Homeoffice: Regelung, Vorteile, 50 Tipps

Das Homeoffice ist für viele Arbeitnehmer ein Traum. Endlich von zuhause arbeiten, nicht mehr pendeln müssen, die eigene Arbeit flexibler gestalten… – das klingt nach mehr Freiheit, Selbstbestimmung und weniger Stress. Und das Beste im Homeoffice: Es gibt keinen Chef, der einem im Nacken sitzt; keine nervigen Kollegen, die einen mit ihren Marotten in den Wahnsinn treiben. Neben solcher Vorteile hat das Homeoffice allerdings auch ein paar veritable Nachteile. Homeoffice-Arbeitsplätze verlangen vom Arbeitnehmer viel Selbstdisziplin, Fokus und klare Grenzen. Zudem bleiben Fragen wie: „Habe ich ein Recht auf Homeoffice? Bin ich bei einem Unfall versichert? Schadet das Homeoffice meiner Karriere?“

Wir geben Ihnen hier einen Überblick über Homeoffice-Regelungen, zahlreiche praktische Tipps und beantworten die wichtigsten Fragen zum Homeoffice…

Homeoffice: Regelung, Vorteile, 50 Tipps

Anzeige

Was ist Homeoffice? Definition

Was ist ein Homeoffice? Tatsächlich ist der Begriff gar nicht so eindeutig definiert (es gibt sogar unterschiedliche Schreibweisen: „Homeoffice“, „Home-Office“, seltener: „Home Office“). Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland verstehen darunter einen Arbeitsplatz zuhause. Also entweder ein eigenes heimisches Arbeitszimmer, ein „Büro im eigenen Zuhause“. Oder zumindest einen Schreibtisch in einer abgegrenzten Ecke, an dem sie in Heimarbeit ihrem Job nachgehen können.

Laut offizieller Definition zählt das Homeoffice zur Telearbeit. Dabei handelt es sich um eine flexible Arbeitsform, bei der die Beschäftigten ihre Arbeit ganz oder teilweise von zuhause aus erledigen können.

Im Gegensatz dazu sind „in Heimarbeit“ Beschäftigte zwar ebenfalls von zuhause aus tätig, oft aber auf Honorarbasis beschäftigte Selbständige.

3 Formen der Telearbeit

Innerhalb der Telearbeit werden drei Formen unterscheiden:

  1. Bei der Teleheimarbeit arbeitet der Mitarbeiter ausschließlich von Zuhause aus. Das Homeoffice entspricht zugleich dem Vollzeitarbeitsplatz.
  2. Bei der alternierenden Telearbeit arbeitet der Mitarbeiter in Festanstellung mal im Homeoffice, mal in der Firma, also im Büro des Arbeitgebers. Das ist die häufigste Form der Telearbeit. Hierzu bedarf es allerdings offizieller Homeoffice-Regelungen und Absprachen, um die Arbeit mehrerer so alternierender Mitarbeiter zu organisieren. Diese Form kann zugleich die Betriebskosten erheblich senken, weil nicht immer alle Beschäftigten zugleich im Büro sind und somit dort weniger Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden müssen.
  3. Bei der mobilen Telearbeit wiederum arbeitet der Mitarbeiter von unterwegs aus – im Café, im Auto, in der Bahn, im Flugzeug (siehe: Mobile Workspace). Diese Form findet sich meist im Vertrieb oder Consulting. Sie ist mit einigem technischen Aufwand verbunden, weil die Angestellten mobil auf die IT-Infrastruktur des Unternehmen zugreifen können müssen – und das zugleich so, dass die Daten sicher bleiben.

Wann ist das Home-Office sinnvoll?

Eindeutige Studien gibt es dazu nicht. Manche Mitarbeiter arbeiten zuhause ungestörter, daher produktiver und begrüßen die freie Zeiteinteilung im heimischen Office. Anderen bereiten der fehlende Sozialkontakt und der höhere Selbstorganisationsgrad Probleme. Mal eben ins Nachbar-Büro, um mit dem Kollegen zu quatschen oder einen Rat zu bekommen? Geht hier nicht. Die Arbeitgeber wiederum können dank Homeoffice-Regelungen Bürokosten sparen, fürchten auf der anderen Seite aber den Kontrollverlust über die Arbeitszeit.

