Lächeln: Bedeutung, Vorteile, Tipps

Es klingt nach einer Binsenweisheit: Lächeln hilft! Was Eltern und Freunde in schwierigen Zeiten raten, funktioniert tatsächlich. Längst konnten Wissenschaftler zahlreiche Vorteile identifizieren, die sich auf das Lächeln zurückführen lassen.

Die Kraft in einem Lächeln kann dabei nicht nur mehr Glück und Zufriedenheit bringen, sondern hat handfeste Pluspunkte im sozialen Miteinander und sogar im beruflichen Werdegang. Zahlreiche gute Gründe für ein Lächeln.

Trotzdem zeigt sich auch immer wieder: Die Menschen lächeln zu selten. Stattdessen überall lange Gesichter und erste Mienen. Wir erklären, welche Bedeutung ein Lächeln haben kann, welche Vorteile ein Lächeln bringt und wie das perfekte Lächeln aussieht…

Lächeln: Bedeutung, Vorteile, Tipps

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Bedeutung: Was ein Lächeln aussagt

Das Lächeln ist ein universelles Signal unter Menschen. Es wird überall auf der Welt verstanden, kann gedeutet und gelesen werden. Schon Säuglinge lächeln und müssen diese körperliche Reaktion nicht erst erlernen. Egal in welcher Kultur und Gesellschaft, stimmt auch die ursprüngliche Bedeutung eines Lächelns überein: Es steht für Freunde, gute Laune, es zeugt von Offenheit und Vertrauen dem anderen gegenüber.

Zumindest gilt dies für ein ehrliches Lächeln, das von Herzen kommt und ernst gemeint ist. So kann ein falsches Lächeln beispielsweise ein Zeichen von Hinterlist, Heimtücke oder Schadenfreude sein – mehr dazu weiter unten bei den verschiedenen Arten des Lächelns. Ebenso kann ein Lächeln Unsicherheit oder Nervosität bedeuten, gerade in unangenehmen Situationen, in denen ein Mensch nicht genau weiß, wie er sich verhalten soll, beginnt er oftmals zu lächeln.

Welche Bedeutung ein Lächeln hat, kann sich also je nach Situation unterscheiden – die meisten Menschen haben jedoch ein sehr gutes Gespür dafür, wie aufrichtig das Lächeln ihres Gegenübers ist und können interpretieren, ob es sich um ehrliche Freude oder aufgesetzte Heuchelei handelt.

Warum lächeln wir im Alltag so wenig?

Kinder sind ein steter Quell der Freude. Und das zeigen sie auch nach außen. Britische Forscher haben ermittelt, dass Kinder etwa 400 Mal am Tag lächeln und bis 150 Mal lachen. Leider zeigt sich in den Untersuchungen aber auch: Mit den Jahren geht das Lächeln mehr und mehr verloren. Erwachsene lächeln im Schnitt nur noch 15 Mal und bis zum herzlichen Lachen bringen sie es nur 6 Mal täglich. Bei ungefähr acht Stunden Schlaf ist das noch nicht einmal ein Lächeln pro wacher Stunde.

Der Alltag – ein einziges Trauerspiel.

Die Ursachen dafür sind vielseitig. Zum einen kommt mit dem Erwachsenenalter der Ernst des Lebens. Es wird viel mehr Verantwortung getragen, Erwartungen wollen erfüllt und Sorgen ertragen werden. Bei steigendem Druck fällt das Lächeln zunehmend schwieriger.

Zudem bleibt weniger Zeit für Freizeit, Hobbys und die Dinge, die besonders großen Spaß machen (mehr zu Humor und worüber Menschen lachen, können Sie in diesem PDF nachlesen). Stattdessen wird der Tag mit beruflichen und privaten Verpflichtungen verbracht, die zwar durchaus Freude auslösen und erfüllen können, aber eben deutlich seltener zum Lachen bringen

Gerade im Job ist zudem Professionalität gefragt. Gute Stimmung mag zwar einige Vorteile haben, wer aber dauerhaft lächelt und vor sich hin lacht, steht schnell unter dem Generalverdacht, seinen Job nicht ernst genug zu nehmen. Manch ein Manager glaubt sogar, dass diese Angestellten abgelenkt, fahrlässig oder faul sind.

