Lebenslauf: Aufbau, Beispiele, 40 kostenlose Vorlagen

Ein tabellarischer Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbung. Auch wenn der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe hinter dem Bewerbungsschreiben liegt – die Vita (auch curriculum vitae genannt) wird von Personalern aller Jobs in der Regel zuerst gelesen. Aus gutem Grund: Das sogenannte Lebenslauf Profil – also der Gesamteindruck Ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen – zeigt sofort, ob Sie alle erforderlichen Qualifikationen und Erfahrungen für die Stelle mitbringen. Zudem kann der berufliche Werdegang eines Bewerbers im tabellarischen Lebenslauf schnell erfasst werden – samt Weiterbildungen, Interessen, Hobbys. Entscheidend ist daher, dass Ihr Lebenslauf übersichtlich aufgebaut sowie gut strukturiert ist und alles enthält, was in der Stellenanzeige verlangt wurde. Wir raten daher dazu, den Lebenslauf amerikanisch – also antichronologisch mit der aktuellen Position zuerst zu verfassen. Denn mit der Übersichtlichkeit steigen Ihre Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Im folgenden Dossier zeigen wir Ihnen detailliert, wie Sie den perfekten Lebenslauf schreiben, wie Sie ihn aufbauen und formulieren. Neben zahlreichen Tipps und Tricks für das Erstellen und Optimieren eines Lebenslaufs können Sie zusätzlich unter mehr als 40 professionellen und kostenlosen Lebenslauf-Vorlagen auswählen…

Lebenslauf: Aufbau, Beispiele, 40 kostenlose Vorlagen

Anordnung & Position: Der Lebenslauf in die Bewerbungsmappe

Egal, für welche Jobs oder Berufe Sie sich bewerben, ob nach dem Studium oder nach der Ausbildung, ob in Hamburg, Köln, Berlin oder München, ob per gedruckter Vorlage oder online: Einen tabellarischen Lebenslauf (und ein Bewerbungsschreiben) brauchen Sie dazu immer.

Allerdings liegt der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe nie obenauf. Dort gehört das Anschreiben hin. Der tabellarische Lebenslauf folgt erst danach, teils sogar noch nach einem sogenannten Deckblatt.

Bei sogenannten vollständigen Bewerbungsunterlagen wird ein tabellarischer Lebenslauf entsprechend so eingeordnet (siehe Vorlage):

Wie schreibt man eine Bewerbung Vollständige Bewerbungsmappe Bewerbungsunterlagen Muster

Von dieser „zweitrangigen“ Position des tabellarischen Lebenslaufs in den Bewerbungsunterlagen sollten Sie sich aber bitte nicht täuschen lassen. Es wäre ein großer Irrtum, den Stellenwert des Lebenslaufes zu unterschätzen, nur weil dieser nicht das oberste Dokument in Ihren Unterlagen ist. Der Lebenslauf ist maßgeblich für den perfekten ersten Eindruck Ihrer Bewerbung – für alle Jobs und Berufe!

Wer damit Unternehmen und Arbeitgeber überzeugt, wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Im Lebenslauf stellen Sie Ihre Eignung für die in der Stellenanzeige ausgeschriebene Position heraus – Ihre Ausbildung, Ihre Qualifikationen, Ihre Kenntnisse und bisherigen Erfahrungen, berufliche Tätigkeiten und Erfolge. Das alles gilt es für die ausgeschriebene Stelle zu einem ebenso aussagekräftigen wie überzeugenden Profil zusammenzustellen, das den Umfang von zwei DIN A4 Seiten möglichst nicht übersteigen sollte (Faustregel: So ausführlich wie nötig, so knapp wie möglich).

Umfragen zeigen immer wieder: Zwei von drei Personalern greifen zuerst zum tabellarischen Lebenslauf, um sich einen Überblick über den Bewerber und eine Zusammenfassung von dessen Kompetenzen zu erhalten. Oft wird in den Unternehmen danach schon eine Vorauswahl getroffen.

Das bedeutet für Sie und Ihre Jobsuche: Kann der Lebenslauf nicht überzeugen, sind alle anderen Dokumente (Anschreiben, Zeugnisse) möglicherweise hinfällig, weil Ihre Bewerbung sofort aussortiert wird. Geben Sie sich beim Lebenslauf also bitte größtmögliche Mühe und erstellen Sie diesen jedes Mal und für jedes Unternehmen individuell. Das macht mehr Arbeit, steigert aber Ihre Erfolgschancen bei der Jobsuche enorm.

Mit der folgenden Anleitung sowie zahlreichen Lebenslauf-Vorlagen, Mustern und Beispielen helfen wir Ihnen Schritt für Schritt diese Herausforderung zu meistern. Dass das für alle Jobs und Berufe klappt, bestätigen bereits zahlreiche Bewerber, Leser und Fans

Kostenlose Design-Vorlagen und Beispiele als Word-Datei

Um Ihnen beim Gestalten und Schreiben des Lebenslaufs zu helfen und zugleich Ideen zum Aufbau, zur Struktur, zum Layout und zum Inhalt des Lebenslaufs zu liefern, haben wir für Sie mehrere kostenlose Lebenslauf-Vorlagen und Design-Beispiele zusammengestellt. Diese professionellen Muster können Sie sich jederzeit gratis als WORD-Vorlage herunterladen und privat nutzen.

