Lebenslauf: Vorlagen, Aufbau, Tipps, Formulierungen

Lückenlos, vollständig, der Inhalt klar strukturiert, der Aufbau übersichtlich und überzeugend. – Ein professioneller Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbung. Personaler lesen ihn fast immer zuerst. Der tabellarische Lebenslauf enthält alle erforderlichen Qualifikationen aus der Stellenanzeige – inklusive beruflichem Werdegang, besonderen Kenntnissen, Weiterbildungen, Interessen und Hobbys. Alles zusammen ergibt ein Gesamtbild aller Fähigkeiten, Erfahrungen und Erfolge des Bewerbers.

Achten Sie daher auf Vollständigkeit, eine klare Struktur und Übersichtlichkeit bei Inhalt und Aufbau. Ihr beruflicher Werdegang muss vom Leser schnell erfasst werden können.

Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie den perfekten Lebenslauf erstellen: Aufbau, Inhalt, Länge und Design – zu allem finden Sie detaillierte Tipps und Tricks zur Optimierung. Dazu haben wir mehrere kostenlose Lebenslauf Vorlagen zum Herunterladen, detaillierte Checklisten und einen Online-Editor zum Ausfüllen…

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Lebenslauf: Vorlagen, Aufbau, Tipps, Formulierungen

Download: Kostenlose Lebenslauf Vorlagen

Egal, für welche Jobs Sie sich bewerben, ob nach dem Studium oder nach der Ausbildung, ob in Hamburg, Köln, Berlin oder München, ob per gedruckter Vorlage oder online: Einen tabellarischen Lebenslauf brauchen Sie immer.

Um Ihnen die Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie zahlreiche kostenlose Lebenslauf-Vorlagen und Beispiele für verschiedne Jobs zusammengestellt. Diese professionellen Muster können Sie sich kostenlos als WORD-Datei herunterladen und privat nutzen.

(Zum Herunterladen der Vorlagen einfach auf das Bild klicken)


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Noch mehr Lebenslauf Vorlagen zum Ausfüllen und Herunterladen? Bei uns finden Sie insgesamt mehr als 120 kostenlose Bewerbungsvorlagen (als MS WORD Datei) zum Download sowie ausführliche Anleitungen und Tipps für Anschreiben, Lebenslauf und Deckblatt.

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Vollständigkeit: Was muss in den Lebenslauf?

Zu einem vollständigen Lebenslauf gehören unbedingt alle Pflichtangaben. Wer sie vergisst, riskiert, dass der Lebenslauf aussortiert wird.

Optionale Angaben hingegen sind durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) heute freiwillig.

Übersicht der Pflichtangaben und freiwilligen Inhalte im Lebenslauf:

LebenslaufAngaben
Pflichtangaben Persönliche Daten
(Angestrebte Position)
Lückenloser Werdegang
Ausbildung / Studium (höchster Abschluss)
Relevante Kenntnisse
Ort, Datum / Unterschrift
Freiwillige Angaben Staatsangehörigkeit
Familienstand
Konfession
Bewerbungsfoto
Interessen & Hobbys
Weiterbildung(en) / Auszeichnungen
Auslandserfahrung(en)



Ob Sie Ihre…

  • Staatsangehörigkeit
  • Familienstand und
  • Konfession

…angeben, hängt im Wesentlichen davon ab, ob dies Vorteile für Sie hat oder ob Ihnen damit verbundene Werte wichtig sind.

Wer eine Diskriminierung fürchtet, sollte die Angaben weglassen. Wer sich hingegen bei einem kirchlichen oder sozialen Träger bewirbt, könnte sein kirchliches Engagement durchaus durchblicken lassen.

Lebenslauf Aufbau: Struktur und Inhalt

Damit Ihr Lebenslauf übersichtlich bleibt, braucht er eine klare Struktur.

Auf der einen Seite werden dazu die Zwischenüberschriften und Zeiträume der einzelnen Stationen angegeben. Auf die andere Seite kommen die Inhalte und Details der einzelnen Stationen.

Dabei werden die Inhalte des Lebenslaufs in Abschnitte gegliedert und nach Überschriften geordnet. Die Bezeichnungen dafür können variieren, die Struktur bleibt bei einem typischen Lebenslauf aber meist gleich. So sieht sie aus:


Muster: Aufbau tabellarischer Lebenslauf

Titel
„Lebenslauf“ oder die Form „Lebenslauf Max Mustermann“ reichen hier aus.
Persönliche Angaben
Vorname, Nachname, Geburtstag und Geburtsort, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, (Bewerbungsfoto)
Beruflicher Werdegang
Beruf, Jobs, Erfahrungen, Positionen
Ausbildung
Schule, Ausbildung, Studium, höchster Abschluss, Note, Auslandssemester, Praktika
Besondere Kenntnisse
Weiterbildungen, Zertifikate, Fremdsprachen, EDV- IT-Kenntnisse, Führerschein, Auszeichnungen, etc.
Interessen und Hobbys
Privates Engagement, Ehrenämter, eigene Projekte, relevante Hobbys
Ort, Datum, Unterschrift
Immer aktuelles Datum, Unterschrift eigenhändig mit Füller



Sie können einzelne Abschnitte auch streichen, wenn diese Inhalte für die ausgeschriebene Stelle nicht relevant sind. Andere Kategorien dürfen Sie zusammenfassen, falls diese sonst zu „dünn“ werden. Natürlich muss der Werdegang trotzdem lückenlos bleiben.

Entscheidend ist, dass Sie bei jeder Bewerbung auswählen, was in den Lebenslauf gehört und für die ausgeschriebene Stelle wirklich relevant ist. Versuchen Sie sich vor dem Erstellen des Lebenslaufs in den Personaler hineinversetzen: Was wird gesucht? Welche Kenntnisse, Erfahrungen, Kompetenzen sind dafür wichtig? Diese sollten Sie herausarbeiten.

Wiederholungen und Unwichtiges sind dagegen tabu. Sie blähen den Lebenslauf nur auf.

In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen detailliert, wie genau Sie Schritt für Schritt den perfekten Lebenslauf erstellen…

Titel / Persönliche Angaben

Die Überschrift des Lebenslauf lautet ganz simpel „Lebenslauf“ oder „Lebenslauf Vorname Nachname“ (oder „Lebenslauf von Vorname Nachname„). Hierfür können Sie eine Schriftgröße von 20 Punkt oder mehr wählen. So sticht der Titel heraus und verschwindet nicht durch eine zu kleine Schrift.

