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Fernstudium: Voraussetzungen, Kosten, Anerkennung

Vor wenigen Jahren noch wurden Fernstudiengänge von Unternehmen als Studium zweiter Klasse abgetan. Das Fernstudium galt als Notlösung, die es qualitativ nicht mit Präsenzstudiengängen an Hochschulen aufnehmen konnte. Das hat sich deutlich gewandelt. Die im Fernstudium erworbenen Abschlüsse sind heute in vielen Branchen denen eines Präsenzstudiums gleichgestellt und anerkannt. Entsprechend schreiben sich jedes Jahr rund 80.000 Studierende für Fernstudium ein. Falls Sie sich für ein Fernstudium interessieren, insbesondere im Vollzeitstudium, sollten Sie jedoch einige Punkte beachten…

Fernstudium: Voraussetzungen, Kosten, Anerkennung

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Fernstudium: Was ist das?

Ein Fernstudium vermittelt akademisches Wissen weitestgehend losgelöst von Präsenz. Mithilfe eigens aufbereiteter Studienscripte, Online-Seminaren und Vorlesungen eignen sich Studierende neue Inhalte an. Oft ist es als Blended Learning konzipiert, das heißt, es können einzelne Präsenzveranstaltungen stattfinden, beispielsweise als Blockseminar oder am Wochenende.

Ähnliches gilt für die Leistungskontrolle; Abschlussprüfungen oder mündliche Prüfungen können in Präsenz stattfinden. Sonstige Aufgaben füllen Studierende (zum Beispiel beim E-Learning) direkt am PC aus oder senden sie postalisch ein.

Fernstudium Ablauf Berufsbegleitend Beispiel Grafik

Wie gut wird ein Fernstudium angesehen?

Achtung: Der Begriff „Fernstudium“ ist nicht geschützt. Das hat zur Folge, dass heute viele Anbieter mit dem Begriff werben – tatsächlich aber nur ein nicht-akademisches Zertifikat verkaufen, das genau genommen nicht mehr ist als ein Fernlehrgang. Richtiger wäre, von Fernunterricht zu sprechen. Deswegen sind die Angebote nicht zwangsläufig unseriös – aber später eben auch deutlich weniger wert als ein Bachelor oder Master.

Entsprechend gilt: Wer ein akademisches Fernstudium mit Bachelor-, Master – oder MBA-Abschluss anstrebt, sollte darauf achten, dass dieses Studium akkreditiert und die Hochschule staatlich anerkannt ist. Dies sollte vor allem durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) oder durch eine Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat erfolgen. Nachfolgend verwenden wir den Begriff Fernstudium für ein Hochschulstudium, das zu einem akademischen Studienabschluss führt.

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Häufige Fragen und Antworten zum Fernstudium

Wie sinnvoll ist ein Fernstudium?

Unter den Weiterbildungen nimmt das Fernstudium eine Vorreiterrolle ein. Egal ob persönliche oder berufliche Weiterentwicklung: Sinnvoll ist es vor allem dann, wenn Sie Ihre individuellen Ziele erreichen. Ob ein Fernstudium sich finanziell auszahlt und/oder die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert, hängt von der Wahl Ihrer Lerninhalte ab.

Der Begriff Fernstudium ist nicht geschützt und kann auch nichtakademische Seminare und Lehrgänge umfassen. Diese schließen nicht mit Bachelor, Master oder MBA, sondern mit einem Zertifikat ab. Prüfen Sie daher vorab, wie anerkannt (oder erforderlich) bestimmte Abschlüsse sind.

Ist ein Fernstudium genauso anerkannt wie ein normales?

Auch hier gilt: Es kommt darauf an, wie Sie den Begriff „Fernstudium“ auslegen. Handelt es sich um ein akademisches Fernstudium, das zu einem staatlich anerkannten Studienabschluss führt, besteht kein Unterschied zu einem „normalen“ Präsenzstudium.

Erwerben Sie hingegen lediglich ein Zertifikat, hängt die Anerkennung von der Reputation der jeweiligen Bildungseinrichtung und den vermittelten Kenntnissen ab. Einen guten Ruf rund ums Thema Management genießt beispielsweise die Deutsche Akademie für Management – obwohl Sie keinen staatlichen Abschluss erwerben.

