Was ist Glück? 14 Wege sofort glücklicher zu werden

Alle streben nach Glück. Aber was ist Glück überhaupt? Ein Gefühl? Ein Moment? Viel Geld? Tatsache ist: Ein erfülltes Leben entsteht nicht „auf gut Glück“. Auch nicht durch mehr Erfolg oder Reichtum. Glücksgefühle schenken uns eher gute Freunde und erwiderte Liebe. Mehr aber noch ist Glück eine Geisteshaltung. Sie wollen dem Glück auf die Spur kommen und glücklicher werden? Dann sind Sie hier richtig: Wir zeigen Ihnen, was die Psychologie und Wissenschaft über das Glücklichsein wissen und gehen Tipps, wie sich Glück steigern lässt…

Was ist Glück? 14 Wege sofort glücklicher zu werden

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Was ist Glück?

Was ist Glück? Ein günstiger Zufall? Eine erfreuliche Fügung des Schicksals? Das Zusammentreffen günstiger Umstände? Eine eindeutige Definition gibt es bis heute nicht. Was uns glücklich macht, ist dafür auch zu subjektiv und individuell. Die Glücksforschung unterscheidet heute zwei Arten von Glück:

  • Zufallsglück

    Zufallsglück lässt sich durch nichts beeinflussen. Es ist – wie der Name sagt – purer Zufall und kommt plötzlich und unerwartet. Ein klassischer Fall von „Glück gehabt“. Manche sprechen dann auch von „unverdientem“ oder „unverschämtem“ Glück. Ein spannender Widerspruch! Einerseits sind viele davon überzeugt, Glück sei purer Zufall. Zugleich denken viele, wir seien unseres „Glückes Schmied“.

  • Lebensglück

    Als Lebensglück wird jener Zustand der Glückseligkeit definiert, wenn wir sorgenfrei und gesund sind, gute Beziehungen pflegen und uns irgendwo so richtig zuhause und wohl fühlen. Die größten Glücksfaktoren für das Lebensglück sind Gesundheit, Beziehungen, Beruf und Freiheit.

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An der Definition erkennen Sie zugleich: Glück ist kein Wink des Lebens, indem wir in der kosmischen Glücksspirale den Hauptgewinn ziehen. Glück ist kein Glücksfall, sondern das Ergebnis unseres Denkens und Handelns. Es ist eine eine Attitüde.

Glück ist eine Entscheidung

Für das eigene Glück sind zwei Komponenten entscheidend: Unsere Bewertung der Lage und die daraus resultierende Zufriedenheit. Beides ist Einstellungssache. Oder anders formuliert: Unser Glücksempfinden ist eine Entscheidung.

Der Soziologe Ruut Veenhoven gilt als Koryphäe in der Glücksforschung. Auch er ist überzeugt: „Glück ist der Grad, in dem ein Mensch mit der Qualität seines eigenen Lebens zufrieden ist. Also das Maß, in dem man das eigene Leben mag.“ Demnach kommt es darauf an, wie wir selbst die Dinge beurteilen. Selbst Schicksalsschläge und schwere Unfälle mit dramatischen körperlichen Folgen müssen Menschen nicht unglücklich machen. Nicht wenige erleben das sprichwörtliche „Glück im Unglück“.

Ob wir glücklich sind oder nicht – darüber entscheiden weniger die Umstände, sondern wie wir auf diese Umstände reagieren: Welche Bedeutung wir ihnen geben. Wie wir sie erleben und uns darauf einstellen, uns anpassen. Wer glaubt, sein eigenes Glück in der Hand zu haben, ist in der Regel glücklicher. Solche Menschen schaffen einen Ausgleich zwischen dem, was sie haben und dem, was sie wollen.

Wie sagte schon Dale Carnegie: „“Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst.“

Glückskurve: Glück ist kein Dauerzustand

Sie haben es sicher selbst schon gemerkt: Glück ist kein Dauerzustand. Selbst wer meint, manche hätten das Glück gepachtet, wird oft eines Besseren belehrt. Wer sogar versucht, immer glücklich zu sein, wird garantiert unglücklich bei dem Versuch.

