Selbstbewusstsein stärken: Mehr Selbstvertrauen gewinnen

Nicht wenige Menschen wären gerne selbstbewusster, souveräner im Auftreten, unabhängiger gegenüber der Meinung anderer, weniger schüchtern – kurz: Sie wollen ihr Selbstbewusstsein stärken. Selbstbewusstsein, oder auch sein Synonym Selbstvertrauen, ist Ausdruck mentaler Stärke und des Glaubens in an eigene Fähigkeiten und den eigenen Wert. Wer sie besitzt, geht nicht nur gelassener mit Konflikten und Konfrontationen um, so jemand hat auch mehr Erfolg und traut sich Größeres zu. Aber WIE lässt sich das Selbstbewusstsein stärken?

Selbstbewusstsein stärken: Mehr Selbstvertrauen gewinnen

Selbstbewusstsein stärken: Ist das möglich?

Geht das überhaupt – das Selbstbewusstsein stärken? Zahlreiche darauf spezialisierte Coaches antworten vermutlich sofort mit „Ja“. Und es stimmt ja auch: Gezieltes Coaching kann das Selbstbewusstsein stärken.

Allerdings muss man auch dazu verstehen, wie Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entstehen.

Zunächst einmal bedeutet der Begriff wörtlich, sich seiner selbst bewusst zu sein. Der Duden schreibt in Anlehnung an das philosophische Verständnis des Begriffes, Selbstbewusstsein ist…

das Überzeugtsein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt.

Welche Aspekte in Selbstbewusstsein eine Rolle spielen, sieht man, wenn man sich die englischen Begriffe dafür anschaut: Hier ist zum einen von self-awareness (Selbsterfahrung) die Rede. Gemeint ist damit, dass jemand seine eigene Persönlichkeit durch bestimmte Denkvorgänge erkennt.

Self-esteem, self-confidence oder self-assurance sind weitere verwandte Begriffe, die auch im Deutschen synonym zu Selbstbewusstsein verwendet werden: Selbstwertgefühl, das eingangs erwähnte Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.

Sie alle bedingen sich gewissermaßen: Wer Vertrauen in seine Fähigkeiten hat, sich seiner Qualität bewusst und sicher ist, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten als wertvoll erachtet, der besitzt Selbstbewusstsein.

Das Fundament dafür sind drei Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Was bin ich wert?

Zur Beantwortung dieser Fragen werden wiederum zwei Prozesse in Gang gesetzt:

  • Die Eigenwahrnehmung. Das Bewusstsein darüber, was man ist, fühlt, kann („Ich spiele gut Klavier und spreche fließend Französisch.“).
  • Die Bewertung. Die Anerkennung der eigenen Talente und Fähigkeiten („Darauf bin ich stolz.“).

Selbstliebe Selbstbild Selbstwertgefühl

Wie selbstbewusst ein Mensch ist und welches Selbstwertgefühl er oder sie hat, hängt zum Teil von seinen Genen, aber meist noch stärker von seiner Umwelt und kindlichen Prägung ab.

Den Eltern kommt bei der Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins eine besonders wichtige Rolle zu: Sie sind die ersten, die einem vermitteln können, dass man ein wertvoller, geliebter Mensch ist. Gerade für ein gesundes Selbstbewusstsein braucht es diese frühe Wertschätzung und soziale Akzeptanz.

Aber auch im weiteren Verlauf des Lebens begegnen uns zahlreiche Menschen, die uns durch ihre eigenen Brillen angeschaut und bewertet haben: Lehrer, Freunde, Partner, Chefs, Kollegen… Sie alle haben uns gesagt oder (durch Komplimente) gezeigt, wie sie uns sehen oder gerne hätten, damit wir in ihr (positives) Bild passen.

Deswegen ist der erste Schritt zu mehr Selbstbewusstsein mehr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Sie müssen sich selbst besser kennenlernen. Erst dann folgt die zweite Basis Die Selbstakzeptanz. Wenn Sie sich so annehmen, wie Sie sind, können Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken.