Dauert ein Fernstudium lange?

Die Dauer eines Fernstudiums hängt von vielen Faktoren ab: Welche Abschlüsse erwerben Sie? Wie viel Zeit investieren Sie? Wie gut kommen Sie voran? Ist Ihr Fernstudium als akademisches Vollzeitstudium geplant, ist der zeitliche Aufwand in etwa derselbe wie bei einem Präsenzstudium.

Häufiger erwerben Arbeitnehmer jedoch neben dem Beruf weitere Qualifikationen. Handelt es sich um ein Teilzeitstudium, können Sie grob die doppelte Zeit veranschlagen. Heißt: Für einen Bachelor benötigen Sie statt sechs Semestern zwölf.

Wie viel kostet ein Fernstudium?

Die exakte Höhe Ihrer Kosten hängt von der Dauer und der Wahl Ihrer Einrichtung ab. Private Fernschulen wie ILS oder SGD sind in der Regel teurer als staatliche wie etwa die Fernuniversität Hagen. So kostet ein Bachelor an der Hamburger Fernhochschule HFH derzeit zwischen 1.300 und 1.900 Euro (6 Semester).

Die Fernuni Hagen gibt die Kosten für den Bachelor of Science in Psychologie mit 1.700 Euro für ein Vollzeitstudium an. Im Schnitt betragen die Studiengebühren der meisten Hochschulen zwischen 8.000 und 15.000 Euro. Hinzu kommen gegebenenfalls Lehrmaterialien und Prüfungsgebühren. Günstiger sind Fernlehrgänge für Weiterbildungen.

Ist ein Fernstudium berufsbegleitend?

Der Charme des Fernstudiums liegt darin, dass Sie es berufsbegleitend absolvieren können. Es räumt große räumliche und zeitliche Flexibilität ein. Damit ist es geeignet für Berufstätige, die nach Feierabend oder am Wochenende lernen wollen.

Aber ein Fernstudium muss nicht automatisch berufsbegleitend sein, da es auch als Vollzeitstudium möglich ist. Ebenso wenig sollten Sie Fernstudium mit berufsbegleitendem Studium gleichsetzen: Das kann genauso gut als berufsbegleitendes Präsenzstudium organisiert sein.

Kann ich studieren ohne Abi?

Nicht jedes Fernstudium entspricht einem akademischen Hochschulstudium. Daher ist das Abitur – genauer: die allgemeine Hochschulreife – nicht unbedingt erforderlich ist. Aber auch bei einem akademischen Fernstudium können Sie teilweise ohne Abi studieren.

Je nach Studienfach und Hochschultyp reichen eine abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung aus. In einigen Fällen ist eine vorherige Aufstiegsfortbildung notwendig (Meister, Fachwirt, Techniker…) oder Sie müssen zuvor einen Eignungstest ablegen.

Wie schwer ist ein Fernstudium?

Ob Ihnen die Studienform des Fernstudiums zusagt, hängt im Wesentlichen davon ab, ob das Selbststudium Ihnen liegt. Sie müssen sich autodidaktisch Lernstoff aneignen. Austausch mit Lehrenden oder Kommilitonen findet oft nur auf virtuellem Wege statt.

Sie sollten sich selbst disziplinieren und motivieren können. Um einen Studienabschluss zu erreichen, müssen Sie sich selbst eine Struktur geben und Freiräume fürs Lernen schaffen. Außerdem benötigen Sie Durchhaltevermögen, da Sie für ein berufsbegleitendes Studium länger brauchen.

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Fernstudium Kosten: Zwischen 2.000 und 20.000 Euro

Ob Sie nun Ihr Fernstudium an der Fern-Uni in Hagen oder bei einem privaten Anbieter wie der Euro-FH, ILS oder AKAD absolvieren – billig wird das nicht. Die Kosten variieren erheblich und können für im Fernstudium zum Beispiel bei einem Bachelor in Betriebswirtschaft zwischen knapp 2.000 (Fernuni Hagen) und rund 17.000 Euro (ISM) betragen.

