Motivation: 7 + 5 Tricks die Sie neu motivieren

Geht es um Ziele, gibt es nur einen Weg, diese zu erreichen: Motivation. Fleiß, Disziplin, Pflichtgefühl – das alles hilft auf Dauer wenig, wenn die Motivation fehlt oder nachlässt. Motivation ist ein grundlegender Erfolgsfaktor. Erst durch sie entwickeln wir die Bereitschaft, uns anzustrengen, weiterzuentwickeln und notfalls Umwege zu gehen, um ein persönliches Ziel zu erkämpfen. Dahinter stecken die unterschiedlichsten Motive und Beweggründe: Geld, Macht, Anerkennung, Lust, Spaß und viele andere Faktoren können uns enorm motivieren.

Aber was steckt wirklich dahinter? Ist Motivation nur ein Gefühl? Oder eine geistige Superkraft? Und lässt sich Motivation neu wecken oder gar steigern, wenn wir antriebslos werden? Egal, ob Beruf, Hobby, Sport, Ehrenamt oder Start in die Selbstständigkeit: Wir zeigen Ihnen im Folgenden, wie Motivation funktioniert, was dabei im Gehirn passiert und wie Sie sich mit einfachen Tipps und Tricks neu motivieren können…

Motivation: 7 + 5 Tricks die Sie neu motivieren

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Definition: Was ist Motivation eigentlich?

Motivation ist die Gesamtheit aller Beweggründe (Motive), warum ein Menschen das tut, was er tut. Sie bestimmt sein Streben nach seinen individuellen Zielen. Der Begriff selbst stammt vom lateinischen Wort „motus“ – auf Deutsch: „Bewegung“. Motivation ist allerdings nicht nur der Antrieb („Motor“), der uns in Bewegung setzt. Sie hält uns ebenso aktiv („motiviert“).

Damit ist sie eine enge Verwandte von Durchhaltevermögen, Willenskraft, Entschlossenheit und Volition. Und so ein elementarer Erfolgsfaktor.


Ist unsere Motivation stark und heilsam, können wir alles vollbringen. (Dalai Lama)



Unser Verhalten ist in der Mehrzahl zielgerichtet oder zielstrebig. Um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir jedoch einen Anreiz, einen Ansporn, ein echtes Interesse. Am deutlichsten wird das bei der Frage: „Warum stehe ich morgens überhaupt auf?“ Vor allem an einem Montag dürften sich viele die Frage stellen. Klassische Reaktionen:

  • Keine Lust…
  • Bin zu müde…
  • Ohne dritten Kaffee läuft gar nichts…
  • Ich hasse Montage…

Was uns trotzdem aufstehen und in den Tag starten lässt – das ist unsere Motivation:

  • Weil wir durstig sind.
  • Weil wir den Tag nutzen wollen.
  • Weil wir beruflich vorankommen kommen wollen.
  • Weil wir etwas bewegen wollen.
  • Weil wir den Job nicht verlieren wollen.

Vielleicht auch alles zusammen. Motivation kann unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen. Sie ist praktisch bei all unseren Handlungen im Spiel. Nur, dass wir ihr in den meisten Fällen unbewusst folgen.


Wessen wir am meisten im Leben bedürfen ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind. (Ralph Waldo Emerson)


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Zwei Motivationsformen: Intrinsisch und extrinsisch

Woher kommt die Motivation? Kommt sie von innen oder doch eher von außen? Die Frage beschäftigt die Motivationsforschung schon lange. Heute sind sich Wissenschaftler weitgehend einig, dass es vor allem zwei Arten der Motivation gibt, die sich aus unterschiedlichen Anreizen ableiten und auch verschieden wirken. Es geht dabei um zwei gegensetzliche Pole auf einer Skala: die sogenannte intrinsische Motivation und deren Pendant, die extrinsische Motivation.

