Work-Life-Balance: 5 Antithesen

Die Suche nach der Work-Life-Balance hat sich längst zur Manie entwickelt. Viele jagen dem allseits perfekten Ausgleich von Arbeit und Leben hinterher, obwohl schon der Begriff eine Mogelpackung ist, die uns zwei Extrempole suggeriert, die so gar nicht existieren: Wer arbeitet, lebt – da gibt es keinen Gegensatz. Leben und Arbeit können wunderbar symbiotisch miteinander verbunden sein, einander stärken und befruchten. Tatsächlich kann der Bürokaffee am Montagmorgen nach einem aufreibenden Familienwochenende genauso entspannend sein, wie das Feierabendbierchen auf der Terrasse. Wer meint, er arbeite nur um seinen Lebensunterhalt zu sichern, sitzt einem gefährlichen Irrglauben auf. Wie psychologische Studien zeigen, braucht der Mensch seine Arbeit, um glücklich zu sein…

Work-Life-Balance: 5 Antithesen

Definition: Vorstellungen von Work-Life-Balance

Definition Der Anglizismus Work-Life-Balance wird inhaltlich unterschiedlich ausgelegt:

  • Gegensätzliche Lebensbereiche

    Wortwörtlich betrachtet geht es um die Balance zwischen Arbeit und Leben. Diese Interpretation legt einen Dualismus zwischen den beiden Bereichen nahe, den es so nicht gibt – Arbeit ist Teil des Lebens und lässt sich oft schlechter trennen, als früher. Privates Surfen am Arbeitsplatz, berufliche Mails von zuhause aus abrufen: Work-Life-Blending ist häufiger der Fall.

  • Verbindung der Lebensbereiche

    Gemeint ist häufiger die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So beispielsweise in der Deutung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Es sieht darin vor allem einen Faktor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität.

  • Überwiegen des priorisierten Lebensbereichs

    Wenngleich diese Deutung sich mit dem Wort „Balance“ beißt – teilweise wird Work-Life-Balance auch als ein Zustand interpretiert, bei dem der priorisierte Lebensbereich überwiegt.

Keine dieser singulären Deutungen wird der Realität wirklich gerecht, da es eine Mischung aus alledem ist. Letztlich steckt hinter Work-Life-Balance der Wunsch vieler Arbeitnehmer, das eigene Leben mit seiner gesamten Komplexität in den Griff zu bekommen. Abhängig ist das meist von Zeit und Ressourcen.

5 Anti-Thesen zu Work-Life-Balance

Zeit, mit einigen Fehlannahmen aufzuräumen:

  1. Work-Life-Balance ist ein Mythos.

    Der allzeit perfekte Ausgleich, die virtuose Balance zwischen Beruf und Privatleben gelingt nicht. Kann sie auch nicht: Sie ist ein Mythos – an dem allerdings zahlreiche Trainer und Quacksalber kräftig verdienen.

    Natürlich lassen sich Prioritäten setzen, Pläne machen, Kalender und Listen führen. Was Organisationsexperten Selbstmanagement nennen, lindert vielleicht das Chaos auf dem Schreibtisch, aber ist deswegen schon Ihr Leben in Balance? Wohl kaum.

    Das Leben ist schlicht nicht planbar. Ein Kunde wechselt zur Konkurrenz, ein neuer Wettbewerber taucht auf, der neue Chef kann Sie nicht leiden – Zufälle passieren. Wer versucht diese krampfhaft zu kontrollieren, erzeugt so nur neuen Stress: den, immer perfekt zu sein, immer geplant einen Erfolgsschritt nach dem anderen zu absolvieren. Bloß nie improvisieren müssen!

    Das Leben ist aber vor allem Überleben durch Anpassungsfähigkeit. Alle anderen Versuche müssen schiefgehen.

  2. Der Begriff selbst ist Bullshit.

    Schon der Begriff Work-Life-Balance ist ein Widerspruch in sich: Er erklärt Leben und Arbeit zu Gegensätzen. Unfug! Wer arbeitet, der lebt dabei. Da gibt es nichts auszugleichen.