Wie zeigt sich starkes Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein stärken Übungen Tipps Anzeichen TestEs ist leicht, andere für ein starkes Selbstbewusstsein zu bewundern oder auch zu beneiden. Schwieriger ist es, genau auszumachen, wodurch sie das selbstbewusste Auftreten zeigt. Meist ist es eine Kombination verschiedener Signale, die starkes Selbstbewusstsein vermitteln, wobei manche ganz bewusst wahrgenommen werden, während andere unscheinbarer, aber ebenso wirkungsvoll sind.

Was eine selbstbewusste Person auszeichnet:

  • Sie hat eine selbstsichere Ausstrahlung

    Das merkt man vor allem an der Körpersprache: offene Haltung, direkter Blickkontakt, keine nervösen Gesten. Und wer selbstbewusst ist, wird auch besser behandelt – eine Positivspirale ensteht.

  • Sie glaubt an die eigenen Kompetenzen

    Eine selbstbewusste Person weiß um ihre Stärken und Fähigkeiten und ist überzeugt davon. Dahinter steht die Einstellung: Ich kann etwas besonderes, und ich kann – zurecht – stolz darauf sein.

  • Sie glaubt an das Erreichen eigener Ziele

    Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärkt auch den Erfolgsglauben daran, also selbstgesteckte Ziele erreichen und Karriere machen zu können.

  • Sie tritt für sich sich selbst ein

    Eine selbstbewusste Person ist in der Lage, ihre Interessen zu vertreten und auch vor Mitmenschen zu schützen. Sie hat keine Angst davor, offen ihre Meinung zu sagen. Sie geht offen und sympathisch auf Fremde zu und kommt schnell ins Gespräch.

  • Sie kann auf andere Menschen zugehen

    Einer selbstbewussten Person fällt es nicht schwer, auf andere Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen.

Selbstbewusstsein Sprüche Zitate

Ursachenforschung: Warum fehlt mir das Selbstbewusstsein?

Umgekehrt gibt es aber auch Faktoren, die zu mangelndem Selbstbewusstsein führen. Oft stecken im Kern zwei Ängste dahinter:

  • Die Angst, abgelehnt zu werden.
  • Die Angst, zu versagen.

Hinter diesen Ängsten steht letztlich ein negatives Selbstbild. Anders als bei ihren selbstbewussten Mitmenschen sind diese Personen nicht von ihren Fähigkeiten überzeugt, sondern werden von ständigen Zweifeln geplagt. Das führt zu einer inneren Unsicherheit, bei der Herausforderungen als Bedrohung wahrgenommen werden.

Diese Unsicherheit prägt anschließend das Verhalten und die Beziehung zu anderen Menschen. Oft benötigen (selbst)unsichere Menschen kontinuierliche Rückversicherung, Bestätigung und Anerkennung von außen. Das macht sie und ihr Selbstbild enorm instabil und anfällig für Manipulationen.

Bevor es zu den Tipps geht, das Selbstbewusstsein zu stärken, lohnt es sich deshalb zu überlegen, wo die Wurzeln der Unsicherheit liegen:

  • Haben Sie Angst davor, Fehler zu machen?
  • Trauen Sie sich in Ihrer Position nicht Ihre Meinung zu äußern?
  • Fürchten Sie sich vor der Kritik Ihrer Kollegen oder Ihres Vorgesetzten?

Eine mögliche Ursache von mangelndem Selbstbewusstsein ist auch übermäßige Selbstkritik. Viele unsichere Menschen tendieren dazu, viel zu hart mit sich selbst ins Gericht zu gehen. Sie gewichten ihre Schwächen stärker als ihre Stärken. So werden hauptsächlich eigene Schwachstellen und Makel gesehen, statt die Stärken und positiven Aspekte an sich selbst zu schätzen.

