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Erfolgserlebnisse: Bedeutung für Motivation und Alltag

Erfolgserlebnisse sind Balsam für unsere Seele. Sie steigern Motivation und Selbstwertgefühl und haben hohe Bedeutung im Alltag oder auf der Arbeit. Durch die Bestätigung daraus, gewinnen mehr Selbstvertrauen und Mut uns stecken uns in Zukunft noch größere Ziele. Und das Beste: Wir können uns selber solche Erfolgserlebnisse schaffen – sogar regelmäßig…



Erfolgserlebnisse: Bedeutung für Motivation und Alltag

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Definition: Was ist ein Erfolgserlebnis?

Erfolgserlebnisse (englisch: experience of success) sind positive Ereignisse, die uns neuen Auftrieb und einen regelrechten Motivationskick geben. Wir haben ein Ziel oder Meilenstein erreicht. Das löst in uns ein Gefühl der Freude und Selbstbestätigung aus.

Um ein Erfolgserlebnis zu haben, müssen wir uns zuvor allerdings etwas Besonderes und Erstrebenswertes vorgenommen und ein konkretes Ziel formuliert haben. Erst daran können wir den Erfolg überhaupt messen. Zudem stellen sich Erfolgserlebnisse im Alltag nicht bei jeder Aufgabe oder Arbeit ein – etwa nach einem erfolgreichen Einkauf. Das Erfolgserlebnis wächst mit der Herausforderung: Je größer die Hürde und das Vorhaben, desto größer hinterher auch das Erfolgserlebnis.

Erfolgserlebnis Synonym

Häufige Erfolgserlebnis Synonyme sind: Durchbruch, Errungenschaft, Sieg oder Triumph. Das Gegenteil dazu ist eine Niederlage, ein Rückschlag oder völliges Scheitern.


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Bedeutung: Warum sind Erfolgserlebnisse wichtig?

Erfolgserlebnisse können enorme Motivation freisetzen, neue Energie geben und anhaltende Glücksgefühle freisetzen. Dahinter steckt die Psychologie der Selbstwirksamkeit: Wir erkennen, dass wir jedes Mal schaffen, was wir uns vornehmen; dass wir Schwierigkeiten überwinden und uns noch höhere Ziele stecken können.

Überdies sind Erfolgserlebnisse wichtig für unser Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Wir leisten nicht nur täglich etwas – wir erreichen auch (unsere) Ziele, schaffen also einen Mehrwert – für uns oder auf der Arbeit. Das steigert unseren (Markt-)Wert.

Laut Forschung wird durch die Erfolgserlebnisse unser Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Der Körper schüttet Endorphine sowie das Glückshormon Oxytocin aus. Effekt: Gelingt das erste Etappenziel, wird auch das nächste angepackt. Wir sind noch mehr motiviert…

Was passiert, wenn Erfolgserlebnisse fehlen?

Umgekehrt: Bleiben Erfolgserlebnisse aus, steigt die persönliche Frustration. Häufen sich die Misserfolge, kann das auf Dauer sogar in einen Burnout, in eine Depression oder Apathie führen. Dann stellen viele den Sinn ihrer Arbeit infrage und es entsteht eine gefährliche Negativspirale aus Frust und Selbstzweifeln.

Untersuchungen zufolge sind vor allem Menschen in sozialen Berufen gefährdet. Sie sehen selten die Früchte ihrer Arbeit und haben oft auch noch mit Menschen zu tun, kaum motiviert sind. Zum Beispiel Lehrer, die idealistisch Inhalte vermitteln wollen, aber am Unwillen ihrer Schüler scheitern.

Ist ein Erfolgserlebnis schon ein Erfolg?

Im Idealfall gehen Erfolg und Erfolgserlebnis Hand in Hand. Allerdings geht es beim Erfolgserlebnis vorrangig um das gute Gefühl, etwas geschafft und erreicht zu haben. Das muss noch nicht der große Durchbruch oder Erfolg gewesen sein. Oft ist es eben nur eine Etappe dorthin. Deshalb geht es beim Erfolgserlebnis vor allem um das bewusste Erleben und persönliche Empfinden der (Teil-)Zielerreichung.

