Checkliste für den ersten Job: Tipps zum Arbeitsstart

Der erste Job leitet viele Veränderungen ein und stellt wichtige Weichen für die Zukunft. Unsere Checkliste für den ersten Job hilft Ihnen dabei, entscheidende Kriterien bei der Arbeitsplatzwahl zu beachten. Die Checkliste für den ersten Job umfasst aber nicht nur Kriterien für Ihre zukünftige Karriere, sondern auch Aspekte des Alltags. Worauf Sie jetzt achten sollten und welche Punkte besonders wichtig sind, um von Ihrer ersten Anstellung bestmöglich zu profitieren…

Checkliste für den ersten Job: Tipps zum Arbeitsstart

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Checkliste: Worauf Sie beim ersten Job achten sollten

Die folgende Checkliste zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl Ihres ersten Jobs achten sollten – idealerweise, BEVOR Sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben:

  • Können Sie sich in Ihrem ersten Job entwickeln?

    Im ersten Job gibt es noch eine ganze Menge zu lernen – und genau das sollten Sie auch können. Nicht jeder Arbeitgeber ist dafür die richtige Adresse. Gerade die erste Anstellung sollte Ihnen die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln, Ihr Profil zu schärfen und an Ihren Fähigkeiten, die Sie aus Ausbildung oder Studium mitgebracht haben, noch weiter zu feilen.

    Achten Sie daher darauf, dass Ihr Arbeitgeber Chancen zu Fort- und Weiterbildung bietet. Dass entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten gegeben sind und Sie nicht zu spät Verantwortung übernehmen können. Nur so können Sie etwas für Ihre weitere Karriere tun und lernen.

  • Fühlen Sie sich im ersten Job wohl?

    Die ersten Erfahrungen im Job sind prägend für die weitere Wahrnehmung im beruflichen Umfeld. Umso wichtiger ist es, dass Sie in ein Betriebsklima kommen, in dem Sie gerne arbeiten. Dazu gehören nette Kollegen, der richtige Chef aber auch der Umgang untereinander. In einigen Unternehmen und Teams ist der leider stark von Kokurrenzdenken geprägt.

    Es ist nicht leicht, sofort zu erkennen, welche Arbeitsatmosphäre in einem Unternehmen herrscht. Manchmal gibt es dafür schon im Jobinterview ganz gute Indizien. Ansonsten aber können und sollten Sie hierzu die Probezeit nutzen und intensiv prüfen, ob hier tatsächlich das richtige Umfeld für Sie ist, um erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

  • Verkaufen Sie sich nicht unter Wert?

    Beim ersten Job geht es nicht in erster Linie um Geld. Trotzdem spielt das Einstiegsgehalt eine wichtige Rolle. Zum einen muss es reichen, um Ihre Kosten zu decken. Zum anderen festigt das erste Gehalt Ihren Marktwert. Der steigt zwar mit der Zeit (hoffentlich). Aber jede weitere Gehaltsverhandlung wird sich prozentual immer an dieser Basis orientieren. Und 5 Prozent Plus von 30.000 Euro sind eben weniger als 5 Prozent Plus von 40.000 Euro. Wer sich also hier unter Wert verkauft, verpasst nicht nur am Anfang Geld, sondern bleibt vermutlich auch bei späteren Gehaltsverhandlungen hinter seinem potenziellen Wert zurück.

    Recherchieren Sie deshalb unbedingt gründlich (!) VOR der ersten Gehaltsverhandlung, was Sie in dieser Position, in einem Unternehmen dieser Größe und in dieser Region auf dem Arbeitsmarkt verdienen können. Nur so können Sie Ihren Standpunkt selbstbewusst und glaubwürdig argumentieren. Gehaltsverhandlungen sind kein Wunschkonzert!

    Nutzen Sie unseren kostenlosen Gehaltscheck

    Um Ihr erstes Gehalt oder eine Gehaltserhöhung zu verhandeln, können Sie nicht nur mit guten Leistungen (oder Fachwissen) punkten. Helfen können Ihnen ebenso entsprechende Gehaltsvergleiche und Marktwertchecks. Unser kostenloser und individueller Gehaltsreport ist so ein Werkzeug, das Sie für sich persönlich erstellen lassen können. Ein Beispiel-PDF mit fiktiven Zahlen finden Sie gleich HIER.

  • Können Sie sich verwirklichen?

    Wer von der Universität oder frisch aus der Ausbildung kommt, steckt meist voller Ideen, die er im Anschluss gerne in die Tat umsetzen möchte. Leider stehen manche Unternehmen solchen kreativen Impulsen eher skeptisch gegenüber und verfahren nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ Für den ersten Job kann es wichtig sein, einen Arbeitgeber zu suchen, der frische Ideen zu schätzen weiß und genügend Freiheiten einräumt, um solche Impulse umzusetzen.

  • Gibt es in Ihrem ersten Job einen Mentor?

    Gerade am Anfang der Karriere kann ein Mentor wichtig sein, der nicht nur Fragen beantwortet und bei Schwierigkeiten hilft, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn es darum geht, den weiteren Werdegang zu planen. Die Bedeutung eines solchen Mentors wird oft unterschätzt. Machen Sie diesen Fehler nicht, und fragen Sie gezielt nach der Förderung von Mitarbeitern und Mentorenprogrammen.

  • Haben Sie langfristige Chancen?

    Befristete Arbeitsverträge sind heute wohl der Grund, der unter Berufseinsteigern für den meisten Frust sorgt.