Intrinsische Motivation

Diese Form der Motivation kommt von innen heraus, aus uns selbst. Sie ist die stärkste Art der Motivation. Damit verbunden sind bessere Leistungen und höhere Zufriedenheit. Angetrieben werden wir dabei von eigenen Zielen, Wünschen, Leidenschaften. Daher ist diese Motivation auch unabhängig von externen Faktoren. Entscheidend ist allein, was uns inspiriert und anspornt. Mehr dazu HIER.

Extrinsische Motivation

Diese Motivation wird durch äußere Faktoren und Anreize geweckt und verstärkt. In der Regel geht darum, ein gewünschtes Verhalten zu fördern. Die Hauptmotivatoren sind meist materiell oder finanziell: Güter, Geld, Boni. Sie können aber auch immaterieller Natur sein: gesellschaftlicher Status, Macht, Ruhm. Oder sogar negativ – in Form von Strafen und Sanktionen. Mehr dazu HIER.

Wie beide Motivationsformen zusammenwirken

Die intrinsiche Motivation schließt die extrinsische allerdings nicht aus. Beide können symbiotisch zusammenwirken und uns besonders stark motivieren. Allerdings kann die extrinsische Motivation die intrinsische irgendwann vollständig ersetzen.

Am deutlichsten wird das bei einem Hobby, dass wir zum Beruf machen: Eben noch haben wir etwas aus freien Stücken getan. Weil wir Lust dazu hatten. Weil es einfach nur Spaß machte. Jetzt ist es unser Job. Wir bekommen sogar Geld dafür. Allerdings verbinden andere mit der Bezahlung auch Erwartungen. Vielleicht haben wir sogar Verantwortung übernommen – für Mitarbeiter, für Kundenbeziehungen. Wir haben jetzt Verpflichtungen.

Geld und Erfolg haben als externe Motivationsfaktoren das Ruder übernommen. Unterschwellig auch die Angst vor Misserfolg. Scheitern wir gar, werden die äußeren Anreize zum regelrechten Motivationskiller.

Dasselbe kann uns im Job passieren: Ein Beruf, den wir ausüben, weil wir ihn lieben und einen Sinn darin sehen, lässt sich durch hohe Bezahlung und Boni leicht korrumpieren. Wir gewöhnen uns ans Geld und vergessen (oder verraten) unsere eigentliche Motivation. Geld frisst Eifer auf.

Das Problem der extrinsischen Motivation ist: Sie versagt ihren Dienst auf, sobald die äußeren Anreize schwinden. Manche Wissenschaftler sagen sogar: Man kann Menschen nicht zu irgendetwas motivieren, wozu sie nicht schon intrinsisch motiviert sind. Ansonsten müsse man – ähnlich wie bei einem Drogenabhängigen – immer wieder die Dosis (= Geld, Boni, Status, etc.) erhöhen, damit es noch wirkt. Der Schlüssel zu anhaltender und wahrer Motivation liegt daher vor allem in uns selbst. Und in unserer Fähigkeit zur Selbstmotivation.

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Motivation Psychologie: Die Bedeutung der Bedürfnisse

Motivationsforscher, Psychologen und Philosophen beschäftigen sich schon seit rund einem Jahrhundert mit der Frage, was Menschen motiviert. Eines der bekanntesten Modell in der Motivationstheorie stammt von Abraham Maslow – die sogenannte Maslowsche Bedürfnispyramide. Es war um das Jahr 1943, als der Verhaltensforscher erkannte, dass es unterschiedliche Stufen der Motivation beziehungsweise der Bedürfnisse dahinter gibt. Laut Maslow gibt es eine Hierarchie menschlicher Bedürfnisse:

Motivation Beduerfnispyramide Maslow Grafik

  • Die drei untersten Stufen decken dabei die sogenannten Defizitbedürfnisse ab. Also die physische Grundversorgung, persönliche Sicherheit sowie soziale Beziehungen. Diese Bedürfnisse müssen laut Maslow zuerst befriedigt sein, damit man überhaupt so etwas wie Zufriedenheit empfindet. Erst danach folgen die Wachstumsbedürfnisse.
  • Zu den Wachstumsbedürfnissen zählen soziale Anerkennung beziehungsweise individuelle Bedürfnisse (Status, Geld, Macht, Karriere) und an der Spitze die Selbstverwirklichung (das Erkennen und entfalten des eigenen Potenzials). Sie sind allerdings praktisch nie zu befriedigen: Ein Künstler malt schließlich, um seine Kreativität auszuleben, nicht um zehn, 50 oder gar 100 Bilder zu malen.

Die Bedürfnispyramide erklärt auch, warum Menschen bereit sind, Zeit, Arbeit, Mühen und Energie zu investieren oder Einbußen hinzunehmen, nur um etwas zu erreichen: Sie befriedigen damit ihre wesentlichen (intrinsischen) Bedürfnisse. Nur jeder auf unterschiedlichen Stufen.

Maslows Modell ist allerdings nicht unumstritten. Daraus haben sich bis heute viele weitere Modelle und Motivationstheorien entwickelt. Zum Beispiel die Zwei-Faktor-Theorie (nach Herzberg). Sie betrachtet Unzufriedenheit und Zufriedenheit getrennt voneinander. Bedeutet: Wenn Sie nicht unmotiviert sind, müssen Sie nicht zwangsläufig motiviert werden.

Die beiden US-Psychologen Edward L. Deci und Richard M. Ryan, beide die Begründer der sogenannten Selbstbestimmungstheorie („Self-Determination Theory“, abgekürzt: „SDT“) wiederum sehen zum Beispiel drei psychische Grundbedürfnisse, die jeder Mensch hat:

  • Das Bedürfnis nach Kompetenz (effectancy).
  • Das Bedürfnis nach Autonomie / Selbstbestimmung (autonomy).
  • Das Bedürfnis nach sozialer Integration (affiliation).

Vor allem die Bedürfnisse nach Kompetenz und Autonomie seien für die Ausbildung intrinsischer Motivation maßgebend.

Wegen ihnen wollen Menschen aus sich heraus eine Sache voll und ganz beherrschen und empfinden Vergnügen dabei. Eine externe Belohnung brauchen sie nicht. Neugier, Interesse und Spontaneität reichen völlig, um sich zu verändern und weiterzuentwickeln.

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Die 2 Richtungen der Motivation

Ob eine anstehende Veränderung erfolgreich ist, hängt ebenso davon ab, aus welchem Antrieb heraus wir handeln. Motivation bedeutet „Bewegung“. Entsprechend gibt es dabei zwei Richtungen:

  • Weg-von-Motivation
    Bei der Weg-von-Motivation wollen wir „weg von etwas“, weg von einem unerwünschten Zustand, einem miesen Job oder Menschen. Dahinter steckt jedoch meist ein Fluchtreflex. Das „Reißaus nehmen“ kann auch ein bequemes Ausweichen und unstrategisches Vorgehen sein. Hauptsache: weg!
  • Hin-zu-Motivation
    Wer sich dagegen irgendwo „hin“ orientiert, verfolgt meist einen Plan oder eine Strategie – und sieht prompt auch noch zielstrebig aus. Bei der Hin-zu Motivation wollen wir etwas erreichen, uns zu einem gesteckten Ziel hin entwickeln und haben klar vor Augen, wohin der Weg Sie führen soll.

Für unseren Erfolg und den Erhalt der Eigenmotivation ist es daher – langfristig – erforderlich, dass wir wissen, wohin die Reise geht. Dauerhaft motiviert bleibt, wer sich zu etwas „hin“ verändert und darin einen Sinn (oder positiven Zweck) erkennt (siehe auch Das Paradoxon der Sinnsuche).


Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.


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Motivation finden: Wie kann ich mich neu motivieren?

