Was sind persönliche Angaben im Lebenslauf?
Persönliche Angaben sind im tabellarischen Lebenslauf alle personenbezogenen Daten, die Sie eindeutig identifizierbar machen und über die man Sie bei einer erfolgreichen Bewerbung kontaktieren kann.
Die persönlichen Daten bilden zusammen mit der Überschrift und dem Bewerbungsfoto die sogenannte „Kopfzeile“ im Lebenslauf und dürfen nie fehlen.
Als Überschrift für die persönlichen Daten können Sie entweder schreiben:
- Persönliche Daten
- Angaben zur Person
- Persönliche Angaben
- Über mich
Persönliche Daten im Lebenslauf – Reihenfolge Beispiel
Ihre Kontaktdaten stehen stets ganz oben im Lebenslauf und Anschreiben. Sortiert werden diese in der Regel nach Relevanz. Üblich ist in Deutschland eine Reihenfolge nach diesem Muster:
Name: Max Muster
Geburtsdatum: TT.MM.JJJJ
Geburtsort: Musterstadt
Adresse: Beispielweg 1, 12345 Musterstadt
Telefon: 01234 567890
Mobil: 0987 6543210
E-Mail: max@muster.de
Staatsangehörigkeit: deutsch
Familienstand: ledig
Persönlichen Daten im Lebenslauf: Pflichtangaben
Unterschieden werden die persönlichen Daten im Lebenslauf in Pflichtangaben und optionale (freiwillige) Angaben. Die zwingend notwendigen Angaben im Lebenslauf dürfen Sie nie weglassen. Dazu gehören im Wesentlichen Ihr vollständiger Name sowie die Kontaktdaten:
Vor- und Nachname
Nennen Sie im Lebenslauf möglichst weit oben – z.B. schon in der Überschrift – Ihren vollständigen Namen. Freiwillig ist die Nennung von Adelstiteln oder akademischer Grade. Der Doktor-Titel ist zum Beispiel Bestandteil des Namens und kann in manchen Branchen und Positionen ein Türöffner sein.
Beispiele für den Namen:
- Max Muster
- Dr. Mia Muster
Wer mehrere Vornamen hat, nennt nur den Rufnamen. Ein (abgekürzter) Mittelname wird in Deutschland nicht genannt, also nicht: „Max P. Muster“.
Haben Sie einen ausländisch klingenden Namen, bei dem das Geschlecht nicht sofort zu erkennen ist, schreiben Sie gerne „Herr“ oder „Frau“ bzw. „Divers“ davor. Das erleichtern Personalern später die Anrede.
Anschrift
Die vollständige Adresse umfasst neben der Straße und Hausnummer die dazugehörige Postleitzahl und den Wohnort. Bei Bei Ortsnamen mit Verwechslungsgefahr (z.B. Neustadt) kann ein Zusatz wie „in Westfalen“ bei der Zuordnung helfen. Sollten Sie sich derzeit im Ausland aufhalten, fügen Sie unter den Wohnort den jeweiligen Staat hinzu. Die Anschrift können Sie wahlweise nebeneinander oder untereinander schreiben – beide Schreibweisen sind korrekt. Beispiele:
- Beispielweg 1, 12345 Musterstadt
- Beispielweg 1
12345 Musterstadt
Telefonnummer(n)
Geben Sie maximal zwei Telefonnummern an (Festnetz, Mobil) – vor allem jene, unter der Sie tagsüber gut und persönlich zu erreichen sind. Heute ist das häufig die Handynummer. Diese reicht in der Regel völlig.
