Promotion: Der Weg zum Doktortitel

Er ist die Krönung aller akademischen Aktivitäten, ein Zeichen für hohe Selbstdisziplin, wissenschaftliches Können und natürlich großes Fachwissen auf einem bestimmten Gebiet. Hinzu kommt, dass er durchaus auch ein enormer Karrierevorteil sein kann. Die Rede ist vom Doktortitel, der in Deutschland, trotz mancher Skandale, zahlreiche Vorteile bieten kann und weithin einen sehr guten Ruf genießt. Doch zunächst wartet die Promotion auf angehende Doktoranden. Ein jahrelanger Weg mit hohen Anforderungen. So attraktiv der Doktortitel auch sein mag: Ob sich eine Promotion lohnt, hängt von den individuellen Zielen ab…

Promotion: Der Weg zum Doktortitel

Verschiedene Wege führen zur Promotion

Bei einer Promotion handelt es sich immer um einen anspruchsvollen und langwierigen Weg. Durchschnittlich drei bis fünf Jahre investieren Doktoranden in ihre Promotion bevor sie, nach bestandener Prüfung, den Doktortitel führen dürfen.

Diese Jahre sind geprägt von umfassender Forschungsarbeit und der, nicht immer leichten, Arbeit für den Lebensunterhalt. Wer eine Promotion angeht benötigt hohe Selbstdisziplin, intrinsische Motivation und klare Ziele.

Für den Weg zur Promotion stehen angehenden Doktoranden grundsätzlich zwei Wege offen:

  1. Individuelle Promotion

    Bei der häufigsten Promotionsform suchen sich Studenten einen Doktorvater oder eine Doktormutter, die sie auf dem Weg zur Doktorarbeit betreut und begleitet. Sie erstellen ihre Dissertation weitgehend eigenständig und arbeiten dabei – nach Bedarf – mit anderen Wissenschaftlern zusammen. Die Promotion kann sowohl an einer Universität als auch einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder in der Industrie stattfinden. Die Dauer richtet sich nach der individuellen Gestaltung, üblich sind die bereits erwähnten drei bis fünf Jahre.

  2. Strukturierte Promotion

    Der weniger verbreitete und bekannte Weg ist die Teilnahme an einem strukturierten Doktorandenprogramm. Bundesweit gibt es aktuell über 700 solcher Programme, in denen angehende Doktoranden ihre Promotion absolvieren können. Im Rahmen dieser Programme werden Doktoranden von einem Betreuerteam begleitet. Die Programme sind oft international ausgerichtet, als Arbeitssprache wird daher meist auf Englisch zurückgegriffen. Der Vorteil für Doktoranden: In einem promotionsbegleitenden Curriculum werden meist auch Soft Skills und wichtige Netzwerkfähigkeiten vermittelt, die nach Abschluss der Promotion wichtig werden.

Die strukturierten Promotionsprogramme unterscheiden sich sowohl inhaltlich als auch organisatorisch deutlich. Manche sind auf bestimmte Forschungs- und Fachrichtungen ausgelegt während andere den Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit bestimmten Wissenschaftlern oder Forschern legen.

Eine einheitliche Datenbank für Promotionsprogramme und -möglichkeiten gibt es leider nicht. Eine gute Anlaufstelle stellt jedoch die Promotionssuche des Hochschulkompass – getragen durch die Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz – dar.

Voraussetzungen für die Promotion

Voraussetzungen für die PromotionDie Voraussetzungen für eine Promotion werden in den jeweiligen Promotionsordnungen der verschiedenen Universitäten festgelegt. Auch wenn es hier Überschneidungen gibt existieren leider keine allgemein gültigen Richtlinien oder Maßstäbe.

Angehende Doktoranden müssen sich daher bei den infrage kommenden Universitäten direkt über die Anforderungen informieren. Nicht immer ist übrigens ein Master Abschluss nötig, manche Promotionsordnung lässt auch den Einstieg mit einem Bachelor zu.

