Urlaub vorbei: Wie Sie wieder in den Job finden

Erstaunlich, aber wahr: 56 Prozent der Arbeitnehmer freuen sich nach dem Urlaub auf den Job. Bei den Frauen sind es sogar 13 Prozent mehr, ergab eine Umfrage des IFAK-Instituts. Vielleicht ertragen manche irgendwann nicht mehr die Nähe ihrer Familie und sehnen die Routine des Alltags herbei… So oder so: Wenn der Urlaub vorbei geht, kommt der Blues. Und mit ihm zentrale Fragen, wie: Wie voll wird mein Postfach sein? Ist irgendetwas Wichtiges passiert? Was habe ich verpasst? Und ganz entscheidend: Hat man mich vermisst?

Urlaub vorbei: Wie Sie wieder in den Job finden

Post-Holiday-Syndrom: Nach dem Urlaub kommt der Blues

Post-Holiday-Syndrom: Nach dem Urlaub kommt der BluesDer Urlaub geht, der Job kommt. Zahlreiche Arbeitnehmer reagieren darauf mit Frust. Forscher nennen das Phänomen Post-Holiday-Syndrom oder auch Post-Urlaubs-Blues.

Schätzungsweise zwei Drittel der Angestellten hierzulande geht das nach der Rückkehr aus dem Urlaub so. Oft beginnt der Blues schon am Wochenende, die ersten drei Tage der ersten Arbeitswoche ziehen sich in die Länge. Kopf und Körper benötigen die Zeit, um in den gewohnten Arbeitsrhythmus zurückzufinden. Danach ist der Spuk allerdings auch schon wieder vorbei, und wir haben unser altes Tempo wieder. Teils aber auch die alte Laune.

Der niederländische Tourismuswissenschaftler Jeroen Nawijn hat schon vor einigen Jahren bei seinen Forschungen eine Art „Urlaubs-Glückskurve“ identifiziert. Danach steigt unsere Laune und gute Stimmung zu Beginn des Urlaubs noch nicht sofort merklich an.

Das passiert erst nach zwei bis drei Tagen – und dann sehr steil. Allerdings fällt die Kurve mit dem Urlaubsende auch genauso schnell wieder ab, wenn wir wissen, dass wir an den Arbeitsplatz zurückkehren müssen – typisch Blues eben:

Urlaubs Glueckskurve Post Urlaubs Blues

Auch der Erholungseffekt eines langen Urlaubs hält nicht besonders lange an: Zwei bis drei Wochen nach den Ferien hat uns der Alltagsstress bereits wieder fest im Griff, ergaben Studien der Psychologin Jessica de Bloom von der Universität Nimwegen.

Urlaub vorbei: Zurück in den Arbeitsalltag

Wie gut oder schlecht wir wieder im Arbeitsalltag ankommen, hängt von der inneren Einstellung ab. Natürlich können Sie sich die ganze Zeit in Ihrem Elend suhlen und bedauern, dass Sie wieder zurück in der Heimat sind. Aber viel klüger ist es, sich das Lebensgefühl in Erinnerung zu rufen, dass Sie während des Urlaubs hatten.

Leichtigkeit, Zufriedenheit und Entspanntheit – das sollten Sie konservieren. Und mal ehrlich: Ist es nicht auch schön, vertraute Gesichter wiederzusehen? Die schönen Dinge, die Sie jetzt wieder mit Freunden und Kollegen unternehmen können…

Wer nach zwei, drei Tagen immer noch den Post-Travel-Blues hat, sollte sich fragen, ob das wirklich am Urlaubsende oder generell an der Rückkehr ins Büro liegt? Ist letzteres der Fall, fragen Sie sich, wie lange Sie dieses Gefühl bereits haben. Hängt das konkret mit der Arbeitsbelastung zusammen oder mit bestimmten Kollegen?

