Urlaubsplanung: Das müssen Sie wissen
Haben Sie bereits Ihren Sommerurlaub eingereicht? Brauchen Sie kurzfristig noch ein paar Tage frei? Oder planen vielleicht schon eine Reise im Herbst oder im Winter? Wenn Sie sich am Arbeitsplatz noch nicht um den nötigen Urlaub bemüht haben, wird es jetzt höchste Zeit. Denn in vielen Büros geht es bei der Verteilung der hart umkämpften Urlaubstage sehr unkollegial zu. Das kann sogar so weit gehen, dass es zu ausgewachsenen Diskussionen und Streitigkeiten kommt, weil einige Kollegen sich nicht einigen können, wer zu welchem Zeitpunkt Urlaub nehmen kann. Damit die Situation in Ihrem Büro nicht eskaliert, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, sich bei der Urlaubsplanung schneller mit Ihren Kollegen zu einigen...

Urlaubsplanung: Ein Konfliktherd im Büro

Jeder Arbeitnehmer hat dank des Bundesurlaubsgesetzes Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Und in der Theorie könnte alles so schön einfach sein, wenn jeder Mitarbeiter seinen Urlaub dann nehmen könnte, wann er ihn gerade benötigt.

Doch genau hier gibt es bereits das erste Problem: Der Arbeitgeber muss natürlich dafür sorgen, dass der Betrieb trotz Urlaubszeit fortgeführt werden kann.

Daher kann eben nicht jeder Kollege dann in den Urlaub gehen, wann es ihm gerade passt, sondern es muss eine genaue Urlaubsplanung durchgeführt werden, um frühzeitig festzustellen, welche Arbeitskräfte wann im Büro sind.

In vielen Büros ist dieser Punkt ein großes Streitthema: Die Bedürfnisse einer ganzen Abteilung prallen aufeinander und jeder versucht, seine eigenen Wünsche durchzusetzen.

Viele beantragen Urlaub in den Sommer- und Winterferien, um Zeit mit der Familie und den Kindern zu haben, andere sind eher spontan und wollen sich nicht frühzeitig auf einen Urlaubstermin festlegen und wieder ein anderer fliegt seit 15 Jahren immer zur gleichen Zeit nach Gran Canaria.

Im Endeffekt landet das Problem dann beim Chef, denn dieser hat das letzte Wort, wenn es um die Vergabe der Urlaubstermine geht.

Urlaubsplanung: Wie entscheidet der Vorgesetzte?

In dieser Situation wollen wahrscheinlich die Wenigsten mit dem Chef tauschen, denn es ist schwierig, es allen Mitarbeitern gleichermaßen recht zu machen. Die Entscheidung fällt dabei aber natürlich nicht auf Grundlage von persönlichen Sympathien, sondern richtet sich in der Regel nach genauen Vorgaben:

  • Soziale Aspekte. Laut Rechtssprechung sind Urlaubsanträge von Eltern schulpflichtiger Kinder in der Ferienzeit vorrangig zu genehmigen. Aber: Diese Behandlung darf nicht dazu führen, dass kinderlose Arbeitnehmer in der Ferienzeit nie Urlaub nehmen können.
  • Betriebliche Aspekte. Stehen für das Unternehmen enorm wichtige Projekte an oder kommt es aufgrund von Krankheiten zu einem Mangel an Arbeitskräften, kann ein Urlaubsantrag aus betrieblichen Gründen abgelehnt werden.

Wurde der Urlaub aber einmal genehmigt, ist dieser in der Regel auch sicher. Nur mit schwerwiegenden Gründen, die beispielsweise die Existenz des Unternehmens bedrohen, kann ein genehmigter Urlaub zurückgenommen werden.

Tipps, wie Sie sich mit den Kollegen einigen

Urlaubsplanung einigen Mitarbeiter FristenWenn es um die Termine für den Urlaub geht, können Sie sich natürlich auf das Glück verlassen. Soll heißen: Jeder Mitarbeiter gibt seine Urlaubswünsche an den Chef weiter und dieser entscheidet anschließend, wessen Wünsche erfüllt werden und wer das Pech hat, seinen Urlaub auf einen neuen Termin legen zu müssen. Dieses Vorgehen kommt in vielen Fällen aber eher dem Werfen einer Münze gleich. Am Ende ist wahrscheinlich nur einer mit dem Ergebnis zufrieden und die restliche Belegschaft ist genervt.

