Intelligenz steigern: Sie sind klüger als gedacht

Je intelligenter ein Mensch ist, desto selbstbewusster kann er sein, weil er oder sie überzeugt ist, viel zu wissen, sich schnell neue Fähigkeiten aneignen kann und anderen in einigen Bereichen überlegen ist… Sollte man denken. In der Realität sieht es aber oft anders aus. Natürlich ist Intelligenz weiterhin positiv und öffnet auch die ein oder andere Tür. Mit steigender Intelligenz kommen aber häufig auch Zweifel. Zum Beispiel, ob man wirklich gut genug ist. Wir erklären, warum ausgerechnet die besonders intelligenten Menschen von diesen Zweifeln geplagt werden und woran Sie erkennen, dass Sie schlauer sind, als Sie denken…

Intelligenz steigern: Sie sind klüger als gedacht

Mit der Intelligenz kommen die Zweifel

Warum sind es ausgerechnet die schlauen Köpfe, die an sich und den eigenen Fähigkeiten zweifeln?

Tatsächlich lässt sich das Phänomen anschaulich mit dem Sokrates-Zitat Ich weiß, dass ich nichts weiß erklären. Intelligente Menschen neigen – eben, weil sie intelligent sind und abstrahieren können – dazu, das Ausmaß des eigenen Unwissens zu erkennen und entwickeln daraus teils große Selbstzweifel.

Egal, was passiert: Intelligente Menschen halten sich für unterqualifiziert, befürchten, den Aufgaben nicht gewachsen zu sein und von den anderen maßlos überschätzt zu werden. Das betrifft – wie die Intelligenzverteilungskurve zeigt – zwar nur einen kleineren Teil der Bevölkerung. Die aber sind dafür umso stärker verunsichert (mit Ausnahme von ein paar Narzissten und Profilneurotikern).

Intelligenz Intelligenzverteilung Grafik IQ

Besonders Frauen sind anfällig für diese Art der Zweifel. Während Männer sich in der Regel mehr zutrauen und daraus die Überzeugung schöpfen, auch schwierige Aufgaben meistern zu können, stellen Frauen sehr hohe und zum Teil nicht zu erreichende Ansprüche an sich selbst.

Daraus resultiert eine noch verstärkende Wirkung, da viele Frauen sich in ihren Zweifeln über die eigenen Fähigkeiten auch noch bestätigt sehen, wenn die (viel zu hohen) selbst gesteckten Ziele nicht erreicht (siehe auch: Impostor-Syndrom). Das Ergebnis ist eine Ich bin einfach nicht gut genug Mentalität, die jedoch völlig falsch und unbegründet ist.

Wenn es gelingt, dieses negative Denken zu stoppen und Sie stattdessen erkennen, welche Fähigkeiten, Talente, Erfolge und Intelligenz Sie besitzen, lassen sich die Zweifel besiegen (siehe Kasten).

So lassen sich Selbstzweifel überwinden

  • Vertrauen Sie auf die Einschätzung der anderen. Es ist gerade am Anfang schwierig, doch machen Sie sich bewusst: Wenn Sie von anderen Menschen für intelligent gehalten werden, sollten Sie darauf vertrauen. Manchmal ist die Selbstwahrnehmung getrübt und es ist eine gute Stütze, sich auf das Bild zu verlassen, das andere von einem gewinnen.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken. Die meisten Menschen sind gut darin zu erkennen, was sie nicht können. Damit sorgen Sie jedoch nur für noch mehr Zweifel. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Dinge, die Sie wirklich gut können. Wo sind Sie besser als andere? Wofür werden Sie vielleicht sogar bewundert? Entwickeln Sie Stolz auf Ihre Fähigkeiten.
  • Trauen Sie sich. Die Zweifel sorgen nicht selten dafür, dass Sie sich selbst im Weg stehen und große Aufgaben oder mehr Verantwortung aus Angst ablehnen, nicht gut genug dafür zu sein. Der Sprung ins kalte Wasser kann der beste Weg aus den Zweifeln sein. Trauen Sie sich selbst mehr zu, nehmen Sie die Herausforderung an und beweisen Sie sich selbst, dass Sie zu sehr viel mehr in der Lage sind, als Sie sich selbst eingeredet haben.

Was beeinflusst, für wie schlau wir uns halten?

In der Regel behauptet niemand von sich, dumm zu sein. Gleichzeitig fällt es vielen schwer, einzuschätzen, wie schlau Sie wirklich sind.