Klicken Sie dazu einfach auf das Vorschaubild. Sie müssen sich dazu weder anmelden (wie auf anderen Seiten) oder registrieren. Es entstehen auch garantiert keinerlei Kosten. Trotz der hohen Qualität der Muster und Vorlagen wollen wir daran kein Geld verdienen und Ihnen diese Tipps und Grundausstattung kostenlos online zur Verfügung stellen.

Überdies enthalten unsere Vorlagen für den Lebenslauf zum Teil auch Beispieltexte, die Ihnen das eigene Formulieren erleichtern können. Nutzen Sie diese Muster aber bitte nur zur Inspiration! Bitte nie das Beispiel wortwörtlich übernehmen oder kopieren. Personalverantwortliche lesen hier ebenfalls mit und würden die Vorlage erkennen und spätestens im Vorstellungsgespräch ansprechen. Daher: Die Vorlagen und Muster immer individuell abwandeln. Die Word-Dateien sind zudem in den Farben (Blau, Grün, Rot, …) und Schriftarten anpassbar.

Hier also sind sie: unsere Lebenslauf Vorlagen und Beispiele zum Ausfüllen…

Aktuelle Muster: Tabellarischer Lebenslauf Vorlagen kostenlos

(Zum Herunterladen der Word-Vorlagen bitte auf die Vorschaubilder klicken)

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Lebenslauf Vorlagen Word Kostenlos Tabellarisch 10 CoverLebenslauf Vorlagen Word Kostenlos Tabellarisch 11 CoverLebenslauf Vorlagen Word Kostenlos Tabellarisch 12 Cover
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Lebenslauf Vorlagen Word Kostenlos Chronologisch 21 CoverLebenslauf Vorlagen Word Kostenlos Chronologisch 22 CoverLebenslauf Vorlagen Word Kostenlos Antichronologisch 23 Cover
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Lebenslauf-Designs: Moderne Lebenslauf-Vorlagen

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Lebenslauf-Vorlagen: Beispiele für konservative Lebensläufe

(Zum Herunterladen der Word-Vorlagen bitte auf die Vorschaubilder klicken)

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Kostenlose Word-Vorlagen: 3 tabellarische Lebensläufe (klassisch)

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PS: Um einen professionellen Lebenslauf zu erstellen, können Sie bei uns auch online etwas Üben – mit unserem kostenlosen Lebenslauf-Editor. Die darin enthaltene Vorlage ist direkt online im Browser editierbar. Probieren Sie es aus. Ein tabellarischer Lebenslauf wird damit kinderleicht…


Sonderform Kurzprofil: Vorlagen für die Kompetenz-Übersicht

Sonderform Kurzprofil: Vorlagen für die Kompetenz-ÜbersichtDas sogenannte Kurzprofil ist eine Zusammenfassung und Übersicht aller fachlichen Qualifikationen und Soft Skills eines Bewerbers. Die Idee dazu stammt ursprünglich aus den USA, wo selbst der Lebenslauf nicht länger als eine Seite sein sollte. Das Kurzprofil dient vor allem dazu, die Eignung für die Stelle in den Vordergrund zu stellen. Manchmal wird diese Sonderform auf Jobmessen verlangt – oder um sie zum Vorstellungsgespräch mitzubringen. Einen ausführlichen Artikel zum Kurzprofil finden Sie HIER.

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Aufbau & Inhalt: Was gehört alles in den Lebenslauf?

Wie ein wirklich guter und professioneller Lebenslauf erstellt wird, ist keine Raketenwissenschaft. Mit dem folgenden Gerüst lässt sich ganz einfach ein überzeugender, tabellarischer Lebenslauf für sämtliche Berufe und Jobs erstellen.

Im Kern besteht der (tabellarische) Lebenslauf aus diesen 5 Blöcken:

  • Persönliche Angaben (Vorname Nachname, Geburtstag und Geburtsort, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, (Bewerbungsfoto))
  • Beruflicher Werdegang (Beruf, Jobs, Erfahrungen, Positionen, Ausbildung, Praktika)
  • Besondere Kenntnisse (Weiterbildungen, Zertifikate, Fremdsprachen, EDV, PC-Kenntnisse, Führerschein, Auszeichnungen, etc.)
  • Interessen (Hobbys, Ehrenämter, Projekte)
  • Datum, Unterschrift

Manche dieser Punkte können Sie natürlich noch einmal unterteilen, wenn Sie diese besonders hervorheben möchten – oder weil Sie sich damit deutlicher von anderen Bewerbern absetzen.