Um dieses Szenario zu vermeiden, sollten Sie sich daher rechtzeitig mit Ihren Kollegen einigen. Das ist sicherlich nicht immer ganz einfach, doch mit den folgenden Tipps werden Sie es schaffen, im Büro eine gemeinsame Urlaubsplanung auf die Beine zu stellen.

  1. Seien Sie kompromissbereit

    Die notwendige Grundvoraussetzung für die Urlaubsplanung: Kompromissbereitschaft. Wenn alle Beteiligten von Anfang an stur auf ihren Urlaubswünschen beharren und nicht mehr davon abweichen, wird es nicht zu einer gemeinsamen Lösung kommen. Schwer wird es natürlich dann, wenn einige Kollegen unbelehrbar und zu keinem Kompromiss bereit sind.

    Aber auch dann gilt weiterhin: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und versuchen Sie zu vermitteln, dass das Endergebnis ohne eine Einigung für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend sein wird.


  2. Machen Sie eine öffentliche Urlaubsliste

    Wenn die bevorzugten Urlaubstermine nur per Mail an den Vorgesetzten gehen, bleiben viele Überschneidungen möglicherweise unentdeckt. Besser ist es, Sie geben beispielsweise eine Urlaubsliste im Büro herum oder hängen diese aus, damit jeder seine Wunschtermine eintragen kann.

    Auf diese Weise wird frühzeitig ersichtlich, ob es in einigen Zeiträumen zu Problemen kommen könnte. Nachdem diese erkannt wurden, kann gemeinsam nach einem Kompromiss gesucht werden.


  3. Bleiben Sie sachlich

    Ähnlich wie die Kompromissbereitschaft ist auch die Sachlichkeit eine wichtige Einstellung bei der Urlaubsplanung im Büro. Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Kollegen nicht versuchen, Ihnen den Urlaub zu versauen. Genau wie Sie haben auch Ihre Büronachbarn bestimmte Prioritäten, wenn es um die Urlaubsplanung geht.

    Reagieren Sie darauf aber genervt oder abwertend, werden Sie sicherlich nicht dazu beitragen, eine gemeinsame Lösung zu finden. Versuchen Sie sich auch ein Stück weit in die Lage des anderen hineinzuversetzen.


  4. Suchen Sie den Dialog mit den Kollegen

    Das A und O der Urlaubsplanung sind gemeinsame Gespräche und entsprechend offene und klare Kommunikation. Erklären Sie, warum Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt Ihren Urlaub nehmen wollen, aber hören Sie sich auch an, was Ihre Gesprächspartner zu sagen haben.

    Wenn Sie die Gründe kennen, fällt es Ihnen vielleicht auch leichter, einen Kompromiss einzugehen und Ihren Urlaub um eine oder zwei Wochen zu verschieben oder einige Urlaubstage mit anderen zu tauschen, die diese dringend brauchen.


  5. Machen Sie Lösungsvorschläge

    Das Problem zu erkennen und die Ansichten der Kollegen zu verstehen ist der erste Schritt. Nun muss es noch darum gehen, eine tatsächliche Lösung zu finden. Hierbei können Sie sich zum Beispiel durch verschiedene Vorschläge an eine endgültige Lösung annähern. Ähnlich wie beim Brainstorming bieten diese Vorschläge eine Grundlage, von der Sie konkretere Ideen ableiten können.

    Achten Sie jedoch darauf, nicht nur Vorschläge zu machen, die Ihren Urlaubswünschen zugutekommen. Das wirkt nur egoistisch und bringt niemanden weiter. Sammeln Sie in der Gruppe verschiedene Vorschläge und wägen Sie diese gegeneinander ab.


  6. Fragen Sie einen neutralen Mediator

    Wenn die Situation aussichtslos erscheint und es bei den Kompromissen keinen Schritt weiter geht, kann ein Mediator die letzte Möglichkeit darstellen, sich doch noch zu einigen. Dieser sollte die Vorstellungen der Kollegen neutral betrachten und zwischen den Streithähnen vermitteln.