Außerdem konnten Duisburger Forscher zeigen, dass weniger gelächelt wird, je höher der Status und die Hierarchieebene ist. In Führungspositionen wird seltener, je weiter oben man schaut, desto versteinerter die Minen.

Entsprechend ernst geht es in vielen Unternehmen zu. Ein fataler Irrglaube, denn ein positives Betriebsklima, in dem viel gelächelt und gelacht wird, bringt einige Vorteile: Mitarbeiter sind motivierter, produktiver und loyaler dem eigenen Arbeitgeber gegenüber. Sowohl beruflich als auch privat sollten Erwachsene zumindest ein wenig Kind bleiben und wieder lernen, häufiger zu lächeln.

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Gute Gründe, um häufiger zu lächeln

Lächeln hat viele positive Effekte, von denen Sie profitieren können. In der folgenden Liste haben wir deshalb gute Gründe zusammengefasst, warum Sie häufiger lächeln sollten:

  • Lächeln macht sofort gute Laune
    Lächeln ist nicht nur ein Ausdruck von Freude, sondern auch ein Auslöser. Forscher konnten in verschiedenen Studien zeigen, dass ein Lächeln sofort glücklicher macht und für bessere Stimmung sorgt. Besonders erstaunlich: Unserem Gehirn ist es egal, ob es überhaupt ein Grund für das Lächeln gibt – dahinter steht die sogenannte Facial-Feedback-Hypothese. Selbst wenn Sie einfach grundlos vor sich hinlächeln, werden Sie sich besser fühlen. Die am Lächeln beteiligten Muskeln signalisieren den grauen Zellen so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin diese Glückshormone freisetzen.
  • Lächeln lässt uns besser lernen und erinnern
    Die Effekte eines Lächelns werden häufig unterschätzt oder zu Unrecht nur auf Freude und Zufriedenheit beschränkt. Tatsächlich können Sie sogar Ihre Lernfähigkeit durch Lächeln verbessern. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung an der Marquette Universität in Wisconsin. Die Forscher wiesen nach, dass sich Teilnehmer, die 30 Minuten nach einem Lernvorgang gelacht haben, die gelernten Inhalte besser merken konnten. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen auch japanische Studien, bei denen Probanden in einem Memory-Spiel deutlich besseres Erinnerungsvermögen zeigten, wenn Sie vorher kräftig gelacht haben.
  • Wer lächelt, wird selbst besser erinnert
    Nicht nur Sie selbst können sich besser an etwas erinnern, auch andere Menschen werden sich viel besser an Sie erinnern, wenn Sie lächeln. Denn es ist nicht etwa unsere Nase, ein Muttermal oder der Schwung unserer Lippen, der besonders markant macht – es ist vor allem das Lächeln. Oder anders formuliert: Wenn Sie möchten, dass man sich an Sie erinnert, lächeln Sie! Wissenschaftler um Arnaud D’Argembeau und Martial Van der Linden haben das untersucht und konnten in mehreren Versuchen bestätigen: Die Probanden erinnerten durchweg die fröhlichen, lächelnden Konterfeis besser, obwohl sie die Gesichter nur für ein paar Sekunden sahen. Sobald sie versuchten, sich Auffälligkeiten wie etwa eine besonders ausgeprägte Nase oder einen intelligenten Gesichtsausdruck zu merken, erinnerten sie sich spürbar schlechter.
  • Lächeln macht sympathischer
    Diesen Effekt können Sie ganz leicht im Alltag selbst beobachten. Betrachten Sie verschiedene Menschen in Ihrem Umfeld: Einige die lächeln, einige die ein ernstes Gesicht machen. Wer ist Ihnen auf Anhieb sympathischer? Eben! Ein Lächeln spricht andere Menschen an, signalisiert Offenheit für Kommunikation, Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit. Zudem steigen Menschen, die häufiger lächeln, im Ansehen ihrer Mitmenschen und werden von diesen häufiger weiterempfohlen.
  • Lächeln lindert Schmerzen
