Lebenslauf: Vorlagen, Inhalt, Tipps, Optimierung

Lückenlos, vollständig, übersichtlich – ein professioneller Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbung. Personaler lesen ihn fast immer zuerst. Der tabellarische Lebenslauf enthält alle erforderlichen Qualifikationen aus der Stellenanzeige – inklusive beruflichem Werdegang, besonderen Kenntnissen, Weiterbildungen, Interessen und Hobbys. Alles zusammen ergibt ein überzeugendes Gesamtbild des Bewerbers.

Achten Sie daher unbedingt auf eine klare Struktur und hohe Übersichtlichkeit bei Inhalt und Aufbau des Lebenslaufs. Nur so steigen Ihre Jobchancen. Wir zeigen Ihnen dazu hier, wie Sie den perfekten Lebenslauf erstellen…

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Lebenslauf: Vorlagen, Inhalt, Tipps, Optimierung

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Kostenlose Lebenslauf Vorlagen

Egal, für welche Jobs Sie sich bewerben, ob auf Papier oder online: Einen Lebenslauf brauchen Sie immer. Er ist das zentrale Dokument der Bewerbungsunterlagen und unverzichtbar. Dabei gibt es im Kern drei Arten von Lebensläufen:

Der tabellarische Lebenslauf ist heute Standard. Um ihn geht es auch hier. Sofern in der Stellenanzeige nichts anderes gefordert wird, sollten Sie stets die tabellarische Variante wählen.

Um Ihnen die Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie zahlreiche kostenlose Lebenslauf-Vorlagen und Beispiele für verschiedne Jobs zusammengestellt. Diese professionellen Muster können Sie sich kostenlos als WORD-Datei herunterladen und mehrfach privat nutzen.

(Zum Herunterladen der Vorlagen auf das jeweilige Bild klicken)

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Download: Mehr als 120 kostenlose Bewerbungsvorlagen

Noch mehr Lebenslauf Vorlagen zum Ausfüllen und Herunterladen? Bei uns finden Sie insgesamt mehr als 120 kostenlose Bewerbungsvorlagen (als MS WORD Datei) zum Download sowie ausführliche Anleitungen und Tipps für Anschreiben, Lebenslauf und Deckblatt.

Zu den Bewerbungsvorlagen


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Was muss in den Lebenslauf?

Zu einem vollständigen Lebenslauf gehören alle Pflichtangaben. Wer sie vergisst, riskiert, dass die Bewerbung aussortiert wird. Optionale Angaben hingegen sind durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) heute freiwillig.

Hier die Übersicht der Pflichtangaben und freiwilligen Inhalte im Lebenslauf:

Pflichtangaben

➠ Persönliche Daten
➠ (Angestrebte Position)
➠ Lückenloser Werdegang
➠ Ausbildung / Studium (höchster Abschluss)
➠ Relevante Kenntnisse
➠ Ort, Datum / Unterschrift

Freiwillige Angaben

➠ Staatsangehörigkeit
➠ Familienstand
➠ Konfession
➠ Bewerbungsfoto
➠ Interessen & Hobbys
➠ Weiterbildung(en) / Auszeichnungen
➠ Auslandserfahrung(en)

Ob Sie Ihre Staatsangehörigkeit, den Familienstand oder die Konfession angeben, hängt vor allem davon ab, ob dies Vorteile für Sie hat oder ob Ihnen die damit verbundenen Werte wichtig sind. Wer eine Diskriminierung fürchtet, sollte die Angaben weglassen.

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Lebenslauf Aufbau und Inhalt

Damit Ihr Lebenslauf übersichtlich bleibt, braucht er eine klare Struktur. Dies geschieht idealerweise in Form einer Tabelle. Auf der linken Seite werden dazu die Zwischenüberschriften und Zeiträume der einzelnen Stationen angegeben. Auf die rechte Seite kommen die Inhalte und Details der einzelnen Stationen.