In dem Fall sollten Sie unseren kurzen Quiz machen:

Jobtest Selbsttest Gehen Oder Bleiben

1. Wie gut verstehen Sie sich mit Ihren Kollegen?

  • Das sind alles Idioten. Wir arbeiten zwar zusammen, doch ansonsten sehen wir uns nicht häufig. Das ist auch gut so. (3 P.)
  • Im Grunde mag ich meine Kollegen. Wir gehen auch mal zusammen in die Mittagspause. Nur dieser eine Kollege aus der Buchhaltung geht mir manchmal tierisch auf den Wecker. (2 P.)
  • Wir verstehen uns eigentlich alle sehr gut. Nach Feierabend gehen wir ab und an etwas trinken und die Kollegen schicken Postkarten aus dem Urlaub ins Büro. (1 P.)

2. Wie werden Sie von Ihren Kollegen behandelt?

  • Wenn etwas schief läuft, bekomme ich einen auf den Deckel. In Meetings traue ich mich gar nicht mehr etwas zu sagen, weil meine Ideen grundsätzlich nicht gut ankommen. (3 P.)
  • Die anderen Kollegen bitten mich regelmäßig um Rat und vertrauen meinem Urteil. (1 P.)
  • Ich versuche mich zwar einzubringen, habe aber das Gefühl, dass meine Vorschläge belächelt werden. (2 P.)

3. Wie ist Ihr Verhältnis zum Chef?

  • Er überträgt mir anspruchsvolle Aufgaben und bezieht mich bei Entscheidungen mit ein. Nur im Moment ist er mit meiner Arbeit nicht ganz zufrieden. (1 P.)
  • Ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit nur kritisiert wird und ich es ihm, egal was ich tue, nicht recht machen kann. (3 P.)
  • Ich habe das Gefühl, dass mein Chef mich nicht richtig wahrnimmt. Mit anspruchsvollen Aufgaben werden meine Kollegen betraut. (2 P.)

4. Was denken Sie über Ihren Chef?

  • Wir sind zwar nicht immer einer Meinung, aber ich schätze seinen Einsatz für die Firma. (2 P.)
  • Der Kerl ist mir zutiefst unsympathisch. Er verhält sich, als wäre er der König und wir seine Untertanen. Von Kompetenz keine Spur. (3 P.)
  • Mein Chef ist mein Mentor und eine echte Führungspersönlichkeit. Ich habe sehr viel von ihm gelernt. Doch manchmal fühle ich mich von ihm ausgebremst. (1 P.)

5. Würden Sie mit Ihrem Chef sprechen, falls es Probleme gibt?

  • Um Gottes Willen. Nur im äußersten Notfall, wenn es gar nicht anders geht. Mein Chef tendiert dazu bei dem kleinsten Fehler auszurasten. (3 P.)
  • Es wäre mir zwar unangenehm, doch in der Regel kann ich ihm die Situation erklären und wir suchen gemeinsam eine nach einer Lösung. (2 P.)
  • Mein Chef ist der Meinung, dass Fehler jedem passieren. Hauptsache ich stehe dazu und bemühe mich, es das nächste Mal besser zu machen. (1 P.)

6. Haben Sie das Gefühl, dass man Ihre Arbeit wertschätzt?

  • Ich weiß nicht. Meistens bekomme ich gar kein Feedback. (2 P.)
  • Ich denke schon. Von meinen Kollegen hat sich noch keiner beschwert und mein Chef hat mich auch schon für meine Leistungen gelobt. Nur in letzter Zeit hat das Lob abgenommen. (1 P.)
  • Ich gebe mir alle Mühe, doch das scheint keinem aufzufallen. (3 P.)

