Selbstständig machen: Voraussetzungen, Schritte, Selbsttest

Sich endlich selbstständig machen, nicht mehr mit dem Chef herumschlagen müssen, eine eigene Idee zur Realität werden lassen, gutes Geld verdienen und alles genau so gestalten, wie es den eigenen Wünschen entspricht… In der Theorie ist die Selbstständigkeit der Himmel – und der nobelste Weg zu beruflichem Glück. Wenn alles gut läuft, stimmt das auch. Aber wehe, wenn nicht… Selbständig sein, die eigene Leidenschaft zum Job machen – das bringt enorme Freiheiten mit sich, aber auch viel Verantwortung und erst recht mehr Arbeitszeit. Vor allem am Anfang. Nicht zufällig heißt es: „Wer selbstständig ist, arbeitet selbst und ständig.“ Und nicht jeder Mensch ist für die Selbstständigkeit gemacht. Worauf es dabei ankommt, wie Sie sich selbstständig machen können – und ob Sie das Zeug dazu haben, zeigt Ihnen das folgende ausführliche Dossier samt Selbsttest…

Selbstständig machen: Voraussetzungen, Schritte, Selbsttest

Selbstständigkeit Definition: Wann ist man selbstständig?

Selbstständigkeit Definition selbstständig arbeitslos arbeiten nebenberuflich Ideen selbstständige Tätigkeit und angestellt VersicherungFür den Begriff der Selbstständigkeit gibt es genau genommen zwei Definitionen:

  • Allgemein ist damit gemeint, dass ein Mensch unabhängig von fremder Hilfe ist. Anziehen, essen, lernen, denken, schlafen – so jemand kann eigenständig tun und lassen, was ihr oder ihm beliebt.
  • Bezogen auf das Arbeitsleben ist damit eine Form der Erwerbstätigkeit gemeint, unabhängig von einem Arbeitgeber. Um diese Definition der Selbstständigkeit geht es hier.

Was aber bedeutet es genau, selbstständig zu sein?

Selbstständig ist, wer frei über seine eigene Arbeitskraft und Arbeitszeit verfügen kann und für mehrere Auftraggeber tätig wird. Weil Sie selbstständig arbeiten, sind diese Auftraggeber Ihnen gegenüber nicht weisungsbefugt. Sie können die Aufträge annehmen oder nicht. Auch wie Sie diese erledigen, bleibt in der Regel Ihnen überlassen. Bezahlt wird das Ergebnis.

Somit besteht für den Selbstständigen zudem keinerlei Verpflichtung, in bestimmten Abständen einem Vorgesetzten regelmäßig zu berichten, an einem von diesem bestimmten Ort zu arbeiten oder sich in irgendeiner Form kontrollieren zu lassen.

Umgekehrt tragen Sie als Selbstständiger ein eigenes Unternehmerrisiko – laut Rechtsprechung eines der stärksten Indizien für eine echte Selbstständigkeit. Dazu gehören auch eigene Betriebsmittel wie Laptop, Papier, Visitenkarten, Homepage und ein eigenes Büro.

Wer hingegen im Rahmen seiner Erwerbstätigkeit für nur einen Auftraggeber arbeitet (und deshalb von ihm abhängig ist) oder beispielsweise die Mailadresse und Telefonnummer des Auftraggebers nutzt sowie Vertretungsregelungen mit festangestellten Kollegen zustimmt, gilt als scheinselbstständig.

Eines noch vorweg: Sie werden in verschiedenen Medien immer wieder abweichende Schreibweisen lesen, beide sind korrekt: selbständig beziehungsweise selbstständig.

Selbstständig machen: Warum träumen so viele davon?

Im Laufe des Berufslebens spielt wohl jeder Arbeitnehmer mal mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen. Manch einer denkt gleich zu Beginn seiner Karriere darüber nach, ob das selbstständige Arbeiten als Gründer und Unternehmer das Beste für sie oder ihn wäre. Andere kommen erst im späteren Verlauf auf die Idee, dass die Selbstständigkeit eine Alternative zur Festanstellung bei einem Arbeitgeber wäre.

Woher aber kommt diese generelle Faszination und Begeisterung für das Selbstständigsein?

In der Regel beflügeln den Traum von der Selbstständigkeit regelmäßig drei wesentliche Faktoren:

  • Unzufriedenheit mit der eigenen Situation

    Wer bei einem Unternehmen angestellt ist, denkt vor allem dann daran, sich selbstständig zu machen, wenn er oder sie unzufrieden mit der eigenen Karriere wird. Entweder macht die Arbeit keinen Spaß mehr, es gibt Ärger mit dem Chef oder den Kollegen, Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung nehmen permanent zu – das Gehalt aber nicht. Entsprechend wird nach einem Ausweg gesucht.