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Erfolgserlebnisse Beispiele

Im Leben und Alltag lassen sich zahlreiche Erfolgserlebnisse schaffen – kleine und große. Und beide sollten wir wertschätzen, uns dafür loben und belohnen. Hier einige Beispiele:

Erfolgserlebnisse im Alltag

Immer dann wenn wir im Alltag unseren inneren Schweinehund überwinden, uns aufraffen und Dinge erledigen, gibt uns das hinterher eine tiefe Befriedigung. Beispiele für (kleine) Erfolgserlebnisse im Alltag sind:

  • Nach Feierabend noch Sport machen
  • Sich gesund ernähren oder abnehmen
  • Eine schlechte Gewohnheit abgelegt haben
  • Eine bestandene Klausur oder Prüfung
  • Die Wohnung umgestaltet haben
  • Schränke ausmisten und aufräumen
  • Dauerhaft Ordnung halten

Erfolgserlebnisse auf der Arbeit

Vor allem auf der Arbeit geben und häufige Erfolgserlebnisse tiefe Befriedigung und steigern den Selbstglauben. Beispiele für typische Erfolgserlebnisse auf der Arbeit:

  • Den Traumjob bekommen
  • Ein Projekt abschließen
  • Ein Problem gelöst haben
  • Positives Feedback von Chef oder Kunden bekommen
  • Eine Verhandlung erfolgreich abschließen
  • Einen Konflikt (im Team) beigelegt haben
  • Die angestrebte Beförderung erhalten
  • Die ersehnte Gehaltserhöhung durchsetzen
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Wie kann ich Erfolgserlebnisse schaffen?

Erfolgserlebnisse sind wichtig für unsere Entwicklung und das persönliche Wachstum. Durch die positive Bestätigung werden wir weiter motiviert, dazu zu lernen und uns zu verbessern. Mit jedem kleinen Erfolgserlebnis wächst unser Mut und Selbstanspruch.

Wie also können Sie Erfolgserlebnisse schaffen? Einfache Antwort: durch Herausforderungen – spezielle Aufgaben, die uns anfangs schwerfallen. Definieren Sie also zunächst ein realistisches Ziel (siehe: SMART-Methode) mit einem erreichbaren Schwierigkeitsgrad. So schaffen Sie ein Leistungsmotiv mit konkreter Erfolgserwartung.

Der nächste Schritt ist, das Erreichen des Ziels regelmäßig zu überwachen – und den Erfolg bewusst wahrzunehmen. Dieser Teil wird oft vergessen! Nur wenn wir unsere Erfolge bewusst registrieren, erleben und empfinden, haben sie nachhaltig die oben beschriebene, positive Wirkung. Wir empfehlen hierfür, regelmäßig ein Erfolgstagebuch zu schreiben:

Erfolgstagebuch Beispiel Muster Tabellarisch Vorlage

Entscheidend ist, dass Sie sich wirklich JEDEN Tag (abends oder morgens) einige Minuten Zeit nehmen, um Bilanz zu ziehen und die Dinge aufzuschreiben, die Ihnen am Tag gelungen sind, über die Sie sich gefreut haben, auf die Sie stolz sein und wofür Sie dankbar sein können. Eine kostenlose Erfolgstagebuch Vorlage können Sie sich hier als PDF herunterladen:

Erfolgstagebuch Vorlage (PDF)

Selbstreflexion fördert Erfolge

Regelmäßige Selbstreflexion ist eine wichtige Voraussetzung, um Erfolgserlebnisse zu schaffen. Sie macht diese zum Teil erst planbar. Stellen Sie sich daher regelmäßig diese Fragen:

Was will ich erreichen?

Formulieren Sie Ihr Vorhaben möglichst konkret. Auf dem Weg zum Ziel hat es sich bewährt, das große Ganze in Teilziele (sog. Meilensteine) herunterzubrechen. So schaffen Sie mehr und immer wieder kleinere Erfolgserlebnisse. Bleiben Sie dabei aber unbedingt realistisch. Zu große und unerreichbare Ziele erzeugen nur wieder Frust, Druck und Enttäuschung.

Warum will ich das erreichen?

Entscheidend ist, dass das Ziel wirklich Ihr eigenes ist und Sie nicht versuchen, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen. Erst wenn Sie in Ihrem (!) Ziel einen Sinn erkennen, entsteht intrinsische Motivation – und die macht es leichter etwas umzusetzen und bei Schwierigkeiten durchzuhalten.

Wie will ich das erreichen?

Egal, ob auf der Arbeit oder im Alltag: Planen Sie zugleich die einzelnen Etappen, um Ihrem Ziel näher zu kommen – Schritt für Schritt. Das gibt Ihnen das Gefühl von Kontrolle und Machbarkeit. Sorgen Sie aber zugleich für mentale Unterstützung durch Familie, Freunde oder Kollegen. Die geben Ihnen zusätzlichen Rückhalt. Außerdem ist es schöner, gemeinsam Erfolgserlebnisse zu schaffen.


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