre Bewerbung schreiben.

Diese Formulierungen bitte nicht nutzen

Es gibt Formulierungen, die Sie aus guten Gründen in der Bewerbung nicht verwenden sollten. Zu dieser Kategorie gehören zum Beispiel:

  1. Superlative
    „Zu meinen Stärken gehören meine herausragende Teamfähigkeit, gestützt durch ausgeprägte emotionale Intelligenz und bemerkenswerte Fähigkeiten im Organisieren und Leiten von Projekten.“ – Na, glauben Sie dem Bewerber das? Eben. Wer es mit Adjektiven und Superlativen übertreibt, erreicht nur das Gegenteil: So jemand klingt nur noch nach Schaumschläger und Luftpumpe. Seien Sie lieber sparsam mit hochtrabenden Ich-Aussagen und belegen Sie Stärken besser durch Beispiele: Statt „Ich verfüge über hohe Teamfähigkeit, organisatorisches Talent und eine schnelle Auffassungsgabe“ schreiben Sie lieber: „…dort habe ich ein 10-köpfiges Team geleitet. In dieser Funktion habe ich mehrere Projekte erfolgreich koordiniert und mit meinem Team in weniger als zwei Wochen eine Lösung für die XY-Aufgabe erarbeitet.“
  2. Konjunktive
    „Gerne würde ich Ihnen meine Motivation ausführlich im Vorstellungsgespräch erläutern. Deshalb wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich zum Bewerbungsgespräch einladen.“ – Vor allem im Schlusssatz der Bewerbung kommen diese immer wieder zum Einsatz (aber nicht nur da). Leider! Der Konjunktiv klingt zwar höflich und bescheiden, schwächt aber den Satz und macht aus dem bestimmten Wunsch eine vage Möglichkeit. So wird aus dem überzeugenden Top-Talent am Schluss doch noch ein Bittsteller. Schreiben Sie lieber: „Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und freue mich, wenn Sie sich die Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen.“ Oder: „Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen ebenso engagierten wie erfahrenen Mitarbeiter gewinnen.“ Gleicher Inhalt – ganz andere Wirkung.
  3. Anbiederei
    „…mit allerliebsten Grüßen“ – Klar, eine solche Grußformel in der Bewerbung ist definitiv zu viel des Guten. Viel zu persönlich: „Liebste Grüße“ sind guten Freunden oder der Familien vorbehalten, aber nichts für Personaler. Wer beim Standard bleiben will, wählt besser „mit freundlichen Grüßen“. Wer es origineller mag, wählt „mit besten Grüßen nach FIRMENORT“. Den Unterschied macht hierbei das Wörtchen „nach“: So stellen Sie den Empfänger in den Mittelpunkt und nicht sich selbst (wie bei Grüßen „aus“…).
  4. Falschangaben
    „Master, Abschlussnote: 1,0“ – Es kommt öfter vor, als viele meinen: Mehr als jeder dritte Bewerber macht falsche Angaben im Lebenslauf oder im Anschreiben. Die meisten lügen in der Bewerbung bei Angaben zum früheren Job, bei Erfahrungen und Erfolgen. Andere frisieren die Bewerbung bei Praktika, Sprachkenntnissen, Bildungsabschlüssen oder gar Abschluss- und Arbeitszeugnissen. Riesenfehler! Fliegt der Schwindel auf, steht nicht nur die Karriere sondern auch der Arbeitsplatz auf dem Spiel: Falschangaben in den Bewerbungsunterlagen und Lebenslaufkosmetik können zur fristlosen Kündigung führen – auch noch nach Jahren im Job. Bleiben Sie also bitte stets bei der Wahrheit.
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Musteraufbau für das Bewerbungsschreiben

Jetzt geht es noch mehr ins Detail. Ein vorweggenommener Lebenslauf wäre im Bewerbungsanschreiben falsch und redundant. Zudem sollten Sie alles weglassen, was für die ausgeschriebene Stelle nicht relevant ist. Das spart Platz und dem Leser Zeit. Oder wie es mal ein Chefredakteur formuliert hat: „Jedes gestrichene Wort ist für den Leser eine Erleichterung.“ Wie sieht der Aufbau konkret aus? Klassisch wird das Bewerbungsanschreiben nach diesem Muster aufgebaut:

  • Persönliche Daten Vorname, Name, Anschrift, Telefon, E-Mail-Adresse, (Link zur Homepage)
  • Empfänger Firmenname (Rechtsform), Ansprechpartner, Anschrift
  • Datum Format: TT.MM.JJJJ, rechtsbündig
  • Betreffzeile z.B. „Bewerbung als _____, Kennziffer _____“, nie „Betreff“ schreiben
  • Anrede Immer persönlich, Namen nennen! (nie: „Sehr geehrte Damen und Herren“)
  • Einleitung Interesse wecken, Motivation für den Job nennen
  • Hauptteil Schlüsselkompetenzen, besondere Erfahrungen, relevante Soft Skills
  • Unternehmensbezug Mehrwert für den Arbeitgeber, bisherige Erfolge (Zahlen!)
  • Schlussteil Freude auf Vorstellungsgespräch (Kein Konjunktiv!), Offen für Rückfragen, (Gehaltsvorstellungen)
  • Grußformel z.B. „Mit freundlichen Grüßen“
  • Unterschrift Immer eigenhändig!
  • Anlagen Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen, Arbeitsproben