    Die selbstständige Tätigkeit kommt vielen Betroffenen dann als erste Alternative in den Sinn, wenn sie berfürchten, dass das Hamsterrad bei einem anderen Arbeitgeber nur wieder von vorne beginnen würde.

  • Fokussierung auf die Vorteile

    Wer über die Selbstständigkeit nachdenkt, dem fallen in der Regel zuerst die typischen Vorteile ein: die große Freiheit, die Selbstbestimmung, die Möglichkeit, etwas Eigenes aufzubauen, die Aussicht auf finanzielle Freiheit, vielleicht sogar Reichtum und Wohlstand.

    Alles nicht falsch. Schaut man sich die reichsten Deutschen oder reichsten Menschen der Welt an, so sind darunter überwiegend Unternehmer und nie Angestellte. Was dabei allerdings gerne ausgeblendet wird, ist die Legion der Menschen, die sich selbstständig machen wollten und dabei ebenso grandios gescheitert sind oder sich gar hoch verschuldet haben. Ebenso sind mit dem Gründen unzählige Risiken und Stunden harter Arbeit verbunden sowie der Verzicht auf Freizeit, Urlaub und meist auch viele Rückschläge.

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  • Geringe Eintrittsbarrieren

    Das Internet hat die Selbstständigkeit einfacher gemacht – oder wie es im Fachjargon heißt: die Markteintrittsbarrieren gesenkt. Sie benötigen heute keine großen Fabrikhallen, teure Maschinen oder viele Arbeitskräfte mehr, um sich selbstständig zu machen. Internetanschluss und Laptop reichen. Manchmal auch nur ein Smartphone. Und weil auch noch eine Menge Travel-Blogger-Influencer-Youtube-Star-Instagram-Berater den Traum vom schnellen Geld, von bezahlten Traumreisen und Gratis-Produktproben permanent anheizen (oft um den eigenen damit zu finanzieren), ist es heute eine nur allzu verführerische Idee, sein eigenes Online-Geschäft aufzubauen.

    Keine Frage: Man kann sich im Internet selbstständig machen, Arbeitsplätze schaffen und davon leben – die Karrierebibel und ihr Team sind das beste Beispiel dafür. Aber der Weg dorthin ist keinesfalls einfach oder schnell – erst recht, wenn es so viele (mit der gleichen Idee) versuchen.

Damit wollen wir natürlich niemanden davon abhalten, der sich selbstständig machen will. Wir raten aber auch dazu, die Selbstständigkeit nicht nur durch eine rosarote Brille zu betrachten. Oder sich mit der üblichen Naivität in dieses Wagnis zu stürzen, wie es die TV-Auswanderer oder Privatinsolvenz-Anmelder in spe auf Sendern wie VOX oder RTL regelmäßig vorleben.

Es ist ein großer, mutiger Schritt – mit famosen Chancen, aber eben auch erheblichen Risiken, die gut bedacht und vorher abgewogen werden sollten. Dabei wollen wir Ihnen hier auf der Seite gerne helfen.

Selbsttest: Ist die Selbstständigkeit für mich das Richtige?

Selbsttest: Ist die Selbstständigkeit für mich das Richtige?Sollten Sie noch unsicher sein, ob Sie wirklich das Zeug für die Selbstständigkeit haben, kann Ihnen der folgende kleine Selbsttest weiterhelfen.

Dieser hat natürlich keinen wissenschaftlichen Anspruch und gibt Ihnen auch keine Garantie für den späteren Erfolg. Er kann Ihnen aber helfen, sich selbst besser einzuschätzen und herauszufinden, ob Sie sich selbstständig machen sollten – oder besser nicht.

Beantworten Sie dazu bitte jede Frage entweder mit Ich stimme zu oder Ich stimme nicht zu. Am Ende des Tests addieren Sie die Anzahl der Fragen, bei denen Sie zugestimmt haben und gelangen so zum Ergebnis beziehungsweise der Auswertung

Rückhalt im privaten Umfeld

  • Meine Familie ist von der Idee der Selbständigkeit begeistert und unterstützt mich.
  • Mein Partner kann durch sein Einkommen für den gemeinsamen Lebensunterhalt sorgen und ist auch bereit dazu.
  • Mein Partner ist bereit, mich in der Anfangsphase zu unterstützen und zusätzlich zum eigenen Job Aufgaben im neuen Unternehmen zu übernehmen.
  • Meine Familie ist bereit, Abstriche in unserem momentanen Lebensstandard in Kauf zu nehmen.
  • Meine Familie akzeptiert, dass ich in der Anfangsphase weniger Zeit für das Familienleben haben werde.