Um sich das optisch besser vorstellen zu können, haben wir hier ein Beispiel für einen tabellarischen Lebenslauf, wie der Aufbau für so ein Curriculum Vitae aussehen kann:

Lebenslauf Aufbau Grafik

Zeitangaben im Lebenslauf

All diese Informationen (insbesondere die zum beruflichen Werdegang) müssen lückenlos aufgelistet werden. Monatsangaben plus Jahreszahl reichen in der Regel völlig aus. Also zum Beispiel:

06/2003 – 06/2006 Ausbildung zum Bankkaufmann in der Kreissparkasse Köln

Damit keine Lücken entstehen, sollten die Monate nahtlos aufeinander folgen. Zwischen zwei Jobs spricht man aber erst ab mehr als drei Monaten von einer Lücke. Die Zeit dazwischen wird jedem Bewerber als Such- oder Orientierungsphase zugestanden (siehe Vorlage):

Lebenslauf Tipps Lücken im Lebenslauf

Innerhalb der einzelnen Postionen und Stationen können (und sollten) Sie sich auf Wesentliches konzentrieren und irrelevante Informationen weglassen. Zwischen den einzelnen beruflichen Abschnitten aber dürfen keine Lücken entstehen, die länger als drei Monate dauern. Die müssten Sie sonst später im Vorstellungsgespräch überzeugend erklären.

Aber der Reihe nach: Tatsächlich gibt es ein paar formale Ansprüche an den Lebenslauf, die es im Einzelnen zu beachten und zu erfüllen gilt…


Lebenslauf-Checkliste als Gratis-PDF herunterladen

Lebenslauf-Checkliste als Gratis-PDF herunterladenOb Sie im Lebenslauf an alles gedacht haben, können Bewerber auch mithilfe unserer ausführlichen CHECKLISTE überprüfen. Diese können Sie sich hier gratis als PDF herunterladen.

Für alle Unterlagen – inklusive Bewerbungsschreiben – haben wir hier noch eine weitere Checkliste zur Bewerbung. Auch diese können Sie sich kostenlos als PDF herunterladen und zur Jobsuche nutzen.

Persönliche Daten und Angaben

Die Angaben zu Ihrer Person gehören IMMER in die Kopfzeile des Lebenslaufs. Insbesondere den Begriff „Lebenslauf“ und Ihren vollständigen Namen (Vorname Nachname) sollten Sie besonders groß und in Fettschrift hervorheben.

Das Bewerbungsfoto ist seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) heute ein freiwilliger Zusatz. Es bleibt also Ihnen überlassen, ob Sie es dem Lebenslauf hinzufügen oder nicht (nie ins Bewerbungsschreiben!). Wir empfehlen es aber. So zeigen unsere Umfragen in unserem Arbeitgebercheck und unter Personalern, dass diese das Bewerbungsfoto weiterhin wünschen, weil es das Profil eines Kandidaten „abrunde“.

Umstrittener sind heute eher persönliche Angaben zur Staatsangehörigkeit, zum Familienstand oder zur Konfession. Weil auch diese Daten tendenziell eine Diskriminierung von Bewerbern zur Folge haben können, sind sie – laut AGG – ebenfalls optional.

Nur: Wenn Sie diese Angaben machen (weil es eventuell vorheilhaft ist), dann bleiben Sie unbedingt bei der Wahrheit (siehe auch weiter unten: „Lebenslauf Angaben: Darf ich dabei lügen?“). Wer hier falsche Angaben macht, riskiert eine Kündigung – oder belastet zumindest das Arbeitsverhältnis und Vertrauen in seine Person erheblich.

Es kann auch gut sein, dass das Thema später im Bewerbungsgespräch zur Sprache kommt. Widersprüche zum Lebenslauf haben dann meist das AUS zur Folge.

Angestrebte Position

Es ist ein kleiner Lebenslauf-Trick, der schon vielen Bewerbern geholfen hat, positiv aus der Masse hervorzustechen: Nennen Sie – bevor der „Berufliche Werdegang“ beginnt die angestrebte Position (aus der Stellenanzeige)! (siehe Video-Tipp):

Sie betonen so nicht nur subtil Ihren Anspruch und Ihre Entschlossenheit, sondern dokumentieren zugleich, dass dieser Lebenslauf nur für diesen Arbeitgeber und nur für diese Stelle geschrieben wurde. Also keine Massenware! Und das sieht jeder Personalentscheider gern.

Beruflicher Werdegang

Die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs steht und fällt mit der Darstellung des beruflichen Werdegangs. Der tabellarische Lebenslauf ist dafür besonders geeignet: links Zeitangaben, rechts Fakten. Kein Fließtext. Aussagekräftige Stichwörter und Kurzangaben reichen. Egal, was in anderen Karriereportalen steht: Bitte hier keinen optischen Firlefanz! Ein Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa.

Um Ihre bisherigen Berufserfahrungen und Jobs übersichtlich, optisch ansprechend und vor allem aussagekräftig darzustellen, gibt es allerdings ein paar kleine Tricks. Um diese besser zu verstehen, ist es erforderlich, sich kurz in die Lage des Lesers, also des Personalverantwortlichen, zu versetzen: Was möchte ein potenzieller Arbeitgeber im Lebenslauf wissen?