Muster für den Einleitungssatz

Schon den ersten Satz sollten Sie nutzen, um deutlich zu machen, dass Sie die geforderten Qualifikationen mitbringen. Wecken Sie Neugier, formulieren Sie ungewöhnlich. Verzichten sollten Sie indes auf alle Floskeln, die sagen, dass Sie die Anzeige „mit Interesse gelesen“ haben. Was sonst? Deswegen bewerben Sie sich ja! Bewerber dürfen ruhig ein paar Ecken und Kanten zeigen. Trauen Sie sich etwas. Das macht Sie und Ihre Bewerbung individuell und persönlich. Zum Beispiel so:

Sehr geehrte Frau Personalerin,

seit rund fünf Jahren beschäftige ich mich mit _____________ und konnte in diesem Bereich schon _____________ erreichen. Als ich dann Ihre Stellenanzeige vom _____________ las, wusste ich: Diese Erfahrungen will ich bei Ihnen einsetzen um _____________ zu erreichen. Zudem haben mich die Herausforderungen sowie die Perspektiven, die diese Position bietet, sofort begeistert…

Wer mag, kann dabei noch emotionaler werden. Sachlich reichen die beiden Formulierungsbeispiele vollkommen aus.

Diese 4 Fragen muss jedes Anschreiben beantworten

Muster für die Qualifikationen

Das Anschreiben muss nicht zwingend nur aus Fließtext bestehen. Sie können geforderte Kenntnisse und Fähigkeiten ebenso in Form einer Aufzählung darstellen. Das spart Platz und sieht besonders übersichtlich aus. Der zweite Vorteil dieser Methode: So können dabei Wörter aus der Stellenanzeige, vor allem Schlüsselbegriffe und sogenannte Muss-Qualifikationen wiederholen. Auf diese achten Personaler besonders. Das Ergebnis könnte zum Beispiel so aussehen:

Langjährige Praxis in der Auftragsabwicklung
Mitarbeiterführung, Verantwortlich für
– Annahme von Bestellungen
– Auftragserfassung
– Fakturierung
– Schrift- und Telefonverkehr
– Beantwortung von Kundenanfragen

Sehr gutes Englisch in Wort und Schrift
Sehr gute Kenntnisse in MS-Office

Googles Personalchef Laszlo Bock hat hierzu einmal die perfekte Formel für die Bewerbung formuliert. Sie lautet: „Ich habe X erreicht, relativ zu Y, indem ich Z getan habe.“ Die meisten Bewerber würden etwa schreiben: „Ich habe schon Artikel für die New York Times geschrieben.“ Besser wirken würde es aber, wenn dort stünde: „Ich habe in dieser Zeit 50 Artikel für die New York Times geschrieben (der Durchschnitt liegt bei sechs Artikel), weil ich seit drei Jahren tiefe Einblicke in diesem Bereich habe.“

Muster für die Soft Skills

Die Soft Skills sind ein wichtiger Bestandteil des Anschreibens. Beweisen Sie diese aber nicht durch Behauptungen vom Typ: „Ich bin teamfähig und lernwillig.“ Viel überzeugender wirken Beispiele als Beleg. Etwa der Umgang mit Kunden. Beispiel:

Nachhaltige Kundenbeziehungen liegen mir von Natur aus am Herzen. Bei meinem aktuellen Arbeitgeber habe ich daher eigenständig ein Projekt initiiert, das Bestandskundenmanagement zu optimieren. Die Kundenzufriedenheit stieg danach um ganze 15 Prozent.

Unterschätzen Sie bei solchen Beispielen bitte nie die Macht der Zahlen. Alles, was Sie quantifizieren können, sollten Sie erwähnen. Papier ist geduldig, Zahlen sind belastbar.

Muster für Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin

Bleibt noch die Frage nach den Gehaltsvorstellungen. Viele Bewerber tun sich damit schwer. Eine zu hohe, aber auch eine zu niedrige Summe kann Kandidaten leicht aus dem Kreis Favoriten katapultieren. Als Faustregel können Sie sich merken: Wer geschickt verhandelt, kann bei einem externen Jobwechsel zwischen 5 und 10 Prozent mehr Gehalt herausholen. 20 Prozent sogar wenn Sie abgeworben werden.

Das Ganze ist allerdings abhängig von der Branche und Region, in der das Zielunternehmen sitzt. Auf dem Land wird weniger gezahlt als in der Stadt, und das Zielgehalt sollte branchenüblich sein. Also bitte nicht überreizen. Nutzen Sie hierzu unsere Gehaltstabellen. Was den frühesten Eintrittstermin anbelangt, sollten Sie die Kündigungsfristen in Ihrem Arbeitsvertrag beachten. Auch hier gilt die Faustregel: Länger als drei Monate mag kein neuer Arbeitgeber auf eine Besetzung warten.