Der Stanford-Forscher Nicholas Bloom kam etwa zu dem Ergebnis, dass Heimarbeiter produktiver arbeiten als die Kollegen im Büro, weil sie 13,5 Prozent mehr Anrufe führen (die gehen schneller) und weniger Pause machten. Der Arbeitgeber wiederum sparte in den neun Studien-Monaten sogar 1900 Euro Bürokosten pro Person. Allerdings: Am Ende des Versuchs wollte die Mehrheit wieder zurück ins Büro. Im Home-Office war es ihnen zu einsam. Bloom glaubt deshalb, dass das Ideal nur eine Mischform sein kann.

Anzeige

Homeoffice: Vorteile & Nachteile

Das Homeoffice ist eben keine Universallösung. Es hat unterschiedliche Vor- und Nachteile, die sich Arbeitgeber wie Arbeitnehmer vor jeder Entscheidung dafür oder dagegen bewusst machen sollten. So ist es zum Beispiel positiv, dass sich die Mitarbeiter den Weg ins Büro sparen können. Das reduziert Stress, senkt Kosten, ist gut für die Umwelt und schafft zusätzliche Freizeit.

Umgekehrt drohen im Homeoffice zahlreiche Ablenkungsfallen durch Kinder oder den eigenen Partner oder das Gefühl von Einsamkeit durch das Fehlen sozialer Kontakte. Zudem verschwimmen zuhause meist die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben (siehe: Work-Life-Blending) Jede Medaille hat eben zwei Seiten. Daher hier die wichtigsten Vorteile und Nachteile im Überblick. Diese gilt es jeweils abzuwägen:

Home-Office Vorteile

  • Zeitersparnis (keine Arbeitswege)
  • Selbstbestimmtes Arbeiten
  • Flexiblere Arbeitseinteilung
  • Erhöhte Produktivität (Studie, PDF)
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Höhere Arbeitszufriedenheit
  • Kostenreduktion

Grundsätzlich lässt sich mittels verschiedener Untersuchungen nachweisen, dass Mitarbeiter, die freiwillig (!) ins Homeoffice wechseln können, freiwillig länger arbeiten, konzentrierter und produktiver sind, seltener krank sind (dank geringerer Ansteckungsgefahr) und insgesamt zufriedener mit ihrer Arbeit sind. Vor allem der letzte Punkt wird immer wieder in Studien als größter Vorteil einer Homeoffice Regelung genannt. Mitarbeiter, denen diese Option gegeben wird, sind glücklicher im Job, haben eine größere Motivation und sind langfristig loyaler ihrem Arbeitgeber gegenüber.

Home-Office Nachteile

  • Ablenkungsrisiken
  • Mehr Selbstdisziplin
  • Mehr Organisationsaufwand
  • Soziale Isolation
  • Work-Life-Blending
  • Permanente Erreichbarkeit
  • Anforderungen an Datensicherheit

Einer der größten Nachteile ist allerdings die zunehmende Unsichtbarkeit im Homeoffice. So konnten andere Studien zeigen, dass Chefs die Mehrleistung ihrer Mitarbeiter im Homeoffice seltner wahrnahmen. Infolge erhielten sie seltener eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderungen. Um diesen Nachteilen entgegenzuwirken, haben wir für Sie in diesem kostenlosen PDF einige Tipps zusammengestellt, wie Sie sich im Homeoffice für Gehaltserhöhungen qualifizieren und so Ihre Karriere von Zuhause fördern.

Anzeige

Homeoffice Regelung: Wichtige Fragen & Antworten

Zwar wünschen sich viele Arbeitnehmer die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Doch herrscht oft Verwirrung, wenn es um die damit verbundenen Rechte und Pflichten geht. Um für mehr Klarheit und Übersicht zu sorgen, beantworten wir Ihnen hier die häufigsten und wichtigsten Fragen rund um das Homeoffice:

Gibt es ein Recht auf Arbeit im Homeoffice?

Aktuell gibt es im Bundesarbeitsministerium konkrete Pläne, Mitarbeitern ein Recht auf Homeoffice zu verschaffen, bisher ist dies allerdings noch nicht vorgesehen. Arbeitnehmer können also nicht einfach einfordern, von Zuhause arbeiten zu dürfen. Bis zu möglichen Gesetzesänderungen unterliegt es dem unternehmerischen Handeln des Betriebs, ob eine Homeoffice Regelung eingeführt wird oder nicht. Auf der anderen Seite kann ein Unternehmen seinen Mitarbeitern aber auch nicht einfach vorschreiben, im Homeoffice arbeiten zu müssen. Dies ist nur möglich, wenn schon im Arbeitsvertrag eine entsprechende Regelung eingebaut wurde, die besagt, dass der Arbeitnehmer im Homeoffice arbeitet. Fehlt eine solche Klausel, kann ein Angestellter nicht einseitig durch den Chef ins Homeoffice versetzt werden.

