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Was ist ein Herzensprojekt?
Jeder Mensch hat bestimmte Ziele, Visionen. Ein Herzensprojekt (englisch = passion project) ist etwas, das einer Person besonders wichtig ist, also am Herzen liegt. Synonym kann man auch von Herzensangelegenheit oder Herzenswunsch sprechen. Gemeint sind Ziele, Wünsche und Visionen, die jemand realisieren möchte. Die können völlig unterschiedlicher Natur sein. Etwa, dass Sie aus dem Urwald hinter dem Haus einen begehbaren Garten machen wollen. Oder sich stärker im Ehrenamt engagieren wollen. Eine Nummer größer ist, wenn Sie beispielsweise von der Selbständigkeit träumen. Typisch für Herzensprojekte ist, dass Sie intrinsisch motiviert sind. Kein Zwang, keine Vorgaben – nur Ihr Interesse. Oder vielleicht beruht ein Teil dessen bereits auf Erfahrungen durch Hobbys.
Vorteile, wenn Sie Ihr Herzensprojekt starten
Es mag selbstverständlich wirken, worin die Vorteile liegen, wenn wir ein Herzensprojekt starten. Trotzdem begraben viele Menschen ihre ursprünglichen Träume und Visionen. Es ist daher sinnvoll, sich den Nutzen und die positiven Effekte konkret vor Augen zu führen:
Sie folgen Ihrer Neigung
Wer seine Ideen – bewusst oder unbewusst – begräbt, nimmt von etwas Abschied. Das ist per se traurig und nicht dazu geeignet, Luftsprünge zu vollführen. Geschieht das häufiger, weil Sie etwa Aufgaben aufschieben oder der Antrieb fehlt, überwiegt irgendwann das Gefühl des Scheiterns. Dem setzen Sie nun ein positives Gefühl entgegen, indem Sie ein Herzensprojekt starten. Sie folgen Ihren Interessen und Ihrer Neigung. Das heißt nicht nur, dass Sie sich und Ihre Bedürfnisse ernst nehmen. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Erfolgsgarant. Denn wir sind besonders gut in einer Sache, wenn wir es gerne tun und Spaß dabei haben.
Sie gewinnen Energie
Eine Herzensangelegenheit mag zeit- und arbeitsintensiv sein – und trotzdem gibt sie Energie. Menschen brauchen einen Sinn in ihrem Leben, weshalb ein sinnloser Job für viele ein Albtraum ist. Die Beschäftigung mit einer Herzensangelegenheit kann beispielsweise Schwächen im Job ausbügeln oder sogar den Weg zu einer Nebenbeschäftigung ebnen.
Sie lernen Neues
Die Beschäftigung mit etwas, dass man bereits kennt, wird irgendwann zur Routine. Das Thema, das jemandem am Herzen liegt, ist an sich nach wie vor spannend. Wenn Sie das Herzensprojekt starten, führt das nach einer Weile dazu, dass Sie tiefer in die Materie eintauchen. Wie funktioniert dies? Was muss beachtet werden, um einen etwas anderen Weg zu probieren? Solchen und ähnlichen Fragen wird auf den Grund gegangen. Das erweitert Ihren Horizont und kann – je nach Ausprägung – zu echter Expertise führen. Dabei muss das gar nicht immer mit dem Beruf zusammenhängen: Manch einer hat auf diese Art und Weise fließend Klingonisch gelernt.
Wie lässt sich ein Herzensprojekt starten?
Es gibt Herzensprojekte, die lassen sich vergleichsweise leicht starten: Um etwa die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern, brauchen Sie in erster Linie Übung. Natürlich kann man aus allem eine Wissenschaft machen und verschiedene Sprachkurse und Apps zum Lernen, Auslandsaufenthalte und Tandempartner heranziehen. Die Konsequenzen sind jedoch überschaubar, wenn Sie beispielsweise eine bestimmte Reihenfolge nicht einhalten. Anders, wenn Sie planen, sich selbständig zu machen. Hier will niemand vermeidbare Risiken eingehen. Das kann gleichzeitig lähmen, wenn das Sicherheitsbedürfnis größer ist. Es gilt eine Balance zu finden. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihr Herzensprojekt starten und so voranbringen, dass es ein Erfolg wird:
Herzensprojekt beschreiben
Sie können erst dann ein Herzensprojekt starten, wenn Sie es konkretisiert haben: Manchmal sind es mehrere Ideen, die einem im Kopf herumschwirren oder bereits verworfen wurden. In der Anfangsphase ist es wichtig, sich auf eine Sache zu konzentrieren und genau zu eruieren, worauf im Moment Ihr Hauptaugenmerk liegt. Gerade Scanner-Persönlichkeiten interessieren sich für viele Dinge, aber nach einer Weile verlieren sie das Interesse daran. Konstantes Interesse und eine Grundmotivation sind unentbehrlich, um auch in schwierigen Momenten am Ball zu bleiben.
