Alles auf einen Blick
- Definition: Ein Herzensprojekt ist ein Vorhaben, bei dem es Ihnen nicht um Geld, Erfolg oder Anerkennung geht, sondern das Sie aus Leidenschaft, innerer Überzeugung und persönlicher Motivation verfolgen.
- Ursprung: Hinter dem Herzensprojekt stehen ganz persönliche Ziele, Träume, Wünsche und Lebensvorstellungen. Oft sind damit auch moralische Werte und zentrale Einstellungen verbunden.
- Hürde: Das größte Hindernis ist für viele Menschen die Angst vor dem Scheitern und die Sorge, was andere Menschen vom eigenen Herzensprojekt halten.
- Ressourcen: Für den Beginn brauchen Sie kein riesiges Budget, sondern vor allem Engagement und Zeit. Sie müssen ins Handeln kommen und die ersten Schritte machen.
- Identifikation: Das eigene Herzensprojekt beginnt für viele Menschen mit der Frage „Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielt und ich nicht scheitern könnte?“ Die Antwort zeigt, wo wirklich Ihre Leidenschaft liegt (siehe auch: Flaschengeist-Frage).
- Wirkung: Wenn Sie an einem echten Herzensprojekt arbeiten, steigen Zufriedenheit, Resilienz, Kreativität und Leistungsbereitschaft. Sie geben freiwillig 120 % und es fühlt sich nicht wie Anstrengung an.
In Deutschland sagen nur etwa 10 % der Arbeitnehmer, dass ihr Job der eigenen Leidenschaft entspricht und sie sich emotional verbunden fühlen. Viele starten deshalb ein Herzensprojekt als Nebentätigkeit oder als Hobby. Bei jungen Erwachsenen ist die Lücke zwischen „Wollen“ und „Tun“ besonders groß: 84 % der Befragten haben ein Projekt, das ihnen am Herzen liegt – wissen aber nicht, wie sie dieses konkret umsetzen oder in eine Karriere verwandeln.
Was ist ein Herzensprojekt genau?
Ein Herzensprojekt (Englisch: passion project) ist etwas, das einer Person besonders wichtig ist – sprichwörtlich „am Herzen“ liegt. Dahinter stecken meist große Wünsche, Träume oder Lebensziele, deren Vision die Betroffenen unbedingt verwirklichen wollen. Herzensprojekte (Synonym: Herzensangelegenheit, Herzenswunsch) können eine Weltreise, der Auftritt auf einer Bühne oder der Start in die Selbstständigkeit sein. Typisch dafür ist die intrinsische Motivation: Sie benötigen als Ansporn keinerlei äußere Anreize.
Welche Vorteile hat ein Herzensprojekt?
Seiner Leidenschaft folgen und ureigene Träume und Ziele verwirklichen, hat zahlreiche Vorteile:
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Sie stärken Ihr Selbstvertrauen
Der Unterschied zwischen Träumer und Macher ist der Grad der Umsetzung. Indem Sie schaffen, was Sie sich vornehmen, gewinnen Sie an Selbstvertrauen und stärken Ihre Selbstwirksamkeit.
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Sie respektieren Ihre Bedürfnisse
Hinter einem Herzensprojekt stecken häufig starke, aber bisher unerfüllte Bedürfnisse. Wenn Sie Ihr Herzensprojekt starten, folgen Sie Ihrer Neigung und nehmen diese Bedürfnisse ernst. Daraus gewinnen viele ungeahnte Energie und einen neuen Lebenssinn (siehe: Lebensrad).
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Sie wachsen über sich hinaus
Nicht zuletzt führt sie das Herzensprojekt aus bisherigen Routinen und der Komfortzone heraus: Sie lernen Neues, trainieren neue Fähigkeiten, machen auch Fehler. All das trägt zu persönlichem Wachstum bei.
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Sie werden glücklich
Ziele machen Erfolg überhaupt erst messbar. Je mehr Sie davon erreichen und je näher Sie Ihrem Herzenswunsch kommen, desto glücklicher und zufriedener werden Sie mit Ihrem Leben.
Wie kann ich mein Herzensprojekt starten?
Von Walt Disney gibt es das schöne Zitat: „Um anzufangen, müssen Sie aufhören zu reden – und anfangen!“ So ist es auch, wenn Sie ein Herzensprojekt starten: Hören Sie auf, noch länger darüber nachzudenken, und machen Sie endlich den ersten Schritt! Natürlich sollten Sie nicht blauäugig an das Projekt herangehen. Auch eine Herzensangelegenheit benötigt gründliche Vorbereitung und einen guten Plan. Beide sind aber keine Ausrede für endlose Prokrastination. Folgende Tipps legen wir Ihnen gerne mit ans Herz:
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Herzensprojekt beschreiben
Beginnen Sie damit, Ihre Idee oder Vision zu konkretisieren und zu visualisieren – zum Beispiel mithilfe einer Mindmap: Schreiben Sie auf, was genau Ihr Wunsch ist und warum.
