Persönlichkeitsstörung: Definition, Symptome, Therapie

Die Persönlichkeit ist entscheidend dafür, wer wir sind und wie wir uns verhalten. Es ist die Summe aller prägenden Eigenschaften, die ein Mensch besitzt und definiert deshalb, was diesen ausmacht. Führt die Persönlichkeit eines Menschen aber zu Problemen, da bestimmte Wesenszüge besonders stark, schwach oder auch zu unflexibel ausgeprägt sind, kann eine Persönlichkeitsstörung vorliegen. Der Begriff ist zwar jedem bekannt, doch können sich viele kaum etwas darunter vorstellen. Dies liegt daran, dass eine Persönlichkeitsstörung schwer zu definieren ist und in vielen unterschiedlichen Formen auftreten kann. Wir beantworten die wichtigsten Fragen: Was ist eine Persönlichkeitsstörung, woran lässt sich eine solche Störung erkennen und wie sieht die Therapie aus?

Persönlichkeitsstörung: Definition, Symptome, Therapie

Definition: Was ist eine Persönlichkeitsstörung?

Persönlichkeitsstörung Definition Symptome Therapie Test UrsachenGanz allgemein gehören Persönlichkeitsstörungen zu den psychischen Störungen und sind in diesem Feld eines der häufigsten Krankheitsbilder.

Schwieriger wird eine präzise Definition der Persönlichkeitsstörung. Eher wertend klingt es, wenn eine Persönlichkeitsstörung als Abweichung von Standards oder Erwartungen dargestellt wird. Entsprechen die Ausprägungen von gewissen Merkmalen nicht der Norm, kann so von einer Störung ausgegangen werden.

Eine andere Herangehensweise sieht eine Persönlichkeitsstörung als Form des Charakters, die zu Problemen im Alltag und in zwischenmenschlichen Beziehungen führt. Besonders häufig wird eine Störung in der Persönlichkeit jedoch nicht nur über einzelne Ausprägungen von bestimmten Aspekten, sondern über die fehlende Anpassungsfähigkeit definiert.

Normalerweise lernt der Mensch durch Erfahrungen weiter dazu und passt Denk- und Verhaltensmuster an. Bei einer Persönlichkeitsstörung kommt es hingegen zu starren, immer gleichen Reaktionen, selbst wenn diese negative Folgen haben.

Die Einteilung verschiedener Persönlichkeitsstörungen

Die Persönlichkeitsstörung ist lediglich ein Oberbegriff, der viele unterschiedliche Arten von Störungen beinhaltet. Für die Einteilung werden hauptsächlich zwei unterschiedliche Systeme genutzt. Zum einen die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD – aus dem Englischen International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) oder das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM).

Nach DSM-5 (der aktuellsten Auflage) werden die Persönlichkeitsstörungen in drei Cluster unterteilt, die jeweils eine Gruppe bilden.

  • Cluster A – sonderbar, exzentrisch

    In dieses Cluster fallen die paranoide, schizoide und schizotype Persönlichkeitsstörung. Sie zeichnen sich durch großes Misstrauen gegenüber jedem und damit verbunden wenigen sozialen Kontakten bis hin zur Isolation aus.

  • Cluster B – dramatisch, impulsiv, emotional

    Hierzu zählen die Borderline, histrionische, anzisoziale und narzisstische Persönlichkeitsstörung. Das Verhalten ist geprägt von stark ausgeprägten negativen Emotionen, die nicht richtig kontrolliert werden können. Bei einigen Ausprägungen kann es auch zu selbstschädigendem Verhalten kommen.

  • Cluster C – ängstlich, vermeidend, unsicher

    Das dritte Cluster umfasst die vermeidende, dependente und zwanghafte Persönlichkeitsstörung Hier steht ständige Angst im Vordergrund. Betroffene fühlen sich hilflos und sind oftmals von anderen abhängig. Gleichzeitig sind sie sehr empfindsam, können mit Kritik nicht umgehen und leiden unter der Angst, zurückgelassen zu werden.