Danach folgen die Angaben zu Ihrer Person. Sie bilden die sogenannte Kopfzeile des Lebenslaufs.

Sollten Sie Ihren Namen bereits in der Überschrift ausgeschrieben haben, können Sie diesen in den persönlichen Angaben weglassen. Ansonsten zählen Sie die folgenden Punkte auf – freiwillige Angaben haben wir in Klammern gesetzt.

  • Vorname und Nachname
  • Geburtstag und -ort
  • Anschrift (Straße, PLZ und Ort)
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse (möglichst seriös)
  • (Staatsangehörigkeit)
  • (Familienstand)
  • (Konfession)

Achten Sie darauf, dass die Kontaktdaten aktuell und fehlerfrei sind. Ein Tippfehler oder Zahlendreher in Telefonnummer oder Mailadresse und man erreicht Sie bei Interesse nicht.

Hier ein Beispiel für den Lebenslauf-Kopf:

Persönliche DatenMax Mustermann
Geburtsdatum: 24.06.1992
Geburtsort: Haupststadt
Adresse: Hafenstraße 23, 12345 Musterhausen
Telefon: 01234/2233445
Mail: [email protected]

Mehr zu persönlichen Angaben

Stärken, Kompetenzen, Erfahrungsfelder

Ein moderner Trend ist es, den Lebenslauf mit graphischen Elementen aufzuwerten. Dazu zählt zum Beispiel ein Abschnitt mit wesentlichen Schlüsselkompetenzen, persönlichen Stärken oder Erfahrungsfeldern (bei Studenten und Absolventen auch Fachbereiche).

Durch diese Art Mini-Kurzprofil wird die Übersichtlichkeit noch einmal erhöht. Der Personaler erhält einen schnellen Überblick über Ihre Eignung, sozialen Kompetenzen oder das Know-how.

Bei der Gestaltung haben Sie große Freiheit. Bewährt hat sich eine Liste mit relevantesten Stärken sowie eine Skala (1-5 oder 1-10) daneben, wie ausgeprägt diese sind. Hier ein Beispiel aus einer Lebenslauf Vorlage dazu:

Lebenslauf Beispiel Erfahrungsfelder Mini Kurzprofil
(Die Lebenslauf-Vorlage dazu finden Sie hier: Word-Datei, PDF Download.)

Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto ist inzwischen ein freiwilliger Zusatz im Lebenslauf. Grund dafür ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Dieses hat den Weg für anonyme Bewerbungen in Deutschland geebnet. Es soll verhindert werden, dass Bewerber aufgrund ihres Alters, ihrer Herkunft, Religion oder des Geschlechts benachteiligt werden.

Allerdings wird das Bewerbungsfoto im Lebenslauf weiterhin gerne gesehen. Ein professionelles Bewerbungsfoto kann diesen sogar entscheidend aufwerten. Worauf Sie dabei achten sollten:

  • Professionelles Bild
    Sparen Sie nicht am falschen Ende. Beauftragen Sie in jedem Fall einen professionellen Fotografen für das Bewerbungsfoto. Selbstgemachte Fotos sehen auch genau so aus und vermitteln den Eindruck, dass Sie sich wenig Mühe gegeben haben oder dass es Ihnen diese Bewerbung nicht wert war.
  • Bildausschnitt und Hintergrund
    Das Bewerbungsfoto zeigt Sie stets im Halbporträt. Also Gesicht sowie einen Teil des Oberkörpers. Ganzkörperaufnahmen sind ungeeignet. Wählen Sie dazu einen neutralen, einfarbigen Hintergrund. Zu bunte Farben oder auffällige Muster wirken kitschig oder lenken ab.
  • Lächeln
    Ganz wichtig: Immer lächeln! Das macht einen enormen Unterschied in der Wirkung. Wer lächelt, wird sofort als sympathischer, aufgeschlossener und ehrlicher wahrgenommen.
  • Format
    Bewährt hat sich ein Format von 4 mal 6 Zentimetern. Dies passt in die meisten Vorlagen und entspricht dem „goldenen Schnitt“. Wirkt also besonders harmonisch. Wo Sie das Foto einbauen, ist Ihre Entscheidung. Wichtig ist nur, dass Sie dabei „in die Seite“ hineinschauen, nie heraus.
  • Farbe
    Letztlich ist es Geschmackssache, ob Sie ein Bewerbungsfoto in Farbe oder Schwarz/Weiß nutzen. Öfter wird das Farbbild gewählt. Schwar-Weiß-Bilder wirken dafür eleganter, oft seriöser.

Die Do’s und Don’ts für das Bewerbungsfoto im Lebenslauf haben wir in der folgenden Tabelle noch einmal für Sie gegenübergestellt:

Dos für das Bewerbungsfoto Don’ts für das Bewerbungsfoto
– Professionelle Qualität
– Halbportrait
– Neutraler Hintergrund
– Passender Dresscode
– Lächeln
– Größe 4 x 6 cm
– Selbstgemachtes Foto, Automatenbild
– Ganzkörperaufnahme
– Bunte, unruhige Hintergründe
– Faltige oder schmutzige Kleidung
– Unfreundlicher Gesichtsausdruck
– Glänzende, verschwitzte Haut

Mehr zum Bewerbungsfoto

Angestrebte Position

Dieser kleine Lebenslauf-Trick hat schon vielen Bewerbern geholfen, aus der Masse hervorzustechen: Nennen Sie die angestrebte Position (aus der Stellenanzeige)! (siehe Video-Tipp):

Sie betonen so subtil Ihre Entschlossenheit und Ihr Engagement und dokumentieren zugleich, dass dieser Lebenslauf nur für diesen Arbeitgeber und nur für diese Stelle geschrieben wurde. Also keine Massenware!

