Die Suche nach der Work-Life-Balance hat sich längst zur Manie entwickelt. Viele jagen dem allseits perfekten Ausgleich von Arbeit und Leben hinterher, obwohl schon der Begriff eine Mogelpackung ist, die uns zwei Extrempole suggeriert, die so gar nicht existieren: Wer arbeitet, lebt – da gibt es keinen Gegensatz. Leben und Arbeit können wunderbar symbiotisch miteinander verbunden sein, einander stärken und befruchten. Tatsächlich kann der Bürokaffee am Montagmorgen nach einem aufreibenden Familienwochenende genauso entspannend sein, wie das Feierabendbierchen auf der Terrasse. Wer meint, er arbeite nur um seinen Lebensunterhalt zu sichern, sitzt einem gefährlichen Irrglauben auf. Wie psychologische Studien zeigen, braucht der Mensch seine Arbeit, um glücklich zu sein...

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Work-Life-Balance Definition: Vorstellungen von Vereinbarkeit

Definition deutsch Konzept Beispiele Unternehmen Tipps ÜbersetzungEine Übersetzung des englischsprachigen Begriffes Work-Life-Balance ist nicht unproblematisch, weil gleichzeitig eine missverständliche Bedeutung mitschwingt.

"Arbeits-Lebens-Gleichgewicht" klingt außerdem recht schwerfällig und trifft so gar nicht das, was häufig angestrebt wird, nämlich der unangestrengte Wechsel von Arbeit und (Privat-)Leben. Unangestrengt ist dieser Wechsel allerdings nur dann, wenn Arbeit einerseits und Leben andererseits ausgeglichen sind.

Das Work-Life-Balance Konzept basiert somit auf einem Dualismus zwischen Arbeit und Leben, den es auszugleichen gelte. Dabei kommt Arbeit automatisch die Rolle einer notwendigen, oftmals ungeliebten Tätigkeit hinzu, der der Arbeitnehmer unterworfen ist. Berufliches Vorankommen, Teamgeist oder ernsthaftes Interesse am Job spielen bei dieser Vorstellung keine Rolle.

Im Gegensatz dazu wird das Privatleben - häufig mit Familie und Kindern - als die absolute Erfüllung gesehen, die durch Arbeit behindert wird. Dass eine derartige Schwarz-weiß-Malerei die Realität nur unzureichend beschreibt, liegt auf der Hand. Oftmals geht es bei Work-Life-Balance um etwas ganz anderes, nämlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Das sagt ja nicht zwangsläufig etwas darüber aus, ob ein Arbeitnehmer seinen Traumjob ausübt, sondern vielmehr, ob die Rahmenbedingungen beispielsweise flexible Arbeitszeiten zulassen. Work-Life-Balance im Sinne der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben ist häufig eine Frage der Ressourcen, das heißt genügend Zeit, Geld, Entscheidungsmöglichkeiten, um sich beiden Bereichen im gewünschten Umfang widmen zu können.

Work-Life-Blending: Arbeits- und Privatleben verschmelzen

Work-Life-Blending: Arbeits- und Privatleben verschmelzenWas in unseren modernen Zeit allerdings passiert, ist, dass Arbeitnehmer zunehmend auch am Wochenende oder im Urlaub ihre E-Mails checken, für Kunden zur Verfügung stehen oder ihre Arbeit mit nach Hause nehmen. Moderne Technik und flexible Arbeitszeitmodelle machen es möglich von überall zu arbeiten. Damit verschmelzen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben zusehends.

Das Phänomen nennt sich Work-Life-Blending. Statt nach einem ausgeglichenen Verhältnis von Arbeit auf der einen und Freizeit auf der anderen Seite zu suchen, geht es nun um eine Verschmelzung. Das neue Ziel: Ein fließender Übergang von Arbeits- und Privatleben.

Arbeitest du noch oder lebst du schon?

Vielleicht erinnern Sie sich noch: In Robert Zemeckis Spielfilm Cast Away mimt Tom Hanks den Vielarbeiter Chuck Noland. Er ist Controller bei einem Logistikunternehmen, reist ständig kreuz und quer durch die Welt und ist deshalb kaum zu Hause. Er empfindet seine Arbeit als ungeheuer befriedigend, schöpft aus ihr wesentliche Impulse für seinen Alltag, aber er flieht nicht etwa in die Arbeit. Mit seiner Freundin Kelly führt er ein harmonisches und erfülltes Privatleben. Sie hält trotz seiner knappen Zeit fest zu ihm.

