Motivation: 5 Psychotricks die Sie neu motivieren

Geht es um Zielerreichung, ist Motivation für jeden ein großes Thema. Chefs und Unternehmen wollen, dass ihre Mitarbeiter sich vor Energie kaum auf den Bürostühlen halten können und sich motiviert auf jede Aufgabe stürzen. Arbeitnehmer haben den Wunsch, Spaß an der Arbeit zu finden und jeden Tag gerne den Weg zum Arbeitsplatz anzutreten. Selbst im privaten Bereich sucht jeder nach Motivation. Was auch immer wir anfangen, wir wollen dahinter stehen, uns einbringen. Egal ob Beruf, Hobby, Sport, Ehrenamt oder Start in die Selbstständigkeit: Motivation ist ein grundlegender Erfolgsfaktor, ohne den es einfach nicht geht. Aber was macht Motivation eigentlich aus, wie entsteht sie und was sorgt für Motivationsprobleme? Wir haben die Antworten zu den wichtigsten Fragen…

Motivation: 5 Psychotricks die Sie neu motivieren

Definition: Was ist Motivation eigentlich?

Motivation intrinsisch Definition PsychologieAn Montagen lässt sich wöchentlich die Motivation der Kollegen ablesen. Das Wochenende ist gerade erst vorbei und wo man auch hinsieht, wird über den Wochenanfang gestöhnt:

  • Keine Lust…
  • Bin noch so müde…
  • Ich brauche noch einen dritten Kaffee…
  • Ich hasse den Montag…

Motivation scheint an diesem Tag absolute Mangelware zu sein. Grund genug, hinzusehen, was Motivation eigentlich ist. Bekannt ist, dass Motivation den Antrieb eines Menschen beschreibt.

Das zeigt sich auch in den häufigsten Synonymen, zu denen Anreiz, Ansporn, Interesse oder die Lust, etwas zu tun, zählen. Wahre Motivation ist jedoch stärker und lässt sich durch das Wort selbst beschreiben:

Motivation umfasst alle Motive eines Menschen, die ihn zu bestimmten Entscheidungen und Handlungen bewegen.

Motive spielen auch im Negativen beispielsweise bei Straftaten vor Gericht eine Rolle. Wir alle haben die unterschiedlichsten Motive für unser Verhalten.

Ein Motiv im Job kann beispielsweise sein, beruflich voranzukommen, sich einen Ruf zu erarbeiten, die Karriereleiter emporzusteigen und mehr Verantwortung zu tragen, ein hohes Gehalt zu beziehen, einen Firmenwagen zu bekommen oder auch das große Einzelbüro nutzen zu dürfen.

Weniger materialistische Motive können die Versorgung der eigenen Familie sein, aber auch den eigenen Lebensstandard zu halten oder der Wunsch, glücklich und zufrieden mit dem eigenen Leben zu sein.

Motivation ist die Gesamtheit der Gründe, die einen Menschen das tun lassen, was er tut. Sie bestimmt das Streben eines jeden einzelnen nach seinen individuellen Zielen.

Zwei Motivationsformen: Intrinsisch und extrinsisch

Eine Frage, die so alt ist wie die Menschheit selbst: Woher kommt die Motivation? Kommt sie von innen oder doch eher von außen? Mit der Zeit haben sich dabei zwei regelrechte Lager gebildet, die unterschiedliche Ansichten vertreten und versuchen, ihre Seite mit Argumenten zu untermauern.

Einteilen lässt sich die Motivation dabei in intrinsische und extrinsische.

  • Intrinsische Motivation

    Diese Form wird dabei von vielen als besonders stark angesehen. Es ist die Motivation, die von innen heraus kommt. In diesem Verständnis haben andere nur wenig bis gar keinen Einfluss auf die eigene Motivation.

    Um intrinsische Motivation zu spüren, müssen Sie für sich persönlich herausfinden, was Sie antreibt und was Ihnen Spaß macht. Ein Paradebeispiel für intrinsische Motivation wäre beispielsweise, wenn Sie Ihren Job auch ohne Bezahlung machen würden und dabei genau so glücklich und zufrieden wären.

  • Extrinsische Motivation

    Das Gegenteil ist die sogenannte extrinsische Motivation. Hier dreht sich alles um die Motivation von außen. Der Antrieb eines Menschen entsteht nach dieser Ansicht, wenn Anreize von außen gegeben werden. Häufig ist dieser Stimulus finanziell.