Muster für den Schlussteil

Am Schluss des Anschreibens sollten Sie freundlich und motiviert klingen. Mehr aber noch Selbstbewusstsein erkennen lassen. Schließlich haben Sie gerade erklärt, warum Sie nicht nur hochmotiviert sondern auch die Idealbesetzung sind. Damit sind Sie kein Bittsteller mehr, sondern ein ernstzunehmender Kandidat.

Sie haben etwas zu bieten: Engagement, Know-how, Leistungswillen, Erfahrung, Mehrwert – also kein Grund sich unter Wert zu verkaufen. Der größte Bewerbungsfehler, den Sie im Schlussteil machen können, ist daher auch der leider verbreitetste: der Konjunktiv („würde, könnte, wäre, …“):

  • „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.“
  • „Gerne würde ich Ihnen meine Motivation ausführlich im Vorstellungsgespräch erläutern.“
  • „Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich zum Bewerbungsgespräch einladen.“

Der Konjunktiv schwächt den Satz ab. Zwar klingen solche Sätze sympathisch bescheiden. Im Abschlusssatz aber macht er aus dem bestimmten Wunsch eine vage Möglichkeit und zieht Ihren Glauben an der Eignung zugleich in Zweifel. So jemand wirkt unsicher und macht sich kleiner als er oder sie ist. Also bitte nie Konjunktiv am Schluss. Nutzen Sie lieber den Trick mit dem Call-to-action.

Es gibt inzwischen zahlreiche Studien, die zeigen, wenn man seine Leser explizit dazu auffordert, einen Artikel weiterzuleiten, zu empfehlen oder zu kommentieren, dann steigt eben diese Empfehlungs- oder Kommentarrate um ein Vielfaches an. Warum also den Trick nicht auch im Bewerbungsanschreiben anwenden und erwähnen, dass Sie sich auf das Vorstellungsgespräch freuen, obwohl noch gar nicht entschieden ist, dass Sie auch eingeladen werden? Solche überzeugten Formulierungs-Beispiele – ohne Konjunktiv – könnten sein:

  • „Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.“
  • „Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen ebenso engagierten wie erfahrenen Mitarbeiter gewinnen.“
  • „Ihrer positiven Rückmeldung sehe ich mit großer Freude entgegen.“
  • „Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.“
  • „Wenn Sie einen kompetenten, zuverlässigen und belastbaren Mitarbeiter suchen, dann freue ich mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.“

Weitere Tipps zu Schlusssatz und Anlagen finden Sie hier:

PS: Zum Schluss noch ein besonderer Tipp

Es sind nur zwei unscheinbare Buchstaben, jedoch mit einer großen Wirkung: Egal, was und wie viel Sie in Ihrer Bewerbung geschrieben haben – ein PS: (steht für „Postskriptum“) wird immer gelesen. Das Anhängsel stammt noch aus der Zeit der handgeschriebenen Briefe und ermöglichte dem Autor die Nachschrift eines wichtigen Teils, ohne dass dieser den ganzen Brief noch einmal abschreiben musste. In Zeiten von Textverarbeitungsprogrammen, Copy & Paste und E-Mails hat es jedoch ausgedient. Sollte man meinen. Stimmt aber nicht! Denn gerade deshalb erzeugt es enorme Aufmerksamkeit und bleibt im Gedächtnis haften – vorausgesetzt, Sie nutzen es, um etwas Originelles hinzuzufügen. Etwa:

PS: Ich werde mich am 1. September kurz bei Ihnen telefonisch erkundigen, ob meine Bewerbung angekommen ist. Falls Sie umgekehrt noch Fragen haben, können Sie mich jederzeit erreichen, unter: 0123-4567890.

Oder:

PS: Danke, dass Sie meiner Bewerbung bis hierher Ihre Aufmerksamkeit gewidmet haben. Nun würde ich mich freuen, wenn wir uns persönlich kennenlernen könnten. Rufen Sie mich doch gleich an, unter: 0123-4567890.

Das sind natürlich nur Beispiele, die Sie inspirieren sollen. Dennoch: Auch wenn Sie den Text nur überflogen haben – dieses PS haben Sie sicher gelesen.

Checkliste für den Einsatz von Bewerbungsmustern

Sobald es um Bewerbungen geht, erreichen uns zahlreiche Fragen – als Kommentare im Blog oder auch über Facebook. Dies zeigt die große Unsicherheit, mit der viele Bewerber zu kämpfen haben. Es wird befürchtet, einen Fehler zu machen und die eigenen Chancen auf den Traumjob zu schmälern. Aus den meist gestellten und wichtigsten Fragen haben wir eine Art Checkliste zum Einsatz von Bewerbungsmustern zusammengestellt.

Diese soll Ihnen helfen, Antworten auf Ihre Fragen zu finden und mit den obigen Mustern für Ihre Bewerbung die optimalen Unterlagen für Ihre Situation zu erstellen. Wenn Sie sich an die Tipps für die Bewerbungsmuster und Vorlagen halten, steht Ihrem Erfolg bei der Jobsuche nichts mehr im Weg…

Gibt es einen Unterschied zwischen Muster und Vorlage?

