Was ist der Grund für die miese Montagsstimmung?
Das Phänomen Montagsblues bzw. Montagsfrust ist zwar kein offizielles Krankheitsbild, dafür aber psychologisch inzwischen gut erforscht. Vor allem drei Ursachen sorgen dafür, dass die Stimmung am Montagmorgen irgendwo im Keller verkriecht:
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Social Jetlag
Nicht wenige Arbeitnehmer atmen und leben am Wochenende richtig auf, machen Party, lassen es krachen. Dadurch kommt der Schlaf-Wach-Rhythmus jedoch kräftig aus dem Takt. Die Folge: Wir finden Sonntagnacht keine Ruhe und zu wenig Schlaf. Der Erholungseffekt des Wochenendes ist am Montagmorgen dahin – und es fehlt jede Motivation, auf die Arbeit zu gehen (siehe Wochenend-Effekt).
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Entlastungsdepression
Läuft der Körper die gesamte Woche über auf Hochtouren, schüttet er die gesamte Zeit über Hormone – vor allem Cortisol – aus. Diese lassen uns durchhalten, schwächen aber zugleich das Immunsystem. Fahren wir dann am Wochenende rapide runter, bestraft der Körper das mit Kopfschmerzen oder einer Erkältung. Die Psyche wiederum reagiert mit einer sogenannten Sonntagsneurose bzw. Entlastungsdepression – und die kann bis in den Montag ausstrahlen.
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Jobfrust
Wer regelmäßig am Montagmorgen verstimmt aufwacht und sich zur Arbeit schleppen muss, sollte das gleichzeitig als Warnzeichen verstehen und hinterfragen: Sind Sie womöglich im falschen Job? Chronisch miese Montagsstimmung sollten Sie ernstnehmen und mal darüber nachdenken, den Arbeitgeber und Job zu wechseln.
Was ist das Phänomen Montagsangst?
Eine Studie der Universität Hongkong um Professor Tarani Chandola bestätigt, dass der Montag tatsächlich die Stresswerte bei Menschen erhöht. Menschen mit ausgeprägter Montagsangst haben im Durchschnitt 23 % höhere Cortisolwerte. Der sogenannte „Anxious Monday“-Effekt betrifft dabei nicht nur Berufstätige, sondern lässt sich ebenso bei Rentnerinnen und Rentnern beobachten. Die Wissenschaftler vermuten, dass dieser biologische Rhythmus durch jahrelange Prägung in Schule und Beruf dauerhaft in unserer Physiologie verankert wird. Die Studienergebnisse liefern zudem eine Erklärung dafür, warum sich montags nachweislich rund 19 % mehr Herzinfarkte ereignen als im restlichen Wochenverlauf.
Was ist der Blue Monday?
Der „Blue Monday“ ist der angeblich „deprimierendste Tag des Jahres“ – es ist immer der dritte Montag im Januar. Der Begriff wurde Anfang der 2000er von einem britischen Reiseunternehmen verbreitet und einem Psychologen (Cliff Arnall) zugeschrieben. Angeblich sorgen Winterwetter (wenig Licht) und gescheiterte Neujahrsvorsätze dafür, dass dieser Montag den Stimmungstiefpunkt des Jahres darstellt. Wissenschaftlich ist der Blue Monday aber weder seriös belegt, noch nachweisbar. Er ist ein reiner Marketinggag.
Wie kann ich meine Montagsstimmung aufhellen?
Ein wichtiger Schritt, um die Montagsstimmung aufzuhellen: Hängen Sie die Messlatte für eine fantastische Montagsstimmung bitte nicht zu hoch! Nicht jeder Wochenstart muss ein Knaller werden. Und nicht immer muss die verhaltene Montagsstimmung ein Indiz dafür sein, dass etwas fundamental aus dem Ruder läuft. Wenn Sie allerdings gerade akute Unlust auf die Arbeit verspüren (und deshalb diesen Artikel lesen), dann haben wir ein paar Tipps, wie sich ein akuter Montagsblues überwinden lässt:
Starten Sie gemütlich in den Tag
Steigen Sie sanft in die Woche ein. Mit einem gesunden Frühstück, einer Extra-Tasse Kaffee und ein paar Motivationssprüchen oder positiven Affirmationen. Einfach nur, um Energie zu tanken. Oder planen Sie kleine private Höhepunkte für den Montag ein: ein Treffen mit Freunden nach Feierabend oder die Arbeit an einem privaten Projekt, an dem Sie viel Spaß haben. Damit schaffen Sie etwas, auf das Sie sich freuen können, und Sie starten sofort motivierter in den Tag.
Meiden Sie Miesmacher
Manche Menschen haben jeden Tag Montag. Doch schlechte Laune steckt an – nachweislich. Der beste Tipp dagegen: Meiden Sie notorische Miesepeter! Sie killen jede „Monday Motivation“ und entziehen Ihnen nur die Lebensenergie. Gehen Sie entsprechenden Kollegen daher möglichst aus dem Weg oder reduzieren Sie die Gespräche mit ihnen auf ein Minimum. Vor allem am Montag.
Legen Sie mehr Pausen ein
Der Mensch ist keine Maschine. Die meisten verkrampfen, wenn sie für längere Zeit vor dem Computer hocken. Oder sie sacken in sich zusammen. Beides führt dazu, dass Sie sich müde und erschöpft fühlen. Achten Sie deswegen darauf, während des Arbeitstages mehrere kurze Pausen zu machen. Bereits 5 Minuten, in denen Sie aufstehen, die Beine ausschütteln, die Arme in die Luft strecken und sich recken und dehnen, reichen schon aus, um sich frischer zu fühlen.
Ändern Sie etwas
Will die generelle Unzufriedenheit trotzdem nicht weichen, sollten Sie Ihr Umfeld ändern – und zwar dauerhaft. Wir empfehlen, im ersten Schritt immer das 4-Augen-Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen. Oft lässt sich konstruktiv etwas verändern. Scheitern alle diese Versuche, bleibt Ihnen immer noch ein Arbeitsplatzwechsel. Den können Sie auch schon mit einer Fortbildungen planvoll einleiten. Auch das neue Wissen kann frischen Wind in den Alltag bringen…
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