Urlaub vorbei: Wie Sie entspannt in den Job finden

Erstaunlich, aber wahr: 56 Prozent der Arbeitnehmer freuen sich nach dem Urlaub auf den Job. Bei den Frauen sind es sogar 13 Prozent mehr, ergab eine Umfrage des IFAK-Instituts. Vielleicht ertragen manche irgendwann nicht mehr die Nähe ihrer Familie und sehnen die Routine des Alltags herbei… So oder so: Wenn der Urlaub vorbei geht, kommt oft der Blues. Und mit ihm zentrale Fragen: Wie voll wird mein Postfach sein? Ist irgendetwas Wichtiges passiert? Was habe ich verpasst? Und ganz entscheidend: Hat man mich vermisst? Die besten Tipps, wie Sie nach dem Urlaub entspannt und motiviert wieder in den Job finden…

Urlaub vorbei: Wie Sie entspannt in den Job finden

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Post-Holiday-Syndrom: Der Blues nach dem Urlaub

Der Urlaub geht, der Job kommt. Zahlreiche Arbeitnehmer reagieren darauf mit Frust. Forscher nennen das Phänomen „Post-Holiday-Syndrom“ oder „Post-Urlaubs-Blues“. Schätzungsweise zwei Drittel der Beschäftigten geht das nach der Rückkehr aus dem Urlaub so. Oft beginnt der Blues schon am Wochenende, die ersten drei Tage der ersten Arbeitswoche ziehen sich wie Kaugummi. Kopf und Körper benötigen die Zeit, um in den gewohnten Arbeitsrhythmus zurückzufinden. Danach ist der Spuk vorbei. Wir haben unser altes Tempo wieder. Teils aber auch die alte Laune.

Tatsächlich gibt es so etwas wie eine Urlaubs-Glückskurve. Die hat der niederländische Tourismuswissenschaftler Jeroen Nawijn identifiziert. Danach steigt unsere Laune und gute Stimmung zu Beginn des Urlaubs noch nicht sofort an. Das passiert erst nach zwei bis drei Tagen. Dann allerdings sehr steil. Genauso schnell fällt die Kurve mit dem Urlaubsende wieder ab. Schließlich wissen wir, dass wir an den Arbeitsplatz zurückkehren müssen. Typisch Blues:

Urlaubs Glückskurve Post Urlaubs Blues

Auch der Erholungseffekt hält nicht lange an. Zwei bis drei Wochen nach den Ferien hat uns der Alltagsstress wieder fest im Griff. Das ergaben Studien der Psychologin Jessica de Bloom von der Universität Nimwegen.

Urlaub vorbei: Entspannt zurück in den Arbeitsalltag

Wie gut oder schlecht wir wieder im Arbeitsalltag ankommen, hängt maßgeblich von der inneren Einstellung ab. Natürlich können Sie die ganze Zeit bedauern, dass Sie wieder zurück in der Heimat und im Job sind. Klüger aber wäre, sich das Lebensgefühl in Erinnerung zu rufen, dass Sie während des Urlaubs hatten.

Leichtigkeit, Zufriedenheit und Entspannung – das sollten Sie emotional konservieren. Und mal ehrlich: Ist es nicht auch schön, vertraute Gesichter wiederzusehen? Die schönen Dinge, die Sie jetzt wieder mit Freunden und Kollegen unternehmen können. Wer nach zwei, drei Tagen immer noch den Post-Travel-Blues hat, sollte sich fragen, ob das wirklich am Urlaubsende liegt – oder am öden Job? Ist letzteres der Fall, überlegen Sie bitte, wie lange Sie das Gefühl schon haben. Hängt das mit der Arbeitsbelastung zusammen oder mit den Arbeitsinhalten? In manchen Fällen hilft nicht noch mehr Erholungsurlaub, sondern ein Jobwechsel oder eine berufliche Neuorientierung.