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, doch sind eine „Vorlage“ und ein „Muster“ eigentlich nicht identisch. Der Unterschied liegt in der Anwendung und dem Nutzen für Sie als Bewerber.

  • Bewerbungsvorlagen sind Schablonen, helfen bei Struktur, Layout, Design und Formatierungen
  • Bewerbungsmuster sind Textbeispiele, helfen Inhalte und Formulierungen zu optimieren

Wer unsicher ist, sollte im Zweifelsfall sowohl Vorlagen als auch Bewerbungsmuster zurate ziehen und sich so die nötigen Tipps und Informationen holen, die für die perfekten Unterlagen benötigt werden. Kopieren ist dabei aber immer der falsche Weg. Das ist weder individuell, noch zeugt es von Professionalität.

Der Super-GAU wäre es, wenn ein anderer Bewerber auf die gleiche Idee kommt – und ein Personaler plötzlich zwei fast identische Bewerbungen in der Hand hält. So bleiben Sie vielleicht im Gedächtnis, Ihre Chancen steigen aber auf keinen Fall.

Was gehört in eine vollständige Bewerbung?

Um mit Ihrer Bewerbung überhaupt eine Chance zu haben, müssen Ihre Unterlagen in jedem Fall vollständig sein. Fehlen Dokumente, könnte das gleich ein Ausschlusskriterium sein und Ihre Bewerbung wird aussortiert. Wenn Sie vollständige Bewerbungsunterlagen verschicken (im Gegensatz zu einer Kurzbewerbung), umfassen diese nicht nur ein Anschreiben und einen Lebenslauf, sondern werden durch weitere Dokumente ergänzt.

Dies sind Arbeitszeugnisse, Ausbildungsnachweise, (Hoch-)Schulzeugnisse und etwaige Weiterbildungsnachweise (Zertifikate, Zeugnisse). Die allerdings immer nur in Kopie! Es wäre ein fataler Fehler, die Originale zu verschicken, da längst nicht jedes Unternehmen die Bewerbungsmappe zurücksendet – und schon landen die Originaldokumente im Müll. Zusätzlich gehört in die vollständige Bewerbung natürlich ein Anlageverzeichnis (im Anschreiben). Optional sind hingegen Bewerbungszusätze, wie:

Grundsätzlich gilt: Was in der Stellenanzeige gefordert wird, muss auch in den vollständigen Bewerbungsunterlagen enthalten sein. Aufgebaut wird die Reihenfolge der Bewerbungsmappe nach diesem Muster:

Wie schreibt man eine Bewerbung Vollständige Bewerbungsmappe Bewerbungsmuster

Weitere Informationen finden Sie in unserem umfangreichen Dossier zur Bewerbungsmappe.

Warum werden die Bewerbungsunterlagen unterschrieben?

Zunächst einmal gilt: Es werden nur Anschreiben UND Lebenslauf handschriftlich unterschrieben und mit dem aktuellen Datum versehen, an dem Sie Ihre Unterlagen verschicken. Die Fehlerquellen sind hier unterschiedlich: Einige verzichten ganz auf eine Unterschrift, andere unterschreiben nur ein Dokument und wieder andere fügen Unterschriften auch an anderen Stellen hinzu, wo diese gar nicht benötigt werden oder völlig deplatziert wirken. Mit Ihrer Unterschrift auf den beiden wichtigsten Dokumenten zeigen Sie auf der einen Seite, dass die gemachten Angaben wahr und authentisch sind. Sie verleihen den Unterlagen damit eine größere Seriosität. Zudem gibt es Ihrer Bewerbung eine persönliche Note.

Ebenso sollten Sie auf keinen Fall das Datum vergessen. Das gehört ohnehin auf jedes wichtige Schriftstück in einem Schriftwechsel, sorgt aber in diesem Fall auch dafür, dass Sie sichtbar versichern, eine aktuelle Bewerbung zu versenden – und nicht auf eine uralte oder recycelte Version zurückgreifen. Denn natürlich erwartet jeder Personaler – zurecht – das die Bewerbung für sein Unternehmen individuell und aktuell verfasst wurde und keine Massensendung ist.

Zusätzliche Informationen finden Sie in unserem Artikel zur Unterschrift.

Wann sollte ich ein Deckblatt einsetzen?

Wie erwähnt ist das Deckblatt eine optionale Beigabe zu Ihrer Bewerbung. Sie können ein solches einfügen und nutzen, müssen es aber nicht tun. So gibt es zum Deckblatt die verschiedensten Ansichten und je nach Personaler kann die Reaktion anders ausfallen. Eine Seite ist strikt dagegen, hält das zusätzliche Blatt für überflüssig und unnötigen Leseballast, der Zeit raubt, die anderswo gebraucht wird. Andere Personalverantwortliche halten es durchaus für angebracht und sinnvoll, wenn Bewerber sich auf diese Art von anderen abheben oder eine wichtige Qualifikation hervorheben wollen.

