Definition: Was ist das Impostor-Syndrom?
Das Impostor-Syndrom (deutsch: Hochstapler-Syndrom) beschreibt Menschen, die nicht an die eigenen Fähigkeiten und Erfolge glauben. Stattdessen schreiben sie diese dem Glück oder Zufall zu. Betroffene erleben oft starke Selbstzweifel und leben in ständiger Angst, als Betrüger entlarvt zu werden.
Menschen mit Impostor-Syndrom denken häufig:
- „Ich hatte einfach Glück.“
- „Bald merken alle, dass ich nichts kann.“
- „Andere überschätzen mich komplett.“
- „Ich darf keinen Fehler machen.“
- „Ich muss doppelt so hart arbeiten.“
Bekannt wurde das Syndrom durch die Psychologinnen Pauline R. Clance und Suzanne A. Imes im Jahr 1978. Dabei handelt es sich aber nicht um eine psychische Persönlichkeitsstörung, sondern um eine falsche Selbstwahrnehmung.
Wie sieht ein typischer Impostor-Zyklus aus?
Der einfache Impostor-Zyklus erklärt das Phänomen und warum Betroffene aus dieser Spirale kaum herausfinden:
Phase |
Kurze Erklärung |
| 1. Selbstzweifel | Betroffene glauben, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben, und fürchten, als Hochstapler entlarvt zu werden. |
| 2. Massive Vorbereitung | Aus Angst zu scheitern, investieren sie überdurchschnittlich viel Zeit und Energie in Aufgaben. |
| 3. Erfolg | Die Aufgabe wird erfolgreich bewältigt und positives Feedback bestätigt die gute Leistung. |
| 4. Zuschreibung | Der Erfolg wird nicht den eigenen Fähigkeiten, sondern Zufall, Glück oder äußeren Umständen zugeschrieben. |
| 5. Neue Selbstzweifel | Aus diesem Grund kehrt die Unsicherheit zurück und der Kreislauf beginnt bei der nächsten Herausforderung von vorn. |
Was ist das Gegenstück zum Imposter-Syndrom?
Das Gegenteil des Impostor-Syndroms ist nicht etwa der Tiefstapler oder echte Hochstapler, sondern der sogenannte Dunning-Kruger-Effekt – die notorische Selbstüberschätzung und Illusion der eigenen Überlegenheit.

Symptome: Woran kann ich das Syndrom erkennen?
Laut einer umfassenden Meta-Studie von Dena M Bravata (insg 62 Studien) sind zwischen 9 % und 82 % aller Menschen mindestens einmal im Leben von Impostor-Gefühlen betroffen. Ursprünglich wurde angenommen, dass mehr Frauen als Männer betroffen sind; neuere Studien zeigen jedoch, dass Männer in ähnlichem Ausmaß darunter leiden, es aber seltener offen ansprechen. Bei Betroffenen führt das Syndrom meist zu einem hohen Leidensdruck und wirkt sich negativ auf die berufliche wie persönliche Entwicklung aus. Häufige Begleiterscheinungen sind:
- Permanente Unsicherheit
- Angst vor Bloßstellung
- Gefühl von Überlastung
- Innere Unruhe
- Schlafstörungen
- Hohe Selbstansprüche
- Soziale Isolation
- Depressionen
Das Syndrom führt oft in eine gefährliche Spirale aus überhöhten Ansprüchen und dem Zwang zu Höchstleistungen – bis hin zum Burnout. In einigen Fällen ist die Wirkung jedoch gegenteilig: Betroffene reagieren mit Prokrastination (Aufschieberitis) und Selbstsabotage. Manche kündigen sogar ihren Job aus Angst, als Hochstapler aufzufliegen.

Was sind häufige Ursachen?