3 Tipps, wie Sie Ihre Ferienfreude maximieren

  1. Vorbereitung
    Genießen Sie die Zeit der Vorfreude. Sie ist die schönste. Das fanden Leigh Thompson von der Kellogg School of Management und Terence Mitchell von der Foster School of Business heraus. Die Befragten waren vor dem Urlaub am glücklichsten, genossen hinterher etwas Erholung und hatten in den Ferien miese Laune.
  2. Entspannung
    Versuchen Sie im Urlaub wirklich abzuschalten. Jeder Dritte kann das nicht und packt sein Laptop in die Reisetasche. 18 Prozent nehmen gar ihre Diensthandys mit. Gleichzeitig wundern sich viele darüber, dass der Bürostress in den Ferien nicht nachlassen will.
  3. Kurztrips
    Machen Sie mehrere Kurztrips statt eines langen Urlaubs. Wissenschaftler der Erasmus Universität fanden heraus, dass der Erholungseffekt größer ist und länger anhält, wenn Sie den Urlaub auf mehrere Reisen und Ausflüge über das Jahr verteilen.


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Urlaub Rückkehr: So finden Sie in den Job zurück

Für manche gibt es nichts Schlimmeres als mit dem Urlaub die eigene Entbehrlichkeit zu dokumentieren. Man war weg – und der Laden läuft trotzdem noch. Sogar besser denn je. Eine Katastrophe! Dabei könnte das genauso ein Indiz dafür sein, dass Sie Ihre Auszeit gut vorbereitet haben. Und seien wir ehrlich: Jeder ist im Job ersetzbar. Viel wichtiger ist, den Urlaub dafür zu nutzen, wozu er gedacht ist: zur Erholung.

Auch die beste Zeit des Jahres geht einmal vorbei. Wenn Ihr erster Arbeitstag also nicht gleich mit dem Post-Holiday-Syndrom und Stress starten soll, können die folgenden Tipps helfen:

  • Kehren Sie früher aus dem Urlaub zurück

    Wenn Sie erst Sonntagabend von Ihrer Reise zurückkehren, werden Sie Montagmorgen abgehetzt und entnervt auf der Arbeit erscheinen. Geben Sie sich lieber ein paar Tage zum akklimatisieren.

  • Planen Sie einen Puffer ein

    Sie können nicht erwarten, sofort auf dem neuesten Stand zu sein. Damit die Kunden Sie nicht gleich am ersten Tag belagern, stellen Sie den Abwesenheitsassistenten so ein, dass der ein, zwei freie Tage länger simuliert. Dann schweigt das Telefon noch etwas, und Sie haben Ruhe, in die Routine zurückzufinden.

  • Kommen Sie Donnerstag ins Büro

    Legen Sie Ihren ersten Arbeitstag möglichst auf einen Donnerstag. Dann haben Sie nur zwei Arbeitstage nach dem Urlaub. Und das Wochenende steht auch gleich wieder vor der Tür. So können Sie die ersten Dinge aufarbeiten, haben aber bald wieder eine Ruhepause.

  • Erledigen Sie dringende Aufgaben vorher

    Schon vor dem Urlaubsantritt sollten Sie Aufgaben erledigen, die in Zukunft wichtig werden. Zum Beispiel Projekte, die nach Ihrem Urlaub nahe an der Deadline stehen. Das reduziert den Druck.

  • Folgen Sie einer To-do-Liste

    Sortieren Sie bei der Rückkehr zuerst, welche Aufgaben dringend und wichtig sind und welche warten können. Indem Sie eine ToDo-Liste anlegen und Prioritäten setzen, bekommen Sie einen schnellen Überblick und finden entspannter in den Job.

  • Holen Sie ein Stück Urlaub ins Büro

    Etwas Eskapismus darf sein: Um sich die Rückkehr ins Büro zu erleichtern, können Sie ein Urlaubsbild als Desktop-Hintergrund einrichten oder ein kleines Souvenir auf den Schreibtisch stellen. Nur nichts Großes. Das könnte die Kollegen neidisch machen.

  • Beschleunigen Sie nicht von 0 auf 100

    Übertreiben Sie es nicht. Jeder Motor muss sich erst warmlaufen, bevor er Top-Leistung bringt. Beginnen Sie also mit den Routine-Aufgaben bis Sie wieder fest im Sattel sitzen. Danach können Sie immer noch zum Helden der Arbeit mutieren.