    Allerdings ist es nicht immer ganz leicht, dass sich wirklich alle Beteiligten auf solch eine Vermittlung einlassen. Am besten sollte vorher geklärt werden, dass sich alle mit dem Vorgehen und auch mit dem Ergebnis einverstanden erklären.

Weitere Informationen zum Urlaubsanspruch

Extra-Tipp-IconHaben Sie es geschafft und eine Einigung mit Ihren Kollegen gefunden, steht einem entspannten Urlaub nichts mehr im Weg. Zum Abschluss noch drei wichtige Informationen zum Urlaubsanspruch:

  • Kalenderjahr.

    Der Urlaub muss grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden. Mit Zustimmung des Arbeitgebers ist eine Übertragung in die ersten drei Monate des Folgejahres möglich.

  • Zusammenhang.

    Ein Mitarbeiter kann auf seinen Wunsch den Jahresurlaub in kleine Abschnitte stückeln. Der Arbeitgeber darf dies jedoch nicht verlangen. Mindestens 12 zusammenhängende Urlaubstage müssen vom Arbeitgeber gewährt werden.

  • Betriebsurlaub.

    Liegen betriebliche Gründe vor, kann ein Arbeitgeber auch Betriebsurlaub anordnen. Dieser wird mit dem frei zur Verfügung stehenden Urlaub des Arbeitnehmers verrechnet. Der Betriebsurlaub darf allerdings nicht mehr als 60 Prozent des Jahresurlaubs ausmachen

Urlaubsplanung: Wie Sie die Urlaubszeit richtig nutzen

Wenn gefühlt mehr als die Hälfte der Belegschaft im Urlaub ist und Sie beinahe alleine im Büro sitzen, sinkt verständlicherweise auch die Leistung einer Abteilung. Das klingt zwar logisch, doch nicht jeder Vorgesetzte sieht das genauso. In manchen Unternehmen ist die Urlaubszeit also nicht ruhiger, sondern deutlich stressiger, da jeder einzelne Mitarbeiter die Arbeit für zwei oder drei Kollegen übernehmen muss, um das Pensum aufrecht zu erhalten.

Zum Glück sehen viele Chefs aber auch ein, dass es in der Urlaubszeit etwas ruhiger zugeht, gerade dann, wenn neben den eigenen Mitarbeitern auch auf der Kundenseite nur mit halber Besetzung gearbeitet wird.

Für Sie bedeutet das wiederum: Wenn die Kollegen beim Urlaub zuerst dran sind, ist dies kein Grund, Trübsal zu blasen. Stattdessen können Sie die ruhigeren Tage und die damit verbundenen Möglichkeiten nutzen. Diese Tipps können dabei helfen:

  1. Endlich einmal richtig aufräumen

    Egal, wie oft Sie sich vornehmen für Ordnung zu sorgen, im stressigen Arbeitsalltag bleibt immer etwas liegen. Mit der Zeit häufen sich so teils beachtliche Stapel von Notizen, Ordnern und Mappen an. Nutzen Sie die Zeit, um das Chaos zu beseitigen.


    Sortieren Sie konsequent aus, welche Unterlagen weiterhin benötigt werden. Diese gehören ordentlich abgeheftet in beschriftete Ordner. Räumen Sie bei der Gelegenheit auch gleich den Aktenschrank auf und sortieren die neu angelegten Ordner alphabetisch oder chronologisch ein. Alle veralteten Papiere kommen in den Aktenvernichter und anschließend in den Papierkorb.


    Auch am Computer können Sie einige Unordnung beseitigen. Löschen oder archivieren Sie alle Dateien, die Sie nicht mehr benötigen. Gleiches gilt für Ihren Browser. Entfernen Sie Lesezeichen, die für abgeschlossene Projekte benötigt wurden und löschen Sie die Browserdaten. Verschiedene kostenlose Programme entsorgen Datenmüll. Auf diese Weise schaffen Sie nicht nur Ordnung, sondern können vielleicht noch eine schnellere Arbeitsgeschwindigkeit erreichen.


