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Bewerbungsfoto selber machen: 10 einfache Profi-Tipps

Das Bewerbungsfoto selber machen? Ist das nicht ein Bewerbungskiller? In den meisten Fällen, ja. Das Bewerbungsfoto ist zwar ein freiwilliger Zusatz im Lebenslauf. Wenn Sie es aber nutzen, sollte es möglichst von einem professionellen Fotografen im Fotostudio aufgenommen sein. Es gibt aber Ausnahmen und Notsituationen: Zum Beispiel, wenn es schnell gehen muss, weil die Bewerbungsfrist sonst abläuft. Oder Sie können sich den Fotografen nicht leisten. In dem Fall finden Sie hier einfache und praktische Tipps für das perfekte Bewerbungsbild in Eigenregie zum Selbermachen…



Bewerbungsfoto selber machen: 10 einfache Profi-Tipps

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Bewerbungsfoto selber machen: Ja oder nein?

Laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist das Bewerbungsfoto heute ein freiwilliger Bestandteil im Lebenslauf. Zwei von drei Personalern sehen es aber weiterhin gerne in der Bewerbung.

Wenn Sie sich für ein Profilbild in den Bewerbungsunterlagen entscheiden, hat das mehrere Effekte. Auch wenn Sie Ihre Bewerbungsbilder selber machen, transportieren sie mehrere Aussagen…

Was verrät ein Bewerbungsfoto Personalern?

  • Offenheit
    Sind Sie ein freundlicher, offener Mensch? Lächeln Sie auf dem Foto?
  • Selbstbild
    Wie sehen Sie sich selbst? Warum haben Sie dieses Foto von sich ausgewählt?
  • Selbstwert
    Wieviel sind Sie bereit, in Ihre berufliche Zukunft zu investieren (Zeit, Geld)?
  • Vorbereitung
    Haben Sie ein Gespür für Beruf und Branche? Sind Sie gepflegt und angemessen gekleidet?
  • Ästhetik
    Haben Sie Geschmack? Das Bewerbungsbild ist auch eine Arbeitsprobe!

Falls Sie Ihr Bewerbungsfoto selber machen, sollte Sie nur Selbstportraits verwenden, die professionellen Ansprüchen genügen und zum Rest der Bewerbung passen. Private Fotosessions und Bilder sind okay, solange Ihr Ergebnis dem eines Fotografen kaum nachsteht. Ein eher mittelmäßiges Foto sollten Sie lieber weglassen. Gut gemeint, aber schlecht gemacht disqualifiziert Bewerber.

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Was brauche ich für ein gutes Bewerbungsfoto?

Die Zeit drängt – Sie benötigen das Bewerbungsfoto so schnell wie möglich? Dann benötigen Sie folgende Ausrüstung für Ihr Set:

  • Eine möglichst hochauflösende (Spiegelreflex-)Kamera
  • Einen ruhigen und neutralen Hintergrund
  • Gute Lichtverhältnisse (möglichst Tageslicht)
  • Ein Stativ (oder einen Freund, der das Foto macht)
  • Professionelle Kleidung (wie im Vorstellungsgespräch)
  • Etwas Make-up oder Puder, um die Haut zu mattieren

Haben Sie Ihr Equipment zusammen, steht dem perfekten selbstgemachten Bewerbungsfoto nichts mehr im Weg. Im Folgenden finden Sie eine ausführliche Anleitung, die Ihnen Schritt für Schritt zeigt, wie Sie ganz einfach ihr Bewerbungsfoto zuhause selber machen können.

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Bewerbungsfoto selber machen: 10 Tipps und Regeln

Dank hochauflösender Handys, kostenloser Bildbearbeitungs-Tools und Online-Filter ist es heute grundsätzlich leichter geworden, ein halbwegs professionelles Bewerbungsfoto selber zu machen. Die folgenden Tipps und Tricks nutzen auch Profis:

1. Gute Kamera nutzen

Eine hochauflösende Digitalkamera oder ein hochwertiges Smartphone mit guter Kamera sind Grundvoraussetzung. Am besten greifen Sie zu einer digitalen Spiegelreflexkamera mit mindestens 12 Megapixeln aufwärts. Eventuell können Sie diese auch bei Freunden ausleihen. Von einer halbstarken 5-Megapixel-Handykamera sollten Sie dagegen die Finger lassen.

Ebenfalls wichtig: Die Brennweite des Objektivs. 50mm sind zu wenig – die macht Knollennasen. Die ideale Brennweite für Portraits liegt im leichten Telebereich zwischen 85-135mm. Das sorgt zugleich für etwas Tiefenschärfe, sodass der Hintergrund verschwimmt. Und bitte immer auf die Augen scharf stellen!