Die frühere Schreibweise, bei der Vorwahl und Rufnummer durch einen Schrägstrich oder Bindestrich getrennt wurden, ist heute nicht mehr üblich. Ebenso wenig werden Telefonnummern in Zweierblöcke geteilt. Es reicht, wenn Sie Vorwahl und Rufnummer mit einem Leerzeichen trennen. Bei einer internationalen Bewerbung sollten Sie noch die Länderkennung davor schreiben. Dann fällt allerdings die Null in der Vorwahl weg. Beispiele:
- Festnetz: 030 1234567
- Mobilnummer: 0170 1234567
- International: +49 170 1234567
Erlaubt ist auch weiterhin die Schreibweise, bei der Sie die Vorwahl der Festnetznummer in Klammern setzen. Wichtig ist nur, dass Sie die Schreibweise in allen Bewerbungsunterlagen einheitlich verwenden.
E-Mail-Adresse
Viele Personaler nutzen zur ersten Kontaktaufnahme die E-Mail-Adresse. Bei der E-Mail-Bewerbung (heute Standard) brauchen Sie diese sowieso. Achten Sie darauf, dass Ihre Mail-Adresse unbedingt seriös ist:
- max.muster@mail.de
- LilaLauneBaer15@provider.de
Perfekt ist eine Adresse, die auf eine eigene Webseite hindeutet, Beispiel: „max@muster.de“.
Persönlichen Daten im Lebenslauf: Freiwillige Angaben
Durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind einige persönliche Daten heute nur noch freiwillig in der Bewerbung. Die Angaben dürfen Sie im Lebenslauf weglassen, das ist aber nicht immer empfehlenswert. Sehen wird uns die optionalen Angaben daher genauer an…
Geburtsdatum und Geburtsort im Lebenslauf
Laut AGG soll niemand aufgrund seines Alters diskriminiert werden. Gleichzeitig sind Geburtsdaten (Geburtsdatum, Geburtsort) weiterhin ein üblicher Bestandteil der persönlichen Daten im Lebenslauf. Zudem lassen Bewerbungsfoto und Berufserfahrungen im Lebenslauf Rückschlüsse auf das Alter zu. Wir empfehlen deshalb, die Angaben zur Geburt in den persönlichen Daten weiterhin zu machen und darauf nur zu verzichten, wenn das in der Stellenanzeige ausdrücklich verlangt wird. Ein hohes Alter steht schließlich auch für Lebenserfahrung, emotionale Reife und Resilienz.
Social-Media-Profile und Webseiten
Auch persönliche und geführte Online-Profile, etwa auf Linkedin oder Xing, können Sie in den persönlichen Daten angeben. Dasselbe gilt für Link zu einer eigenen Homepage oder einem seriösen Blog. Wichtig ist in dem Fall, dass die Profilseiten aktuell sind und die Daten darin nicht im Widerspruch zu den Angaben im Lebenslauf stehen. Ansonsten entsteht ein Störgefühl und die Bewerbungschancen sinken.
Staatsangehörigkeit im Lebenslauf
Die Staatsangehörigkeit sollte angegeben werden, wenn ein Bewerber nicht über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt und aus einem Nicht-EU-Land stammt. Dann bedeutet die Einstellung für Unternehmen einen bürokratischen Mehraufwand. Transparenz und Klarheit tun jedem Lebenslauf gut. Bei ausländisch klingenden Namen kann ebenfalls der Eindruck entstehen, es läge keine deutsche Staatsbürgerschaft vor. In dem Fall hat es also Vorteile, diese zu nennen und Missverständnissen vorzubeugen.