7. Wie viel Freizeit haben Sie?

  • Mein Job gibt mir die Möglichkeit meine Arbeitszeit so zu gestalten, dass ich Zeit habe nach der Arbeit Sport zu treiben oder Freunde und Bekannte zu treffen. Allerdings muss ich in letzter Zeit einige Überstunden machen. (1 P.)
  • Man könnte sagen ich lebe im Büro. Überstunden sind an der Tagesordnung. Ich bin aus dem Handballverein ausgetreten, weil das wöchentliche Training einfach nicht mehr machbar war. (3 P.)
  • Ich arbeite zwar sehr viel, doch keiner würde etwas sagen, wenn ich mir für besondere Anlässe den Nachmittag frei nehme. (2 P.)

8. Wie schnell vergehen Ihre Arbeitstage?

  • Mal schneller und mal langsamer. Das kommt ganz auf die Aufgaben an, aber ich langweile mich eigentlich nie. (2 P.)
  • Im Handumdrehen. Ehe ich mich versehe, ist der Arbeitstag vorüber. (1 P.)
  • Die Arbeitstage ziehen sich unglaublich in die Länge. Ich schaue ständig auf die Uhr und warte, dass meine Arbeitszeit vorüber ist. (3 P.)

9. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie nach Hause kommen?

  • Geschafft, aber stolz auf das, was ich alles geleistet habe. Doch in letzter Zeit ist es sehr stressig geworden. (1 P.)
  • Erschöpft und müde. Ich habe das Gefühl in Arbeit zu versinken. (3 P.)
  • Häufig genervt, weil noch Arbeit liegen geblieben ist und die Kunden mal wieder Sonderwünsche hatten. (2 P.)

10. Wie sehr machen Ihnen die übertragenen Aufgaben Spaß?

  • Die Aufgaben sind nicht im mindesten anspruchsvoll. Ich frage mich regelmäßig, warum ich studiert habe. (3 P.)
  • Es hält sich die Waage. Mir werden sowohl Aufgaben übertragen, die anspruchsvoll sind, als auch simple Tätigkeiten. Doch die erledigt jeder im Team. (2 P.)
  • Ich habe das Gefühl etwas Sinnvolles zu leisten und meine Stärken einbringen zu können. (1 P.)

11. Sehen Sie Chancen sich weiterzuentwickeln?

  • Ich hatte mit meinem Chef bereits über eine Beförderung gesprochen, doch er denkt, ich bin noch nicht soweit. (2 P.)
  • Ich wünschte zwar, das Angebot wäre größer, doch jeder Mitarbeiter darf einmal im Jahr eine Fortbildung seiner Wahl besuchen. (1 P.)
  • Ich habe mich um eine Beförderung bemüht, doch mein Chef wollte mich für diese Position nicht weiterempfehlen. (3 P.)

12. Haben Sie sich bereits nach anderen Stellen umgesehen?

  • Wenn ich von der Arbeit erzähle, raten meine Freunde mir das dringend zu tun. Doch ich konnte mich nicht aufraffen. (3 P.)
  • Ich träume manchmal von einem anderen Job, doch umgeschaut habe ich mich noch nicht. (1 P.)
  • Manchmal bin ich kurz davor alles hinzuschmeißen, doch wenn ich mir die Geschichten von anderen anhöre, geht es mir doch recht gut. (2 P.)

Auswertung zum Selbsttest

Zählen Sie nun alle Punkte (in Klammern zur jeweiligen Frage) zusammen. Hier finden Sie die Auflösung des Selbsttests:

Alternativ können Sie natürlich auch überlegen, ob statt der Kündigung nicht auch der Wechsel in die Selbstständigkeit eine Option ist. Auch hierzu haben wir einige Orientierungsfragen, die Sie HIER kostenlos als PDF herunterladen können. Wir wünschen viel Erfolg!




Drei Wege, wie Sie Ihre Ferienfreude maximieren

  1. Vorbereitung

    Genießen Sie die Zeit der Vorfreude – sie ist die schönste. Das fanden unter anderem Leigh Thompson von der Kellogg School of Management und Terence Mitchell von der Foster School of Business heraus. Die von ihnen Befragten waren vor dem Urlaub am glücklichsten, genossen hinterher etwas Erholung und hatten in den Ferien miese Laune.