Das liegt unter anderem daran, dass Sie an mancher Fernhochschule lediglich für angeforderte Studienmaterialien bezahlen, andere pauschal jeden Monat Studiengebühren berechnen. Auch sind staatliche Hochschulen in der Regel günstiger als private Fernschulen. Hinzu kommen unter Umständen weitere Kosten in dieser Form:

  • Gebühren (bei staatlichen Prüfungen)
  • Reisekosten (bei Präsenzveranstaltungen)
  • Verpflegungskosten (bei längeren Aufenthalten)
  • Lehrmaterialien (Fachliteratur, Skripte, Kopien, …)
  • Semesterbeiträge
  • Auslandsveranstaltungen (falls integriert und verpflichtend)

Informieren Sie sich bei der jeweiligen Hochschule daher bitte genau über die anfallenden Fernstudium Kosten – auch die versteckten. Kalkulieren Sie hierbei nicht nur mit den Preisen des jeweiligen Instituts, sondern auch mit den Abbrecherquoten (an der Fernuni Hagen liegt sie bei rund 70 Prozent) und der veranschlagten Regelstudienzeit, die unterschiedlich ausfallen kann. So könnte ein Studiengang, der zwar erst einmal günstigere Studiengebühren ausweist, aber länger dauert, insgesamt deutlich teurer ausfallen.

Und nicht zuletzt hat Qualität ihren Preis. Zertifikate von renommierten Anbietern wirken natürlich hinterher im Lebenslauf ganz anders als Titel von irgend einem Discount-Institut im Ausland, von dem Arbeitgeber im Zweifel annehmen, dass der akademische Titel lediglich gekauft ist. Immerhin: Studiengebühren sind von der Mehrwertsteuer befreit und die Kosten beziehungsweise Ausgaben für ein Fernstudium lassen sich fast komplett von der Steuer absetzen.

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Finanzierung: Geld, Stipendien und Fördermittel

Falls Sie die Fernstudium Kosten nicht abschrecken, haben wir noch eine gute Nachricht: Das Fernstudium kostet zwar Geld – es gibt aber auch einige Finanzierungsangebote und -formen, die Ihnen das Studium erleichtern können. Angefangen bei Fördermitteln und Stipendienprogrammen bis hin zu Studienkrediten. Hier eine Übersicht:

1. Arbeitgeber

Diese Variante wählen die meisten Arbeitnehmer, da auch immer mehr Unternehmen bereit sind, Ihre Mitarbeiter in Sachen Weiterbildung zu unterstützen. Allerdings gegen Auflagen: Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung müssen sich die Fernstudierenden oft verpflichten, im Anschluss an das Fernstudium einige Jahre bei dem Unternehmen zu bleiben. Wollen Sie früher kündigen und den Job wechseln, müssen Sie damit rechnen, die finanzielle Unterstützung teilweise oder komplett zurückzuzahlen.

2. Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium (deutschlandstipendium.de) fördert vor allem Studenten, die herausragende Leistungen erbracht haben oder bei denen diese zu erwarten sind. Primär ist das Stipendium zwar auf Vollzeitstudenten ausgerichtet, ein berufsbegleitendes Studium kann jedoch – die entsprechenden Leistungen vorausgesetzt – ebenfalls gefördert werden. Der Stipendiat erhält monatlich 300 Euro, jeweils zur Hälfte von privaten Förderern und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

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3. Aufstiegsstipendium

Diese Förderung richtet sich an Fachkräfte mit Berufsausbildung und mehrjähriger Praxiserfahrung. Das Programm des Bundesbildungsministeriums unterstützt hierbei ein erstes Hochschulstudium – in Vollzeit oder berufsbegleitend. Der erste Schritt zum Stipendium ist die Online-Bewerbung. Nähere Details zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter sbb-stipendien.de/aufstiegsstipendium.

4. Studienkredit

Spezielle Studienkredite gehören inzwischen zum Leistungskatalog vieler Banken. Ein Vergleich lohnt sich, da diese Kredite in der Regel an Vorgaben gebunden sind. Meist verlangen Banken für Studienkredite Sicherheiten. Daher ist es beispielsweise bei Studiengängen im sozialen Bereich aufgrund der eher bescheidenen Verdienstaussichten schwerer einen Studienkredit zu bekommen, als bei Studiengängen im Wirtschafts- oder Technikbereich. Bedenken Sie aber bei dieser Finanzierungsform, dass Sie nach dem Abschluss des Studiums Schulden haben, die Sie im Laufe der nächsten Jahre von Ihrem Gehalt zurückzahlen müssen.