Die Impostor-Syndrom-Ursachen sind bis heute nicht ganz geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass die Kindheit und Erziehung eine prägende Rolle spielen. Auch ein zu kritisches Selbstbild kann das Hochstapler-Syndrom begünstigen. Daneben gibt es weitere Ursachen:
- Geringes Selbstwertgefühl
- Perfektionismus
- Hohe Selbstansprüche
- Lob nur für Leistung
- Hohe Erwartungen
- Häufige Kritik
- Neue Aufgaben
- Beförderung
- Leistungsdruck
- Soziale Vergleiche
Persönliche Faktoren
Erziehung
Umfeld
Psychologie: Warum glaubt das Gehirn den Selbstzweifeln?
Das Impostor-Syndrom entsteht nicht nur durch mangelndes Selbstvertrauen. Häufig verstärken verschiedene psychologische Denkfehler die Selbstzweifel. Das Gehirn bewertet Informationen dabei verzerrt und kommt immer wieder zu dem falschen Schluss, die eigenen Erfolge seien nicht verdient:
-
Confirmation Bias (Bestätigungsfehler)
Betroffene suchen unbewusst nach Hinweisen, die ihre Selbstzweifel bestätigen. Ein kleiner Fehler bleibt lange im Gedächtnis, während zahlreiche Erfolge ausgeblendet werden.
-
Negativity Bias (Negativitätsverzerrung)
Negative Erfahrungen wirken emotional deutlich stärker als positive. Ein kritischer Kommentar überschattet deshalb oft viele Komplimente oder gute Leistungsbewertungen.
-
Attributionsfehler
Eigene Erfolge werden auf Glück, Zufall oder Hilfe anderer zurückgeführt. Misserfolge schreiben Betroffene dagegen den eigenen vermeintlichen Schwächen zu.
-
Sozialer Vergleich
Menschen mit Impostor-Syndrom vergleichen sich oft mit den Besten ihres Umfelds. Dabei sehen sie vor allem die Erfolge anderer, kennen aber deren Unsicherheiten, Rückschläge und Zweifel nicht.
Psychologische Studien zeigen: Wer diese Denkfehler erkennt und bewusst hinterfragt, kann das Impostor-Syndrom langfristig abschwächen. Entscheidend ist, Erfolge realistischer einzuordnen und das eigene Selbstbild stärker an objektiven Fakten als an Gefühlen auszurichten.
Impostor-Syndrom vs. Narzissmus und Depression
Menschen, die unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden, haben ein übersteigertes Selbstwertgefühl und den Wunsch nach Anerkennung und Bewunderung. Impostor-Syndrom und Narzissmus haben zwar ein instabiles Selbstwertgefühl gemeinsam. Narzissten kompensieren aber ihre Unsicherheit durch ein grandioses Selbstbild, Menschen mit Hochstapler-Syndrom neigen dagegen zur Selbstabwertung. Bei einer Depression wiederum leiden Betroffene häufig unter einer negativen Selbstwahrnehmung – wie beim Hochstapler-Syndrom. Allerdings betrifft eine Depression alle Lebensbereiche und führt zu Antriebslosigkeit, Desinteresse oder Rückzug.
Wer ist vom Impostor-Syndrom betroffen?
Laut Studien sind Frauen häufiger vom Impostor-Syndrom betroffen als Männer. Rebecca Badawy von der Youngstown Universität in Ohio stellte jedoch fest, dass Frauen zwar öfter darunter leiden, sich aber wieder motivieren lassen. Männer hingegen resignieren schon vorher und strengen sich kaum noch an. Studien der Universität von Portland kommen zum Ergebnis, dass junge Menschen und Berufseinsteiger ebenfalls oft betroffen sind: Die neuen Aufgaben, das neue Umfeld und die hohen Anforderungen verunsichern sie zutiefst. Gleiches gilt für Top-Performer – also hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. „Manche Manager sind derart verunsichert, dass sie unbewusst das Desaster suchen“, sagt der niederländische Psychoanalytiker und Management-Professor Manfred Kets de Vries.
Impostor-Syndrom in der Beziehung
In der Beziehung wirkt das Imposter-Syndrom besonders destruktiv: Wenn ein Partner glaubt, die Liebe des anderen nicht „verdient“ zu haben, strebt er oder sie ständig danach, dem anderen zu gefallen, körperlich perfekt zu sein, und meidet Konflikte, um bloß nicht verlassen zu werden. Partner mit Impostor-Syndrom suchen ständig die Bestätigung durch Zuwendung oder Klammern. Bleiben entsprechende Botschaften aus, neigen sie dazu, sich zu isolieren.