Dabei gilt: Wenn Sie ein Deckblatt nutzen, sollte dieses auch wirklich einen Mehrwert bieten und nicht nur eingefügt werden, um die Bewerbungsmappe zu füllen. Sinn und Zweck des Deckblatts ist es schließlich, dem Leser und Personaler eine schnelle Übersicht geben. Richtig angewendet kommen Sie so vielleicht vorzeitig eine Runde weiter – andersrum kann es aber auch eher negativ wirken. Mit oder ohne Deckblatt ist beides möglich und somit weder richtig noch falsch. Am Ende liegt die Entscheidung bei Ihnen. Wer ein Deckblatt nutzt, sollte es dann aber richtig tun:

  • Überschrift: In der Regel „Bewerbungsunterlagen“ oder „Bewerbung“. Diese Überschrift steht entweder ganz oben auf der Seite oder ist optisch hervorgehoben.
  • Angestrebte Position: Auf welche Position bewerben Sie sich? Diese Information hilft dem Leser, die Bewerbung schneller einzuordnen – und der Punkt stellt klar, dass es sich nicht um eine Massenbewerbung, sondern eine gezielte für diese Stelle handelt.
  • Bewerbungsfoto: Das gehört normalerweise auf den Lebenslauf und ist heute ein freiwilliger Zusatz. Beim Deckblatt aber sollten sie das Foto auf jeden Fall verwenden (und können es dann im Lebenslauf weglassen). Wichtig: Sie sollten dabei aber immer in die Seite herein schauen, nie raus! Blicken Sie auf dem Foto leicht nach links, gehört das Foto also nach rechts.
  • Kontaktdaten: Niemals vergessen, Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Website auf dem Deckblatt anzugeben.
  • Inhalt: Das Deckblatt liefert nicht nur eine Übersicht, welche Elemente die Bewerbungsmappe enthält, sondern gibt auch deren Rhythmus vor. Heißt: Die Reihenfolge dieser Liste entspricht zwingend auch der der Unterlagen in der Bewerbungsmappe.

Kostenlose Muster, Vorlagen und Informationen finden Sie in unserem Artikel zum Deckblatt in der Bewerbung.

Kann ich eine Bewerbung zurückziehen?

Manchmal kommt alles anders, Sie ändern Ihre Meinung oder haben andere Gründe und wollen nicht mehr bei einem Unternehmen arbeiten. Die Bewerbung haben Sie zum Zeitpunkt dieser Erkenntnis aber längst abgeschickt und sogar eine Bestätigung erhalten, dass diese eingetroffen ist und nun bearbeitet wird. Was also tun? Keine Angst, niemand kann Sie zwingen, die Stelle anzunehmen, sollten Sie eingeladen und ausgewählt werden. Sie brauchen auch nicht befürchten, dass Arbeitgeber verärgert reagieren oder Sie sich dadurch einen schlechten Ruf erarbeiten. Ganz im Gegenteil. Wenn Sie professionell bleiben, Ihre Absage am besten telefonisch mitteilen und sich freundlich entschuldigen und dann verabschieden, sind viele Arbeitgeber froh, dass Sie wissen, woran sie sind.

Wie Sie am besten vorgehen, um eine Bewerbung zurückzuziehen, erfahren Sie hier.

Welche Schriftart ist für die Bewerbung optimal?

Wer regelmäßig Bewerbungen liest, hat in Sachen Schriftart schon so einiges erlebt. Dabei gilt grundsätzlich: Es gibt keine Vorgabe, die in Stein gemeißelt ist. Am Ende ist es Ihr Geschmack und die Art und Weise, wie Sie die Schriftart nutzen, die über die Wahl entscheiden. Die überwältigende Mehrheit der Bewerber macht sich keine großen Gedanken über das Thema und nutzt die immer gleichen Klassiker: Arial, Times New Roman, Verdana oder auch Trebuchet MS. Das ist kein Vorwurf. Gegen diese ist nichts einzuwenden, da sie immer professionell wirken und eine gute Lesbarkeit haben. Auffallen können Sie damit aber auch nicht, da sie eben die klassischen Varianten und damit Massenware sind. Wollen Sie sich ein wenig mehr abheben – ohne negativ aufzufallen – gibt es weitere Schriftarten, die weniger häufig genutzt werden. Das wären beispielsweise Helvetica, Georgia oder auch American Typewriter. Auch diese sind allesamt seriös und leserlich, aber eben ein kleines bisschen anders als all die anderen Kandidaten.

Ein anderer Trick ist es, eine Schrift zu wählen, die der genutzten des angestrebten Arbeitgebers möglichst ähnlich ist. Schauen Sie sich dafür einfach Gestaltung der Homepage an und nutzen Sie einen Schrift, die daran erinnert. Dahinter steht ein psychologischer Effekt: Das ähnliche Schriftbild Ihrer Unterlagen unterstellt Zugehörigkeit. Das macht zwar keinen riesigen Unterschied aus und wenn Ihre Unterlagen ansonsten nicht zur Stelle passen, werden Sie durch die Schriftart auch nicht den Job bekommen. Bei einem Kopf an Kopf rennen kann es aber vielleicht der entscheidende Punkt sein, der sich zu Ihrem Vorteil auswirkt.

