Tibetischer Persönlichkeitstest: 3 Fragen zum wahren Ich

Leise, laut, euphorisch, zurückhaltend oder selbstbewusst – die Persönlichkeit eines Menschen ist genauso einzigartig wie sein Fingerabdruck. Die sogenannten Big Five – die fünf wesentlichen Charakterausprägungen der Persönlichkeitspsychologie – prägen unser Leben ebenso wie unsere Laufbahn. Umso wichtiger ist, sich selbst und seine Persönlichkeit genau zu kennen – auch wenn diese sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und reift.

Psychotests dazu gibt es inzwischen zu hunderten, der sogenannte Tibetische Persönlichkeitstest bildet darunter aber eine Besonderheit: Er ist kurz, knackig und offenbart unmittelbar einen neuen Blick auf unser Leben und unsere Prioritäten – angeblich bei einer Trefferquote von 97 Prozent…

Tibetischer Persönlichkeitstest: 3 Fragen zum wahren Ich

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Tibetischer Persönlichkeitstest: Ursprung und Definition

Tibet – ein Land, das vor allem durch Kriege und Unterdrückung gezeichnet ist. Jedes Jahr zieht das kleine Land zahlreiche Touristen an, die dort nach Ruhe und Erleuchtung suchen oder in den Buddhismus eintauchen möchten. Angeblich stammt auch der sogenannte tibetische Persönlichkeitstest von dort. Daher – angeblich – der Name…

In einigen Quellen wird der Persönlichkeitstest sogar dem Dalai Lama zugeschrieben. Das klingt natürlich gut, bleibt allerdings fraglich. Denn dabei wird nie erwähnt, welcher „Erleuchtete“ des tibetischen Buddhismus es genau war. Und das wäre bei einer echten Quelle durchaus möglich. Daher darf man eher davon ausgehen, dass es sich bei Namen und Herkunft eher um eine Art Marketing-Story handelt. Der Ursprung des tibetischen Persönlichkeitstests bleibt unbekannt, was dem Test selbst, dessen Inhalt und erstaunlicher Treffsicherheit aber gar nicht schadet.

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Tibetischer Persönlichkeitstest: Die Voraussetzung

Eine wesentliche Voraussetzung für diesen Test ist, dass Sie das eigene Unterbewusstsein öffnen und intuitiv auf die Fragen antworten. Vielleicht daher auch der Name: Wie im Buddhismus und in der Meditation muss auch hierbei zunächst der Geist beruhigt und die Intuition und Spontanität geweckt werden.

Natürlich müssen Sie vor dem Test nicht extra meditieren. Es reicht schon wenn Sie ganz ehrlich und spontan antworten und sich durch Ihre Intuition leiten lassen, ohne lange über eine vermeintlich „richtig“ Antwort nachzudenken. Einige werden sich vielleicht über die Ergebnisse wundern, andere werden sie mindestens amüsant finden – die paar Minuten Zeit werden sich also auf jeden Fall lohnen.

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Selbsttest: das Tor zum Unterbewusstsein

Das menschliche Unterbewusstsein gleicht einem Fallschirm: Es arbeitet besser, wenn es offen ist. Nehmen Sie sich also am besten einen Stift und ein Blatt Papier, um die Antworten aufzuschreiben. In der Auflösung weiter unten erfahren Sie dann mehr über sich, als Ihnen vielleicht vorher bewusst war.

Wie schon gesagt: Die aufschlussreichsten Antworten sind hierbei die spontanen Antworten. Los geht’s…

Stellen Sie folgende fünf Tiere in eine (Ihre) Reihenfolge

  • Kuh
  • Tiger
  • Schaf
  • Pferd
  • Schwein

Beschreiben Sie mit einem Adjektiv folgende Substantive

  • Hund: _______________________
  • Katze: _______________________
  • Ratte: _______________________
  • Kaffee: _______________________
  • Meer: _______________________

Denken Sie an fünf Menschen, die in Ihrem Leben eine große Bedeutung haben. Ordnen Sie den Namen der Person jeweils einer Farbe zu

  • Gelb: _______________________
  • Orange: _______________________
  • Rot: _______________________
  • Weiß: _______________________
  • Grün: _______________________

Das war es schon. Nun folgt die Auflösung und Erklärung dazu…

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In Frage 1 geht es um die Prioritäten im Leben

Tibetischer Persönlichkeitstest Tiere

Die Tiere symbolisieren bei diesem Test unterschiedliche Lebensbereiche – und welches Gewicht wir Ihnen in unserem Leben geben. Wie haben Sie sich entschieden? Wie sieht Ihre Prioritäten-Liste aus?