Zeitangaben im Lebenslauf

Alle Informationen zum beruflichen Werdegang müssen im tabellarischen Lebenslauf lückenlos und vollständig aufgelistet werden. Standard hierfür ist das folgende Muster mit Monatsangaben (MM) plus Jahreszahl (JJJJ):

MM/JJJ – MM/JJJAusbildung zum Bankkaufmann
bei der Sparkasse Musterstadt


Das Muster gilt für alle Angaben zu…

  • Schulabschlüssen
  • Weitere Bildungsabschlüsse
  • Berufsausbildungen / Studium
  • Praktika
  • Erwerb von Zusatzqualifikationen
  • Berufliche Stationen
  • Phasen der Arbeitslosigkeit (besser: „beruflichen Orientierung“)
  • Elternzeiten oder Pflegezeiten

Damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen, sollten die Monate nahtlos aufeinander folgen. Zwischen zwei Jobs spricht man aber erst ab mehr als drei Monaten von einer Lücke. Die Zeit dazwischen wird jedem Bewerber als Such- oder Orientierungsphase zugestanden.

Bei Berufseinsteigern ist die Zeitspanne sogar noch größer: Ihnen wird zwischen Schulabschluss oder Ausbildungsabschluss und Berufseinstieg eine Suchzeit von einem halben Jahr eingeräumt.

01/2020 – heuteChief Personal Trainer
FitnessFactory GmbH, Berlin (600 Mitarbeiter)
– Durchführung von Fitnesstests
– Kursleitung
– Anleitung und Weiterbildung der Trainer
((LÜCKE))Was passierte von 09/2019 bis 12/2019?
01/2010 – 08/2019Fitness Coach
Fit & Fertig AG, Hamburg (30 Mitarbeiter)
– Kursleitung
– Kursentwicklung

Mehr zu Lücken

Tipps und Informationen, wie Sie mit Lücken im Lebenslauf umgehen oder diese begründen können, haben wir zudem in diesem kostenlosen PDF für Sie zusammengestellt.

Beruflicher Werdegang

Die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs steht und fällt mit dem beruflichen Werdegang. Er ist Kern und Hauptbestandteil des Lebenslaufs.

Wir empfehlen, dass Sie diesen antichronologisch aufbauen. Das bedeutet: Sie beginnen mit der aktuellen Tätigkeit und gehen dann zeitlich zurück. Das ist mittlerweile längst Standard und Personaler bevorzugen diese Art von Lebensläufen, weil sie so Ihre letzten Stationen sofort im Blick haben.

Ein potenzieller Arbeitgeber interessiert sich schließlich zuerst dafür, wo Sie zuletzt gearbeitet haben – nicht wo Sie Ihre Karriere begonnen haben, was möglicherweise schon 15 Jahre her ist.

Ansonsten gilt: Keinen optischen Firlefanz! Der Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa. Links Zeitangaben, rechts Fakten. Kein Fließtext. Aussagekräftige Stichwörter und aussagekräftige Kurzangaben reichen.

Dabei interessieren Personalverantwortliche zur Berufserfahrung im Lebenslauf jeweils vier wichtige Informationen:

  • Zeitangaben: Wie lange waren Sie jeweils beschäftigt?
  • Arbeitgeber: Bei welchen Firmen waren Sie tätig? Was waren das für Unternehmen (Prestige, Größe, Wettbewerber)? Korrekte Firmenbezeichnung mit Gesellschaftsform und Firmensitz (evtl. Mitarbeiterzahl).
  • Positionsbezeichnung: Welche Positionen hatten Sie schon inne? (englische oder kryptische Jobtitel besser übersetzen)
  • Aufgaben und Erfolge: Für was waren Sie zuständig und was haben Sie bewirkt? Zahlen!

Der letzte Punkt ist besonders wichtig, weil er die Aussagekraft Ihrer Qualifikationen anhand von Beispielen erhöht. Zudem können Sie so besonders relevante Erfahrungen oder Erkenntnisse noch einmal hervorheben.

Die Stationen im Werdegang können Sie zum Beispiel so strukturieren:


01/2020 bis 11/2020Leiter interne Logistik
bei Beispielfirma (Deutschland) GmbH, Musterstadt
Verantwortlich für Lager und Kommissionierung
  • Aufbau der neuen Logistikabteilung „Tankzugentladung“
  • Verlagerung der Absackanlage
  • Aufbau einer rollierenden Absackfolgeplanung
  • Kostenreduzierung um 50%


Interne Jobwechsel im Lebenslauf darstellen

Falls Sie Ihren Job innerhalb eines Unternehmens ein oder mehrmals gewechselt haben – etwa durch eine Beförderung – so können und sollten Sie das im Lebenslauf ebenfalls darstellen.

Dabei wird anfangs der Gesamtzeitraum der Beschäftigung angegeben sowie der Arbeitgeber genannt. Danach folgen – wahlweise eingerückt – die jeweiligen Zeiträume der einzelnen Stationen und Positionen.

Die Positionsbezeichnungen sollten Sie durch Fettschrift hervorheben. Schließlich folgt nach gewohntem Muster eine Beschreibung der Aufgaben und Erfolge.


01/2020 – 12/2022Beispiel GmbH, Musterstadt
120 Millionen Jahresumsatz, 2020 Mitarbeiter
01/2021 – 12/2022Positionsbezeichnung
Budget: 15 Millionen, Mitarbeiter: 150
– Tätigkeit 1
– Tätigkeit 2
– Besondere Erfolge (möglichst mit Zahlen)
01/2020 – 12/2021Positionsbezeichnung davor
Budget: 2 Millionen, Mitarbeiter: 8
– Tätigkeit 1
– Tätigkeit 2
– Besondere Erfolge (möglichst mit Zahlen)

Mehr zum beruflichen Werdegang

Studium / Ausbildung / Schule

Unter den Punkt Ausbildung im Lebenslauf nicht nur die klassische berufliche Ausbildung, sondern auch ein mögliches Studium sowie Ihre schulische Bildung – also Grundschule, Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Wichtige Information ist dabei immer deren Abschluss mit der Gesamtnote, die Sie erreicht haben.

Wer einige Zeit im Ausland war oder Auslandssemester absolviert hat, sollte das unbedingt erwähnen. Diese Erfahrungen erhöhen Ihre interkulturelle Kompetenz. Hier nennen Sie das Land und die Universität, an der Sie im Ausland studiert haben.

Falls Sie eine Ausbildung oder ein Studium abgebrochen haben, sollten Sie den Zeitraum dennoch angeben, damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen. In dem Fall verzichten Sie aber auf die Angabe der Abschlussnote und des Abschlusstitels.