    Stellt der Chef beispielsweise eine Gehaltserhöhung in Aussicht, wenn die Leistung stimmt, handelt es sich um extrinsische Motivation. Es muss aber nicht ums Geld gehen. Extrinsische Motivation wäre es etwa auch, wenn Sie von dem Wunsch angetrieben werden, sich einen bestimmten Ruf zu erarbeiten oder nach dem Ansehen Ihrer Freunde streben.

    Ebenfalls als extrinsische Motivation kann Strafe oder verschiedene Formen von Sanktionen angesehen werden – etwa wenn ein Mitarbeiter bestimmte Tätigkeiten nur verrichtet, um einer Abmahnung zu entgehen.

Intrinsische und extrinsische Motivation schwanken

Motivation intrinsischStress, aber auch negative Gedanken sind wahre Motivationskiller.

Gerade extrinsische Motivation kann schnell wegbrechen, wenn der Motivator fehlt: Sie haben einen gewissen Status oder eine höhere Gehaltsstufe erreicht – und jetzt? Plötzlich fehlt der Antrieb, der Sie vorher noch motiviert hat. Dann braucht es etwas Neues, das die Rolle übernimmt.

Aus intrinsischer Sicht ist die Sache etwas anders. Auch diese Motivation kann schwinden, allerdings bleibt das grundsätzliche Motiv erhalten. Sie haben immer noch Spaß an der Sache, die Umstände machen es nur gerade schwer und begraben Ihre Motivation unter Problemen. Hier müssen Sie Ihre Motivation wieder freilegen, die Störfaktoren bereinigen und sich wieder auf das besinnen, was Sie motiviert.

Ob Motivation nun von innen oder außen kommt und welche der ausschlaggebende Faktor ist, darüber scheiden sich die Geister. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen und im besten Fall kommen beide Quellen der Motivation – intrinsische wie extrinsische – zusammen und ergänzen sich.

Motivation Psychologie: Das Tier in uns

Rein biologisch betrachtet ist der Mensch ein Tier. Und will man Motivation psychologisch erklären, dann sind es emotionale und neuronale Aktivitäten, die uns schließlich dazu bringen, bestimmte Ziele erreichen zu wollen.

Dicht damit verknüpft sind physiologische Bedürfnisse, die jeder Mensch kennt. Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow gilt als einer der Pioniere in der humanistischen Psychologie. Nach ihm ist die bekannte Maslowsche Bedürfnispyramide benannt. Dieses Modell illustriert in verschiedenen Abstufungen, wie verschiedene Bedürfnisse aufeinander aufbauen.

Anders ausgedrückt: Es ist erkennbar, wann Menschen eine Motivation entwickeln, um in die nächsthöhere Stufe zu gelangen. Gemäß Maslow ist das gegeben, wenn die Bedürfnisse in der Stufe zuvor befriedigt sind. Aus einem Bedürfnis wird Motivation und daraus eine zielgerichtete Handlung.

Motivation Beduerfnispyramide Maslow Grafik

Anhand der obigen Grafik lässt sich nachvollziehen, dass es bestimmte Bedürfnisse gibt, die elementar sind und alle betreffen, andere eher weniger. Maslow selbst spricht von den sogenannten Defizitbedürfnissen.

Dazu gehören Grundbedürfnisse wie Essen, Schlafen und Sex; Sicherheitsbedürfnisse wie ein Dach übern Kopf und eine Arbeit, die das eigene Überleben sichert; aber auch soziale Bedürfnisse wie der Wunsch nach einem Partner oder Freunden.

Erst wenn diese drei ersten Stufen befriedigt sind, hat der Mensch überhaupt Reserven frei, um seine Kräfte für etwas anderes zu bündeln. Er kann dann die Motivation entwickeln, nach Selbstverwirklichung zu streben.

Psychologisch erklärt handelt es sich bei Motivation um ein indirekt beobachtbares Phänomen. Menschen sind aufgrund einer bestimmten Motivation bereit, Arbeit, Energie und Zeit zu investieren, nur um etwas zu erreichen.

Bestes Beispiel: Sie wollen das Abitur nachholen. Sie versprechen sich dadurch in absehbarer Zeit einen Karrieresprung, also sind Sie bereit, diverse Anstrengungen und Einbußen hinzunehmen.