  • Die Kuh steht für die Karriere.
  • Der Tiger für das Selbstwertgefühl.
  • Das Schaf für die Liebe.
  • Das Pferd für die Familie.
  • Das Schwein steht für Geld.

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Frage zeigt, wie Sie Ihr Leben (unbewusst) bewerten

Tibetischer Persönlichkeitstest Adjektiv

Die Adjektive wiederum beschreiben nicht nur die Assoziationen zu dem jeweiligen Substantiv. Dahinter verbergen sich in diesem Test auch Aussagen über uns selbst, über unser Umfeld und unser Leben – und wie wir dies letztlich empfinden und bewerten…

  • Die Assoziation mit dem Hund zeigt Ihre eigene Persönlichkeit.
  • Die Katze symbolisiert die Persönlichkeit Ihres Partners.
  • Die Ratten stehen für Ihre Feinde.
  • Der Kaffee beschreibt Ihr Verhältnis zum Liebesleben.
  • Das Adjektiv für das Meer zeigt Ihr eigenes Leben.

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Die Farben beschreiben das Verhältnis zu den Menschen

Tibetischer Persönlichkeitstest Farben

Auch hier stecken hinter den Farben Assoziationen und Bedeutungen. Laut Test verrät die Zuordnung bestimmter Menschen in unserem Leben zu der jeweiligen Farbe welches Verhältnis wir zu diesen Menschen (unterbewusst) besitzen…

  • Gelb ist ein Mensch, der Ihr Leben maßgeblich beeinflusst hat.
  • Orange ist Ihr wahrer Freund.
  • Rot ist der Mensch, den Sie wahrlich lieben.
  • Weiß ist Ihr Seelenverwandter.
  • Grün ist der Mensch, an den Sie sich das gesamte Leben erinnern werden.

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Tibetischer Persönlichkeitstest: Die Rolle der Gedanken im Buddhismus

Folgende Geschichte aus der buddhistischen Mythologie verdeutlicht die Rolle der Gedanken im Leben eines Menschen:

Ein Mann ging auf Reisen und gelang unerwartet in das Paradies. Er setzte sich unter den Wunschbaum (im Buddhismus steht der Wunschbaum für die das Paradies-Konzept) und legte sich schlafen. Als er wach wurde, verspürte er großen Hunger und dachte: Ich bin hungrig, etwas zu Essen wäre jetzt ganz schön. Sofort tauchte Essen aus dem Nichts auf und schwebte durch die Luft zu ihm hin. Der Mensch war so hungrig, dass er nicht lange nachdachte, woher das Essen kam, und verschlang es.

Als der Hunger gestillt war, sah er sich um, und ein anderer Gedanke kam ihm: Etwas zu trinken wäre jetzt nicht schlecht. Das Paradies hat keine Verbote – sofort erschien ein voller Krug Wein. Der Mensch legte sich bequem unter den Baum, trank genüsslich seinen Wein, von einer leichten kühlen Briese umgeben, und wunderte sich: Was geht hier vor? Träume ich? Oder gibt es hier Geister, die sich über mich lustig machen? Prompt erschienen die Geister. Sie waren furchterregend, grausam und abstoßend, wie in seinen Gedanken. Der Mensch fing an zu zittern und dachte: Sie werden mich jetzt umbringen. So geschah es.

Laut der buddhistischen Lehre gehen alle Gedanken irgendwann in Erfüllung – manchmal passiert es erst nach langer Zeit, wenn Sie die ursprünglichen Gedanken längst vergessen haben. Die Macht der Gedanken tauchen aber auch in anderen Religionen auf – im jüdischen Talmund genauso wie in der christlichen Bibel. In der Moderne findet sie ihren Spiegel in der Richtung des positiven Denkens oder im sogenannten realistischen Optimismus. Und es stimmt ja auch: Womit unser Geist voll ist, dahin geht unsere Energie und Kraft – im Positiven und leider auch im Negativen. In dem Sinne…

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[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
23. September 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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