Es ist zudem möglich, unter diesem Punkt auch berufliche Weiterbildungen anzugeben – auch wenn diese eigentlich einen gesonderten Abschnitt erhalten. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe: Entweder müssen Sie Platz im Lebenslauf sparen oder es gibt nur eine Weiterbildung und ein eigener Abschnitt dafür sieht zu dünn aus.

Achten Sie zudem darauf, weiterhin die antichronologische Reihenfolge im Lebenslauf einzuhalten. Haben Sie zum Beispiel nach Ausbildung oder Studium noch eine Weiterbildung besucht, gehört diese an die oberste Stelle.

Das seht dann zum Beispiel so aus:


06/2026 – 12/2026Weiterbildung im Marketing Management
Marketing-Akademie Musterstadt
Abschlussnote 1,3
09/2023 – 05/2026Bachelor der Betriebswirtschaftslehre
an der Universität Köln
Abschlussnote 2,1
06/2020 – 07/2023Abitur
am Galileo-Gymnasium Köln
Abiturnote 1,5

Mehr zur Ausbildung


Lebenslauf Schüler: Grundschule im Lebenslauf angeben?

Weil der Besuch einer Grundschule in Deutschland selbstverständlich ist und aus den folgenden Abschlüssen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) hervorgeht, ist diese Angabe für Arbeitgeber in der Regel irrelevant.

Je älter Sie sind und je mehr Berufserfahrungen Sie vorweisen können, desto unwichtiger werden die schulischen Angaben. Von einer 40-jährigen Managerin will niemand wissen, wann und wo sie zur Grundschule gegangen ist. Es wird daher nur der höchste Schulabschluss im Lebenslauf angegeben.

Interessant ist die Angabe der Grundschule im Lebenslauf nur, wenn Sie sich für ein Schülerpraktikum bewerben, also einen Lebenslauf für Schüler erstellen. Wenn Sie sich für einen Studienplatz im Bachelor bewerben kann die Angabe sinnvoll sein, wenn Sie damit eine positive Entwicklung (deutliche Steigerung der Noten) dokumentieren wollen. In dem Fall reichen jedoch Zeitraum, Name der Grundschule und eben wesentliche Noten.


Besondere Kenntnisse

Nachdem Sie Ihren beruflichen Werdegang und Ihre Ausbildung vollständig dargestellt haben, sollten Sie Ihre besonderen Qualifikationen herausstreichen. Da diese meist individuell verschieden sind, heben Sie diese nicht nur von der Masse ab. Mit einem Mehrwert für die ausgeschriebene Stelle, können diese Ihre Jobchancen noch einmal deutlich erhöhen.

Die besonderen Kenntnisse im Lebenslauf sind hervorragend geeignet, um zu zeigen, dass Ihr Profil optimal auf die ausgeschriebene Stelle passt. Bei einem Job haben oft viele Kandidaten das gleiche Studium absolviert und die selbe Ausbildung gemacht.

Ihre besonderen Kenntnisse zeigen: Ich bringe noch mehr mit, was mich zur besten Besetzung und zur größten Verstärkung für den Arbeitgeber macht. Handelt es sich um einen international agierendes Unternehmen, können Sie beispielsweise mit hervorragenden Sprachkenntnissen punkten.

Besondere Kenntnissen sind:

  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Fort- und Weiterbildung(en)
  • Zertifikate
  • (Berufliche) Auslandserfahrungen
  • Auszeichnungen
  • Stipendien
  • Publikationen und eigene Projekte

Listen Sie hier aber bitte nicht alles auf, was Ihnen einfällt. Wählen Sie vielmehr aus: In den tabellarischen Lebenslauf kommen nur jene Kenntnisse und Zusatzqualifikationen, die zur angestrebten Stelle passen und hierfür einen Mehrwert bieten.

Beispiel:

Wer sich als Redakteur bewirbt, sollte erwähnen, dass er sich mit Word und WordPress auskennt. Ein Zertifikat für mediterranes Kochen interessiert dagegen niemanden (es sei denn, Sie bewerben sich als Food-Redakteur).

Auch hier haben wir natürlich ein Beispiel, dass Ihnen zeigt, wie dieser Punkt im Lebenslauf eingebaut werden kann:


Besondere Kenntnisse

WeiterbildungStaatlich geprüfter Betriebswirt
IHK Musterstadt, Note 1,9
SprachkenntnisseEnglisch, fließend
Französisch, verhandlungssicher
EDV KenntnissePowerpoint, sehr gut
MS Office, sehr gut
Google Analytics, gut
ProgrammiersprachenC++, sehr gut
Java, gut
Python, gut
PHP, sehr gut

Mehr zu Sprachkenntnissen

Interessen & Hobbys

Die persönlichen Interessen und Hobbys werden oft unterschätzt. Die Angabe von Hobbys im Lebenslauf rundet das Bild eines Kandidaten und den Gesamteindruck ab. Es gibt einen Einblick in Ihre Persönlichkeit und zeigt, wer Sie wirklich sind – hinter all den harten Fakten und Fähigkeiten.

Nicht selten verbergen sich in den Interessen und Hobbys zudem relevante Soft Skills, bemerkenswertes Engagement oder spezifische Erfahrungen.

Verzichten Sie deshalb auf nichtssagende Interessen, die keinerlei Aussagekraft haben. Lesen oder ins Kino gehen sind keine Hobbys, die in den Lebenslauf gehören – es sei denn, diese haben einen konkreten Bezug zur Tätigkeit, die Sie ausüben wollen.

Nennen Sie bei den Hobbys nur solche, die…

  • für den Job relevante Erfahrungen dokumentieren.
  • etwaige Führungsqualitäten belegen.
  • soziale Kompetenzen unterstreichen.
  • Ihr weiteres Engagement illustrieren.
  • herausragende (sportliche) Leistungen dokumentieren.
  • echten Mehrwert für den Arbeitgeber aufzeigen.
  • keine gefährlichen Extremsportarten beinhalten.

Arbeiten Sie an dieser Stelle also ruhig noch ein paar persönliche Stärken heraus. Wenn Sie in der Freizeit beispielsweise einen Verein leiten, zeigen Sie Führungskompetenzen, Organisationskraft und Verantwortungsbewusstsein.

Positiv sind auch Mannschafts-Sportarten wie Fußball, Handball, Volleyball oder Hockey. Sie gelten als ausgemachte Indikatoren für Teamfähigkeit.