Planung und Umsetzung

  • Ich habe bereits eine konkrete Idee.
  • Ich besitze genügend liquide Mittel oder Sicherheiten, die ich als Eigenkapital in meine neue Firma einbringen kann.
  • Ich besitze bereits ein breites berufliches Netzwerk und könnte auf diese Kontakte als potenzielle Kunden oder Geschäftspartner zurückgreifen.
  • Ich verfüge über langjährige Erfahrung in dem Markt.
  • Ich kenne die Branche und weiß, dass es einen Bedarf für meine Idee gibt.
  • Ich verfüge über kaufmännische Kenntnisse oder habe Personen in meinem Umfeld, die über diese Kentnisse verfügen.
  • Ich habe bereits Führungserfahrung sammeln können.
  • Ich kann den Einstieg in die Selbstständigkeit parallel zu meinem derzeitigen Beruf vorbereiten.
  • Ich habe mich bereits mit Fördermöglichkeiten auseinandergesetzt.
  • Ich nehme mir die Zeit, mein Vorhaben gut vorzubereiten und überstürze nichts.

Motivation und Persönlichkeit

  • Ich bin vom Erfolg meiner Idee überzeugt.
  • Angst vor dem Scheitern habe ich nicht.
  • Schwierigkeiten sind dazu da, um bewältigt zu werden.
  • Ich bin bereit, Risiken einzugehen.
  • Ich habe kein Problem damit, auf Menschen zu zugehen und Sie von meiner Idee zu überzeugen.
  • Nach Rückschlägen rappele ich mich wieder auf und mache weiter.
  • Wenn ich mir etwas vornehme, ziehe ich mein Vorhaben unbedingt durch.
  • Ich glaube an meine Ziele, auch wenn meine Freunde diese für verrückt halten.
  • Ich kann meine Interessen klar vertreten und Kunden gegenüber vermitteln.
  • Ich bin in der Lage, Entscheidungen zügig zu treffen.

Selbstständig machen? Die Auswertung zum Selbsttest

Selbstständig: Voraussetzungen und Wege zur Selbstständigkeit

Es gibt in Deutschland verschiedene Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Grundsätzlich steht diese Möglichkeit jedem deutschen Staatsbürger beziehungsweise EU-Bürger offen.

Voraussetzung dafür, dass Sie sich selbstständig machen können (und Aussicht auf Erfolg haben), ist zweierlei:

  • Persönliche Voraussetzungen

    Das Unternehmertum verlangt von Ihnen eine gewisse Risikofreude. Auch wenn Ihre Geschäftsidee ausgereift ist, gibt es immer wirtschaftliche Unwägbarkeiten. Wer dem Sicherheitsdenken zu stark verhaftet ist, wird mit dem Gründen Schwierigkeiten haben. Obendrein sind Sie fortan für Bereiche zuständig, die früher Ihrem Chef oblagen: Sie müssen eigenständig in die Sozialversicherungen einzahlen und an die Altersvorsorge denken. Soziale Kompetenz, Kommunikations- und Kompromissfähigkeit sowie Verhandlungsgeschick sind unerlässlich, denn Sie werden mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern zu tun haben. Und: Kein anderer wird für Sie die unangenehmen Teile des Jobs übernehmen.

  • Fachliche Qualifikationen

    Um erfolgreich (!) selbstständig zu sein, müssen Sie über Expertise auf Ihrem Gebiet verfügen. Diese ist besonders wichtig, wenn Sie finanzielle Unterstützung wie beispielsweise den Existenzgründerzuschuss in Anspruch nehmen wollen. Dieser wird von der Agentur für Arbeit gezahlt. Bewilligt wird er allerdings nur, wenn ein tragfähiges Geschäftskonzept vorgelegt wird. Dazu zählen zum Beispiel auch Zulassungsnachweise wie ein Meisterbrief im Handwerk oder Zuverlässigkeitsbescheinigungen (bei Taxifahrern). Sie sollten also nicht nur in der Lage sein, sich Wissen im betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Bereich anzueignen. Sie sollten auch die Frage beantworten können: Was kann ich (persönlich) anbieten, was Kunden suchen und was es so noch nicht gibt oder nicht zu meinem günstigeren Preis?

Stimmen diese persönlichen und fachlichen Voraussetzungen, existieren verschiedene Arten, sich selbstständig zu machen:

  • Sie machen sich aus der Arbeitslosigkeit selbstständig.