Aktuelle Studien kommen gar zu dem Ergebnis, dass unser Glücksempfinden stark vom Alter abhängt. So etwa die Ökonomen David G. Blanchflower und Andrew Oswald. Danach folgt Glück einer U-Kurve: Mit 20 sind Menschen am zufriedensten, Mitte 40 (in Deutschland im Schnitt bei 42,9 Jahren) verdüstert sich die Stimmung, um dann wieder langsam in alte jugendliche Höhen zu steigen.

Glueckskurve U Form Gluecklich Alter Zufriedenheit

Wer gesundheitlich keine gravierenden Probleme hat, kann sich also mit 70 wieder über das Glücksniveau eines 20-Jährigen freuen (siehe Artikel zur Glückskurve).


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Glück Psychologie: Das sagt die Glücksforschung

Glück kommt selten allein: Im Gepäck hat es Gesundheit, Zufriedenheit, stabile Beziehungen und Erfolg. Ein wesentliches Ergebnis der Psychologie und Glücksforschung lautet heute: Nicht der Erfolg macht uns glücklich – andersrum: Wer sich für das Glücklichsein entscheidet, wird erfolgreicher!

Laut Forschungen entscheidet der IQ nur zu 25 Prozent über unseren beruflichen Erfolg. Deutlich einflussreicher (75 Prozen) sind Optimismus, Beziehungen und die Fähigkeit, Stress nicht als Belastung zu empfinden.

Sobald sich das Gehirn in einem positiven Zustand befindet, arbeitet es 31 Prozent produktiver. Es entsteht eine Aufwärtsspirale aus Energie, Kreativität und Leistungsfähigkeit.

Der renommierte Harvard-Glückforscher, Shawn Achor, gilt als einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet „Glück und Erfolg“. Er sagt: „Die meisten Menschen begehen den Denkfehler, ihr Glück an Bedingungen zu knüpfen.“ Solche Menschen denken:

  • „Wenn ich erst einmal reich und finanziell unabhängig bin, dann werde ich glücklich sein.“
  • „Wenn ich im Job endlich mehr Gehalt bekomme und befördert werde, werde ich das Glück finden.“

Riesenfehler! Wer so denkt, steht seinem Glück im Weg. Die äußeren Umstände seien allenfalls zu zehn Prozent für das langfristige Lebensglück entscheidend. Wesentlich ausschlaggebender sei die Wirkung von innen heraus – ob wir uns auf das Positive oder Negative in unserem Leben fokussieren.

Das ist eine enorm mutmachende Perspektive: Es ist unerheblich, wie beliebt, bekannt, perfekt oder privilegiert ein Mensch ist. Lebensglück finden wir auch ohne das, ja sogar ohne Erfolg. Entscheidend ist allein unsere Haltung dazu.

Kuriose Studien zum Glück

Die folgenden, spannenden Ergebnisse und Erkenntnisse der Glücksforschung wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

  • Glückliche Menschen reden mehr. Wissenschaftler um Matthias R. Mehl von der Universität von Arizona fanden heraus: Glückliche Menschen führen doppelt so viele tiefgründige Gespräche wie unglückliche.
  • Glück ist ansteckend. Als Nicholas Christakis von der Yale Universität Statusmeldungen auf Facebook analysierte, zeigte sich: Jede positive Statusnachricht zog durchschnittliche zwei positive Statusnachrichten im Freundeskreis nach sich.
  • Erinnerungen machen glücklich. Das Gedächtnis speichert Erlebnisse, die uns prägen. Der US-Hirnforscher Antonio Damasio stellte fest: Was mit starken, positiven Emotionen verbunden ist, gelangt automatisch in unser Langzeitgedächtnis. Die Erinnerung daran löst wiederum die damit verbundenen Emotionen aus.
  • Stärken trainieren macht glücklich. Wer seine Charakterstärken trainiert, steigert sein Wohlbefinden. Das ist das Ergebnis Studie um Willibald Ruch von der Universität Zürich. Wer Neugier, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Enthusiasmus trainiert hatte, zeigte einen bedeutsamen Anstieg der Lebenszufriedenheit.
  • Anerkennung macht glücklich. Bei den Studien um den Psychologen Cameron Anderson von der Universität von Kalifornien in Berkeley offenbarte sich eine starke Korrelation zwischen Anerkennung und dem subjektivem Wohlbefinden. Allerdings ist dieses Glücksempfinden fragil.
  • Jemandem Glück zu wünschen, steigert dessen Leistung. Lysann Damisch von der Universität Köln ermittelte: Anderen Glück zu wünschen, spornt diese an. Kosmische Kräfte spielen dabei zwar keine Rolle. Sehr wohl aber die Gewissheit, dass man seine Aufgabe nicht allein bewältigen muss, sondern dass da noch jemand ist, der für einen ist.
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Glücklicher werden: 14 Tipps für mehr Lebensglück