  2. Anstehende Projekte vorbereiten

    Jetzt ist es zwar ruhiger, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis der hektische Arbeitsalltag wieder beginnt. Durch die richtige Vorbereitung lässt sich möglicherweise einiges an Stress vermeiden. Dabei sind die Möglichkeiten der Planung und Vorbereitung vielseitig.


    Beginnen Sie beispielsweise mit einem Bestandscheck im Büro: Sind alle nötigen Arbeits- und Verbrauchsmaterialien vorhanden? Funktionieren alle Geräte oder gibt es einen Drucker, der schon seit Wochen streikt? Erledigen Sie diese Dinge jetzt, um dem Frust im Arbeitsalltag vorzubeugen.


    Wer besonders fleißig ist, kann auch schon ein Konzept für das nächste Projekt erstellen. Hierbei ist zwar darauf zu achten, dass Kollegen, die sich gerade im Urlaub befinden, nicht übergangen werden, doch wer freut sich nicht, wenn er ins Büro kommt uns ein Teil der Aufgaben wurde bereits vorbereitet.


  3. Über den Tellerrand schauen

    Wieso schauen Sie nicht einmal dem Kollegen bei seiner Arbeit über die Schulter oder informieren sich darüber, woran ein anderes Team gerade arbeitet? Die gewonnene Zeit eignet sich sehr gut, um den eigenen Horizont zu erweitern und ein besseres Verständnis für die Abläufe innerhalb des Unternehmens zu bekommen.


    Sie können aber auch an Ihren eigenen Fähigkeiten arbeiten. Bilden Sie sich doch beispielsweise am Arbeitsplatz weiter. Das neue Datenbankprogramm bereitet Ihnen Kopfschmerzen und für die Lektüre des Handbuchs mit 233 Seiten fehlt die Zeit? Dann fangen Sie doch jetzt damit an!


    Das gilt auch für Aufgaben, für die bisher immer die Zeit gefehlt hat. Beginnen Sie doch endlich mit der Umsetzung des Firmenblogs oder überlegen Sie sich konkrete Vorschläge für die Überarbeitung der Firmenhomepage, um den Kunden nach der Urlaubszeit im neuen Gewand zu begegnen.


  4. Neue Kontakte im Unternehmen knüpfen

    Einige Ihrer Kollegen sind im Urlaub, doch das bedeutet nicht, dass Sie die Arbeitszeit gänzlich allein verbringen müssen. Setzen Sie sich in der Mittagspause zu anderen Kollegen an den Tisch und lernen so neue Leute kennen.


    Wenn das Wetter mitspielt, können Sie auch ein gemeinsames Essen außerhalb des Büros anregen. Im Arbeitsalltag bleibt dafür nur selten genügend Zeit, doch ist es eine tolle Möglichkeit, eine bessere Atmosphäre im Team zu schaffen und gleichzeitig die Stimmung jedes einzelnen zu verbessern.

Beurlauben Sie sich nicht selbst!

Extra-Tipp-IconManche Mitarbeiter reichen ihren Urlaubswunsch beim Arbeitgeber ein und bleiben dann im angekündigten Zeitraum der Arbeit fern - auch dann, wenn das Unternehmen den Urlaub überhaupt nicht genehmigt hat. In einem solchen Fall müssen sich meist Arbeitsgerichte der Sachlage annehmen. Dies passiert sogar der Bundesagentur für Arbeit.

Eine Mitarbeiterin war schon mehr als 30 Jahre beschäftigt und laut Tarifvertrag damit unkündbar. Die Mitarbeiterin erlitt jedoch eine schwere Erkrankung und ging zunächst in Kur. Für den Zeitraum nach der Kur beantragte sie, wie vom Arzt empfohlen, zwei Wochen Erholungsurlaub. Der Urlaub wurde jedoch wegen der angespannten Personalsituation abgelehnt.

Da der Arbeitgeber wohl schon ähnliche Erfahrungen gemacht hatte, teilte er der Mitarbeiterin zur Sicherheit gleich noch mit, dass wenn sie nicht zur Arbeit erschiene, sie mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis hin zur Kündigung rechnen müsse.

Die Hinweise des Arbeitgebers interessierten die Mitarbeiterin offensichtlich nicht und sie kam im Anschluss an ihren Kuraufenthalt einfach nicht zur Arbeit. Der Arbeitgeber kündigte ihr daraufhin fristlos, fing sich eine Klage und verlor trotz eindeutig vorliegender rechtswidriger Selbstbeurlaubung der Mitarbeiterin.