    Wer seit geraumer Zeit arbeitslos ist, für den Kann die Selbstständigkeit eine reizvolle Alternative zum ohnehin fehlenden Angestelltenverhältnis sein. Hier können Sie sich sogar mit staatlichen Fördermitteln selbstständig machen. Möglich ist das allerdings nur für ALG I-Empfänger. Die Arbeitsagenturen, Industrie- und Handwerkskammern beraten Interessierte dazu.

  • Sie machen sich nebenberuflich selbstständig.

    Fehlendes Kapital und/oder fehlende Kenntnisse können ein Grund sein, sich nebenberuflich selbstständig zu machen: So können Sie noch fehlendes Fachwissen in dem Bereich erwerben, in dem Sie eine Existenzgründung erwägen. Außerdem garantiert Ihnen ein bestehendes Arbeitsverhältnis die finanzielle Sicherheit, während der eigene Betrieb vielleicht erst langsam Einkünfte abwirft.

  • Sie übernehmen ein bereits bestehendes Unternehmen.

    Ein vergleichsweise geringes Risiko gehen Sie als Nachfolger eines bestehenden Betriebs ein. Geht Ihr Vorgänger beispielsweise in den Ruhestand, können Sie meist auf einen existierenden Kundenstamm zurückgreifen. Natürlich gilt es hierbei, sich gründlich über das Unternehmen zu informieren, über dessen tatsächliche wirtschaftliche Lage und den Markt. Und nicht zuletzt müssen Sie diesen Markt verstehen, um langjährige Kunden nicht zu vergraulen.

  • Sie machen sich mit Franchise selbstständig.

    Beim sogenannten Franchising brauchen Sie keine eigene Idee, sondern lediglich die Branche, in der Sie arbeiten wollen. Der große Vorteil ist, dass Sie auf ein bereits bestehendes System zurückgreifen, das sich bewährt hat. Der Lizenzgeber steht dem Lizenznehmer mit Ratschlägen zur Seite, außerdem profitieren Sie vom Marketing des Lizenzgebers. Häufig brauchen Sie ein geringeres Startkapital als in anderen Formen der Selbstständigkeit. Andererseits haben Sie hier auch weniger Gestaltungsmöglichkeiten. Ein McDonalds bleibt ein McDonalds und wird kein Gourmet-Restaurant.

Vor der Selbstständigkeit: Das können Sie jetzt tun

Selbstständigkeit Voraussetzungen: Das können Sie jetzt tunBevor Sie eine Firmengründung anstreben, gibt es noch ein paar wichtige Zwischenschritte beziehungsweise Voraussetzungen, die Sie erfüllt haben sollten. Zu diesen Hausaufgaben für Selbstständige in spe gehören:

  • Schreiben Sie einen Businessplan

    Zwar gibt es keine Pflicht, einen Businessplan zu schreiben, doch für einen erfolgreichen Start in eine selbstständige Tätigkeit empfiehlt es sich in jedem Fall, einen konkreten Plan zu machen und diesen schriftlich festzuhalten.

    Schreiben Sie Ihre Idee auf, Ihre geplanten Umsätze, Ihre Ziele und Strategien, um diese zu erreichen und auf welchem Markt Sie sich mit welchen Konkurrenten bewegen. Ein guter und überzeugender Businessplan ist nicht nur für Sie ein wichtiges Dokument zur Orientierung und Kontrolle, sondern wird oftmals auch von Banken oder Förderstellen verlangt, wenn Sie einen Kredit oder eine Kapitalspritze für den Start in die Selbstständigkeit benötigen.

  • Klären Sie die Finanzierung

    Wenn Sie anfangs Kapital benötigen, um sich selbstständig zu machen, sollten Sie rechtzeitig an die Finanzierung denken. Vielleicht müssen Geräte angeschafft und bezahlt werden, Sie müssen bei Anschaffungen in Vorkasse gehen oder Sie benötigen das nötige Kleingeld für die Rechtsform. Wer nicht genügend Eigenkapital mitbringt, braucht Hilfe von Kreditinstituten.

    Informieren Sie sich daher rechtzeitig, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und welche Angebote für Sie am attraktivsten sind.

  • Kümmern Sie sich um die Anmeldungen

    Um offiziell eine Firma zu gründen und selbstständig zu sein, müssen Sie in der Regel ein Gewerbe anmelden – außer Sie arbeiten in einer freiberuflichen Tätigkeit wie Journalisten oder Ärzte. Dafür müssen Sie sich an das für Sie zuständige Gewerbeamt Ihres Kreises oder Ihrer Stadt wenden.

    Darüberhinaus können weitere Einträge nötig sein, beispielsweise müssen Handwerker sich bei der zuständigen Handwerkskammer registrieren. Wenn es sich um ein Handelsgewerbe handelt, müssen Sie sich ins Handelsregister eintragen lassen.