Dabei werden die Inhalte des Lebenslaufs in Abschnitte gegliedert und nach Überschriften geordnet. Die Bezeichnungen dafür können variieren, die Struktur bleibt bei einem tabellarischen Lebenslauf aber gleich. So sieht sie aus:


Muster: Aufbau tabellarischer Lebenslauf

  1. Titel
    „Lebenslauf“ oder die Form „Lebenslauf Max Mustermann“ reichen hier aus.
  2. Persönliche Angaben
    Vorname, Nachname, Geburtstag und Geburtsort, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, (Bewerbungsfoto)
  3. Beruflicher Werdegang
    Beruf, Jobs, Erfahrungen, Positionen
  4. Ausbildung
    Schule, Ausbildung, Studium, höchster Abschluss, Note, Auslandssemester, Praktika
  5. Besondere Kenntnisse
    Weiterbildungen, Zertifikate, Fremdsprachen, EDV- IT-Kenntnisse, Führerschein, Auszeichnungen, etc.
  6. Interessen und Hobbys
    Privates Engagement, Ehrenämter, eigene Projekte, relevante Hobbys
  7. Ort, Datum, Unterschrift
    Immer aktuelles Datum, Unterschrift eigenhändig mit Füller



Sie können einzelne Abschnitte streichen, wenn die Inhalte für die ausgeschriebene Stelle nicht relevant sind. Andere Kategorien dürfen Sie zusammenfassen, falls diese sonst zu „dünn“ aussehen. Natürlich muss der Werdegang trotzdem lückenlos bleiben.

Entscheidend ist, dass Sie bei jeder Bewerbung auswählen, was in den Lebenslauf gehört und für die ausgeschriebene Stelle relevant ist. Versuchen Sie sich vor dem Erstellen des Lebenslaufs in den Personaler hineinversetzen: Was wird gesucht? Welche Kenntnisse, Erfahrungen, Kompetenzen sind für den Job wichtig? Diese Punkte sollten Sie herausarbeiten. Wiederholungen und Unwichtiges sind dagegen tabu. Sie blähen den Lebenslauf nur auf.

In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt den perfekten Lebenslauf erstellen – von oben nach unten:

Titel / Persönliche Angaben

Die Überschrift des Lebenslauf lautet ganz simpel „Lebenslauf“ oder „Lebenslauf Vorname Nachname„. Hierfür können Sie eine Schriftgröße von 20 Punkt oder mehr wählen.

Danach folgen die Angaben zu Ihrer Person. Sie bilden die sogenannte „Kopfzeile“ des Lebenslaufs.

Sollten Sie Ihren Namen bereits in der Überschrift ausgeschrieben haben, können Sie diesen in den persönlichen Angaben weglassen. Achten Sie darauf, dass die Kontaktdaten aktuell und fehlerfrei sind. Ein Tippfehler oder Zahlendreher in Telefonnummer oder Mailadresse – und man erreicht Sie bei Interesse nicht.

Beispiel für den Lebenslauf-Kopf:

Lebenslauf Persoenliche Daten

Stärken, Kompetenzen, Erfahrungsfelder

Ein moderner Trend ist, den Lebenslauf mit graphischen Elementen aufzuwerten. Dazu zählt zum Beispiel ein Abschnitt mit Schlüsselqualifikationen, persönlichen Stärken oder Erfahrungen (bei Studenten und Absolventen auch „Fachbereiche“).

Durch diese Art „Mini-Kurzprofil“ wird die Übersichtlichkeit erhöht. Gleichzeitig kommen Ihre Stärken und sozialen Kompetenzen noch besser heraus. Bei der Gestaltung bewährt hat sich eine Liste mit relevanten Stärken sowie eine Skala (1-5 oder 1-10), wie ausgeprägt diese sind.

Beispiel:

Lebenslauf Kurzprofil Staerken Sprachen

Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto ist heute ein freiwilliger Zusatz im Lebenslauf. Allerdings wird das Bewerbungsfoto von Personalern weiterhin gerne gesehen. Ein professionelles Bewerbungsfoto kann den Lebenslauf sogar entscheidend aufwerten. Wir empfehlen es daher. Worauf Sie dabei achten sollten:

  • Professionelles Bild
    Sparen Sie nicht am falschen Ende. Beauftragen Sie in jedem Fall einen professionellen Fotografen für das Bewerbungsfoto. Selbstgemachte Fotos sehen auch genauso aus und vermitteln den Eindruck, dass Sie sich wenig Mühe gegeben haben oder dass Ihnen die Bewerbung nichts wert war.
  • Bildausschnitt und Hintergrund
    Das Bewerbungsfoto zeigt Sie stets im Halbporträt: Gesicht plus Teil des Oberkörpers. Ganzkörperaufnahmen sind ungeeignet. Der Hintergrund sollte neutral und einfarbig sein. Alles andere lenkt von Ihnen ab.
  • Lächeln
    Ganz wichtig: Immer lächeln! Wer lächelt, wirkt sofort als sympathischer, aufgeschlossener und ehrlicher.
  • Format
    Bewährt hat sich das Format von 4 mal 6 Zentimetern. Es passt in die meisten Vorlagen und entspricht dem „goldenen Schnitt“. Wirkt also besonders harmonisch.
  • Farbe
    Ob Sie das Bewerbungsfoto in Farbe oder Schwarz/Weiß nutzen, ist Geschmacksache. Öfter wird das Farbbild gewählt, Schwarz-Weiß-Bilder wirken dafür eleganter.

