Bewerbungsmappe: Aufbau, Reihenfolge, Inhalt, Tipps

Die perfekte Bewerbungsmappe ist die Eintrittskarte zum Job. Sie ist erste Arbeitsprobe und übergroße Visitenkarte. Die klassische Mappe wird von rund 30 Prozent der Arbeitgeber weiterhin bevorzugt. Das gilt vor allem für den Mittelstand. Für den besten Eindruck sollten Sie Ihre Bewerbungsmappe sorgfältig auswählen, zusammenstellen und optimieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit der richtigen Reihenfolge, dem perfekten Aufbau und gutem Inhalt sowie passender Auswahl einer hochwertigen Mappe punkten…

Bewerbungsmappe: Aufbau, Reihenfolge, Inhalt, Tipps

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Was ist eine Bewerbungsmappe?

Die Bewerbungsmappe ist die vollständige Zusammenstellung aller relevanter Bewerbungsunterlagen in einer standardisierten Reihenfolge. Sie wird (klassisch) auf Papier für jede Bewerbung individuell zusammengestellt und per Post – ungefaltet im C4 Umschlag – verschickt. Falls Sie sich auf einer Jobmesse bewerben, können Sie die Mappe Ihrem Ansprechpartner auch persönlich überreichen.

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Bewerbungsmappe Aufbau: Die richtige Reihenfolge

Eine vollständige Bewerbungsmappe – mit Ausnahme einer sogenannten Kurzbewerbung – besteht aus folgenden Unterlagen, in dieser Reihenfolge:

1. Anschreiben (1 DIN A4-Seite)
2. Deckblatt (1 Seite, optional)
3. Lebenslauf (1-3 DIN A4-Seiten)
4. Dritte Seite / Motivationsschreiben (1 Seite, optional)
5. Anlagen (1-5 Seiten)
Bewerbungsmappe Aufbau Reihenfolge
Das Beispiel für die korrekte Reihenfolge einer vollständigen Bewerbungsmappe können Sie sich als Merkhilfe (oder Checkliste) gerne HIER als PDF kostenlos herunterladen. Zur richtigen Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen im Detail:

1. Anschreiben

Das Anschreiben ist der Auftakt der Bewerbung. Es liegt lose oben auf der Bewerbungsmappe. Bei einfachen, aufklappbaren Bewerbungsmappen aus Karton kann es mit einer Büroklammer befestigt werden. So kann es nicht verrutschen.

Im Bewerbungsschreiben geht es um Ihre Motivation für den Job und Arbeitgeber sowie Ihre Persönlichkeit. Schreiben Sie, warum Sie sich für diese Stelle interessieren, was Sie an der Position reizt und welchen Mehrwert Sie mit Ihren Erfahrungen und Fähigkeiten leisten können. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine DIN A4 Seite sein.

2. Deckblatt (optional)

Das Deckblatt ist ein freiwilliger Zusatz zur Bewerbung. Ob Sie es der Bewerbungsmappe beifügen, bleibt Ihnen überlassen. Es kann Ihre Bewerbung abrunden, wichtige Aussagen übersichtlich zusammenfassen und gibt Ihnen ein paar Gestaltungsoptionen. Zum Beispiel Platz für ein größeres Bewerbungsfoto im Querformat. In dem Fall wird das Foto im Lebenslauf aber weggelassen (Keine Dopplungen!).

Alternativ geht auch eine sogenannte „Dritte Seite“. Damit ist eine Art Kurzprofil gemeint, das Ihre relevanten Qualifikationen, Kenntnisse und Erfolge zusammenfasst. Wenn Sie sich für ein Deckblatt in der Bewerbungsmappe entscheiden, muss es für den Leser in jedem Fall einen Mehrwert bieten. Ansonsten lassen Sie das Deckblatt besser weg.

3. Lebenslauf

Nutzen Sie kein Deckblatt, ist der Lebenslauf das erste Dokument IN Ihrer Bewerbungsmappe. Der tabellarische Lebenslauf in antichronologischer Form (aktuelle Position zuerst) ist das Herzstück Ihrer Bewerbung. Im beruflichen Werdegang sind alle bisherigen Positionen und Jobs lückenlos aufgeführt.

Das Dokument zeigt ausführlich, welche Qualifikationen und Erfahrungen Sie mitbringen. Die wichtigsten Abschnitte darin sind: Berufserfahrung (bisherige Jobs oder Selbstständigkeit), Ausbildung (Schule, Ausbildung, Studium), besondere Kenntnisse (Weiterbildungen, IT- oder Sprachkenntnisse, Praktika). Interessen und Hobbys runden das Profil ab.