Nach so viel Theorie stellt sich die Frage: „Wie entsteht (neue) Motivation?“ Oder anders formuliert: „Wie kann ich mich selbst besser motivieren?“ In der Frage steckt bereits ein wichtiger Schlüssel: Sie können „SICH SELBST“ motivieren – andere können das nur vorübergehend. Wenn überhaupt. Zudem wissen Sie aus den Vorbemerkungen und der eingehenden Motivationsanalyse, dass es im Kern darum geht, seine intrinsische Motivation zu finden, neu zu entdecken und zu wecken. Das ist gar nicht mal so schwer. Die folgenden Tipps helfen dabei:

1. Ziele definieren

Motivation ist zielgerichtet. Das Ziel wiederum muss für uns eine Bedeutung haben. Finden Sie also heraus, was Sie wirklich (!) wollen: im Leben, im Job, in der Beziehung. Auch bei alltäglichen Dingen – wie zum Beispiel dem Lernen für eine Abschlussprüfung – hilft es enorm, sich das langfristige Ziel (Berufseinstieg, Jobwechsel, Karriere) vor Augen zu führen. Sobald Sie sich wieder daran erinnern, warum Sie etwas angefangen haben und wofür Sie es machen, sind Sie sofort motivierter bei der Sache.

2. Motivatoren erkennen

Reflektieren Sie, was Sie antreibt. Jeder Mensch hat irgendwelche Trigger, auf die er oder sie besonders anspricht. Das können extrinsische Faktoren sein, wie Anerkennung oder Geld. Aber auch innere Anreize, wie Erfolg oder Selbstwirksamkeit. Oder positive Affirmationen für jeden Tag. Entscheidend ist, dass Sie sich selbst eine Umgebung schaffen, die Ihren Eifer beflügelt.

3. Demotivatoren ausschalten

Umgekehrt gibt es regelmäßig Hindernisse und Rückschläge, die uns enorm demotivieren können. Es reicht leider nicht, nur seine Ziele zu kennen und sich ein motivierendes Umfeld zu suchen. Wir müssen auch erkennen, was unserer Zielerreichung regelmäßig im Wege steht. Wer diese Demotivatoren erkannt hat, sollte diese – sofern das möglich ist – eliminieren oder zumindest umgehen. Manchmal ist es genauso effekiv, uns weniger zu demotivieren als mehr zu motivieren.

4. Meilensteine benennen

Egal, was Sie sich vornehmen: Sie sollten darauf achten, dass Ihre Ziele realistisch sind. Manche Menschen neigen an der Stelle zum Selbstbetrug. Sie entwerfen Wolkenschlösser, planen ohne Zeitpuffer oder unterschätzen die Komplexität einer Aufgabe. Das muss schiefgehen – und wird dann zum Demotivator (siehe oben). Hinzu kommt, dass große Aufgaben und Ziele eher unüberwindbar beziehungsweise unerreichbar scheinen. Auch das demotiviert wieder. Beseitigen lässt sich das, indem Sie große Ziele in kleinere Meilensteine zerlegen, die viel einfacher und schneller zu erreichen sind. So kommen Sie dem Ziel Stück für Stück näher, produzieren obendrein viele kleine Erfolgserlebnisse – und bleiben motiviert.

5. Limits setzen

Unangenehme Aufgaben schieben wir gerne auf. Prokrastination heißt das im Fachjargon. Zeitdruck und Deadlines wirken dieser „Aufschieberitis“ jedoch entgegen. Die Erkenntnis geht auf den britischen Historiker und Publizisten Cyril Northcote Parkinson zurück. Der formulierte Sie seinerzeit als sogenanntes Parkinson’sche Gesetz: Danach dehnt sich Arbeit in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht etwa wie viel Zeit man tatsächlich dafür bräuchte. Zeitlimits sorgen also dafür, dass wir motiviert bleiben und uns nicht verzetteln.

