Kündigung in der Probezeit: Und jetzt?

Die Probezeit kann bis zu sechs Monate dauern und dient dem gegenseitigen Kennenlernen unter realen Arbeitsbedingungen. Während der Probezeit gilt deshalb noch kein Kündigungsschutz.

Wenn es nicht passt, können beide Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber – jederzeit eine Kündigung in der Probezeit aussprechen. Ohne Angabe von Gründen. Die Kündigungsfrist beträgt dann nur zwei Wochen.

Kommt die Kündigung überraschend, ist das für viele ein Schock. Wir zeigen Ihnen, wie Sie professionell mit der Kündigung in der Probezeit umgehen, welche Rechte Sie haben und wie Sie darauf reagieren sollten. Dazu gibt es Tipps und Tricks für die Bewerbung danach…

Anzeige
Kündigung in der Probezeit: Und jetzt?

Kündigung in der Probezeit: Die wichtigsten Fakten

Ob es eine Probezeit gibt, steht im Arbeitsvertrag. Deren Dauer wird die hier genau geregelt.

Eine typische Formulierung könnte zum Beispiel lauten:

Es wird eine Probezeit von sechs Monaten vereinbart. Sie beginnt mit dem Arbeitsvertrag und endet oh­ne dass es ei­ner Kündi­gung be­darf mit dem Ab­lauf des TT.MM.JJJJ. Während der Probezeit kann das Angestelltenverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen von beiden Seiten ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.



In Deutschland ist in § 622 Abs. 3 BGB vorgeschrieben, dass die Probezeit maximal sechs Monate beträgt. Danach gilt automatisch der gesetzliche Kündigungsschutz.

Eine Kündigung ist jetzt nur noch innerhalb der gesetzlichen, vertraglichen oder tariflichen Kündigungsfristen möglich und muss vom Arbeitgeber zusätzlich begründet werden.

Während der Bewährungsprobe und Wartezeit gilt all das nicht. In dieser Zeit gelten für eine Kündigung besondere Regeln.

Fristen: Kann man in der Probezeit jederzeit kündigen?

Sie können während der Probezeit zu jedem Zeitpunkt kündigen. Dazu müssen Sie nicht bis zum Ende des Monats oder bis zum 15. des Monats warten. Ist die Kündigung rechtswirksam, endet das Arbeitsverhältnis automatisch zwei Wochen nach der Kündigung.

Auch längere Kündigungsfristen während der Probezeit sind möglich. Sie gelten dann aber für beide Seiten und müssen schriftlich im Arbeitsvertrag fixiert sein.

Die verkürzte Kündigungsfrist gilt übrigens bis zum Schluss der Probezeit. Sie können auch am letzten Tag noch ohne Begründung und mit einer Frist von 14 Tagen gefeuert werden oder selber kündigen.


Ausnahmen: Keine Kündigung in der Probezeit

Tatsächlich gibt es Ausnahmen von dem Recht zur jederzeitigen Kündigung während der Probezeit. Damit Arbeitnehmer nicht völlig der Willkür des Chefs ausgesetzt sind, müssen sich diese an ein paar Regeln halten:
  • Unzeiten
    Eine Kündigung in der Probezeit zu sogenannten Unzeiten ist nicht erlaubt und unwirksam. Dazu zählen Zeitpunkte, in denen Mitarbeiter besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Zum Beispiel nach einem Todesfall in der Familie.
  • Diskriminierung
    Mitarbeiter dürfen nicht aufgrund einer gewerkschaftlichen oder politischen Tätigkeit während der Probezeit gekündigt werden. Die Gründe dürfen generell nicht diskriminierend sein. Zum Beispiel wegen des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder Religion.
  • Personengruppen
    Schwangere, Auszubildende und Schwerbehinderte genießen besonderen Schutz. So gilt das Kündigungsschutzgesetz für Schwangere bereits während der Probezeit. Bei Auszubildenden ist wiederum eine vollständige Probezeit vorgeschrieben (Mehr dazu weiter unten).
  • Betriebsrat
    Nach § 102 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) muss – falls vorhanden – der Betriebsrat auch bei einer Kündigung während der Probezeit angehört werden. Falls das nicht passiert, ist der Rausschmiss ungültig.