Selbsttest Test: Wie selbstbewusst sind Sie?

Selbstbewusstsein Test-Selbstbewusstsein aufbauen-Selbstbewusstsein lernen-Selbstbewusstsein trainierenDieser kleine Test ist als Indiz gedacht: Natürlich kann er keine umfassende psychologische Beratung ersetzen. Aber er kann Ihnen bei der Selbsteinschätzung behilflich sein.

Beantworten Sie folgende Aussagen beziehungsweise Fragen:



1. Sie haben sich einem neuen Styling unterzogen und kommen erstmals mit neuer Frisur zur Arbeit. Einige äußern sich eher kritisch. Wie gehen Sie damit um?

  • Sie überhören das geflissentlich – schließlich müssen Sie sich gefallen. (2P.)
  • Sie überlegen, ob vielleicht etwas dran sein könnte, vielleicht war die alte Frisur wirklich vorteilhafter. (1P.)
  • Sie ärgern sich über einige Kollegen, glauben aber, dass sich bald keiner mehr dazu äußert. (0P.)

2. „Jeder ist seines Glückes Schmied.“ – Stimmen Sie zu?

  • Auf jeden Fall. (2P.)
  • Na ja. Manchmal hat man Glück, manchmal hat man Pech im Leben. (1P.)
  • Das stimmt für andere. Für mich hat das noch nie funktioniert. (0P.)

3. Sie sind in einem Meeting und es wird angeregt diskutiert. Ihrer Meinung nach wird ein entscheidender Punkt übersehen – wie reagieren Sie?

  • Sie halten sich zurück, die anderen werden es besser wissen. (0P.)
  • Sie sprechen Ihren Kollegen neben sich an und geben zu bedenken, dass es vielleicht sein könnte, dass etwas nicht beachtet wurde. (1P.)
  • Sie unterbrechen die Diskussion und erklären, dass einige auf dem Holzweg seien, da ein wichtiger Punkt nicht berücksichtigt wurde. (2P.)

4. Ihr Rat ist geschätzt bei Familie und Freunden, aber auch auf der Arbeit bei den Kollegen.

  • Ja, wenn jemand eine Frage hat, helfe ich gerne. (2P.)
  • Nein, eigentlich werde ich kaum um Rat gebeten. (0P.)
  • Manchmal kommt es vor, dass Leute mich fragen. (1P.)

5. Sie müssen alleine auf eine Veranstaltungen wie einen Kongress, ins Theater oder ins Konzert gehen. Wie kommen Sie damit zurecht?

  • Ich bin schon immer gerne allein auf Partys gegangen, da lernt man neue Leute kennen. Und bei Kongressen trifft man sowieso meistens Bekannte – so richtig neu und ungewohnt ist es nie. (2P.)
  • Ich hasse es, alleine irgendwo hingehen zu müssen, man steht meistens irgendwie doof herum, hält sich an einem Glas Sekt fest und kennt niemanden. (0P.)
  • Hängt immer ein bisschen von der Tagesverfassung ab. Klar gehe ich gerne mit Kollegen oder Freunde wohin, aber allein kann auch ganz spannend sein. (1P.)

6. Sie sollen spontan eine Abschiedsrede für einen ausscheidenden Kollegen halten – wie reagieren Sie?

  • Sie sind eine kleine Rampensau und genießen es, im Mittelpunkt zu stehen. (2P.)
  • Ein Albtraum. Reden vor anderen Leuten und dann noch spontan, das geht nicht. (0P.)
  • Wenn es ein netter Kollege ist, dann werden Ihnen wohl ein paar Punkte einfallen. (1P.)

7. Sie haben noch einige berufliche Ziele vor sich und werden noch sehr viele davon schaffen.

  • Oh je. Ziele? Haben Sie vielleicht früher mal als Schüler gehabt. (0P.)
  • Allerdings. Hier können sich einige warm anziehen, Sie beenden nämlich nächsten Monat Ihre Fortbildung und dann mal schauen, wie es mit einer Gehaltserhöhung/Beförderung aussieht. (2P.)
  • Sie sehen das realistisch: Sie haben schon recht viel erreicht und noch einige Pläne, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. (1P.)

