Schlüsselqualifikationen: Definition und Beispiele

Sich selbst motivieren können, in stressigen Phasen einen kühlen Kopf behalten: Schlüsselqualifikationen wie diese sind gefragt. Und ganz gleich, auf welche Stelle Sie sich bewerben – sie sind der Schlüssel zur Bewältigung unterschiedlichster Herausforderungen.

Stellenanzeigen listen neben den unabdingbaren fachlichen Fähigkeiten immer neue, umfangreiche Anforderungen auf. Über solche Schlüsselqualifikationen zu verfügen, gewinnt am Arbeitsmarkt an Bedeutung. Sie können den Unterschied zwischen einem Jobangebot und einer Absage ausmachen.

Was indes genau darunter zu verstehen ist, bleibt vielen unklar. Welche Schlüsselqualifikationen gibt es? Bedeuten Schlüsselqualifikationen Fachkompetenz? Wir erläutern die Unterschiede und geben zahlreiche Beispiele für verschiedene Schlüsselqualifikationen…

Schlüsselqualifikationen: Definition und Beispiele

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Was sind Schlüsselqualifikationen?

Die Idee der Schlüsselqualifikationen ist nicht neu. Bereits in den 1950er Jahren wurde von sogenannten extrafunktionalen Qualifikationen gesprochen.

Gemeint waren damit Fähigkeiten, die eben nicht auf eine bestimmte Aufgabe begrenzt oder einen einzelnen Bereich der Arbeit zugeschnitten waren, sondern auf unterschiedliche Funktionen und Aufgaben übertragen werden können.

Geprägt wurde der Begriff „Schlüsselqualifikation“ 1972 vom Arbeits- und Bildungsforscher Dieter Mertens. Er war der Ansicht, dass bereits in der Ausbildung stärker auf diese Kompetenzen eingegangen werden sollte, um den Ansprüchen und Erwartungen des Arbeitsmarkts gerecht zu werden.

An der grundsätzlichen Definition hat sich nicht viel geändert. Als Schlüsselfähigkeiten werden überfachliche Kompetenzen bezeichnet, die jemanden in die Lage versetzen, Wissen richtig zu nutzen und sich an wechselnde Rahmenbedingungen anzupassen.

Über das Fachwissen an sich sagt es noch nichts aus, weshalb Schlüsselqualifikationen und Fachkompetenz nicht gleichgesetzt werden sollten. Wohl aber helfen sie dabei, ebendiese Fachkompetenz zu erwerben:


Schlüsselqualifikationen sorgen dafür, dass ein Mitarbeiter sich an die unterschiedlichsten Situationen und Herausforderungen des Arbeitslebens flexibel anpassen und neu orientieren kann.



Aus dem englischen Sprachgebrauch wird häufig von Soft Skills als Synonym zum deutschen Begriff Schlüsselqualifikationen gesprochen.

Deutlich wird der Unterschied zu den Hard Skills, den „harten“ weil messbaren Fähigkeiten, die beispielsweise im Studium oder in einer Ausbildung erworben werden.

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Warum sind sie so wichtig?

Gibt ein Unternehmen eine Stellenanzeige auf, geht es dem Personaler darum, die Stelle bestmöglich zu besetzen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den nötigen fachlichen Fähigkeiten und dem Wissen, das für die Ausübung der Tätigkeit benötigt wird.

Heißt: Ein neuer Mitarbeiter muss in erster Linie qualifiziert sein, eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben, um für den Job vorbereitet zu sein. Allerdings ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sehr groß.

Es gibt viele Kandidaten, die die Anforderungen erfüllen und die gleichen Hard Skills mitbringen. Schlüsselqualifikationen werden daher oft gemeinsam mit der sogenannten Employability, der Beschäftigungsfähigkeit, eines Mitarbeiters genannt.

Dieser Begriff bezieht sich auf die Überfachlichkeit der Schlüsselqualifikationen. Diese nicht an einzelne Aufgaben oder Arbeitsbereiche gebunden sind, sondern überall von Nutzen.