Im Grunde suchen Personaler drei wesentliche Informationen:

  • Arbeitgeber: Bei welchen Firmen waren Sie bisher tätig? Was waren das für Unternehmen?
  • Positionsbezeichnung: Welche Position hatten Sie schon inne?
  • Aufgaben und Erfolge: Für was waren Sie zuständig und was haben Sie bewirkt?

Und genau so sollten Sie dann die Stationen Ihres Werdegangs strukturieren und aufbauen:

  • Arbeitgeber

    Wählen Sie stets die korrekte Firmenbezeichnung, also nicht „Chaser“, sondern „Chaser (Deutschland) GmbH“.

    Schreiben Sie auch dazu, wo die Firma Ihren Sitz hat oder – wenn abweichend – derjenige Firmenteil, in dem Sie gearbeitet haben. Zum Beispiel: „Chaser (Deutschland) GmbH, Betriebsstätte Bochum“.

    Falls das aus dem Namen nicht hervorgeht, sollten Sie auch kurz die Geschäftstätigkeit und die Anzahl der Mitarbeiter oder die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern erwähnen. Das kann unter Umständen von Bedeutung sein. Also zum Beispiel so: Kfz-Zulieferer, 20.000 Mitarbeiter weltweit, 160 am Standort Bochum“.

  • Positionsbezeichnung

    Formulieren Sie möglichst genau, welche Funktion Sie in der Firma inne hatten. Bei vielen Firmen werden englische Jobtitel verwendet. Die versteht allerdings nicht jeder Personaler. In dem Fall empfiehlt sich den Titel ins Deutsche zu übersetzen. Also statt Logistics Supervisor, lieber Leiter interne Logistik.

    Wenn sich der Begriff partout nicht übersetzen lässt, hilft eine ergänzende Umschreibung in Klammern. Neben dem Deal Handler steht dann etwa in Klammern (Koordination der Warenströme).

  • Aufgaben und Erfolge

    Noch wichtiger als diese reinen Fakten ist aber, was Sie Ihrer jeweiligen Position bewegt und erreicht haben. Listen Sie hierbei aber bitte nie einfach nur Ihre Aufgaben auf. Das ist wenig überzeugend – sie könnten dabei ja auch versagt haben. Entscheidender ist, welchen Nutzen Sie Ihrem Arbeitgeber gebracht haben. Es geht also um Ihre Leistungen und die Ergebnisse Ihrer Arbeit.

    Das Ergebnis aus allen drei Komponenten könnte im Lebenslauf dann zum Beispiel so aussehen:

    Leiter interne Logistik
    Chaser (Deutschland) GmbH, Betriebsstätte Bochum
    Verantwortlich für Lager und Kommissionierung, 16 Mitarbeiter

    • Aufbau der neuen Logistikabteilung „Tankzugentladung“
    • Verlagerung der Absackanlage
    • Aufbau einer rollierenden Absackfolgeplanung
    • Kostenreduzierung um 50%

    Lebenslauf schreiben: Tipps zur Vorbereitung

    Lebenslauf schreibenBevor Sie mit dem Lebenslauf-Schreiben loslegen: Legen Sie sich Zeugnisse und sämtliche Daten der bisherigen Beschäftigungen zurecht, um sich lästiges Suchen zu ersparen. Zusätzlich sollten Sie alle Informationen zusammentragen, die Sie zu der Stelle finden können, auf die Sie sich bewerben.

    Jetzt geht die eigentliche Arbeit los. Beginnen Sie damit, sich einen genauen Überblick zu verschaffen, was der Arbeitgeber von Bewerbern erwartet. Schauen Sie sich die Stellenausschreibung genau an, machen Sie Muss- und Kann-Qualifikationen ausfindig und identifizieren Sie wichtige Keywords, die dort enthalten sind. Zusätzlich lohnt sich auch eine Recherche in den Social Media Kanälen und auf der Homepage des Unternehmens.

    Die so gesammelten Informationen sind wichtiger Bestandteil für den Lebenslauf und geben Ihnen Aufschluss darüber, auf welche Inhalte Sie sich konzentrieren sollten. Auch erhalten Sie ein besseres Bild vom Arbeitgeber und können gezielter auf dessen Erwartungen eingehen. Gehen Sie nun der Reihe nach die einzelnen Lebenslauf-Punkte durch – und arbeiten Sie stets sorgfältig, um keine Flüchtigkeitsfehler zu machen.

  • Studium / Ausbildung / Schule

    Mit der „Ausbildung“ ist auch die schulische Bildung gemeint, also Grundschule, weiterführende Schule (Hauptschule, Realschule oder Gymnasium) und deren Abschluss mit Gesamtnote.

    Je älter Sie sind und je mehr Berufserfahrungen Sie vorzuweisen haben, desto unwichtiger werden diese Angaben natürlich. Von einer 40-jährigen Managerin will man nicht wirklich wissen, wann und wo sie zur Grundschule gegangen ist. Da reicht dann allenfalls die Angabe: „09/1975 – 05/1984: Gymnasium Beispielstadt, Abiturnote: 2,0“. Womöglich auch nur noch das Studium und dessen Abschluss.