    Die beim Lächeln ausgeschütteten Endorphine sorgen zum einen für Glücksgefühle, aber sie wirken auch entzündungshemmend, schmerzstillend und angstlösend. Wer unter leichten Schmerzen leidet, kann diese sozusagen weglächeln! Das funktioniert sogar präventiv: Bei einer Studie an der Universität Zürich kam heraus, dass Lachen noch eine halbe Stunde nach dem Betrachten eines lustigen Films zu einer höheren Schmerztoleranz führt.
  • Lächeln macht kreativ
    Das Gehirn belohnt Lebensfreude mit gesteigerter Denkleistung und neuen Sichtweisen. Zu diesem Ergebnis kamen Untersuchungen der Universität Toronto. Im Vergleich zu Kontrollgruppen war die Aufnahme- und Analysefähigkeit von lächelnden und gut gelaunten Probanden deutlich gesteigert, bei kreativen Aufgaben schnitten sie besser ab. Andere Studien zeigten, dass gut gelaunte Kollegen fast doppelt so viele Verbesserungsvorschläge und gute Ideen in ihren Unternehmen einbringen.
  • Lächeln verbessert die Jobchancen
    In Bewerbungsprozessen muss eine Entscheidung getroffen werden, wobei oftmals nur Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Identische Ausbildung, vergleichbare Berufserfahrung, ähnliche Soft Skills. Hier bekommt die Zusage, wer persönlich den besseren Eindruck hinterlässt. Das Lächeln spielt dabei eine große Rolle: Neben den Sympathiepunkten wirkt ein selbstbewusstes Lächeln auch kompetent, zielstrebig und ehrgeizig. Damit können die letzten Punkte für den Job gesichert werden.
  • Lächeln steigert Aufstiegschancen
    Alice Isen, Psychologieprofessorin an der Cornell-Universität in New York zeigte in ihren Studien, dass es einen Zusammenhang zwischen beruflichem Erfolg und guter Laune gibt. In Ihren Ergebnissen kam Sie zu dem Schluss, dass gut gelaunte Kollegen nicht nur beliebter und populärer sind – was an sich bereits ein beruflicher Vorteil ist – sondern von ihren Vorgesetzten auch besser bewertet und öfter befördert werden. Zusätzlich erzielten die lächelnden Mitarbeiter im Schnitt ein höheres Gehalt.
  • Lachen berauscht
    Und zwar durchaus vergleichbar mit einer Droge. Das etwa fand Dean Mobbs von der Stanford Universität heraus (PDF). Bei der Betrachtung witziger Comics konnte eine besondere Aktivität des nucleus accumbens gemessen werden – dieser Teil des Gehirns kontrolliert unter anderem die Ausschüttung des sogenannten Glückshormons Dopamin und sorgt somit für eine gewisse Euphorie beim Lachen und ist auch dafür verantwortlich, dass sich Menschen, die Kokain zu sich nehmen, high und berauscht fühlen.
  • Wer lächelt, sticht aus der Masse heraus
    Es ist leicht, in einer Menschenmenge unterzugehen und nicht bemerkt zu werden. Ein einfacher Trick dagegen: Lächeln Sie und zeigen Sie dabei Ihre Zähne! Psychologen um Gernot Horstmann von der Universität Bielefeld haben herausgefunden: Wenn wir eine Menschentraube scannen, fallen uns jene Personen in der Masse mehr auf, deren Zähne sichtbar sind. Dieser sogenannte Face-in-the-crowd Effekt basiert auf einem menschlichen Instinkt, um schnell zwischen Freund und Feind unterscheiden zu können. Wer lächelt, ist ein Freund und entsprechend keine Gefahr. Der Effekt funktioniert deshalb auch bei Gesichtern, die wutverzerrt die Zähne zeigen. Auch diese fallen besonders auf.
  • Lächeln verlängert das Leben
    Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Berkeley analysierten (PDF) in einer Langzeitstudie die College-Jahrbücher beziehungsweise die Porträts der Frauen darin und wie sehr diese lächelten – nur andeutungsweise oder breit grinsend bis strahlend. 30 Jahre später zeigte die Auswertung, dass die Gruppe mit der strahlend Lächelnden überwiegend glücklich verheiratet war und Höchstwerte in physischer und psychischer Gesundheit zeigte.