Achtung: Die Staatsangehörigkeit wird im Deutschen korrekt als Adjektiv angegeben, nicht als Land:
- Richtig: „Staatsangehörigkeit: deutsch“
- Falsch: „Staatsangehörigkeit: Deutschland“
Familienstand im Lebenslauf
Der Familienstand sowie die Anzahl der Kinder sind Privatsache und gehen den Arbeitgeber nichts an. Sie können diese mit gutem Gewissen weglassen. Manchmal haben Personaler aber Vorbehalte. In dem Fall kann es sinnvoll sein, bei den persönlichen Angaben den Familienstand und die Kinder im Lebenslauf so anzugeben, dass daraus eine gesicherte Betreuung hervorgeht oder nicht mit einem kurzfristigen Ausfall wegen Elternzeit zu rechnen ist. Beispiele:
- Familienstand: ledig, keine Kinder
- Familienstand: verheiratet, 1 Kind (Betreuung gesichert)
Konfession im Lebenslauf
Ihre Religion und Konfessionszugehörigkeit gehen den Arbeitgeber ebenfalls nichts an. Sie können diese aber angeben, wenn Sie sich zum Beispiel bei einer kirchlichen Institution oder Arbeitgebern mit kirchlichem Träger bewerben (z.B. Krankenhaus, Kita, Pflegeheim). Mit passender Konfession haben Sie hier oft einen Vorteil – auch wenn es den genau genommen nicht geben darf.
Bewerbungsfoto im Lebenslauf
Laut AGG ist das Bewerbungsfoto seit 2006 ein freiwilliger Bestandteil in den Bewerbungsunterlagen. Wer will, kann es jederzeit weglassen. Laut unseren Umfragen sagen jedoch 92 Prozent der Personaler, dass sie es weiterhin gerne sehen, weil es der Bewerbung eine persönliche Note gibt und das Profil abrundet.
Wenn Sie sich für ein Foto entscheiden, sollte dies stets professionell, aktuell und von hoher Qualität sein.
Das Bewerbungsfoto gehört jedoch nur einmal in die Bewerbung! Falls Sie ein Deckblatt nutzen, kommt es dorthin und fällt dann im Lebenslauf weg. In das Anschreiben gehört generell kein Foto.
Kurzprofil im Lebenslauf
In einem modernen Lebenslauf finden Sie heute häufig ein sogenanntes Kurzprofil oder „Personal Statement“. Der noch junge Trend stammt ursprünglich aus den USA. Im Kurzprofil fassen Sie Ihre wichtigsten Kompetenzen, Berufserfahrungen und Qualifikationen in 2-4 knackigen Sätzen zusammen. Auch dieser Abschnitt ist optional, lohnt sich aber vor allem für Berufseinsteiger, Führungskräfte und Quereinsteiger. Beispiel:
Über mich
Kreative BWL-Studentin mit Schwerpunkt Marketing. Begeistert von digitalem Marketing und Conversion-Rates bringt analytisches Denken, Kommunikationsstärke und eine hohe Affinität zu Social Media mit. Mein Ziel: praktische Erfahrung im dynamischen Umfeld Ihres Unternehmens sammeln.
Angestrebte Position im Lebenslauf
Dieser Lebenslauf-Trick hat schon vielen Bewerbern geholfen, sich positiv von der Masse abzuheben: Nennen Sie am Ende der persönlichen Daten im Lebenslauf zusätzlich die angestrebte Position: Damit betonen Sie subtil Ihre Entschlossenheit und dass dieser Lebenslauf nur für diese Stelle erstellt wurde – also keine Massenbewerbung ist.
Welche persönlichen Daten im Lebenslauf weglassen?
Die Gestaltung des Lebenslaufs hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Einige persönliche Angaben können und sollten Sie heute in einem professionellen Lebenslauf unbedingt weglassen. Sie sind komplett überholt und veraltet:
-
Eltern im Lebenslauf
Früher war es tatsächlich üblich, neben den eigenen Angaben noch Auskunft über die Eltern und deren Beruf zu geben. Bitte weglassen! Die Eltern im Lebenslauf sind ein Relikt aus Urzeiten. Sie bewerben sich – nicht Ihre Eltern!
-
Lebenspartner und Geschwister im Lebenslauf
Gleiches gilt für Lebenspartner und Geschwister. Ob Sie welche haben, wie diese heißen – weglassen! Interessiert niemanden. Die machen später auch nicht Ihren Job.