    Damit die einzelnen Angaben zum Rest des Lebenslaufs passen, ist es erforderlich, dass Sie sowohl die Zeitangaben (siehe Kasten oben) als auch die antichronologische Reihenfolge einheitlich beibehalten. Heißt: Der Studienabschluss käme zuerst, danach arbeiten Sie sich zeitlich – wenn überhaupt – nach hinten bis zur Grundschule zurück.

    Besondere Kenntnisse

    Zu diesen „besonderen“ Kenntnissen können Praktika, Weiterbildung, Zusatzqualifikationen, Auslandserfahrungen, Auszeichnungen sowie Stipendien und Publikationen gehören. Entscheidend ist, dass Sie hierbei aber nicht einfach alles auflisten, was Ihnen dazu einfällt, Motto: Bring ich auch noch mit… Das wird nur zum Leseballast.

    Achten Sie beim Schreiben des Lebenslaufs vielmehr darauf, nur jene Punkte hervorzuheben, die besonders gut zur Stelle passen und hierfür einen Mehrwert bieten. Wer sich beispielsweise als Redakteur bewirbt, kann durchaus erwähnen, sich mit Word oder (online) WordPress auszukennen oder einen Schreibmaschinen-Kurs mit Bravour bestanden zu haben. Ein Zertifikat für mediterranes Kochen interessiert in dem Zusammenhang dagegen niemanden (es sei denn, Sie bewerben sich als Food-Redakteur). Was also nicht wirklich passt, lassen Sie besser weg. Und je älter diese Erfahrungen oder das Know-how sind, desto irrelevanter werden sie für den Personaler.

    Auch hier gilt wieder: Achten Sie auf die Reihenfolge (das Wichtigste zuerst) und Übersichtlichkeit. Weniger ist hier oft mehr.

    Interessen & Hobbys

    Die persönlichen Interessen oder gar Hobbys werden oft unterschätzt. Die Angabe von Hobbys im Lebenslauf beeinflusst zwar nur selten den Auswahlprozess. Aber je umfassender das Bild eines Kandidaten ist, desto besser ist das für den Gesamteindruck. Und nicht selten stecken darin ja auch interessante Soft Skills oder Erfahrungen, die für das Stellenprofil interessant sind.

    Arbeiten Sie an dieser Stelle also noch ein paar persönliche Stärken heraus: Wer etwa ehrenamtlich einen Verein leitet, beweist bereits erste Führungskompetenzen, Organisationskraft und Teamfähigkeit. Gleiches gilt für Sportarten wie Fußball, Volleyball oder Hockey. Sie gelten als ausgemachte Indikatoren für Teamfähigkeit. Problematisch wird es dagegen immer bei Risikosportarten oder tendenziell eigenbrödlerischen Tätigkeiten. Die sollten Sie lieber weglassen.

    Ansonsten gilt auch für diese Angaben im Lebenslauf das bereits gesagt: Nur Relevantes für den Job gehört in die Vita. Den Rest lassen Sie weg.

    Ort, Datum & Unterschrift

    Formal sollte der (tabellarische) Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift beendet werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen.

    Ein Beispiel:

    Hamburg, 29. September 2018
    UNTERSCHRIFT

    EXTRA-Tipp: Der Lebenslauf auf Englisch

    Lebenslauf auf Englisch: Was Sie dabei beachten müssenDie Entwicklung ist bereits seit Jahren zu beobachten: Immer mehr Deutsche – Young Professionals und Fachkräfte – bewerben sich im Laufe ihrer Karriere bei ausländischen Unternehmen und verbringen einige Jahre im Ausland. Die dort gesammelten Erfahrungen steigern den eigenen Marktwert und die Arbeitsmarktattraktivität. Oft ist auch ein Wechsel in deutsche Niederlassungen des ausländischen Arbeitgebers möglich.

    Vor diesem Karriereschritt steht allerdings die Bewerbung auf Englisch. Diese unterscheidet sich – nicht nur sprachlich – von den deutschen Gepflogenheiten. Auch der Lebenslauf auf Englisch (sei es ein CV oder ein Resume) unterscheidet sich von der deutschen Variante (siehe Grafik):

    Lebenslauf auf Englisch Resume CV Tipps Grafik

    Weil die Tipps und Tricks hierfür den Rahmen dieses Artikels sprengen würden, finden Sie diese in einem gesonderten Dossier – HIER sowie einige Vorlagen (auch wieder zum Bewerbungsschreiben), die Sie sich ebenfalls gratis herunterladen können.

    Lebenslauf optimieren: Darauf achten Personaler besonders

    Personalentscheider müssen teilweise hunderte Bewerbungsmappen sichten, lesen und passende Bewerber aussortieren. Die wenigsten investieren dafür – laut Umfragen – mehr als durchschnittlich vier Minuten pro Bewerbung.