Übrigens: Laut Statistik scheitern bis zu 25 Prozent der Arbeitsverhältnisse noch in der Probezeit.

Kann man in der Probezeit auch mit sofortiger Wirkung kündigen?

Das geht nur bei einer sogenannten außerordentlichen Kündigung – auch bekannt als fristlose Kündigung.

Bei schwerwiegenden Verstößen (Diebstahl, Untreue, Arbeitszeitbetrug, schwere Beleidigung) kann sie vom Arbeitgeber auch in der Probezeit ausgesprochen werden. Das Arbeitsverhältnis endet in dem Fall mit sofortiger Wirkung.

Auch Arbeitnehmer können einen fristlose Kündigung aussprechen. Diese ist allerdings an Auflagen und Voraussetzungen gebunden:

  • Sie müssen anhaltend, unzumutbare Überstunden leisten.
  • Sie werden zu einer Straftat aufgefordert.
  • Der Arbeitsschutz wird missachtet.
  • Sie werden sexuell belästigt oder mit Gewalt bedroht.
  • Sie sind permanenten Beleidigungen ausgesetzt (Mobbing).
  • Das Gehalt wird nicht gezahlt.
  • Schwere Krankheit, die die Weiterarbeit unmöglich macht.


Kann ich auch bei einem befristeten Vertrag kündigen?

Ein befristeter Arbeitsvertrag wird für eine vorher festgelegte Zeit geschlossen. Meist ein oder zwei Jahre. Oft gibt es dafür einen Anlass, sogenannte Sachgründe (Schwangerschaftsvertretung, Urlaubsvertretung, etc.).

Durch die Befristung fällt die Probezeit in der Regel weg. Ebenso kann der Vertrag ordentlich nicht vorzeitig gekündigt werden. Das ist nur außerordentlich, also wieder fristlos aus oben genannten Gründen möglich.

Werden im Arbeitsvertrag keine Regelungen für die Kündigung getroffen, gibt es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer KEINE Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung bei einem befristeten Vertrag.

Gründe: Braucht die Kündigung in der Probezeit eine Begründung?

Innerhalb der Probezeit können Arbeitnehmer und Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen kündigen. Es gibt weder ein Recht auf, noch eine Pflicht zur Begründung. Ein einfaches Kündigungsschreiben reicht. Es ist schließlich eine Testphase.


TIPP: Immer um ein Arbeitszeugnis bitten
Sobald das Arbeitsverhältnis endet – egal, wie lange es gedauert hat – haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Bitten Sie daher immer mit der Kündigung innerhalb der Probezeit um ein…

Sie brauchen das Zeugnis eventuell für die Bewerbung. Damit können Sie später die Beschäftigung und die dort gesammelten Erfahrungen formal nachweisen.


Gratis-Muster: Kündigungsschreiben für Arbeitnehmer & -geber

Für den Fall, dass Sie das Arbeitsverhältnis beenden und eine Kündigung aussprechen wollen, haben wir zwei Musterschreiben für beide Vertragsparteien vorbereitet: für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Vorlagen können Sie sich kostenlos herunterladen.

Bitte achten Sie bei der Übernahme der Formulierungen lediglich darauf, die für Sie zutreffenden Fristen noch einzufügen:

Kündigung durch den Arbeitnehmer
WORD Download Icon
Kostenlose Vorlage hier als WORD-Datei herunterladen:

Download
Kündigung durch den Arbeitgeber
WORD Download Icon
Kostenlose Vorlage hier als WORD-Datei herunterladen:

Download



Darüber hinaus müssen Sie bei einer Kündigung – egal, ob in der Probezeit oder danach – immer folgende Grundregeln beachten.