Den Lebenslauf beenden Sie bitte immer mit Ort, Datum und persönlicher Unterschrift. Das dokumentiert, dass der Lebenslauf aktuell und authentisch ist. Ein Bewerbungsfoto ist darin keine Pflicht. Es wird von Personalern aber nach wie vor gerne gesehen, weil es das Profil des Bewerbers abrundet.

4. Motivationsschreiben (optional)

Manche Bewerbungsmappen enthalten ein Motivationsschreiben. Auch hierbei handelt es sich um einen freiwilligen Zusatz zur Bewerbungsmappe.

Ziel des Motivationsschreibens ist, dem Personaler einen schnellen Überblick über Ihre Eignung und Motivation für diese Stelle zu verschaffen. Gern genutzte Überschriften sind: „Das zeichnet mich aus“, „Darum sollten Sie mich einstellen“, „Warum ich mich bei Ihnen bewerbe“. Alternativ können Sie auch eine Profilseite oder Projektliste einfügen.

5. Anlagen

Zu den wichtigen Anlagen in der Bewerbungsmappe gehören Ausbildungs-, Hochschul- und Arbeitszeugnisse sowie Zertifikate über Fortbildungen und Arbeitsproben. Als Anlagen eignen sich:

  • Ausbildungszeugnisse (Kopien, nie Originale!)
  • Arbeitszeugnis(se) (ebenfalls nur Kopien)
  • Praktikumsbescheinigungen
  • Nachweise über Nebentätigkeiten
  • Freiwillige Tätigkeiten/Ehrenämter
  • Referenzen oder Empfehlungsschreiben (maximal 3)
  • Nachweise über Fortbildungen (nur für den Job relevante)
  • Kopie des Führerscheins (falls verlangt)
  • Kopie des Führungszeugnisses (falls verlangt)
  • Arbeitsproben (falls verlangt)

Für die Ausbildungsnachweise gilt: Wer mehr als fünf Jahre Berufserfahrung hat, braucht seiner Bewerbung keine Schulzeugnisse mehr beifügen. Die Zeugnisse sollten Sie in der Reihenfolge in die Mappe einfügen, in der diese im Anlagenverzeichnis am Ende des Anschreibens oder auf Ihrem Deckblatt aufgelistet wurden.

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Bewerbungsmappe kaufen: Tipps für die Auswahl

Auf dem Markt werden inzwischen unterschiedliche Arten von Bewerbungsmappen angeboten. Als Entscheidungshilfe stellen wir Ihnen die gängigsten Formen im Überblick vor und zeigen jeweils die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen:

Klemmordner aus Kunststoff oder Karton

Bewerbungsmappe Muster Beispiel 2 Teilig Klemmhefter
Vorteile

  • Günstiger Preis.
  • Einfaches Handling.
  • Kann leicht mit C4-Umschlag versendet werden.
  • Beliebt, weil Unterlagen leicht herausgenommen werden können.
  • Durchsichtiges Deckblatt erlaubt schnellen Blick auf den Lebenslauf.

Nachteile

  • Wirkt leider oft billig und nach Massenbewerbung.
  • Schlecht konstruierte Klemmen behindern das Umblättern.
  • Zu breite Klammern verhindern, dass man die Buchstaben links lesen kann.
  • Kunststoff ist nicht umweltfreundlich.

Bewerbungsmappe mit Klemmschiene aus Pappe

Eine Variante des klassischen Klemmordners (mit Clip) stellt die Bewerbungsmappe mit Klemmschiene dar:
Bewerbungsmappe Muster Beispiel 2 Teilig Klemmschiene
Vorteile

  • Kompaktes Mappendesign.
  • Kostengünstig.
  • Kann leicht mit C4-Umschlag versendet werden.
  • Mäßig einfach zu handhaben.
  • Unterlagen können leicht herausgenommen werden.

Nachteile

  • Unterlagen müssen oft herausgenommen werden.
  • Wirkt schnell billig – insbesondere bei Kunststoff.
  • „Besserer“ Schnellhefter.
  • Schlechte Verarbeitung behindert das Zurückheften.
Tipp: Klemmschiene vorab weiten
Die Bewerbungsunterlagen in diese Bewerbungsmappen hineinzuschieben, erfordert eine gewisse Fingerfertigkeit – sonst drohen Knicke oder Risse. Wir empfehlen, die Klemmschiene vorab geringfügig zu weiten. Zum Beispiel mit Schmierpapier oder einem Stück Pappe, das Sie mehrfach durchziehen. Danach erst kommen die eigentlichen Bewerbungsunterlagen zum Einsatz.