    Das ist nicht viel Zeit. Umso wichtiger ist, an entscheidenden Stellen keine Fehler zu machen und den Lebenslauf für diese kurze Zeitspanne zu optimieren. Und auf diese Punkte im Lebenslauf achten Personaler ganz besonders:

    • Übersichtlicher Aufbau

      Wenn Personaler auf eine Sache im Lebenslauf Wert legen, dann ist es Übersichtlichkeit und eine klare Struktur. Reduzieren Sie daher unnötigen Schnickschnack und Design-Spielereien. Alle wichtigen Informationen sollten im Lebenslauf auf einen Blick erfasst werden können. Das hat oberste Priorität.

    • Keine Widersprüche

      Lebenslauf und Anschreiben sind zwar einzelne Dokumente, am Ende müssen diese aber ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Dabei sollten essenzielle Schwerpunkte übereinstimmen und sich ergänzen. Widersprüche sind ein absolutes Tabu. Wer dadurch Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit weckt, riskiert eine sofortige Absage.

    • Passende Kernkompetenzen

      Für jede angestrebte Stelle gibt es sogenannte Muss- beziehungsweise Kann-Qualifikationen. Wird eine bestimmte Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium in der Stellenanzeige klar gefordert, stellen Sie diese unbedingt im Lebenslauf heraus. Und zwar genauso – wortwörtlich. Teilweise übernehmen schon Maschinen die erste Vorauswahl. Und Computer sind nunmal dumme Maschinen, die stur darauf achten, ob bestimmte Schlüsselbegriffe vorkommen. Falls nicht, werden die Kandidaten gleich aussortiert. Und das wollen Sie ja nicht.

    • Optik der Bewerbungsunterlagen

      Bei einer Erhebung des Zentrums für ökonomische Bildung der Ruhr-Universität Bochum kam heraus: Für rund zwei Drittel der Personalentscheider (66,4 Prozent) bildet die Optik von Anschreiben und Lebenslauf ein wichtiges Entscheidungskriterium. 65,4 Prozent der Personaler bevorzugen zum Beispiel einen tabellarischen Lebenslauf in amerikanischer Variante (76,5 Prozent) – also antichronologisch mit umgekehrt chronologischer Reihenfolge und der aktuellen Position zuerst. Überdies wünschen sich die Befragten kurze Stichpunkte zu den wichtigsten Aufgaben und beruflichen Erfolgen (72 Prozent).

    Lücken oder Arbeitslosigkeit im Lebenslauf: Was tun?

    Durchweg achten Personalverantwortliche auf sogenannte Lücken im Lebenslauf: ein langer Urlaub, eine längere Phase, in der man sich beruflich neu orientiert – all das ist völlig legitim. Alles, was aber über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten hinausgeht und nicht erklärt wird, gilt jedoch als veritable Lücke und wird von Personalern kritisch betrachtet beziehungsweise im Vorstellungsgespräch meist hinterfragt.

    Lücken sind also Zeiten, die man weder mit…

    • einer dauerhaften Beschäftigung
    • einer Berufsausbildung/Studium
    • einer Weiterbildung
    • einem Praktikum

    füllen kann. Der Verdacht dahinter: Der Bewerber war in der Zeit arbeitslos – und das aus gutem Grund.

    Letztlich bleiben Ihnen nur zwei Alternativen mit solchen Brüchen im Lebenslauf umzugehen:

    • Sie füllen die Lücken mit glaubwürdigen Fakten.
    • Sie sind ehrlich und finden eine kluge Erklärung.

    Tatsächlich gibt es Lebenslauf-Lücken, die gar keine sind und daher bei jedem Leser Verständnis wecken:

    • Studienwechsel

      Sie haben sich bei der Wahl des Studiengangs geirrt, das Studium und Fach liegt Ihnen nicht. Nun orientieren Sie sich neu, müssen aber auf den nächsten freien Platz warten. Alles kein Beinbruch und lässt sich durch Hochschulformalitäten erklären. Erst wenn Sie alle paar Semester das Fach wechseln, wirft das ein schlechtes Licht auf Sie. Nutzen sie die Wartezeit aber möglichst für ein Praktikum oder die Mitarbeit in einer Studentenorganisation.

      Auch der Studienabbruch ist demnach keine Lücke, wenn Sie sich danach umorientieren und aktiv um Alternativen bemühen.

    • Berufseinstieg

      Wenn Jobsuche und Jobeinstieg länger dauern als geplant, nehmen einem das die wenigsten Personaler übel. Gerade Berufseinsteiger genießen eine verlängerte Schonfrist von bis zu einem halben Jahr, die sie allerdings mit ein paar Probearbeitstagen oder Praktika sinnvoll füllen sollten. Sie sind als Bewerber eben wählerisch, was den ersten Job anbelangt – aber bitte niemals untätig!