Ein allgemeines Glücksrezept oder eine einfache Glücksformel gibt es leider nicht. Ebenso wenig den EINEN Weg zum Glück. Dafür viele: Tatsächlich können wir unser Glück steigern und ihm auf die Sprünge helfen. Hier zahlreiche bewährte Tipps und Strategien, für mehr Glückseligkeit:

1. Dankbarkeit

Dankbarkeit ist ein wesentlicher Schlüssel zu Zufriedenheit und Glück. Denn dabei blicken wir nicht auf Defizite (was wir nicht haben), sondern lernen uns an dem zu freuen, was wir längst haben – und was oft nicht selbstverständlich ist.

2. Achtsamkeit

Glücklichsein ist eine Frage des Fokussierens. Es sind oft die kleinen Dinge, die uns glücklich machen: Der Scherz des Kollegen, die liebevolle Nachricht des Partners… Bemerken Sie das bewusst – und schreiben Sie es auf. Indem Sie solche Dinge bewusster erleben, werden Sie glücklicher werden.

3. Glückstagebuch

Wer sich mit den ersten beiden Punkten schwer tut, sollte seine zahlreichen kleinen Glücksmomente notieren und festhalten – in einem Glückstagebuch. Nicht nur, dass Sie sich so besser daran erinnern. Darin zu lesen, macht auch Jahre später noch glücklich und zaubert uns viele schöne Erinnerungen ins Gedächtnis. Genauso funktioniert übrigens eine sogenannte Juhu-Liste.

4. Erwartungen

Vor allem unsere Erwartungshaltung macht glücklich: Wer sich für einen Pechvogel hält, wird kaum schöne Momente erleben. Anders die gefühlten Glückspilze: Ihre Einstellung zum Glück beschert ihnen mehr davon. In der Psychologie spricht man dabei auch von der Macht der Gedanken.

5. Lächeln

Glückliche Menschen lächeln. Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Lächelnde Menschen sind glücklich! Selbst sie keinen Anlass dazu haben. Studien belegen, dass selbst ein künstliches Lächeln Glücksgefühle auslöst. Grund: Wenn wir den Mund zum Lächeln verziehen, senden wir Signale an unser Gehirn. Das wiederum interpretiert das so: Wir lächeln, also müssen wir glücklich sein. Prompt schüttet es Hormone wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus.

6. Bewegung

Schon ein 20-minütiger Spaziergang schickt Ihre Gedanken auf die Reise und macht glücklich. Laut Studien an der Yale-Universität werden bei regelmäßiger Bewegung Proteine wie VEGF, IGF1 oder BDNF ausgeschüttet. Diese fördern die Bildung neuer Blutgefäße im Gehirn (und damit dessen Sauerstoffversorgung). Gehen wir bei Sonnenschein spazieren, sorgen die Sonnenstrahlen für einen regelrechten Instant-Glück-Effekt.

7. Natur

Die sinnliche Erfahrung der Natur hat einen nachweislich beruhigenden Effekt. Wer achtsam seine Umgebung wahrnimmt, hat weniger Gelegenheit, sich über zukünftige Dinge Sorgen zu machen oder zu grübeln. Die Sonne auf der Haut, der Geruch von frisch gemähtem Gras in der Nase – Leben im Hier und Jetzt. Das macht glücklich!

8. Berührungen

Auch Berührungen machen uns glücklich. Sanftes, liebevolles Streicheln oder einfach nur umarmt und gehalten werden, senkt unseren Stresslevel und den Puls. Unser Körper reagiert auf Zärtlichkeit und Hautkontakt unmittelbar: Ängste nehmen ab, wir kommen zur Ruhe, sogar das Immunsystem wird dadurch gestärkt.