Die Grundregeln der Kündigung
  • Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche oder elektronische Kündigungen per Mail, Fax oder SMS sind unwirksam.
  • Eine rechtskräftige Kündigung benötigt zwingend ein aktuelles Datum und Ihre eigenhändige Unterschrift.
  • Der Briefkopf muss zwei Adressen enthalten: Die des Kündigenden und die desjenigen, dessen Vertrag gekündigt werden soll. Achtung: Beide Namen und Anschriften müssen korrekt geschrieben sein!
  • Bei einer regulären Kündigung müssen Sie keinen Kündigungsgrund nennen. Der wird erst bei einer fristlosen Kündigung Pflicht.
  • Die Kündigung muss „eindeutig“ sein (Betreff: „Kündigung“) und kann nicht zurückgenommen werden.
  • Bei Arbeitsverträgen ist nach Ende der Probezeit die gesetzliche Kündigungsfrist (§ 622 BGB Abs. 1) zu beachten. Es sei denn der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag regeln etwas anderes.

Wird man vom Arbeitsamt gesperrt wenn man in der Probezeit kündigt?

Wenn Sie selber gekündigt haben: in der Regel – ja. Wer kündigt, hat formal seine Arbeitslosigkeit selbst verursacht. Die Folge ist eine bis zu 3-monatige Sperrzeit bei der Arbeitsagentur.

Diese Sperrfrist kann jedoch im Einzelfall entfallen, wenn es schwerwiegende Gründe für die Kündigung gab. Dazu zählen beispielsweise Mobbing am Arbeitsplatz sowie unzumutbare Arbeitsbedingungen.

Wird hingegen der Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber während der Probezeit gekündigt, droht keine Sperre. Sobald Sie sich bei der Arbeitsagentur als arbeitssuchend melden, haben Sie theoretisch Anspruch auf ALG I.

Allerdings ist die Zahlung des Arbeitslosengeldes an Auflagen geknüpft.


Arbeitslosengeld nach Kündigung in der Probezeit

Um nach der Kündigung in der Probezeit Arbeitslosengeld zu beziehen, müssen Sie die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Sie müssen arbeitslos sein und einen entsprechenden Antrag persönlich bei der Arge gestellt haben.
  • Sie müssen in den vergangenen zwei Jahren wenigstens zwölf Monate versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein.
  • Sie haben Ihren Arbeitsvertrag nicht selbst gekündigt.
  • Ihnen wurde nicht fristlos gekündigt.

Wer bereits vor dieser Stelle für längere Zeit arbeitslos war, erhält ALG II (umgangssprachlich: Hartz IV) und fällt damit in die Zuständigkeit des Jobcenters.

Anzeige

Sonderfälle: Azubis, Krankheit, Resturlaub, Abfindung

Rund um die Kündigung in der Probezeit werden uns immer wieder Fragen gestellt, die wir hier gerne beantworten:

  • Was gilt für Auszubildende in der Probezeit?

    Für die Ausbildung besteht laut Berufsbildungsgesetz eine Probezeit von mindestens einem Monat und maximal vier Monaten. Im öffentlichen Dienst gilt indes eine feste Azubi-Probezeit von drei Monaten, in Pflegeberufen sind es gar sechs Monate (§ 18 AltPflG).

    Weil diese Probezeiten zwingend vorgeschrieben sind, können Sie auch nicht vorzeitig gekündigt werden. Die Idee dahinter ist: Dem Auszubildenden soll die Chance gegeben werden, über seine Berufswahl nachzudenken und diese nach der Bewährungszeit zum Beispiel zu korrigieren.

  • Ist eine Kündigung wegen Krankheit in der Probezeit möglich?

    Weil während der Probezeit kein Kündigungsschutz existiert, ist auch eine Kündigung wegen (längerer) Krankheit denkbar. Nur muss der Arbeitgeber diesen Grund nicht nennen. Warum er Ihnen kündigt, bleibt sein Geheimnis. Oder er nennt einen anderen Grund.


    Es ist möglich, dass der Arbeitgeber innerhalb der Probezeit eine Kündigung mit verlängerter Kündigungsfrist ausspricht. Sozusagen als neue Bewährungsprobe. Bei Bestehen wird das Arbeitsverhältnis fortgesetzt.

    Die Masche ist rechtlich zulässig, wird jedoch häufig als Hintertür genutzt, um die Probezeit über die Dauer von sechs Monaten zu verlängern.

  • Was passiert mit dem Resturlaub nach der Kündigung?