Nennen Sie im Lebenslauf aber bitte nur Hobbys, die Sie auch wirklich ausüben. Hat der Personaler zufällig dasselbe Hobby und fragt nach, könnte das sonst peinlich werden.


Hobbys und Interessen

Engagement und EhrenamtFreiwillige Mitarbeiter bei Tafel Deutschland
Ehrenamtlicher Vorstand bei Beispiel-Organisation
HobbysEigner Podcast „Marketing Monster“
Fußball, Mannschaftskapitän bei SV Muster

Mehr zu Hobbys

Ort, Datum & Unterschrift

Formal muss der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift beendet werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Sie machen durch Ihre Unterschrift den Lebenslauf offiziell.

Das Datum deutet wiederum darauf hin, dass der Lebenslauf aktuell ist und erst kürzlich für diese Bewerbung angefertigt wurde. Dabei versehen Sie Ihren Lebenslauf immer mit dem Datum des Tages, an dem Sie das Dokument verschicken.

Idealerweise unterschreiben Sie Ihren Lebenslauf mit einem Füller oder Kugelschreiber (kein Bleistift, keine Filzstifte!) in Blau oder Schwarz.

Falls Sie eine Online-Bewerbung nutzen, sollten Sie Ihre Unterschrift vorher einscannen und wie ein Bild in den Lebenslauf einfügen.

Beispiel:


Musterstadt, 29. September 2021

Unterschrift Lebenslauf Bewerbung Beispiel

Mehr zur Unterschrift

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Lebenslauf Länge: 1 bis 3 Seiten

Die Länge des Lebenslaufs ist stark abhängig davon, was Sie bisher gemacht haben. Berufsanfänger, die nicht viel mehr als eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben, können schon Schwierigkeiten haben, mit dem Lebenslauf eine volle Seite zu füllen.

Aber keine Sorge: Personaler können einschätzen und verstehen, dass Sie mit Anfang 20 noch keine zahlreichen beruflichen Stationen durchlaufen haben.

Mit der Zeit ändert sich das. Der Lebenslauf wird länger. Schnell sind zwei bis drei DIN-A4-Seiten gefüllt. Jetzt müssen Sie auswählen und Prioritäten setzen: Was ist für die ausgeschriebene Stelle und den Personaler wirklich wichtig zu wissen? Was überzeugt – auf was können Sie verzichten?

Als Faustregel können Sie sich merken: Der (tabellarische) Lebenslauf sollte nie mehr als drei Seiten umfassen. Das ist das absolute Maximum. Ansonsten drängt sich der Verdacht auf, dass Sie sich nicht auf das Wesentliche für den neuen Job fokussieren können.

BewerberLänge des Lebenslaufs
Berufseinsteiger 1 Seite
Einsteiger und Bewerber mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung sollten mit einer Seite auskommen. Es sei denn, Sie haben viele Jobwechsel – intern oder extern – sowie Veränderungen des Aufgabenbereichs vorzuweisen.
Fachkräfte und Führungskräfte 2-3 Seiten
Berufserfahrene Fachkräfte und Führungskräfte dürfen einen 3-seitigen Lebenslauf verfassen. Drei Seiten sind aber das Maximum.



Hier noch einmal die wichtigsten Daten zusammengefasst:

Checkliste für den professionellen Lebenslauf

Maximal 3 DIN A4-Seiten
Lückenlose, vollständige Angaben
Klare tabellarische Struktur
Gliederung enthält alle Muss-Qualifikationen
Angestrebte Position ist genannt
Design passt zum Rest der Unterlagen
Bewerbungsfoto integriert (freiwillig)
Ort, Datum und eigenhändige Unterschrift
Versand im C4-Umschlag (oder als PDF)

Lebenslauf-Editor: CV online erstellen

Wie Sie einen professionellen tabellarischen Lebenslauf erstellen, können Sie hier gleich online Üben: mit unserem kostenlosen Lebenslauf-Editor. Die tabellarische Vorlage können Sie direkt im Browser editieren.

Dazu einfach auf den folgenden Kasten klicken und den Text umschreiben und anpassen. Sobald Sie fertig sind, können Sie den tabellarischen Lebenslauf (hier in amerikanischer Form) komplett markieren, kopieren und in ein Textverarbeitungsprogramm (zum Beispiel Microsoft Word oder Google Docs) einfügen.


LEBENSLAUF Max Mustermann



Persönliche Daten

Name:Vorname, Nachname
Kontakt:Fantasiestr.1
12345 Beispielstadt
Telefon:0123 / 4 56 78 90
Mail:[email protected]
Web:www.maxblog.de
Geburtsort/-tag:Köln, 29. Februar 2020
Familienstand:ledig



Angestrebte Position: ______________________

Beruflicher Werdegang

MM/JJJJ – HeuteJobbezeichnung (aktuelle Position)
Arbeitgeber, Standort, Mitarbeiterzahl
– Kurze Beschreibung der Tätigkeit
– Erfahrungen + Erfolge
– Erfahrungen + Erfolge
MM/JJJJ – MM/JJJJJobbezeichnung (Position davor)
Arbeitgeber, Standort, Mitarbeiterzahl
– Kurze Beschreibung der Tätigkeit
– Erfahrungen + Erfolge
– Erfahrungen + Erfolge


Ausbildung

MM/JJJJ – MM/JJJJWeiterbildung zum ___________
Institut, Zertifikat
– Inhaltliche Schwerpunkte
MM/JJJJ – MM/JJJJMuster-Universität, Beispielstadt
Abschluss, Note
– Inhaltliche Schwerpunkte
MM/JJJJ – MM/JJJJAusbildung zum ___________
Ausbildungsbetrieb, Muster-Stadt
– Besondere Kenntnisse/Erfahrungen


Praktika

MM/JJJJ – MM/JJJJUnternehmen, Standort
– Inhalte
– Projekte, Leistungen, Erfolge
MM/JJJJ – MM/JJJJUnternehmen, Standort
– Inhalte
– Projekte, Leistungen, Erfolge


Besondere Kenntnisse

SprachkenntnisseDeutsch, Muttersprache
Englisch, fließend in Wort und Schrift
EDV-KenntnisseMS Word, Excel, Powerpoint
WordPress, Google Analytics
FührerscheinKlasse B


Interessen & Hobbys

  • Soziales Engagement: Was / Wo?
  • Ehrenamt: Was / Wo?
  • Hobbys: Nur für die Stelle relevante
Musterstadt, TT.MM.JJJJ
Unterschrift Lebenslauf Bewerbung Beispiel



Ergänzen Sie Ihre Bewerbung mit einem Bewerbungsvideo

Sollten Sie mit dem Platz im Lebenslauf partout nicht auskommen, können Sie Informationen auslagern und online zur Verfügung stellen.