Kein Entweder-Oder, sondern beides

Motivation Arbeit BeispieleKlar festgelegt haben sich die beiden amerikanischen Psychologen Edward L. Deci und Richard M. Ryan. Von ihnen stammt die Selbstbestimmungstheorie (Self-Determination Theory, abgekürzt SDT).

Sie besagt, dass Menschen sowohl durch extrinsische als auch intrinsische Motivation getrieben werden. Basis ihrer Überlegungen sind die Ausführungen Maslows, Bedürfnisse als Antrieb hinter der Motivation zu sehen.

Deci und Ryan sehen drei psychische Grundbedürfnisse, die jeder Mensch hat:

  • Bedürfnis nach Kompetenz (effectancy),
  • Bedürfnis nach Autonomie/ Selbstbestimmung (autonomy) und
  • Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit (affiliation).

Vor allem das Bedürfnis nach Kompetenz und Autonomie sei für die Ausbildung intrinsischer Motivation maßgebend. Sie führt dazu, dass Menschen selbstgesteuert lernen und wird durch Neugier, Auskundschaften, Interesse und Spontaneität befeuert.

Wegen ihr wollen Menschen ganz aus sich heraus eine Sache voll und ganz beherrschen und empfinden Vergnügen dabei. Das Verhalten an sich ist schon Belohnung genug, ohne dass es auf einen rationalen Zweck ausgerichtet sein muss.

Beobachten lässt sich diese intrinsische Motivation, wenn beispielsweise ein Fachinformatiker seinen Nachbarn bei der Installation des neuen Betriebssystems hilft, ohne dass es ihm etwas ausmacht oder er eine Gegenleistung dafür erwartet.

Motivation lernen: Analyse und Tricks

Lässt sich Motivation lernen und wenn ja, wie? Motivation ist eine Einstellungssache. Sie fällt nicht vom Himmel. Gerade mit Blick auf anstehende Aufgaben sollten Sie sich die Frage stellen, was Sie wollen. Diese sieben Tipps können Ihnen dabei helfen, Motivation zu lernen:

  • Klären Sie, was Sie erreichen wollen.

    Welche Ziele wollen Sie erreichen? Geht es darum, unangenehme Aufgaben wie Putzen und Aufräumen zu erledigen, geht es um persönliche Ziele wie das Wunschgewicht oder eine bessere körperliche Konstitution?

    Oder um berufsrelevante Bereiche wie beispielsweise Lernen für die Abschlussprüfung, Abarbeiten langweiliger Aufgaben? Gehen Sie dabei in Gedanken durch, wie wichtig Ihnen diese Sache ist, inwieweit sie Sie weiterbringt. Bedenken Sie ebenso, dass unerledigte Sachen selbst unterbewusst oft wie Ballast wirken.

    Wenn es sich um etwas am Arbeitsplatz handelt, klären Sie, ob Sie die Aufgabe einem Kollegen übertragen und im Gegenzug etwas anderes übernehmen können. Kommt diese Möglichkeit nicht infrage, sollten Sie sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden, um dieses Kapitel ein für allemal zu beenden.

  • Identifizieren Sie Ihre Demotivatoren

    Nahezu jeder würde einem besseren Gewicht, einer sportlicheren Verfassung und mehr Erfolg im Beruf zustimmen. Trotzdem scheitern auf dem Weg dorthin viele. Es reicht nicht nur, Ziele und Wünsche zu haben, so realistisch sie auch sein mögen. Fast noch wichtiger ist zu erkennen, woran die Umsetzung scheitert: Was hindert Sie, steht der Zielerreichtung regelmäßig im Wege?

    Ein Beispiel dafür könnte sein, dass Sie sich nach Feierabend nicht mehr zum Sport aufraffen können, wenn Sie erst einmal auf dem Sofa gelandet sind. Umgehen könnten Sie das, indem Sie die Sportsachen direkt im Auto haben, nach der Arbeit nicht den Umweg nach Hause nehmen und erst gar nicht auf dem Sofa landen. Wer keine Sportkleidung mitnehmen kann, könnte seine Tasche zumindest bereits fertig gepackt direkt am Eingang stehen haben.

