SMART-Methode
Die SMART-Methode ist vielen bereits ein Begriff, doch wirklich umgesetzt wird sie immer noch viel zu selten. Das zeigt sich darin, dass manche Aufgaben und Vorhaben bereits zum Scheitern verurteilt sind, bevor überhaupt wirklich damit angefangen wurde. Der Grund klingt recht simpel, die Konsequenzen können jedoch schwerwiegend sein. Ziele werden falsch gesetzt und können so von Anfang an nicht erreicht werden. Kurz gesagt: Wer nicht weiß, wo die Reise hingehen soll, kann auch nicht an seinem Ziel ankommen - egal, wie sehr er sich anstrengt und abmüht. Die SMART-Methode hilft dabei, Ziele richtig zu setzen, um ein genaues Bild des gewünschten Ergebnisses vor Augen zu haben. Damit das funktioniert, muss die Zielformulierungen einige Kriterien erfüllen. Wir erklären, was genau sich hinter der SMART-Methode verbirgt und wie sich SMARTE Ziele von anderen unterscheiden...

SMART-Methode Definition: Wann ist ein Ziel SMART formuliert?

SMART Methode Definition Erklärung BeispielWie Sie Ihre persönlichen und beruflichen Ziele setzen, hat große Auswirkungen darauf, ob und wie Sie diese erreichen. Schon die richtige Zielsetzung ist somit der erste Schritt zum Erfolg, doch leider werden hier sehr viele Fehler gemacht.

Über das Ziel selbst machen die meisten Menschen sich zu wenig Gedanken, stattdessen wird sich auf verschiedene Wege und Möglichkeiten konzentriert, um dieses so schnell wie möglich zu erreichen. Doch wer die ersten Schritte plant oder sogar bereits geht, bevor er das Ziel kennt, fällt früher oder später über die eigenen Füße oder stellt fest, dass er die ganze Zeit in die vollkommen falsche Richtung gelaufen ist.

Die SMART-Methode soll genau das verhindern, indem sie eindeutige Kriterien für die Definition eines Zieles festlegt. SMARTE Ziele sollen dabei helfen, den Fokus zu bewahren und die Energie in die wirklich wichtigen Dinge zu stecken.

Der Name der SMART-Methode steht dabei für die Abkürzung der fünf SMART-Kriterien, an denen sich jedes Ziel orientieren sollte, um dieses eindeutig definieren zu können:

  • Spezifisch

    Verallgemeinerungen und Unklarheiten sind die natürlichen Feinde jedes Ziels. Vage Formulierungen und undeutliche Vorstellungen reichen nicht aus, was es braucht, sind konkrete und präzise Ansagen, die keine Zweifel daran lassen, was genau erreicht werden soll.

    Konkret und detailliert bedeutet in dem Fall nicht, dass Sie in ausschweifende Beschreibungen verfallen sollten. Im besten Fall wird das Ziel in einem einzelnen, prägnanten Satz zusammengefasst, der es genau auf den Punkt bringt.


  • Messbar

    Um rückblickend eindeutig feststellen zu können, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben, muss dieses von Anfang an so formuliert werden, dass es messbar ist. In einigen Fällen ist dies besonders leicht, wenn es beispielsweise um Kostenersparnisse oder die Erhöhung des Gewinns geht. Die Summen sind immer messbar, genau wie andere quantitative Ziele, etwa Zeit oder die Menge des Outputs einer Abteilung.

    Allerdings gibt es auch Ziele, dich sich nicht ganz so leicht messen lassen. Hier müssen Ersatzgrößen oder alternative Möglichkeiten gefunden werden, um ein Ziel messbar zu machen. Ist das Ziel beispielsweise eine größere Kundenzufriedenheit, können Sie sich entweder die Verkaufszahlen ansehen oder direkte Befragungen durchführen, die Sie als Indikatoren für die Zufriedenheit nutzen.


