Lebenslauf Vorlagen: Anleitung, Formulierungen + Online-Editor

Der Lebenslauf bildet den Kern Ihrer Bewerbung. Personaler lesen ihn fast immer zuerst. Lückenlos, vollständig, übersichtlich – der tabellarische Lebenslauf enthält alle relevanten Qualifikationen der Stellenanzeige – verteilt auf beruflichen Werdegang, Kenntnisse, Weiterbildungen, Interessen und Hobbys. Alles zusammen ergibt ein überzeugendes Profil für Ihre Bewerbung. Im Folgenden finden Sie eine ausführliche Anleitung für eine überzeugende Struktur beziehungsweise wie Sie einen professionellen Lebenslauf schreiben. Dazu erhalten Sie mehr als 50 kostenlose Lebenslauf Vorlagen und Muster…

Lebenslauf Vorlagen: Anleitung, Formulierungen + Online-Editor

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Lebenslauf Vorlagen: Kostenlos – Download Word/PDF

Der tabellarische Lebenslauf ist heute Standard. Sofern in der Stellenanzeige nichts anderes verlangt wird, nutzen Sie bitte diese Variante für Ihr Profil. Unsere kostenlosen Lebenslauf Vorlagen (als Word- oder PDF-Datei) helfen Ihnen, ein ansprechendes und zeitgemäßes Design für Ihren tabellarischen Lebenslauf zu finden. Zum Herunterladen der Beispiele und Muster auf das Bild klicken:

Lebenslauf Vorlagen – Download kostenlos

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Download: 120+ kostenlose Bewerbungsvorlagen

Noch mehr Lebenslauf Vorlagen finden Sie hier: Insgesamt mehr als 120 kostenlose Bewerbungsvorlagen (als Word-Dokument oder PDF-Datei) zum Download sowie ausführliche Anleitungen und Tipps für Anschreiben, Lebenslauf und Deckblatt zur Bewerbung.

Zu den Bewerbungsvorlagen

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Lebenslauf-Editor: CV im Browser verfassen

Mit unserem kostenlosen Online-Editor können Sie online einen tabellarischen Lebenslauf für die Bewerbung schreiben. Die Vorlage ist gleich hier im Browser editierbar. Zum Editieren klicken Sie irgendwo in den Kasten. Zum Schluss können Sie Ihren Werdegang kopieren und in einem Textverarbeitungsprogramm (Microsoft Word, Apple Pages, Open Office) einfügen und ausdrucken.

LEBENSLAUF

Persönliche Daten

Name:
Kontakt:

Telefon:
Mail:
Web:
Geburtsort / -tag:
Familienstand:
Vorname Nachname
Fantasiestr.1
12345 Beispielstadt
0123 / 4 56 78 90
max.muster@mail.de
www.maxblog.de
Köln, TT. Monat Jahr
ledig



Angestrebte Position: ________________


Beruflicher Werdegang

MM/JJJJ – Heute Jobbezeichnung (aktuelle Position)
Arbeitgeber, Standort, Mitarbeiterzahl
– Kurze Beschreibung der Tätigkeit
– Erfahrungen + Erfolge
MM/JJJJ – MM/JJJJ Jobbezeichnung (Position davor)
Arbeitgeber, Standort, Mitarbeiterzahl
– Kurze Beschreibung der Tätigkeit
– Erfahrungen + Erfolge



Ausbildung

MM/JJJJ – MM/JJJJ Weiterbildung zum ___________
Institut, Zertifikat
– Inhaltliche Schwerpunkte
MM/JJJJ – MM/JJJJ Muster-Universität, Beispielstadt
Abschluss, Note
– Inhaltliche Schwerpunkte
MM/JJJJ – MM/JJJJ Ausbildung zum ___________
Ausbildungsbetrieb, Muster-Stadt
– Besondere Kenntnisse/Erfahrungen