  • Bleiben Sie realistisch

    Niemand erwartet, dass am Ende des ersten Arbeitstages alle E-Mails, Briefe und Memos beantwortet wurden. Jede Kollegin und jeder Kollege kennt die ersten Tage, wenn der Urlaub vorbei ist.

  • Verbringen Sie die Mittagspause mit Kollegen

    Nutzen Sie die Mittagspause zur Kontaktaufnahme. Auch mit dem Hintergedanken, nebenbei die neuesten Informationen sowie den jüngsten Klatsch und Tratsch aufzuschnappen. Kann nie schaden!

  • Essen Sie Gerichte aus dem Urlaub

    Verlängern Sie den Urlaub kulinarisch, indem Sie ein paar Speisen aus dem Urlaubsland zuhause und nach Feierabend nachkochen. Oder Sie gehen in einem entsprechenden Restaurant essen. So bleibt der Urlaub noch etwas länger auf der Zunge. Selbst wenn manche Gerichte nicht so schmecken werden wie im Urlaubsland.

  • Achten Sie auf Ihre Pausen

    Gerade in der ersten Zeit sollten Sie den Erholungswert des Urlaubes nicht boykottieren, indem Sie durchackern. Machen Sie regelmäßig Pausen und pünktlich Feierabend. So sind Sie auch am zweiten Tag ausgeruht und entspannt.

  • Behalten Sie Rituale bei

    Vielleicht haben Sie in den Ferien ein bestimmtes Ritual gepflegt: morgens joggen, abends lesen… Übertragen Sie dieses Ritual auf den Alltag und pflegen Sie es weiter. Das rettet das Urlaubsfeeling ebenfalls noch einige Wochen über den Arbeitsstart hinaus.

  • Ziehen Sie Konsequenzen aus der Auszeit

    Auch das Gegenteil ist sinnvoll: Nutzen Sie den frischen Blick auf die Arbeit, um mit schlechten Gewohnheiten aufzuräumen. Vielleicht fallen Ihnen jetzt Mängel oder Fehler in internen Abläufen auf. Gehen Sie diese gemäß der 72-Stunden-Regel gleich an.

  • Planen Sie den nächsten Urlaub

    Was auch hilft: Planen Sie schon den nächsten Urlaub. Blättern Sie in neuen Prospekten und profitieren Sie von Frühbucherrabatten. Idealerweise sollte Ihr nächster Urlaub in den kommenden zwei bis drei Monaten liegen. So haben Sie ein motivierendes Ziel vor Augen. Und die Vorfreude ist bekanntlich die schönste.

  • Gehen Sie auf Entdeckungsreise

    Zeit und Geld reichen nicht für den Traumurlaub in der Karibik? Kein Problem: Gehen Sie in der Nähe auf Entdeckungstour! Planen Sie kleinere Ausflüge zum nächstgelegenen Stausee. Gehen Sie bei schlechtem Wetter in eine neue Ausstellung. Oder spazieren Sie durch den Wald und erfreuen sich an der Natur. Das schärft den Blick für die Umgebung und erleichtert die Rückkehr ins Büro.

Das Praktische am Urlaub ist: Er gibt einem nicht nur die Kraft, wieder zu arbeiten, sondern macht einen so pleite, dass gar nichts anderes übrig bleibt.

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Erster Arbeitstag nach Urlaub: Angst vor dem Job?

Nicht wenige Menschen haben regelrecht Angst, wenn der Urlaub vorbei ist. Sie bekommen regelrecht Panikattacken mit Blick auf den kommenden Arbeitstag. Davon sind selbst Arbeitnehmer betroffen, die sagen würden, nette Kollegen und einen tollen Job zu haben. Dahinter steckt häufig eine Form des Perfektionismus. Sie erschwert es den Betroffenen, sich fallen zu lassen und den Job Job sein zu lassen.

Die meisten Sorgen, die wir uns machen, sind ohnehin unbegründet. Was hier hilft: Nutzen Sie bisherige Routinen im Job. Die geben Sicherheit. Ebenso die Gespräche mit Kollegen und Chef. Schon bald werden Sie feststellen, dass alles beim Alten ist und man sich freut, dass Sie wieder da sind. Jetzt läuft der Laden eben noch besser!

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