    Eine andere Studie an der Wayne State Universität in Michigan betrachtete das Lächeln auf Fotos von Baseballspielern. In der Langzeitanalyse zeigte sich dabei ein erstaunlicher Unterschied in der Lebenserwartung: Wer nicht lächelte, wurde durchschnittlich 72,9 Jahre alt, ein leichtes Lächeln erhöhte den Schnitt bereits auf 75 Jahre und wer ein echtes und herzliches Lächeln zeigte, hatte eine Lebenserwartung von 79,9 Jahren.

All diese guten Gründe sprechen dafür, sich ein wichtiges Motto zu Herzen zu nehmen:

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Lächeln ist wirklich ansteckend

Es begann an einem Dienstag. Genauer: am 30. Januar 1962. Die drei Mädchen waren wie an jedem Tag in der Schule in Kashasha am Westufer des Victoriasees. Dann fingen sie plötzlich an zu lachen. Erst eine, dann zwei, dann alle drei. Sie konnten gar nicht mehr damit aufhören.

Zunächst fand die Lehrerin das noch lustig, dann wurde sie böse, das Lachen störte den Unterricht. Sie schickte die Drei vor die Tür. Doch es half nichts, sie lachten weiter.

Mehr noch: Sie steckten nun noch andere damit an. Binnen kurzer Zeit lachten 95 der insgesamt 159 Schüler – und hörten damit nicht mehr auf, weshalb die Schule am 18. März geschlossen werden musste. Riesenfehler!

Die lachenden Schüler steckten nun noch mehr Menschen an: Zehn Tage später fingen 200 Menschen im rund 90 Kilometer entfernten Nshamba an zu lachen, Schüler überwiegend. In der Regionshauptstadt Bukoba wiederum lachten bereits 48 von 154 Schülern.

Auch dort wurde die Schule deshalb geschlossen – und die Lachepidemie breitete sich ins 35 Kilometer entfernte Kanyangereka aus, wo daraufhin ebenfalls zwei Schulen geschlossen werden mussten.

Die ganze Lachepidemie dauerte mehrere Monate und bescherte mehr als 1000 Menschen immer wieder Lachanfälle bis das Lachen langsam wieder abklang. Das Phänomen ging als Tanganjika-Lachepidemie in die Geschichte ein. Die Ursache hierfür konnte nie wirklich geklärt werden.

Allerdings vermuten Wissenschaftler dahinter einen natürlichen Reflex: Sobald positive Emotionen ins Spiel kommen, neigt unser Gehirn dazu, diese nachzuahmen. Allein das Geräusch eines Gelächters löst in einem Teil der Großhirnrinde (der die Gesichtsmuskulatur steuert) einen Reflex aus, uns mindestens aufs Mitlachen vorzubereiten, fand Sophie Scott vom University College London heraus.

Lachen oder Jubeln löst dabei besonders starke Reaktionen aus, stärker als etwa Angst oder Ekel – woraus die Forscher ableiten, dass positive Emotionen ansteckender sind als negative. Eine Erkenntnis, die sich übrigens Sitcom-Produzenten regelmäßig zu Nutze machen, indem sie vorproduzierte Lachsalven (Branchenjargon: canned laughter) in ihre Sendungen einblenden.