5. Familie/Freunde

Ein Darlehen im familiären Umfeld oder im Freundeskreis hat den Vorteil, dass es unkompliziert und ohne viel Bürokratie abzuwickeln ist. Dennoch sollten Sie – auch bei Ihren besten Freunden oder nahen Verwandten – dieses Darlehen schriftlich fixieren und die Rückzahlungsformalitäten genau festlegen. So haben beide Seiten die Garantie, dass es später nicht zum Streit kommt, weil sich niemand an die genaue Vereinbarung erinnert – von der Sicherheit im Blick auf Nachfragen durch das Finanzamt ganz zu schweigen.

Tipp: Studium von der Steuer absetzen

Generell können Sie Ihr berufsbegleitendes Studium – wie oben schon erwähnt – von der Steuer entweder als Werbungs- oder Sonderkosten abzusetzen. Das funktioniert natürlich nur rückwirkend – bringt Ihnen also während des Studiums kein Geld. Es macht die Investition aber zumindest hinterher günstiger.


Berufsbegleitend studieren: Unterschiedliche Formen

Für Studierende bedeutet das Fernstudium ein Maximum an Flexibilität. Damit unterscheidet es sich auch von anderen Bildungseinrichtungen wie etwa der Volkshochschule (VHS), deren Kurse zu bestimmten Zeiten stattfinden. So können viele Bildungswillige berufsbegleitend studieren.

Ideal ist das vor allem für Arbeitnehmer, die beispielsweise im Schichtdienst oder am Wochenende arbeiten und bei starren Studienmodellen Ausfälle hätten. Aber Fernstudium ist nicht gleich Fernstudium. Beziehen Sie bei diesem Selbstcheck auch mögliche Alternativen zum Fernstudium ein – insbesondere das sogenannte Abendstudium. Beide Studienformen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile:

  • Vollzeitstudium: Flexibel und selbstbestimmt

    Studenten, die ein vollzeitliches Fernstudium absolvieren, schätzen an dieser Studienform vor allem deren Freiheit und Flexibilität. E-Learning-Plattformen ermöglichen ein selbstbestimmtes Lernen im eigenen Rhythmus. Dafür ist die Fähigkeit zur Selbstorganisation eine unbedingte Voraussetzung, ebenso eine strukturierte Arbeitsweise. Nur wer klar zwischen Freizeit (und Beruf) und Studium trennt, kann das Fernstudium erfolgreich abschließen. Sonst wird es schnell zur Be- und Überlastung.

  • Abendstudium: Diszipliniert und strukturiert

    Der Begriff „Abendstudium“ ist leider etwas irreführend. Tatsächlich finden hierbei zahlreiche Vorlesungen und Lerneinheiten auch an den Wochenenden und tagsüber statt. Der entscheidende Unterschied zu einem Fernstudium liegt aber darin, dass es sich um ein Präsenzstudium handelt und E-Learning-Einheiten allenfalls ergänzend zum Einsatz kommt. Das Abendstudium ist zudem deutlich straffer organisiert als ein Fernstudium: Die Vorlesungszeiten sind vorgegeben, ebenfalls Umfang und Menge des Lernstoffes sowie die dafür zur Verfügung stehende Zeit.

Damit eignet sich das Abendstudium vor allem für (berufsbegleitend) Studierende, die sich mit dem selbstbestimmten Lernen und der selbstständigen Studienorganisation schwer tun. Dafür ist aber auch hohe Disziplin und Stresstoleranz gefragt, da das Abendstudium zu großen Teilen nach einem vielleicht anstrengenden Arbeitstag stattfindet.

Voraussetzungen: Fernstudium ohne Abitur

Falls diese erste Analyse zugunsten eines Fernstudiums ausfällt, gilt es diese Entscheidung zu präzisieren. Zunächst einmal müssen natürlich die formalen Voraussetzungen für die Aufnahme eines akademischen Studiums erfüllt sein. Jedes Studium erfordert die Hochschulreife. Klassischerweise erwerben Schulabgänger eines Gymnasiums sie mit dem Abitur (sogenannte allgemeine Hochschulreife). Damit haben Sie Zugang zu sämtlichen Studiengängen, egal ob Fachhochschule oder Universität.