Das liegt zum Teil daran, dass niemand als arrogant gelten will. Schließlich wirkt es weder sympathisch noch intelligent, wenn jemand behauptet: „Ich bin ein Genie!“

Auf der anderen Seite entsteht oft sozialer Druck, wenn eine(r) über das Mittelmaß hinausragt. Solche Menschen besitzen die passive Fähigkeit zur Miniaturisierung: In ihrer Gegenwart fühlen sich andere gleich dümmer oder weniger smart. Und das ist ein Angriff auf so manch labiles Ego. Klar, wer clever ist, provoziert das nicht auch noch und stapelt lieber tief.

Weitere Gründe sind:

  • Das eigene Selbstbewusstsein.

    Selbstbewusste Menschen schätzen sich naturgemäß schlauer ein, als ihre weniger selbstbewussten Kollegen. Wer weniger Selbstvertrauen besitzt, unterschätzt sich eher und sieht sich weiter unten auf der Skala. Selbst wenn es gut läuft, schiebt man es eher auf Glück und Zufall, anstatt stolz auf sich selbst zu sein.

  • Das persönliche Umfeld.

    Auch die Personen, mit denen wir regelmäßig zu tun haben, beeinflussen, für wie schlau wir uns halten. Wer das Gefühl hat, sein persönliches Umfeld sei schlauer als er selbst, überträgt dies auf die Allgemeinheit und nimmt sich selbst als weniger intelligent wahr. Ebenso gilt: Vermitteln die Menschen in Ihrem Umfeld Ihnen das Gefühl, Sie seien nicht gerade schlau, besteht die Gefahr, dass Sie diese Unterstellung irgendwann übernehmen.

  • Die Angst vor der Bloßstellung.

    Bei der Einschätzung der eigenen Intelligenz spielt auch Angst eine Rolle. Um nicht Gefahr zu laufen, bloßgestellt zu werden, schätzen viele Menschen sich lieber etwas niedriger ein, um die Erwartungen an die eigene Person nicht zu weit nach oben zu treiben. Wer tief stapelt, braucht sich im Anschluss nicht schämen, wenn er etwas nicht wusste.

13 Zeichen, dass Sie intelligenter sind, als Sie denken

Sollten Sie der Meinung sein, nicht ganz so schlau zu sein, erkennen Sie vielleicht nur die Zeichen nicht. Soll heißen: Es ist nicht nur der schlau, der gefühlt das Wissen eines Lexikons in sich trägt. Wir haben daher 13 Indizien gesammelt, die Ihnen zeigen können, dass Sie schlauer sind, als Sie (und andere) denken. Die folgenden Anzeichen könnten Sie also überraschen…

  1. Sie sind leidenschaftlich neugierig

    Häufig ist es eine Mischung aus Neugier und Motivation, die schlauer macht. Ertappen Sie sich häufig dabei, wie Sie versuchen, Dinge zu verstehen? Wie funktioniert das und was passiert, wenn ich etwas auf eine andere Art mache? Es sind Fragen wie diese, die nicht nur zu wichtigen Fortschritten geführt haben, da sie altbekanntes hinterfragen, sondern gleichzeitig auch schlauer machen.

    Diese Neugier ist besonders bei Kindern zu beobachten, die versuchen, alles zu verstehen. Allerdings behalten sich auch viele Erwachsene diesen Wissensdurst. Gehören Sie dazu, kann dies ein Zeichen für besondere Intelligenz sein, da Sie Zusammenhänge suchen und verstehen, die anderen verborgen bleiben.

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  2. Sie haben deutlich mehr Fragen als Antworten

    Schlaue Menschen haben auf alles eine Antwort? Falsch! Vielmehr sind es die schlauen Menschen, die ständig neue Fragen stellen und auf der Suche nach passenden Antworten sind. Dabei sind sie auch nicht zu eitel, um Rat bei Kollegen oder Freunden einzuholen, denen Sie zutrauen, in einem bestimmten Bereich mehr zu wissen, als sie selbst.

    Ärgern Sie sich daher nicht, wenn Sie nicht immer eine Antwort parat haben, sondern fragen Sie sich stattdessen, woher Sie die nötigen Informationen erhalten können. Es ist ein Irrglaube, dass Intelligenz nur daran gemessen wird, wie viel Wissen Sie immer auf Knopfdruck abrufen können.

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  3. Sie bauen Vertrauen zu anderen Menschen auf

    In einer Studie wurde herausgefunden, dass intelligente anderen Menschen häufiger vertrauen. Ein möglicher Grund dafür: Intelligente Menschen können den Charakter ihres Gegenübers besser und treffsicherer einschätzen. Sind Sie in der Lage, anderen zu vertrauen, könnte dies dafür sprechen, dass Sie intelligenter sind, als Sie selbst glauben.