Im Kopf des Lebenslaufs können Sie – zum Beispiel unter der Mail-Adresse oder dem Bewerbungsfoto – auch noch einen Link platzieren. Darin können Sie entweder (falls vorhanden) auf eine eigene Website beziehungsweise Bewerbungshomepage verweisen. Oder aber Sie verlinken ein exklusives Bewerbungsvideo.

Vorteile: Es wertet Ihre Bewerbung enorm auf und macht diese einzigartig. Sie können genauer ins Detail gehen und weitere Punkte aufzählen, die im Lebenslauf sonst zu kurz kommen. Zudem sagen (Bewegt-)Bilder mehr als viele Worte.

Durch das Bewerbungsvideo sollte der Personaler einen besseren Eindruck von Ihrer Persönlichkeit, Ihrer Leidenschaft und Begeisterung für Ihren Beruf und die Stelle haben. Und natürlich, warum Sie für das Unternehmen arbeiten wollen.

Neben den wichtigsten Informationen zu Ihrer Person sollten Sie deshalb auf Ihre Qualifikationen und besonders auf Ihre Motivation eingehen:

  • Was bringen Sie mit?
  • Wie wollen Sie Ihr Wissen und Ihre Leidenschaft im Unternehmen einbringen?
  • Welchen einzigartigen Mehrwert können Sie schaffen?

Werden diese Fragen im Video beantwortet, wird das Bewerbungsvideo zu einer wertvollen Ergänzung Ihrer Bewerbungsunterlagen. Das Video selbst können Sie auf Youtube (oder anderen Plattformen wie Vimeo) gratis hochladen und online stellen. Teils können Sie sogar – wenn Sie nicht wollen, dass es andere sehen – dieses mit einem Passwortschutz versehen und das Passwort in den Lebenslauf schreiben.

Mehr zum Bewerbungsvideo


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Reihenfolge: Der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe

Bei einer Bewerbung reichen Sie nicht nur den Lebenslauf ein, sondern Ihre gesamten Bewerbungsunterlagen. Dabei gibt es eine klare Reihenfolge, die Sie beachten sollten.

Der Lebenslauf liegt in der Bewerbungsmappe nie obenauf. Dort gehört das Anschreiben hin.

Der tabellarische Lebenslauf kommt entweder an erster Stelle IN der Bewerbungsmappe. Oder er folgt – falls Sie dies verwenden – nach dem Deckblatt.

Bei sogenannten „vollständigen Bewerbungsunterlagen“ wird ein professioneller Lebenslauf so eingeordnet (siehe Grafik und Beispiel):

Wie schreibt man eine Bewerbung? Vollständige Bewerbungsunterlagen Beispiel

Unterschätzen Sie bitte trotzdem nie den Stellenwert des Lebenslaufes. Auch wenn er nicht das oberste Dokument in der Mappe ist: Der Lebenslauf bleibt maßgeblich für den perfekten ersten Eindruck Ihrer Bewerbung.

Viele Personaler greifen trotz der obigen Reihenfolge zunächst zum Lebenslauf, um sich einen Überblick über die Qualifikationen des Bewerbers zu verschaffen.

Bedeutet auch: Wenn Sie mit Ihrem Lebenslauf nicht überzeugen können, landet Ihre Bewerbung möglicherweise auf dem Ablagestapel, bevor andere Dokumente überhaupt angeschaut werden. Das klingt hart, ist aber Realität, wenn sich auf eine begehrte Position viele Kandidaten bewerben und Arbeitgeber hohe Ansprüche haben.


Wichtige Lebenslauf Varianten

Falls Sie sich im Ausland bewerben, kommen Sie mit dem oben beschriebenen (deutschen) Lebenslauf oft nicht weiter. In dem Fall benötigen Sie meist international anerkannte Varianten des Lebenslaufs, die sich teils erheblich von dem unseren unterscheiden:

  • Lebenslauf Englisch
    Bei der Bewerbung im angelsächsischen Raum (England, USA, Kanada) kommt an der Stelle des Lebenslauf das Resume (USA) oder Curriculum Vitae (CV) (England) zum Einsatz.

    Die Hauptunterschiede hierbei liegen in der Länge (maximal eine Seite) sowie im konsequenten Verzicht auf ein Bewerbungsfoto. Ebenso sollten Bewerber Angaben zum Alter, Geschlecht, Familienstand oder zur Religion weglassen. Sie sind aus Diskriminierungsgründen unerwünscht. Der Lebenslauf wird im Gegensatz zu Deutschland auch nicht unterschrieben, das Datum fehlt ebenfalls.

    Umso mehr legen die Personaler dort Wert auf die Erfahrungen der Kandidaten. Mehr noch als auf die Noten. Ebenso sollten Sie Ihr Resume oder Ihren CV unbedingt durch Referenzen ergänzen – mindestens zwei. Diese spielen bei der Bewerbung eine wichtige Rolle.

    Mehr zur Bewerbung auf Englisch

  • Europass Lebenslauf
    Der Europass Lebenslauf wurde wiederum für die Bewerbung im europäischen Raum entwickelt. Es soll im Wesentlichen helfen, die Fähigkeiten und Qualifikationen von Bewerbern einheitlich (nach europäischem Standard) zu präsentieren, damit sich diese besser auf dem EU-Arbeitsmarkt platzieren und durchsetzen können.

    Auf der Homepage des European Centre for the Development of Vocational Training (CEDEFOP) – dem Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung – kann sich jeder seinen eigenen Europass Lebenslauf kostenlos erstellen und speichern.

    Mehr zum Europass

  • Schüler Lebenslauf
    Wer gerade erst die Schule verlassen hat und sich jetzt für eine Ausbildung, ein Studium oder einen ersten Job bewirbt, hat in der Regel noch recht wenig vorzuweisen. Der Lebenslauf ist entsprechend dünn. Hier reicht oft schon eine DIN-A4-Seite aus.