„Nichts in der Welt ist so ansteckend wie Gelächter und gute Laune“, wusste allerdings auch schon der Schriftsteller Charles Dickens.

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Lächeln lernen: So klappt das perfekte Lächeln

Eigentlich ist soziales Lächeln angeboren, weshalb schon Babys ein süßes Lächeln auf den Lippen haben. Bei den ganz Kleinen passiert das auch unbewusst im Schlaf. Vom Engelslächeln spricht man da.

Allerdings fällt ein natürliches Lächeln nicht jedem leicht – wobei es zwei Extreme gibt. Die einen zeigen ein vollkommen übertriebenes Lächeln, was automatisch aufgesetzt wirkt. Andere sind viel zurückhaltender und kommen über ein leichtes Zucken der Mundwinkel nicht hinaus. Beides wirkt auf den Betrachter eher verstörend als positiv, offen und herzlich.

Die Unterscheidung zwischen gestelltem und echtem Lächeln traf übrigens der französische Physiologe Guillaume-Benjamin Duchenne erstmals, weshalb beim echten Lächeln auch vom Duchenne-Lächeln die Rede ist. Dabei spannen sich nicht nur die Muskeln rund um den Mund an, sondern auch um die Augen, so lange die einhellige Meinung.

Diese Theorie ist allerdings mittlerweile widerlegt: Fältchen beim Lachen in den Augenwinkeln sagen lediglich etwas über die Intensität aus, aber keineswegs, ob die lachende Person sich ernsthaft freut oder amüsiert ist, oder lediglich etwas vortäuschen möchte.

Dabei ist das (laut Forschern) perfekte Lächeln das genaue Mittelmaß und scheinbar gar nicht so schwer. Entscheidend sind dafür drei Punkte für das Lächeln:

  • Leicht geöffneter Mund
    Der Mund sollte für das perfekte Lächeln leicht geöffnet sein – aber bitte nicht zu weit. Die Zähne sollten leicht zu sehen sein, man muss Ihnen aber nicht gleich bis in den Rachen gucken können.
  • Angehobene Mundwinkel
    Beim perfekten Lächeln werden die Mundwinkel sichtbar angehoben. Dies gilt für beide Seiten, die Mundwinkel werden also symmetrisch nach oben bewegt.
  • Authentischer Ausdruck
    Dies kann nicht erzwungen werden, ist aber der wichtigste Faktor für ein perfektes Lächeln: Sie müssen Ihr Lächeln wirklich authentisch so meinen, dann wird es auch genauso bei Ihren Mitmenschen ankommen.

So wirken Sie sofort sympathisch, selbst auf bisher fremde Menschen. Nicht umsonst heißt es:

Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.

Allerdings ist nicht jeder zum Charmebolzen geboren. Manche Menschen sind von Natur aus eher schüchtern und introvertiert; ihnen fällt es schwer, sich Fremden gegenüber zu öffnen und ein Lächeln zu zeigen.

Warum also nicht das Lächeln lernen, ein wenig an den eigenen Sympathiewerten arbeiten und gleichzeitig etwas fürs Wohlbefinden tun? Versuchen Sie für den Anfang diese Übungen:

  • Gehen Sie an einen ruhigen Ort, an dem Sie völlig entspannt und ungestört nur mit sich allein sein können.
  • Schauen Sie in einen Spiegel. Versuchen Sie nun verschiedene Grimassen – ein breites Grinsen, vielleicht schmollen Sie auch, strecken sich selbst die Zunge heraus, ziehen Sie die Augenbrauen zusammen – all das trägt dazu bei, die Gesichtsmuskulatur zu entspannen. Gleichzeitig sehen Sie, wieviele Muskeln Sie überhaupt im Gesicht haben.
  • Blicken Sie in den Spiegel hinein und registrieren Sie nun Ihr entspanntes Gesicht.
  • Wecken Sie positive Gefühle in sich, beispielsweise, indem Sie an etwas Lustiges denken oder etwas Schönes.
  • Während Sie verschiedene Situationen in Gedanken durchgehen, beobachten Sie sich: Huscht da ein Lächeln über das Gesicht?
  • Lächeln Sie sich freundlich an.