Daher ist ein Mitarbeiter mit breiten und stark ausgeprägten Schlüsselqualifikationen vielseitig einsetzbar, leistungsfähig und erfolgreich. Schlüsselqualifikationen wirken sich positiv auf die Employability aus – oder um es einfacher zu sagen:

Je breiter diese Kompetenzen gefächert sind, desto besser ist ein Arbeitnehmer auf jedes mögliche Problem vorbereitet. Sie sind flexibel, können sich auch an schwierige und wechselnde Bedingungen anpassen. Das wiederum erhöht Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Verschiedene Kategorien von Schlüsselqualifikationen

Häufig wirken die verschiedenen Schlüsselqualifikationen wie ein großer Bereich. Für einen besseren Überblick ist es sinnvoll, die Kompetenzen in unterschiedliche Kategorien zu ordnen und so kleinere Gruppen zu identifizieren. Mertens nahm folgende Einteilung vor:

  • Basisqualifikationen
    Basisqualifikationen werden als „Qualifikationen höherer Ordnung“ bezeichnet. Die Pädagogik verbindet damit Bildungsziele wie logisches und kritisches Denken und Verhalten. Diese Basisqualifikationen zeigen sich beispielsweise in Argumentations- und Diskussionsfähigkeit, Planungsfähigkeit, kreativen Denken und der Anwendung von Methoden wie Brainstorming. Diese Form der Schlüsselqualifikationen erlaubt einen „vertikalen Anwendungstransfer“ (Mertens).
  • Horizontalqualifikationen
    Horizontalqualifikationen oder auch „horizonterweiternde Qualifikationen“ helfen dabei, in Problemsituationen unmittelbar auf Wissen zugreifen zu können. Sie helfen bei der Wissensgewinnung, beim Verstehen und Verarbeiten von Informationen. Wichtig ist bei alledem die möglichst effiziente Nutzung der Informationen.
  • Breitenelemente
    Zu den Breitenelementen gehören jene Schlüsselqualifikationen, die über breite Felder am Arbeitsmarkt gefordert sind. Als Beispiel nennt Mertens Kenntnisse etwa im Bereich der Messtechnik, im Arbeitsschutz und der Maschinenwartung. Sie gehören zum Lehrinhalt in über 500 Ausbildungsberufen der Metall- und Elektrobranche. Mertens empfahl seinerzeit (1974) die Aufnahme in den Allgemeinbildungskanon – ob im Zuge des technischen Fortschritts und der Digitalisierung noch alle diese Felder Schlüsselqualifikationen sind, ist zu überprüfen.
  • Vintage-Faktoren
    Als Vintage-Faktoren schließlich bezeichnet Mertens solche Schlüsselqualifikationen, die Differenzen zwischen den Generationen beseitigen. Diese sind vor allem auf unterschiedliche Lehrpläne zu verschiedenen Zeiten zurückzuführen. Bestimmte Kurse in der Erwachsenenbildung tragen dazu bei, diese Unterschiede zu verringern: Beispielsweise Kurse über Mengenlehre, Sozialkunde, Verfassungsrecht, Englisch, Programmiertechniken, jüngere Geschichte, Grundwissen über fremde Kulturen und Basiswissen über Relativitätstheorie und Nuklearphysik.



Weitaus gängiger ist die moderne Gliederung der Schlüsselqualifikationen. Sie erfolgt in folgende fünf Bereiche:

  • Soziale Kompetenz
    Gemeint sind damit all jene Fähigkeiten, die das zwischenmenschliche Zusammenleben ermöglichen und die dazu beitragen, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu pflegen. Eine große soziale Kompetenz zeigt sich durch die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen den Umgang mit anderen Menschen zu meistern.