Einige Aspekte sind jedoch bei fast allen Promotionsordnungen zu finden. Angehende Doktoranden brauchen:

  • Einen Doktorvater/eine Doktormutter

    Der Betreuer oder die Betreuerin ist – zumindest bei individuellen Promotionen – essentiell. Da es keine Verzeichnisse von Betreuern oder Betreuerinnen gibt sind Studenten auf Recherche im akademischen Umfeld angewiesen. Bereits veröffentlichte Dissertationen, Erfahrungsberichte von Doktoranden, Literaturverzeichnisse wissenschaftlicher Arbeiten und Alumni Plattformen eignen sich allesamt als Recherchequellen. In vielen Fällen geben auch die Sekretariate oder Studierendenberatungen der Universitäten Auskunft über mögliche Doktorväter respektive Doktormütter.

  • Ein umfassendes Exposé

    Das Exposé der Dissertation ist nicht nur für die Bewerbung bei Doktorvater oder Doktormutter relevant. Es stellt auch die Grundlage für die Annahme durch den Promotionsausschuss dar. Der Promotionsausschuss, meist besteht er aus mehreren promotionserfahrenen Professoren der jeweiligen Universität, entscheidet schlussendlich darüber, ob ein angehender Doktorand zur Promotion zugelassen wird. Die Kriterien für die Zulassung hängen von der bereits erwähnten Promotionsordnung ab.

  • Überdurchschnittliche akademische Leistungen

    Die meisten Promotionsordnungen sehen vor, dass nur Studierende mit überdurchschnittlichen akademischen Leistungen zur Promotion zugelassen werden. Dieses Kriterium dient einerseits zur Qualitätssicherung und soll sicherstellen, dass nur wirklich fähige Studierende den Doktortitel anstreben können. Andererseits ist es jedoch auch ein Filter im Sinne der Studierenden. Nur wer leidenschaftlich an seinem Forschungsthema interessiert ist und Spaß an der wissenschaftlichen Arbeit findet, wird eine Promotion durchziehen.

Diese Voraussetzungen verdeutlichen, dass eine Promotion hohe Anforderungen an die Doktoranden stellt. Diese entstehen auch durch die wirtschaftlich oft prekäre Situation während der Promotion.

Klassische Doktoranden arbeiten während der Promotion in Teilzeit als wissenschaftliche Mitarbeiter an der jeweiligen Universität. Die Bezahlung ist meist überschaubar, die Arbeitszeit dafür hoch. Wer in der Industrie – on the job – promoviert verdient meist besser, hat jedoch noch weniger (Frei)Zeit für seine Promotion.

Lohnt sich eine Promotion?

Angesichts des hohen Aufwands und der Dauer steht schnell die Frage im Raum: Lohnt sich eine Promotion? Ein Blick auf verschiedene Studien und Erhebungen legt eine positive Antwort nahe. Die allgemeine Erkenntnis dabei lautet: Eine Promotion wirkt sich zum Teil deutlich auf die spätere Bezahlung im Job aus.

Manche Studien zeigen sogar Gehaltsunterschiede von bis zu 32 Prozent. Dieses finanziellen Vorteile relativieren sich jedoch bei genauer Betrachtung, da Absolventen ohne Promotion meist viel früher im Berufsleben stehen und entsprechend früher Geld verdienen. Dennoch haben Mitarbeiter mit Promotion insgesamt bessere Karriere- und Berufschancen und profitieren meist spürbar von ihrem Doktortitel. Auch die seit Jahren steigenden Promotionszahlen scheinen diese Vorteile zu unterstreichen.

Da mutet es seltsam an, dass nach verschiedenen Schätzungen fast jede dritte Promotion abgebrochen wird. Wer hier nach handfesten Zahlen sucht, stößt auf ein Problem: Kaum eine Universität veröffentlichen die Zahl der Promotionsabbrüche.

Dennoch gibt es Umfragen und wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit den Motiven für einen Promotionsabbruch befassen. Das Institut für Hochschulforschung führt beispielsweise folgende Motive an:

Für viele Doktoranden steht früher oder später die Frage im Raum, ob der potenzielle Nutzen einer Promotion die enorme Belastung wirklich rechtfertigt. Dazu kommt, dass so mancher Doktorand während seiner Promotion lukrative Angebote aus Industrie und Wirtschaft erhält.