Besondere Kenntnisse

Sprachkenntnisse Deutsch, Muttersprache
Englisch, fließend in Wort und Schrift
EDV-Kenntnisse MS Word, Excel, Powerpoint
WordPress, Google Analytics
Führerschein Klasse B



Interessen & Hobbys

➠ Soziales Engagement: Was / Wo?
➠ Ehrenamt: Was / Wo?
➠ Hobbys: Nur für die Stelle relevante


Musterstadt, TT.MM.JJJJ
UNTERSCHRIFT


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Lebenslauf Aufbau & Inhalt

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Lebensläufen:

Falls nichts anderes verlangt wird, sollten Sie immer den tabellarischen Lebenslauf wählen. Er besitzt maximale Übersichtlichkeit dank der tabellarischen Struktur: Auf der linken Seite stehen die Zeiträume der jeweiligen Stationen (Muster: MM/JJJJ – MM/JJJJ). Auf der rechte Seite stehen die Inhalte zu Ihrem Profil. Diese Inhalte werden nochmal in Abschnitte gegliedert und nach Überschriften geordnet: „Beruflicher Werdegang“, „Ausbildung“, „Besondere Kenntnisse“, „Interessen und Hobbys“. Die Bezeichnungen dafür können variieren, die Struktur bleibt beim Lebenslauf aber immer gleich.

Pflichtangaben und freiwillige Angaben

Zu einem „vollständigen“ Lebenslauf gehören ALLE sogenannten Pflichtangaben. Wer sie vergisst, riskiert, dass die Bewerbung aussortiert wird. Optionale Angaben hingegen sind durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) heute freiwillig. Hier die Übersicht der Pflichtangaben und freiwilligen Inhalte:

Pflichtangaben

➠ Persönliche Daten
➠ (Angestrebte Position)
➠ Lückenloser Werdegang
➠ Ausbildung / Studium (höchster Abschluss)
➠ Relevante Kenntnisse
➠ Ort, Datum / Unterschrift

Freiwillige Angaben

➠ Staatsangehörigkeit
➠ Familienstand
➠ Konfession
➠ Bewerbungsfoto
➠ Interessen & Hobbys
➠ Weiterbildung(en) / Auszeichnungen
➠ Auslandserfahrung(en)

Ob Sie Ihre Staatsangehörigkeit, den Familienstand oder die Konfession angeben, hängt vor allem davon ab, ob dies Vorteile für Sie hat oder ob Ihnen die damit verbundenen Werte wichtig sind. Wer eine Diskriminierung fürchtet, sollte die Angaben weglassen. Entscheidend ist, dass Sie bei jeder Bewerbung auswählen, was in den Lebenslauf gehört und für die ausgeschriebene Stelle relevant ist.

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Lebenslauf schreiben – Tipps

Titel + Persönliche Angaben

Die perfekte Überschrift lautet „Lebenslauf“ oder „Lebenslauf Vorname + Nachname“. Hierfür können Sie eine Schriftgröße von 20 Punkt oder mehr wählen. Danach folgen die Angaben zu Ihrer Person. Sie bilden die sogenannte „Kopfzeile“ des Lebenslaufs. Wenn Sie Ihren Namen in der Überschrift angeben, können Sie ihn in den persönlichen Angaben weglassen. Achten Sie darauf, dass die Kontaktdaten aktuell und fehlerfrei sind.

Ein moderner Trend ist, den Lebenslauf mit graphischen Elementen aufzuwerten. Dazu zählt zum Beispiel ein kurzer Abschnitt mit Schlüsselqualifikationen, persönlichen Stärken oder Erfahrungen (bei Studenten und Absolventen auch „Fachbereiche“). Durch diese Art „Mini-Kurzprofil“ wird die Übersichtlichkeit erhöht. Gleichzeitig kommen Ihre Stärken und sozialen Kompetenzen besser heraus. Beispiel:

Kurzprofil

Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto ist ein freiwilliger Zusatz im Lebenslauf – wird aber gerne gesehen. Ein professionelles Bewerbungsfoto kann den CV enorm aufwerten. Wir empfehlen es. Sparen Sie hierbei nicht: Beauftragen Sie einen professionellen Fotografen für das Bewerbungsfoto. Selbstgemachte Fotos sehen auch genauso aus und vermitteln den Eindruck, dass Ihnen die Bewerbung nichts wert war. Das Foto selbst zeigt Sie im Profil oder Halbporträt – Gesicht plus Teil des Oberkörpers. Ganzkörperaufnahmen sind tabu. Der Hintergrund sollte neutral und einfarbig sein. Ganz wichtig: immer lächeln! Wer lächelt, wirkt sofort als sympathischer, aufgeschlossener und ehrlicher.

TIPP: Lebenslauf mit Bewerbungsvideo

Platzieren Sie in der Bewerbung für einen neuen Job einen Link oder QR-Code zu einer eigenen Bewerbungshomepage oder zu einem Bewerbungsvideo. Das macht Ihre Bewerbung noch persönlicher. Im Video können Sie mehr über Ihre Motivation erzählen und mit Ihrer Persönlichkeit oder Begeisterung für die Stelle punkten.

Angestrebte Position

Dieser Trick hat schon vielen Bewerbern geholfen: Nennen Sie die angestrebte Position aus der Stellenanzeige (siehe Video-Tipp): Sie betonen so subtil Ihre Entschlossenheit und dokumentieren, dass dieser Lebenslauf, diese Bewerbung nur für diese Stelle geschrieben wurde:

Beruflicher Werdegang

Die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs steht und fällt mit dem beruflichen Werdegang. Er ist der Hauptteil im Lebenslauf. Standard ist heute, diesen „antichronologisch“ aufzubauen. Bedeutet: Sie beginnen mit der aktuellen Tätigkeit und gehen dann zeitlich zurück. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Beruflicher Werdegang

Interne Jobwechsel im Lebenslauf

Falls Sie den Job innerhalb eines Unternehmens ein- oder mehrmals gewechselt haben – etwa durch eine Beförderung – können Sie das im Lebenslauf ebenfalls darstellen. Dabei wird der Gesamtzeitraum der Beschäftigung angegeben und der Arbeitgeber nur einmal genannt. Danach folgen – eingerückt – die Zeiträume der einzelnen Stationen und Positionen.

Interne Jobwechsel

Elternzeit erwähnen?

Da die berufliche Auszeit für Eltern zwischen drei Monaten und drei Jahren dauern kann und die Berufstätigkeit unterbricht, muss sie im Lebenslauf erwähnt werden. Andernfalls wird dieser Zeitraum zur „Lücke im Lebenslauf“. Sie müssen hierzu jedoch keinen eigene Abschnitt anlegen. Die Elternzeit wird wie eine berufliche Station – „lückenlos“ – in den beruflichen Werdegang einsortiert.

Studium / Ausbildung / Schule

Zur „Ausbildung“ im Lebenslauf gehört nicht nur die berufliche Ausbildung, sondern auch das Studium oder die schulische Bildung – also Grundschule, Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Wichtig ist der Abschluss und dessen Gesamtnote. Wer einige Zeit im Ausland war oder Auslandssemester absolviert hat, sollte das ebenfalls erwähnen. Solche Erfahrungen erhöhen Ihre interkulturelle Kompetenz. Hier nennen Sie das Land und die Universität, an der Sie im Ausland studiert haben.

Abgebrochenes Studium im Lebenslauf nennen?

Falls Sie die Ausbildung oder das Studium abgebrochen haben, sollten Sie den Zeitraum angeben, damit keine Lücken entstehen. In dem Fall verzichten Sie nur auf die Angabe der Abschlussnote und des Abschlusstitels. Achten Sie darauf, im Abschnitt „Ausbildung“ die antichronologische Reihenfolge beizubehalten. Haben Sie zum Beispiel nach Ausbildung oder Studium noch eine Weiterbildung besucht, gehört diese an die oberste Stelle, siehe Beispiel.