  • Wählen Sie eine Rechtsform

    Die Rechtsform ist ein wichtiger Faktor, wenn Sie selbstständig sind. Aus ihr ergeben sich Rechte und Pflichten, weshalb Sie sich genau informieren sollten, welche Rechtsform für Ihre neue Firma infrage kommt.

    So hat eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) den Vorteil, dass Sie nur bis zur Höhe Ihrer Einlagen haften und Ihr Privatvermögen geschützt ist. Auf der anderen Seite benötigen Sie aber ein Startkapital von mindestens 25.000 Euro, um überhaupt eine GmbH gründen zu können.

    Beliebt ist auch die Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Startkapital wird hier nicht benötigt, allerdings benötigen Sie einen Geschäftspartner und haften im schlimmsten Fall voll mit Ihrem Privatvermögen.

  • Schließen Sie nötige Versicherungen ab

    Wer selbstständig ist, trägt immer auch gewisse Risiken. Auf dem Weg zur Selbstständigkeit sollten Sie daher unbedingt die nötigen Versicherungen abschließen (das Dossier dazu finden Sie HIER), um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Dazu zählen beispielsweise eine Betriebshaftpflicht- sowie eine Rechtsschutzversicherung.

    Aber auch privat sollten Sie sich versichern, wenn Sie sich selbstständig machen wollen. Eine private Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sind sehr wichtig, ebenso sinnvoll ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Selbstständig machen: 4 Schritte zur Selbstständigkeit

Die US-Unternehmerin Katja Andes hat einmal vier Schritte entwickelt, die Ihnen bei ebenfalls der Wahl zwischen Selbstständigkeit auf der einen und Angestelltenverhältnis auf der anderen Seite helfen können. Wir fanden Sie so originell, dass wir sie hier ebenfalls nochmal aufführen:

  1. Schritte zur Selbstständigkeit: Perfekten Tag benennen

    Stellen Sie sich Ihren perfekten Tag vor und analysieren Sie, wie weit Sie heute davon entfernt sind!

    Der Wunsch nach Veränderung basiert fast immer auf aktueller Unzufriedenheit (siehe oben). Was dafür die Ursache ist, finden Sie aber nur durch Selbstreflexion heraus. Die Kernfrage dabei lautet: Wo liegt der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit?

    Um herauszufinden, was Ihnen letztlich (beruflich) wirklich wichtig ist, empfiehlt Andes eine einfache Methode: Formulieren Sie in Gedanken (oder schriftlich auf einem Notizblock) den für Sie perfekten Tag. Dieser perfekte Tag sollte alle für Sie wichtigen Lebensbereiche abdecken – also neben dem Beruf auch Ihr Privatleben, Familie, Hobbys und Freizeitgestaltung.

    Um den perfekten Tag auszumalen, hat die Unternehmerin einige Fragen aufgelistet, an denen Sie sich orientieren können:

    • Was tun Sie an diesem Tag?
    • Was lernen Sie?
    • Was erschaffen/kreieren/arbeiten Sie?
    • Welchen Hobbys gehen Sie nach?
    • Mit wem verbringen Sie den Tag?
    • Wo sind Sie?
    • Wie leben Sie?
    • Wie fühlen Sie sich?

    Im zweiten Schritt geht es an den Vergleich zwischen Ihrer gerade erstellten Idealvorstellung und der Realität. Wo gibt es Überschneidungen? Wo klaffen deutliche Lücken? Wo lassen sich beide Bilder so gar nicht miteinander vereinen? Je ähnlicher sich die beiden Seiten in der Gegenüberstellung sind, desto mehr spricht dafür, dass Sie auf einem guten Weg sind.

    Glücklich und zufrieden werden Sie vor allem dann, wenn Ihr Leben zu Ihren Vorstellungen passt. Ist dies noch nicht der Fall, liegt es an Ihnen, die nötigen Veränderungen einzuleiten, um dem perfekten Tag Stück für Stück näher zu kommen. Das kann – muss aber nicht – die Selbstständigkeit sein.

  2. Schritte zur Selbstständigkeit: Alternativen gegenüberstellen

    Schreiben Sie sich mögliche Alternativen auf und stellen Sie deren Vor-und Nachteile gegenüber!

    Mit dem Ziel vor Augen, dass Sie durch die obige Aufstellung gefunden haben, geht es nun darum, einen Weg zu finden, eben dieses Ziel zu erreichen. Suchen Sie dafür nach möglichen Optionen und Handlungsalternativen, die Sie auf den Weg bringen und die dazu beitragen, den perfekten Tag Realität werden zu lassen.