    Dazu zählen Fähigkeiten wie:

  • Methodenkompetenz
    Als Methodenkompetenz werden Fähigkeiten verstanden, die einen Menschen dazu befähigen, Aufgaben oder Probleme zu lösen. Dabei geht es zum einen um die Analyse der Situation als auch um die Planung und Durchführung einer passenden Strategie zur Problemlösung. Methodische Kompetenz zeigt sich zum Beispiel durch:
  • Individualkompetenz
    Diese Schlüsselqualifikation wird auch als Selbstkompetenz, Personenkompetenz oder Humankompetenz bezeichnet. Vor dem Hintergrund bestimmter Einstellungen oder Werte, die ein Mensch zeigt, erkennt er im Beruflichen wie Privaten die Anforderungen und kann entsprechende Schritte einzuleiten. Das kann sich zum Beispiel darin spiegeln:
    • Jemand erkennt, dass Fortbildungen notwendig sind, um beruflich nicht abgehängt zu werden,
    • dass er anpassungsfähig je nach Situation und Umfeld ist,
    • dass seine Reflexionsfähigkeit dazu führt, dass er fortan gesundheitsbewusster lebt oder
    • bestimmte Entscheidungen aufgrund veränderter familiärer Situationen trifft.
  • Handlungskompetenz
    Unter der Handlungskompetenz eines Menschen wird die Schnittmenge der drei vorangegangenen Kompetenzen zusammengefasst. Im Kern steht dabei das eigenverantwortliche und an die jeweilige Situation sowie die äußeren Umstände angepasste Verhalten. Das setzt vor allem das kognitive Vermögen voraus: Durch die Reflexionsfähigkeit und jeweilige Fachkompetenz gelangt eine Person zu einer bestimmten Überzeugung und handelt entsprechend.
  • Medienkompetenz
    In der heutigen Zeit kommt der Medienkompetenz eine immer größere Bedeutung zu. Diese Fähigkeit beschreibt den kompetenten und reflektierten Umgang mit verschiedenen Medien – sowohl digital als auch analog. Dazu gehört:
    • Das Hinterfragen und Analysieren von Informationen und Berichten,
    • das Präsentieren und Einordnen dieser Informationen und
    • die Auswahl geeigneter Medien.

Beispiele für typische Schlüsselqualifikationen

Es ist schwer zu sagen, wie viele unterschiedliche Schlüsselqualifikationen es gibt. Teilweise ist von mehreren hundert einzelnen Kompetenzen die Rede. Glücklicherweise brauchen Sie sich nicht gleich alle aneignen, um für die Berufswelt gut aufgestellt zu sein.

Wir haben eine umfangreiche Liste mit vielen Beispielen aufgestellt, um Ihnen zu zeigen, wie vielseitig Schlüsselqualifikationen sind und welche für Ihre Karriere besonders wichtig sind:


Kompetenzbereiche überschneiden sich

Bei der Masse an Schlüsselqualifikationen sollte bedacht werden, dass sich die Kompetenzbereiche teilweise überschneiden. Beispielsweise werden rhetorische Fähigkeiten einerseits der Methodenkompetenz, andererseits der Sozialkompetenz zugeordnet – was stimmt nun?

Beides. Das ist schlüssig, wenn man davon ausgeht, dass sich im Bereich der Rhetorik bestimmte Techniken erwerben lassen, die zum Beispiel für eine Präsentation wichtig sind. Auf der anderen Seite leuchtet ein, dass jemand, der nicht über ein bestimmtes Ausdrucksvermögen verfügt, sich im sozialen Umfeld nur schwer verständigen kann.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass er über keine sozialen Kompetenzen verfügt – beispielsweise kann natürlich ein Kollege mit Sprachbehinderung sehr wohl empathiefähig sein. Gleichwohl wird ein anderer ohne anerkannte Behinderung, der sich die rhetorischen Fähigkeiten nicht angeeignet hat, es im zwischenmenschlichen Bereich schwerer haben.