Am Ende ist es ein Flugzeugabsturz, der ihn aus diesem Leben reißt und auf eine einsame Insel verschlägt. Und wieder ist es die Arbeit, die ihn am Leben erhält: Der tägliche Kampf ums Überleben füllt ihn aus und lässt ihn – zumindest anfangs – die Einsamkeit ertragen.

Es ist kein Zufall, dass dieser Noland in einem US-Spielfilm auftaucht. Im Selbstverständnis des Durchschnittsdeutschen wäre er vermutlich erst als Aussteiger so richtig aufgeblüht: Besitzer einer eigenen Pazifik-Insel mit Hängematten-Panorama, einen Job mit freier Zeiteinteilung und einem Volleyball-Kumpel namens "Wilson"...

Hierzulande ähnelt Arbeit eher so etwas wie Muskelaufbau: Sie muss weh tun, sonst bringt sie nichts. Entsprechend gestresst sind wir bei unserem Tagwerk, arbeiten uns krumm und kaputt oder sogar tot.

Und am Ende fragen wir uns: Arbeitest du noch oder lebst du schon?

Was für ein Trauerspiel!

Wir reden heute verächtlich vom Workaholic und meinen damit den Narr, der ohne Arbeit nicht leben kann.

Der Leistungswillige steht plötzlich auf Augenhöhe mit den Alkoholikern und Drogensüchtigen. Oder er trifft sich mit der Riege der leidenden Angestellten abends zum Geschäftsessen, wo auch nur noch die Rede davon ist, wie lange einer noch arbeiten muss und wie er danach leben will.

Arbeit und Leben werden zu Konkurrenten, die es – Work-Life-Balance sei Dank – gegeneinander abzuwiegen gilt.

Lebensbalance Modell: Alles gegeneinander abwägen?

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Arbeitgeberwahl: Lebensbalance gibt den Ausschlag

Arbeitgeberwahl: Lebensbalance gibt den Ausschlag Work-Life-Balance Definition deutsch ÜbersetzungBeruf und Privatleben besser zu vereinen, spielt inzwischen eine Hauptrolle, wenn Arbeitnehmer den Job wechseln. Und zwar noch vor der möglichen Karriereentwicklung oder dem Verhältnis zum Chef und dem neuen Team. Das ist das Ergebnis des "Workplace Survey" des Personaldienstleisters Robert Half.

Danach gibt für 26 Prozent der deutschen Arbeitnehmer die Work-Life-Balance den Hauptausschlag, wenn sie einen neuen Arbeitgeber wählen (Österreich: 39 Prozent; Schweiz: 40 Prozent). Faktoren wie der Ruf des Unternehmens, Weiterbildungsangebote, die Option im Ausland zu arbeiten oder die Anzahl der Urlaubstage spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.

5 Anti-Thesen zu Work-Life-Balance

Es wird Zeit, damit aufzuräumen. Deshalb, daher und darum:

  1. Work-Life-Balance ist ein Mythos.

    Der allzeit perfekte Ausgleich, die virtuose Balance zwischen Beruf und Privatleben gelingt nicht. Kann sie auch nicht: Sie ist ein Mythos – an dem allerdings zahlreiche Trainer und Quacksalber kräftig verdienen.

    Natürlich lassen sich Prioritäten setzen, Pläne machen, Kalender und Listen führen. Was Organisationsexperten Selbstmanagement nennen, lindert vielleicht das Chaos auf dem Schreibtisch, aber ist deswegen schon Ihr Leben in Balance? Wohl kaum.

    Das Leben ist schlicht nicht planbar. Ein Kunde wechselt zur Konkurrenz, ein neuer Wettbewerber taucht auf, der neue Chef kann Sie nicht leiden – Zufälle passieren. Wer versucht diese krampfhaft zu kontrollieren, erzeugt so nur neuen Stress: den, immer perfekt zu sein, immer geplant einen Erfolgsschritt nach dem anderen zu absolvieren. Bloß nie improvisieren müssen!

    Das Leben ist aber vor allem Überleben durch Anpassungsfähigkeit. Alle anderen Versuche müssen schiefgehen.

  2. Der Begriff selbst ist Bullshit.

    Schon der Begriff Work-Life-Balance ist ein Widerspruch in sich: Er erklärt Leben und Arbeit zu Gegensätzen. Unfug! Wer arbeitet, der lebt dabei. Da gibt es nichts auszugleichen.