    Eine grundlegende Frage lautet: Ist Selbständigkeit wirklich die Alternative, die Sie an den Optimalzustand heranführt – oder gibt es weitere Alternativen? Zum Beispiel Teilzeitarbeit, ein Sabbatical, ein Jobwechsel oder auch der Neustart in einer völlig anderen Branche?

    Darüberhinaus gibt Andes den Rat: Wenn Sie die Handlungsalternativen definiert haben, nehmen Sie sich etwas Zeit und schreiben Sie pro Alternative die Vor- und Nachteile detailliert auf. Der Vergleich hilft bei der Bewertung der Optionen – wie bei einer klassischen Pro-Contra-Liste.

  3. Schritte zur Selbstständigkeit: Worst-Case-Szenario ausmalen

    Stellen Sie sich das absolute Worst-Case-Szenario vor!

    Die scheinbar beste Alternative kann mitunter aber auch jene mit den größten Risiken sein. Schritt Nummer 3 dient deshalb dazu, Ungewissheiten und bedrohliche Annahmen aus der Alternative mit dem größten Potenzial zu nehmen – und keine Panik davor zu machen, sondern diese in eine realistischere Einschätzung zu wandeln.

    Stellen Sie sich dazu vor, was schlimmstenfalls passieren könnte. Und bitte im Detail! Es geht darum, ein bewusst schlechtes Szenario zu zeichnen für den Fall, dass Sie scheitern. Was wäre das Allerschlimmste, das passieren könnte? Überzeichnen Sie hier ruhig – es darf ruhig skurril und unrealistisch wirken.

    Sich den „Worst Case“ vorzustellen, hilft manchmal dabei, zu erkennen, dass es eben doch gar nicht so schlimm werden kann. Motto: Selbst wenn ich scheitern sollte, ist das kein Weltuntergang.

    Der zweite Teil dieses Schrittes besteht darin, ebenso mögliche Lösungen für diesen Worstcase parat zu haben: Fragen Sie sich also zugleich, wie Sie es danach schaffen können, wieder auf die Beine zu kommen. Könnten Sie beispielsweise in Ihren jetzigen Job zurückkehren oder einen vergleichbaren Job finden?

    Mit dem Wissen über ein Worst-Case-Szenario und den Weg zurück sind Sie gewappnet, sich jeder Herausforderung zu stellen. Sie wissen genau, worauf Sie sich einlassen – und brauchen das Risiko nicht mehr zu fürchten. Für den schlimmsten Fall haben Sie ja jetzt eine Lösung in der Hinterhand.

  4. Schritte zur Selbstständigkeit: Timing beachten

    Verlassen Sie Ihre Komfortzone!

    Die Vorbereitungen sind nun getroffen, bisher war jedoch alles graue Theorie. Nun kommt es darauf an, den optimalen Zeitpunkt zu finden, um das den ausgewählten Weg in die Tat umzusetzen.

    Dabei werden Sie nicht drumherum kommen, Ihre Komfortzone zu verlassen. Die zwei Möglichkeiten bleiben: Entweder Stück für Stück oder direkt ins kalte Wasser springen.

    Es ist nicht zwangsläufig der beste Weg, sofort den Job zu kündigen und sich selbstständig zu machen. Dennoch sollten Sie mit der Umsetzung Ihrer Pläne beginnen – möglichst jeden Tag. Auch kleine Schritte führen schließlich ans Ziel.

    Beginnen Sie beispielsweise damit, sich zunächst nebenbei etwas aufzubauen. Das hat zudem den Vorteil, dass Sie frühzeitig wertvolle Erfahrungen sammeln und Selbstsicherheit gewinnen. Viele Menschen glauben, dass es notwendig ist, zunächst einen riesigen finanziellen Puffer aufzubauen, bevor man das Risiko einer selbständigen Tätigkeit eingehen kann. So groß muss der aber gar nicht sein.

    Prüfen Sie zum Beispiel wie lange Sie den Zeitraum eingeschätzt haben, um aus dem Worst-Case-Szenario herauszufinden. In einem realistischen Szenario werden Sie oft weniger Zeit und damit weniger Geld benötigen. Dieses Exempel kann dabei helfen, Ihren benötigten finanziellen Puffer realistischer einzuschätzen.

Interview: Ist es besser, sich jung selbstständig zu machen?

Ist es besser, sich jung selbstständig zu machen?Wer sich die Gründer-Szene so anschaut, stellt bald fest: Viele Entrepreneure gründen kurz nach dem Studium oder nach der Ausbildung ihr Unternehmen – also in jungen Jahren. Auch Steve Jobs, Bill Gates oder Mark Zuckerberg waren noch keine 30 als Sie Ihre Milliarden-Konzerne starteten. Ist es also womöglich besser, sich schon in jungen Jahren selbstständig zu machen? Also mit Anfang 20 oder Mitte 30?