Wie zeigt sich das Impostor-Syndrom im Job?
Das Impostor-Syndrom kann zwar grundsätzlich jeden treffen – besonders häufig tritt es jedoch in Phasen beruflicher Veränderungen oder neuer Herausforderungen auf. Immer dann, wenn Sie Ihre Komfortzone verlassen oder höhere Erwartungen erfüllen sollen, können Selbstzweifel wachsen. Die folgenden Beispiele zeigen typische Jobsituationen, in denen das Hochstapler-Syndrom besonders häufig auftritt:
Nach einer Beförderung
Eine Beförderung ist eigentlich eine Anerkennung Ihrer Leistungen. Menschen mit Impostor-Syndrom empfinden den Karriereschritt jedoch oft als unverdient. Statt stolz zu sein, fragen sie sich, ob sie der neuen Verantwortung wirklich gewachsen sind, und haben Angst, Fehler zu machen oder die Erwartungen ihrer Vorgesetzten zu enttäuschen.
Im neuen Job
Der Start in einen neuen Job ist mit vielen unbekannten Aufgaben, Kollegen und Abläufen verbunden. Dass Sie anfangs noch nicht alles wissen, ist vollkommen normal. Betroffene interpretieren diese Unsicherheit jedoch häufig als Beweis mangelnder Kompetenz und glauben, ihre Einstellung sei ein Irrtum gewesen.
Als Führungskraft
Auch erfahrene Führungskräfte leiden unter dem Impostor-Syndrom. Sie zweifeln daran, ob sie ihr Team richtig führen, gute Entscheidungen treffen oder ausreichend Fachwissen besitzen. Um keine Schwäche zu zeigen, arbeiten viele übermäßig viel, kontrollieren jedes Detail oder vermeiden es, Verantwortung zu delegieren.
Bei der Bewerbung
Während einer Bewerbung fällt es Betroffenen oft schwer, die eigenen Stärken selbstbewusst darzustellen. Sie vergessen wichtige Erfolge, unterschätzen ihre Qualifikationen oder bewerben sich erst gar nicht auf attraktive Stellen, weil sie glauben, den Anforderungen nicht zu genügen. Das betrifft vor allem Frauen. Studien zeigen: Sie bewerben sich gar nicht erst, wenn sie 90 % der Anforderungen nicht erfüllen. Dadurch vergeben sie häufig gute Karrierechancen.
Im Studium
Gerade leistungsstarke Studierende erleben häufig das Gefühl, ihren Studienplatz oder gute Noten nicht verdient zu haben. Statt ihre Erfolge auf Fleiß und Können zurückzuführen, schreiben sie diese Glück, wohlwollenden Prüfern oder einfachen Aufgaben zu. Besonders in anspruchsvollen Studiengängen können die ständigen Selbstzweifel zu großem Leistungsdruck führen.
In der Selbstständigkeit
Wer sich selbstständig macht, verlässt vertraute Strukturen und muss viele Entscheidungen eigenverantwortlich treffen. Das Impostor-Syndrom äußert sich hier oft durch die Angst, Kunden nicht ausreichend helfen zu können oder als Experte entlarvt zu werden. Die Folge sind übermäßige Vorbereitung, Perfektionismus oder zu niedrige Honorare, obwohl die fachliche Kompetenz längst vorhanden ist.
Was sind die 5 Hochstapler-Syndrom-Typen?