    Manchmal trifft man Menschen, die nicht mehr arbeiten müssen. Sie lassen sich - mit wenigen Ausnahmen - in zwei Gruppen einteilen:

    • Die eine erfreut sich an Spaßmaßnahmen wie Extrem-Sonnenbading in Florida oder Segeln in der Ägäis. Doch schon nach kurzer Zeit fühlen sich diese Menschen leer und sehnen sich nach einer Aufgabe.
    • Die andere Gruppe arbeitet weiter, stellt vielleicht sogar Neues auf die Beine. Und interessanterweise sind diese Leute auf Dauer deutlich zufriedener.

    Die Ursache dafür ist ihre Arbeit und nicht etwa - wie viele fälschlicherweise annehmen - die Höhe ihres verfügbaren Einkommens.

    Für den deutschen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Thomas Mann war Arbeit schwer und manchmal "ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht [zu] arbeiten – das ist die Hölle". In einem Beruf, der uns erfüllt, spielt die Menge der Zeit, die wir dafür investieren, keine Rolle. Wochen vergehen wie Tage, Stunden wie Sekunden. Mit der richtigen Einstellung ist dies keine Belastung, sondern eine Freude.

    Oder um es mit Mark Twain zu sagen: "Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt." Arbeit dient eben nicht nur dem Zweck des Lebensunterhalts, sie wirkt ebenso gesundheitsfördernd: Wer Erfolg hat, wird zufriedener, entspannt sich, das Selbstvertrauen steigt - und eben oft auch das Gefühl ausgeglichen zu sein.

  3. Der Mensch ist von Natur aus unausgeglichen.

    Schon Sigmund Freud erkannte, dass der Mensch von Natur aus unausgeglichen ist. Unausgeglichenheit sei ein wesentlicher Teil unserer Existenz, meinte er. Sie ist unser Motor für Engagement und Kreativität.

    So stammt denn auch das Wort "Karriere" aus dem Französischen und bedeutete einmal "Rennbahn". Karriere machen also die Schnellsten und Besten, nicht unbedingt die Ausgeglichenen.

    Zahlreiche Unternehmer, Manager oder Leistungsträger sind gerade deshalb so erfolgreich, weil sie von dieser inneren Unruhe getrieben werden und sich ständig verbessern wollen. Sie müssen sich und anderen beweisen, dass sie "nicht wertlos sind", wie Freud schrieb. Und tatsächlich sind diese Menschen oft unglaublich produktiv – obwohl sie freilich alles andere als ein ausgeglichenes Leben führen.

    Die Wahrheit ist: Balance, oder vielmehr Ausgeglichenheit ist eher eine Frage von Lebens-Episoden. Wenn überhaupt, gibt es so etwas wie Lebensbalance: Jeder Abschnitt verlangt von uns neue individuelle Prioritäten in denen wir uns immer wieder neu entscheiden müssen. Und mal geht dabei der Beruf vor, mal das Private.

  4. Es geht nicht um Balance, sondern um Rhythmus.

    Der Mensch ist keine Maschine, die sich an- und ausschalten lässt. Es gibt Phasen, die verlangen von uns volle Konzentration und vollen Einsatz. Vielleicht sogar über 10, 12 und 14 Stunden am Tag hinaus. Schlaf wird in diesen Phasen zur Mangelware, Freundschaftspflege zum Luxus. Aber diese Phasen gehen vorbei, und ihnen folgen in der Regel Zeiten des Ausgleichs und der Muße. Mal länger, mal kürzer.

    Allein diese Abwechslung sorgt schon in gewisser Weise für Balance, genau wie Wach- und Schlafphasen auch. Unser Körper folgt aber selbst hierbei nicht einem digitalen Ausgleich im Sinne von 0 = schlafen; 1 = wachsein. Vielmehr sind wir ein rhythmisches Wesen: Fachleute sprechen dabei auch vom Bio- oder Chronorhythmus und den Zirkadianen Rhythmen.

    Unsere kreativen Hoch- und Leistungsphasen liegen über den Tag unterschiedlich verteilt, je nachdem ob wir eher zu den Eulen (Nachtmenschen) oder Lerchen (Frühaufsteher) gezählt werden. Dazwischen ist mit uns nicht viel los, selbst wenn wir wach sind.