    • Krankheit

      Wer selber eine längere Zeit krank ist oder ein schwer erkranktes Familienmitglied pflegen muss, braucht das weder zu tarnen noch zu beschönigen. Die Erkrankung selbst (zum Beispiel Krebs) müssen Sie dazu noch nicht einmal nennen – Privatsache! Es reicht, wenn Sie den Zeitraum genau eingrenzen und schreiben, was war: „Auszeit aus gesundheitlichen Gründen, inzwischen vollständige Genesung und Einsatzbereitschaft“ oder „Pflege des schwer erkrankten Vaters“. Das reicht übrigens auch als Begründung im Vorstellungsgespräch.

      Gut wäre allerdings, wenn Sie für diese Zeit nachweisen, sich beruflich zumindest auf dem aktuellen Stand gehalten zu haben.

    • (Kurze) Arbeitslosigkeit

      Eine vorübergehende Arbeitslosigkeit in der Vergangenheit muss auch nicht verschwiegen werden. Schließlich haben Sie danach ja wieder einen Job gefunden.

      Solche Phasen kommen in allen Jobs vor. Nur beschreiben Sie in dem Fall bitte, was Sie in dieser Zeit unternommen haben, um eine neue Arbeitsstelle zu finden. Das beweist nicht nur Engagement, sondern auch Zielstrebigkeit.

    Lebenslauf Angaben: Darf ich dabei lügen?

    Lebenslauf Angaben: Darf ich dabei lügen?Kurze Antwort: Nein. Falsche Angaben in der Bewerbung, speziell im Lebenslauf können selbst nach der Probezeit noch zur fristlosen Kündigung führen. Auch Jahre nachdem man Sie Job angetreten haben.

    Gefälschte Zeugnisse, gekaufte akademische Titel oder nie absolvierte Arbeitsstationen sind keine Kavaliersdelikte oder Notlügen, sondern eindeutig Betrug. Der kann bis hin zur Urkundenfälschung reichen. Schlimmstenfalls kann das zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Von dieser Art der Lebenslauf-Politur sollten Sie also bitte IMMER die Finger lassen.

    Seien Sie bei Lebenslauf und Bewerbungsanschreiben stets sorgfältig und genau – auch für den Fall, dass man später nach einem billigen Kündigungsgrund sucht, falls Sie in Ungnade gefallen sind.

    Gegen andere kosmetische Eingriffe im Lebenslauf ist dagegen weniger einzuwenden:

    • Chronische Krankheiten zum Beispiel, die keinen Einfluss auf den Job haben, brauchen Sie nicht zu erwähnen.
    • Gleiches gilt für erfolgreiche Aufenthalte in einer Suchtklinik.

    Auch können Sie sich durch geschickte Darstellung des Werdegangs in ein besseres Licht rücken – etwa, wenn Sie Ihre bisherigen Erfolge durch Zahlen untermauern: Wirken diese in absoluter Form nicht ganz so überzeugend, dann machen Sie eben Prozentangaben oder verweisen auf Ranglisten.

    Waren Sie im Job nicht die Nummer 1? Dann konstatieren Sie eben, dass Sie unter den Top 5 des Unternehmens waren. Und wenn Sie nicht für den absoluten Marktführer gearbeitet haben, verwenden Sie ähnliche Vergleiche wie unter den drei führenden Unternehmen der Branche. All das ist noch legal.

    Fallen im Lebenslauf: Diese Fehler sind tabu!

    Der größte Fehler, den Bewerber beim Lebenslauf machen können, ist, dessen Bedeutung zu unterschätzen. Ein erkennbar wiederverwendeter Lebenslauf (Massenware!), Tippfehler, falsche Unternehmensnamen – solche Fehler manövrieren Bewerber sofort ins Aus. Aber auch die folgenden – leider häufig vorkommenden – Patzer und Lebenslauf-Fallen sollten Sie vermeiden:

    Fehler beim Inhalt

    • Zu wenig konkrete Angaben über die bisherigen Tätigkeiten und Berufe
    • Fehlende Belege für aufgeführte Kenntnisse
    • Erfolge ohne Zahlen und Beispiele
    • Unrealistisch eingeschätzte Sprachkenntnisse
    • Irrelvante Angaben (30-jährige Fachkraft nennt immer noch Schülerpraktikum)
    • Unpassende Hobbys

    Fehler bei Layout und Gestaltung

    • Erkennbar lieblos kopierte Vorlage
    • Zu viel Design-Schnickschnack
    • Geringe Übersichtlichkeit
    • Zu viel Text bei einzelnen Stationen
    • Stilbruch zwischen Anschreiben und Lebenslauf
    • Veraltetes Bewerbungsfoto

    Trotz dieser Einschränkungen bleiben Ihnen immer noch zahlreiche Optionen, den tabellarischen Lebenslauf zu strukturieren. Solange Layout und Struktur für Ordnung sorgen und die Qualifikationen passen, behält der Personaler das Interesse an Ihrem Lebenslauf und Ihrer Bewerbung. Dazu kommen wir jetzt…

    Formatierung: Struktur und Layout des Lebenslaufs

    Der wichtigste Grundsatz für das Lebenslauf-Layout lautet: form follows function. Heißt übersetzt: Übersichtlichkeit und Aussagekraft sind wichtiger als ein originelles Design.