    Manchmal trifft man Menschen, die nicht mehr arbeiten müssen. Sie lassen sich – mit wenigen Ausnahmen – in zwei Gruppen einteilen:

    • Die eine erfreut sich an Spaßmaßnahmen wie Extrem-Sonnenbading in Florida oder Segeln in der Ägäis. Doch schon nach kurzer Zeit fühlen sich diese Menschen leer und sehnen sich nach einer Aufgabe.
    • Die andere Gruppe arbeitet weiter, stellt vielleicht sogar Neues auf die Beine. Und interessanterweise sind diese Leute auf Dauer deutlich zufriedener.

    Die Ursache dafür ist ihre Arbeit und nicht etwa – wie viele fälschlicherweise annehmen – die Höhe ihres verfügbaren Einkommens.

    Für den deutschen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Thomas Mann war Arbeit schwer und manchmal „ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht [zu] arbeiten – das ist die Hölle“. In einem Beruf, der uns erfüllt, spielt die Menge der Zeit, die wir dafür investieren, keine Rolle. Wochen vergehen wie Tage, Stunden wie Sekunden. Mit der richtigen Einstellung ist dies keine Belastung, sondern eine Freude.

    Oder um es mit Mark Twain zu sagen: „Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.“ Arbeit dient eben nicht nur dem Zweck des Lebensunterhalts, sie wirkt ebenso gesundheitsfördernd: Wer Erfolg hat, wird zufriedener, entspannt sich, das Selbstvertrauen steigt – und eben oft auch das Gefühl ausgeglichen zu sein.

  3. Der Mensch ist von Natur aus unausgeglichen.

    Schon Sigmund Freud erkannte, dass der Mensch von Natur aus unausgeglichen ist. Unausgeglichenheit sei ein wesentlicher Teil unserer Existenz, meinte er. Sie ist unser Motor für Engagement und Kreativität.

    So stammt denn auch das Wort „Karriere“ aus dem Französischen und bedeutete einmal „Rennbahn“. Karriere machen also die Schnellsten und Besten, nicht unbedingt die Ausgeglichenen.

    Zahlreiche Unternehmer, Manager oder Leistungsträger sind gerade deshalb so erfolgreich, weil sie von dieser inneren Unruhe getrieben werden und sich ständig verbessern wollen. Sie müssen sich und anderen beweisen, dass sie „nicht wertlos sind“, wie Freud schrieb. Und tatsächlich sind diese Menschen oft unglaublich produktiv – obwohl sie freilich alles andere als ein ausgeglichenes Leben führen.

    Die Wahrheit ist: Balance, oder vielmehr Ausgeglichenheit ist eher eine Frage von Lebens-Episoden. Wenn überhaupt, gibt es so etwas wie Lebensbalance: Jeder Abschnitt verlangt von uns neue individuelle Prioritäten in denen wir uns immer wieder neu entscheiden müssen. Und mal geht dabei der Beruf vor, mal das Private.

  4. Es geht nicht um Balance, sondern um Rhythmus.

    Der Mensch ist keine Maschine, die sich an- und ausschalten lässt. Es gibt Phasen, die verlangen von uns volle Konzentration und vollen Einsatz. Vielleicht sogar über 10, 12 und 14 Stunden am Tag hinaus. Schlaf wird in diesen Phasen zur Mangelware, Freundschaftspflege zum Luxus. Aber diese Phasen gehen vorbei, und ihnen folgen in der Regel Zeiten des Ausgleichs und der Muße. Mal länger, mal kürzer.

    Allein diese Abwechslung sorgt schon in gewisser Weise für Balance, genau wie Wach- und Schlafphasen auch. Unser Körper folgt aber selbst hierbei nicht einem digitalen Ausgleich im Sinne von 0 = schlafen; 1 = wachsein. Vielmehr sind wir ein rhythmisches Wesen: Fachleute sprechen dabei auch vom Bio- oder Chronorhythmus und den Zirkadianen Rhythmen.

    Unsere kreativen Hoch- und Leistungsphasen liegen über den Tag unterschiedlich verteilt, je nachdem ob wir eher zu den Eulen (Nachtmenschen) oder Lerchen (Frühaufsteher) gezählt werden. Dazwischen ist mit uns nicht viel los, selbst wenn wir wach sind.