Ausbildung und Studium

Grundschule im Lebenslauf angeben?

Weil der Besuch einer Grundschule in Deutschland selbstverständlich ist und aus den Folgeabschlüssen hervorgeht, ist diese Angabe für Arbeitgeber meist irrelevant. Je älter Sie sind und je mehr Berufserfahrungen Sie vorweisen können, desto unwichtiger werden schulische Angaben generell. Interessant ist die Angabe der Grundschule nur, wenn Sie sich für ein Schülerpraktikum oder für einen Bachelor-Studienplatz bewerben.

Besondere Kenntnisse

Nachdem Sie den beruflichen Werdegang und die Ausbildung vollständig dargestellt haben, sollten Sie besondere Kenntnisse und Qualifikationen herausarbeiten. Sie können Ihre Jobchancen deutlich erhöhen. Nennen Sie diesen Abschnitt bitte nie „Sonstiges“! Das wertet die Qualifikationen ab und macht das Profil beliebig. In den Lebenslauf kommen nur Kenntnisse, die zur angestrebten Stelle passen und einen Mehrwert bieten. Besondere Kenntnissen sind zum Beispiel:

➠ Fremdsprachenkenntnisse
➠ (Berufliche) Auslandserfahrungen
➠ Stipendien
➠ Auszeichnungen
➠ Fort- und Weiterbildung(en)
➠ Zertifikate
➠ Publikationen und eigene Projekte

Besondere Kenntnisse

Interessen & Hobbys

Die persönlichen Interessen und Hobbys werden oft unterschätzt. Hobbys im Lebenslauf runden das Profil eines Bewerbers ab (Alternative Überschriften: „Engagement“ oder „Freizeitaktivitäten“). Nicht selten verbergen sich hier relevante Soft Skills. Nennen Sie bei den Hobbys aber wieder nur solche, die für den Job relevante Erfahrungen dokumentieren, Führungsqualitäten belegen oder soziale Kompetenzen unterstreichen (keine gefährlichen Extremsportarten!).

Ort, Datum & Unterschrift

Formal muss der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift beendet werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Das Datum wiederum zeigt an, dass der CV aktuell ist und für diese Bewerbung geschrieben wurde. Idealerweise unterschreiben Sie Ihren Lebenslauf mit einem Füller oder Kugelschreiber (kein Bleistift, keine Filzstifte!) in Blau oder Schwarz. Falls Sie eine Online-Bewerbung nutzen, sollten Sie Ihre Unterschrift vorher einscannen und wie ein Bild einfügen.

Damit Sie nichts vergessen, können Sie sich noch eine kostenlose Lebenslauf-Checkliste HIER als PDF herunterladen.

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Lebenslauf Länge

Die Länge ist abhängig davon, was Sie bisher gemacht haben. Als Faustregel können Sie sich merken: Berufseinsteiger und Bewerber mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung sollten mit einer Seite auskommen. Es sei denn, Sie haben viele Jobwechsel oder Veränderungen des Aufgabenbereichs vorzuweisen. Berufserfahrene Fachkräfte und Führungskräfte dürfen einen 2- bis 3-seitigen Lebenslauf verfassen. Drei Seiten sind aber für alle das Maximum.

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Lebenslauf optimieren

Der tabellarische Lebenslauf hat viele Vorteile: Er bündelt viele Informationen übersichtlich auf maximal drei Seiten. Relevante Auswahlkriterien können von Personalentscheidern schnell erfasst werden. Dennoch lässt sich fast jeder Lebenslauf optimieren. Manchmal sind es nur kleine Details – aber mit großer Wirkung.

Lücken im Lebenslauf

Damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen, sollten die Monate (MM/JJJJ) nahtlos aufeinander folgen. Zwischen zwei Jobs spricht man aber erst ab mehr als drei Monaten von einer „Lücke“. Die Zeit dazwischen wird jedem Bewerber als „Such- oder Orientierungsphase“ zugestanden. Bei Berufseinsteigern ist die Zeitspanne sogar größer: bis zu sechs Monate.