    Idealerweise teilen Sie Ihr Dokument dazu in eine Tabelle mit Abschnitten ein (in Word können Sie die Linien später sogar unsichtbar machen, die Struktur wird aber beibehalten). Die Überschrift der einzelnen Abschnitte („Beruflicher Werdegang“, „Ausbildung“, …) machen Sie mindestens zwei Schriftgrößen größer und heben diese durch Fettschrift hervor. So wird alles übersichtlicher.

    Damit es aber auch einheitlich und „wie aus einem Guss“ aussieht, sollten Sie alle Abschnitte und Blöcke gleich formatieren. Heißt für den tabellarischen Lebenslauf:

    • Die Überschriften haben dieselbe Schriftart und Schriftgröße.
    • Die Datumsangaben stehen immer links und haben dasselbe Format (zum Beispiel 06/2018 – 09/2018).
    • Die Beschreibung der Stationen steht rechts davon – im immer gleichen Abstand zu den Zeitangaben.

    Tipps zum Design

    Weniger ist oft mehr – das A und O beim Layout gilt erst recht für ein so sachliches Dokument wie den tabellarischen Lebenslauf.

    Übertreiben Sie es nicht mit kursiven, fettgedruckten, unterstrichenen oder bunten Wörtern. Professionelle Designs und Muster sind meist auf nur wenige dieser Hervorhebungen reduziert (gilt auch für Anschreiben!). Und schon gar nicht sollten Sie mehrere Hervorhebungen miteinander kombinieren (zum Beispiel fett und unterstrichen).

    Als Richtgrößen und Vorlage für das Lebenslauf-Design können Sie sich Folgendes merken:

    • Schriftarten: Verwenden Sie im Lebenslauf maximal zwei Schriftarten – zum Beispiel eine „groteske“ wie Arial für Überschriften und eine mit „Serifen“ wie Times New Roman für den Fließtext. Idealerweise wählen Sie aber nicht die genannten 0815-Schriftarten. Damit bewirbt sich fast jeder. Suchen Sie sich lieber ein paar artverwandte, aber seltenere Schriften aus. Hier ein paar Beispiele und Muster:

      Lebenslauf Schriftarten Serifen Grotesk Typo

      Dieses Konzept behalten Sie ohne Ausnahme für das Anschreiben und gegebenenfalls Deckblatt oder Motivationsschreiben bei.
    • Schriftgrößen: Das soeben Gesagte gilt freilich auch für die verwendeten Schriftgrößen. Die größte Größe (zum Beispiel 15 Punkt) sollte Ihrem Namen und dem Begriff „Lebenslauf“ exklusiv vorbehalten bleiben. Andere Überschriften wären dann grundsätzlich 13 Punkt groß, der Fließtext dagegen 11 Punkt. Das genannte System können Sie natürlich variieren. Hauptsache, Aufbau und Struktur der jeweiligen Gliederungspunkte bleiben einheitlich – für Bewerbungsschreiben und Lebenslauf.
    • Farben: Seien Sie mit Farben sparsam. Erst recht bei Bewerbungen in konservativen Branchen. Ein tabellarischer Lebenslauf sollte nicht mehr als eine Schmuckfarbe (zusätzlich zum Schwarz auf Weiß) haben. Clever ist es, die Farbe passend zum Unternehmen und den Jobs zu wählen – also beispielsweise deren Logofarbe zu übernehmen. So signalisieren Sie subtil Zugehörigkeit.

    Trotz dieses einheitlichen Gerüstes bleiben Ihnen genug Möglichkeiten, Ihre Kreativität und Individualität auszuleben und dem tabellarischen Lebenslauf eine persönliche Note zu geben. Zeigen Sie also ruhig etwas Persönlichkeit und experimentieren Sie mit den Optionen, einer Vorlage, und spielen Sie etwas mit den Tipps. Solange die Übersichtlichkeit, Aussagekraft, Relevanz und Systematik darunter nicht leiden, machen Sie alles richtig…

    Die häufigsten Fragen zum Lebenslauf

    FAQ: Die häufigsten Fragen zum LebenslaufAls besonderen Service haben wir exklusiv für Karrierebibel-Leser die wichtigsten Fragen zum Lebenslauf in einem mehrseitigen PDF zusammengefasst – die FAQ zum Lebenslauf – die Sie sich, wie gewohnt, hier kostenlos herunterladen, ausdrucken und anwenden können.

    Darin enthalten unter anderem die Antworten auf Fragen wie:

    • An welcher Stelle wird der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe eingeordnet?
    • Wie wähle ich die richtige Vorlage aus?
    • Kann ich mich mit einer Vorlage für mehrere Jobs und Berufe bewerben?
    • Eignen sich die Muster auch bei der Online-Jobsuche?
    • Wie lässt sich ein tabellarischer Lebenslauf einfach selbst erstellen?
    • Welche Schriftart und Schriftgröße eignet sich für den Lebenslauf?
    • Warum muss der Lebenslauf lückenlos sein?
    • Wie kann ich im Lebenslauf meine Arbeitslosigkeit kaschieren?


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1. August 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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