Endlich inneren Frieden finden: 10 einfache Wege

Wenn die Nerven blank liegen, ist Innerer Frieden unser sehnlichster Wunsch. Einfach nur seine Ruhe haben, das Chaos ringsherum ausschalten und in Harmonie und Einklang mit sich selbst leben. Der erste Impuls in solchen Zeiten ist Flucht: Die Bettdecke über den Kopf ziehen und verkriechen oder ausbrechen und verreisen. Oft geht keins von beidem. Es gibt aber andere einfache und effektive Wege, wie Sie inneren Frieden finden. Zehn davon stellen wir Ihnen hier vor…

Endlich inneren Frieden finden: 10 einfache Wege

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Definition: Was ist innerer Frieden?

Ist innerer Frieden ein Zustand himmlischer Glückseligkeit? Eine allgemeingültige Definition davon, was innerer Frieden für den Einzelnen bedeutet, kann es kaum geben. Fernab von religiös-spirituell motivierten Vorstellungen ist Frieden das Gegenteil von Chaos, Lärm, Bedrohung. Innerer Frieden ist ein Gefühl, das sich am ehesten so beschreiben lässt: Statt Stress empfinden wir Gelassenheit und Ruhe, Klarheit und Sicherheit.

Stress machen uns aber nicht nur andere, somit muss sich innerer Frieden nicht nur auf das Verhalten der Umwelt beziehen. Der Unfrieden kommt zum Teil aus den eigenen Sorgen und Nöten, ständigen Grübeleien und negativen Gefühlen. Menschen tragen Frustrationen, Kränkungen, Hass und Trauer in sich. Wer es schafft, diese negativen Emotionen abzustreifen, ist auf einem guten Weg.

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Wie findet man Frieden mit sich selbst?

Wer sich fragt: „Wie kann ich mit mir Frieden schließen?“, ist bereits auf einem guten Weg. Er hat erkannt, dass er selbst der Schlüssel zu innerem Frieden ist. Das ist nicht selbstverständlich; viele Menschen machen andere für ihr Glück (und Unglück) verantwortlich. Darin spiegelt sich eine enorme Erwartungshaltung, die zum einen verkennt, dass wir für uns selbst sorgen sollten. Zum anderen begeben wir uns so in eine Abhängigkeit von anderen: Wenn diese es nicht schaffen, für unseren inneren Frieden zu sorgen, bliebe er uns nach dieser Logik verwehrt.

Es sind zwei Aspekte, die inneren Frieden fördern: Ihr Verhalten und Ihre Einstellung. Beides werden Sie nicht über Nacht ändern können. Zumal die Umsetzung der Tipps im Arbeitsalltag eine andere Herausforderung ist, als im Urlaub. Aber es lohnt sich, Stück für Stück dem Ideal zu nähern, denn dann…

➠ sind Sie stärker im Hier und Jetzt.
➠ verschwenden Sie weniger Gedanken an mögliche Kritik.
➠ hängen Sie keinen unabänderlichen Dingen nach.

Das alles hat unglaublich befreiende Wirkung und trägt dazu bei, dass wir wieder leichter lachen können. Eine grundsätzlich positivere Einstellung zu uns selbst strahlt wiederum nach außen aus und stärkt das Gefühl von Verbundenheit mit anderen.

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Inneren Frieden erlangen: 10 Tipps

1. Vermeiden Sie Vergleiche

Wer sich ständig mit anderen vergleicht, erkennt und bewertet Unterschiede. Sind wir ohnehin in schlechter Stimmung, schneiden die anderen dabei deutlich besser ab als wir selbst. Andere sind klüger, schöner, erfolgreicher. Das fördert eine verstärkte Defizitorientierung. Statt zu sehen, was Sie können und was Sie haben, wird nur gesehen, was fehlt. Innerer Frieden kann aber nicht aus Unzufriedenheit entstehen. Das Positive, Ihre Stärken, Fähigkeiten und Schätze sollten Sie ebenfalls sehen.

2. Fokussieren Sie die Gegenwart

Viele Menschen geben sich dem Wunschdenken in Tagträumen hin oder verharren nostalgisch in der Vergangenheit, Motto: Früher war alles besser. Diese Verklärung führt aber zu nichts – erstens lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen, zweitens neigt der Mensch dazu, negative Ereignisse auszublenden, obwohl längst nicht alles rosig war. Innerer Frieden stellt sich ein, wenn Sie Ihre Gedanken auf die Gegenwart richten. Auf das, was momentan ansteht. Statt das Alte zu analysieren, sollten gegenwärtige Situationen bewältigt werden.

3. Akzeptieren Sie Unterschiede

Die Menschen sind unterschiedlich, nicht jeder würde eine Problemlösung so angehen wie Sie. Dennoch kann das Vorgehen korrekt sein. Seien Sie großzügiger, sich selbst und anderen gegenüber. Sie wollen nicht ständig kritisiert werden und für andere gilt das Gleiche. Hinzu kommt, dass die Furcht vor der Kritik durch andere häufig größer ist als die tatsächliche Kritik. Grund genug also, selbst auch einen Gang herunterzuschalten.