Diese Übungen haben übrigens auch etwas mit Selbstakzeptanz zu tun: Je mehr wir uns akzeptieren, desto eher kann uns eine fremde Person akzeptieren. So oder so ist ein Lächeln Ausdruck für kommunikative und soziale Fähigkeiten.

Die verschiedenen Arten eines Lächelns

In der Körpersprache können kleine Feinheiten bereits einen großen Unterschied ausmachen. Dies gilt auch für das Lächeln, denn hier gilt: Nicht jedes Lächeln ist gleich. Entsprechend schwierig kann es sein, das Lächeln Ihres Gegenübers korrekt zu deuten.

Auf der einen Seite wollen Sie niemandem etwas Böses unterstellen, der Ihnen gerade ein Lächeln schenkt. Gleichzeitig hilft es auch nicht, wenn Sie zu naiv sind und jedes Lächeln ausschließlich positiv betrachten. Wir haben verschiedene Arten eines Lächelns aufgelistet, die Sie unterscheiden sollten:

  • Ehrliches Lächeln
    Das ist die Art von Lächeln, die Sie sehen wollen und über das Sie auch anderen zeigen, wenn Sie glücklich sind. Ein ehrliches Lächeln strahlt über das gesamte Gesicht und zeigt sich auch in den freudigen Augen. Die Mundwinkel werden dabei angehoben – bei einigen Menschen sehr stark, bei anderen nur ein Stück. Bei einem ehrlichen Lächeln ist zudem der Mund meist leicht geöffnet.
  • Falsches Lächeln
    Wer anderen etwas vormachen möchte, setzt ein falsches Lächeln auf. Bei diesem werden die Mundwinkel leicht angehoben, ziehen sich aber eher nach außen. Der Mund ist geschlossen und die Lippen aufeinander gelegt. In den Augen zeigt sich ein falsches Lächeln nicht, diese können weiterhin desinteressiert oder abweisend blicken. Diese Art von Lächeln wird aus gespielter Höflichkeit, aber auch aus Schüchternheit aufgesetzt.
  • Hinterhältiges Lächeln
    Jeder kennt diese Art von Lächeln: Es wirkt beinahe böse und die Person mit einem hinterhältigen Lächeln scheint etwas im Schilde zu führen. Wie beim falschen Lächeln ist der Mund geschlossen, die Lippen aber fester aufeinandergepresst. Die Mundwinkel können leicht angehoben sein, die Augenpartie hingegen wird zusammengezogen.
  • Dominantes Lächeln
    Hier wird über das Lächeln Macht, Überlegenheit und ein höherer Status ausgedrückt. Es drückt aus, dass jemand sich für besser oder zumindest höher gestellt hält. Diese Person lächelt von oben herab. Bei dieser Art von Lächeln wird meist nur ein Mundwinkel hochgezogen, während die Lippen geschlossen bleiben.
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Tipps, um anderen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern

Charlie Chaplin sagte einmal: Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag. Diesen Grundsatz sollten Sie verinnerlichen und regelmäßiges Lächeln zelebrieren. Aber warum nur selbst in den Genuss kommen, wenn Sie dabei helfen können, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern?