    Allerdings sollte Sie diese Erkenntnis nicht dazu verleiten, von nun an jedem zu vertrauen und leichtgläubig zu werden. Dies trägt nicht dazu bei, Ihre Intelligenz zu steigern und ist auch kein Anzeichen von Cleverness, sondern macht Sie nur angreifbar für Menschen, die Sie ausnutzen wollen.

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  4. Sie gehen gerne spät ins Bett

    Es scheint auf den ersten Blick keinen Zusammenhang zu geben, doch tatsächlich wurde in einer Langzeitstudie gezeigt, dass Menschen mit einem höheren IQ häufiger Nachteulen sind. Ein wenig Vorsicht ist dabei aber geboten, denn wer regelmäßig zu wenig Schlaf bekommt, kann seiner Intelligenz damit auch wieder schaden.

    Seien Sie bitte auch vorsichtig und versuchen Sie nicht, sich dazu zu zwingen, besonders spät ins Bett zu gehen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Chronobiologie, die bestimmt, wann er besonders wach und leistungsfähig ist – und wann er eben Schlaf benötigt.

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  5. Sie sind das älteste Kind

    Die ältesten Kinder haben einen höheren IQ als ihre jüngeren Brüder und Schwestern. Der Vorsprung ist mit drei Punkten zwar nicht groß, aber dennoch bemerkenswert. Zu diesem verblüffenden Ergebnis kam eine Studie. Die Genetik spielt dabei keine Rolle, sondern biologische Faktoren und das komplexe Zusammenspiel zwischen Eltern und Kindern.

    Tatsächlich fanden die Forscher heraus, dass drittgeborene Kinder noch einmal einen – wenn auch nur um einen Punkt – niedrigeren IQ aufwiesen als die älteren Geschwister. Wer jüngere Brüder und Schwestern hat, ist somit möglicherweise intelligenter und auch erfolgreicher.

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  6. Sie sind faul

    Eine wirklich tolle Nachricht: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Faulheit ein Zeichen für Intelligenz sein kann. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, ist aber tatsächlich so. Die Erklärung: Wer nichts (oder zumindest wenig) tut und herumsitzt, beschäftigt sich viel mehr mit seinen eigenen Gedanken.

    Wer sich hingegen anders beschäftigt, aktiv ist und ständig Ablenkungen um sich herum hat, dachte schlichtweg weniger nach, reflektierte seltener und zeigte geringere Intelligenz als die schlauen Faulenzer.

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  7. Sie sind unordentlich

    Und gleich noch eine tolle Nachricht für all jene, die es mit dem Aufräumen nicht immer ganz genau nehmen: Chaos und Unordnung helfen dabei, das Gehirn besonders auf Hochtouren zu bringen. Forscher der Carlson School of Management an der Universität von Minnesota konnten zeigen, dass Menschen, die in einer sehr sauberen und ordentlichen Umgebung deutlich weniger Ideen zustande brachten als andere Teilnehmer, die in unordentlichem Umfeld die gleiche Aufgabe bearbeiteten.

    Gerade wenn Sie auf der Suche nach Neuerungen oder Innovationen sind, sollten Sie sich ruhig an einen Ort zurückziehen, der nicht bis ins kleinste Detail aufgeräumt ist, an dem Sie sich aber dennoch wohlfühlen können. Ein allzu steriles Umfeld scheint den Kopf dazu anzuregen, ebenfalls nur in sehr ordentlichen und vorgefertigten Bahnen zu denken.

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  8. Sie kennen Ihre eigenen Gedanken

    Die Gedanken über die eigenen Gedanken und Einstellungen wird als Metakognition bezeichnet. Man könnte es auch als Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen beschreiben. Und das lohnt sich durchaus: Horchen Sie öfter in sich hinein, steigern Sie Ihre kognitiven Fähigkeiten, lernen kritischer zu denken und können besser verstehen, wie Sie selbst auf Probleme und Schwierigkeiten reagieren.

    Dabei muss es sich nicht nur um positive Gedanken handeln. Auch Sorgen können ein Anzeichen für überdurchschnittliche Intelligenz sein. Grübeln kann ein Indiz dafür sein, dass Sie sich verschiedene Szenarien vorstellen können und bereits frühzeitig nach möglichen Lösungen suchen. Allerdings sollten die Sorgen nie die Überhand gewinnen, da sie sonst einige negative Folgen haben können.