    Das wissen aber auch die Ausbilder und Personaler. Den anderen Schülern geht es schließlich ähnlich. Dennoch können Sie mit ein paar Tricks punkten und den Lebenslauf aufmotzen.

    Zum Beispiel, indem Sie neben der Schulbildung mehr Gewicht auf besondere Kenntnisse, Engagement oder Praktika legen. Erwähnen Sie erworbene Sprachkenntnisse, besondere IT-Kenntnisse, ein außerschulisches Projekt.

    Zusätzlich können Sie dem Lebenslauf eine Art Kurzprofil zu Ihren Stärken und Soft Skills geben. Auch das wertet die sonst wenigen Stationen optisch auf.

    Mehr zum Lebenslauf für Schüler


Perfekter Lebenslauf: Tipps zur Optimierung

Die gute Nachricht: Alles am Lebenslauf – Formulierungen, Design, Aufbau und Struktur – lässt sich optimieren. Es gibt immer eine Stellschraube, an der Sie noch drehen können, um ein kleines bisschen mehr aus Ihren Lebenslauf herauszuholen und den Eindruck zu verbessern. Wie das geht? Dazu kommen wir jetzt…

Der wichtigste Grundsatz für das Lebenslauf-Layout lautet: form follows function. Heißt: Die Aussagekraft ist wichtiger als ein originelles Design. Es bringt Ihnen nichts, wenn Sie die beste Lebenslauf Vorlage herunterladen, ein professionelles Design verwenden, wenn der Inhalt nicht stimmt.

Trotzdem beginnt der Lebenslauf natürlich mit dem Layout, also dem Grundgerüst, dass Sie mit Informationen füllen. Beginnen wir mit den Basics, wenn Sie Ihren Lebenslauf erstellen:

Idealerweise teilen Sie Ihr Dokument dazu in eine Tabelle mit Abschnitten ein (in Word können Sie die Linien später unsichtbar machen). Die Überschriften der einzelnen Abschnitte („Beruflicher Werdegang“, „Ausbildung“, …) machen Sie mindestens zwei Schriftgrößen größer und heben diese durch Fettschrift hervor. So wird alles übersichtlicher.

Generell gilt: Sie sollten alle Abschnitte und Blöcke einheitlich formatieren:

  • Alle Zwischenüberschriften haben dieselbe Schriftart und Schriftgröße.
  • Die Datumsangaben stehen immer links und haben dasselbe Format.
  • Die Beschreibung der Stationen steht rechts davon – immer im gleichen Abstand zu den Zeitangaben.

Allerdings ist beim Lebenslauf weniger oft mehr. Die Dosis macht das Gift. Das Motto gilt auch für das Lebenslauf-Design. Übertreiben Sie es im Lebenslauf nicht mit kursiven, fettgedruckten, unterstrichenen oder gar bunten Wörtern und seien Sie sparsam mit Hervorhebungen.

Denken Sie an die Grundregel form follows function: Übersichtlichkeit und Aussagekraft dürfen nie unter dem Design leiden.


Berufsbilder: Einstieg, Karriere & kostenlose Vorlagen

Berufe Rubrik: In der Übersicht der wichtigste Berufsbilder und Jobprofile finden Sie alles zur Ausbildung, Studium, Karriere- und Gehaltsaussichten sowie berufsspezifische Tipps und kostenlose Bewerbungsvorlagen mit Beispieltexten.

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Schriftarten

Ganz allgemein gilt: Verwenden Sie im Lebenslauf maximal zwei unterschiedliche Schriftarten. Eine größere Anzahl wirkt schnell chaotisch und unstrukturiert. Bei der Wahl der Schriftarten gilt es die Balance zu halten. Auf der einen Seite soll es nicht langweilig und die gleiche Schrift wie bei allen anderen Kandidaten sein.

Zu kreativ und wild sollte es aber auch nicht sein, schließlich soll der professionelle Eindruck Ihres Lebenslaufs erhalten bleiben.

Bewährt haben sich…

  • „Groteske“ Schriften (zum Beispiel Arial) für Überschriften.
  • „Serifen“-Schriften (zum Beispiel Times New Roman) für den Fließtext.

Wenn Sie eine Abwechslung zu den Standard-Schriften suchen, mit denen sich fast jeder bewirbt, sollten Sie nach artverwandten, selteneren Schriftarten suchen.

Hier ein paar Beispiele und Muster für alternative Schriftarten:

Schriften mit SerifenSchriften ohne Serifen
– (Times)
– Georgia
– Book Antiqua
– Cambria
– Courier
– (Arial)
– Helvetica
– Verdana
– Calibri
– Tahoma

Mehr zu Schriftarten

Schriftgrößen

Durch die Wahl der Schriftgrößen können Sie Struktur und Übersichtlichkeit in Ihrem Lebenslauf verbessern. Dabei sollten Sie darauf achten, dass gleiche Abschnitte die gleiche Schriftgröße bekommen.

Die größte Schriftgröße sollte Ihrem Namen und dem Begriff „Lebenslauf“ vorbehalten bleiben. Von diesem Wert stufen Sie die weiteren Schriftgrößen nach unten ab, um ein einheitliches Schriftbild zu erhalten. Weitere Überschriften wären dann grundsätzlich kleiner, der Fließtext noch kleiner.

Beispiel für die Schriftgrößen im Lebenslauf:

  • Titel & Name: 20 Punkt
  • Zwischenüberschriften: 13 Punkt
  • Fließtext: 11 Punkt
  • Datumsangabe: 10 Punkt

Dieses Schema und System von Schriftarten, -größen, Aufbau und Struktur gilt dann für Bewerbungsschreiben und Lebenslauf gleichermaßen. So wirkt alles aus einem Guss.

Farben

Die erste und wichtigste Regel für Farben lautet: Gehen Sie sparsam damit um! Ganz besonders, wenn Sie sich in eher konservativen und klassischen Branchen bewerben. Bei einer Bank oder einer Versicherung kommen knallbunte Lebensläufe meist nicht so gut an.

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte nicht mehr als eine Schmuckfarbe (zusätzlich zum Schwarz auf Weiß) haben. Wählen Sie diese mit Bedacht – und mischen Sie nicht noch weitere Farben in den Lebenslauf.