8. Sie müssen in einem Meeting eine Präsentation halten. Machen Sie sowas gerne?

  • Das ist eine gute Gelegenheit für mich, mich zu profilieren. Außerdem lege ich großen Wert auf eine gute Diskussion anschließend. (2P.)
  • Es gehört halt zum Job dazu, ich bin aber froh, wenn es vorbei ist. (1P.)
  • Präsentationen sind mir ein Gräuel, ich drücke mich nach Möglichkeit. (0P.)

9. Wenn Sie an Ihre Arbeitsstelle denken, fühlen Sie sich dort fest im Sattel?

  • Sie finden, dass es super läuft – Kollegen, Chef, Kunden – meistens kommen Sie mit allen gut aus und fühlen sich den Anforderungen gewachsen. (2P.)
  • Manchmal nerven die Kunden und die Routine hat sich ehrlicherweise auch eingeschlichen. Aber was soll’s. (1P.)
  • Sie geben sich größte Mühe, allerdings immer mit dem Gefühl, dass es vielleicht doch nicht so ganz reichen könnte. (0P.)

10. Wenn Sie eine neue Arbeitsstelle antreten, fürchten Sie sich vor Ablehnung?

  • Ein bisschen nervös ist man ja immer, wenn man neu anfängt, aber das ist normal. (1P.)
  • Ach, ich komme mit allen Leuten gut zurecht. Und wer mit mir nicht klarkommt – sein Problem. (2P.)
  • Ich bin auf der alten Arbeitsstelle schon so ausgegrenzt worden, von daher graust es mir vor einer neuen. (0P.)

11. Sie arbeiten gerade einen neuen Kollegen ein, da werden Sie von einem anderen unterbrochen, der Sie auf einen Fehler hinweist. Wie reagieren Sie?

  • Ich weise ihn sofort darauf hin, dass er mich bitte nicht zu unterbrechen habe, da das Thema komplex sei. Außerdem hätte ich keineswegs einen Fehler gemacht, aber zu viele Informationen an diesem Punkt würden zu Irritationen führen. (2P.)
  • Ich entschuldige mich und frage, ob er vielleicht besser die Einarbeitung übernehmen möchte. (0P.)
  • Ich kläre kurz den Sachverhalt und wende mich danach wieder der Einarbeitung zu. (1P.)

12. Ein Kollege macht sich über Sie lustig. Können Sie damit umgehen?

  • Der kriegt was zu hören – den haue ich bei nächster Gelegenheit in die Pfanne! (2P.)
  • Ein bisschen Spaß muss sein, ich kann gut damit umgehen, wenn es nicht Überhand nimmt. (1P.)
  • Nein, das finde ich nicht lustig. Immer wird auf mir herumgehackt. (0P.)

13. Sie sitzen im Restaurant, das Essen wird lauwarm serviert und ist nicht gut. Beschweren Sie sich?

  • Selbstverständlich, schließlich ist das mein gutes Geld und wenn man nichts sagt, dann ändern die auch nichts. (2P.)
  • Sowas ist mir eher unangenehm, der Kellner kann ja auch nichts dafür und so schlimm war es auch gar nicht. (0P.)
  • Ich mache sowas nicht gerne, hängt auch davon ab, wie nett die Bedienung ist. (1P.)




Die Auflösung zum Selbstbewusstsein-Test

Selbstbewusstsein stärken: Übungen und Tipps

Mehr Selbstbewusstsein ist möglich und lässt sich lernen, doch sollte Ihnen auch klar sein: Leicht ist es nicht, sie werden über Ihren Schatten springen und auch Geduld mitbringen müssen. Ihr Selbstbewusstsein zu stärken ist ein langer Prozess, der nicht über Nacht funktioniert.