Ergänzen Sie Ihre Bewerbung mit einem Bewerbungsvideo
Im Kopf des Lebenslaufs können Sie – zum Beispiel unter der Mail-Adresse – noch einen Link platzieren. Darin können Sie entweder (falls vorhanden) auf die eigene Website beziehungsweise Bewerbungshomepage verweisen. Oder Sie verlinken ein exklusives Bewerbungsvideo.

Das wertet Ihre Bewerbung auf und macht diese einzigartig. Im Video können Sie mehr ins Detail gehen und Punkte aufzählen, die im Lebenslauf zu kurz kommen. Nebenbei bekommt der Personaler einen besseren Eindruck von Ihrer Persönlichkeit, Ihrer Leidenschaft und Begeisterung für die Stelle.

Das Video können Sie auf Youtube (oder „Vimeo“) hochladen. Teils können Sie es mit einem Passwortschutz versehen und das Passwort in den Lebenslauf schreiben.


Angestrebte Position

Dieser Lebenslauf-Trick hat schon vielen Bewerbern geholfen, aus der Masse hervorzustechen: Nennen Sie die angestrebte Position aus der Stellenanzeige (siehe Video-Tipp):

Sie betonen so subtil Ihre Entschlossenheit, Ihr Engagement und dokumentieren, dass dieser Lebenslauf nur für diese Stelle geschrieben wurde. Also keine Massenware!

Beruflicher Werdegang

Die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs steht und fällt mit dem beruflichen Werdegang. Er ist der Kern und Hauptbestandteil des Lebenslaufs.

Standard ist, diesen „antichronologisch“ aufzubauen. Das bedeutet: Sie beginnen mit der aktuellen Tätigkeit und gehen dann zeitlich zurück. So haben Personaler die aktuellen Stationen sofort im Blick.

Als Standard für die Zeitangaben hat sich folgendes Muster mit Monatsangaben (MM) plus Jahreszahl (JJJJ) etabliert (der genaue Tag entfällt): MM/JJJJ – MM/JJJJ.

Ansonsten gilt: Keinen optischen Firlefanz! Der Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa. Links Zeitangaben, rechts Fakten. Kein Fließtext. Aussagekräftige Stichwörter reichen.


Lücken im Lebenslauf

Damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen, sollten die Monate nahtlos aufeinander folgen. Zwischen zwei Jobs spricht man aber erst ab mehr als drei Monaten von einer „Lücke“. Die Zeit dazwischen wird jedem Bewerber als Such- oder Orientierungsphase zugestanden. Bei Berufseinsteigern ist die Zeitspanne sogar noch größer: Ihnen wird zwischen Schulabschluss oder Ausbildungsabschluss und Berufseinstieg eine Suchzeit von einem halben Jahr eingeräumt.

Tipps, wie Sie mit Lücken im Lebenslauf umgehen oder diese begründen, haben wir in diesem kostenlosen PDF zusammengestellt.



Bei der Berufserfahrung interessieren sich Personalverantwortliche vor allem für vier Informationen:

➠ Beschäftigungsdauer
➠ Bisherige Arbeitgeber
➠ Positionen/Jobs
➠ Aufgaben und Erfolge

Der letzte Punkt ist besonders wichtig, weil er die Aussagekraft Ihrer Qualifikationen durch Beispiele erhöht. Die Stationen im Werdegang können Sie zum Beispiel so strukturieren:

Lebenslauf Beruflicher Werdegang

Interne Jobwechsel im Lebenslauf darstellen

Falls Sie den Job innerhalb eines Unternehmens ein- oder mehrmals gewechselt haben – etwa durch eine Beförderung – können Sie das im Lebenslauf ebenfalls darstellen. Dabei wird der Gesamtzeitraum der Beschäftigung angegeben und der Arbeitgeber genannt. Danach folgen – eingerückt – die Zeiträume der einzelnen Stationen und Positionen.

