Rechtschreibung: Montagmorgen oder Montag morgen?
Laut Duden ist nur die Schreibweise „Montagmorgen“ korrekt. Handelt es sich jedoch um ein Adverb, werden beide Worte getrennt und kleingeschrieben: „Wir treffen uns montagmorgens um 9 Uhr.“ Alternativ ginge auch: „Wir treffen uns montags morgens um 9 Uhr.“
Montagmorgen: Warum ist er so verhasst?
„Schon wieder Montagmorgen!“ – So ergeht es vielen Arbeitnehmern. Bei manchen beginnt die schlechte Laune schon am Sonntagabend mit dem Sonntagsblues. Allein der Gedanke an die bevorstehende Arbeitswoche schickt die Stimmung in den Keller. Warum? Der häufigste Grund ist die Arbeit selbst: Im Büro erwarten einen viel Arbeit, Stress, teils nervige Kollegen oder ein ebenfalls übel gelaunter Chef. Hinzu kommt ein aktives Wochenende mit Partys bis lange in die Nacht. Das bringt den Schlafrhythmus und Hormonhaushalt durcheinander – und rächt sich am Montagmorgen.
Anzeichen für einen miesen Job?
Wer jedoch regelmäßig am Montagmorgen verstimmt aufwacht und sich zur Arbeit schleppen muss, sollte das gleichzeitig als Warnzeichen verstehen und hinterfragen: Sind Sie womöglich im falschen Job? Chronisch miese Montagsstimmung sollten Sie ernstnehmen und eventuell Job und Arbeitgeber wechseln.
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Was ist der Blue Monday?
Der „Blue Monday“ ist der angeblich „deprimierendste Tag des Jahres“ – es ist immer der dritte Montag im Januar. Der Begriff wurde Anfang der 2000er von einem britischen Reiseunternehmen verbreitet und einem Psychologen (Cliff Arnall) zugeschrieben. Angeblich sorgen Winterwetter (wenig Licht) und gescheiterte Neujahrsvorsätze dafür, dass dieser Montag den Stimmungstiefpunkt des Jahres darstellt. Wissenschaftlich ist der Blue Monday aber weder seriös belegt, noch nachweisbar. Er ist ein reiner Marketinggag.
7 Tipps für einen besseren Montagmorgen
Den Montag können Sie ebenso motiviert wie produktiv beginnen und so gleich einen optimalen Wochenstart hinlegen. Für Montagshasser schwer vorstellbar – aber gar nicht so schwer: Diese 9 Tipps verhelfen Ihnen zu einem erfolgreichen Montagmorgen:
1. Ändern Sie Ihre Einstellung
Schluss mit dem ständigen „Ich hasse Montage!“ Mit dieser Einstellung bleibt immer ein negatives Bild. Verpassen Sie dem Tag ein neues Image mit einer positiven Denkweise. Sorgen Sie gezielt für gute Laune und beginnen Sie den Tag mit einem positiven Morgenritual – etwa einem besonders leckeren und ausgiebigen Frühstück.
2. Stehen Sie früh auf
Am Montagmorgen auch noch früh aufstehen? Eine Horrorvorstellung! Doch gibt Ihnen das mehr Zeit, um entspannt in den Tag zu starten. Kein Stress, um gerade noch pünktlich ins Büro zu stolpern. Stattdessen entspannen die Extra-Tasse Kaffee oder die Morgenseiten, in denen Sie positive Affirmationen aufschreiben. Mit einer solchen Morgenroutine beginnt die Woche gleich positiv.
3. Bringen Sie den Kreislauf in Schwung
Gegen die Müdigkeit vom Wochenende helfen Bewegung und frische Luft. Wer mag, kann schon früh eine Runde joggen gehen oder einen Spaziergang machen. Hartgesottene starten den Tag mit einer schottischen Dusche:
4. Bereiten Sie die Woche vor
Der Montagmorgen ist der perfekte Zeitpunkt, um sich einen Überblick über die kommenden Tage zu verschaffen: Welche Aufgaben und Projekte stehen an? Was müssen Sie zuerst erledigen? Welche Termine sind wichtig? Erstellen Sie eine To-do-Liste oder beginnen Sie den Montag mit einem Tagesplan oder Wochenplan. So beginnt die Woche gleich strukturiert.
Karrierebibel-Tipp: Beginnen Sie den Montag bereits mit einer kurzen Sonntagsvorbereitung: passende Kleidung zurechtlegen, Tag planen, Prioritäten setzen (siehe: Eat the frog).
5. Sprechen Sie mit den Kollegen
Gemeint ist mehr als ein „Guten Morgen“. Eine nette Unterhaltung hilft, am Arbeitsplatz anzukommen und sich auf die anstehenden Aufgaben einzustellen. Gepaart mit einem (weiteren) Kaffee ist der Plausch in der Büroküche ein echter Muntermacher und Motivationskick.
6. Erreichen Sie schnell ein Ziel
Nehmen Sie sich am Montagmorgen ein konkretes Ziel vor, das Sie schon früh am Tag erreichen können. Das muss kein Riesenprojekt sein. Hauptsache, Sie erzeugen dabei ein erstes Erfolgserlebnis, das Sie für die weitere Woche motiviert.
7. Beenden Sie alle angefangenen Aufgaben
Der Montagmorgen endet spätestens mit der Mittagspause. Bis dahin gilt: Fangen Sie nicht zehn Dinge an, von denen Sie keines fertigstellen. Sonst beginnt die Woche mit zehn offenen Baustellen. Kümmern Sie sich lieber nur um maximal drei Dinge, die Sie in der Zeit auch abschließen können (siehe: 1-3-5-Methode).
Was ist das Phänomen Montagsangst?
Eine Studie der Universität Hongkong um Professor Tarani Chandola bestätigt, dass der Montag tatsächlich die Stresswerte bei Menschen erhöht. Menschen mit ausgeprägter Montagsangst haben im Durchschnitt 23 % höhere Cortisolwerte als der Durchschnitt. Der sogenannte „Anxious Monday“-Effekt betrifft dabei nicht nur Berufstätige, sondern lässt sich ebenso bei Rentnerinnen und Rentnern beobachten. Die Wissenschaftler vermuten, dass dieser biologische Rhythmus durch jahrelange Prägung in Schule und Beruf tief und dauerhaft in unserer Physiologie verankert wird. Die Studienergebnisse liefern zudem eine Erklärung dafür, warum sich montags nachweislich rund 19 % mehr Herzinfarkte ereignen als im restlichen Wochenverlauf.
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