Aufgrund der langen Betriebszugehörigkeit und der schlechten Aussichten der Mitarbeiterin auf dem Arbeitsmarkt wäre aus Sicht des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Az.: 10 Sa 1823/10) nur eine ordentliche Kündigung verhältnismäßig gewesen. Diese wiederum war aber wegen der zwischenzeitlich eingetretenen ordentlichen Unkündbarkeit nicht möglich.

Für Mitarbeiter geht eine Selbstbeurlaubung aber nicht immer so glimpflich aus. Bevor Sie Ihren Urlaub antreten, sollten Sie deshalb immer sicher sein, dass Sie eine entsprechende Bestätigung erhalten haben.

Urlaubsplanung: So können Sie schneller abschalten

soft_light/shutterstock.comWurde dann endlich eine Einigung erzielt und Ihr Urlaub steht an, sollten Sie sich darauf freuen. Egal ob am Strand, in den Bergen oder im eigenen Garten - die Urlaubszeit ist für viele Arbeitnehmer aus guten Gründen die beliebteste Zeit des Jahres.

Umso überraschender erscheint es, dass es vielen nicht gelingt, die Arbeit wirklich hinter sich zu lassen und sich einfach zu entspannen. Entweder werden berufliche E-Mails gelesen, das Handy klingelt auch im Urlaub oder es wird gleich der Laptop mitgenommen. So zeigte eine Umfrage beinahe erschreckende Ergebnisse:

  • Für fast jeden Zweiten ist es normal, im Urlaub regelmäßig über die Arbeit nachzudenken.
  • 14 Prozent der Arbeitnehmer lesen freiwillig berufliche E-Mails, während sie im Urlaub sind.
  • Jeder Vierte nimmt seinen Laptop mit auf Reisen, um auch dort erreichbar und informiert zu sein.

Für dreiviertel der Befragten dauert es mehr als eine Woche, bis sie endgültig im Urlaub angekommen sind und sich wirklich erholen. Das bedeutet aber auch, dass oft schon der halbe Urlaub vorbei ist, bevor er richtig angefangen hat.

Sicher: Abschalten ist leichter gesagt, als getan - aber dennoch absolut notwendig, damit der Urlaub wirklich das hält, was sich alle davon versprechen: Erholung vom stressigen Alltag. Die gute Nachricht: Das lässt sich lernen. Damit Sie Ihren Urlaub von Anfang an in vollen Zügen genießen können, zeigen wir Ihnen Tipps, wie Sie nach dem letzten Arbeitstag schneller abschalten:

  1. Nutzen Sie die Zeit vor Ihrem Urlaub

    Schon die Zeit, bevor Ihr Urlaub anfängt, kann große Auswirkungen auf Ihre Erholung haben. Je besser Ihre Vorbereitungen in den letzten Wochen und Tagen sind, desto entspannter können Sie sofort in die freien Tage starten.

    Klären Sie daher alle wichtigen Fragen frühzeitig: Wer ist Ihre Urlaubsvertretung? Wissen Ihre Kunden über Ihren Urlaub Bescheid? Haben Sie alle Unterlagen für laufende Projekte übergeben? Wenn diese Dinge organisiert sind, brauchen Sie sich im Urlaub keine Gedanken mehr darum machen und für die Kollegen im Büro besteht kein Grund, Sie im Urlaub zu kontaktieren.


  2. Vertrauen Sie den Kollegen

    Vorbereitung ist bekanntlich die halbe Miete, doch allein reicht es noch nicht für entspannte Urlaubstage. Dafür benötigt es bei vielen Arbeitnehmern auch ein Umdenken. Soll heißen: Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Kollegen im Büro alles im Griff haben.

    Ihre Projekte und Kunden sind in guten Händen und es bringt nichts, wenn Sie sich im Urlaub den Kopf darüber zerbrechen. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre Erholung.