Kommunikationsfähigkeit ist daher überall dort wichtig, wo wir es mit Menschen zu tun haben. Es ist eine Schlüsselqualifikation in der Pflege, unentbehrlich im direkten Kundenkontakt, aber auch im Team, wenn es darum geht, Konflikte untereinander zu bewältigen.


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Schlüsselqualifikationen variieren von Beruf zu Beruf

Auch wenn Schlüsselqualifikationen per se fachübergreifend sind: Je nach Beruf sind andere Kompetenzen gefragt beziehungsweise existieren gewisse Schwerpunkte.

Viele der aufgeführten Schlüsselqualifikationen beherrschen Sie vermutlich bereits, ohne sich dessen bewusst zu sein. Manche von ihnen sind Teil der eigenen Persönlichkeit. Jeder Mensch vertritt bestimmte Werte und Überzeugungen, die sich gleichzeitig in einem bestimmten Verhalten spiegeln.

Ein Beispiel: Eine Schlüsselkompetenz ist Sorgfalt. Einer Person ist Qualität wichtig, schlampig ausgeführte Arbeit ist ihr ein Gräuel. Wer sorgfältig arbeitet, erledigt die ihm übertragenen Aufgaben gewissenhaft. Er wird die Arbeit mit der gebotenen Aufmerksamkeit ausführen und gegebenenfalls überprüfen.

Schlüsselqualifikationen wie Sorgfalt haben in bestimmten Berufen eine zentrale Bedeutung. Wenig sorgfältig ausgeführte und somit fehlerhafte Arbeit hat Konsequenzen. Dabei macht es einen Unterschied, ob einem Kunden versehentlich die falsche Pizza geliefert wurde oder an einem Flugzeug Schrauben mit dem falschen Werkzeug festgeschraubt wurden.

Daraus folgt, dass jeder Beruf bestimmte Schlüsselqualifikationen voraussetzt, aber eben nicht immer dieselben. Anhand folgender Berufe werden die Unterschiede deutlich:


Schlüsselqualifikationen in der Pflege

Die Schlüsselqualifikation Empathie hat in der Pflege ein viel höheres Gewicht, als beispielsweise bei einem Kfz-Mechatroniker, da direkt am Menschen gearbeitet wird. Weiterhin ist es wichtig, dass Altenpfleger über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe verfügen, mithilfe derer sie physische und psychische Veränderungen bei den Pflegebedürftigen erkennen.

In der Pflege kommt es auf Frustrationstoleranz an: Die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse für eine gewisse Zeit zurückstellen zu können und bestimmte Situationen aushalten zu können.

Gleichzeitig wird von Pflegern als Teil der Individualkompetenz erwartet, dass sie nicht nur mit den psychischen und physischen Belastungen umgehen, sondern rechtzeitig die Reißleine ziehen. Beispielsweise kann Überlastungsanzeige das Resultat von Personalknappheit sein, wie sie in der Pflege verbreitet ist. Oder aber ihr liegt mangelnde Reflexionsfähigkeit zugrunde und infolgedessen hat der Arbeitnehmer seine eigenen Grenzen überschritten.



Schlüsselqualifikationen als Lehrer

Ähnlich wie in der Pflege arbeiten auch Lehrer viel mit Menschen zusammen. In der Regel müssen Sie als Lehrer ein hohes Maß an sozialer Kompetenz im Umgang mit Kindern und Jugendlichen besitzen. Sie müssen sich nicht nur auf völlig unterschiedliche Charaktere einstellen.

Unterschiedliche Sozialisation, womöglich unterschiedliche Herkunft erfordern von Lehrern die Fähigkeit, sich individuell gemäß den jeweiligen Anforderungen auf die Schüler einzulassen. Sie gemäß ihrer Bedürfnisse und auch Schwächen zu fördern. Gleichzeitig ist wichtig, dass Lehrer eine natürliche Autorität ausstrahlen. Sie müssen Durchsetzungsvermögen beweisen bei Schülern, die immer wieder versuchen, Grenzen auszutesten.