Darüber hinaus gibt es Lücken, die keine sind: Elternzeit, eine längere Krankheit, ein Studienwechsel, die Pflege eines Angehörigen oder gar eine (kurze) Arbeitslosigkeit. Hier müssen Sie nichts verschleiern. Gehen Sie selbstbewusst damit um. Hauptsache ist, dass Sie diese Phasen „aktiv“ genutzt haben, zielstrebig und engagiert waren oder sich neu orientiert haben. Tipps, wie Sie mit Lücken im Lebenslauf umgehen oder diese begründen, haben wir in diesem kostenlosen PDF zusammengefasst.

Lebenslauf Design

Der wichtigste Grundsatz für das Layout lautet: „form follows function“. Heißt: Die Aussagekraft ist wichtiger als ein originelles Design. Generell gilt: Sie sollten alle Abschnitte und Blöcke einheitlich formatieren:

  • Zwischenüberschriften haben dieselbe Schriftart und Schriftgröße.
  • Zeitangaben stehen links und haben dasselbe Format.
  • Beschreibung der Stationen steht rechts davon.

Schriftarten

Verwenden Sie im Lebenslauf maximal zwei unterschiedliche Schriftarten. Eine größere Anzahl wirkt chaotisch und unstrukturiert. Bewährt haben sich für den Fließtext sogenannte Schriften „mit Serifen“, für Überschriften wiederum wählen Sie Schriftarten „ohne Serifen“. Standard sind „Times New Roman“ beziehungsweise „Arial“. Wenn Sie eine Abwechslung zu den Standard-Schriften suchen, sollten Sie nach artverwandten, selteneren Schriftarten suchen. Zum Beispiel diesen:

Schriftarten Übersicht

Schriftgrößen

Durch die Wahl der Schriftgrößen können Sie die Struktur und Übersichtlichkeit verbessern. Die größte Schriftgröße sollte Ihrem Namen und dem Begriff „Lebenslauf“ vorbehalten bleiben. Von diesem Wert stufen Sie weitere Schriftgrößen nach unten ab, um ein einheitliches Schriftbild zu erhalten. Dieses Schema und System von Schriftarten, -größen, Aufbau und Struktur gilt dann für Bewerbungsschreiben und Lebenslauf gleichermaßen. So wirkt alles aus einem Guss. Beispiele für die Schriftgrößen:

  • Titel & Name: 20 Punkt
  • Zwischenüberschriften: 13 Punkt
  • Fließtext: 11 Punkt
  • Datumsangabe: 10 Punkt

Farben

Die wichtigste Regel für Farben lautet: Gehen Sie sparsam damit um! Vor allem wenn Sie sich in konservativen Branchen für einen neuen Job bewerben. Bei einer Bank oder einer Versicherung kommen knallbunte Lebensläufe nicht so gut an. Der tabellarische Lebenslauf sollte nicht mehr als eine Schmuckfarbe (zusätzlich zum Schwarz auf Weiß) haben. Clever ist, die Farbe passend zum Unternehmen zu wählen – also beispielsweise dessen Logofarbe zu übernehmen. So signalisieren Sie subtil Zugehörigkeit.

Seitenformat und Zeilenabstand

Beim Einrichten der Seite können Sie sich an der DIN 5008 für Geschäftsbriefe orientieren. Ein Beispiel der DIN 5008 Regeln können Sie sich HIER ansehen. Es ist erlaubt, davon abzuweichen. Bei der Formatierung von Seitenrand und Zeilenabstand haben sich folgende Werte durchgesetzt:

  • Linker Seitenrand: 2 bis 2,5 cm
  • Rechter Seitenrand: 1,5 bis 2 cm
  • Oberer und unterer Seitenrand: 2 – 2,5 cm
  • Zeilenabstand: 1-zeilig bis maximal 1,5-zeilig