Folgt man der Einteilung nach ICD-10 werden die Persönlichkeitsstörungen ein wenig anders unterteilt. Die Folgende Liste zeigt die Klassifizierung mit den jeweils markantesten Merkmalen.

  • Paranoide Persönlichkeitsstörung

    Ständiges und übermäßiges Misstrauen, Beschäftigung mit Verschwörungstheorien und das Gefühl, das andere dem Betroffenen schaden wollen

  • Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Zurückgezogener Einzelgänger, der kein Bedürfnis nach sozialen Kontakten hat und Emotionen nur schwer zeigen kann

  • Dissoziale Persönlichkeitsstörung

    Kein Verantwortungsbewusstsein, wenn überhaupt nur wenig Empathie und kein Schuldbewusstsein

  • Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

    Hier wird zwischen dem impulsiver Typ und dem Borderline-Typ unterschieden. Der erste zeigt emotionale Instabilität und ist kaum in der Lage, Impulse zu kontrollieren. Der Borderline-Typ zeigt rücksichtsloses Verhalten, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen oder auch emotionale Probleme, auf die mit Gewalt (gegen andere oder sich selbst) reagiert wird.

  • Histrionische Persönlichkeitsstörung

    Übertriebenes und theatralisches Auftreten, Wunsch nach ständiger Aufmerksamkeit, der durch Lügen oder Übersteigerungen erreicht werden soll

  • Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

    Perfektionismus, fehlende Flexibilität, Kontrollwahn und Rationalität.

  • Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

    Unsicherheit, Sorgen und daraus resultierende Vermeidungsverhalten. Hinzu kommen Minderwertigkeitsgefühle.

  • Abhängige Persönlichkeitsstörung

    Betroffene ordnen sich unter, können keine eigenen Entscheidungen treffen und sind immer auf die Hilfe anderer angewiesen. Eigene Bedürfnisse werden dabei vernachlässigt.

  • Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörung

    In diese Kategorie fallen beispielsweise die narzisstische Persönlichkeitsstörung, die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung oder auch die schizotype Persönlichkeitsstörung.

Wodurch kann eine Persönlichkeitsstörung entstehen?

Persönlichkeitsstörung Ursachen SymptomeEs lässt sich nicht genau sagen, bei wem eine Persönlichkeitsstörung auftritt und bei wem nicht. Wissenschaftler haben aber verschiedene Faktoren identifiziert, die das Risiko beeinflussen und zu einer Störung führen können.

Diese kann sich sich entweder schon in der Kindheit entwickeln oder durch bestimmte Ereignisse im späteren Leben auftreten. Bei der Betrachtung werden drei Faktoren unterschieden, die zu einer Persönlichkeitsstörung führen können:

  • Veranlagung

    Ein solcher Risikofaktor ist die genetische Veranlagung. Wenn der Vater oder die Mutter an einer Persönlichkeitsstörung leidet, bedeutet das zwar nicht automatisch, dass auch das Kind diese bekommt, doch die Wahrscheinlichkeit ist deutlich gesteigert.

  • Reizverarbeitung

    Die Neurobiologie konzentriert sich mehr auf die Gegebenheiten und Funktionsweisen des Gehirns. Werden Reize anders verarbeitet oder finden auf Impulse schwächere oder stärkere Reaktionen statt, können diese Abweichungen eine Persönlichkeitsstörung bedingen. Solche Veränderungen im Gehirn können angeboren sein oder durch Verletzungen und Krankheiten entstehen.

  • Erfahrungen

    Der dritte Faktor richtet sich auf die psychologischen Möglichkeiten. So können beispielsweise die prägenden Erfahrungen in der Kindheit zu einer Persönlichkeitsstörung führen. Kinder befinden sich noch in der Entwicklung und sind gerade von Bezugspersonen beeinflussbar. Wer hier negative oder auch traumatische Erlebnisse hat, kann daraufhin eine Störung entwickeln. Abhängig ist das von der Ausprägung der Persönlichkeitsmerkmale. Ist jemand beispielsweise sehr selbstbewusst, hat er ein viel kleineres Risiko, an einer ängstlichen Persönlichkeitsstörung zu leiden.