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    Wer produktiver und ausgeglichener werden will, sollte nicht nach permanentem Ausgleich suchen, sondern vielmehr seinen eigenen Rhythmus finden. Über den Tag verteilt genauso, wie innerhalb von Wochen, Monaten und Jahren. Der Trick dabei ist, nicht die Zeit zu managen (das geht sowieso nicht, der Tag hat trotzdem nur 24 Stunden), sondern vielmehr die eigene Energie.

    Heißt: Machen Sie zum Beispiel alle 90 Minuten eine Pause, weil danach klassischerweise ohnehin die Konzentration sinkt; seien Sie kreativ, dann wenn Ihr Biorhythmus dazu in der Lage ist - vor allem aber: Arbeiten Sie Ihrem eigenen Rhythmus nicht zuwider. DAS bringt Sie aus der Work-Life-Balance!

  5. Ausgleich braucht Visionen.

    Die Beschäftigung mit der eigenen Zeit ist eine gute Sache, keine Frage. Aber zielführend ist sie meist nicht, weil sie nur an der Oberfläche kratzt. Eher beschäftigen wir uns mit dem Balance-Akt, weil wir das Gefühl haben, mit ein wenig besser organisierter Zeit besser leben und arbeiten zu können. Fehler!

    Ein optimiertes Selbstmanagement, das nur dazu dient, mehr Dinge in den Tagesablauf hinein zu pressen, muss scheitern. Wir verdichten so nur den Druck.

    Ohne eine klare Vorstellung davon, was sich wie ändern soll und warum, bleiben Zeitmanagement-Methoden letzten Endes bloße Techniken. Getreu dem Bonmot: A fool with a tool is still a fool. Erst der übergeordnete Kontext ist es, der dem Ausgleich einen tieferen Sinn gibt und uns ermöglicht, unsere Zeit den für uns wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen.

    Dahinter stecken Fragen, wie:

    • Warum will ich mich überhaupt verändern?
    • Welche Freiräume schaffe ich mir durch mehr Ausgleich?
    • Und was will ich damit (besser) machen?

    Ein weit verbreiteter Fehler der Work-Life-Balance-Eleven ist, Lebensbereiche auszuklammern. Dabei wird dann zwar der Akt des Arbeitens im Büro optimiert und ausgeglichen, während alle anderen sozialen Kontexte unberührt bleiben. Dabei würde Zeit, die man beispielsweise seinem Hobby widmet, wiederum der Familie fehlen. Echter Ausgleich muss daher alle Lebensbereiche adressieren. Und dazu braucht es eine klare Vision.

Schon in der kommende Dekade werden immer mehr von uns länger arbeiten. Natürlich gibt es auch Jobs, die körperlich anstrengend, gefährlich oder gar eintönig sind. Manns Diktum gilt sicher nicht in dem Maß für Tellerwäscher oder Fließbandarbeiter wie es auf Manager, Freiberufler oder Unternehmer zutrifft.

Aber für alle gilt: Wer seinen Beruf nicht liebt, der wird davon weder erfüllt, noch Außergewöhnliches schaffen. Mit der richtigen Einstellung ist dies keine Belastung, sondern eine Freude.

Nur wenn wir Arbeit als normalen Teil unseres Lebens begreifen und zusammen mit anderen Bereichen im Blick haben, können wir eine echte, individuell passende Balance erreichen und bewahren. Work-Life-Balance bedeutet eben nicht, dass alle Bereiche gleich stark ausgeprägt sind oder gleich viel Aufmerksamkeit erhalten. Es bedeutet jedoch, dass die Verteilung der Aufmerksamkeit und Energie von uns ganz bewusst nach unseren Wünschen gestaltet wird.

Work-Life-Balance Test: Wie empfinden Sie Ihr Arbeitsleben?

Work-Life-Balance Test Definition deutsch ÜbersetzungWork-Life-Balance hat vor allem mit Zufriedenheit zu tun. Überprüfen Sie hier in diesem Test, wie Sie Ihr Arbeitsleben empfinden. Am Ende finden Sie die Auflösung.

  • Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

    • Ich treffe Bekannte, tausche mich zu beruflichen Themen aus. B
    • Ich bin froh, wenn ich meine Ruhe habe und entspanne einfach nur. A
    • Ich lege Wert auf einen Mix aus Entspannung und Action. C
  • Wenn Sie arbeiten, geht es Ihnen folgendermaßen:

    • Manche Routineaufgaben sind etwas nervig, aber insgesamt macht mein Job mir Spaß. C
    • Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell die Zeit verfliegt, gerade noch die eine Aufgabe erledigt. B
    • Ich gucke ständig auf die Uhr, weil ich Zeitdruck habe und gleichzeitig den Feierabend kaum erwarten kann. A
  • Können Sie gelegentliche Zusatzaufgaben übernehmen?