    Wer produktiver und ausgeglichener werden will, sollte nicht nach permanentem Ausgleich suchen, sondern vielmehr seinen eigenen Rhythmus finden. Über den Tag verteilt genauso, wie innerhalb von Wochen, Monaten und Jahren. Der Trick dabei ist, nicht die Zeit zu managen (das geht sowieso nicht, der Tag hat trotzdem nur 24 Stunden), sondern vielmehr die eigene Energie.

    Heißt: Machen Sie zum Beispiel alle 90 Minuten eine Pause, weil danach klassischerweise ohnehin die Konzentration sinkt; seien Sie kreativ, dann wenn Ihr Biorhythmus dazu in der Lage ist – vor allem aber: Arbeiten Sie Ihrem eigenen Rhythmus nicht zuwider. DAS bringt Sie aus der Work-Life-Balance!

  5. Ausgleich braucht Visionen.

    Die Beschäftigung mit der eigenen Zeit ist eine gute Sache, keine Frage. Aber zielführend ist sie meist nicht, weil sie nur an der Oberfläche kratzt. Eher beschäftigen wir uns mit dem Balance-Akt, weil wir das Gefühl haben, mit ein wenig besser organisierter Zeit besser leben und arbeiten zu können. Fehler!

    Ein optimiertes Selbstmanagement, das nur dazu dient, mehr Dinge in den Tagesablauf hinein zu pressen, muss scheitern. Wir verdichten so nur den Druck.

    Ohne eine klare Vorstellung davon, was sich wie ändern soll und warum, bleiben Zeitmanagement-Methoden letzten Endes bloße Techniken. Getreu dem Bonmot: A fool with a tool is still a fool. Erst der übergeordnete Kontext ist es, der dem Ausgleich einen tieferen Sinn gibt und uns ermöglicht, unsere Zeit den für uns wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen.

    Dahinter stecken Fragen, wie:

    • Warum will ich mich überhaupt verändern?
    • Welche Freiräume schaffe ich mir durch mehr Ausgleich?
    • Und was will ich damit (besser) machen?

    Ein weit verbreiteter Fehler der Work-Life-Balance-Eleven ist, Lebensbereiche auszuklammern. Dabei wird dann zwar der Akt des Arbeitens im Büro optimiert und ausgeglichen, während alle anderen sozialen Kontexte unberührt bleiben. Dabei würde Zeit, die man beispielsweise seinem Hobby widmet, wiederum der Familie fehlen. Echter Ausgleich muss daher alle Lebensbereiche adressieren. Und dazu braucht es eine klare Vision.

Work-Life-Balance Test: Wie empfinden Sie Ihr Arbeitsleben?

Work-Life-Balance TestWork-Life-Balance hat vor allem mit Zufriedenheit zu tun. Überprüfen Sie hier in diesem Test, wie Sie Ihr Arbeitsleben empfinden. Am Ende finden Sie die Auflösung.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

  • Ich treffe Bekannte, tausche mich zu beruflichen Themen aus. B
  • Ich bin froh, wenn ich meine Ruhe habe und entspanne einfach nur. A
  • Ich lege Wert auf einen Mix aus Entspannung und Action. C

Wenn Sie arbeiten, geht es Ihnen folgendermaßen:

  • Manche Routineaufgaben sind etwas nervig, aber insgesamt macht mein Job mir Spaß. C
  • Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell die Zeit verfliegt, gerade noch die eine Aufgabe erledigt. B
  • Ich gucke ständig auf die Uhr, weil ich Zeitdruck habe und gleichzeitig den Feierabend kaum erwarten kann. A

Können Sie gelegentliche Zusatzaufgaben übernehmen?

  • Kaum, da mir ständig die Deadlines im Nacken sitzen. A
  • Kommt auf den Umfang an, gelegentliche kleinere Zusatzaufgaben stellen kein Problem dar. C
  • Ja, durchaus häufiger. B

Was halten Sie von der Aussage: „Ohne Fleiß kein Preis“?

  • Klingt nach einer Entschuldigung für Workaholics. A
  • Absolut, ist wie beim Sport – nur mit Anstrengung erreicht man etwas. B
  • Ich halte es eher mit leben und leben lassen; also alles in gewissen Maßen. C

Sie haben viel Geld im Lotto gewonnen, wie geht es beruflich weiter?