Die US-Psychologin Valerie Young unterscheidet fünf typische Ausprägungen des Impostor-Syndroms. Jeder Typ erlebt Selbstzweifel auf unterschiedliche Weise und entwickelt eigene Strategien, um vermeintliche Schwächen zu kompensieren. Wichtig: Der häufig genannte Typ „Arbeitstier“ oder „Workaholic“ ist keine eigenständige Kategorie, sondern entspricht dem „Superman-/Superwoman-Typ“ von Valerie Young:
Impostor-Typ |
Kurze Erklärung |
| Perfektionist | Setzt sich unrealistisch hohe Standards und bewertet selbst sehr gute Leistungen als unzureichend. Kleine Fehler empfindet er bereits als persönliches Versagen. |
| Superman, Superwoman (auch: Arbeitstier, Workaholic) |
Versucht, sich durch übermäßigen Einsatz und Höchstleistungen in allen Bereichen zu beweisen. Der eigene Wert wird vor allem über Leistung definiert. |
| Naturtalent | Glaubt, Erfolg müsse mühelos gelingen. Treten Schwierigkeiten auf, werden diese sofort als Beweis mangelnder Fähigkeiten interpretiert. |
| Einzelkämpfer | Lehnt Hilfe oder Unterstützung ab, weil diese als Zeichen von Schwäche gilt. Aufgaben sollen unbedingt allein bewältigt werden. |
| Experte | Konzentriert sich auf Wissenslücken statt auf vorhandene Kompetenzen und hat das Gefühl, nie ausreichend qualifiziert zu sein. |
Test: Bin ich vom Impostor-Syndrom betroffen?
Mit dem folgenden Test nehmen Sie eine erste Selbsteinschätzung vor. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit zur Selbstreflexion und haken Sie gleich online im Browser ab, welche Aussagen auf Sie zutreffen:
- Ich habe oft das Gefühl, meine Erfolge nicht verdient zu haben.
- Ich denke häufig, dass andere meine Fähigkeiten überschätzen.
- Ich führe berufliche Erfolge eher auf Glück als auf mein Können zurück.
- Ein Lob macht mich eher verlegen als stolz.
- Ich habe Angst, als weniger kompetent entlarvt zu werden.
- Schon kleine Fehler lassen mich an meinen Fähigkeiten zweifeln.
- Ich glaube, dass andere ihre Aufgaben besser meistern als ich.
- Vor neuen Herausforderungen frage ich mich, ob ich dafür gut genug bin.
- Ich bereite mich extrem intensiv vor, um keine Schwäche zu zeigen.
- Nach einem Erfolg denke ich schnell: „Das hätte jeder geschafft.“
- Ich habe Schwierigkeiten, meine eigenen Leistungen anzuerkennen.
- Ich nehme Kritik deutlich stärker wahr als Lob.
- Ich vergleiche mich häufig mit erfolgreicheren Menschen.
- Ich habe das Gefühl, ständig mehr leisten zu müssen als andere.
- Selbst nach einem großen Erfolg fühle ich mich nicht wirklich kompetent.
- Ich fürchte, Erwartungen künftig nicht mehr erfüllen zu können.
- Ich schreibe Erfolge eher äußeren Umständen als meiner Leistung zu.
- Ich setze mir extrem hohe Ansprüche und bin selten zufrieden.
- Ich glaube oft, andere hätten an meiner Stelle bessere Ergebnisse erzielt.
- Trotz objektiver Erfolge zweifle ich regelmäßig an meinem eigenen Können.
Auswertung
-
0-6 Punkte: Gesundes Selbstvertrauen
Sie können Ihre Leistungen in der Regel realistisch einschätzen und Erfolge auch sich selbst zuschreiben. Gelegentliche Selbstzweifel sind völlig normal und kein Hinweis auf ein Impostor-Syndrom.
-
7-13 Punkte: Ausgeprägte Selbstzweifel
Mehrere typische Anzeichen des Impostor-Syndroms treffen auf Sie zu. Wahrscheinlich neigen Sie dazu, eigene Leistungen kleinzureden und Erfolge eher äußeren Umständen zuzuschreiben. Es lohnt sich, die eigenen Denkmuster bewusster zu hinterfragen.
-
14-20 Punkte: Starkes Impostor-Syndrom
Ihre Antworten sprechen für ein deutlich ausgeprägtes Impostor-Erleben. Wenn Sie sich dauerhaft als Hochstapler fühlen, obwohl Ihre Leistungen etwas anderes zeigen, können Selbstwert, Karriere und psychische Gesundheit darunter leiden. In diesem Fall helfen gezielte Strategien gegen negative Denkmuster – bei starkem Leidensdruck auch ein Gespräch mit einer psychologischen Fachkraft.