Für Betroffene der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) lässt sich feststellen, dass die überwiegende Mehrzahl schwere Traumata in ihrer Kindheit erlitten haben. Als Ursachen gelten:

  • sexuelle Gewalterfahrungen
  • körperliche Gewalterfahrungen
  • schwere Vernachlässigung
  • emotionale Kälte

Nur in wenigen Fällen lassen sich gar keine Ursachen ermitteln – und selbst hier könnte der Grund in einer dissoziativen Amnesie liegen. Das bedeutet, dass die Traumata psychisch so abgespalten werden, dass sich die betroffene Person nicht mehr daran erinnern kann.

In den allermeisten Fällen (75-90 Prozent) berichten die Betroffenen von sexualisierter und/oder körperlicher Gewalt in der Kindheit. Vermutet wird, dass die Störungen im emotionalen Bereich vor allem damit zusammenhängen, dass ausgerechnet die Person, die einem am nächsten steht, Täter ist.

Zumeist reichen die Misshandlungen in eine Zeit der Kindheit zurück, in der sich das Gehirn noch entwickelt. Der Widerspruch, dass die Person, die einen eigentlich schützen sollte gleichzeitig diejenige ist, vor der man sich selbst schützen muss, scheint letztlich auch zu diesem überaus widersprüchlichen Verhalten von Borderlinern zu führen.

Wie verbreitet sind Persönlichkeitsstörungen?

Wirklich konkrete Zahlen über die Häufigkeit von Persönlichkeitsstörungen sind schwer zu ermitteln. Der Grund dafür ist, dass viele Störungen gar nicht nicht erfasst werden können, da kein Arzt aufgesucht wird. Nur wenn Betroffene selbst die Entscheidung treffen – oder von ihrem Umfeld dazu bewegt werden – sich einer Behandlung zu unterziehen, fließt dies in die Statistik ein.

Experten gehen aber davon aus, dass bis zu zehn Prozent der Menschen zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben an einer Persönlichkeitsstörung leiden. Eine Zahl, die auf keinen Fall unterschätzt werden sollte, denn bei einem von zehn Personen spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens ein Betroffener in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis ist.

Auch ist zu beobachten, dass Persönlichkeitsstörungen besonders häufig mit anderen psychischen Krankheiten einhergehen. So kommen sie beispielsweise besonders häufig bei Menschen vor, die an Depressionen, Essstörungen oder einer Sucht (Drogen oder Alkohol) leiden.

Unter den Persönlichkeitsstörungen ist der Borderline-Typ am weitesten verbreitet. Schätzungen zufolge leiden etwa drei bis vier Prozent der Menschen darunter.

Borderline: Exzentrik oder schon psychische Störung?

Ein besonderer Fall ist die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), die zusammen mit anderen Persönlichkeitsstörungen auftritt (Komorbidität). Ursprünglich nahm man an, dass die Krankheit eine Art Übergangsbereich zwischen Neurose und Psychose sei, da die Erkrankten Symptome beider Erkrankungen zeigen.

Diese Persönlichkeitsstörung ist nach psychoanalytischem Verständnis auf der Grenzlinie, daher der englische Begriff borderline. Borderliner haben Probleme, ihre Gefühle zu kontrollieren. Extreme Stimmungsschwankungen und Störungen des Selbsterlebens lassen viele Erkrankte eine Leere empfinden.

Mit autoaggressivem Verhalten wird versucht, sich Erleichterung zu verschaffen und das Gefühlschaos in geregelte Bahnen lenken. Manche Borderliner fügen sich mit Rasierklingen, Messern oder Zigaretten Verletzungen zu; eins von vielen Merkmalen sind aufgeritzte/vernarbte Unterarme oder Beine.