Mehr noch: Der sogenannte Goal-Gradient-Effekt verstärkt dies noch: Je näher wir dem Ziel kommen, desto mehr strengen wir uns an. Freiwillig. Egal, wie sehr wir uns vorher verausgabt haben; egal, wie viel Energiereserven schon verbraucht sind – auf dem letzten Meter macht keiner schlapp. Aufgeben? Niemals! Da gibt jeder noch mal alles. Hochmotivation – bis zum Finale.

6. Routinen schaffen

Ob im Sport oder im Berufsleben: Routinen erleichtern das Leben. Und Sie können ein Motivationsloch überbrücken. Wir funktionieren dann einfach. Zugegeben, Routinen geben jetzt keinen neuen Motivationskick. Aber Sie geben uns Sicherheit. Zum Beispiel, dass wir bestimmte Erfolge wiederholen können. Die Handgriffe sitzen, wir können uns auf uns selbst verlassen. Das spart nicht nur Zeit und Energie und garantiert Qualität. Es motiviert uns auch, weil wir gewiss sind, ein bestimmtes Ziel auch erreichen zu können.

7. Belohnungen gönnen

Unangenehme Arbeiten fallen deutlich leichter, wenn wir uns zwischendurch immer wieder für Erreichtes belohnen. Man muss sich auch mal was gönnen können. Das motiviert enorm. Wichtig ist allerdings, dass Sie sich Belohnungen aussuchen, die genug anspornen. Die aber zugleich die vorhandene (intrinsische) Motivation auf Dauer nicht verdrängen. Sonst tun Sie die Dinge irgendwann nur noch für die Belohnung und nicht mehr für Ihr eigentliches Ziel.

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5 Psychotricks, mit denen Sie Ihre Motivation steigern

Darüber hinaus gibt es noch ein paar kleine Psychotricks mit denen wir uns geschickt manipulieren und selbst motivieren können:

  1. Hintergrundfarben
    Farben transportieren unterschiedliche Emotionen. Und sie färben auf unsere Leistungskraft und Motivation ab. Laut Ravi Mehta und Rui Zhu von der Universität von British Columbia in Vancouver macht uns ein roter Bildschirmhintergrund unmittelbar aufmerksamer, wacher. Blau hingegen gebe uns das Gefühl von Sicherheit. Das wiederum fördere – unbewusst – mutige Innovationen.
  2. Gruppendynamik
    Arbeitsleistung ist nicht nur von objektiven Faktoren abhängig, sondern auch von sozialen. Soziale Kontrolle schärft unsere Sinne, unsere Konzentration und motiviert uns, Fehler zu vermeiden. Das ist die kompakte Erkenntnis des sogenannten Hawthorne-Effekt. Der Psychotrick darin: Setzen Sie sich bewusst der sozialen Kontrolle aus, um sich anzuspornen – indem Sie Ihren Freunden von Ihren Zielen erzählen. Wie im Fitnessstudio: Dort mobilisieren die vielen Zuschauer auch manche Kraftreserven. Schließlich will sich dort keiner die Blöße geben.
  3. Naturkraft
    Schon immer haben große Dichter und Denker die Weite der Natur gesucht, um ihren Geist erst zu durchlüften, dann zu beflügeln. Sie taten recht daran: Wenn wir spazieren, geht unser Geist ebenfalls auf Wanderschaft, öffnet den Horizont, entdeckt und lernt. Schon der Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau erkannte: „Im Wandern liegt etwas meine Gedanken Anfeuerndes und Belebendes, mein Körper muss in Bewegung sein, wenn es mein Geist sein soll.“ Worauf also noch warten? Gehen Sie raus, schöpfen Sie neue Motivation aus der freien Natur. Und sei es, dass Sie nur eine Runde um den Block laufen…
  4. Musikbegleitung
    Musik motiviert. Alle: Sportler, Arbeiter, Programmierer, etc. Laut Wissenschaftlern des Texas Tech University Health Sciences Center trainieren Freizeitsportler, die während des Laufband-Workouts Musik hören, zehnmal länger als ihre Sportkameraden ohne Beschallung. Musik lenkt ab und erleichtert auch harte Trainingseinheiten. Der Rhythmus kann zudem helfen, das Arbeitstempo zu synchronisieren oder gar zu beschleunigen. Die richtige Hintergrundmusik macht sogar im Büro produktiver.
  5. Endlichkeit
    Normalerweise jagt uns der Gedanke an den Tod eine Heidenangst ein. Nicht gerade motivierend. Zahlreiche Studien belegen inzwischen aber: Mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert, beginnen viele Menschen damit, neue, bessere Prioritäten zu setzen. Todesgedanken motivieren uns zum Beispiel zu gesünderer Ernährung oder zu umweltfreundlichem, nachhaltigerem Handeln (Studie der Uni Leipzig). Memento mori als Motivationsspritze – das nutze schon der Apple-Gründer Steve Jobs in seiner legendären Stanford-Rede: „Der Tod ist vermutlich die beste Erfindung des Lebens. Er ist der Motor des Wandels. Ihre Zeit ist begrenzt, also vergeuden Sie sie nicht!“ Oder wie es ein Sprichwort sagt: „Jeder Mensch hat zwei Leben: Das zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur ein Leben haben.“