Ein Promotionsabbruch muss kein Karrierenachteil sein – wenn Doktoranden den Schritt nachvollziehbar begründen können. Steht beispielsweise ein hervorragendes Jobangebot im Raum oder merken Doktoranden, dass sie sich in der beruflichen Praxis schneller weiterentwickeln können, ist der Schritt auch für künftige Arbeitgeber nachvollziehbar.

Promovieren neben dem Job: Geht das?

Promotion Voraussetzungen Definition Promovieren neben dem Job TippsSchon die Belastung und der Aufwand für eine Promotion sind enorm groß. Umso schwieriger wird es, wenn gleichzeitig auch noch gearbeitet wird und auf diese Weise eine Doppelbelastung entsteht. Tatsächlich entscheiden sich aber immer mehr Arbeitnehmer für genau diesen Weg, etwa aus finanziellen Gründen, um während der Promotion Geld verdienen zu können. Aber lohnt es sich, neben dem Job zu promovieren?

Allgemein lässt sich das nicht beantworten. Zu unterschiedlich sind die Motive und individuellen Situationen. Genau diese sollten deshalb auch die Entscheidungsgrundlage sein. Eine Promotion neben dem Job muss für Sie funktionieren und richtig sein, weshalb Sie sich Ihre Lage genau ansehen sollten, wenn Sie mit dem Gedanken spielen.

Möglich ist es in jedem Fall, neben dem Beruf zu promovieren und wenn dieser Schritt Sie Ihren beruflichen Zielen näher bringt oder ein großer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt ist, kann es genau richtig sein. Damit es mit dem Vorhaben auch wirklich klappt, haben wir noch einige Tipps für Sie:

  1. Finden Sie ein geeignetes Thema

    Wer vielleicht bereits seit einigen Jahren berufstätig ist, hat es nicht immer ganz leicht, ein passendes Thema zu finden. Hier hilft eine gute Recherche und Rücksprache mit dem Betreuer. Vielleicht ist es sogar möglich, ein Thema zu finden, dass relevant für den eigenen Beruf ist. So werden Sie zum Experten auf Ihrem Gebiet. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch, dass Sie ein Thema finden, dass Sie interessiert, da Sie sich lange damit beschäftigen werden.

  2. Holen Sie Ihren Chef ins Boot

    Um neben dem Job promovieren zu können, sollten Sie Ihr Vorhaben mit dem Arbeitgeber absprechen. Viele Unternehmen zeigen dafür Verständnis und Unterstützen den Wunsch des Mitarbeiters sogar. Schließlich profitiert auch der Arbeitgeber von der besseren Qualifikation des Mitarbeiters. Oft kann man sich für eine Zeit lang freistellen lassen oder die Arbeit reduzieren, um mehr Zeit zu haben.

  3. Bleiben Sie diszipliniert

    Es ist wahrlich nicht leicht, sich neben dem Job immer wieder aufzuraffen, zu motivieren und die ohnehin meist knapp bemessene Freizeit zu nutzen, um wissenschaftliche Texte zu lesen, weiterführende Literatur zu suchen und zu durchstöbern und natürlich auch die eigene Doktorarbeit zu schreiben. Hier braucht es eine starke und anhaltende Motivation und die nötige Selbstdisziplin, um am Ball zu bleiben.

  4. Nehmen Sie sich genügend Zeit

    Sie sollten sich bereits im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen wird, um neben dem Beruf zu promovieren. Doktoranden brauchen nicht ohne Grund mehrere Jahre bis zum Doktortitel – auch wenn Sie nicht nebenbei noch einen Vollzeitjob haben. Planen Sie daher von Anfang an genügend Zeit ein und machen Sie dies auch gegenüber Ihrem Arbeitgeber deutlich. Neben dem Job zu promovieren ist ein langer Weg, der sich aber für beide Seiten lohnen kann.

Wann ist die Promotion ein Sprungbrett für die Karriere?

Damit sich die Promotion auszahlt und zum beruflichen Türöffner wird, sollten folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  1. Karriere mit Doktortitel: Die Branche

    Nicht in jeder Branche führt eine Promotion zum Boost der Karriere. Bevor Sie sich für eine Promotion entscheiden, sollten Sie sich vorher genau überlegen, in welcher Branche Sie danach arbeiten möchten.