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SMART-Methode anwenden
Die SMART-Methode ist ein perfektes Gerüst, um Ziele attraktiv und spezifisch zu formulieren sowie zeitlich einzugrenzen. Ein SMARTES Ziel sorgt dafür, dass Sie fokussiert bleiben und sich auch von Rückschlägen nicht einschüchtern lassen.
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Informationen einholen
Zur Anfangsphase gehört ebenfalls, dass Sie alle erforderlichen Informationen recherchieren: möglicher Markt, Nachfrage, Preise, Wettbewerber, Chancen und Risiken. Je genauer die Zahlen, Daten, Fakten, desto realistischer wird das Herzensprojekt. Nutzen Sie aber nicht nur das Internet, sondern fragen Sie auch Insider nach Infos und Erfahrungen aus erster Hand.
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Machbarkeit prüfen
Ihr Begeisterung in Ehren: Allein an sich zu glauben, reicht nicht. Sie müssen Ihre Idee auf den Prüfstand stellen, ob das Projekt mit Ihren Mitteln machbar ist und sich zum Beispiel auch monetarisieren lässt. Sonst bleibt das Herzensprojekt ein Hobby.
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Unterstützer suchen
Die wenigsten Herzensprojekte gelingen im Alleingang. Suchen Sie sich daher frühzeitig Unterstützer in Form von Freunden oder Mentoren, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vor allem Ihr Lebenspartner sollte das Herzensprojekt mittragen!
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Zeit einplanen
Die Vorbereitung ist abgeschlossen – jetzt machen Sie Nägel mit Köpfen: Geben Sie Ihrem Herzensprojekt die Priorität, die es verdient. Bedeutet: Räumen Sie ihm ausreichend Zeit ein – Freizeit vor allem. Bedeutet auch, dass Sie hierfür Opfer bringen müssen: keine Partys, sparen – und „all in“! Ein halbes Herzensprojekt ist ein ganzer Unsinn.
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Herzensprojekt verfolgen
Sie sind nun mitten im Herzensprojekt. Der Start ist geschafft. Nun heißt es: Dranbleiben! Das kann bedeuten, dass Sie Ihre Strategie optimieren oder den Kurs korrigieren müssen. Das ist normal. Wichtig ist an dieser Stelle, dass Sie sich für Etappenziele und Erfolgserlebnisse belohnen. So bleiben Sie motiviert und stärken das Durchhaltevermögen.
Wie finde ich mein persönliches Herzensprojekt?
Nicht jeder kann das eigene Herzensprojekt genau benennen. Das kann zur Last werden, wenn die Suche nach der eigenen Bestimmung nicht gelingt. Wir empfehlen dabei eine strukturierte Selbstreflexion:
Was wollte ich schon immer machen?
Ihre Leidenschaft begleitet Sie oft ein ganzes Leben lang. Denken Sie zurück an Ihre Kindheit und Jugend: Womit haben Sie sich schon immer beschäftigt? Was fasziniert Sie seit jeher? Hier zeigen sich Interessen, bevor gesellschaftliche Erwartungen und scheinbar vernünftige Berufswahlen den Weg beeinflusst haben.
Worauf bin ich neidisch?
Neid muss nicht schlecht sein. Er ist ebenso ein Anzeichen für das, was Sie gerne hätten oder tun würden. Beneiden Sie einen Freund, weil er einen Podcast gestartet hat? Sind Sie neidisch auf einen Kollegen, der seinen Job gekündigt hat und in die Selbstständigkeit startet? Hören Sie auf das Gefühl und überlegen Sie, in welche Richtung es Sie bringt.
Was ist mein persönlicher Sinn?
Nutzen Sie das japanische Konzept des Ikigai: Dieses kann helfen, den persönlichen Sinn des Lebens zu finden – und damit auch Ihr Herzensprojekt. Dazu stellen Sie sich vier Fragen und suchen die Schnittmenge:
- Was liebe ich?
- Worin bin ich gut?
- Wofür werde ich bezahlt?
- Was braucht die Welt?
Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielt?
Eine schwierige Frage, die Sie aber direkt zu Ihrem Herzensprojekt führt. Lösen Sie sich von dem Gedanken an Ihr Gehalt oder Ausgaben für Ihren Lebensunterhalt. Diese können blockieren. Wenn Sie kein Geld bräuchten oder wenn Sie wüssten, dass Sie nicht scheitern können – für welche Aufgabe würden Sie sich entscheiden? Haben Sie eine Antwort, dann finden Sie einen Weg, das Herzensprojekt trotzdem zu realisieren. Etwa durch Crowdfunding oder als Sidepreneur.
Merke: Kleine Schritte sind besser als keine Schritte!
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