Wie kann ich das Impostor-Syndrom überwinden?
Das Impostor-Syndrom verschwindet meist nicht von heute auf morgen. Selbstzweifel lassen sich aber durch neue Denk- und Verhaltensmuster Schritt für Schritt abbauen. Entscheidend ist, die eigenen Erfolge realistischer einzuordnen und den inneren Kritiker nicht länger das Denken bestimmen zu lassen. Die folgenden Strategien helfen dabei:
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Akzeptieren Sie Ihre Gefühle
Nehmen Sie Ihre Selbstzweifel bewusst wahr, statt sie zu verdrängen. Allein das Wissen, dass diese Gedanken zum Impostor-Syndrom gehören, hilft dabei, sie realistischer einzuordnen und ihnen weniger Macht zu geben.
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Führen Sie ein Erfolgstagebuch
Schreiben Sie regelmäßig auf, welche Aufgaben Sie erfolgreich gemeistert, welches Lob Sie erhalten oder welche Ziele Sie erreicht haben – etwa in einem Erfolgsjournal. So schaffen Sie einen objektiven Gegenbeweis zu Ihren negativen Gedanken und erinnern sich an Ihre tatsächlichen Leistungen.
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Bewerten Sie Erfolge realistisch
Fragen Sie sich bei jedem Erfolg: Welche Fähigkeiten, welches Wissen oder welcher Einsatz haben dazu beigetragen? Schreiben Sie Erfolge nicht automatisch Glück, Zufall oder der Hilfe anderer zu, sondern erkennen Sie Ihren eigenen Anteil an.
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Nehmen Sie Lob an
Akzeptieren Sie Komplimente ohne Relativierungen wie „War doch nicht der Rede wert“. Bedanken Sie sich einfach. So lernen Sie mit der Zeit, positives Feedback als berechtigt anzunehmen.
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Sprechen Sie über Ihre Zweifel
Tauschen Sie sich mit Kollegen, Freunden oder Mentoren aus. Viele stellen überrascht fest, dass selbst erfolgreiche Menschen ähnliche Unsicherheiten kennen. Ehrliches Feedback hilft außerdem, das eigene Selbstbild zu korrigieren.
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Vergleichen Sie sich weniger
Menschen mit Impostor-Syndrom vergleichen sich oft mit den Besten und übersehen dabei die eigenen Fortschritte. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre persönliche Entwicklung als auf die Erfolge anderer.
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Lassen Sie Perfektionismus los
Perfektion ist weder erreichbar noch notwendig. Setzen Sie sich realistische Ziele und akzeptieren Sie, dass Fehler zum Lernen gehören. Gute Ergebnisse sind meist wertvoller als perfekte Ergebnisse.
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Verändern Sie Ihre Glaubenssätze
Ersetzen Sie negative Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ durch realistische Aussagen: „Ich lerne dazu“, „Ich habe mir diesen Erfolg erarbeitet“ oder „Niemand weiß alles.“ Solche Affirmationen stärken langfristig Ihr Selbstvertrauen.
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Betrachten Sie Fehler als Lernchance
Ein Fehler macht Sie nicht inkompetent. Analysieren Sie sachlich, was passiert ist, ziehen Sie die richtigen Schlüsse und entwickeln Sie sich weiter. Wer Fehler als Teil des Lernprozesses akzeptiert, verliert die Angst vor dem Scheitern.
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Holen Sie sich Unterstützung
Belasten Sie die Selbstzweifel dauerhaft oder schränken sie Ihren Berufs- und Privatalltag ein, kann professionelle Hilfe sinnvoll sein. Ein Coach oder Therapeut unterstützt Sie dabei, negative Denkmuster zu erkennen und nachhaltig zu verändern.
Impostor-Syndrom behandeln per Therapie?