    Notwendig ist sie für…

    • Chemiker, Biologen und andere Naturwissenschaftler. Hier ist es oft eine Einstellungsvoraussetzung – vor allem für diejenigen, die in der Forschung arbeiten wollen. Sie beweisen damit, dass sie selbstständig Versuche durchführen, diese dokumentieren und publizieren können sowie über internationale Erfahrungen verfügen.
    • Lehrende an der Universität. Wer eine universitäre Laufbahn anstrebt, wird um die Promotion nicht herumkommen. Es ist der Weg, um sich als Experte für ein bestimmtes Themengebiet auszuweisen, eine Forschungslücke zu schließen und sich einen Namen zu machen.

    Gerne gesehen ist die Promotion in…

    • Unternehmensberatungen und Steuerprüfungen
    • Banken und Versicherungen
    • Ministerien und Behörden

    Für Ingenieure und Betriebswirte ist die Promotion ein Plus, allerdings kein Muss. Hier zählt oft praktische Erfahrung. Eine Alternative, die ebenfalls großes Ansehen genießt und in vielen Unternehmen gleichwertig behandelt wird, ist der Master of Business Administration (MBA).

  2. Karriere mit Doktortitel: Der zukünftige Arbeitgeber

    Wie groß ist das angestrebte Unternehmen? Familienbetriebe und Mittelständler sind oft abgeschreckt vom Doktortitel, vor allem wenn der Inhaber kein Akademiker ist. Bewerber mit dem Doktortitel werden kritisch beäugt und als überqualifiziert angesehen. Ihnen wird unterstellt, realitätsferne Theoretiker zu sein und keinen Bezug zur Praxis zu haben. Hier hilft es, sich im Vorfeld zu überlegen, welche Unternehmen als potentielle Arbeitgeber in Betracht kämen.

    Auch sollten Sie sich darüber Gedanken machen, welche Position Sie anstreben. Für eine mittlere Position ist eine Promotion nicht unbedingt notwendig, hier zählen Praxiserfahrung in Form von Praktika und Auslandsaufenthalten deutlich mehr. Bedenken Sie, dass Ihnen diese fehlen wird, wenn Sie sich für eine Promotion entscheiden, da Sie in der Regel erst Ende 20 oder Anfang 30 ins Berufsleben starten.

  3. Karriere mit Doktortitel: Das Thema der Dissertation

    Das Thema Ihrer Doktorarbeit kann für Ihre späteren Jobchancen entscheidend sein. Praxisorientierte Dissertationen kommen in der freien Wirtschaft besser an, als sehr theoretische Arbeiten. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits im Vorfeld zu wissen, ob Sie lieber an der Universität bleiben oder planen für ein Unternehmen tätig zu sein.

    Hier ist es auch eine Frage, wie Sie Ihre Dissertation verkaufen. Stellen Sie sich als praxisorientierten Experten mit spezifischem Fachwissen oder als versierter Theoretiker dar? Entscheidend ist es, dass Sie Ihre Schlüsselqualifikationen in den Vordergrund stellen. Diese sind der Grund Sie einzustellen.

Ist eine Promotion der richtige Weg für Sie?

Promotion Voraussetzungen Definition Promovieren Entscheidung Auswahl Orientierung Fragen TippsWenn Sie eine Promotion in Betracht ziehen und die formalen Voraussetzungen keine Hürde für Sie darstellen, sollten Sie auch einen Blick auf die persönliche Situation werfen. Ob Sie sich auf den langen Weg zur Promotion begeben, sollten Sie sich vorher genau überlegen. Folgende Fragen können Ihnen bei der Entscheidung als Orientierungshilfe dienen:

  • Warum will ich promovieren?

    Es ist eine der wichtigsten Fragen, die Sie sich im Vorfeld stellen sollten. Treten Sie die Promotion aus den falschen Gründen an, ist es wahrscheinlicher, dass Sie nicht bis zum Ende durchhalten und das Vorhaben vorzeitig abbrechen. Eine abgebrochene Promotion führt zu Lücken im Lebenslauf, für die Sie bei künftigen Bewerbungen eine plausible Erklärung haben müssen. Auch intrinsische Motive sollten hinter Ihrem Vorhaben stehen – oder anders gesagt: Sie sollten aus eigenem Antrieb heraus handeln und die Promotion wirklich wollen.