Das soll Sie nicht entmutigen, sondern helfen, mit der richtigen Einstellung am eigenen Selbstbewusstsein zu arbeiten – und so wirklich erfolgreich zu sein.

Selbstvertrauen Selbstwert Steigern 6 Schritte Grafik

Damit Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken können, haben wir zahlreiche Übungen und Tipps zusammengestellt, die auf dem Weg helfen können:

  • Stellen Sie sich Ihren Ängsten

    Der amerikanische Motivationstrainer Dale Carnegie drückte seine Strategie so aus: „Selbstvertrauen gewinnt man dadurch, dass man genau das tut, wovor man Angst hat, und auf diese Weise eine Reihe von erfolgreichen Erfahrungen sammelt.“ Sie müssen also Ihre Komfortzone verlassen und sich Ihren Ängsten stellen, um das Selbstbewusstsein steigern zu können.

    Denn häufig sind unsere Ängste übersteigert: In Erwartung dessen, was passieren könnte, nehmen wir die möglichen Antworten anderer vorweg und handeln in einer Art vorauseilendem Gehorsam. Je häufiger Sie merken, dass es gar nicht so schlimm ist, wie Sie dachten und dass Sie viel mehr erreichen, als Sie sich zugetraut haben, desto größer wird Ihr Selbstbewusstsein

  • Erlauben Sie sich Fehler zu machen

    Zerfleischen Sie sich nicht für Fehler, die Ihnen unterlaufen. Damit rütteln Sie unaufhörlich an Ihrem Ego und nähren Selbstzweifel. Versuchen Sie Ihre Einstellung zu Fehlern zu ändern und sehen Sie diese als Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Wenn Sie sich in Ihrem Team umschauen, werden Sie feststellen, dass auch Ihre Kollegen Fehler machen. Das Fehler passieren ist normal, entscheidend ist, dass Sie herausfinden, wie es dazu kam und daraus lernen.

    Ein Fehler bestimmt nicht Ihren Wert als Person und es gibt keinen Grund, sich davor zu fürchten. Trauen Sie sich selbst mehr zu und bleiben Sie bereit, hin und wieder einen Fehler zu machen. Diese Einstellung hilft dem eigenen Selbstbewusstsein ungemein.

  • Fühlen Sie sich wohl

    Je wohler Sie sich fühlen und desto zufriedener Sie mit sich selbst sind, desto stärker wird Ihr Selbstbewusstsein. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie sich wohl fühlen – sowohl innerlich als auch äußerlich. Tun Sie Dinge, die Sie glücklich machen und die Ihnen Kraft geben.

    Gleichzeitig sollten Sie sich so anziehen, dass Sie sich gut und selbstsicher fühlen. Sie sind mit Ihrem Aussehen unzufrieden? Dann überlegen Sie, was Sie ändern können: Ihren Kleidungsstil, die Frisur oder eine bessere Figur – sorgen Sie dafür, dass Sie rundum zufrieden mit sich selbst sind.

  • Lachen Sie über sich selbst

    Nehmen Sie sich selbst nicht so ernst und versuchen Sie nicht einen unfehlbaren Eindruck zu machen. Eine unverkrampfte Haltung wird es Ihnen erleichtern sich Ihren Ängsten zu stellen. Was soll schon groß passieren? Sie melden sich im Meeting zu Wort, sind nervös und versprechen sich. Nehmen Sie es mit Humor und die anderen werden es auch tun.

    Wer über sich selbst lachen kann, zeigt nicht nur ein großes Selbstbewusstsein, sondern wirkt zudem sympathisch und offen.