Neben der reinen Wahl der Schrift müssen Sie darauf achten, diese wirklich überall in Ihren selbstverfassten Dokumenten zu verwenden und nicht hin und her zu wechseln. Das wirkt chaotisch und wenig professionell. Alle weiteren Informationen gibt es in unserem Artikel zur Schriftart.

Wie und wo werden Gehaltsvorstellung in der Bewerbung angegeben?

Geld ist bei der Jobsuche ein wichtiges Thema, schließlich wollen Sie im neuen Job anständig bezahlt werden. Manchmal ist es daher nötig, das gewünschte Gehalt schon in der Bewerbung anzugeben. Der entscheidende Punkt: Manchmal. Nur wenn in der Stellenanzeige danach verlangt wird, geben Sie Ihre Gehaltsvorstellungen im letzten Absatz Ihres Anschreibens an. Ist dies nicht der Fall, gehört dieses Thema ins Vorstellungsgespräch. Um ein passendes Gehalt anzugeben, müssen Sie vor allem Ihren Marktwert kennen. Damit können Sie ein tieferes Verständnis Ihrer Fähigkeiten und Ihrer Qualifikation zeigen. Wer seinen Marktwert kennt und realistisch einschätzt hat sich informiert, recherchiert und weiß, was in der Branche und mit seiner Berufserfahrung üblich ist.

Grundsätzlich gilt: Gehaltsvorstellungen werden in der Regel als Brutto-Jahreseinkommen angegeben. Weitere Gehaltsleistungen oder zusätzliche Extras wie Urlaubsgeld haben hier noch nichts zu suchen und werden wenn erst im Gespräch verhandelt. Eine gute Orientierung für Ihren Gehaltswunsch ist immer das aktuelle Jahresgehalt, das Sie beim jetzigen Arbeitgeber beziehen. Ein wenig dürfen Sie dabei durchaus aufschlagen – das sollten Sie dann aber auch begründen können. Und mehr als 20 Prozent sollten es auch nur in Ausnahmefällen sein. Als Extra-Service haben wir noch zwei mögliche Formulierungsbeispiele für Sie:

  • Beispiel konkret: „Aufgrund meiner Qualifikation und Kenntnisse liegen meine Gehaltsvorstellungen bei 46.500 Euro im Jahr.“
  • Beispiel als Gehaltskorridor: „Meine Gehaltsvorstellungen liegen zwischen 45.700 und 49.200 Euro pro Jahr. Weitere Details würde ich gerne in einem persönlichen Gespräch klären.“

Wie genau es geht, haben wir in unserem Artikel zur Gehaltsvorstellung detailliert erklärt.

Welcher Lebenslauf empfiehlt sich für die Bewerbung?

Ihre Vita sollten Sie als tabellarischen Lebenslauf erstellen. Dieser ist heute Standard. Der große Vorteil ist die Übersichtlichkeit der Tabellen-Form. Personaler müssen nicht lange suchen oder viel lesen, sondern können in wenigen Sekunden alle Informationen einsehen und sich ein erstes Bild vom Kandidaten machen. Ausformulierte oder handschriftliche Lebensläufe sind heute fast ausgestorben. Bei der Reihenfolge im Lebenslauf haben Sie die Wahl: Sie können chronologisch oder achronologisch (auch „amerikanisch“ genannt) vorgehen. Entweder beginnen Sie oben mit der aktuellsten Stelle (amerikanische Variante) oder mit der ältesten Postion (chronologisch). Vorgaben gibt es zwar nicht, viele Unternehmen bevorzugen allerdings die amerikanische Form, da so die aktuellsten und wichtigsten Punkte zuerst genannt werden.

Um Ihnen das Verfassen des Lebenslaufs zu erleichtern, haben wir exklusiv für Karrierebibel-Leser die wichtigsten Fragen zum Lebenslauf in einem mehrseitigen PDF zusammengefasst – die FAQ zum Lebenslauf – die Sie sich, wie gewohnt, hier kostenlos herunterladen können. Klicken Sie einfach auf das Bild und schon können Sie das PDF herunterladen. Darin enthalten unter anderem die Antworten auf Fragen wie: An welcher Stelle wird der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe eingeordnet? Wie lässt sich ein Lebenslauf einfach erstellen? Welche Schriftart und Schriftgröße eignet sich für den Lebenslauf? Warum muss der Lebenslauf lückenlos sein? Wie kann ich im Lebenslauf meine Arbeitslosigkeit kaschieren?

Alle weitere Informationen finden Sie in unserem Dossier zum tabellarischen Lebenslauf.

Was ändert sich bei der Bewerbung für ein Praktikum?