  • Dieses Jahr ist ein größerer Urlaub drin, aber sonst ändert sich vermutlich nicht viel. C
  • Ich kündige auf der Stelle – dieser Laden sieht mich nur noch von hinten! A
  • Das kann noch nicht alles sein; mit ein paar beruflichen Fortbildungen erklimme ich nun die Karriereleiter. B

Wenn Sie die durchschnittliche Freude an Ihrem Job bewerten müssten, wie fiele sie aus?

  • Im vergangen Jahr gab es einige Aufs und Abs, aber im Großen und Ganzen mag ich meinen Job. C
  • Eine einzige Belastung, nur Stress. A
  • Bestens. Es gab positive Entwicklungen, ich schätze meine Kollegen. B

Wie stehen Sie zu unbezahlten Überstunden?

  • Das ist für mich selbstverständlich, so kann ich meinen Einsatz zeigen. B
  • Für den Arbeitgeber eine billige Möglichkeit, seinen Umsatz zu steigern. A
  • Sofern es triftige Gründe gibt, finde ich das angemessen. C

Können Sie sich vorstellen, sich neben Ihrem Job selbständig zu machen?

  • Das ist viel zu kräftezehrend. A
  • Es wäre eine Überlegung wert. C
  • Ich könnte mir das recht gut vorstellen und hätte auch bereits eine Idee. B

Informieren Sie sich auch privat zu Ihrem Job?

  • Ja, ich lese in Fachmagazinen zu meiner Tätigkeit und plane eine Weiterbildung. B
  • Nein, ich bin froh, wenn ich nicht noch in meiner Freizeit damit zu tun habe. A
  • Das kommt vor, wenn mir zufällig etwas über den Weg läuft, das mich interessiert. C


Auflösung

Wenn der Job nicht zum Leben passt

Schon in der kommende Dekade werden immer mehr von uns länger arbeiten. Natürlich gibt es auch Jobs, die körperlich anstrengend, gefährlich oder gar eintönig sind. Manns Diktum gilt sicher nicht in dem Maß für Tellerwäscher oder Fließbandarbeiter wie es auf Manager, Freiberufler oder Unternehmer zutrifft.

Aber für alle gilt: Wer seinen Beruf nicht liebt, der wird davon weder erfüllt, noch Außergewöhnliches schaffen. Nur wenn wir Arbeit als normalen Teil unseres Lebens begreifen und zusammen mit anderen Bereichen im Blick haben, können wir eine echte, individuell passende Balance erreichen und bewahren.

Work-Life-Balance bedeutet eben nicht, dass alle Bereiche gleich stark ausgeprägt sind oder gleich viel Aufmerksamkeit erhalten. Es bedeutet jedoch, dass die Verteilung der Aufmerksamkeit und Energie von uns ganz bewusst nach unseren Wünschen gestaltet wird.

Dafür muss der jeweilige Lebensbereich unter die Lupe genommen werden, der nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Das kann natürlich der Job sein. Andererseits: An dieser Stellschraube zu drehen, wenn der Grund für die Unzufriedenheit vor allem im Privaten zu suchen ist – gesundheitliche Verfassung, Familienstand, Freunde, Wohnsituation – bringt herzlich wenig.

Lebensbalance entscheidet bei Arbeitgeberwahl

Arbeitgeberwahl: Lebensbalance Work-Life-Balance DefinitionBeruf und Privatleben besser zu vereinen, spielt inzwischen eine Hauptrolle, wenn Arbeitnehmer den Job wechseln. Und zwar noch vor der möglichen Karriereentwicklung oder dem Verhältnis zum Chef und dem neuen Team. Das ist das Ergebnis des „Workplace Survey“ des Personaldienstleisters Robert Half.

Danach gibt für 26 Prozent der deutschen Arbeitnehmer die Work-Life-Balance den Hauptausschlag, wenn sie einen neuen Arbeitgeber wählen (Österreich: 39 Prozent; Schweiz: 40 Prozent). Faktoren wie der Ruf des Unternehmens, Weiterbildungsangebote, die Option im Ausland zu arbeiten oder die Anzahl der Urlaubstage spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.