4. Sorgen Sie für sich

Tun Sie sich selbst etwas Gutes, indem Sie auf Ihre Ernährung achten. Kaufen Sie hochwertige, gesunde Lebensmittel. Damit stärken Sie Ihr Immunsystem. Und Sie unterstützen nebenbei die lokale und regionale Wirtschaft, wenn Sie darauf achten, dass Ihre Nahrung regional und saisonal ist. Bauen Sie Sport und Entspannungsübungen wie Meditation oder Yoga in Ihren Alltag ein. Beides wirkt sich ebenfalls positiv auf das Immunsystem aus und fördert den Stressabbau.

5. Vergeben Sie anderen

Eine traurige Kindheit, eine lieblose Beziehung, verletzende Worte von Kollegen – es gibt zahlreiche Gründe, warum Menschen Ärger, Wut und Trauer mit sich herumschleppen. Selbst wenn Sie keinen Kontakt mehr zu diesen Leuten haben, beeinflussen sie mit ihren Taten immer noch Ihr Leben. Sie können sich dieses Ballasts zu entledigen, indem Sie loslassen. Vergeben Sie diesen Leuten. Das macht die Vorkommnisse nicht ungeschehen und es geht auch nicht darum, sie zu bejahen. Aber Sie sollten sie als Teil Ihrer Vergangenheit und Persönlichkeit akzeptieren, die Sie zu der Person gemacht haben, die Sie sind.

6. Pflegen Sie Muße

Ständig müssen Menschen mit irgendetwas beschäftigt sein. Selbst wenn sie nicht arbeiten, tun sie etwas. Das Smartphone ist ständig verfügbar, Fernsehen und Radio ebenfalls. Um zu innerer Ruhe und Zufriedenheit zu gelangen, könnten Sie mit der äußeren Ruhe anfangen. Einfach mal nichts tun und die Stille genießen. Sich nicht von Medien berieseln lassen. Das Laptop und sämtliche Geräte bleiben ausgeschaltet. So praktizieren Sie Digital Detox und entspannen viel bewusster.

7. Entrümpeln Sie Ihr Zuhause

Schon Ernst Freiherr von Feuchtersleben war der Meinung: In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt. Eine Studie kam vor wenigen Jahren zu dem Ergebnis, dass Unordnung am Arbeitsplatz das Stresslevel erhöht und auf die Stimmung schlägt. Gleiches gilt für das eigene Zuhause; nicht umsonst feiert die Minimalismus-Päpstin Marie Kondo seit Jahren Erfolge. Misten Sie bei sich aus: Verschenken, verkaufen oder entsorgen Sie Dinge, die Sie nicht mehr benötigen und Sie werden sich danach freier fühlen. Überquellende Regale beschränken den Blick. Wer wieder Platz hat, empfindet mehr Weite und Freiheit.

8. Gehen Sie in die Natur

Zahllose Studien belegen die beruhigende Wirkung von Natur auf den menschlichen Geist. Inneren Frieden können Sie sich regelrecht „erwandern“. Wer Zeit in der Natur verbringt, macht sich mehrere Tipps gleichzeitig zunutze: Sie bewegen sich, Sie atmen frische Luft, Sie meiden Medien und Lärm und werden gleichzeitig mit der nachweislich wohltuenden Wirkung des satten Grüns durch den versorgt. Oder Sie gehen ans Meer und lauschen dem beruhigenden Klang von Wellen, genießen die Weite, welche die Augen entspannt.

9. Meiden Sie negative Inhalte

Ganz gleich, ob es um Medienkonsum oder bestimmte Personen geht: Bestimmte Inhalte sind regelrechte Energieräuber. Das können Kollegen sein, die uns in Gespräche verwickeln, an deren Ende wir uns unmotiviert und lustlos fühlen. Oder Sie schauen zu viele Nachrichten und werden nur mit Neuigkeiten über Corona, Umweltkatastrophen und dergleichen konfrontiert. Verantwortungsvoll leben: ja. Sich die tägliche Dosis negativer Schlagzeilen und depressiver Gespräche geben: nein. Meiden Sie solche Personen und Inhalte, wenn Ihr innerer Frieden dadurch bedroht wird.

10. Glauben Sie an Ihre Selbstwirksamkeit

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu innerem Frieden ist die Überzeugung, selbst etwas bewirken zu können. Wer glaubt, alles sei bereits vorbestimmt, der hadert stärker mit seinem Leben und seiner Zukunft. Das fördert zudem eine Opferrolle. Glauben Sie an sich selbst, dass Sie Einfluss auf Ihre Lebensgestaltung haben und Ihre innere Zufriedenheit wird größer werden.

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[Bildnachweis: Vectorium by Shutterstock.com]
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10. Oktober 2020 Anja Rassek Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der WWU in Münster. Sie arbeitete beim Bürgerfunk und einem Verlag. Hier widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.


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