2. Neutralen Hintergrund wählen

Der ideale Hintergrund ist neutral, hell und einfarbig. Er darf auf keinen Fall von Ihnen ablenken und muss farblich harmonisch zu Ihrer Kleidung passen (Es sei denn, Sie entscheiden sich für ein Schwarz/Weiß-Foto). Im Park vor Bäumen posieren oder durch die Fußgängerzone laufen? Tabu!

Stellen Sie sich mindestens mit 30 Zentimeter vor die Wand. Besser ist ein Meter. Sonst kann es dort Schatten von Ihnen geben. Entfernen Sie auch sonst alles im Vorder- oder Hintergrund, was stören könnte: Regale, Bücher, Bilder, Pflanzen. Das Bewerbungsfoto kennt nur einen Hauptdarsteller: Sie!

3. Licht richtig setzen

Die Wohnung als Fotostudio ist oft problematisch. Entweder zu dunkel oder das Licht kommt von der falschen Stelle. Wenn Sie einen Blitz nutzen, dann bitte grundsätzlich indirekt blitzen – zum Beispiel an die weiße Decke. Niemals frontal! Besser ist, Sie nutzen indirektes, diffuses Tageslicht, nie direktes Sonnenlicht. Das ist zu hart und macht starke Schatten.

Profis verwenden immer drei Lampen oder Lichtquellen: Eine Stehlampe leicht von vorne oder von der Seite; eine Leuchte von leicht unten („Beautylight“) und eine Lampe für den Hintergrund. So wirkt das Bewerbungsbild plastischer.

Beispiel: 3-Punkt-Ausleuchtung

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Entscheidend ist, dass Sie Ihr Gesicht nicht frontal ausleuchten. Es wird spannender mit leichtem Seitenlicht. Vermeiden Sie Schatten unter den Augen! Professionelle Lichteffekte sind das A und O wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto selber machen!

4. Stativ verwenden

Wenn Sie das Bewerbungsfoto im Alleingang machen, benötigen Sie ein Stativ und einen Selbstauslöser oder Fernauslöser. Das klingt einfacher, als es ist. Es erfordert etwas Koordination, Reaktionsschnelligkeit und Geduld bis Sie dabei ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Zu zweit geht es leichter. Wir empfehlen, einen Freund oder eine Freundin zu fragen, die mit der Kamera oder mit dem Handy schon gearbeitet hat. Die Zahl guter Hobby-Fotografen wächst dank Instagram seit Jahren kontinuierlich an. Obendrein bekommen Sie so gleich Feedback, welcher Gesichtsausdruck überzeugend wirkt und welche Pose nicht.

5. Passende Kleidung wählen

Kleider machen Leute: Entsprechend wichtig ist, dass Sie die Kleidung wie für ein Vorstellungsgespräch wählen: angemessen, seriös, gepflegt. Krawatte oder Bluse müssen nicht sein – es darf auch mal Casual oder leger sein, solange es zum Job passt.

Wer sich für einen Job in der Bank bewirbt, sollte eher Anzug oder Blazer tragen. Bei der Bewerbung für ein dynamisches Start-up darf das Bewerbungsbild wiederum nicht zu spießig wirken.Wichtig nur: Nutzen Sie nicht mehr als zwei Farben. Das beruhigt das Foto und wirkt seriöser.

6. Körpersprache beachten

Die goldene Mitte liegt zwischen stocksteif und lässig. Idealerweise stehen Sie beim Fotoshooting und halten etwas Körperspannung. Stehen Sie aufrecht, die Schultern gerade, Arme vor dem Körper. Die Arme lassen Sie am besten locker hängen. Bloß nicht verschränken! Lieber in die Hosentasche stecken oder auf die Hüften lehnen. Das sieht niemand, weil es nicht mit aufs Bild kommt.

Dynamischer wirkt, wenn Sie die Schulter seitlich schräg zur Kamera positionieren und das Gesicht frontal zum Objektiv drehen. Die Augen schauen genau in die Kamera. Leichtes Kniepen sorgt für mehr Ausdruck. Und dazu unbedingt lächeln!

Um hässliches Glänzen der Haut zu vermeiden, nutzen Sie bitte etwas Make-up oder tupfen das Gesicht vorher mit einem weichen Papiertuch ab – nicht reiben! Tabu sind tiefe Dekolletees oder schulterfreie Outfits.

7. Haare frisieren

Die Frisur wird gerne unterschätzt. Am besten ist der Haarschnitt noch frisch und die Haare sitzen perfekt. Nur bitte nicht zu sehr stylen oder wie für die Disco aufbretzeln. Es geht nicht auf eine Party, sondern um den Job.

Die Frisur sollte gepflegt sein. Das gilt ebenso für den Bart bei Männern. Studien wiederum zeigen, dass Frauen mit langen Haaren vor allem mit einem neutraler Pferdeschwanz gut bei Personalern und Personalerinnen (!) gut ankommen.