Wer trägt die Kosten für das Homeoffice?

Bei den Kosten für ein Homeoffice kommt es oftmals auf die Abmachung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen an. Grundsätzlich stellt der Arbeitgeber die notwendigen Mittel zur Verfügung, die Angestellte benötigen, so kann beispielsweise ein Firmenlaptop bereitgestellt werden, um im Homeoffice zu arbeiten. Unter gewissen Umständen kann es aber sogar möglich sein, dass der Arbeitgeber für einen Teil der Miete aufkommt. Wird etwa fast ausschließlich zuhause gearbeitet und das Unternehmen stellt Mitarbeitern keinen gesonderten Arbeitsplatz zur Verfügung, kann eine Pauschale für die Miete sowie anfallende Energie und Heizungskosten vom Arbeitgeber erstattet werden.

Wie muss ein Homeoffice aussehen?

Wenn es um Einrichtung und Design Ihres heimischen Büros geht, sind Sie natürlich erst einmal frei in der Gestaltung. Dennoch gibt es für die Ausstattung einige Aspekte, die Mitarbeiter beachten sollten, um möglichen Problemen vorzubeugen. Denn auch im Homeoffice müssen die Bedingungen des Arbeitsschutzes eingehalten werden. Soll heißen: Die Arbeit darf Ihrer Gesundheit nicht schaden – das gilt nicht nur für gefährliche Tätigkeiten, sondern etwa auch für einen Bildschirmarbeitsplatz. Der Monitor darf etwa nicht zu klein sein und auch die Beleuchtung sollte stimmen. Wichtig ist zudem, dass auch im Homeoffice der Datenschutz gewährleistet wird. Weder Betriebsgeheimnisse noch personenbezogene Daten dürfen nach außen gelangen. Der Raum, in dem sich Ihr Homeoffice befindet, sollte deshalb verschließbar sein.

Darf sich der Chef das Homeoffice ansehen?

Der Chef darf nicht nur, er muss sich sogar ein Bild von Ihrem Homeoffice machen. Nur so kann er beurteilen, ob die oben genannten Voraussetzungen eingehalten werden und der Raum wirklich für die Arbeit geeignet ist. Allerdings darf Ihr Chef nicht einfach so bei Ihnen vor der Tür stehen und verlangen, dass Sie ihn in die Wohnung lassen. Es sollte deshalb eine Zutrittsberechtigung in der schriftlichen Homeoffice Regelung vereinbart werden. Hier kann auch festgehalten werden, wann und wie oft überprüft wird, ob die Vorgaben des Arbeitsschutzes eingehalten werden. Im Einzelfall sollten Sie frühzeitig mit Ihrem Chef sprechen und einen Termin finden.

Welche Arbeitszeit ist im Homeoffice vorgeschrieben?

Ob Sie nun im Büro oder im Homeoffice arbeiten: Das Arbeitszeitgesetz gilt gleichermaßen für Sie und Ihre Tätigkeit. Grundsätzlich ist deshalb eine Arbeitszeit von acht Stunden pro Tag vorgesehen, außer die Auftragslage macht Überstunden erforderlich, dann darf die tägliche Arbeitszeit kurzfristig auf zehn Stunden erhöht werden. Voraussetzung ist jedoch, dass innerhalb eines halben Jahres ein entsprechender Ausgleich für die zusätzliche Arbeit gewährt wird. Mitarbeiter sollten außerdem daran denken, dass es zu ihren Aufgaben zählt, die Arbeitszeit im Homeoffice zu dokumentieren und diese Nachweise dem Chef zur Verfügung zu stellen. Dies kann beispielsweise in Form eines Stundenzettels geschehen.

Stehen mir im Homeoffice Pausen zu?

Neben den Regelungen zur Arbeitszeit haben Mitarbeiter im Homeoffice natürlich auch Anspruch auf Pausen. Sie müssen nicht den gesamten Tag durchschuften, nur weil Sie von Zuhause arbeiten. So steht Ihnen ab einer Arbeitszeit von sechs Stunden eine Pause von 30 Minuten zu, sollten Sie mehr als neun Stunden arbeiten, haben Sie Anspruch auf 45 Minuten Pause. Sollten Sie mehrere Tage hintereinander im Homeoffice arbeiten, sollten Sie zudem auf ausreichende Ruhezeiten zwischen den beiden Arbeitstagen achten. Manche Arbeitnehmer neigen dazu, zuhause bis spät abends zu arbeiten und am nächsten Morgen bereits deutlich früher als normal wieder anzufangen. Vorgeschrieben ist eine grundsätzliche Pause von 11 Stunden, bevor Sie am nächsten Tag wieder mit der Arbeit beginnen.