  2. Entspannung

    Versuchen Sie wirklich abzuschalten im Urlaub. Jeder Dritte Deutsche kann das nicht und packt sein Laptop oder Smartphone in die Reisetasche, 18 Prozent nehmen gar ihre Diensthandys mit. Gleichzeitig wundern sich 63 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen darüber, dass der Bürostress in den Ferien nicht nachlassen will.

  3. Kurztrips

    Machen Sie lieber mehrere Kurztrips statt eines langen Urlaubs. Wissenschaftler um den Ihnen schon bekannten Jeroen Nawijn von der Erasmus Universität fanden heraus, dass der Erholungseffekt schnell verpufft. Spätestens nach acht Wochen waren die Rückkehrer genauso urlaubsreif wie vorher. Dann doch lieber mehrere Ausflüge über das Jahr verteilt.

Urlaub Rückkehr: So finden Sie besser in den Job zurück

Tatsächlich gibt es für manche (Manager) nichts Schlimmeres als die Erkenntnis, mit dem Urlaub zugleich die eigene Entbehrlichkeit dokumentiert zu haben: Man war weg – und der Laden läuft trotzdem noch. Sogar besser denn je… eine Katastrophe!

Dabei könnte das genauso gut ein Indiz dafür sein, dass Sie ihre Auszeit einfach nur gut vorbereitet haben. Und seien wir ehrlich: Jeder ist im Job ersetzbar. Viel wichtiger aber ist, den Urlaub dafür zu nutzen, wozu er gedacht ist: zur Erholung.

Aber auch die beste Zeit des Jahres geht einmal vorbei. Und wenn Ihr erster Arbeitstag nicht gleich mit dem Post-Holiday-Syndrom und dem Gefühl starten soll, dass Sie schon wieder dringend eine Auszeit brauchen, dann können die folgenden Tipps sicher etwas helfen…

  • Kehren Sie rechtzeitig aus dem Urlaub zurück.

    Wenn Sie erst Sonntagabend von Ihrer Reise zurückkehren, werden Sie Montagmorgen abgehetzt, entnervt und enorm gestresst in der Arbeit aufschlagen. Die Erholung des Urlaubs wird innerhalb eines Tages dahin sein. Geben Sie sich lieber ein paar Tage zum akklimatisieren.

  • Planen Sie einen Puffer ein.

    Sie können nicht erwarten, sofort wieder auf dem neuesten Stand zu sein. Damit die Kunden Sie nicht sofort am ersten Tag wieder belagern, stellen Sie den Abwesenheitsassistenten Ihres E-Mail-Programms so ein, dass der ein, zwei freie Tage länger simuliert. Dann schweigt das Telefon noch etwas und Sie haben Ruhe, wieder in die Routine zurückzufinden.

  • Wählen Sie den ersten Arbeitstag geschickt aus.

    Legen Sie Ihren ersten Arbeitstag möglichst auf einen Donnerstag. Der Grund: Dann steht das Wochenende gleich wieder vor der Tür. So können Sie die ersten Dinge aufarbeiten, haben aber gleich wieder eine Ruhepause von zwei Tagen und können sich besser einleben.

  • Erledigen Sie dringende Aufgaben vorher.

    Bereits vor dem Urlaubsantritt sollten Sie nicht nur die offensichtlich wichtigen Aufgaben erledigen, sondern auch ein Stück in die Zukunft sehen: Projekte, die nach Ihrem Urlaub nahe an der Deadline stehen, sollten Sie berücksichtigen und entsprechend vorbereiten, Aufgaben delegieren oder erledigen.

  • Folgen Sie einer To-do-Liste.