Mit der fachgebundenen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife (beides oft als „Fachabitur“ bezeichnet) sind Sie in Ihrer Studienwahl entweder auf bestimmte Studienfächer oder sogar auf eine bestimmte Hochschulform (Fachhochschule) beschränkt.

Aber ein Fernstudium ohne Abitur ist ebenfalls möglich: Hier müssen angehende Studierende über eine abgeschlossene Ausbildung und entsprechend Berufserfahrung verfügen. Welche Studienfächer und welche Hochschulen Ihnen damit offenstehen, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Zusätzlich kann ein Eignungstest erforderlich sein. Informationen erteilen die zuständigen Hochschulen.

Fernstudium Voraussetzungen Infografik

Test: Haben Sie das Zeug zum Fernstudium?

Fernstudiengänge bieten in der Regel weitgehende Selbstbestimmung und organisatorische Freiheit. Im Gegenzug fehlt oft die menschliche Interaktion – man lernt und studiert eben doch die meiste Zeit für sich selbst und alleine. Das liegt nicht jedem.

Ein kurzer Selbsttest mittels einer Fernstudium-Checkliste kann Ihnen helfen zu realisieren, was alles auf Sie zukommt. Sie können den Test bequem direkt hier im Browser abhaken oder finden darunter einen Downloadbutton zum Ausdrucken – natürlich kostenlos!

  • Ich kann neben dem Beruf mindestens 15 Stunden pro Woche für das Studium aufbringen.
  • Ich möchte in Vollzeit studieren und kann etwa 50 Stunden pro Woche investieren.
  • Ich bin bereit, private Aktivitäten während der Prüfungsphasen drastisch einzuschränken.
  • Ich nehme lange Wegstrecken und frühes Aufstehen für Präsenzprüfungen in Kauf.
  • Ich habe Familie und Freunde über die Zusatzbelastung informiert und ihre Zustimmung.
  • Ich kann jederzeit einen Semesterbeitrag von bis zu 300 Euro aufbringen.
  • Ich verfüge auch in finanziell schwierigen Zeiten über rund 200 Euro monatlich extra.
  • Ich verfüge über einen ungestörten Rückzugsort, an dem ich konzentriert lernen kann.
  • Ich würde im Notfall auch Nachhilfe in Anspruch nehmen.
  • Ich kann gut prüfungsrelevante von irrelevanten Inhalten trennen.
  • Ich kann mich Tag für Tag selbst motivieren und mit dieser Freiheit umgehen.
  • Ich kann mir Lernstoff selbständig durch lesen und aufschreiben aneignen.
  • Ich strebe den Abschluss nicht ausschließlich aus monetären Gründen an.
  • Ich bin der festen Überzeugung, dass ich es schaffen werde.

Test: Kann ich ein Fernstudium schaffen? (PDF)

Haben Sie bei mehr als 50 Prozent der Aussagen einen Haken gemacht? Gut, dann ist ein Fernstudium für Sie eine geeignete Lern- und Weiterbildungsform. Die wichtigsten Voraussetzungen sind auf jeden Fall gegeben.

Welche Gründe gibt es für ein Fernstudium?

Regelmäßig ermitteln Umfragen die Gründe für ein Fernstudium. Die Zahlen variieren immer etwas (Angaben in Prozent), die Reihenfolge der Gründe dagegen kaum:

  • Persönliche Weiterentwicklung (74)
  • Vertiefung fachlicher Qualifikationen (70)
  • Arbeitsmarktchancen verbessern (63)
  • Beruflicher Aufstieg (62)
  • Finanzielle Verbesserung nach Abschluss (49)
  • Fachlich-berufliche Veränderung (25)
  • Überbrückung einer Übergangsphase (7)

Moderne Fernstudiengänge erlauben es heute zahlreichen Arbeitnehmern, online zu studieren und ihren Bachelor oder Master neben dem Job zu erwerben. Vorteil fürs Unternehmen: Ihnen bleibt so eine Fachkraft erhalten, die sich weiterqualifiziert und damit Mehrwert schafft.