Wie ist die Haftung bei einem Unfall im Homeoffice?

Bei einem Unfall am Arbeitsplatz sind Sie über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, die beispielsweise auch greift, wenn Sie einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben. Dies gilt grundsätzlich auch im Homeoffice, jedoch gibt es hier Besonderheiten und Einschränkungen. So gilt: Der Schutz der Unfallversicherung greift im Homeoffice nur, wenn der Unfall bei einer Tätigkeit geschieht, die wirklich zu Ihrer beruflichen Aufgaben zählt. Wenn Sie also während eines beruflichen Telefonats umknicken und sich einen Bänderriss zuziehen, sind Sie über die Unfallversicherung. Kochen Sie sich hingegen gerade in einen Tee und verbrühen sich die Hand mit heißem Wasser oder stürzen auf dem Weg zur Toilette, handelt es sich nicht um einen Arbeitsunfall und die Unfallversicherung greift nicht.

Muss ich im Homeoffice immer erreichbar sein?

Mitarbeiter im Homeoffice haben oftmals das Gefühl, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen. Damit wollen Sie den Fakt ausgleichen, dass Sie nicht mit den Kollegen im Büro sitzen – damit erst gar keine Probleme mit der Kommunikation aufkommen können, sind sie deshalb ständig erreichbar, egal ob früh morgens oder noch spät abends. Dies ist jedoch absolut nicht notwendig und darf auch vom Chef nicht verlangt werden. Während der normalen Arbeitszeiten sollten Sie auch im Homeoffice erreichbar sein, doch alles, was darüberhinaus geht, ist Ihre Freizeit und Sie müssen – wenn keine anderen Regelungen getroffen wurden – nicht mehr erreichbar sein. Außerdem ist es kein Problem, wenn Sie im Homeoffice mal nicht ans Telefon gehen können oder innerhalb von 30 Sekunden auf eine Mail antworten.

Wird der Arbeitsvertrag für die Homeoffice Regelung verändert?

Eine schriftliche Regelung über das Homeoffice ist empfehlenswert, zwar können auch mündliche Absprachen getroffen werden, doch fehlt Ihnen eine Möglichkeit, diese nachzuweisen und so kann eine mündliche Zusage meist widerrufen werden. Typischerweise wird ein Zusatz zum Arbeitsvertrag verfasst, der die Absprachen, Vereinbarungen und Regelungen zum Homeoffice beinhaltet. Wichtige Punkte sind beispielsweise der zeitliche Rahmen, also wie viel Arbeitszeit im Homeoffice verbracht wird, welche Arbeitszeiten im Homeoffice gelten und am besten auch, zu welchen Kernzeiten ein Mitarbeiter unbedingt erreichbar sein sollte. Wenn Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt werden, kann zusätzlich geregelt sein, dass diese nicht für den privaten Verbrauch vorgesehen sind.

Anzeige

Homeoffice Job: Falsche Vorstellungen & Erwartungen

Das Homeoffice stellen sich viele Arbeitnehmer als beruflichen Himmel auf Erden vor. Endlich so arbeiten, wie man es will. Nach dem eigenen Biorhythmus, flexibel mit mehr Freiheiten und weniger Stress. Das klingt romantisch, ist aber auch ein bisschen naiv. Es stimmt zwar, dass Sie daheim weniger Kontakte zu nervigen Kollegen oder drängelnden Vorgesetzten haben. Dafür müssen Sie zuhause eine neue Tagesstruktur und Arbeitsroutine finden.

Der einzige, der jetzt eine Grenze zwischen Berufs- und Privatleben zieht, sind Sie selbst. Das bedeutet: Sie entscheiden, wann Sie Pause machen (und das sollten Sie regelmäßig) oder wann Sie in den Feierabend wechseln und abschalten – aber so richtig. Andernfalls droht bald so etwas wie ein Lagerkoller.