9. Tanzen

„Ich könnte tanzen vor Glück!“ – Das ist nicht nur ein Spruch. Es ist wahr: Tanzen macht glücklich (und intelligenter). Dabei werden zahlreiche Botenstoffe ausgeschüttet, die glücklich machen und die Laune verbessern. Der Tanzstil ist egal. Wenn Sie also einen Glückskick brauchen: Machen Sie Ihre Lieblingsmusik an und tanzen Sie dazu!

10. Spontanität

Pläne geben Sicherheit. Aber Spontaneität macht glücklich. Es sind die verrückten Einfälle und spontanen Aktionen, die sich langfristig in unser Gedächtnis einbrennen und an die wir uns noch Jahre später mit einem Leuchten in den Augen erinnern. Für einen kurzen Moment waren wir frei, mutig, selbstbestimmt. Kurz: glücklich bis in die Haarspitzen.

11. Singen

Dass Musik die Laune hebt, wissen Sie. Das gilt umso mehr, für das (Mit-)Singen. Zum Beispiel im Auto oder unter der Dusche. Laut Studien beschert uns lautes Singen unmittelbar Glücksgefühle. Überdies senkt es den Stress und beugt Depressionen vor. Noch mehr, wenn wir mit anderen zusammen singen.

12. Fehlertoleranz

Das Leben läuft nicht immer perfekt. Rückschläge und Niederlagen gehören dazu. In jeder Minute, die wir uns darüber ärgern, verlieren wir 60 Sekunden Lebensglück. Wer sich über jeden Fehler die Haare rauft und sein Glück von Perfektion abhängig macht, kann nicht glücklich werden. Akzeptieren Sie Fehler als das, was sie sind: kleine und große Lehrstücke, an denen wir wachsen können.

13. Herausforderungen

Menschen neigen zur Bequemlichkeit. Viele verharren in ihrer Komfortzone. Doch die Gemütlichkeit bezahlen wir mit negativen Stimmungen. Unser Geist dürstet nach neuen Erfahrungen, Erlebnissen, nach Abwechslung und neuen Reizen. Wer aktiv bleibt, bleibt glücklicher. Die Art der Tätigkeit ist dabei zweitrangig. Entscheidend ist, dass sie uns herausfordert, anstrengt, aktiviert. Geistig wie körperlich. Immer dann, wenn wir unsere bisherigen Grenzen überschreiten, wachsen wir nicht nur buchstäblich über uns hinaus. Wir erschaffen uns neue Erfolgserlebnisse – und die sind Vorboten des Glücks.

14. Meditieren

Viele 1000 Gedanken schwirren uns täglich durch den Kopf. Manche inspirieren, andere belasten oder ermahnen uns. Entscheidend ist, dass wir ab und an für Ordnung und Klarheit im Kopf sorgen. Ein Weg dazu ist Meditation. Wer regelmäßig meditiert, tut nicht nur seinem Gehirn etwas Gutes. Es macht uns glücklich, kann Angst und Schmerzen dämpfen und steigert Bewusstsein und Empathie. Dabei handelt es sich aber um Langzeiteffekte, die erst nach ein paar Monaten und regelmäßigen Meditieren auftreten.

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Glückskiller: 8 Wege ins Unglück

„Glücklichsein ist ein Maßanzug. Unglückliche Menschen sind jene, die den Maßanzug eines anderen tragen wollen“, fand zum Beispiel Karl Böhm. Manchmal müssen wir nicht MEHR machen, um Glück zu haben. Zuweilen müssen wir vielmehr jene Gewohnheiten und Denkweisen ablegen, die unglücklich machen:

  • Anbiederei
    Das Leben ist kein Beliebtheitswettbewerb. Wer dennoch daran teilnimmt, kann nur verlieren. Man kann es nie ALLEN recht machen. Behalten Sie lieber Rückgrat.
  • Kontrollsucht
    Der Mensch plant – das Schicksal lacht. Alles jederzeit kontrollieren zu wollen, raubt nur Lebensqualität. Wer lernt, sich auf Veränderungen einzulassen, wird glücklicher.
  • Abhängigkeit
    Auf der Suche nach Bestätigung werden wir zu Sklaven der anderen. Unser Selbstwert ist aber autonom. Und Glück ist etwas sehr Persönliches, das geht niemanden etwas an.
  • Bitterkeit
    In jeder Minute, in der wir uns ärgern, verlieren wir 60 Sekunden Glück. Das führt nur in eine Art Tunnelblick. Nur ist es an dessen Ende immer dunkel. Groll schadet nur uns selbst, ohne etwas zu ändern.
  • Grübeln
    Es gibt zwei Dinge, um die wir uns weniger Sorgen machen sollten: Dinge, die wir sowieso nicht kontrollieren können. Und: Dinge, die wir kontrollieren können. Statt „Was wäre wenn?“ sollten wir fragen: „Warum nicht?!“
  • Egozentrik
    Man kann durch jeden Reifen springen, den uns ein anderer hinhält. Muss man aber nicht. Wer meint, die Welt drehe sich nur um ihn, lädt sich auch all den Frust der Welt auf den Buckel. Selbst schuld.
  • Festhalten
    Es schadet nichts, wenn einem Unrecht geschieht. Man muss es nur vergessen können. Wer an der Vergangenheit klebt, verpasst die Gegenwart und Zukunft. Vergeben und vergessen zu können, beweist Größe und ist Balsam für Beziehungen.
  • Vergleiche
    Glück ist nicht relativ oder ein Nullsummenspiel. Wenn es anderen besser, ergeht es ihnen dadurch nicht automatisch schlechter. Es sei denn, Sie lassen sich davon runterziehen. Häufiges Vergleichen ist ein sicherer Weg ins Unglück und zu permanenter Unzufriedenheit. Es wird immer Menschen geben, denen es (scheinbar oder objektiv) besser geht, die mehr besitzen oder erfolgreicher sind. Na und?!

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Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Glück

Glück lässt sich zwar nicht erzwingen, aber es mag hartnäckige Menschen. Deshalb beantworten wir hier noch die häufigsten Fragen zum Glück:

Warum gilt das 4-blättrige Kleeblatt als Glückssymbol?

Das vierblättrige Kleeblatt ist selten. Es zu finden, bedeutet schon Glück zu haben. Als Glückssymbol fungiert es aber erst seit einer christlichen Legende (für die es aber keine Belege gibt): Danach soll Eva bei der Vertreibung aus dem Paradies ein vierblättriges Kleeblatt mitgenommen haben, um sich an die glückliche Zeit im Paradies zu erinnern.

Auch der Marienkäfer verdankt einer solchen „urbanen Legende“ seinen Erfolg als Glückssymbol. In dem Fall war es angeblich die Jungfrau Maria, die das Insekt als Geschenk auf die Erde geschickt haben soll. Für die Bauern bedeutete der Marienkäfer großes Glück, weil er Läuse und anderes Ungeziefer frisst.

Macht Geld glücklich?

„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein“, heißt es im Volksmund. Von dem Publizisten Marcel Reich-Ranicki stammt das Bonmot: „Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.“ Heute wissen wir: Reichtum macht nicht glücklich. Zu wenig Geld zu haben, macht aber unglücklich. So haben Wissenschaftler um Daniel Kahnemann und Angus Deaton herausgefunden: Bei einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro erreicht unser Lebensglück ein Maximum. Danach erweitert mehr Geld vielleicht finanzielle Spielräume – glücklicher aber macht es nicht. Ab einem Jahreseinkommen zwischen 80.000 und 100.000 Euro lässt sich kaum noch ein Zusammenhang zwischen Geld und Zufriedenheit messen.

Bringen Glücksbringer wirklich Glück?

Nein. Das ist purer Aberglaube. Ob der Zuruf „Glück auf“, Hufeisen, Sternschnuppen oder Kleeblatt: Glück folgt keinem Glückssymbol, keinem Wunschdenken. Trotzdem denken viele das. Laut einer Allensbach-Umfrage glauben 42 Prozent der Deutschen daran, dass ein vierblättriges Kleeblatt Glück bringt. 40 Prozent hoffen bei Sternschnuppen oder einer Begegnung mit Schornsteinfegern (36 Prozent) auf günstigere Umstände. Ist aber alles Quatsch. Der einzig reale Effekt von Glückbringern ist der Placebo-Effekt und eine Art selbsterfüllende Prophezeiung: Indem wir das Glück erwarten, bemerken wir mehr positive Erlebnisse und das Glück des Augenblicks.

Wo leben die glücklichsten Menschen?