  • Können Sie sich auch über einen längeren Zeitraum für Ihre Thematik begeistern?

    Im ersten Moment fällt es Ihnen vielleicht leicht, sich für das Thema Ihrer Doktorarbeit zu begeistern, doch wie sieht es mit Ihrer Begeisterung in zwei, drei oder vier Jahren aus? Die Schwierigkeit besteht darin, sich dauerhaft für ein Thema begeistern zu können. Auch wenn Probleme und Hürden bei der Beantwortung der Forschungsfrage auftreten. Wer bereits nach Seite 30 der Masterarbeit keine Lust mehr auf das Thema hatte, sollte sich ernsthaft fragen, ob er eine Dissertation durchhält.

  • Sind Sie bereit, andere Dinge hintenanzustellen?

    Die Promotion wird viel Zeit und einen großen Teil Ihrer Aufmerksamkeit einfordern. Andere Lebensbereiche kommen dabei vielleicht ein wenig zu kurz oder Sie müssen sich entscheiden, für welche Aspekte noch Zeit bleibt. Dies sollte Ihnen bereits im Vorfeld bewusst sein.

  • Haben Sie die nötige Unterstützung im Umfeld?

    Am Ende machen Sie die Promotion zwar alleine, doch ist es ungemein hilfreich und wichtig, wenn Familie und Freunde Ihnen den Rücken stärken. Dabei geht es nicht nur um die nötige Motivation und mehr Durchhaltevermögen, wenn es einmal schwer wird, sondern auch um Verständnis, wenn Sie sich zurückziehen und an der Promotion arbeiten müssen.

  • Kommen Sie mit dem Stress und der Belastung klar?

    Bei einer Promotion kommt eine Menge Arbeit, Druck, Stress und eine riesige Herausforderung auf Sie zu. Mancher blüht bei solch einer enormen Arbeitsbelastung erst richtig auf, doch längst nicht jeder kann damit umgehen.

  • Wie selbstdiszipliniert arbeiten Sie?

    Bei einem Forschungsvorhaben über mehrere Jahre kommt es darauf an, sich selbst die Arbeit einzuteilen. Sie bestimmen das Tempo, doch Sie müssen sich auch selbst antreiben. Gutes Selbst- und Zeitmanagement sind nötig, um eine Dissertation nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

  • Wie sieht Ihre finanzielle Lage aus?

    Eine Promotion ist auch eine Geldfrage: Haben Sie Chancen auf ein Stipendium? Planen Sie in Teilzeit zu promovieren und nebenher zu arbeiten? Bevor man sich dafür entscheidet, sollten solche Aspekte geklärt sein. Nur so können Sie sich auf das Vorhaben konzentrieren und laufen nicht Gefahr, aus finanziellen Gründen abbrechen zu müssen. Auch Studienschulden sollten bei diesen Überlegungen in Betracht gezogen werden.

  • Wo möchten Sie promovieren?

    Für die Promotion stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl: die Universität, das Graduiertenkolleg oder in der Wirtschaft. Jede dieser Möglichkeiten bringt Vor- und Nachteile mit sich:

    • An der Universität gilt es den richtigen Doktorvater zu finden. In der Regel unterstützen Doktoranden den Lehrstuhl neben der Promotion in der Lehre.
    • In einem Graduiertenkolleg ermöglicht es ein Stipendium den Doktoranden sich vollständig auf ihre Dissertation zu konzentrieren. Doch die Plätze sind rar und sehr begehrt.
    • Eine Promotion in der Wirtschaft ist eine Kombination aus Theorie und Praxis. Doch je nachdem, wie spezifisch die Forschungsfrage ist, versperrt man sich zukünftige Jobchancen in anderen Unternehmen.
  • Können Sie diese Fragen positive beantworten, sind die Voraussetzungen für eine Promotion gegeben. Wollen Sie Ihre Entscheidung weiter vorbereiten, kann der Promotionstest von academics.de Ihnen gute Dienst leisten.

[Bildnachweis: Lightspring by Shutterstock.com]
5. April 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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