Zu wichtigen Schlüsselqualifikationen zählen zudem Flexibilität und Lernfähigkeit: Neue Unterrichtsmethoden und Lehrmittel, jedes Jahr oder sogar Halbjahr andere Arbeitszeiten, Veranstaltungen außer der Reihe wie ein Tag der offenen Tür, Konferenzen und Elternabende verlangen, dass Lehrer mit veränderten Situationen umgehen können.



Schlüsselqualifikationen als Jurist

Präsentationen in Form von Referaten sind Teil eines jeden Studiums. Ein besonderes Augenmerk wird bei denen darauf gelegt, die Jura studieren. Teil dessen sind nicht nur Vorträge vor größeren Gruppen, sondern selbstsicheres Auftreten durch eine entsprechende Körpersprache.

Dies wird teilweise in speziellen Rhetorikseminaren vermittelt. Die Bedeutung solcher Schlüsselqualifikationen leuchtet unmittelbar ein: Wer vielleicht fachlich versiert ist, sich aber nicht entsprechend „verkaufen kann“, wird es beruflich schwer haben.

Der berufliche Erfolg beispielsweise eines Anwalts hängt maßgeblich davon ab, wie überzeugend er wirkt – sowohl auf seinen Mandanten, indem er glaubhaft seine Fachkenntnis vermitteln kann. Als auch auf einen Richter oder die gegnerische Seite, wenn es um Auseinandersetzungen vor Gericht geht.


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Schlüsselkompetenzen und Job passen nicht zueinander?

In der Regel bewirbt sich ein Bewerber auf eine Stelle, weil er oder sie meint, die Anforderungen erfüllen zu können. Wurde das Vorstellungsgespräch erfolgreich absolviert, spricht auch einiges für diese Annahme.

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass ein Arbeitsverhältnis noch während der Probezeit endet. Einigen Studien zufolge enden zwischen 20 und 25 Prozent aller Jobs noch bevor sie richtig angefangen haben. Das zeigt, dass entweder der Bewerber falsch eingeschätzt wurde oder eine Diskrepanz seitens des Unternehmens zwischen Schein und Wirklichkeit vorliegt.

Es ist bekannt, dass Unternehmen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Und mancher erfüllt vielleicht alle Kriterien – was aber, wenn Ihre Schlüsselqualifikationen gar nicht gefragt sind, obwohl sie in der Stelle ausgeschrieben wurden? Wenn beispielsweise Teamfähigkeit erwünscht ist, in Wirklichkeit aber jeder für sich straffe Vorgaben abarbeitet?

Oder wenn Sie über ein sehr gutes Ausdrucksvermögen und ebensolche Präsentationstechniken verfügen, diese aber nie gefragt sind? In diesem Fall müssen Sie für sich entscheiden, inwieweit der Job ansonsten die für Sie wesentlichen Voraussetzungen erfüllt oder wann es besser ist, sich nach etwas Neuem umzusehen.

Wenn Sie hingegen bemerken, dass es Ihnen an der einen oder anderen Stelle noch an bestimmten Schlüsselqualifikationen mangelt, gibt es Möglichkeiten, sich diese anzueignen. Voraussetzung dafür ist die eigene Haltung: Nur wer davon überzeugt ist, dass der Erwerb bestimmter Fähigkeiten einen weiterbringt, wird sich bemühen und einen entsprechenden Veränderungsprozess anstoßen.

Stichwort hier ist lebenslanges Lernen: Das ermöglicht Ihnen nicht nur beruflich, sondern auch gesellschaftlich am Ball zu bleiben.

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Tipps: Schlüsselqualifikationen lernen und verbessern

Während manche Schlüsselqualifikationen also Teil der eigenen Normen und Werte sind, lassen sich andere aufgrund des Verhaltens in bestimmten Situationen erkennen. Wer beispielsweise Pünktlichkeit hoch schätzt, wird bei Terminen zur gebotenen Zeit erscheinen und somit seine Zuverlässigkeit zeigen.