Das Fernstudium kann, muss aber nicht die beste Option zur Weiterbildung sein. Als berufsbegleitendes Studium bietet es zwar einen hochwertigen Abschluss. Es ist aber auch mit großem zeitlichen Aufwand und einigen Kosten verbunden (siehe unten). Bildungswillige sollten daher zwischen den verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten abwägen.

Fernstudium Anerkennung

Fernstudium Ziele: Warum wollen Sie studieren?

Bevor Sie sich mit der Wahl der Weiterbildung beschäftigen, sollten Sie einige grundlegende Fragen klären:

  • Welches Ziel verfolge ich mit dem Fernstudium?
  • Wie viel Energie, Zeit und Geld kann und will ich investieren?
  • Sind interne Schulungen und Seminare möglicherweise schon ausreichend?
  • Bevorzugt mein Arbeitgeber eher Seminare statt eines Studiums?
  • Bis wann brauche ich das neue Wissen und den Abschluss?

Rechnen Sie damit, dass der Aufwand für ein Fernstudium durchaus zwischen 20 und 30 Wochenstunden betragen kann. Darüber hinaus sollten Sie vorab prüfen, welcher Lerntyp Sie sind.

Fernstudium: Welcher Lerntyp sind Sie?

Ihr jeweiliger Lerntyp ist für die Studienwahl entscheidend. In der Wissenschaft finden sich dazu heute zahlreiche Theorien. Die einprägsamste und griffigste ist die der Uni Siegen, die Lernende mittels sichtbarer Merkmale einteilt:

  • Visueller Lerntyp
    Dieser Lerntyp zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: gerade Sitzhaltung, Distanz zum Vortragenden, Augenbewegungen nach oben in Denkpausen, ergebnisorientiertes Handeln, benötigt Überblick zum Lernen, erinnert sich an Gesehenes, hat eine lebendige Vorstellungskraft, handelt nach langfristigen Plänen.
  • Auditiver Lerntyp
    Typisch für ihn: rhythmische Bewegungen, seitliche Augenbewegungen in Denkpausen, diskutiert gerne alternative Handlungen durch, denkt und speichert in (zeitlichen) Sequenzen, kann Gehörtes leicht wiederholen – oft wörtlich, sozialer Kontakt durch Reden.
  • Kinästhetischer Lerntyp
    Erkennbar daran: viel Gestik und körperliche Nähe, Augenbewegungen nach oben in Denkpausen, lernt durch Ausprobieren und Tun, erinnert sich an Gesamteindrücke und (körperliche) Erinnerungen, vernachlässigt Details, ist intuitiv und kreativ.

Eigenen Lerntyp ermitteln

Zugegeben, die genannten Lerntypen sind holzschnittartig und abstrakt. Es kann aber hilfreich sein, sich darin zu erkennen und daraus zu schließen, ob und wie sehr das Fernstudium damit korrespondiert. Beim Verfeinern der Typisierung helfen auch die folgenden Fragen:

  • Bin ich in der Lage, ohne mündliche Erklärungen und Beispiele aus schriftlichen Unterlagen zu lernen und den Inhalt auch zu verstehen?
  • Welchen Ort bevorzuge ich zum Lernen und wie sollte die Lernsituation geschaffen sein?
  • Mit welchen Hilfsmitteln und Lerntechniken habe ich bisher Erfolge erzielt?
  • Bevorzuge ich eine systematische Präsentation der Lehrinhalte und möchte ich mich selbstständig mit den Lernproblemen auseinandersetzen?

Lerntipps fürs Fernstudium

Da ein Fernstudium in erster Linie auf E-Learning und virtuellen Unterrichtseinheiten basiert, sind etwas andere Lernstrategien notwendig, als bei einem Präsenzstudium. Arbeitnehmer, die regelmäßig im Home Office arbeiten, haben hier einen Vorteil: Sie kennen die freie und flexible Zeiteinteilung schon, aber auch das dafür erforderliche Maß an Selbstdisziplin und Alltagsorganisation. Wer über solche Erfahrungen bisher noch nicht verfügt, muss sich deshalb aber keine Sorgen machen: alles lernbar. Zu den Grundregeln gehört:

  • Arbeitsplatz
    Richten Sie sich einen festen Arbeits- beziehungsweise Studienplatz ein. Er sollte auch nur dem Fernstudium vorbehalten bleiben und störungsfrei gestaltet sein.
  • Lernzeiten
    Planen Sie – soweit familiär möglich – feste Lese- und Lernzeiten ein. Idealerweise stimmen Sie diese auf Ihre mentalen Hochzeiten ab.
  • Arbeitsmaterialien
    Und bei aller Begeisterung für Tools und Technik: Manchmal lassen sich ausgedruckte Texte einfach besser lesen und handschriftliche Notizen erleichtern das Lernen.