8. Kameraposition optimieren

Das Objektiv der Kamera muss IMMER auf Augenhöhe stehen. Fotografieren Sie sich von oben herab, wirken Sie klein – wie ein Bittsteller. Machen Sie das Bewerbungsfoto aus einer tieferen Position, sieht das heroisch-arrogant aus. Unser Tipp: Machen Sie immer mehrere Bewerbungsfotos mit verschiedenen Posen, Mimiken und Blickwinkeln.

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Idealerweise handelt es sich dabei um einen sogenannten Headshot: Die Augen liegen dabei genau im oberen Drittel (goldener Schnitt). Hände gehören generell nicht auf das Bewerbungsbild – und auch nur ein bisschen vom Oberkörper.

9. Format zum Layout aussuchen

Das Standardformat für Bewerbungsfotos ist das Hochformat. Meist im Seitenverhältnis von 2:3. Bedeutet: Das Foto hat später 4x6cm oder 6x9cm (Breite x Höhe). Falls Sie ein Deckblatt zur Bewerbung nutzen, können Sie auch querformatige Fotos einfügen.

Aufnehmen sollten Sie das Bewerbungsfoto grundsätzlich in einer Auflösung von 300dpi um maximale Druckqualität zu erreichen. Das entspricht einer Breite von 2000 Pixeln Minimum. Kleiner skalieren können Sie das Bewerbungsbild später immer noch.

💡 TIPP: Um Ihre Dateigröße bei der Online-Bewerbung klein zu halten, lassen Sie das digitale Bewerbungsbild vorher bei tinyjpg.com kostenlos verkleinern.

10. Bewerbungsfoto bearbeiten

Das Fotoshooting ist nur die halbe Miete. Profis kitzeln das meiste heute in der digitalen Nachberarbeitung („Postproduktion“) aus dem Bewerbungsfoto heraus. Das können Sie auch: Farben optimieren oder ausgleichen, Fehler und Hautunreinheiten korrigieren beziehungsweise retuschieren, Haut glätten oder den Augen mehr Glanz verleihen: Möglich machen das eine Reihe von – teils kostenlosen – Bildbearbeitungsprogrammen.

Mit solchen Tools können Sie das Bewerbungsfoto auch gleich passend für den Lebenslauf zuschneiden. Kostenlose Programme hierfür sind GIMP, Picasa, Magix Foto Designer, Photoscape oder Paint.net. Auch für das Handy gibt es inzwischen zahlreiche exzellente Apps. Beispielhaft: Snapseed, Enlight, Photoshop Express oder Filtera.

Achtung beim Drucken der Bewerbungsbilder

Bei einer E-Mail-Bewerbung müssen Sie natürlich nicht über einen hochwertigen Ausdruck des selbstgemachten Bewerbungsfotos nachdenken. Wer aber noch eine klassische Bewerbungsmappe auf Papier verschickt, sollte die Unterlagen lieber im Copy-Shop ausdrucken als am heimischen Drucker. Dort sehen die Farben meist natürlicher und brillanter aus. Für Lebenslauf oder Deckblatt reicht dann die Qualität von hochwertigem Präsentationspapier – glänzendes Fotopapier ist viel zu dick.


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Bewerbungsfoto selber machen – richtig und falsch

Wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto selber machen, gibt es einiges zu beachten. Und leider schleichen sich manchmal auch Fehler ein, die die Bewerbungschancen reduzieren können. Deshalb finden Sie im Folgenden nochmal eine Checkliste, worauf Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto achten sollten, wenn Sie es selber machen:

Richtig

Neutraler, heller Hintergrund
Farben passend zur Kleidung
Diffuses Licht (3 Quellen)
Objektiv auf Augenhöhe
Kleidung passend zum Job
Dezentes Styling
Hautglanz durch Puder vermeiden
Mind. 12 Megapixel Auflösung
Bild professionell retuschieren
Immer lächeln!

Falsch

Selfie, Ganzkörperaufnahmen
Freizeitbilder einsetzen
Hartes Licht von vorne
Kamera zu tief, zu hoch
Zu starke Kontraste
Unharmonische, grelle Farben
Zu geringe Bildauflösung
Freizeitkleidung tragen
Übertriebenes Make-up
Unnatürliche Filter nutzen

Download: Bewerbungsfoto Checkliste (PDF)

Bewerbungsfoto Selber Machen Richtig Falsch Checkliste

Ein Selfie als Bewerbungsfoto?

Selfies gehören zum Internet wie der Gehaltsscheck zum Job. Aber als Bewerbungsfoto? Bloß nicht! Laut Studien der Wirtschaftspsychologin Sarah Diefenbach von der LMU München unterstellen 82 Prozent der Beobachter den Selfie-Portraits mangelnde Authentizität. Personaler halten Bewerbungsfotos mit dem Handy sogar generell für unprofessionell, weil: „gewollt spontan.“

Wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto selber machen, sollte es NIE wie ein typisches Selfie aussehen!

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[Bildnachweis: Ashva by Shutterstock.com]

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