Der Kommunikationswissenschaftler und Gründerberater, Alexander Plitsch, hat sich ebenfalls mit der Frage intensiv beschäftigt. Wir haben deshalb mit ihm ein Kurz-Interview geführt:

Herr Plitsch, viele meinen, vor der Selbstständigkeit sollte man erst einmal einige Jahre Berufserfahrung sammeln. Stimmt das?

Nein, jedenfalls nicht so absolut. Es stimmt zwar, dass tiefere Einblicke in Branchen oder Märkte hilfreich sind. Auch kann man sich von Chefs und Kollegen einiges abgucken. Für junge Menschen gibt es aber keine steilere Lernkurve als in der Selbstständigkeit: Wenn Sie für alles die Verantwortung tragen – und zwar jederzeit – dann lernen Sie in einem extrem hohen Tempo. Sie machen zahlreiche Erfahrungen, die Ihnen im Job vorenthalten werden, weil die dort Chefsache sind.

Aber ist das Risiko zu scheitern, so nicht größer?

Die Möglichkeit des Scheiterns gibt es in der Selbstständigkeit genauso wie im Job auch. Beides ist aber meist kein Beinbruch. Gerade zum Unternehmerdasein gehören Rückschläge dazu. Aus Fehlern lernt man schließlich am meisten. Außerdem ändert sich an diesem Risiko auch nichts im fortgeschrittenen Alter. Gerade bei jungen Menschen ist es doch so: Scheitern Sie mit Ihrer Idee, können Sie sich immer noch anstellen lassen. Was haben sie schon zu verlieren?

Also halten Sie das Gründen in jungen Jahren für besser?

Auch das ist kein Automatismus. Als Grünschnabel wird man von manchen Kunden und Geschäftspartnern nicht ernst genommen. Viele setzen Alter und Kompetenz immer noch in eine enge Verbindung. Jungen Selbstständigen wird dann – oft zu Unrecht – weniger zugetraut oder aufgrund der geringeren Erfahrung die Qualifikation abgesprochen.

Was also tun?

Ändern lässt sich an dieser Einstellung nur schwer etwas. Sie können aber lernen, mit solchen – oft unausgesprochen – Einwänden besser umzugehen. Ich selbst habe zu Beginn meiner Selbstständigkeit bewusst Kunden adressiert, die junge Zielgruppen ansprechen wollten. Und es gibt ja auch die andere Seite der Medaille: Nicht wenige zollen einem jungen Unternehmer Respekt für den Mut und die Fähigkeit, schon so früh ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Daraus lässt sich ebenso eine Menge Energie und Motivation schöpfen.

Herr Plitsch, Danke für das Gespräch.

9 Mythen rund um die Selbständigkeit

Selbstständigkeit bringt unbestritten einige Vorteile gegenüber dem klassischen Angestelltenverhältnis. Rund um das Thema „selbstständig machen“ haben sich in der Vergangenheit allerdings auch zahllose Mythen und Legenden etabliert, mit denen wir an dieser Stelle (und aus eigener Erfahrung) aufräumen wollen.

Deshalb, daher und darum haben wir im Folgenden neun der häufigsten Mythen rund um die Arbeit als selbstständiger Unternehmer aufgelistet und entzaubert…

  1. Sie können arbeiten, wann Sie wollen.

    Sicher haben Selbstständige mehr Freiheiten bei den Arbeitszeiten als Beschäftigte mit einem geregelten Arbeitsvertrag. Aber wie heißt es so schön: Selbstständige arbeiten vor allem selbst und ständig… Und es ist auch wahr: Bis ein Unternehmen etabliert ist, einen festen Kundenstamm etabliert hat und rund läuft, kann es locker drei Jahre dauern. In der Zeit arbeiten viele Gründer mehr als 60 Stunden in der Woche – am Wochenende meist auch noch. Und je nach Branche – beispielsweise in der Beratung, als Agentur oder Freiberufler – müssen sich viele nach den Wünschen der Kunden richten – und erreichbar sein. Dann arbeiten Sie vor allem mehr – und dann, wenn Ihre Kunden das wollen.

  2. Sie können arbeiten, wo Sie wollen.

    Unterwegs, im Zug oder am Strand den Laptop aufklappen und arbeiten – das ist der Traum vieler Arbeitnehmer. In manchen (internetlastigen) Branchen und Jobs funktioniert das tatsächlich. Sobald aber ein Projekt beim Kunden stattfinden muss, Sie ein Ladenlokal oder ein Büro für Ihre Mitarbeiter brauchen, ist es mit der Freiheit aber in der Regel vorbei – und die Tage am Strand gezählt.