Beispiel:

Lebenslauf Interne Jobwechsel

Studium / Ausbildung / Schule

Zur „Ausbildung“ im Lebenslauf gehört nicht nur die berufliche Ausbildung, sondern auch das Studium oder die schulische Bildung – also Grundschule, Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Wichtig ist vor allem der Abschluss und dessen Gesamtnote.

Wer einige Zeit im Ausland war oder Auslandssemester absolviert hat, sollte das ebenfalls erwähnen. Solche Erfahrungen erhöhen Ihre interkulturelle Kompetenz. Hier nennen Sie das Land und die Universität, an der Sie im Ausland studiert haben.

Falls Sie die Ausbildung oder das Studium abgebrochen haben, sollten Sie den Zeitraum ebenfalls angeben, damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen. In dem Fall verzichten Sie lediglich auf die Angabe der Abschlussnote und des Abschlusstitels.

In diesem Abschnitt können Sie auch Weiterbildungen angeben, falls Sie Platz sparen müssen. Ansonsten geben Sie diesen einen eigenen Abschnitt. Achten Sie aber darauf, die antichronologische Reihenfolge im Lebenslauf beizubehalten. Haben Sie zum Beispiel nach Ausbildung oder Studium noch eine Weiterbildung besucht, gehört diese an die oberste Stelle.

Beispiel:

Lebenslauf Ausbildung Studium

Weil der Besuch einer Grundschule in Deutschland selbstverständlich ist und aus den Folgeabschlüssen hervorgeht, ist diese Angabe für Arbeitgeber meist irrelevant. Je älter Sie sind und je mehr Berufserfahrungen Sie vorweisen können, desto unwichtiger werden schulische Angaben generell. Interessant ist die Angabe der Grundschule im Lebenslauf nur, wenn Sie sich für ein Schülerpraktikum oder für einen Bachelor-Studienplatz bewerben.

Besondere Kenntnisse

Nachdem Sie den beruflichen Werdegang und die Ausbildung vollständig dargestellt haben, sollten Sie Ihre besonderen Qualifikationen herausstreichen. Bieten diese einen Mehrwert für die ausgeschriebene Stelle, erhöhen Sie Ihre Jobchancen damit deutlich.

Besondere Kenntnisse sagen: „Ich bringe mehr als verlangt!“ Besondere Kenntnissen sind zum Beispiel:

➠ Fremdsprachenkenntnisse
➠ (Berufliche) Auslandserfahrungen
➠ Stipendien
➠ Auszeichnungen
➠ Fort- und Weiterbildung(en)
➠ Zertifikate
➠ Publikationen und eigene Projekte

Listen Sie hierbei nicht nur auf, was Ihnen einfällt. Wählen Sie vielmehr aus: In den tabellarischen Lebenslauf kommen nur jene Kenntnisse und Zusatzqualifikationen, die zur angestrebten Stelle passen und einen Mehrwert bieten.

Beispiel:

Lebenslauf Besondere Kenntnisse

Interessen & Hobbys

Die persönlichen Interessen und Hobbys werden oft unterschätzt. Die Angabe von Hobbys im Lebenslauf rundet das Bild eines Kandidaten ab.

Nicht selten verbergen sich in den Interessen und Hobbys relevante Soft Skills, bemerkenswertes Engagement oder spezifische Erfahrungen. Nennen Sie bei den Hobbys daher solche, die…

  • für den Job relevante Erfahrungen dokumentieren.
  • etwaige Führungsqualitäten belegen.
  • soziale Kompetenzen unterstreichen.
  • Ihr weiteres Engagement illustrieren.
  • herausragende (sportliche) Leistungen dokumentieren.
  • echten Mehrwert für den Arbeitgeber aufzeigen.
  • keine gefährlichen Extremsportarten beinhalten.

Positiv wirken Mannschafts-Sportarten wie Fußball, Handball, Volleyball oder Hockey. Sie gelten als Indikatoren für Teamfähigkeit.

Beispiel:

Lebenslauf Interessen Hobbys

Ort, Datum & Unterschrift

Formal muss der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift beendet werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Das Datum wiederum zeigt an, dass der Lebenslauf aktuell ist und erst kürzlich für diese Bewerbung angefertigt wurde.

Idealerweise unterschreiben Sie Ihren Lebenslauf mit einem Füller oder Kugelschreiber (kein Bleistift, keine Filzstifte!) in Blau oder Schwarz.