    Überlegen Sie, welche Sachen wirklich dringend erledigt werden müssen und welche noch warten können. Das wird Ihnen helfen, nichts zu vergessen und bewahrt Sie vor unnötigem Stress. Zudem haben Sie eine Gedankenstütze, um die Prioritäten nach der Auszeit richtig zu setzen. Und beginnen Sie beim Abarbeiten der aufgelaufenen E-Mails mit den jüngsten – die älteren haben sich in der Zwischenzeit oft schon erledigt.

  • Holen Sie ein Stück Urlaub ins Büro.

    Etwas Eskapsimus darf sein: Um sich die Rückkehr ins Büro zu erleichtern, können Sie ein Urlaubsbild als Desktop-Hintergrund einrichten oder ein kleines Souvenir auf den Schreibtisch stellen. Nur bitte nichts Großes, das könnte die Kollegen unnötig neidisch machen.

  • Beschleunigen Sie nicht von 0 auf 100.

    Übertreiben Sie es nicht gleich. Jeder Motor muss sich erst warm laufen, bevor er Top-Leistung bringt. Beginnen Sie also zunächst mit den Routine-Aufgaben bis Sie wieder fest im Sattel sitzen. Danach können Sie wieder zum Helden der Arbeit mutieren.

  • Bleiben Sie realistisch.

    Niemand erwartet von Ihnen, dass schon am Ende Ihres ersten Arbeitstages alle E-Mails, Briefe und Memos beantwortet wurden. Jede Kollegin und jeder Kollege kennt die ersten (stressigen) Tage nach dem Urlaub.

  • Gehen Sie auf Entdeckungsreise.

    Zeit und Geld mögen gerade nicht für ausgedehnte Urlaube in der Karibik reichen, aber es spricht nichts dagegen, in heimischen Gefilden auf Entdeckungstour zu gehen. Planen Sie kleinere Ausflüge zum nächstgelegenen Stausee, gehen Sie bei schlechtem Wetter in eine neue Ausstellung oder schlendern Sie einfach durch den Wald und erfreuen sich an der Natur. Das schärft wieder den Blick für die schönen Dinge in der Umgebung und erleichtert die Rückkehr ins Büro.

  • Verbringen Sie die Mittagspause mit Kollegen.

    Nutzen Sie die Mittagspause zur erneuten Kontaktaufnahme – auch mit dem Hintergedanken, nebenbei die neuesten Informationen sowie den jüngsten Klatsch und Tratsch aufzuschnappen. Kann ja nie schaden.

  • Essen Sie Gerichte aus dem Urlaub.

    Verlängern Sie den Urlaub kulinarisch, indem Sie ein paar Speisen aus dem Urlaubsland zuhause nachkochen oder in einem entsprechenden Restaurant essen gehen. So bleibt der Urlaub zumindest noch etwas länger auf der Zunge – selbst wenn manche Gerichte nicht ganz so schmecken werden wie im Urlaubsland.

  • Blättern Sie in Katalogen.

    Warum nicht frühzeitig die neuen Prospekte besorgen und vielleicht sogar von Frühbucherrabatten profitieren? Idealerweise sollte Ihr nächster Urlaub in den kommenden acht bis zehn Wochen liegen. Solche Dinge zu planen braucht Zeit und steigert gleichzeitig die Vorfreude.

  • Behalten Sie Rituale bei.

    Vielleicht haben Sie in den Ferien ein ganz bestimmtes Ritual gepflegt: morgens joggen, abends lesen, … Übertragen Sie diese auf den Alltag und pflegen Sie diese weiter – vor allem die schönen Rituale an der frischen Luft. Auch retten Sie das Urlaubsfeeling noch einige Wochen über den Arbeitsstart hinaus.

  • Achten Sie auf Ihre Pausen.

    Gerade in der ersten Zeit sollten Sie den Erholungswert Ihres Urlaubes nicht boykottieren. Das gelingt am besten, indem Sie möglichst stressfrei an Ihre Aufgaben herangehen. Machen Sie pünktlich Feierabend, damit Sie am nächsten Tag ausgeruht und entspannt die neuen Projekte beginnen können.