    Auch in der Probezeit erwerben Sie schon einen Urlaubsanspruch. Dieser ist im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt.

    Die gesetzliche Mindestdauer für den Jahresurlaub beträgt bei einer 5-Tage-Woche 20 Werktage und bei einer 6-Tage-Woche 24 Werktage. Sie entspricht damit umgerechnet einem Urlaub von vier Wochen im Jahr.

    Grundsätzlich verfällt Ihr Anspruch auf Resturlaub weder bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber noch bei einer Eigenkündigung. Entscheidend dafür, wie viele Urlaubstage Sie haben, ist der Kündigungszeitpunkt:

    • Kündigung bis zum 30. Juni: Wer in der ersten Jahreshälfte aus dem Unternehmen ausscheidet, hat Anspruch auf ein Zwölftel seines Jahresurlaubs für jeden vollen Monat Betriebszugehörigkeit.
    • Kündigung nach dem 30. Juni: Erst ab der zweiten Jahreshälfte wird der volle Jahresurlaubsanspruch erworben.

    Den Resturlaub können Sie in den letzten Tagen der Beschäftigung nehmen und so die Bleibedauer verkürzen. Alternativ können Sie sich den Gegenwert der Arbeitstage auszahlen lassen.

    Der Arbeitgeber muss Sie übrigens inzwischen von sich aus auf Ihren Resturlaub hinweisen. Er verfällt also nie automatisch.

  • Gibt es eine Abfindung bei der Kündigung in der Probezeit?

    Es gibt keinerlei Anspruch auf eine Abfindungszahlung. Auch nicht in oder nach der Probezeit.

    Ausnahmen kann es höchstens geben, wenn der Arbeitgeber Fehler bei der Kündigung gemacht hat und der Arbeitnehmer glaubhaft mit einer Kündigungsschutzklage droht. In solchen Fällen werden Abfindungen gezahlt, um einen teuren Rechtsstreit zu verhindern und den Mitarbeiter früher loszuwerden.

Reaktion: Was tun bei vorzeitiger Kündigung?

Für Arbeitnehmer ist eine Kündigung in der Probezeit frustrierend. Sie kann zur Belastung für die Psyche mutierten. Dem können Sie allerdings etwas entgegensetzen, indem Sie lernen, richtig damit umzugehen:

  1. Kündigung prüfen
    Wie schon erwähnt, ist eine wirksame Kündigung an Voraussetzungen geknüpft. Ist eine davon nicht erfüllt, können Sie der Kündigung widersprechen. In der Probezeit wird das das Ende des Beschäftigungsverhältnisses zwar nur verzögern. Der Arbeitgeber legt dann eben sofort eine korrekte Kündigung nach. Aber manchmal können ein paar Tage länger Gehalt einen Unterschied machen.
  2. Souverän bleiben
    Es ist völlig verständlich und menschlich nachvollziehbar, dass Sie nach einer vorzeitigen Kündigung wütend oder traurig sind. Nur ungebremst rauslassen, sollten Sie das nicht. Erstens wäre das unprofessionell. Zweitens riskiert, wer jetzt dem Chef jetzt ein zorniges „Sie Arschloch!“ entgegen ruft, eine nachträgliche fristlose Kündigung. Die macht sich im Lebenslauf noch schlechter.

    Bleiben Sie also im Job ganz Profi. Lästern Sie nicht. Machen Sie nicht blau, sondern erledigen Sie Ihren Job ganz regulär noch zwei Wochen lang. Das kann man mal aushalten. Ab jetzt arbeiten Sie nicht mehr für Ihren Chef, sondern für Ihren guten Ruf.


    TIPP
    Auch wenn es offiziell keine Begründung gibt: Suchen Sie das Gespräch mit dem Chef. Bitten Sie um einen kurzen Termin, bleiben Sie dabei ruhig und sachlich und erkundigen Sie sich nach den Gründen.

    Das Feedback sollte natürlich konstruktiv sein, sonst lernen Sie nichts. Nutzen Sie aber die Zeit, um Fragen zu stellen oder um Ratschläge zu erbitten. Es heißt: Man begegnet sich immer zweimal im Leben. Wollen Sie in Branche tätig bleiben, empfiehlt sich ohnehin ein Abschied in Würde.