Falls Sie eine Online-Bewerbung nutzen, sollten Sie Ihre Unterschrift vorher einscannen und wie ein Bild in den Lebenslauf einfügen.

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Lebenslauf Länge

Die Länge des Lebenslaufs ist abhängig davon, was Sie bisher gemacht haben. Berufsanfänger, die nicht viel mehr als eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben, tun sich schon schwer, eine Seite zu füllen. Aber keine Sorge: Personaler wissen und verstehen das.

Mit der Zeit wird der Lebenslauf länger. Zwei bis drei DIN-A4-Seiten sind schnell gefüllt. Jetzt müssen Sie auswählen und Prioritäten setzen: Was ist für die ausgeschriebene Stelle wichtig? Was überzeugt? Auf was können Sie verzichten?

Als Faustregel können Sie sich merken:

  • Berufseinsteiger (➠ 1 Seite) – Einsteiger und Bewerber mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung sollten mit einer Seite auskommen. Es sei denn, Sie haben viele Jobwechsel oder Veränderungen des Aufgabenbereichs vorzuweisen.
  • Fachkräfte und Führungskräfte (➠ 2-3 Seiten) – Berufserfahrene Fachkräfte und Führungskräfte dürfen einen 3-seitigen Lebenslauf verfassen. Drei Seiten sind aber das Maximum.

Lebenslauf Checkliste

Hier noch einmal die wichtigsten Daten zusammengefasst:

Professioneller Lebenslauf Checkliste Tipps Gestaltung Grafik

Eine kostenlose Lebenslauf-Checkliste können Sie sich HIER als PDF herunterladen.

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Lebenslauf-Editor: CV online erstellen

Wie Sie einen professionellen tabellarischen Lebenslauf erstellen, können Sie gleich hier online üben – mit unserem kostenlosen Lebenslauf-Editor. Die darin enthaltene Vorlage ist direkt im Browser editierbar. Anschließend können Sie den persönlichen Lebenslauf kopieren und in einem Textverarbeitungsprogramm nutzen. Es wird dabei nichts gespeichert – Sie bleiben 100% anonym.

Natürlich müssen Sie den Lebenslauf (aus dem Editor) nachher noch handschriftlich unterschreiben und – wenn Sie mögen – ein Foto einfügen. Zum Bearbeiten des Muster-Lebenslaufs klicken Sie bitte einfach nur irgendwo auf den Kasten:


LEBENSLAUF Max Mustermann

Persönliche Daten

Name:Vorname, Nachname
Kontakt:Fantasiestr.1
12345 Beispielstadt
Telefon:0123 / 4 56 78 90
Mail:m.mustermann@mail.de
Web:www.maxblog.de
Geburtsort/-tag:Köln, 29. Februar 2020
Familienstand:ledig


Angestrebte Position: ________________


Beruflicher Werdegang

MM/JJJJ – HeuteJobbezeichnung (aktuelle Position)
Arbeitgeber, Standort, Mitarbeiterzahl
– Kurze Beschreibung der Tätigkeit
– Erfahrungen + Erfolge
– Erfahrungen + Erfolge
MM/JJJJ – MM/JJJJJobbezeichnung (Position davor)
Arbeitgeber, Standort, Mitarbeiterzahl
– Kurze Beschreibung der Tätigkeit
– Erfahrungen + Erfolge
– Erfahrungen + Erfolge


Ausbildung

MM/JJJJ – MM/JJJJWeiterbildung zum ___________
Institut, Zertifikat
– Inhaltliche Schwerpunkte
MM/JJJJ – MM/JJJJMuster-Universität, Beispielstadt
Abschluss, Note
– Inhaltliche Schwerpunkte
MM/JJJJ – MM/JJJJAusbildung zum ___________
Ausbildungsbetrieb, Muster-Stadt
– Besondere Kenntnisse/Erfahrungen


Praktika

MM/JJJJ – MM/JJJJUnternehmen, Standort
– Inhalte
– Projekte, Leistungen, Erfolge
MM/JJJJ – MM/JJJJUnternehmen, Standort
– Inhalte
– Projekte, Leistungen, Erfolge


Besondere Kenntnisse

SprachkenntnisseDeutsch, Muttersprache
Englisch, fließend in Wort und Schrift
EDV-KenntnisseMS Word, Excel, Powerpoint
WordPress, Google Analytics
FührerscheinKlasse B


Interessen & Hobbys

  • Soziales Engagement: Was / Wo?
  • Ehrenamt: Was / Wo?
  • Hobbys: Nur für die Stelle relevante

Musterstadt, TT.MM.JJJJ
Unterschrift Lebenslauf Bewerbung Beispiel


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Reihenfolge in der Bewerbungsmappe

Der Lebenslauf liegt in der Bewerbungsmappe nie obenauf. Dort gehört das Anschreiben hin. Der tabellarische Lebenslauf folgt erst danach, teils sogar noch nach dem Deckblatt.