    Wer seine Hindernisse identifiziert hat, kann sich daranmachen, diese zu umgehen. Sobald Sie gegen Ihre tiefsten inneren Wünsche handeln sollen, kann es nicht funktionieren. Wer Joggen beispielsweise furchtbar findet, sollte nicht einem unerreichbaren Ideal hinterherrennen, sondern stattdessen etwas anderes finden, beispielsweise Schwimmen.

  • Erzeugen Sie künstlichen Zeitdruck.

    Es ist ein alter Hut: Unangenehme Aufgaben werden gerne mal länger vor sich hergeschoben. Dann rückt der Zeitpunkt näher, an dem sie erledigt sein müssen und plötzlich werden wir beflügelt.

    In der wenigen Zeit, die nur noch zur Verfügung steht, werden plötzlich 80 Prozent der Arbeit erledigt. Dieses Phänomen sollten Sie sich zunutze machen, indem Sie sich selbst Deadlines setzen und auch einhalten.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie das tun, ist deutlich größer, wenn Sie anderen Menschen davon erzählen – denn letztlich geht es um Ihre eigene Glaubwürdigkeit, die Sie nicht selbst untergraben wollen.

  • Erkennen Sie Ihre Motivatoren.

    Überlegen Sie, was genau Sie antreibt: Sind es vor allem extrinsische Faktoren wie die Anerkennung anderer und Geld? Überlegen Sie, welche Faktoren dazu beitragen, dass Sie eher demotiviert sind und welche Sie eher motivieren.

    Angenommen, Sie müssen für eine Prüfung lernen: Gruselt es Sie bereits bei dem Gedanken, allein bei schönstem Sonnenschein in der Bude zu hocken? Dann können Sie sich motivieren, indem Sie sich Unterstützung holen und beispielsweise in der Gruppe lernen. Oder aber Sie nutzen das Wetter und gehen in den Park.

    Unterstützung können Sie sich mit positivem Denken und Visualisierung. Stellen Sie sich vor, wie Sie mit Eifer Ihre Anliegen erledigen und wie zufrieden Sie anschließend sein werden.

    Gehen Sie dabei realistisch vor, indem Sie Ihre Vorstellungen mit früheren, positiven Erfahrungen verknüpfen – beispielsweise: Ich werde nach dieser Prüfung so stolz sein wie damals nach dem Abitur.

  • Schaffen Sie Routinen.

    Ganz gleich, ob im Sport oder im Berufsleben: Routinen erleichtern das Leben. Sie wissen, was zu tun ist, arbeiten es ab, verschwenden keine unnötige Energie darauf zu überlegen, was Sie als nächstes tun und kommen dadurch Ihrem Ziel einen Schritt näher.

    Eine Routine könnte sein, jeden Sonntagvormittag mit einem Kollegen Laufen zu gehen. So schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe: Sie motivieren sich gegenseitig dadurch, das niemand den anderen hängen lässt, Sie tun etwas für Ihre Fitness und stärken den Kontakt zu einer Person, mit der Sie gut auskommen oder sogar befreundet sind.

    Ebenso denkbar sind Tagesroutinen mit festen Zeiten, etwa jeden Tag um 10.30 und 14 Uhr Mails checken und beantworten – in einer Zeit, wo nach dem Frühstück beziehungsweise Mittagessen ohnehin leicht das Mittagstief zuschlägt. So bleibt für anspruchsvollere Aufgaben die Zeit, in der Sie voll leistungsfähig sind.

  • Zerteilen Sie große Aufgaben.

    Egal, was Sie sich vornehmen: Sie sollten darauf achten, dass Ihre Ziele realistisch sind. In dieser Hinsicht neigen manche Menschen zum Selbstbetrug und planen einen zu kleinen Zeitpuffer oder unterschätzen einfach die Komplexität der Aufgabe.

    Dazu kommt, dass große Aufgaben eher unüberwindbar scheinen und die Prokrastination fördern. Umgehen Sie diese Gefahren, indem Sie das große Ganze in mehrere kleine Aufgaben aufteilen und diese Stück für Stück abarbeiten.

  • Belohnen Sie sich.

    Die Aussicht auf unangenehme Arbeiten wird deutlich angenehmer, wenn Sie sich ebenso plastisch die Belohnungen ausmalen, die Sie sich danach für Ihre Bemühungen gönnen werden. Greifen Sie zu Dingen, die Sie unter anderen Umständen sonst aufschieben würden: Wenn ich diese drei Kapitel im Buch durchgearbeitet habe, treffe ich mich mit Freunden.