Überdies bedeutet Homeoffice nicht, dass Sie völlig flexibel arbeiten können. Sie haben zwar mehr Freiheiten als im Büro, grundsätzlich gibt aber nach wie vor der Chef jene Arbeitszeiten vor, in denen Sie erreichbar sein müssen. Es ändert sich nur der Arbeitsort. Das erfordert nicht selten auch klare Absprachen mit der Familie daheim. Zum Beispiel: „Wenn die Tür zu ist, bin ich offiziell im Büro und will nicht gestört werden.“ Oder: „Ich arbeite von _____ bis _____ Uhr. In dieser Zeit kann ich mich nicht um die Kinder kümmern.“

Auch der Arbeitgeber die Arbeit im Home Office unterstützt, bleibt die Verantwortung dafür bei Ihnen. Um im Homeoffice nicht unterzugehen, kommen Sie an einem effektiven Selbstmanagement nicht vorbei. Im Folgenden finden Sie dazu einige Tipps und bewährte Strategien…

Anzeige

Home Office Ausstattung: 50 Tipps für die Arbeit von Zuhause

Die Arbeit im Homeoffice steckt voller Ablenkungen und Versuchungen: Einladungen von Freunden, Haushaltspflichten, Anliegen der Familie… Das Homeoffice kann nur zu einer dauerhaften Lösung werden, wenn Sie lernen, mit diesen umzugehen. Einigen fällt das leicht, andere stehen vor ernsthaften Schwierigkeiten. Wir haben eine umfangreiche Liste mit 50 Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, das Homeoffice zu meistern und die Vorteile voll auszukosten.

Richten Sie sich ein Homeoffice ein

Sollte es die räumliche Aufteilung bei Ihnen Zuhause ermöglichen, sollten Sie ein eigenes Büro als Homeoffice einrichten und nutzen. Das macht die Trennung zwischen Privatleben und Arbeit leichter und ermöglicht Ihnen eine größere Konzentration. Sollte es keinen eigenen Raum geben, empfiehlt sich zumindest ein fester Arbeitsplatz in einem anderen Raum.

Gehen Sie mental zur Arbeit

Für viele beginnt der Arbeitstag mit der Fahrt ins Büro. Im Homeoffice müssen Sie nur eine Tür weiter gehen, was die Einstellung negativ beeinflussen kann. Auch wenn Sie im Homeoffice sind, sollten Sie sich mental auf die Arbeit einstellen – rasieren und frisieren Sie sich, wählen Sie ein passendes Outfit und stellen Sie sich auf einen normalen Arbeitstag ein.

Entfernen Sie Ablenkungen

Eine der größten Herausforderungen im Homeoffice sind die unzähligen Ablenkungen. Noch schnell was erledigen, den Einkauf zwischendurch machen, schnell Staubsaugen und schon ist der halbe Tag um. Arbeitszeit ist auch im Homeoffice Arbeitszeit. Eliminieren Sie alle Ablenkungen und bringen Sie die nötige Selbstdisziplin auf.

Nutzen Sie alle Kommunikationsmöglichkeiten

Im Homeoffice muss der Austausch mit Kollegen nicht zum Erliegen kommen. Digitalisierung und moderne Technik machen es Ihnen leicht, die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Schalten Sie sich per Video- oder Telefonkonferenz zu Meetings zu, vereinbaren Sie Zeiten für Telefonate oder arbeiten Sie gemeinsam an einem Online-Dokument.

Machen Sie Feierabend

Auch im Homeoffice sollten Sie feste Zeiten einführen, zu denen Sie Feierabend machen. Nur weil die Arbeit bei Ihnen zuhause stattfindet, müssen Sie nicht den gesamten Tag damit verbringen. Wenn Sie im Büro um 18 Uhr Feierabend machen, sollten Sie dies auch im heimischen Büro beibehalten.

Eine umfangreiche Liste mit insgesamt 50 Tipps zum Home-Office können Sie sich HIER kostenlos als PDF herunterladen.

Anzeige

Homeoffice beantragen: So überzeugen Sie Ihren Chef

Viele wollen, wenige können – so lässt sich das Verhältnis von Arbeitnehmern zum Homeoffice zusammenfassen. Was fehlt, ist oft die Zustimmung vom Chef. Damit das klappt, braucht es vor allem gute Argumente. Für Sie mag es praktisch sein, von Zuhause arbeiten zu können. Wollen Sie den Arbeitgeber davon überzeugen, müssen Sie darauf eingehen, wie auch das Unternehmen davon profitiert. Zudem geht es darum, Zweifel zu entkräften und dem Chef klar zu machen, dass Leistungen und Ergebnisse darunter nicht leiden werden, wenn Sie im Homeoffice arbeiten. Damit Ihnen das gelingt, haben wir einen Leitfaden in drei Schritten zusammengestellt, wie Sie Ihren Chef vom Homeoffice überzeugen. Laden Sie sich dazu einfach dieses kostenlose PDF herunter.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
Anzeige
28. August 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


Ebenfalls interessant:
Weiter zur Startseite