    Ungeachtet der Leistungen erhält der Arbeitnehmer erst gar nicht die Chance, sich eine unbefristete Stelle zu erarbeiten. Stattdessen steht er spätestens nach einem oder zwei Jahren wieder auf dem Arbeitsmarkt. Umso wichtiger ist, dass Ihr erster Job eine möglichst langfristige Perspektive bietet. Eine solche Basis bringt nicht nur Sicherheit. Sie eröffnet auch größere und langfristige Entwicklungschancen.

Worauf Sie außerdem achten müssen

Spätestens mit Eintritt ins Berufsleben kommen zahlreiche Verpflichtungen auf Sie zu. Das erste richtige Gehalt, Umzug in eine eigene Wohnung und vor allem viel Unabhängigkeit. Das bedeutet allerdings auch, dass Sie sich fortan um alles allein kümmern müssen.

Mit dem Arbeitsantritt müssen Sie verschiedene Auskünfte über sich erteilen. Unsere Checkliste für den ersten Job wäre nicht vollständig, wenn sie nicht noch diese Aspekte rund um den Job beachten würde:

  • Bankkonto errichten

    Bei Arbeitsbeginn müssen Sie Ihre Bankverbindung angeben, damit das Unternehmen Ihr Gehalt überweisen kann. In den meisten Fällen legen Eltern für ihre Kinder bereits ein Konto an. Solange Sie Auszubildender oder Student sind, brauchen Sie keine Kontoführungsgebühren zu zahlen. Das ändert sich mit regelmäßigen Verdienst.

    Es gibt zwar noch kostenlose Girokonten, dann allerdings meist online und/oder mit einem bestimmten monatlichen Einkommen. Bevor Sie ein neues Bankkonto eröffnen, sollten Sie in jedem Fall die Konditionen der verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen. Dazu zählen beispielsweise das Filialnetz (beziehungsweise kostenloser Zugang zu Geldautomaten) und Geld abheben im Ausland.

  • Steueridentifikationsnummer beantragen

    Lohnsteuerkarten gibt es zwar nicht mehr, aber Ihr Arbeitgeber benötigt Ihre Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID). Jeder Deutsche verfügt darüber. Dahinter verbirgt sich eine elfstellige Zahl, die sich aus den persönlichen Daten aus Ihrem Namen, Geburtsdatum und Adresse zusammensetzt.

    Diese Nummer ermöglicht es Finanzbehörden, Zahlungen an Bürger zu überprüfen. Ihr Arbeitgeber erhält alle für den Lohnsteuerabzug benötigten Daten. Sie als Arbeitnehmer benötigen die Steuer-ID beispielsweise bei Steuererklärungen und oder wenn Sie einen Antrag auf Kindergeld stellen.

  • Versicherungen abschließen

    Wer noch studiert, ist bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern versichert. Danach oder mit dem ersten Beruf müssen Sie sich selbst versichern. Unverzichtbar ist die Krankenversicherung. Je nach Einkommen beziehungsweise Beruf kann der Wechsel von einer gesetzlichen in eine private Krankenversicherung sinnvoll sein. So stehen sich beispielsweise Beamte und Selbständige mit einer Privatversicherung teilweise günstiger. In dieser Pflichtversicherung enthalten sind Beiträge zu der ebenfalls vorgeschriebenen Pflegeversicherung.

    Darüber hinaus sind bestimmte Versicherungen für Berufsanfänger empfehlenswert. Dazu zählt etwa eine Haftpflichtversicherung, die Sie schützt, wenn Sie Schaden verursachen. Sinnvoll kann außerdem eine Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Sie schützt Sie, falls Sie ihren erlernten Beruf (beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen) nicht mehr ausüben können.

  • Rücklagen bilden

    Das erste Gehalt nach Ausbildung oder Studium verführt zu verschwenderischem Umgang mit Geld. Berufsanfänger müssen meist noch den Umgang mit Geld lernen. Was Sie mittelfristig aber nicht vergessen sollten: Unvorhersehbare Ausgaben wie etwa eine Autoreparatur oder eine kaputte Waschmaschine können schnell ein Loch in die Haushaltskasse reißen.

    Gut, wer dann bereits vorgesorgt und sich ein kleines Finanzpolster zugelegt hat. Das geht beispielsweise mit der 50-30-20-Regel: Die Hälfte Ihres Geldes geht in unverzichtbare Dinge wie Miete und Lebenshaltungskosten. 30 Prozent stehen Ihnen für Freizeitaktivitäten zur Verfügung und die restlichen 20 Prozent legen Sie beiseite.

  • Altersvorsorge bedenken

    Vor allem junge Arbeitnehmer denken selten an die Rente. Teilweise belastet sie noch die Bafög Rückzahlung oder ein ehemaliger Studienkredit. Dabei machen es die Unternehmen ihren Mitarbeitern oft leicht, mit betrieblicher Altersvorsorge etwas fürs Alter beiseite zu legen.

    Ihr Arbeitgeber ist beispielsweise zur Entgeltumwandlung verpflichtet, sofern Sie das wünschen. Dabei legt er einen bestimmten Betrag für Sie an, der vom Staat außerdem bezuschusst wird. Das geschieht meist zu günstigeren Konditionen als wenn Sie selbst sich um eine Altersvorsorge kümmern.

Gratis: Checkliste für den ersten Job zum Ausdrucken

Unsere Checkliste für den ersten Job können Sie hier in komprimierter Form zum Abhaken kostenlos herunterladen:

Checkliste für den ersten Job (PDF)



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[Bildnachweis: Visual Generation by Shutterstock.com]

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