    Wichtig ist, dass Sie sich Belohnungen aussuchen, die Sie auch wirklich umsetzen können – wenn keiner Ihrer Freunde zu dem Zeitpunkt Zeit hat, ist Frust vorprogrammiert. Ebenso wenig lässt sich eine Hawaii-Reise umsetzen, wenn Ihnen das Geld oder die Urlaubstage dazu fehlen.

Motivationssprüche und Zitate

  • Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill
  • Der eine bedarf der Zügel, der andere der Sporen. Marcus Tullius Cicero
  • Lust verkürzt den Weg. William Shakespeare
  • Ist unsere Motivation stark und heilsam, können wir alles vollbringen. Dalai Lama
  • Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, sollten wir versuchen, diese zu kontrollieren. Dalai Lama
  • Die einzige Möglichkeit, Menschen zu motivieren, ist die Kommunikation Lee Iacocca
  • Es ist ein Imperativ, dass die Menschen von allen Seiten angeregt werden müssen. Friedrich Schleiermacher
  • Wer etwas will, finde Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe. Deutsches Sprichwort
  • Nichts spornt mich mehr an als die drei Worte: Das geht nicht. Wenn ich das höre, tue ich alles, um das Unmögliche möglich zu machen. Harald Zindler
  • Wessen wir am meisten im Leben bedürfen ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind. Ralph Waldo Emerson

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Spaß und Freude an der Arbeit

Sie selbst sollten ein ureigenes Interesse daran haben, die Motivation im Job zu erhalten. Ihr Arbeitgeber erhält zwar von einem motivierten Mitarbeiter eine gesteigerte Leistung. Aber wer motiviert arbeitet, statt ständig auf die Uhr zu gucken, schafft vor allem sich selbst ein angenehmes Arbeitsumfeld.

Sie selbst profitieren von einer positiven Arbeitsatmosphäre und gleichzeitig von gesteigerter Lebensqualität. Selbstredend, dass sich das auch günstig auf die Gesundheit auswirkt.

Zugegeben: Es gibt Jobs, in denen Hopfen und Malz verloren ist: Bullshit-Jobs. Hier hilft es auch nicht, an der eigenen Motivation zu arbeiten. Vielmehr sollten Sie die Frage nach einem Jobwechsel stellen. Vor allem dann, wenn Sie…

  • sich nicht mit Ihren Aufgaben und dem Unternehmen identifizieren können.
  • sich jeden Morgen zur Arbeit schleppen, Ihnen aber spontan tausend Dinge einfallen, die Sie stattdessen lieber täten.
  • auch nach langem Suchen keinen Sinn in Ihrem Job sehen.
  • merken, dass Ihre Arbeit Sie krank macht.
  • im Unternehmen keine Perspektiven oder Veränderungsmöglichkeiten haben.

Wenn Sie sich in diesen Punkten wiedererkennen, kann Ihnen unser Selbsttest zur Kündigung bei der Entscheidung helfen. Zwar sind Kündigungen mit Unsicherheit verbunden, doch manchmal sind sie der beste Weg.

In allen anderen Fällen gilt jedoch: Motivation im Job lässt sich auch bei eintöniger Arbeit erhalten. Anstatt sich mit Ihrem Schicksal abzufinden, sollten Sie lieber überlegen, wie Sie für sich das Beste daraus machen können.

Ein Trick dabei: Fragen Sie sich nicht, warum Sie den Job machen – gerade wer gegenwärtig völlig unzufrieden ist, wird sich diese Frage mehrfach gestellt haben und zu keiner befriedigenden Antwort gekommen sein.

Besser: Wie bringt mich mein Job meinem Ziel näher?

Damit diese Frage funktioniert, sollten Sie Ihr übergeordnetes Ziel kennen. Dabei kann es sich um ein berufliches Ziel handeln. Arbeiten Sie beispielsweise in einem langweiligen Job, der Sie kaum fordert, könnte die Antwort auf Frage lauten:

Mein aktueller Job dient mir als Einstieg ins Unternehmen. Von hier aus will ich mich hocharbeiten und meinen Karriereplan verwirklichen.