  3. Sie arbeiten nur noch nach eigenen Regeln.

    Der eigene Chef sein, nur nach den eigenen Regeln spielen – schöne Idee. Aber graue Theorie. Zwar können Sie solche Spielregeln definieren – dumm nur, wenn kein Kunde danach mitspielt, Sie aber den Umsatz brauchen. Eher und insbesondere am Anfang ist es umgekehrt: Bei Projekten mit oder für andere Unternehmen spielen Sie nach deren Regeln (auch was Rechnungsstellung und Zahlungsziele anbelangt). Abweichen ist in solchen Fällen keine gute Idee.

  4. Sie können Ihre Kunden selbst wählen.

    Schön, wenn Sie einmal so weit sind. Das ist gewiss ein Ziel, auf das sich hinzuarbeiten lohnt. Wahr ist aber: Die wenigsten Selbstständigen und Freiberufler können es sich – gerade zu Beginn der Selbstständigkeit – leisten, bei ihren Kunden wählerisch zu sein. Im Lauf der Zeit und mit wachsendem Erfolg ändert sich das, doch auch dann ist völlige Wahlfreiheit eine Illusion – insbesondere wenn es um einen wichtigen Großkunden geht.

  5. Sie wählen Ihre Projekte frei aus.

    Bei der Auswahl der Projekte ist es wie mit der Kundenwahl: Mit wachsendem Erfolg erweitern sich die Wahlmöglichkeiten, davor aber lebt die Mehrheit von dem, was kommt und von der Hand in den Mund. Vor allem aber schreiben Sie viele Angebote, von denen nur ein paar wirklich zum Auftrag führen.

  6. Selbstständige verdienen viel Geld.

    Es stimmt zwar: Als Unternehmer sind die Aussichten, es zu großem Wohlstand zu bringen, größer als bei einer Karriere als Angestellter. Allerdings ist brutto hier nicht gleich netto: Selbstständige brauchen ebenfalls eine Krankenversicherung und müssen zudem überlegen, wie sie privat fürs Alter vorsorgen. Hinzu kommen eine Vielzahl an Steuern und Abgaben: Gewerbesteuer, IHK-Beiträge, Umsatzsteuer, eventuell Körperschaftssteuer, diverse Versicherungen und und und. So bleiben von jedem verdienten Euro am Ende weniger als 50 Cent übrig. Um davon leben zu können, muss man also erst einmal viel verdienen – und das bitte auch jeden Monat regelmäßig.

  7. Sie haben keine nervigen Kollegen mehr.

    Selbstständige, die alleine arbeiten, bleiben von solchen Horrorkollegen verschont, das stimmt. Das heißt aber nicht, dass Geschäftspartner und Kunden nicht genauso auf den Nerven La Paloma spielen könnten… So mancher Kunde meint, er könne ständig mehr verlangen, ruft mitten in der Nacht an oder bezahlt die Rechnung einfach nicht. Entspannung geht jedenfalls anders. Außerdem ist das Arbeiten als Ein-Mann- oder Ein-Frau-Unternehmen nicht für jeden optimal. Manche brauchen einfach ein Team um sich herum, um produktiv und motiviert zu bleiben – auch wenn das zeitweilig nerven kann.

  8. Sie können Urlaub machen, wann Sie wollen.

    Und auch solange sie wollen. Theoretisch: ja. Praktisch: Nur wenn Sie es sich leisten können. Denn im Urlaub verdienen Sie unter Umständen nicht nur nichts – er kostet auch noch Geld. Überdies ist es eben noch so ein Mythos, Unternehmer könnten nach Lust und Laune in den Urlaub gehen. Auch den müssen Sie an den Bedürfnissen und Deadlines der Kunden ausrichten. Und manchmal gibt es auch so was wie Zwangsurlaub – dann etwa, wenn es keine Aufträge gibt. Entspannt sind solche Betriebsferien nur dann, wenn es Anschlussaufträge gibt. Sonst sorgt der Leerlauf eher für Panikattacken.

  9. Selbstständige arbeiten in ihrem Traumjob.

    Viele Unternehmer machen sich selbstständig, um ihren Traum oder ihre Vision zu verwirklichen. Das ist erst einmal richtig. Doch ob die Praxis später mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen übereinstimmt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Selbstständigkeit kann, muss aber nicht zum Traumjob führen. Manchmal ist es nur eine andere Form des Broterwerbs. Oft gilt auch die Weisheit: Das Geschäftsmodell mit dem du startest, ist nie das Unternehmen mit dem du erfolgreich wirst.

[Bildnachweis: g-stockstudio by Shutterstock.com]
7. August 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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