  • Ziehen Sie Konsequenzen aus der Auszeit.

    Sie waren ein oder zwei Wochen fern von Ihrem Büro? Nutzen Sie den frischen Blick, um mit schlechten Angewohnheiten aufzuräumen. Möglicherweise fallen Ihnen jetzt Missstände oder Fehler in den internen Abläufen auf. Gehen Sie diese – gemäß der 72-Stunden-Regel – am besten gleich an. Was auch hilft: Planen Sie schon mal den nächsten Urlaub. Dann haben Sie auch gleich wieder ein schönes Ziel vor Augen, auf das Sie hinarbeiten können.


Das Praktische am Urlaub ist: Er gibt einem nicht nur die Kraft, wieder zu arbeiten, sondern macht einen so pleite, dass gar nichts anderes übrig bleibt.

Erster Arbeitstag: Nach Urlaub Angst vor dem Job?

Nicht wenige Menschen haben regelrecht Angst, wenn der Urlaub vorbei ist und sie wieder arbeiten gehen müssen. Interessanterweise sind selbst Arbeitnehmer betroffen, die behaupten würden, nette Kollegen und einen tollen Job zu haben. Bei manchen ist die Rückkehr mit Nervosität belegt.

Andere haben regelrechte Panikattacken mit Blick auf den kommenden Arbeitstag. Ein mulmiges Gefühl zu Arbeitsbeginn ist völlig normal. Es ist lediglich ein Zeichen dafür, dass Sie – ähnlich wie bei einer Klassenarbeit – kurz überlegen, ob Sie Ihren Arbeitsplatz so hinterlassen haben, wie man es von Ihnen erwartet.

Dass also sämtliche betroffenen Personen von Ihrer Abwesenheit unterrichtet waren und Sie entsprechend dringliche Aufgaben erledigt und für Ersatz im Notfall gesorgt haben. Überspitzt formuliert ist die Horrorvorstellung mancher Arbeitnehmer, dass sie nach dem Urlaub zurückkehren und die Hütte abgebrannt ist: Und sie sind schuld!

Dahinter steckt letztlich eine Form des Perfektionismus, die es manchem erschwert, sich richtig fallen zu lassen. Extreme Auswüchse sollten hier allerdings nicht zu häufig vorkommen.

Die Routine im Job verhilft jedem Arbeitnehmer nach einer gewissen Zeit zu der benötigten Sicherheit. Die meisten Arbeitnehmer dürften im Verlauf des ersten Arbeitstages feststellen, dass sie sich völlig grundlos Sorgen gemacht haben und alles beim Alten ist.

Ein Arbeitsumfeld, in dem Ihnen mit Wertschätzung begegnet wird, sollte Ihnen selbst kleinere Fehler zugestehen, die sich womöglich doch noch vor Ihrer Abwesenheit eingeschlichen haben – ohne dass Ihnen der Kopf abgerissen wird.

Tipps, wie Sie speziell die E-Mail-Flut bewältigen

Tipps, wie Sie speziell die E-Mail-Flut bewältigenWas können Sie tun, um den Posteingang Ihres E-Mail-Postfachs so schnell wie möglich zu leeren? Auch hierzu haben wir einige Tipps, die Ihnen dabei helfen, den Nachrichtenberg in den Griff zu bekommen. Für den Moment ist es jedoch am wichtigsten, dass Sie sich einen Überblick verschaffen, um das Chaos überhaupt ein wenig ordnen zu können…

Ordnen Sie Ihr Postfach nach Absender statt Datum.

Auf diese Weise können Sie auf einen Blick sehen, wer Ihnen besonders viele E-Mails geschickt hat. Die meisten E-Mails werden intern verschickt. Wenn Sie merken, dass einer Ihrer Kollegen Ihnen besonders viel mitzuteilen hatte, ist es sinnvoller einen Termin mit diesem auszumachen und alles in einem persönlichen Gespräch zu klären.