Darum sollten Sie Lebensziele haben!

Das wichtigste im Leben ist, überhaupt Ziele zu haben. Studien sagen sogar: Wer Ziele hat, lebt länger. Wie aber findet man seine Lebensziele? Und fast noch wichtiger: Wie können wir sie im Auge behalten und uns daran orientieren? Im Video finden Sie eine Antwort und Lösung dazu:

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Motivation am Arbeitsplatz: Mehr Spaß im Job?

In kaum einem Bereich geht es so oft um (fehlende) Motivation wie im Job:

  • Leistungsträger sind immer hochmotiviert.
  • Demotivierte Angestellte schieben Dienst nach Vorschrift.
  • Führungskräfte sollen Mitarbeiter fordern und fördern.
  • Coaches und Trainer sollen Potenziale entdecken und entwickeln.

Kurz: Es geht allgemein um Motivation am Arbeitsplatz und Leistungssteigerung im Besonderen. Und zwar überwiegend durch extrinsische Mittel. Aber sollte es nicht schon unser ureigenes Interesse sein, die Motivation im Job zu erhalten oder zu steigern? Es ist schließlich unser Beruf – im Sinne einer Berufung. Gleichzeitig profitieren wir von einer positiven Arbeitsatmosphäre. Sie wird belohnt mit größerer Lebensqualität, mit mehr Zufriedenheit und Glück.

Selbst auf die Gesundheit wirkt sich das günstig aus: Hohe Motivation reduziert Stress und steigert die Stressresistenz. Trotzdem klagen viele über ihren Job. Quälen sich morgens zur Arbeit, sehnen das Wochenende oder ein Sabbatical herbei.

Wechselmotivation: Gute Gründe für eine Jobwechsel

Zugegeben: Es gibt Jobs, in denen ist Hopfen und Malz verloren. Bullshit-Jobs eben. Hier hilft es auch nicht mehr, an der eigenen Motivation zu arbeiten. Die einzige Lösung ist ein baldiger Jobwechsel. Gute Gründe dafür sind immer:

  • Berufliche Entwicklung
    Nicht jeder Job bietet die Möglichkeit, alle seine Potenziale zu entfalten. Irgendwann stößt man an eine gläserne Decke. Das Ende der Karriereleiter ist erreicht. Zumindest hier. Eine berufliches und persönliches Wachstum ist nur noch extern möglich. Das ist nicht nur legitim, sondern auch zielstrebig und strategisch konsequent.
  • Kompetenzen erweitern
    Wenn man alles wie aus dem Eff-Eff kann, macht sich schnell Langeweile breit. Das ist weder gut für die Motivation, noch für die Karriere. Wer Neues lernen, sein Fachwissen erweitern und seine Fähigkeiten ausbauen möchte, kann das zunächst intern versuchen. Manchmal muss man dazu aber gezielt den Arbeitgeber, die Branche oder gar den Beruf wechseln.
  • Mehr Lebensbalance
    Prioritäten können sich im Laufe des Lebens verschieben. Am Anfang stehen meist noch berufliches Vorankommen, neue Herausforderungen. Man will sich und anderen etwas beweisen. Ein gutes Leben aufbauen. Wenn Vieles davon erreicht ist, bekommen andere Faktoren den Vorrang: die Familie, Freunde, Freizeit. Wer das im aktuellen Job nicht verwirklichen kann, muss wechseln.
  • Abnehmende Identifikation
    Anfangs haben Sie den Job noch mit großem Elan und Engagement gemacht. Mit der Zeit aber erkennen Sie immer weniger Sinn darin. Sie können sich weder mit den Produkten identifizieren, noch mit den Werten, die das Unternehmen verkörpert. Das drückt gewaltig auf die Motivation. Eine berufliche Neuorientierung ist in diesem Fall besonders sinnvoll.
  • Leidende Gesundheit
    Das ist der extremste Fall: Der Job macht krank. Wenn die Gesundheit leidet, ist das keine Frage der Wechselmotivation mehr – es ist eine Pflicht. Kein Job der Welt ist es wert, dafür Raubbau am eigenen Körper betreiben (oder betreiben zu lassen).

Bevor Sie diesen finalen Schritt gehen, können Sie der Sache auch noch eine zweite Chance geben: Motivation im Job lässt sich auch bei eintöniger Arbeit finden und erhalten, indem Sie das Beste daraus machen.

Gewinnen Sie Motivation durch klare Ziele!

Das bedeutet eben nicht, sich mit seinem Schicksal abzufinden. Auch sollten Sie sich sich nicht fragen, „WARUM“ Sie den Job machen, der gerade so gar keinen Spaß macht. Das ist selten zielführend. Der Trick ist vielmehr sich zu überlegen:

Wie bringt mich der Job meinem Ziel näher?

Sie erinnern sich? Ein wesentlicher Faktor für mehr Motivation (die intrinsische vor allem) ist, in unserem Handeln ein übergeordnetes Ziel zu erkennen und dieses zu verfolgen. Das muss nicht einmal ein berufliches Ziel sein. In dem Fall wird der Job bloßes Mittel zum Zweck. Entscheidend aber ist, dass Sie das große Ganze im Auge behalten, um motiviert zu bleiben. Die Erkenntnis daraus könnte lauten:

Mein aktueller Job dient mir als Einstieg in mein Wunschunternehmen. Von hier aus will ich mich hocharbeiten und letztlich zu meinem Traumjob gelangen.

Oder:

Ich möchte die finanzielle Basis für meine Familie schaffen, um meinen Kindern in der Pubertät viel Zeit und Aufmerksamkeit widmen zu können. Es ist okay, wenn mich die Arbeit jetzt mehr forddert, damit sie später reduzieren kann.

Sie erkennen so den großen Unterschied zwischen Eigen- und Fremdmotivation: Warten Sie nicht darauf, dass Sie andere motivieren – der Chef, die Kollegen, das Umfeld. Diese wichtige Aufgabe sollten immer Sie selbst in die Hand nehmen.

Download: 15 Tipps für mehr Motivation im Job

PDF Download: Mehr Motivation im JobMehr Motivation im Job? Dann nutzen Sie diese 15 kaum bekannten Tricks. Geben Sie den einzelnen Methoden aber ein paar Tage oder Wochen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Erst dann entscheiden Sie, was für Sie persönlich am besten funktioniert.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
12. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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