Auch anderweitig riskantes Verhalten – etwa durch schnelles Fahren oder gefährliche Sportarten – kann ein Zeichen für eine Borderline-Störung sein, ebenso wie Glücksspiel, riskante Sexualkontakte oder Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Was oberflächlich betrachtet wie das Verhalten eines Exzentrikers wirkt, dient in diesem Fall dem Wunsch, die unerträgliche Anspannung loswerden zu können. Im Unterschied zu Exzentrikern verspüren Borderliner einen Leidensdruck. Jemand, der einfach nur gerne rasant fährt, hat dagegen nicht automatisch Borderline.

Da das oft nur vorübergehend funktioniert, verletzen sich die Betroffenen immer schlimmer und nachhaltiger. Das kann sogar so weit gehen, dass das Leben in Gefahr gerät. Diese Selbstverletzungen sind allerdings nicht als Suizidversuche zu verstehen, sondern können neben Spannungsabbau und Selbstregulierung ein Hilferuf an Familie und Freunde sein.

Borderline Persönlichkeitsstörung Test

Persönlichkeitsstörung Test Ursachen Therapie Wenn Sie sich dafür interessieren, ob Sie oder jemand aus Ihrem näheren Umfeld womöglich unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leidet, lesen Sie diese Fragen und beantworten Sie sie recht zügig ohne längeres Grübeln.

Natürlich kann so ein Test niemals eine fundierte ärztliche oder psychologische Diagnose ersetzen, sondern dient lediglich einer ersten Selbsteinschätzung.

  • Fühlen Sie oft eine innere Anspannung?
  • Hatten Sie schon den Gedanken (oder haben Sie es in die Tat umgesetzt), sich selbst zu verletzen, um diese Anspannungen zu verringern?
  • Sind Sie häufiger genervt von Ihren Stimmungsschwankungen, die zwischen Extremen hin- und herpendeln?
  • Haben Sie oft Angst allein zu sein?
  • Finden Ihre Mitmenschen Sie häufig anstrengend und wenden viel Geduld mit Ihnen auf?
  • Flüchten Sie sich häufig in Beziehungen, nur um dem Alleinsein zu entgehen?
  • Hatten Sie bereits viele verschiedene Partner/Partnerinnen?
  • Haben Sie eine sehr geringe Impulskontrolle?
  • Leiden Sie unter häufigen Fressattacken?
  • Betreiben Sie hoch riskante Sportarten?
  • Greifen Sie gerne zu Drogen, um dem Hier und Jetzt zu entfliehen?
  • Rasen Sie gerne über die Autobahn?
  • Sind Sie ein sehr eifersüchtiger Mensch?
  • Klettern Sie auf hohe Geländer oder Brücken, bei denen Absturzgefahr besteht?
  • Haben Sie häufiger starke Wutausbrüche?
  • Empfinden Sie Ihr Leben als leer und sinnlos?
  • Hatten Sie bereits mehrfach Gedanken an Suizid?
  • Haben Sie als Kind Missbrauch erfahren?
  • Sind Sie streitsüchtig?
  • Empfinden Sie Ihren Körper meist als zu dick oder zu dünn?
  • Klammern Sie in einer Beziehung?
  • Waren Sie bereits in Konflikt mit dem Gesetz, beispielsweise wegen Ladendiebstahls?
  • Sind Sie depressiv?
  • Wurden Sie durch Ihre Eltern vernachlässigt oder zur Adoption freigegeben?
  • Fällt es Ihnen schwer, Langeweile auszuhalten?
  • Haben Sie bereits mehrfach die Schule oder Ausbildungen angefangen und wieder abgebrochen?