Bei der großen Zahl von Schlüsselqualifikationen ist es kaum möglich, über alle in einem hohen Maß zu verfügen. Einige Schlüsselqualifikationen entwickeln sich mit der Zeit. Bei manchen muss man sich eingestehen, dass es noch ein langer Weg ist.

Die gute Nachricht: Viele Schlüsselqualifikationen lassen sich lernen und gezielt ausbauen. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können:

  • Legen Sie realistische Ziele fest
    Es ist gut, wenn Sie an Schlüsselqualifikationen arbeiten wollen, doch gelingt dies nur, wenn Sie sich klare und realistische Ziele setzen. Mit dem Vorhaben Ich verbessere Schlüsselqualifikationen werden Sie nicht viel erreichen. Suchen Sie sich stattdessen eine oder zwei Skills aus, die für Sie besonders wichtig sind.

    So können Sie sich wirklich darauf konzentrieren und Schlüsselqualifikationen entwickeln. Priorität sollten Kompetenzen haben, die für Ihre aktuelle Position oder einen angestrebten Job relevant sind.
  • Sammeln Sie viele Informationen
    Ein entscheidender Punkt, um Schlüsselqualifikationen trainieren zu können, ist Ihre Motivation und die Bereitschaft, Zeit und Arbeit zu investieren. Nachdem Sie festgelegt haben, welche Kompetenz Sie verbessern wollen, sollten Sie im nächsten Schritt so viele Informationen wie möglich sammeln. Mit diesem Wissen ausgestattet, wissen Sie, worauf es ankommt und können Fortschritte machen.

    Die Möglichkeiten hierzu sind zahlreich: Neben Artikeln und Ratgebern im Internet können Sie ganz altmodisch zu Büchern greifen oder durch Kurse und Seminare zum Thema an Ihren Schlüsselqualifikationen arbeiten.
  • Holen Sie sich Hilfe von einem Coach
    Kommen Sie nicht weiter und haben das Gefühl, dass Sie selbst mit der Entwicklung nicht weiterkommen, können Sie mit einem Coach zusammenarbeiten. Die Branche ist riesig, suchen Sie nach einem passenden Trainer, mit dem Sie gemeinsam über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten können.

    Wichtige Schlüsselkompetenzen lassen sich nicht von heute auf morgen erlernen. Wer Ihnen sofortige Ergebnisse verspricht oder behauptet, bereits nach einem Gespräch deutliche Verbesserungen zu erzielen, ist vermutlich unseriös und nur auf schnelles Geld aus.
  • Üben Sie bei jeder Gelegenheit
    Wollen Sie Schlüsselqualifikationen verbessern, hilft letztlich nur eins: Sie müssen bei jeder Gelegenheit üben und das neue Verhalten häufig in Ihren Alltag einbauen. Nach Feierabend für eine halbe Stunde über Zielstrebigkeit lesen, ist ein erster Schritt – tatsächlich zielstrebiger werden Sie jedoch nur, wenn Sie es in die Tat umsetzen.

    Nur so können Sie alte Gewohnheiten nach und nach ändern.
  • Lassen Sie sich nicht entmutigen
    Zu guter Letzt dürfen Sie nicht frustriert aufgeben, wenn es mit den Schlüsselqualifikationen nicht auf Anhieb klappen will. Es ist leider normal, dass Sie gerade am Anfang Schwierigkeiten haben. Sie werden in alte Verhaltensmuster zurückfallen, das Gefühl haben, dass die Entwicklung nur schleicht oder gänzlich zum Stillstand kommt.

    Bleiben Sie trotzdem am Ball und behalten Sie Ihr Ziel im Auge. Es dauert einige Zeit, bis sich Schlüsselqualifikationen fest in der Persönlichkeit verankern. Halten Sie durch und arbeiten Sie weiter an sich!


[Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]
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4. August 2020 Nils Warkentin Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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