-
Mädchenname im Lebenslauf
Früher wurde bei verheirateten Frauen zusätzlich der Mädchenname bzw. Geburtsname angegeben. Auch das ist hoffnungslos veraltet. Es zählt allein Ihr aktueller und vollständiger Vor- und Nachname.
-
Parteimitgliedschaft im Lebenslauf
Definitiv nicht nennen sollten Sie im Lebenslauf die Zugehörigkeit zu einer Partei oder Gewerkschaft. Zu persönlich, hat nichts mit dem Job zu tun und kann sogar Nachteile haben.
Persönlichen Daten im Lebenslauf: Wie präsentieren?
Die persönlichen Daten im Lebenslauf sind als Bestandteil essenziell – und fallen sofort ins Auge. Entsprechend prominent und professionell sollten die persönlichen Angaben präsentieren und gestalten. Schreiben Sie diese stets gut sichtbar und weit oben im Lebenslauf – mit großer Schrift, teils sogar in Fettschrift. Üblicherweise wählen Sie dazu den kompletten Bereich (links oder rechts) neben dem Bewerbungsfoto.
Für die Darstellung der persönlichen Daten haben Sie in der Kopfzeile drei Optionen:
- linksbündig
- rechtsbündig
- zentriert
Alle drei Varianten sind heute üblich und zulässig. Ausschlaggebend ist dafür allein das Lebenslauf-Layout.
Achten Sie auf Einheitlichkeit
Das Design Ihrer Bewerbung trägt maßgeblich zum positiven ersten Eindruck bei. Es sollte stets einheitlich gestaltet sein, damit die Bewerbungsunterlagen wie „aus einem Guss“ wirken.
Wir empfehlen, dass Sie die persönlichen Daten im Lebenslauf exakt so gestalten wie Sie diese auch im Bewerbungsschreiben, Motivationsschreiben oder Deckblatt angeben.
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FAQ – Häufige Fragen zu den persönlichen Daten
Persönliche Daten im Lebenslauf sind grundlegende Informationen und dienen vor allem der Erreichbarkeit. Als Pflichtangaben im Lebenslauf gelten: vollständiger Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Zusätzlich können Sie optionale Angaben wie Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Bewerbungsfoto sowie Links zu Social-Media-Profilen ergänzen, wenn diese für die Bewerbung relevant sind.
Nicht erforderliche Angaben im Lebenslauf sind: Religion und Konfessionszugehörigkeit, Familienstand, Anzahl der Kinder, Angaben zu Eltern, Geschwistern sowie Mitgliedschaften in Gewerkschaft oder Partei. Angaben zur Gesundheit oder Ihrer finanziellen Situation gehen Arbeitgeber generell nichts an.
Bei den Angaben zum Alter handelt es sich zwar laut AGG um freiwillige Angaben, Geburtsdatum und Geburtsort sind aber bis heute übliche Bestandteile des Lebenslaufs, die von Arbeitgebern häufig erwartet werden. Außerdem geht das Alter indirekt aus der Berufserfahrung oder dem Bewerbungsfoto hervor. Daher lieber selbstbewusst nennen.
Falls Sie Ihre Staatsangehörigkeit im Lebenslauf freiwillig ergänzen, dann geben Sie diese bitte als Adjektiv und kleingeschrieben an, z.B. „Staatsangehörigkeit: deutsch“ – nicht „Deutscher“. Sinnvoll ist die Angabe, wenn Sie keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder Sie aufgrund Ihres Namens Missverständnisse vermeiden wollen.
Die Elternzeit kann im Abschnitt „Berufserfahrung“ angegeben werden, wenn das aktuelle Beschäftigungsverhältnis noch besteht. Sind Sie zurzeit arbeitssuchend, machen Sie daraus einen eigenen Abschnitt, den Sie mit „Familienphase“ überschreiben können. Wichtig sind dann weitere Angaben, ob Sie während der Elternphase Zusatzkompetenzen erworben oder frei weitergearbeitet haben.
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