Sollten Sie mehr als zwei Drittel der Fragen uneingeschränkt mit JA beantworten können und den für Borderliner typischen Leidensdruck empfinden, empfehlen wir einen Arzt und/oder Therapeuten aufzusuchen. Zusätzlich stellen wir hier zum Vergleich eine Liste mit Merkmalen als kostenlosen Download zur Verfügung:

Beziehung zu Partnern, Angehörigen und Kollegen

Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung wie Borderline schwanken in Bezug auf ihre Partner zwischen den Extremen: Entweder wird die Person völlig verklärt oder sie wird verachtet. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach Nähe und Geborgenheit, auf der anderen Seite die Angst davor.

Umgekehrt führen auch Probleme am Arbeitsplatz zu Beeinträchtigungen sozialen Verhaltens. Solche Stimmungs- und Gefühlsschwankungen sind für einige Partner tatsächlich auf Dauer schwer auszuhalten und sie trennen sich.

Ganz ähnlich verhält es sich am Arbeitsplatz: Ein Job kann mit großer Begeisterung angefangen werden, der Chef und die Kollegen werden idealisiert und plötzlich kippt das Ganze wegen einer Nichtigkeit:

Der Borderliner ist wegen einer (tatsächlichen oder eingebildeten) Kritik stark gekränkt und fängt an, die Kollegen, den Chef abzuwerten. Das Ganze kann zu einer Spirale von Fehltagen führen, die sich häufen und mündet schließlich in einer Kündigung.

Welche Therapien gibt es bei einer Persönlichkeitsstörung?

Wenngleich das selbstgefährdende Verhalten von Borderlinern dem Spannungsabbau dient und meist kein Selbstmordmotiv verfolgt wird, sterben etwa fünf Prozent der Patienten durch Suizid, sofern sie keine rechtzeitige Therapie erhalten.

Mittel wie Antipsychotika oder Antidepressiva können zwar ein Teil der Therapie sein, zielen aber vor allem darauf ab, die Symptome zu reduzieren oder andere psychische Erkrankungen, die zusätzlich auftreten, zu behandeln. Es herrscht Uneinigkeit darüber, ob Persönlichkeitsstörungen tatsächlich geheilt werden können:

  • Eine Heilung ist nicht möglich.

    Besonders bei Borderlinern wird diese Ansicht vertreten. Geprägt ist sie von der Erfahrung, dass die Therapie durch das schwierige Beziehungsmuster der Patienten erschwert wird. Das schwankt zwischen Ablehnung und Idealisierung und wird auf den Therapeuten übertragen. Die Folge: Die Patienten brechen die Therapie häufig ab. Wird die Therapie nicht abgebrochen, ist sie sehr schwierig und langfristig. Das liegt vor allem daran, dass die Betroffenen selbst das Problem nicht erkennen und somit auch keinen Grund sehen, etwas an sich selbst zu ändern.

  • Eine Heilung ist möglich.

    Eine Verbesserung der Persönlichkeitsstörung und damit auch eine Steigerung der Lebensqualität kann durch eine Psychotherapie erreicht werden. Oder zumindest eine erfolgreiche Linderung der Symptome wird für absolut machbar gehalten. Es gibt vielversprechende Therapiekonzepte und nicht zuletzt auch Medikamente, die die Symptome lindern können. Medikamentös kann an Borderline beispielsweise nichts gemacht werden.

In den meisten Fällen wird die Borderline-Persönlichkeitsstörung mit einer Psychotherapie (übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP) oder einer Verhaltenstherapie (dialektisch-behaviorale Therapie (DBT)) behandelt. Auch Strategien zur Achtsamkeit kommen immer wieder zum Einsatz.

Erlernt werden Strategien, wie sich Stress und die unerträgliche Anspannung lindern lassen. Die gute Nachricht: Die meisten Personen mit Borderline können ambulant behandelt werden. Lediglich dann, wenn die Gefahr eines Suizidversuchs droht, werden die Patienten stationär aufgenommen.

[Bildnachweis: Photographee.eu by Shutterstock.com]
8. August 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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