SMART-Methode anwenden
Die SMART-Methode bietet ein gutes Gerüst, das Herzensprojekt zu starten. Im Grunde genommen haben Sie mit dem ersten Punkt, das Herzensprojekt für sich zu klären, bereits den ersten Schritt der SMART-Methode angestoßen. Es geht darum, möglichst konkret und spezifisch zu formulieren, worin Ihr Herzensprojekt besteht. Es sollte außerdem messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein. Bedeutet: Sie brauchen messbare Kriterien wie Zeit oder Geld. Der nächste Punkt dürfte automatisch erfüllt sein, denn Sie wollen ja ein Herzensprojekt starten: das Ziel muss für Sie spannend und interessant sein. Aber es muss auch machbar, also realistisch sein. An dieser Stelle können je nach Projektgröße Teilziele sinnvoll sein. Wichtig ist außerdem eine Deadline. Anderenfalls denken Sie womöglich, dass Sie jederzeit Ihr Herzensprojekt starten könnten. Das mag zwar stimmen, verführt aber dazu, es weiter hinauszuschieben statt anzufangen.
Informationen einholen
Ebenfalls in der Anfangsphase brauchen Sie verlässliche Informationen zu Ihrer Sache. Dazu haben Sie viele verschiedene Möglichkeiten. Für den Anfang kann es reichen, sich über das Internet über das Herzensprojekt zu informieren. Es gibt zahlreiche Blogs und Podcasts, die sich zu allen erdenklichen Themen äußern – zur Berufswahl, zur Bewerbung, zur Jobsuche oder auch Stricken und wie man Influencer wird. Wie bereits angedeutet, kommt es auf das Herzensprojekt selbst an, wie kleinschrittig Sie vorgehen. Sollten Sie nicht weiter wissen, werden Sie Experten hinzuziehen oder entsprechende Seminare besuchen müssen.
Zeit einplanen
Die Bedeutung von soliden Informationen darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie noch eine wichtige Ressource einsetzen müssen: Zeit. Reservieren Sie sich dafür jede Woche eine bestimmte Anzahl an Stunden, in denen Sie sich ganz klar nur um Ihr Herzensprojekt kümmern. Idealerweise sollten Sie dafür Ihre produktive Zeit nutzen. Wer in einem Hauptjob 40 Stunden die Woche arbeitet, wird für sein Herzensprojekt meist nur nach Feierabend oder am Wochenende Zeit haben. Hier geht es darum, mögliche Zeitfresser (Internet, Smartphone, TV-Serien) zu identifizieren und Prioritäten zu setzen.
Machbarkeit prüfen
Nur dem Herzensprojekt zu folgen birgt die Gefahr, eindimensional zu denken, führt Caroline Preuss in ihrem Podcast aus. Zu gucken, wofür man selbst brennt, ist natürlich eine wichtige Voraussetzung, überhaupt erstmal etwas eigenes in Gang zu setzen. Die intensive Auseinandersetzung und Beschäftigung mit einem Thema wächst aus der Leidenschaft und Begeisterung für eine Sache. Leidenschaft als Motor ist zudem der beste Garant dafür, dass es sich nicht nur um ein Strohfeuer handelt, wenn Sie Ihr Herzensprojekt starten. Aber: Einzig und allein ganz fest an sich zu glauben, reicht nicht. Vielmehr müssen Sie Ihre Idee auf den Prüfstand stellen. Um auf das Beispiel „Klingonisch“ zurückzukommen: So ein Herzensprojekt zu verfolgen, wird für Kurzweil sorgen. Womöglich machen Sie sich im Rahmen einer bestimmten Community so einen Namen. Gleichzeitig ist klar, dass es sich um eine Nische handelt. Wer plant, sein Herzensprojekt zu monetarisieren, muss vorab eine Marktanalyse erstellen und prüfen, ob das Projekt so machbar und vor allem erfolgversprechend ist.
Herzensprojekt verfolgen
Die obigen Tipps sind einerseits Teil der wichtigen Rahmenbedingungen, die stimmen müssen, wenn Sie Ihr Herzensprojekt starten. Gleichzeitig sind Sie bereits mitten drin. Sie sollten jetzt bereits überblicken können, an welchen Stellen unter Umständen eine Kurskorrektur notwendig ist und Ihre Strategie angepasst werden muss. Das kann auch bedeuten, dass Sie sich Hilfe in Form von Freunden oder Mentoren sichern, die Sie in Ihrem Herzensprojekt mit Rat und Tat unterstützen. Nicht vergessen sollten Sie, sich für Etappenziele selbst zu belohnen. Das hilft, das Durchhaltevermögen zu stärken und letztlich nicht nur das Herzensprojekt zu starten, sondern auch fortzuführen.
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