Zweiteilige Bewerbungsmappe mit Sichtfenster

Bewerbungsmappe Muster Beispiel Sichtfenster
Vorteile

  • Das Sichtfenster bietet einen hohen Wiedererkennungswert.
  • Der Personaler bekommt dank des Sichtfensters einen schnellen ersten Eindruck.
  • Anschreiben und Lebenslauf lassen sich hier nebeneinander lesen.
  • Die Bewerbungsmappe bleibt kompakt.

Nachteile

  • Die Bewerbungsmappe gilt vielen Personalern als unhandlich.
  • Für konservative Branchen zu ausgefallen.

Dreiteilige Bewerbungsmappe aus Karton

Bewerbungsmappe Muster Beispiel 3 Teilig Karton
Bewerbungsmappe Muster Beispiel 3 Teilig Reihenfolge Alternative
Vorteile

  • Gibt schnellen Überblick, Lebenslauf und Zeugnisse lassen sich nebeneinander lesen und vergleichen.
  • Das Anschreiben kann auch in der Mappe befestigt werden.
  • Bewerbungsmappen aus Karton sind haptisch angenehm und wirken hochwertig.
  • Die Bewerbungsmappe bietet Platz für ein zusätzliches Deckblatt.

Nachteile

  • Einige Personaler finden diese Mappe unhandlich, weil sie zweimal aufgeklappt werden muss.
  • Je nach angestrebter Position kann diese Form überdimensioniert wirken.

Sonderform: Quadratische Bewerbungsmappe

Bewerbungsmappe Muster Beispiel Sonderform Quadrat
Vorteile

  • Die ungewöhnliche Form sorgt für hohe Aufmerksamkeit und Wiedererkennung.
  • Die Form macht neugierig und wird intensiver gelesen, weil Informationen anders als gewohnt angeordnet sind.
  • Eignet sich gut für kreative Berufe und Branchen.

Nachteile

  • Die quadratische Form benötigt auch einen Zuschnitt des bedruckten Papiers und Blattformats (Anschreiben, Lebenslauf).
  • Konventionelle Bewerbungsmuster lassen sich nur schwer für diese Bewerbungsmappe nutzen. Standards benötigen einen neuen Platz.
  • Zeugnisse passen nicht in die Mappe und müssen skaliert und „klein-kopiert“ werden.

Dasselbe gilt natürlich auch für andere Sonderformate wie zum Beispiel die Bewerbungsmappe im Querformat.

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Wie finde ich die richtige Bewerbungsmappe?

Generell gilt: Um sich mit Ihren Bewerbungsunterlagen positiv von der Masse abzuheben, sollten Sie bei der Bewerbungsmappe nie (am falschen Ende) sparen. Qualität macht sich bezahlt. Damit Sie die richtige Bewerbungsmappe kaufen, haben wir Tipps für die Auswahl zusammengestellt:

  • Position
    Bewerben Sie sich als Aushilfe oder auf eine Lehrstelle, ist der einfache Klemmhefter eine gute Wahl. Für Berufe mit akademischer Vorbildung sind hingegen hochwertige Bewerbungsmappen, etwa eine 3-teilige Bewerbungsmappe (mit und ohne Sichtfenster) aus Karton angebrachter. Sie sind teurer, wirken dafür hochwertiger und machen einen professionelleren Eindruck. Führungskräfte sollten unbedingt auf hochwertigen Karton achten. Faustregel für die Auswahl der Bewerbungsmappe: Je anspruchsvoller der Job und je höher dotiert die Stelle ist, desto edler und erlesener sollte die Bewerbungsmappe sein.
  • Bewerbungsart
    Auch die Bewerbungsstrategie beeinflusst die Auswahl der Bewerbungsmappe: Will ich meine Bewerbungen möglichst zahlreich versenden und die Kosten gering halten? Oder möchte ich mich gezielt und initiativ bewerben? Letzteres spricht für hochwertige Materialien. Allerdings ist davon abzuraten, billige Bewerbungsmappen nach dem Gießkannenprinzip zu verschicken.
  • Persönlichkeit
    Ihr persönlicher Geschmack darf ebenso einfließen. Schließlich soll die Bewerbungsmappe Ausdruck Ihrer Persönlichkeit sein. Die Eine findet Mappen aus Pappe schick, andere bevorzugen robuste Mappen aus Plastik.
  • Farbe
    Bewerbungsmappen können Sie in allen Farben kaufen. Das Sortiment umfasst gedeckte Farben von Schwarz über Grautöne bis Dunkelblau oder Weinrot. Zwar ist alles Geschmacksache. Unsere Empfehlung aber lautet: Wählen Sie eine Farbe, die der Logo-Farbe des künftigen Arbeitgebers besonders nahe kommt. Das signalisiert hohe Identifikation. Wahre Profis stimmen die Farben der Bewerbung (Schriftfarben, Hintergrund des Bewerbungsfotos…) ebenfalls darauf ab. So wirkt alles wie aus einem Guss.
  • Erwartungen
    Versetzen Sie sich auch in den Leser und Personaler: Gibt es Standards in der Branche? Wenn Sie vor der Bewerbung in der Personalabteilung anrufen, dürfen Sie am Rande des Gespräches fragen, ob ein bestimmter Stil bevorzugt wird. Manche Personaler mögen Klemmhefter lieber. Andere bevorzugen etwas Abgeheftetes und wieder andere schätzen dreiteilige Mappen. Gut zu wissen, welche Erwartungen Sie erfüllen sollten.