Lassen Sie Ihr Postfach vorsortieren.

Legen Sie Regeln an, damit interne E-Mails oder E-Mails, bei denen Sie nur in cc sind sowie Newsletter und Kunden-E-Mails in verschiedenen Ordnern landen. Dadurch haben Sie den Posteingang erst einmal geleert und können anschließend die Ordner Stück für Stück abarbeiten.

Setzen Sie Prioritäten.

E-Mails, die Sie in cc erhalten, enthalten meistens nur Informationen, die Sie zur Kenntnis nehmen sollen. Die Lektüre dieser E-Mails können Sie getrost auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Für Sie geht es erst einmal darum, jene E-Mails zu finden, die mit einem konkreten To-Do verbunden sind. Sehen Sie sich dafür noch einmal die Ordner mit Kunden-E-Mails und internen E-Mails an. Benutzen Sie hierfür die Vorschaufunktion und orientieren Sie sich an Schlüsselbegriffen im Betreff, wie Frist, Auftrag, Angebot. Verschieben Sie alle E-Mails, die Sie auf diese Art und Weise herausgefiltert haben, in einen Ordner, den Sie „wichtig“ oder „hohe Priorität“ nennen.

Legen Sie ein Zeitfenster für die Bearbeitung fest.

Damit Sie sich wieder konzentriert Ihren Aufgaben widmen können, legen Sie bestimmte Zeitfenster fest, in denen Sie die E-Mails in dem Ordner „wichtig“ bearbeiten. Das können zum Beispiel die erste Arbeitsstunde am Morgen und eine Stunde nach der Mittagspause sein. Richten Sie die Zeiten für die E-Mail-Bearbeitung am besten nach Ihrem Biorhythmus aus. Nutzen Sie jene Stunden, in denen Sie das Gefühl haben, nicht konzentriert an aktuellen Projekten arbeiten zu können. Die Zeitfenster minimieren die Ablenkung von Ihrer eigentlichen Arbeit, sorgen jedoch gleichzeitig dafür, dass Sie den Berg stetig abtragen.

Bearbeiten Sie die E-Mails, statt sie zu verschieben.

In der Zeit, die Sie sich für Ihre E-Mails eingeräumt haben, sollten Sie versuchen, diese so effizient wie möglich abzuarbeiten. Versuchen Sie möglichst sofort eine Aktion aus einer E-Mail abzuleiten. Antworten, bearbeiten, löschen oder leiten Sie weiter, doch begehen Sie nicht den Fehler, sich die E-Mail immer wieder zur Vorlage einzuplanen. Sollte die Bearbeitung doch längere Zeit in Anspruch nehmen, tragen Sie sich im Kalender einen konkreten Zeitpunkt für die Bearbeitung ein. Vermeiden Sie so gut es geht die Bearbeitung einer E-Mail aufzuschieben.

Achten Sie auf Verständlichkeit.

Je verständlicher Sie eine E-Mail beantworten, desto weniger Rückfragen werden folgen und Sie reduzieren damit den Schwall an weiteren E-Mails. Ihr Ziel ist es zum einen, den Berg aktueller E-Mails zu bewältigen, aber auch zu verhindern, dass auf Ihre Antwort dutzende weitere E-Mails folgen. Dafür hilft es, sich klar auszudrücken, die E-Mail in Abschnitte zu unterteilen und knapp zu formulieren. Tipps zum Schreiben einer E-Mail finden Sie hier.

Hinterfragen Sie das Medium E-Mail.

Fragen Sie sich, bevor Sie eine E-Mail versenden, ob Sie nicht mit einem anderen Medium schneller ans Ziel kommen. Wenn Sie beispielsweise einen Termin ausmachen wollen, bieten sich Telefon oder das Online-Tool Doodle eher an als E-Mails.




[Bildnachweis: RobSimonART by Shutterstock.com]
28. August 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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