Darüber hinaus sollten Sie in jedem Fall versuchen, Mitstreiter zu finden und mit Ihren Kommilitonen wenigstens eine Art virtuelle Lerngruppe (PDF) gründen. Gemeinsam lernt es sich einfach besser und schneller. Und wer einmal nicht weiter weiß oder etwas partout nicht versteht, kann nachfragen, sich den Stoff gemeinsam erarbeiten oder findet wenigstens mentale Unterstützer.

Studieren im Alter: Gratis-eBook zum Fernstudium

Das Studium wird meist mit jüngeren Arbeitnehmern assoziiert. Nicht nur der demografische Wandel, auch der Anspruch des lebenslangen Lernens sorgen dafür, dass zunehmend mehr ältere Arbeitnehmer studieren – auch im Rahmen des Fernstudiums.

Das Team von Fernstudieren.de hat zu diesem Thema ein umfassendes eBook erstellt, das Sie bei uns kostenlos als PDF herunterladen können. Darin finden Sie nicht nur Informationen zu Senioren-Studiengängen, sondern auch Lerntipps und eine Übersicht passender Hochschulen für ältere Studierende.


Fernstudium-Anbieter: Erste Übersicht

Natürlich gibt es bereits zahlreiche Anbieter für Fernstudiengänge. Überblick können Sie sich beispielsweise beim Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Arbeitsgemeinschaft für das Fernstudium an Hochschulen verschaffen.

Darüber hinaus können Sie sich an einigen sogenannten Fern-Fachhochschulen informieren. Diese bieten Fernstudiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik , Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau, Gesundheit und Soziales an. Zu den in Deutschland staatlich anerkannten Fern-Fachhochschulen gehören etwa:

  • AKAD-Hochschulen
    in Leipzig, Pinneberg, Stuttgart (akad.de)
  • APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft
    in Bremen (apollon-hochschule.de)
  • Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
    in Saarbrücken (dhfpg.de)
  • DIPLOMA
    in Bad Sooden-Allendorf (diploma.de/studium)
  • Europäische Fernhochschule
    in Hamburg (euro-fh.de/)
  • Fernhochschule Riedlingen (SRH)
    in Berlin, Frankfurt, Stuttgart (mobile-university.de)
  • Hamburger Fernhochschule (HFH)
    in Deutschland, Österreich, Schweiz(hamburger-fh.de)
  • IST Hochschule für Management
    in Düsseldorf (ist-hochschule.de)
  • IU Fernhochschule
    in Bad Honnef, Bonn (iu-fernstudium.de)
  • Private Hochschule Göttingen (PFH)
    in Göttingen, Stade (pfh.de)
  • Wilhelm Büchner Hochschule
    in Berlin, Darmstadt, Hamburg, Stuttgart (wb-fernstudium.de)

Wann lohnt sich das Fernstudium besonders?

Im Grunde lohnt sich die Investition in die eigenen Qualifikationen immer – auch finanziell. Laut einer Studie des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bringt ein zusätzliches Jahr Bildung später ein Gehaltsplus von fünf Prozent. Ein Beschäftigter, der beispielsweise 16 Jahre in seine Bildung investiert hat, hat also über das ganze Erwerbsleben hinweg im Durchschnitt ein um 25 Prozent höheres Einkommen zu erwarten als jemand, der das Bildungssystem nach elf Jahren verlassen hat.

Fachleute sprechen in dem Zusammenhang vom Mincer-Koeffizient oder von der Bildungsrendite. Es gibt aber noch mehr Argumente für ein Fernstudium:

Beliebte Fernstudiengänge

Welches Fernstudium gehört zu den beliebtesten? Wir stellen Ihnen die vier gefragtesten Studiengänge vor. Außerdem geben wir Hinweise für den derzeitigen Arbeitsmarkt und lohnenswerte Bereiche.