Zunächst einmal ähnelt die Bewerbung für ein Praktikum der normalen Bewerbung für eine Arbeitsstelle. Einige Unterschiede kann es allerdings in den Formulierungen geben und vor allem wenn es darum geht, worauf Sie den Fokus in Ihrem Anschreiben legen. Klassische Arbeitnehmer müssen immer Ihre Erfahrung in den Vordergrund stellen, demonstrieren, was Sie alles können, welche Stärken und Fähigkeiten Sie mitbringen und wie dies dem Arbeitgeber nutzt. Streben Sie ein Praktikum an, fehlt Ihnen häufig noch die Berufserfahrung. In diesem Fall liegt der Fokus deshalb auf der Motivation. Warum wollen Sie das Praktikum machen? Warum genau bei diesem Unternehmen? Was versprechen Sie sich davon? Was wollen Sie lernen? All diese Fragen sollten beantwortet werden.

Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem großen Ratgeber zum Praktikum.

Welche Zeugnisse werden der Bewerbung beigefügt?

Auf keinen Fall sollten Sie in Ihrer Bewerbung Ihre Zeugnisse vergessen. Diese belegen, dass Sie Ihre angegebenen Abschlüsse und Kompetenzen wirklich verfügen. In der Regel werden für vollständige Unterlagen alle relevanten Zeugnisse der vergangenen 20 Jahre als Anhang mitgeschickt. Dazu gehören:

  • Arbeitszeugnisse
  • Hochschulzeugnis(se)
  • Zeugnis einer Berufsausbildung
  • Zeugnis des höchsten Schulabschlusses
  • Nachweise relevanter Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen

Halten Sie sich bitte an den Zusatz relevant. Personaler interessieren Sie nur dann für Weiterbildungen, wenn diese auch wirklich etwas mit dem Job zu tun haben, für den Sie sich bewerben. Um es als Beispiel auf die Spitze zu treiben: Ihren Angelschein brauchen Sie nicht einreichen. Und wenn Sie sich als Handwerker bewerben, wird es Ihnen nicht nutzen, wenn Sie einen Programmierkurs belegt haben.

Ausführlichere Informationen gibt es in unserem Artikel zum Thema Zeugnisse.

Wie lang sollte die Bewerbung maximal sein?

Eine Grundregel lautet: Die Bewerbung sollte so kompakt wie möglich gehalten werden und gleichzeitig möglichst detailliert sein. Wenn Sie sich an diesem Prinzip orientieren, sind Sie bereits auf einem guten Weg. Wie umfangreich die Dokumente dann am Ende tatsächlich sind, hängt vor allem davon ab, wie lange Sie bereits berufstätig sind, wie viele unterschiedliche Stationen Sie durchlaufen haben und an wie vielen und wie großen Projekten Sie beteiligt waren. Wenn Sie Ihre Bewerbungsmappe zusammengestellt haben, sollten Sie sich den Gesamtumfang noch einmal ansehen. Überschreitet dieser 10 Seiten, ist es sinnvoll, noch einmal zu prüfen, ob Sie an der ein oder anderen Stelle kürzen können oder vielleicht etwas weglassen. Eine solche Lektüre führt kaum ein Perstonaler durch.

Im Optimalfall konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und kommen am Ende auf ungefähr sieben DIN-A4 Seiten:

  • Anschreiben: 1 Seite
  • Deckblatt (optional): 1 Seite
  • Lebenslauf: 1-2 Seiten (maximal 3)
  • Motivationsschreiben (optional): 1 Seite
  • Arbeitszeugnisse: 3-5 Seiten
  • Ausbildungsabschluss: 1 Seite
  • Empfehlungsschreiben/Referenzen (optional): 1-3 Seiten

Zieht man die optionalen Beigaben ab und beschränkt sich jeweils auf ein Minimum, kommt man auf maximal sieben Seiten. Das reicht für eine gute Bewerbungsmappe völlig.

Wie Sie eine Bewerbung präzise und trotzdem treffend formulieren, erfahren Sie in unserem Artikel zum Anschreiben

Wie kann ich meine Bewerbung kürzen?

Sie haben es mit dem Formulieren übertrieben, beim Lebenslauf unzählige Positionen und kleinere Punkte aufgelistet und auch bei den Anhängen zahlreiche Seiten zusammengefügt? Dann ist es recht wahrscheinlich, dass Ihre Bewerbung deutlich zu lang geraten ist. Personaler reagieren darauf leicht allergisch, da sie schlichtweg nicht die Zeit haben, um sich mit solchen Bergen von Dokumenten herumzuschlagen. Da hilft nur eins: Rigoros kürzen und alles rausschmeißen, was nicht benötigt wird. Aber wie geht man dabei am besten vor? Wo soll das Löschen am besten beginnen und wovon sollten Sie lieber die Finger lassen, das es falsch wäre, diesen Aspekt zu streichen?

Zunächst sollten Sie sich möglichst nah an die geforderten Kriterien und genannten Fähigkeiten aus der Stellenanzeige halten. Hier wird genau aufgelistet, welche Punkte Sie mitbringen müssen. Vergleichen Sie diese mit den Angaben, die Sie in Ihrer Bewerbung machen. Was wichtig ist, bleibt drin. Der Rest ist zweitrangig und kann zum Wohle des Umfangs gestrichen werden. Müssen Sie noch mehr kürzen, hilft es, die Prioritäten nach Aktualität zu vergeben. Soll heißen: Je länger eine Weiterbildung oder ein Projekt her ist, desto unwichtiger ist es, im Vergleich zu aktuelleren Punkten in Ihrer Bewerbung.