  • Attraktiv

    Ein Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn alle Beteiligten dahinter stehen, sich einbringen und tatsächlich auch Lust haben, das gesteckte Ziel in die Tat umzusetzen. Dies funktioniert durch eine positive Formulierung, die dazu anregt, loszulegen und aktiv zu werden.

    Der Gedanke hinter diesem SMART-Kriterium: Kaum ein Ziel lässt sich leicht erreichen und der Erfolg wird Ihnen nicht einfach so vor die Füße fallen. Sie müssen hart arbeiten, sich durchbeißen und mit Rückschlägen umgehen. Nur wenn das Ziel für Sie attraktiv ist, können Sie die nötige Motivation aufbringen, um das Ziel zu erreichen.


  • Realistisch

    Think big... Was grundsätzlich eine gute Einstellung sein mag, ist bei der Zielsetzung oftmals unangebracht, da übertriebener Ehrgeiz hier zu Frust und Problemen führt. Langfristig auf etwas Großes hinzuarbeiten kann sehr motivierend sein, doch dürfen Sie dabei nicht vollkommen unrealistisch vorgehen und sich selbst utopische Ziele stecken, die Sie ohnehin nicht erreichen können.

    Formulieren Sie unrealistische Ziele, werden Sie schnell den Ansporn verlieren und geben auf, da es schlichtweg unmöglich ist, den Erwartungen gerecht zu werden. Im besten Fall sollte die Zielsetzung so gewählt sein, dass es Sie herausfordert, aber auf jeden Fall machbar bleibt.


  • Terminiert

    Jedes Ziel braucht einen zeitlichen Rahmen, eine Deadline, bis zu der etwas erledigt werden soll. Jeder hat es schon einmal erlebt, dass man sich einfach nicht aufraffen konnte, bis die Zeit dann knapp wurde. Der Termin des Ziels ist dabei gleichzeitig der Kontrollpunkt. Hier wird gemessen und festgehalten, ob all das umgesetzt werden konnte, was man sich vor Tagen, Wochen oder Monaten vorgenommen hat.

Ein nach der SMART-Methode formuliertes Ziel ist dann eindeutig, wenn es alle fünf Kriterien erfüllt. Das ist aber gar nicht immer so einfach, denn wenn besonders großen Wert auf ein Kriterium gelegt wird, kann dies auch dazu führen, dass ein anderes plötzlich nicht mehr für das konkrete Ziel gegeben ist.

Besonders häufig ist dies bei den SMART-Kriterien attraktiv und realistisch der Fall. Die meisten Ziele werden durchaus attraktiver, wenn man die Erwartungen und Anforderungen nach oben schraubt. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass die Ziele vollkommen unrealistisch werden, weshalb die beiden Aspekte gegeneinander abgewogen werden müssen.

SMART-Methode Beispiel: So funktioniert die Zielsetzung

SMART-Methode Definition Beispiel Ziele erreichenNach der Theorie nun ein wenig mehr Praxis. Wir haben drei Beispiele vorbereitet, die den unterschied zwischen falsch formulierten und SMARTEN Zielen zeigen.

  • Falsch: Ich möchte ein Buch schreiben.
  • Richtig: Ich werde innerhalb von einem Jahr ein Buch mit 350 Seiten verfassen, indem ich jeden Tag eine weitere Seite schreibe.


  • Falsch: Ich werde abnehmen.
  • Richtig: Ich werde drei Mal pro Woche ins Fitnessstudio gehen, um bis zu meinem Urlaub am 12. Juni jede Woche ein halbes Kilo abzunehmen.


  • Falsch: Ich werde einen neuen Job suchen.
  • Richtig: Ich werde neben meinem aktuellen Job jede Woche zwei Bewerbungen schreiben, um innerhalb von 6 Monaten eine neue Stelle im Marketing zu finden.
[Bildnachweis: SFIO CRACHO by Shutterstock.com]

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