Es gibt viele Kleinigkeiten, mit denen Sie Ihren Mitmenschen ein Lächeln schenken können. Fangen Sie doch gleich heute an und probieren Sie es aus:

  1. Machen Sie ein ehrliches Kompliment
    Die neue Frisur der Freundin gefällt Ihnen oder der neue Anzug eines Kollegen sitzt wie angegossen? Dann machen Sie ein Kompliment! Kaum etwas bringt schneller ein Lächeln zum Vorschein, als ehrlich gemeinte Anerkennung. Entscheidend dabei ist die Ehrlichkeit, denn geheuchelte und gelogene Komplimente bewirken das Gegenteil und Sie können sicher sein, dass Ihre Mitmenschen den Unterschied bemerken. Fassen Sie sich daher ein Herz und verteilen Sie Komplimente – Möglichkeiten dazu gibt es genug.
  2. Bedanken Sie sich bei anderen
    Schon Kinder lernen, wie wichtig ein einfaches Bitte oder Danke sein kann. Erinnern Sie sich daran zurück und bedanken Sie sich bei Ihren Mitmenschen. Denken Sie immer daran, dass auch Sie sich besser fühlen, wenn Ihnen jemand für eine kleine gute Tat dankt. Das nächste Mal, wenn Ihnen jemand die Tür aufhält, mit dem Aufzug auf Sie wartet oder ein Kollege Ihnen ein Eis mitbringt, bedanken Sie sich von Herzen.
  3. Machen Sie ein scheinbar grundloses Geschenk
    Erinnern Sie sich daran: Geschenke sind auch außerhalb von Geburtstagen und Weihnachten möglich. Und zu unerwarteten Zeiten sogar noch beliebter. Bringen Sie Ihrer Frau spontan Blumen mit. Könnte es einen besseren Grund geben, als ihr ein Lächeln aufs Gesicht zaubern zu wollen? Der materielle Wert eines solchen Geschenks ist dabei völlig egal, die Geste allein ist entscheidend.
  4. Stellen Sie einen alten Kontakt wieder her
    Manchmal verliert man sich im Leben einfach aus den Augen. Vielleicht führen die Wege von Freunden in eine andere Stadt und mit der Zeit wird der Kontakt immer seltener. Machen Sie den ersten Schritt und greifen Sie zum Telefon. Ein einfaches Hey, wir haben zu lange nichts von einander gehört, das würde ich gern schnellstmöglich ändern reicht schon aus. Als Belohnung für die Initiative werden Sie das Lächeln aus der Stimme Ihres Freundes heraushören.
  5. Sagen Sie jemandem, dass Sie stolz auf ihn sind
    Man kennt es fast nur als Ausspruch von Eltern an ihr Kind – zu Unrecht. Sie können genauso stolz auf einen Freund sein, der seinen Abschluss gemacht hat oder eine Kollegin, die mit einer Präsentation einen wichtigen Kunden überzeugt hat. Geizen Sie nicht mit diesem Satz, sondern sagen Sie anderen Menschen bei großen Leistungen, dass Sie stolz auf sie sind.
  6. Bieten Sie Ihre Hilfe an
    Wer die Augen offen hält, wird jeden Tag Situationen sehen, in denen er anderen seine Hilfe anbieten kann. Der Kollege, der mit seinen Aufgaben nicht weiter kommt oder der Klassiker einer älteren Dame, die Einkaufstüten trägt. Warum warten, bis ein anderer zur Hilfe kommt, wenn Sie diesen Teil selbst in die Hand nehmen können? Durch Hilfsbereitschaft können Sie jedem Menschen ein Lächeln schenken.
  7. Begegnen Sie selbst jedem mit einem Lächeln
    Zum Schluss noch einmal zur Erinnerung: Die einfachste Methode, anderen ein Lächeln zu schenken, ist durch Ihr eigenes Lächeln. Viel zu oft sind wir mit uns selbst beschäftigt, haben keine Zeit oder sind mit den Gedanken woanders. Durchbrechen Sie dieses Verhalten, lassen Sie gelegentlich das Smartphone in der Tasche und schenken Ihren Mitmenschen ein fröhliches Lächeln. Sie werden überrascht sein, wie positiv die Reaktionen darauf sind.
[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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2. September 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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