TIPP: Bewerbung auf 100-Gramm-Papier drucken

Sollten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per Post versenden, drucken Sie diese bitte auf hochwertigem Papier aus. Normales Kopierpapier hat etwa 80 Gramm, hochwertiges Druckpapier rund 100 Gramm. Den haptischen Unterschied merkt jeder. Er wertet Ihre Bewerbung auf. Falls Sie selbst kein edles Papier und keinen Drucker besitzen: Die meisten Copyshops verfügen heute über 100-Gramm-Papier. Fragen Sie nach!

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Lebenslauf Fehler

Bei so vielen Details sind Fehler programmiert. Dazu zählen beispielsweise ein erkennbar recycelter Lebenslauf in der Bewerbung (Massenware!), Tippfehler, falsche Unternehmensnamen oder chronologische Fehler in der Abfolge der Angaben. Solche Fauxpas‘ manövrieren Bewerber oft ins Aus. Folgende Fehler sollten Sie bei der Bewerbung für einen neuen Job unbedingt vermeiden:

Fehler beim Inhalt

➠ Falsche Angaben / Lügen
➠ Rechtschreibfehler
➠ Kryptische Berufsbezeichnungen
➠ Keine Belege für Kenntnisse
➠ Erfolge ohne Zahlen & Beispiele
➠ Übertriebene Sprachkenntnisse
➠ Lücken im Werdegang
➠ Gefährliche Hobbys

Fehler beim Layout

➠ Massenware / kopierte Vorlage
➠ Fehlende Struktur
➠ Geringe Übersichtlichkeit
➠ Veraltetes Bewerbungsfoto
➠ Zu viel Text
➠ Zu viele Schriftarten
➠ Stilbrüche (uneinheitlich)
➠ Mehr als 3 Seiten

Reihenfolge in der Bewerbungsmappe

Der CV liegt in der Bewerbungsmappe nie obenauf. Dort gehört das Anschreiben hin. Der tabellarische Lebenslauf folgt erst danach, teils sogar noch nach dem Deckblatt. Bei sogenannten „vollständigen“ Bewerbungsunterlagen werden die Dokumente in richtiger Reihenfolge so eingeordnet:

Vollständige Bewerbungsunterlagen Beispiel

Lebenslauf Unterschiede

Da der Lebenslauf DAS zentrale Element der Bewerbung ist und den ersten Eindruck maßgeblich prägt, sollten Sie ihn nicht nur besonders sorgfältig verfassen, sondern – je nach Zielgruppe und Job – individuell anpassen. Auf die jeweiligen Besonderheiten gehen wir hier ein:

Lebenslauf für Schüler und Praktikum

Schüler haben noch keine Berufserfahrungen. Entsprechend kurz fällt ihr Werdegang aus. Er passt in der Regel auf eine halbe bis ganze DIN A4-Seite. Bewerben müssen sich Schüler dennoch: zum Beispiel für ein Schülerpraktikum während der 9. oder 10. Klasse. Im Schülerlebenslauf sollten Sie daher die bisherige Schullaufbahn (Kurse, Noten) sowie außerschulisches Engagement (Projekte, Interessen, Hobbys) ausführlich erwähnen. Bei Schülern zählen soziale Kompetenzen und Aktivitäten mehr als Qualifikationen. Hohe Aussagekraft besitzen zudem Sprachkenntnisse und EDV-Kenntnisse.

Lebenslauf für Ausbildung oder Studium

Da sich in der Regel Schulabgänger für eine Ausbildung oder ein Studium bewerben, verfügt ihr CV ebenfalls über wenige berufliche Stationen. Sie können dafür mit Sozialkompetenzen, eigenen Projekten und Ehrenämtern in Vereinen oder Organisationen punkten. Oder mit Praktika. Allesamt sollten diese zur geplanten Berufsausbildung oder zum Studiengang passen – oder relevante Kompetenzen andeuten. Nennen Sie im Lebenslauf zudem Ihre Lieblingsfächer oder Leistungskurse (mit Noten!).