Ist Ihr Ziel jedoch nicht beruflicher Natur, könnte die Antwort beispielsweise auch lauten:

Ich möchte die finanzielle Basis für meine Familie schaffen und ihr möglichst viel Zeit und Aufmerksamkeit zukommen lassen. Da ist es optimal, wenn mein Job mich nicht rund um die Uhr fordert und vollkommen auslastet.

Sich selbst für die Arbeit motivieren

Sie fragen sich, wie Sie sich noch mehr für die Arbeit motivieren können? Wir haben hier 15 weitere, kaum genutzte Tricks zur Motivation. Für den kostenlosen Download (PDF) klicken Sie HIER.

5 Psychotricks, mit denen Sie Ihre Motivation steigern

Kleine Psychotricks helfen uns – im Vorstellungsgespräch, bei der Gehaltsverhandlung, natürlich auch im Blind Date. Aber es müssen gar nicht immer die anderen sein, die wir zu unseren Gunsten beeinflussen. Wir können uns auch selbst manipulieren – und motivieren.

Karrierebibel zeigt Ihnen fünf Psychotricks, die mehr Motivation aus Ihnen herauskitzeln:

  1. Bildschirmhintergrund

    Rot ist gefährlich, blau beruhigend, grün hoffnungsvoll – unterschiedliche Farben transportieren unterschiedliche Emotionen. Fragen Sie mal einen Stier!

    Tatsächlich färben Farben auch auf unsere Leistungskraft und Motivation ab. Laut Ravi Mehta und Rui Zhu von der University of British Columbia in Vancouver macht uns ein roter Bildschirmhintergrund aufmerksamer, wacher.

    Die kanadischen Probanden schnitten im Gedächtnistest besser ab, wenn sie ihn vor einem roten Bildschirmhintergrund absolvierten. Wer dagegen vor einem blauen Monitor saß, konnte Probleme kreativer lösen. Auch Spielzeug, das die Probanden aus blauen Elementen formten, bestach durch seine Kreativität. Das rote Spielzeug war zweckmäßiger.

    Die Wissenschaftler führen die Ergebnisse darauf zurück, dass die Farbe Rot mit Gefahr assoziiert wird. Stoppschild, Fliegenpilz, roter Knopf. Blau hingegen ist die Farbe der Ruhe, Harmonie und Ausgeglichenheit.

    Folglich aktiviert rote Farbe das, was die Forscher eine aktive Vermeidungshaltung nennen. Gefahren sichten und vermeiden. Blau hingegen gebe einem das Gefühl von Sicherheit. Das wiederum fördere – ganz unbewusst – mutige Innovationen.

    Der Ratschlag müsste demnach lauten: Wählen Sie am besten einen blauen Screen – oder malen Sie Ihre Wand blau an.

  2. Hawthorne-Effekt

    Den Hawthorne-Effekt kennt jeder, ohne es zwingend zu wissen. Ein Szenario: Sie joggen durch den Park und laufen auf der letzten Rille, prusten und hecheln wie ein Straßenköter. Plötzlich kommt Ihnen eine Gruppe junger Menschen entgegen. Vital, sportlich, attraktiv. Was tun Sie? Sie mobilisieren Ihre letzten Kräfte und hüpfen wie ein junges Reh an der Gruppe vorbei, nur um nach der nächsten Biegung das Tempo wieder zu verlangsamen. Dahinter steckt der Hawthorne-Effekt. Er besagt grob: Unter Beobachtung verhalten wir uns anders als alleine.

    Um es wissenschaftliche auszudrücken: Arbeitsleistungen sind nicht alleine von objektiven Faktoren abhängig, sondern auch von sozialen. Soziale Kontrolle schärft unsere Sinne, unsere Konzentration, motiviert uns, Fehler zu vermeiden.

    Damit wäre der Hawthorne-Effekt ein Argument gegen Einzelbüros und für Großraumbüros. Wir arbeiten, weil wir beobachtet werden und nach Anerkennung lechzen. Ob darunter gleichzeitig die Kreativität leiden könnte, steht auf einem anderen Blatt…

  3. Natürliche Umgebung

    Die Natur – für viele Büroarbeiter ein Sehnsuchtsort. Der Duft von Flieder und Lavendel, dazwischen Vogelgezwitscher und… Welchen Effekt hätte es, wenn man den Bürostuhl beizeiten einfach nach draußen stellen würde?