  3. Gründe analysieren
    Auch wenn Sie enttäuscht sind: Wichtig ist jetzt, dass Sie raus aus der Opferrolle kommen. Analysieren Sie ehrlich und mit kühlem Kopf, warum es zur Kündigung innerhalb der Probezeit gekommen ist:
    • Gab es häufige Fehler Ihrerseits? Welche?
    • Hat der Arbeitgeber Ihre Leistungen öfter kritisiert? Was?
    • Haben die Kollegen sie abgelehnt oder ausgegrenzt? Warum?
    • Waren die Anforderungen im Job zu hoch? Oder zu niedrig?
    • Entsprach der Beruf Ihren Vorstellungen? Warum nicht?

    Gehen Sie die Probezeit noch einmal Schritt für Schritt gedanklich durch. Auch wenn es unbequem wird: Sie können daraus nur für den nächsten Job lernen und es besser machen. Und das ist das Ziel.

Die zweite Chance dieser 3-stufigen Reaktion besteht darin, dass Sie zugleich eine gute Begründung finden. Die Frage nach der abgebrochenen Probezeit kommt spätestens im Vorstellungsgespräch. Dort sollten Sie die Kündigung erklären können.

Die Analyse und Selbstreflexion leistet dazu eine wesentliche Vorarbeit.

Bewerbung nach Kündigung: Muster für ein Anschreiben

Eine Kündigung muss im Anschreiben nicht explizit erwähnt werden. Viel wichtiger als die Rückschau ist bei der Bewerbung eine sogenannte Hin-zu-Motivation. Also der Grund, warum Sie die neue Stelle und zu diesem Wunscharbeitgeber wollen.

Ihre Qualifikationen und Kompetenzen sind für den künftigen Arbeitgeber entscheidender, als irgendwelche Kündigungsgründe.

Um Ihnen die Bewerbung nach einer Kündigung zu erleichtern, haben wir für Sie ein Muster-Anschreiben verfasst, dass Sie gerne nutzen können.

Allerdings bitte nicht wortwörtlich kopieren! Sie können und sollten die Bewerbungsvorlage direkt hier online im Browser editieren und umschreiben, bevor Sie diese kopieren und verwenden.

Zum Editieren der Vorlage klicken Sie bitte einfach auf den blauen Kasten:



Max Mustermann
Beispielstraße 1
12345 Musterhausen
Mobil: 0170/12 34 56 78
Mail: [email protected]

Arbeitgeber GmbH
z.Hd. Peter Personaler
Gewerbestraße 5
12345 Musterhausen
TT.MM.JJJJ


Bewerbung auf Ihre Stelle als Mechatroniker / Karrieresprung.de


Sehr geehrter Herr Personaler,

ich habe mich sehr gefreut, als ich Ihre Stellenanzeige auf Karrieresprung.de las: Ihre Beschreibung eines erfahrenen Mitarbeiters im Bereich Entwicklung in der Automobil-Branche passt hervorragend zu meinem Profil.

In den vergangenen Jahren habe ich bei zwei renommierten Automobil-Zulieferern nicht nur Steuermodule entwickelt und entworfen, sondern auch Teams und Projekte erfolgreich geleitet.

Ein Auszug meiner wichtigsten Projekte:

  • Entwicklung einer neuen Steuereinheit vom Prototypen-Stadium bis zur Serienreife.
  • Optimierung bestehender Steuerungseinheiten und Steigerung der Effizienz des Produktionsprozesses.
  • Maßgebliche Mitwirkung bei Entwurf und Konzept innovativer Steuerungsmodelle für die nächste Automobil-Generation.

Ihr Unternehmen, meine Chance

Diese Berufserfahrungen sowie mein umfassendes Know-how möchte ich nun gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen. Vor allem die enorme Bandbreite Ihrer Abteilungen und Arbeitsfelder reizen mich sehr: Ich bin davon überzeugt, nicht nur mich und meine Talente hier weiterentwickeln zu können, sondern so auch in den kommenden Jahren einen großen Mehrwert zu schaffen.