Bei sogenannten „vollständigen“ Bewerbungsunterlagen wird ein professioneller Lebenslauf in richtiger Reihenfolge so eingeordnet (siehe Grafik und Beispiel):

Wie schreibt man eine Bewerbung? Vollständige Bewerbungsunterlagen Beispiel

Unterschätzen Sie trotzdem nie den Stellenwert des Lebenslaufs. Auch wenn er nicht das oberste Dokument in der Mappe ist: Der Lebenslauf bleibt maßgeblich für den perfekten ersten Eindruck Ihrer Bewerbung. Viele Personaler greifen zuerst zum Lebenslauf, um sich einen Überblick über die Qualifikationen des Bewerbers zu verschaffen.

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Lebenslauf optimieren

Der wichtigste Grundsatz für das Lebenslauf-Layout lautet: form follows function. Heißt: Die Aussagekraft ist wichtiger als ein originelles Design.

Idealerweise teilen Sie Ihr Dokument dazu in eine Tabelle mit Abschnitten ein (in Word können Sie die Linien später unsichtbar machen). Die Überschriften der einzelnen Abschnitte („Beruflicher Werdegang“, „Ausbildung“, …) machen Sie mindestens zwei Schriftgrößen größer und heben diese durch Fettschrift hervor. So wird alles übersichtlicher.

Generell gilt: Sie sollten alle Abschnitte und Blöcke einheitlich formatieren:

  • Die Zwischenüberschriften haben dieselbe Schriftart und Schriftgröße.
  • Die Zeitangaben stehen links und haben dasselbe Format.
  • Die Beschreibung der Stationen steht rechts davon.

Die Dosis macht das Gift. Das gilt auch für Ihr Lebenslauf-Design: Übertreiben Sie es nicht mit kursiven, fettgedruckten, unterstrichenen oder gar bunten Wörtern. Und seien Sie sparsam mit Hervorhebungen.

Schriftarten

Verwenden Sie im Lebenslauf maximal zwei unterschiedliche Schriftarten. Eine größere Anzahl wirkt chaotisch und unstrukturiert. Bewährt haben sich für den Fließtext sogenannte Schriften „mit Serifen“, für Überschriften wiederum wählen Sie Schriftarten „ohne Serifen“. Standard sind „Times New Roman“ beziehungsweise „Arial“. Wenn Sie eine Abwechslung zu den Standard-Schriften suchen, mit denen sich fast jeder bewirbt, sollten Sie nach artverwandten, selteneren Schriftarten suchen:

Lebenslauf Schriftarten Übersicht Grafik

Schriftgrößen

Durch die Wahl der Schriftgrößen können Sie Struktur und Übersichtlichkeit in Ihrem Lebenslauf verbessern. Dabei sollten Sie darauf achten, dass gleiche Abschnitte die gleiche Schriftgröße bekommen.

Die größte Schriftgröße sollte Ihrem Namen und dem Begriff „Lebenslauf“ vorbehalten bleiben. Von diesem Wert stufen Sie weitere Schriftgrößen nach unten ab, um ein einheitliches Schriftbild zu erhalten.

Beispiele für die Schriftgrößen im Lebenslauf:

  • Titel & Name: 20 Punkt
  • Zwischenüberschriften: 13 Punkt
  • Fließtext: 11 Punkt
  • Datumsangabe: 10 Punkt

Dieses Schema und System von Schriftarten, -größen, Aufbau und Struktur gilt dann für Bewerbungsschreiben und Lebenslauf gleichermaßen. So wirkt alles aus einem Guss.

Farben

Die wichtigste Regel für Farben lautet: Gehen Sie sparsam damit um! Vor allem wenn Sie sich in konservativen Branchen bewerben. Bei einer Bank oder einer Versicherung kommen knallbunte Lebensläufe meist nicht so gut an.