Bewerbungsunterlagen ausdrucken: Wie?

Die Bewerbungsmappe Auswahl prägt den ersten Eindruck. Den müssen aber die enthaltenen Unterlagen bekräftigen. Jede Bewerbungsmappe ist zugleich eine Visitenkarte. Darin steckt Ihre Laufbahn, Ihre bisherige Karriere – und die Zukunft. Entsprechend sorgfältig sollten die Unterlagen auch ausgedruckt werden. Unsere Tipps dazu:

Laserdrucker plus Farbe

Wenn Sie Ihr Anschreiben, Deckblatt, den Lebenslauf samt digitalem Bewerbungsbild selbst ausdrucken, ist eine hohe Qualität und Druckschärfe Pflicht. Der Drucker muss die Farben perfekt treffen und gestochen scharf drucken. Gerade das Bewerbungsfoto sieht sonst minderwertig und verpixelt aus. Verschmierte Kontraste wirken billig und werten die Bewerbungsmappe ab. Ebenso sollte der Drucker einen randlosen Druck ermöglichen. Die Funktion sorgt dafür, dass Seitenränder nicht abgeschnitten werden. Die beste Wahl für den Druck ist ein Farblaserdrucker. Im Zweifel lassen Sie Ihre Unterlagen in einer Druckerei drucken.

Hochwertiges Papier

Auch der beste Drucker kann auf billigem Kopierpapier nicht zaubern. Bei der Bewerbung entscheidet nicht nur das Auge (Optik), sondern auch die Haptik: Legen Sie Wert auf hochwertiges Papier. Standard-Druckerpapier wiegt 80 Gramm pro Blatt. Höhere Qualitäten wiegen 90 bis 100 Gramm. Wer bereit ist, etwas mehr in seine berufliche Zukunft zu investieren, verleiht seiner Bewerbung buchstäblich mehr Gewicht. Auch wenn es nur 20 Gramm sind – ein qualitativ besseres Papier strahlt sofort mehr Wert aus.

Bewerbungsumschlag beschriften und versenden

Klassisch werden Bewerbungsunterlagen nicht gefaltet, sondern kommen in einen sogenannten C4 Umschlag mit Sichtfenster (ohne Sichtfenster geht auch) – idealerweise mit verstärktem Papprücken. Weil das Anschreiben in der Bewerbungsmappe obenauf liegt, sitzt dort die Zieladresse bereits an der richtigen Stelle (wenn Sie Ihr Anschreiben nach DIN 5008 für Geschäftsbriefe gestaltet haben). In dem Fall schieben Sie die Bewerbungsunterlagen nur noch in den C4 Umschlag, und die Firmenanschrift erscheint im Sichtfenster.

Bewerbung Umschlag C4 Anleitung Grafik

Damit Ihre Absender-Adresse zu lesen ist (falls die Unterlagen aus irgendeinem Grund nicht zustellbar sein sollten), empfiehlt es sich, diese in kleinerer und grauer Schrift über die Firmenanschrift beziehungsweise Empfänger-Adresse zu positionieren. Das sieht zudem professionell aus.