Mit mir erhalten Sie einen Mitarbeiter, der nicht nur hoch motiviert, selbstständig und kreativ nach neuen Lösungen sucht, sondern auch Probleme schnell identifiziert und teamorientiert angeht. Gerne beantworte ich Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch und freue mich auf die Einladung.

Da mein Arbeitsverhältnis zum TT.MM.JJJJ endet, stehe ich ab dem TT.MM.JJJJ zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift Lebenslauf Bewerbung Beispiel

200 Geheimcodes im Arbeitszeugnis Download

Bewerbungsvorlagen:
120+ kostenlose Muster

Woanders bezahlen Sie viel Geld für exklusives Design – bei uns bekommen Sie mehr als 120 professionelle Bewerbungsvorlagen als WORD-Datei absolut kostenlos. Die Muster für Lebenslauf, Anschreiben und Deckblatt enthalten zudem viele Beispieltexte für unterschiedliche Berufe, die Ihnen das Formulieren erleichtern.

Sorgen Sie für den perfekten ersten Eindruck in der Bewerbung. Alle Vorlagen sind in Farbe und Schriftart anpassbar.

ᐅ Zum Download der Vorlagen ᐊ

Vorstellungsgespräch: So lässt sich die Kündigung erklären

Auch wenn eine Kündigung in der Probezeit unschön aussieht: Sie kommt vor. Bei vielen Berufseinsteigern und erfahrenen Arbeitnehmern. Das wissen auch Arbeitgeber und Personaler: Manchmal passt es einfach nicht.

Entscheidend ist jetzt die richtige innere Haltung.


Im Falle einer Arbeitgeberkündigung raten Experten dazu, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Begründen Sie gegenenenfalls die Kündigung, erklären Sie die Gründe. Aber rechtfertigen Sie sich nie! Wer sich verteidigt, macht sich verdächtig.

Ebenfalls tabu: Schuldzuweisungen und schlecht über bisherige Arbeitgeber reden. Ihre Motivation ist allein ein positiver Blick in die Zukunft und die neue Stelle.


War die Kündigung betriebsbedingt, war es ohnehin nicht Ihr Fehler. War es Ihre Schuld (zum Beispiel mangelhafte Leistungen), sagen und zeigen Sie – konstruktiv -, was Sie daraus gelernt haben und künftig besser machen.

Ehrlich wäre auch, dass die Chemie nicht gestimmt hat. Das kann passieren. Vor allem bei einem Chefwechsel. Stehen Sie dazu und schildern Sie Ihre Gegenmaßnahmen.

Für den neuen Arbeitgeber sind hierfür zwei Fragen ausschlaggebend:

  • Was haben Sie aus der Kündigung gelernt?
  • Was tun Sie, damit es im neuen Unternehmen besser läuft?

Falscher Stolz ist hierbei oft das größte Handicap. Wer im Jobinterview hingegen eigene Fehler einräumt und zeigt, dass und was er oder sie daraus gelernt hat, wirkt wesentlich souveräner und sammelt Sympathiepunkte.

Keiner ist perfekt. Aber Lernwille und konstruktive Reflexionsfähigkeit sind wesentliche Soft Skills und gefragte Eigenschaften bei der Bewerbung. Wer diese beweist, wird eher eingestellt, als jemand, der vorgibt fehlerlos zu sein.



Gute Begründungen können auch sein:
  • Die Aufgaben haben sich in der Probezeit – entgegen Ihrer Erwartung – stark verändert.
  • Die Unternehmenskultur und die Werte des Unternehmens haben nicht zu Ihren gepasst.
  • Ihre Vorstellung und die Beschreibung des Arbeitsplatzes haben nicht mit der Realität übereingestimmt.
  • Es gab Veränderungen im Unternehmen, die das Arbeitsumfeld nachhaltig beeinflusst haben.
  • Berufliche Perspektiven haben sich als nicht mehr attraktiv herausgestellt.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Bewerbung!

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Tero Vesalainen by Shutterstock.com]

19. Juni 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

Weiter zur Startseite