  3. Bleiben Sie im Urlaub offline

    Ständig mit dem Smartphone oder Laptop die neuesten E-Mails der Kollegen lesen und nur kurz eine Frage des Kunden beantworten? Definitiv der falsche Weg, denn auf diese Weise kommen Ihre Gedanken nie von der Arbeit los. Bleiben Sie lieber konsequent und das bedeutet in diesem Fall: offline.

    Lassen Sie das Postfach geschlossen, teilen Sie Kollegen, Chef und Kunden vorher mit, dass Sie im Urlaub leider nicht erreichbar sind und belassen Sie es dabei. Ständige Erreichbarkeit ist nur ein Auslöser für Stress - gerade im Urlaub.


  4. Lenken Sie sich ab

    Sollte es Ihnen trotzdem schwer fallen, nicht dauerhaft mit den Gedanken abzuschweifen und doch wieder über die Arbeit zu grübel, gibt es eine einfache Technik: Ablenkung. Je aktiver Sie Ihren Urlaub gestalten, desto weniger Freiraum bleibt, um ins Grübeln zu geraten.

    Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, ein wenig in der Sonne zu baden. Für Ihre Erholung kann es sich aber auszahlen, etwas zu unternehmen, um auf andere Gedanken zu kommen.

Urlaubytypen: Welcher sind Sie?

Extra-Tipp-IconDer Urlaubstyp spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, wie gut Ihnen Ihr gebuchter Urlaub gefällt und wie viel Spaß Sie auf der Reise haben. Es kommt zwar immer auch drauf an, was Sie aus Ihrem Urlaub machen, doch wenn Sie Ihren Urlaubstyp von Anfang an berücksichtigen, können Sie die Sommerferien noch ein Stück mehr genießen. Wir haben fünf Urlaubstypen zusammengestellt, die sich im Sommer auf Reisen begeben.

  1. Der neugierige Fotograf

    Das wichtigste Gespäckstück ist die teure Kamera, die immer und überall mitgenommen wird. Der Fotograf ist im Urlaub auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten und Landschaften, die er in Bildern festhalten und den Zuhause gebliebenen Freunden zeigen kann. Bei der Reiseplanung sollte daher auf möglichst viele Motive und Wahrzeichen geachtet werden, damit keine Langeweile aufkommen kann.

  2. Der entspannte Strandurlauber

    Solange die Sonne scheint und das Meer in der Nähe zum Hotel liegt, ist der Strandurlauber glücklich. Urlaub ist für ihn Zeit für Erholung und dafür braucht er nichts weiter als ein Handtuch, Badekleidung und eine Liege. Für den weiteren Urlaubsort interessiert er sich nur, wenn es ansprechende Restaurants oder Lokale gibt, in denen man sich nach dem anstrengenden Sonnenbaden erholen kann.

  3. Der interessierte Kultur-Tourist

    Kein Museum ist vor ihm sicher, keine Stadtführung bleibt unbesucht und schon im Vorfeld hat er sich mit sämtlichen Reiseführern eingedeckt. Der Kultur-Tourist möchte nicht nur Gast sein, sondern Land und Leuten näher kommen. Besonders interessiert ist er an interessanten Geschichten, die er später weitererzählen kann. Hier gilt: Je historischer der Urlaubsort, desto besser ist er geeignet.

  4. Der unternehmungslustige Abenteurer

    Pauschalurlaub ist ihm fremd. Der Abenteurer möchte auf seinen Reisen etwas erleben. Dazu zählt, dass er die Planung und Organisation von Flug und Unterkunft selbst in die Hand nimmt, gerne abseits der großen Touristenattraktionen verreist und auf eigene Faust das Land erkundet. Für Touristen, die seiner Meinung nach Standard-Urlaub machen, hat er kaum Verständnis.

  5. Der vorausschauende Organisator

    Bereits Wochen bevor der Urlaub beginnt, hat er alles bis ins kleinste Detail durchgeplant. Sowohl Hin- als auch Rückreise sind organisiert, die Abläufe für die einzelnen Urlaubstage wurde schon durchdacht und die entsprechenden Aktivitäten vor Ort gebucht. Sein Motto: Was man dem Zufall überlässt, geht schief. Daher bringen ihn auch spontane Ideen seiner Mitreisenden auf die Palme.

[Bildnachweis: Red monkey, Monkey Business Images, soft_light by Shutterstock.com]

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