Führt das Impostor-Syndrom zu einer erheblichen Belastung und Beeinträchtigung der Lebensqualität, bleibt Betroffenen noch die Behandlung durch eine Psychotherapie oder kognitive Verhaltenstherapie. Dabei werden Beschwerden, Ursachen und Wahrnehmungsverzerrungen diagnostiziert und hinterfragt bzw. neue Denkmuster entwickelt. In schweren Fällen kann die Therapie auch mit Medikamenten begleitet werden.
Kann ich Menschen mit Impostor-Syndrom helfen?
Auch als Führungskraft haben Sie die Möglichkeit, Mitarbeitern mit Hochstapler-Syndrom zu helfen und deren Selbstglauben zu stärken:
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Verständnis schaffen
Informieren Sie sich über das Impostor-Syndrom und seine Auswirkungen auf Mitarbeiter. Verstehen Sie, dass es ein weitverbreitetes Phänomen ist, insbesondere im Wissenssektor.
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Anzeichen erkennen
Achten Sie auf häufige Anzeichen wie Überarbeitung, Angst vor dem Scheitern oder Herunterspielen eigener Kompetenzen. Bieten Sie Mitarbeitern persönliche Unterstützung an.
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Sicherheit schaffen
Führen Sie offene Gespräche über die Akzeptanz und den Umgang mit Fehlern. Formulieren Sie klare Leistungsziele und fördern Sie Betroffene durch Entwicklungsmaßnahmen.
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Vertrauen zeigen
Bieten Sie Mitarbeitern mit Minderwertigkeitsgefühlen regelmäßig konstruktives Mikro-Feedback in Form kurzer, positiver Rückmeldungen an und zeigen Sie, dass Sie ihren Fähigkeiten vertrauen.
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Unternehmenskultur prägen
Stärken Sie die Bereitschaft der Mitarbeiter, Risiken einzugehen und Herausforderungen anzunehmen. Feiern Sie Erfolge und geben Sie Anerkennung ohne etwas zu relativieren.
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Hilfe anbieten
Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über mögliche Beratungsangebote des Unternehmens – intern oder extern. In schweren Fällen sollte eine psychologische Unterstützung gesucht werden.
Häufige Fragen zum Impostor-Syndrom
Das Impostor-Syndrom (auch: Hochstapler-Syndrom) beschreibt ein psychologisches Phänomen, bei dem sich Betroffene wie Betrüger fühlen und glauben ihre Erfolge seien unverdient. Was ihnen glückt, schreiben sie Zufall oder eigenem Charme zu. Entsprechend haben Sie große Angst davor, als „Hochstapler“ aufzufliegen.
Nein. Das Impostor-Syndrom ist keine anerkannte psychische Krankheit oder Diagnose, sondern ein psychologisches Phänomen. Betroffene zweifeln trotz objektiver Erfolge an ihren Fähigkeiten und fürchten, als Hochstapler entlarvt zu werden. Werden die Selbstzweifel jedoch dauerhaft belastend oder gehen sie mit Angstzuständen oder Depressionen einher, kann professionelle psychologische Unterstützung sinnvoll sein.
Typische Symptome des Impostor-Syndroms sind starke Selbstzweifel, Versagensängste sowie das Gefühl, nie gut genug zu sein oder als inkompetent entlarvt zu werden und deshalb mehr leisten zu müssen als andere.
Studien zufolge leiden mehr Frauen als Männer unter dem Hochstapler-Phänomen. Die meisten Betroffenen sind jedoch gut gebildete und hochbegabte Menschen sowie Berufseinsteiger und Mitarbeiter, die in kreativen oder MINT-Berufen arbeiten.
Menschen mit Impostor-Syndrom haben häufig Gedanken, wie:
- „Ich bin nicht gut genug.“
- „Ich bin soviel nicht wert.“
- „Das habe ich nicht verdient.“
- „Ich darf keine Fehler machen.“
- „Ich muss mich ständig beweisen.“
- „Ich habe nur Glück gehabt.“
Solche negativen Glaubenssätze verstärken die Selbstzweifel und führen in eine Abwärtsspirale.
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