Laut Studien sind die Dänen am glücklichsten. Danach folgen die Schweizer und Isländer. Das „Streben nach Glück“ ist sogar in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 verankert. Dort schrieben die Verfassungsväter, es gehöre zu den Rechten eines jeden Amerikaners, nach seinem Glück zu streben. Bemerkenswert: Im Staat Buthan wurde „Glück“ zum Staatsziel ernannt. Der König Buthans sagte dazu einmal: „Das Bruttonationalglück ist wichtiger, als das Bruttoinlandprodukt.“

Wie glücklich sind die Deutschen?

Die Deutschen leben zuhause im Glück. Eine Studie zum „Tag des Glücks“ kam zu dem Ergebnis, dass jeder zweite Deutsche glücklich ist. Ganze 28 Prozent glauben sogar, dass sie in fünf Jahren glücklicher sind als heute. Zu den größten Glücksmomenten der Deutschen zählen laut Umfrage die Geburt des eigenen Kindes (25 Prozent), das Kennenlernen des Partners (13 Prozent), eine Reise (6 Prozent) und ein besonderes Erlebnis mit Freunden (5 Prozent). Als Glückspilze empfinden sich die Deutschen dennoch nicht: Gut die Hälfte (56 Prozent) glaubt nicht, viel Glück im Leben gehabt zu haben. Rund 40 Prozent würden wichtige Lebensentscheidungen sogar anders treffen.

Wann ist der Tag des Glücks?

Der internationale Weltglückstag ist am 20. März. Das haben die Vereinten Nationen so festgelegt. Der Gedenktag soll uns daran erinnern, dass Glück über den materiellen Wohlstand hinausgeht. Das Streben nach Glück sei eben kein banales Thema, sondern ein ernst zu nehmendes Bedürfnis. Der Tag des Glücks soll helfen, die Bedeutung von Glück und Wohlergehen als Ziel im Leben der Menschen zu manifestieren.

Wie kann ich andere glücklich machen?

„Glück ist das Einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ – Den Glück-Spruch kennen Sie. Und er ist wahr: Schon lange weiß die Wissenschaft, dass unsere Umfeld enormen Einfluss darauf hat, wie glücklich wir sind. Das gilt aber auch für die andere Richtung: Wir können selbst dazu beitragen, dass sich Menschen in unserer Umgebung besser fühlen. Wir werden zum Glücklichmacher – buchstäblich. So einfach können Sie andere glücklich machen:

  • Komplimente machen
    Ein Kompliment, das aufrichtig ist und von Herzen kommt, erfreut jeden und macht sofort glücklich.
  • Arbeit abnehmen
    Bieten Sie spontan Hilfe an. Sie müssen nicht alle Arbeit übernehmen. Allein die Geste zählt. Hilfe ohne Hintergedanken sorgt nachweislich für Glück.
  • Lächeln schenken
    Ein simples Lächeln kann andere mit guter Laune anstecken. Das funktioniert sogar virtuell: Durch Smileys und einen freundlichen Unterton.
  • Dankbarkeit zeigen
    Pflegen Sie nicht nur eine Haltung der inneren Dankbarkeit, sondern zeigen Sie diese auch nach außen – durch Worte und Taten. Ein simples „Dankeschön“ wirkt Wunder.
  • Freunde anrufen
    Greifen Sie mal nicht zu Messenger oder Mail, sondern zum Hörer: Rufen Sie einen Freund an, fragen Sie nach dem Wohlbefinden, hören Sie zu – kurz: Pflegen Sie Beziehungen.
  • Zuhörer sein
    Zuhören ist Ausdruck von Wertschätzung. Kein Mensch, der diese Aufmerksamkeit nicht genießt. „Der Zuhörer ist ein schweigender Schmeichler“, erkannte schon Immanuel Kant.
  • Kleinigkeit verschenken
    Kleine Aufmerksamkeiten erfreuen immer. Vor allem, wenn das Geschenk ohne Anlass und selbstgemacht wird. Darin steckt etwas, was für Geld nicht zu kaufen ist: Lebenszeit. Denken Sie an das Zitat von Ralph Waldo Emerson: „Glück ist ein Parfüm, das du nicht auf andere sprühen kannst, ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen.“

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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4. März 2021 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.

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