    Das wollten auch Forscher der TU München wissen. Sie befragten insgesamt 300 Schüler, die von 2014 bis 2016 an den sogenannten Forscherwochen im Berchtesgadener Land teilgenommen hatten. Naturwissenschaftlicher Unterricht, viele Experimente, meist draußen in der freien Natur.

    „Die Grundbedürfnisbefriedigung beim Unterricht im Freien ist signifikant höher als im Klassenzimmer“, so eines der offiziellen Resultate. Vor allem Erfolgserlebnisse steigerten beim Unterricht im Freien die Motivation. Outdoor-Unterricht fördert demnach auch die Motivation. Die Schüler sind begeisterungsfähiger, wenn sie im Grünen an den Stoff herangeführt werden.

    Nun handelte es sich hier zugegebenermaßen um eine ganz spezielle Situation. Schüler, die etwas über Naturwissenschaften lernen sollen (und wollen), sind im Freien gut aufgehoben, das ist plausibel. Ob die Resultate eins zu eins auf Buchhalter oder Berater übertragbar sind — zweifelhaft.

  4. Kopfhörer

    Ein Jogger ohne Kopfhörer im Ohr ist heutzutage schon fast ein Kuriosum. Offenbar aus gutem Grund. Vor allem schnelle Musik motiviert Sportler, verlängert ihr Durchhaltevermögen.

    Laut Wissenschaftlern des Texas Tech University Health Sciences Center trainieren Freizeitsportler, die während des Laufband-Workouts Musik hören, zehnmal länger als ihre Sportkameraden, die auf Beschallung verzichten. Musik lenkt ab und erleichtert auch harte Trainingseinheiten.

    Einen positiven Effekt können auch langsame Stücke haben. Bei Ausdauersportarten wie Skilanglauf oder Nordic Walking spielt das sogenannte Entrainment eine Rolle, die Synchronisation. Ein Rhythmus kann helfen, Lauftempo und Musik gewissermaßen zu synchronisieren.

    Wer sich besonders pushen will, hört motivierende Tracks. Bestes Beispiel: Eye of the Tiger. Sie machen die sportliche Leistung zwar nicht besser, bringen Menschen aber dazu, mehr Risiken einzugehen (vor allem Männer). Das haben Forscher aus Frankfurt und München herausgefunden.

    Im übrigen ist Musik nicht nur für sportive Menschen eine Motivationsbooster. Unter bestimmten Umständen macht Hintergrundmusik auch im Büro produktiver.

  5. Memento Mori

    Die Terror-Management-Theorie besagt, dass uns der Gedanke an den Tod eine Heidenangst einjagt. Sie lähmt uns. Totale Paralyse. Wir reagieren darauf mit Flucht oder Verdrängung. Der Gedanke an die Ewigkeit ist nicht gerade motivierend. Oder ist es in Wahrheit genau anders herum?

    Mehrere Studien haben im Laufe der Jahre gezeigt, dass Todesgedanken eigentlich eine gute Sache sind. Sie zwingen uns dazu, Ziele und Werte zu priorisieren. Sie motivieren uns, zum Beispiel zu gesünderer Ernährung. Nach einer Untersuchung der Uni Leipzig verhalten wir uns umweltfreundlicher und nachhaltiger, wenn wir regelmäßig an den Tod denken.

    Das funktioniert sogar unterbewusst. Bei einem Experiment testeten Forscher die Hilfsbereitschaft von Passanten. Ein Schauspieler ließ dafür sein Notebook fallen. Ergebnis: Die Passanten eilten öfter zur Hilfe, wenn sie sich in der Nähe eines Friedhofs aufhielten. Ein Block weiter, kein Friedhof mehr in Sicht, sank die Zahl der Helfer um 40 Prozent. Offenbar hatte das Bewusstsein um die eigene Vergänglichkeit die Menschen zu gegenseitiger Hilfe animiert.

    Memento mori als Motivationsspritze – darauf hatte bekanntlich auch schon Apple-Vordenker Steve Jobs vertraut. Bei seiner legendären Stanford-Rede sagte er: „Der Tod ist vermutlich die beste Erfindung des Lebens. Er ist der Motor des Wandels. Er räumt mit Altem auf, um Platz zu schaffen für Neues.“ Und weiter: „Ihre Zeit ist begrenzt, also vergeuden Sie sie nicht.“

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
18. Juli 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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