    • Kaum, da mir ständig die Deadlines im Nacken sitzen. A
    • Kommt auf den Umfang an, gelegentliche kleinere Zusatzaufgaben stellen kein Problem dar. C
    • Ja, durchaus häufiger. B
  • Was halten Sie von der Aussage: "Ohne Fleiß kein Preis"?

    • Klingt nach einer Entschuldigung für Workaholics. A
    • Absolut, ist wie beim Sport - nur mit Anstrengung erreicht man etwas. B
    • Ich halte es eher mit leben und leben lassen; also alles in gewissen Maßen. C
  • Sie haben viel Geld im Lotto gewonnen, wie geht es beruflich weiter?

    • Dieses Jahr ist ein größerer Urlaub drin, aber sonst ändert sich vermutlich nicht viel. C
    • Ich kündige auf der Stelle - dieser Laden sieht mich nur noch von hinten! A
    • Das kann noch nicht alles sein; mit ein paar beruflichen Fortbildungen erklimme ich nun die Karriereleiter. B
  • Wenn Sie die durchschnittliche Freude an Ihrem Job bewerten müssten, wie fiele sie aus?

    • Im vergangen Jahr gab es einige Aufs und Abs, aber im Großen und Ganzen mag ich meinen Job. C
    • Eine einzige Belastung, nur Stress. A
    • Bestens. Es gab positive Entwicklungen, ich schätze meine Kollegen. B
  • Wie stehen Sie zu unbezahlten Überstunden?

    • Das ist für mich selbstverständlich, so kann ich meinen Einsatz zeigen. B
    • Für den Arbeitgeber eine billige Möglichkeit, seinen Umsatz zu steigern. A
    • Sofern es triftige Gründe gibt, finde ich das angemessen. C
  • Können Sie sich vorstellen, sich neben Ihrem Job selbständig zu machen?

    • Das ist viel zu kräftezehrend. A
    • Es wäre eine Überlegung wert. C
    • Ich könnte mir das recht gut vorstellen und hätte auch bereits eine Idee. B
  • Informieren Sie sich auch privat zu Ihrem Job?

    • Ja, ich lese in Fachmagazinen zu meiner Tätigkeit und plane eine Weiterbildung. B
    • Nein, ich bin froh, wenn ich nicht noch in meiner Freizeit damit zu tun habe. A
    • Das kommt vor, wenn mir zufällig etwas über den Weg läuft, das mich interessiert. C

Auflösung

Work-Life-Balance: Unternehmen helfen bei Vereinbarkeit

Wie steht es um Ihre Jobzufriedenheit? Schaffen Sie es, für sich zu sorgen und haben trotzdem (oder gerade deshalb?) Spaß an der Arbeit? Oder stehen Sie immer unter Zeitdruck oder erledigen gar das Nötigste?

Work-Life-Balance wie sie häufig propagiert wird, ist ein Trugschluss. Erst, wenn die vorhandene Zeit sinnvoll erlebt wird, kann so etwas wie Ausgeglichenheit entstehen. Was unter sinnvoll zu verstehen ist, bleibt natürlich Ihnen überlassen - das kann dösen auf dem Sofa ebenso sein wie Zeit für eine Fortbildung zu haben oder sich keine Gedanken machen zu müssen, wer die Kinder aus dem Kindergarten abholt.

Denn letztlich geht es um Lebensqualität. Viele Unternehmen haben bereits erkannt, dass auch sie dazu beitragen können, ihren Mitarbeitern bei der Lebensplanung behilflich zu sein. Allerdings sollte man sich nicht täuschen; ein Betriebskindergarten und flexible Arbeitszeitmodelle allein sind eben noch keine Work-Life-Balance.

Sie ändern nichts daran, wenn Ihnen der Job insgesamt nicht liegt. Solche Einrichtungen sind praktisch, aber wenn Sie sich generell fragen, was Sie in diesem Job eigentlich machen, werden auch Betriebsfeste, Weihnachtsgeld oder das Firmenabo für das Fitnessstudio Sie nicht daran hindern, einen anderen Weg einzuschlagen.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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