Der tabellarische Lebenslauf sollte nicht mehr als eine Schmuckfarbe (zusätzlich zum Schwarz auf Weiß) haben. Clever ist zum Beispiel, die Farbe passend zum Unternehmen zu wählen – also beispielsweise dessen Logofarbe zu übernehmen. So signalisieren Sie subtil Zugehörigkeit.

Seitenformat und Zeilenabstand

Beim Einrichten der Seite können Sie sich an der DIN 5008 für Geschäftsbriefe orientieren. Ein Beispiel der DIN 5008 Regeln können Sie sich HIER ansehen. Allerdings ist es erlaubt, davon abzuweichen.

Bei der Formatierung von Seitenrand und Zeilenabstand haben sich folgende Werte durchgesetzt:

  • Linker Seitenrand: 2 bis 2,5 cm
  • Rechter Seitenrand: 1,5 bis 2 cm
  • Oberer und unterer Seitenrand: 2 – 2,5 cm
  • Zeilenabstand: 1-zeilig bis maximal 1,5-zeilig

Lebenslauf Fehler

Bei so vielen Details sind allerdings auch ein paar Fehlerquellen programmiert. So kommt es leider auch vor, dass Bewerber beim Erstellen des Lebenslaufs immer wieder typische (und vermeidbare) Fehler machen oder in klassische Lebenslauf-Fallen tappen.

Dazu zählen beispielsweise ein erkennbar recycelter Lebenslauf (Massenware!), Tippfehler, falsche Unternehmensnamen oder chronologische Fehler in der Abfolge der Angaben. Solche Fauxpas‘ manövrieren Bewerber in der Regel sofort ins Aus.

Folgende Fehler sollten Sie beim Schreiben des Lebenslaufs unbedingt vermeiden:

Fehler beim Inhalt

❌ Falsche Angaben / Lügen
❌ Rechtschreibfehler
❌ Kryptische Berufsbezeichnungen
❌ Keine Belege für Kenntnisse
❌ Erfolge ohne Zahlen & Beispiele
❌ Übertriebene Sprachkenntnisse
❌ Lücken im Werdegang
❌ Gefährliche Hobbys

Fehler beim Layout

❌ Massenware / kopierte Vorlage
❌ Fehlende Struktur
❌ Geringe Übersichtlichkeit
❌ Veraltetes Bewerbungsfoto
❌ Zu viel Text
❌ Zu viele Schriftarten
❌ Stilbrüche (uneinheitlich)
❌ Mehr als 3 Seiten

Wir wünschen viel Erfolg bei der Bewerbung!

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Weiterführende Artikel zum Lebenslauf

Lebenslauf Gestaltung

Lebenslauf Checkliste
Lebenslauf Farben
Lebenslauf Layout

Lebenslauf Arten

Amerikanischer Lebenslauf
Ausführlicher Lebenslauf
Chronologischer Lebenslauf
Dünner Lebenslauf
Erster Lebenslauf
Europass Lebenslauf
Gefälschter Lebenslauf
Handgeschriebener Lebenslauf
Hausfrau Lebenslauf
Moderner Lebenslauf
Mosaik Lebenslauf
Internationaler Lebenslauf
Patchwork Lebenslauf
Perfekter Lebenslauf
Professioneller Lebenslauf
Quereinsteiger Lebenslauf
Schüler Lebenslauf

Lebenslauf Inhalte

Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Ausbildung im Lebenslauf
Auslandserfahrung im Lebenslauf
Berufserfahrung im Lebenslauf
EDV-Kenntnisse im Lebenslauf
Bewerbung ohne Lebenslauf
Brüche im Lebenslauf
Ehrenamt im Lebenslauf
Elternzeit im Lebenslauf
Familienstand im Lebenslauf
Fehler im Lebenslauf
Fortbildung im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Interessen im Lebenslauf
Jobwechsel im Lebenslauf
Kenntnisse im Lebensauf
Kündigung im Lebenslauf
Lange Krankheit im Lebenslauf
Kinder im Lebenslauf
Lebenslauf unterschreiben
Lücken im Lebenslauf
Persönliche Daten im Lebenslauf
Praktika im Lebenslauf
Referenzen im Lebenslauf
Lebenslauf schreiben lassen
Sprachkenntnisse im Lebenslauf
Soziales Engagement im Lebenslauf
Zusatzqualifikationen im Lebenslauf

15. Juli 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt mehr als 20 Jahre als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.


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