Häufige Fehler in der Bewerbungsmappe

Die Bewerbungsmappe ist Werbung in eigener Sache. Sie gibt einen ersten Eindruck von Ihnen, Ihrer Arbeitsweise und Sorgfalt. Nicht zuletzt zeigt die Mappe, wie Sie sich selber sehen und darstellen. Wer hier schlampig agiert, schadet sich. Der Verdacht: Wer sich schon für die eigene Zukunft keine Mühe gibt, wird für andere kaum besser arbeiten. Folgende Bewerbungsmappen-Fehler sollten Sie vermeiden:

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Eselsohren, Flecken oder verwischte Tinte
  • Schlecht lesbare Schriftart
  • Unvollständige Unterlagen in der Bewerbungsmappe
  • Name oder Adresse des Empfängers falsch geschrieben
  • Eigene Kontaktdaten falsch geschrieben
  • Veraltete Informationen (oder Bewerbungsfotos)

Manchem mag die Liste banal vorkommen. Sie ist es nicht! Umfragen zeigen, dass falsch geschriebene Namen und Adressen ein Ausschlusskriterium für Personaler sind – und sie kommen immer wieder vor. Auch die weiteren Fehler in Bewerbungsmappen sollten Sie vermeiden:

Keine Schnellhefter
Schnellhefter haben mit einer Bewerbungsmappe nichts zu tun. Schon deshalb nicht, weil die Unterlagen dafür gelocht werden müssen. Auch die Qualität eines Schnellhefters entspricht nicht dem, was Sie in einer Bewerbung zeigen wollen.

Keine Bindung
Mancher Bewerber lässt seine Bewerbungsmappe binden, um aufzufallen oder einen besonderen Eindruck zu hinterlassen. Hilfreich ist diese Strategie nicht. Jeder Personaler, der die Bindung lösen muss, um Dokumente mit denen anderer Kandidaten zu vergleichen, wird sich nicht bedanken.

Keine doppelseitigen Unterlagen
Ihre Bewerbungsmappe sollte nie doppelseitig bedruckt sein. Manche Personaler kopieren die Bewerbungsunterlagen und nutzen dazu den Einzelblatteinzug. Dumm, wenn dadurch Informationen auf der Rückseite verloren gehen. Außerdem wirkt der doppelseitige Druck latent geizig. Bei billigem, dünnen Papier scheint sogar die Rückseite durch.

Digitale Bewerbungsmappe

Vor allem Konzerne und große Unternehmen setzen auf die Bewerbung per E-Mail oder Online-Bewerbung. So wird die Verarbeitung großer Bewerberzahlen vereinfacht. Wer sich dort bewirbt, muss seine Bewerbungsmappe für die digitale Form optimieren:

  • Fassen Sie alle relevanten Dokumente in einem (!) PDF zusammen, das Sie als Anhang der Mail versenden.
  • Achten Sie darauf, dass das PDF-Dokument (inklusive E-Mail) den Gesamtumfang von 5 MB nicht überschreitet. Zu große Mails scheitern oft an der Firewall des Arbeitgebers.
  • Bitte auch keine ZIP-Dateien – die kann nicht jeder Personaler entpacken.
  • Geben Sie der PDF-Datei einen aussagekräftigen Namen. Zum Beispiel „Bewerbung-Vorname-Nachname-angestrebte-Position (oder Referenznummer aus der Stellenanzeige).pdf“. So kann die digitale Bewerbungsmappe leichter zugeordnet werden.
  • Vergessen Sie nicht die Metadaten zu bearbeiten, die in jedem PDF stecken. Diese enthalten beispielsweise das Erstell-Datum des PDFs. Das kann verraten: Die Bewerbung ist schon älter und wurde nicht (nur) für diesen Arbeitgeber erstellt. Nutzen Sie zum Editieren Programme und Gratis-Tools wie BeCyPDFMetaEdit oder PDFCandy.

Muster: E-Mail Anschreiben zur Bewerbungsmappe

Ob Sie bei der digitalen Bewerbungsmappe das Anschreiben in die E-Mail kopieren oder anhängen und eine kurze Bewerbungs-Mail verfassen – darüber gehen die Meinungen auseinander. Beide Varianten sind zulässig. Falls Sie sich für die zweite Form entscheiden, können Sie das E-Mail-Anschreiben zum Beispiel so formulieren:


Sehr geehrte Frau ______________,

anbei erhalten Sie meine Bewerbung für Ihre ausgeschriebene Stelle als ______________. Warum ich die Stelle optimal ausfüllen kann und Ihrem Unternehmen durch meine Erfahrungen zahlreiche Vorteile biete, entnehmen Sie bitte meiner ausführlichen und angehängten Bewerbungsmappe.

Ich freue mich auf ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Mit besten Grüßen

EMAIL-SIGNATUR (mit Links)


[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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