Clever ist es beispielsweise, die Farbe passend zum Unternehmen und den Jobs zu wählen – also beispielsweise deren Logofarbe zu übernehmen. So signalisieren Sie subtil Zugehörigkeit.

Mehr zu Farben

Seitenformat und Zeilenabstand

Beim Einrichten der Seite können Sie sich an der DIN 5008 für Geschäftsbriefe orientieren. Diese sollten Sie ebenfalls auf alle Bewerbungsunterlagen anwenden und so eine einheitliche Formatierung gewährleisten.

Allerdings ist es durchaus erlaubt, ein wenig von den Vorgaben abzuweichen, um den eigenen Lebenslauf an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Kaum eine Stellenanzeige gibt konkret vor, dass eine Bewerbung nach DIN 5008 erfolgen muss, Sie dürfen den Spielraum somit durchaus nutzen.

Ein Beispiel und Regeln zur DIN 5008 können Sie sich HIER ansehen.

Bei der Formatierung von Seitenrand und Zeilenabstand im Lebenslauf haben sich dabei folgende Werte als Standard durchgesetzt:

  • Linker Seitenrand: 2 bis 2,5 cm
  • Rechter Seitenrand: 1,5 bis 2 cm
  • Oberer und unterer Seitenrand: 2 – 2,5 cm
  • Zeilenabstand: 1-zeilig bis maximal 1,5-zeilig

Mehr zur DIN 5008

Fallen im Lebenslauf: Diese Fehler bitte vermeiden

Bei so vielen Details sind allerdings auch ein paar Fehlerquellen programmiert. So kommt es leider auch vor, dass Bewerber beim Erstellen des Lebenslaufs immer wieder typische (und vermeidbare) Fehler machen oder in klassische Lebenslauf-Fallen tappen.

Dazu zählen beispielsweise ein erkennbar recycelter Lebenslauf (Massenware!), Tippfehler, falsche Unternehmensnamen oder chronologische Fehler in der Abfolge der Angaben. Solche Fauxpas‘ manövrieren Bewerber in der Regel sofort ins Aus.

Folgende Fehler sollten Sie beim Schreiben des Lebenslaufs unbedingt vermeiden:

LebenslaufFehler
Inhalt Falsche Angaben / Lügen
Rechtschreibfehler
Kryptische Berufsbezeichnungen
Keine Belege für Kenntnisse
Erfolge ohne Zahlen & Beispiele
Übertriebene Sprachkenntnisse
Lücken im Werdegang
Gefährliche Hobbys
Layout Massenware / kopierte Vorlage
Fehlende Struktur
Geringe Übersichtlichkeit
Veraltetes Bewerbungsfoto
Zu viel Text
Zu viele Schriftarten
Stilbrüche (uneinheitlich)
Mehr als 3 Seiten

Mehr zu Fehlern im Lebenslauf

Fragen zum Lebenslauf: Die wichtigsten Antworten

Beim Lebenslauf wollen Bewerber alles richtig machen, schließlich hängt daran die Chance auf den Traumjob. Dabei kommen immer wieder Fragen rund um den Lebenslauf auf, die auf Unwissenheit und Unsicherheit beruhen.

Zum Abschluss haben wir ein kleines FAQ zum Lebenslauf erstellt, in dem wir die häufigsten Fragen gesammelt und für Sie beantwortet haben:

  • Darf ich im Lebenslauf lügen?

    Kandidaten wollen sich selbst im besten Licht präsentieren, die eigenen Stärken in den Fokus rücken und sich gegen Mitbewerber durchsetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, fragen sich manche Jobsuchende: Darf ich den eigenen Lebenslauf ein wenig ausschmücken oder einige Angaben machen, die nicht der Wahrheit entsprechen?

    Klare Antwort: Nein! Falsche Angaben in der Bewerbung, speziell im Lebenslauf können selbst nach der Probezeit noch zur fristlosen Kündigung führen.

    Ehrlichkeit ist eine Grundlage für ein gutes Arbeitsverhältnis. Gefälschte Zeugnisse, gekaufte akademische Titel oder nie absolvierte Arbeitsstationen sind dagegen keine Kavaliersdelikte oder Notlügen, sondern Betrug. Und der ist strafbar.

    Seien Sie deshalb bei Lebenslauf und Bewerbungsschreiben immer sorgfältig und ehrlich – auch für den Fall, dass man später nach einem billigen Kündigungsgrund sucht, falls Sie in Ungnade fallen.

    Mehr zu Lügen in der Bewerbung


  • Kommen Angaben zu den Eltern in den Lebenslauf?

    Diese Frage hat einen Ursprung: Früher war es Standard, Namen, Alter und Beruf der eigenen Eltern im Lebenslauf anzugeben. Heutzutage ist das jedoch nicht mehr der Fall.

    Keinen Personaler interessiert, was Ihre Eltern beruflich machen – schließlich bewerben Sie sich auf die Stelle und müssen mit Ihren Qualifikationen überzeugen, nicht mit einem guten Job der Eltern.

    Mehr zum Familienstand


  • Was ist ein amerikanischer Lebenslauf?

    Immer wieder ist vom sogenannten amerikanischen Lebenslauf die Rede, was bei manchem Bewerber für Verwirrung sorgt. Dabei ist in der Regel keine englische Bewerbung gemeint, denn der Lebenslauf in einer amerikanischen Bewerbung wird als Resume bezeichnet.

    Vielmehr bedeutet amerikanischer Lebenslauf die oben bereits erwähnte antichronologische Reihenfolge. Bei einem amerikanischen Lebenslauf wird also mit der aktuellsten Station begonnen und von dort geht die Liste in Richtung Vergangenheit.

    Das Gegenteil ist ein chronologischer Lebenslauf, der mit der Station beginnt, die am weitesten in der Vergangenheit liegt. Diese Form ist jedoch bei Bewerbungen nahezu nicht mehr zu finden.

    Mehr zum amerikanischen Lebenslauf

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Weiterführende Artikel und Ratgeber zum Lebenslauf

Lebenslauf Gestaltung

Lebenslauf Checkliste
Lebenslauf Farben
Lebenslauf Layout

Lebenslauf Arten

Ausführlicher Lebenslauf
Chronologischer Lebenslauf
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Europass Lebenslauf
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1. Juli 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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