  • Machen Sie sich Komplimente

    Setzen Sie sich vor einen Spiegel, schauen Sie sich an und in die Augen. Dann sagen Sie Ihren Namen und sich selbst: „Du bist ein wunderbarer und wertvoller Mensch. Du siehst gut aus. Du hast viele Stärken. Du hast schon einiges erreicht. Ich mag dich!“

    Ja, das kommt einem zunächst komisch vor, peinlich sogar. Aber je schwerer Ihnen das fällt, desto unsicherer sind Sie und können sich selbst offenbar noch nicht annehmen. Überwinden Sie sich trotzdem und wiederholen Sie diese Übung. Es wird besser und leichter gehen mit der Zeit – und ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

  • Nehmen Sie Komplimente an

    Anders herum gilt: Wenn Ihnen jemand ein Kompliment macht, lassen Sie dieses zu und nehmen Sie dieses an. Fehlt es an Selbstbewusstsein, werden positive Bemerkungen oft heruntergespielt und schlecht gemacht. Das hat er bestimmt nicht so gemeint… oder auch Das stimmt doch gar nicht…

    Lösen Sie sich von diesen Gedanken und hören Sie auf, Komplimente zu hinterfragen und zu analysieren. Freuen Sich sich einfach darüber. Ein aufrichtiges Kompliment von einer anderen Person kann das Selbstbewusstsein enorm steigern.

  • Verbessern Sie Ihre Körpersprache

    Es kommt nicht nur darauf an, was Sie sagen, sondern auch wie Sie dabei auftreten, denn Unsicherheit spiegelt sich vor allem in der Körpersprache wieder. Machen Sie sich vor anderen nicht klein. Verzichten Sie auf nervöse Gesten, wie durchs Haar streichen oder an der Oberlippe kauen, während Sie sprechen. Verstecken Sie Ihr Gesicht nicht hinter den Händen.

    Das Besondere daran: Sie wirken nicht nur selbstbewusster, sondern werden sich auch so fühlen (Fachbegriff: Biofeedback). Es gibt Ihnen ein Gefühl innerer Sicherheit, das noch einmal verstärkt wird, weil Ihr Umfeld auf Ihr selbstbewusstes Auftreten reagiert.

  • Stehen Sie zu Ihren Wünschen und Erwartungen

    Stört Sie etwas oder Sie haben das Gefühl, dass etwas besser laufen könnte, dann sprechen Sie diese Punkte an. Im ersten Moment wird es Sie mit Sicherheit Überwindung kosten, doch Sie stehen damit für sich selbst ein. Sie zeigen damit, dass Sie bestimmte Interessen haben, die Ihnen wichtig sind.

    Zu sehen, dass diese respektiert und umgesetzt werden, ist ein großer Schub für das eigene Selbstbewusstsein. Sie haben sich erfolgreich für eigene Bedürfnisse eingesetzt und können stolz auf sich sein.

  • Nutzen Sie positive Gedanken

    Fehlendes Selbstbewusstsein zeigt sich nicht nur im Verhalten, sondern ist tief in den Denkweisen verankert. Ständig plagt das Gefühl, nicht gut genug zu sein oder sich nicht durchsetzen zu können. Mehr Selbstbewusstsein können Sie durch positive Gedanken und innere Bestätigung erlangen.

    Jedes Mal, wenn Sie sich bei einem negativen und unsicheren Gedanken ertappen, lenken Sie Ihr Gehirn in die andere Richtung: Ich werde das schaffen! Ich habe alles, was es braucht, um diese Aufgabe zu meistern!

  • Nehmen Sie Kritik nicht persönlich

    Es wird immer wieder vorkommen, dass jemand Ihnen widerspricht, Sie kritisiert oder Ihnen einen Fehler vorhält. Das ist unangenehm und kann am Ego kratzen, doch sollten Sie dies nie persönlich nehmen. Kritik an Ihren Leistungen ist keine Bewertung Ihres Werts als Person. Entsprechend sollte Ihr Selbstbewusstsein davon nicht betroffen sein.

    Sehen Sie Kritik deshalb nicht als Angriff auf sich und Ihre Persönlichkeit, sondern als Chance für Verbesserung und Wachstum.