Diese Tipps tragen zu Work-Life-Balance bei

Work-Life-Balance wie sie häufig propagiert wird, ist ein Trugschluss. Erst, wenn die vorhandene Zeit sinnvoll erlebt wird, kann so etwas wie Ausgeglichenheit entstehen. Was unter sinnvoll zu verstehen ist, bleibt natürlich Ihnen überlassen – das kann dösen auf dem Sofa ebenso sein wie Zeit für eine Fortbildung zu haben oder sich keine Gedanken machen zu müssen, wer die Kinder aus dem Kindergarten abholt.

Denn letztlich geht es um Lebensqualität. Viele Unternehmen haben bereits erkannt, dass auch sie dazu beitragen können, ihren Mitarbeitern bei der Lebensplanung behilflich zu sein. Allerdings sollte man sich nicht täuschen; ein Betriebskindergarten und flexible Arbeitszeitmodelle allein sind eben noch keine Work-Life-Balance.

Naheliegender sind daher andere Überlegungen:

  • Reflektieren Sie die Lage

    Stellen Sie sich die Frage, wie es um Ihre Jobzufriedenheit steht: Schaffen Sie es, für sich zu sorgen und haben trotzdem (oder gerade deshalb?) Spaß an der Arbeit? Oder stehen Sie immer unter Zeitdruck oder erledigen gar das Nötigste?

    Wer immer pünktlich Feierabend machen kann, mag zwar ein ausgeglichenes Stundenkonto haben, aber wenn er seinen Job als sinnlos empfindet, dürfte das der angestrebten Work-Life-Balance dennoch abträglich sein. Wenn Sie wissen, was Sie gerne tun und wenn Sie den Bereich ausbauen können, wird das die Zufriedenheit steigern.

  • Schalten Sie Zeitfresser aus

    Der Eindruck, dass alles im Ungleichgewicht ist, kann vor allem dann entstehen, wenn wir uns den falschen Dingen widmen – ganz gleich, ob im Privaten oder Beruflichen. Typische Zeitfresser wie Telefonate, Surfen im Internet, Whatsapp-Nachrichten beantworten lassen sich nicht immer vermeiden und sind womöglich Teil des Jobs.

    In manchen Fällen kann es hilfreich sein, diese Dinge auf ein Minimum zu begrenzen und beispielsweise feste Zeiten zum Beantworten von Mails oder Whatsapp-Nachrichten einzuräumen. Feste Zeiten sollten Sie auch bei der Dauer von Aufgaben im Hinterkopf haben. Anderenfalls schlägt das Parkinsonsche Gesetz zu: Arbeit dehnt sich grundsätzlich so lange aus, wie Ihnen Zeit zur Verfügung steht.

  • Pflegen Sie Ihre Kontakte

    Für eine bessere Work-Life-Balance müssen verschiedene Lebensbereiche Berücksichtigung finden, nicht nur der Job im Hinblick auf die Tätigkeit. Ein weiterer zentraler Bereich des Lebens sind soziale Kontakte. Die kommen in Form von Familie und Freunden vor, aber auch als Kollegen. Ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen trägt entscheidend dazu bei, den Arbeitsplatz als wertvollen Bestandteil des eigenen Lebens zu sehen.

    Herrscht ein schlechtes Betriebsklima, in dem Mobbing und Rivalität an der Tagesordnung sind, wirkt sich das natürlich auf die Lebensqualität aus. Sie haben an der Gestaltung ebenso teil wie Ihre Kollegen. Besteht Optimierungsspielraum, können Sie dazu beitragen, indem Sie beispielsweise Ihre Hilfe anbieten. Gemeinsame Mittagspausen statt sich abzukapseln helfen ebenfalls dabei, dass soziale Kontakte auf- und ausgebaut werden können.

  • Achten Sie auf sich selbst

    Wie steht es um Ihre körperliche Fitness, um Ihre Ernährung? Haben Sie genügend Zeit, sich den Dingen zu widmen, die Ihnen wichtig sind? Sport und eine gesunde Ernährung tragen zum Wohlbefinden bei. Stress wird abgebaut, Ermüdungserscheinungen und Krankheiten vorgebeugt.

    Das alles hilft nicht nur dabei, dass Sie sich im Einklang mit sich selbst fühlen, sondern insgesamt gestärkt mentalen Herausforderungen widmen können. Sei es eine stressige Phase auf der Arbeit oder beispielsweise der Überlegung nach einer beruflichen Neuorientierung.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
24. Oktober 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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