1. Fernstudium Personalmanagement

Zu den beliebtesten Studiengängen im Fernstudium gehört bei beiden Geschlechtern gleichermaßen das BWL-Studium. Kein Wunder – das verspricht attraktive Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten, beispielsweise im Bereich Personalmanagement.

Je nach Schwerpunkt und Abschluss heißt der Studiengang Personalmanagement & Betriebswirtschaftslehre (beispielsweise an der IU) oder HR-Management & Talentmanagement (der MBA an der AKAD University).

2. Fernstudium Psychologie

Zu den beliebten Studiengängen gehört auch das Psychologiestudium. Sei es das grundsätzliche Bedürfnis, sich selbst und die menschliche Psyche verstehen zu wollen. Oder der Wunsch, anderen Menschen mit Problemen zu helfen. Diese Motivation macht es vor allem bei Frauen zum zweitliebsten Studienfach.

Nicht zuletzt eröffnet ein Psychologiestudium vielfältige berufliche Möglichkeiten. Neben einer therapeutischen Tätigkeit können Sie je nach Schwerpunkt auch in Personalabteilungen (Wirtschaftspsychologie) oder als Coach mit Sportlern (Sportpsychologie) arbeiten. Neben der Fernuni Hagen bieten zum Beispiel die SRH und die HFH die Option auf ein Fernstudium Psychologie an.

3. Fernstudium Soziale Arbeit

Soziale Berufe stehen vor allem bei Frauen hoch im Kurs. Wer Fernstudium Soziale Arbeit anstrebt, will Menschen mit verschiedensten Problemen fachlich kompetent zur Seite stehen.

Dies umfasst rechtliche, psychologische und pädagogische Aspekte und erfordert hohe Kompetenz im Bereich des Konfliktmanagements. Das Fernstudium Soziale Arbeit ist beispielsweise an der HS Fresenius, an der DIPLOMA Hochschule oder der IU möglich.

4. Fernstudium Pädagogik

Im Fernstudium Pädagogik erwerben Sie Kenntnisse, die Sie nicht nur für soziale Berufe wie Erzieherin qualifizieren. Auch in der Wirtschaft sind sie sehr gefragt, etwa in der Personalentwicklung. Klassisch sind berufliche Tätigkeiten im Sozial- und Bildungswesen.

Für die wirtschaftliche Ausrichtung eignet sich beispielsweise die FHM, die den Schwerpunkt auf Sozialpädagogik und Management legt. Daneben ist das Fernstudium Pädagogik auch an der IU, oder der HFH möglich.

Besonders gefragt am Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel besteht besonders im Gesundheitsmarkt, in dem gerade zahlreiche neue Jobs entstehen. Selbst Kaufleute im Gesundheitswesen sind derzeit gefragt. Vorwiegend sind sie in der medizinischen Verwaltung tätig. Sie arbeiten aber auch bei Krankenkassen, in Kur- und Pflegeheimen, in Kliniken oder Rehabilitationseinrichtungen. Neue Jobs gibt es außerdem in diesen Bereichen:

  • Pflege- und Gesundheitswesen
  • Pflegemanagement
  • Gesundheitsökonomie
  • Präventionsmanagement
  • Gesundheitsberatung
  • Ernährungsberatung

Die Aus- und Weiterbildungen dafür (meist handelt es sich um einen Bachelor) können Sie inzwischen oft nebenberuflich und über ein Fernstudium absolvieren (zum Beispiel an der darauf spezialisierten Apollon Hochschule für Gesundheitswirtschaft). Drei bis vier Jahre dauern die Bachelor-Studiengänge und vermitteln wissenschaftliche Grundlagen ebenso wie Methodenkompetenz und berufsbezogene Qualifikationen.

Der Weg zum Gesundheitsmanager führt ebenfalls über ein Studium des Gesundheitsmanagements oder der Gesundheitsökonomie an einer klassischen Fachhochschule oder Universität. Auch ist der Quereinstieg für examinierte Pflegekräfte oder andere Gesundheitsberufe – wie beispielsweise Ergo- oder Physiotherapeuten – relativ einfach.

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