  • Umgeben Sie sich mit den richtigen Menschen

    Wer in seinem Umfeld Menschen hat, denen er vertrauen kann, die einen unterstützen und fördern, wird von innen heraus gestärkt. Sie haben damit das gute Gefühl nicht alleine dazustehen und weil Sie wissen, dass diese Menschen Sie schätzen, stärkt das Ihr Selbstbewusstsein.

    Das bedeutet auch: Halten Sie Abstand zu toxischen und negativen Menschen, die Sie runterziehen und Sie ständig schlecht machen. In einem solchen Umfeld kann das Selbstbewusstsein nicht wachsen.

  • Feiern Sie Ihre Erfolge

    Jeder Erfolg, egal wie groß oder klein, ist der Beweis dafür, dass Sie Schwierigkeiten überwinden und alles erreichen können, was Sie sich vornehmen. Entsprechend sollten Sie feiern und stolz auf Ihre Leistungen sein.

    Gleichzeitig behandeln Sie sich selbst gut, wenn Sie sich selbst feiern oder sich eine kleine Belohnung gönnen – ein Grundgerüst für starkes Selbstbewusstsein, das nur entstehen kann, wenn Sie sich selbst mögen.

Geringes Selbstvertrauen: Der Schlüssel zum Erfolg?

Geringes Selbstvertrauen: Der Schlüssel zum Erfolg?Nicht ein starkes Selbstbewusstsein, sondern eher das Gegenteil macht erfolgreich im Job. Was wie ein zynisches Plädoyer für Devote und chronisch Subordinierte klingt, meint Tomas Chamorro-Premuzic durchaus ernst. Und der Mann ist immerhin Psychologie-Professor am renommierten Goldsmith University College in London. „Es wird Zeit mit dem Mythos aufzuräumen, dass Selbstsicherheit ein Schlüsselfaktor zum Erfolg ist“, sagt Chamorro-Premuzic. „Ein geringes Selbstvertrauen macht viel erfolgreicher.“

Wie kommt der Mann darauf?

Die Erklärung geht so: Natürlich seien die Erfolgsfaktoren nicht etwa überbordende Selbstzweifel. Die paralysieren einen und lassen uns in Angst und Zweifeln verharren wie das Kaninchen vor der Schlange. Entscheidend sei das gesunde Maß an Selbstzweifeln und Selbstvertrauen: Zuviel Sicherheit lasse uns überzogene und unrealistische Ziele anstreben – Scheitern inklusive. Ein paar gesunde Selbstzweifel aber brächten diese wieder ins Lot.

Hinzu kommt, dass Menschen mit, sagen wir, eingeschränkter Selbstsicherheit offener sind für negatives Feedback. Sie können mit Kritik besser umgehen und diese besser annehmen, während die narzisstischen Alpha-Egos diese in der Regel einfach abtun.

Sprüche und Zitate zum Selbstbewusstsein

Und wenn Ihr Selbstbewusstsein nicht riesig ausgeprägt ist, mag es tröstlich sein, dass Sie nicht allein damit sind: Zahlreiche Persönlichkeiten haben sich Gedanken zum Thema Selbstbewusstsein gemacht.

Darunter auch Menschen, die trotz – oder wegen – ihrer Selbstzweifel zu Großem fähig waren. Wir haben einige Sprüche und Zitate zum Selbstbewusstsein zusammengestellt:

Achte dich selbst, wenn du willst, dass andere dich achten sollen! (Adolph Freiherr Knigge)

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. (Dietrich Bonhoeffer)

Was immer Du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an. (Johann Wolfgang von Goethe)

Wer weiß, wie wichtig er ist, braucht sich nicht mehr wichtig zu machen. (Ernst Ferstl)

Du bist mutiger als du glaubst, stärker als du scheinst und intelligenter als du denkst. (Alan Alexander Milne)

Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben. (Christian Morgenstern)

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
3. Februar 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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