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Versicherungen für Selbstständige: Die wichtigen 4

Wie bei jedem Selbstschutz gilt auch für Selbstständige bevor diese irgendeine Versicherung abschließen: Sichern Sie sich zuerst gegen existenzbedrohende Gefahren ab. Erst dann kommt der Luxus-Schutz. Man kann sich schließlich auch überversichern. Und als Selbstständiger oder Freiberufler müssen Sie zunächst einmal überhaupt Geld verdienen. Allerdings gibt es eben auch ein paar unternehmerische Risiken – und die sollten Sie im Blick behalten…

Versicherungen für Selbstständige: Die wichtigen 4

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Versicherungen für Selbstständige

Selbstständige sollten sich vor allem über folgende Policen informieren:

Persönliche Versicherungen

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Krankenversicherung/Krankentagegeld
  • Rentenversicherung (gesetzlich/privat)
  • Arbeitslosenversicherung (für den Fall, dass die Firma scheitert)

Betriebliche Versicherungen

  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Sachversicherungen (nur bei entsprechenden Vermögenswerten)

Im Folgenden haben wir uns auf – die unserer Meinung nach – wichtigsten vier Policen für Selbstständige konzentriert.

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Berufshaftpflichtversicherung

Gerade als Selbstständiger oder Freiberufler ergeben sich eine Reihe von Haftungsrisiken. Und ist der Fehler erst mal passiert, kann es teuer werden. Dumm, wenn man dann etwa mit seiner GbR gleich mit dem gesamten Vermögen haftet.

Eine Berufshaftpflichtversicherung ist daher eigentlich ein absolutes Muss. Diese gibt es für bestimmte Berufe – etwa, um dadurch Vermögensschäden wegen Fehlberatung abzusichern. Solche speziellen Haftpflichtversicherungen gibt es unter anderem für Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Ingenieure oder Ärzte.

Alternativ dazu gibt es aber auch eine sogenannte Betriebshaftpflichtversicherung, die das Unternehmen absichert, falls beispielsweise Schäden entstehen, die einzelne Mitarbeiter verschulden. Gerade für Selbstständige im Bereich IT, Medien und Beratung gibt es oft maßgeschneiderte Angebote.

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Berufsrechtsschutzversicherung (für Selbstständige)

Zwar sollte man stets versuchen, im Streitfall ohne Anwalt auszukommen. Aber manchmal lässt sich das eben nicht vermeiden. Und als Selbstständiger können die Streitwerte hierbei mitunter hoch werden. Eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, ist daher ratsam. Allerdings auch teuer.

Die Prämie richtet sich in der Regel nach den versicherten Rechtsgebieten. In dem Fall relevant ist vor allem der Berufsrechtsschutz. So manche Versicherer werben hier jedoch damit, dass es nach Abschluss der Police keine Wartezeit gibt. Leider gilt das beim Berufsrechtsschutz so gut wie nie: Eher muss man mit Wartezeiten von drei bis sechs Monaten rechnen.

Die Kosten hierfür können im Jahr zwischen 200 und 1000 Euro betragen. Hierzu finden Sie im Internet bereits einige Tarif-Vergleichsrechner. Wie unabhängig die vergleichen, weiß man natürlich nie.

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Berufsunfähigkeitsversicherung

Was, wenn man alles richtig macht – und trotzdem eines Tages seinen Beruf nicht mehr ausüben kann – zum Beispiel wegen schwerer Krankheit oder einem Unfall? Je nachdem lässt sich dann gleich die gesamte Firma nicht mehr retten, weil sie von einer Person abhängt.

Und womöglich gilt das auch für dessen Familie. Gegen dieses Risiko schützt einen diese Police. Allerdings muss man hierbei immer das Kleingedruckte lesen. Oft stecken in den Versicherungen fiese Klauseln, wonach man trotz Invalidität am Ende doch nichts bekommt – weil man den Beruf zur Not auch im Rollstuhl ausüben könnte oder zumindest umschulen.

Andere Versicherungen bieten, zumindest einen Teil des eingezahlten Geldes für den Versicherungsnehmer anzulegen – also eine Art Kombipolice mit eingebauter Kapitallebensversicherung. So oder so: Ob man sie braucht, hängt entscheidend davon ab, wie viel von einem selbst abhängt. Ansonsten gilt auch hierbei: Unbedingt Tarife vergleichen!

Kranken(tagegeld)versicherung

Eine Krankenversicherung haben Sie vermutlich schon. Als Selbstständiger sollten Ihnen aber bewusst sein, dass es keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt. Wer nicht arbeitet, verdient auch nichts. So etwas lässt sich eine zeitlang überbrücken, aber irgendwann sind auch die Reserven aufgebraucht.

Daher sollten Sie unbedingt klären, ab dem wievielten Tag Sie von der Krankenversicherung sogenanntes Krankentagegeld erhalten und wie hoch dieses ausfällt. Idealerweise sollten Sie damit am Monatsende alle Kosten decken können, die Sie zum Leben brauchen.

Aber Achtung: Die Krankenversicherungen sind hier sehr skeptisch, weil damit oft auch Schindluder getrieben wird. Gar nicht so wenige Versicherungsnehmer simulieren eine Selbstständigkeit, um sich dann für lange Zeit krankschreiben zu lassen und das „Arbeitslosengeld“ so von der Privaten Krankenversicherung (PKV) zu kassieren.

Bonus-Tipp zum Schluss

Überhaupt gilt immer: Bevor Sie irgendeinen Vertrag unterschreiben: Vergleichen Sie gründlich! Nicht nur Preise, sondern vor allem auch Bedingungen, Deckungssummen, Ausnahmeklauseln.

Insbesondere wenn Sie dabei auf die Hilfe eines (unabhängigen) Beraters zurückgreifen, muss der Ihnen ein Protokoll aushändigen, das bescheinigt, dass er Sie gemäß Ihrer Bedürfnisse beraten hat. Auch das unterschreiben Sie bitte erst, wenn Sie damit einverstanden sind.

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[Bildnachweis: Voyagerix by Shutterstock.com]

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