Achten Sie aber darauf, keine Lücken in Ihren Lebenslauf zu kürzen. Das wäre fatal. Alles weitere dazu, finden Sie hier.

An wen wird die Bewerbung adressiert?

Die kurze und einfache Antwort: Auf keinen Fall an „Sehr geehrte Damen und Herren,“. Diese Variante bringt fast immer Minuspunkte und macht einen schlechten Eindruck. Das wirkt so, als hätten Sie sich überhaupt nicht mit dem Unternehmen beschäftigt und auch kein Interesse daran gehabt, den Ansprechpartner herauszufinden. Es ist also wenn überhaupt nur die aller letzte Option, wenn Sie alles andere versucht haben.

Normalerweise finden Sie den Ansprechpartner, an den Sie Ihre Unterlagen richten sollten, bereits in der Stellenanzeige. Hier wird erwähnt, wer für die Auswahl zuständig ist. Ist dies nicht der Fall, können Sie per Mail oder besser noch telefonisch nachfragen. So haben Sie gleich einen ersten Kontakt, auf den Sie in den Formulierungen Ihres Bewerbungsanschreibens sogar noch einmal eingehen können. Gleich ein doppelter Vorteil also. So sind Sie schon einmal im Gedächtnis des Personalers, der sich beim Lesen Ihrer Unterlagen an Sie erinnert.

Alle Tipps dazu finden Sie in unserem Anrede-Knigge.

Was gehört in die Betreffzeile der Bewerbung?

Die Betreffzeile ist kurz und unscheinbar, aber dennoch ein Eyecatcher. Sie ist im Dokument hervorgehoben und nicht selten der erste Ankerpunkt, an dem der Blick automatisch hängen bleibt. Heißt im Klartext: Der Betreff ist das erste, was ein Personaler liest. Wie heißt es so schön: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – also sollten Sie sich hier besondere Mühe geben.

Der erste Fehler, der immer wieder gemacht wird: Das Wort „Betreff“ hat in der Betreffzeile nichts zu suchen. Gut sind kurze und knappe Formulierungen, die sofort auf den Kern der Sache kommen und keine Fragen offen lassen. Bei einer Stellenanzeige sollten Sie die angegebenen Kennziffer in den Betreff aufnehmen und auch die Stellenbezeichnung nennen. Dann weiß auch der LEser sofort auf einen Blick, worum es konkret geht.

Weitere Informationen und Tipps finden Sie in unserem Dossier zum Betreff in der Bewerbung.

Wo wird das Datum in der Bewerbung platziert?

Das Datum gehört auf jeden Fall ins Dokument, allerdings haben Sie mehrere Möglichkeiten, um es zu platzieren. Genauer gesagt gibt es genau drei Stellen, die möglich sind:

  • Oben im Anschreiben – rechtsbündig – oberhalb der Betreffzeile
  • Am Ende des Anschreibens – handschriftlich, neben der Unterschrift
  • Am Ende des Lebenslaufs – handschriftlich, neben der Unterschrift

Orientieren können Sie sich hierbei an der sogenannten DIN 5008 – der Norm für Geschäftsbriefe.

Alle weiteren Informationen zur DIN 5008 finden Sie hier.

Wird die Bewerbung per E-Mail oder per Brief versandt?

Eine generelle Antwort kann es auf diese Frage kaum geben. Ob Sie eine postalische Bewerbung verschicken oder eine E-Mail nutzen, entscheidet der Arbeitgeber. Die meisten Unternehmen bevorzugen dabei inzwischen die E-Mail oder haben auf der eigenen Homepage eine Möglichkeit eingerichtet, die Unterlagen direkt hochzuladen. Was der Fall ist, erfahren Sie in der jeweiligen Stellenanzeige.

Hier findet sich eine Formulierung im Sinne von „Bitte schicken Sie uns Ihre Unterlagen per Mail an…“. Ist hier eine normale Anschrift, heißt es Dokumente ausdrucken und zur Post bringen. Sollte eine E-Mail-Bewerbung verlangt sein, finden Sie alle Tipps dazu in unserem umfangreichen Ratgeber.

FAQ-Liste und weitere Checklisten gratis herunterladen

Auch diese Checkliste beziehungsweise die FAQ zur Bewerbung können Sie sich insgesamt als PDF kostenlos herunterladen, um es bei Gelegenheit und für den Einsatz etwaiger Bewerbungsmuster zu nutzen. Tatsächlich konnten wir mit diesen Bewerbungstipps schon zahlreichen Lesern weiterhelfen, wie deren Feedback bestätigt. Darauf sind wir durchaus ein bisschen stolz. Hoffentlich können wir auch Ihnen weiterhelfen. Zur Vorbereitung auf Ihre Bewerbung haben wir zudem noch einige Checklisten, die Sie sich ebenfalls hier kostenlos als PDF herunterladen können:



Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Bewerbung!

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
Bewerbungsmappe
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Kurzprofil

Tipps zum Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Anlagenverzeichnis

Tipps zum Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis bewerten
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20. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.

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