Lebenslauf auf Englisch

Falls Sie sich international bewerben oder Ihr Wunscharbeitgeber einen englischen Lebenslauf verlangt, gilt es zu unterscheiden, ob Sie ein „Curriculum Vitae“ (Großbritannien) oder ein „Resume“ (USA) verfassen. Beide unterscheiden sich nur marginal – aber es gibt Unterschiede. Vor allem zum deutschen Lebenslauf. So fällt bei CV und Resume grundsätzlich das Bewerbungsfoto weg. Ebenso wenig dürfen Sie Angaben zu Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion oder Familie machen. Beim CV fehlen noch Datum und Unterschrift, dafür sind beim Resume die Referenzen wichtiger. Mehr darüber erfahren Sie in DIESEM ausführlichen Artikel.

Europass Lebenslauf

Der Europass dient der internationalen Bewerbung im europäischen Raum. Der „Europass“ soll die Qualifikationen und Kompetenzen von Kandidaten vereinheitlichen und so vergleichbarer machen. Der Europass wird von allen EU-Staaten, den EFTA-/EWR-Staaten und den Beitrittsländern anerkannt. Welche Besonderheiten Sie hierbei beachten müssen, haben wir in DIESEM ausführlichen Dossier zusammengefasst.

Moderner Lebenslauf

Die Zunft der Personaler ist konservativ. Dennoch sind in den vergangenen Jahren neue Freiheiten bei der Bewerbung hinzu gekommen. Moderne Lebensläufe dürfen bei Design, Layout und Form abwechslungsreicher und kreativer sein. Hinzu gekommen sind grafische Elemente: Diagramme zu Stärken und Kompetenzen, ein Zeitstrahl für den Werdegang, Icons für Hobbys und Interessen, Symbole für die einzelnen Abschnitte und Kategorien, insgesamt mehr Farbe. Das alles kann dem Lebenslauf mehr Individualität und Persönlichkeit verleihen – wenn Sie es damit nicht übertreiben.

Online Lebenslauf

Vor allem in großen Unternehmen und Konzernen setzt sich immer mehr die Online-Bewerbung durch. Dabei werden Sie in Online-Formularen gebeten, Ihren neuen und aktuellen Lebenslauf online hochzuladen oder per Mail zu verschicken (siehe: E-Mail-Bewerbung). Statt das Dokument einzuscannen, was die Qualität verringert, sollten Sie ihn lieber direkt als PDF („Portable Document Format“) speichern. Die Funktion dazu bietet heute jede Textverarbeitung (MS WORD, Pages, etc.). Wichtig ist, dass Sie zuvor Ihr Bewerbungsfoto und die Unterschrift digital in den CV integrieren und vor dem Versenden prüfen, dass alle Grafiken und Inhalte so dargestellt werden, wie Sie das wollen.

ACHTUNG: Achten Sie beim Online-Lebenslauf unbedingt auf eine klare Struktur und einheitliche Formatierung. Da die erste Vorauswahl der Bewerbung oft digital per Software (sogenannte „CV Parser“) geschieht, wäre es schlecht, wenn das Programm wichtige Stationen oder Qualifikationen nicht erkennt und Sie deshalb aussortiert.

TIPP: PDF mit sprechendem Dateinamen

Das Dateiformat „PDF“ kann praktisch auf allen Rechnern geöffnet werden. Geben Sie Ihrem Lebenslauf sowie den Bewerbungsunterlagen unbedingt „sprechende“ Dateinamen. Also zum Beispiel „Lebenslauf-Vorname-Nachname.pdf“. So kann das Dokument später Ihnen zugeordnet werden, ohne die Datei öffnen zu müssen. Tipps zum Zusammenfügen mehrerer PDFs finden Sie HIER.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Weitere Tipps zur Bewerbung

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11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
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14. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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