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  9. Sie haben als Kind ein Instrument gelernt

    Musik hilft dem kindlichen Gehirn in seiner Entwicklung gleich mehrfach. So wirkt Musikunterricht bei 4- bis 6-Jährigen laut einer kanadischen Studie sprachfördernd – und das bereits nach nur einem Monat. Eine andere Studie zeigte, dass 6-Jährige nach neunmonatigem Klavierunterricht einen regelrechten IQ-Schub bekamen im Vergleich zu den Kindern, die stattdessen Theaterunterricht oder gar keine Zusatzstunden machten.

    Bei diesem Punkt ist allerdings auch eine andere Wirkung zu beachten: Studien zeigen nämlich auch, dass besonders intelligente und schlaue Kinder häufiger Musikunterricht erhalten als andere. In erster Linie wird somit ein bereits bestehender Unterschied in der Intelligenz im Kindesalter noch verstärkt.

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  10. Sie machen viele Fehler – aber lernen daraus

    Schlau zu sein bedeutet nicht, vor Fehlern sicher zu sein. Häufig trifft sogar genau das Gegenteil zu. Egal wie hoch der IQ, egal wie viel Wissen in den verschiedensten Bereichen vorhanden ist – Fehler passieren. Der Vorteil schlauer Menschen: Sie sind sich dessen bewusst, haben keine Angst, Fehler zu begehen, sondern lernen daraus.

    Verkriechen Sie sich immer nur in der eigenen Komfortzone, können Sie nie über den kleinen Tellerrand hinausblicken, den Sie sich selbst auferlegt haben. Neue Denkweisen? Offenheit gegenüber Veränderungen und Entwicklung des Denkens? Kaum möglich, wenn nie der Mut vorhanden ist, Risiken einzugehen und Fehler zu machen.

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  11. Sie bleiben gerne auch einmal alleine

    Den meisten Menschen bereitet es Freude, sich mit Freunden zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Das Ergebnis einer Studie zeigt jedoch, dass besonders intelligente Menschen gerne auch allein bleiben. Während andere Testpersonen über eine größere Zufriedenheit berichteten, wenn sie sozialen Kontakten nachgingen, zeigte sich bei sehr intelligenten Menschen das genaue Gegenteil.

    Je intelligenter ein Mensch ist, desto mehr steigt sein Wohlbefinden, wenn er oder sie – trotz zahlreicher Freundschaften – auch einmal für sich alleine sein kann und nicht ständig von unterschiedlichen Menschen umringt wird. Das Sich-selbst-genug-sein ist somit auch ein Charakterzug intelligenter Menschen.

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  12. Sie kommen aus einer schlauen Familie

    Wie bereits angesprochen kann es einschüchternd sein, ein sehr intelligentes Umfeld zu haben. Die gute Nachricht lautet jedoch: Wenn Sie aus einer schlauen Familie stammen, trifft dies wahrscheinlich auch auf Sie zu. Zwar kann man sich Wissen und Fähigkeiten auch aneignen, aber ein Teil der kognitiven Fähigkeiten wird vererbt.

    Sollten Sie sich im obigen Punkt benachteiligt gefühlt haben, weil Sie nicht das älteste Kind sind, kann diese Erkenntnis darüber hinweg trösten: Wenn Sie aus einer insgesamt schlauen Familie stammen, ist es nicht schlimm, einen oder zwei IQ-Punkte hinter ältesten zu liegen, da sie vermutlich dennoch überdurchschnittlich intelligent sind.

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  13. Sie sind lustig

    Humor ist nicht nur eine sehr beliebte Charaktereigenschaft, sondern scheint auch mit einer größeren Intelligenz verbunden zu sein. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass humorvolle Teilnehmer in einem Intelligenztest besonders gut abgeschnitten haben.

    Erklärt werden kann dieser Zusammenhang durch die Fähigkeit, Situationen schnell einschätzen und gut mit Sprache umgehen zu können. Diese schnelle Auffassungsgabe gepaart mit entsprechend sprachlichem Talent, macht es überdurchschnittlich intelligenten Menschen möglich, einfallsreich und witzig zu sein. Der IQ-Unterschied ist dabei beachtlich: Während der IQ im Durchschnitt zwischen 90 und 110 Punkten liegt, kamen die besonders Humorvollen auf einen Wert zwischen 126 und 138 Punkten.

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Intelligenz steigern: Einfache Tipps

Gehirnjogging, Gedächtnistraining, Brainteaser, Rätsel lösen… Es gibt viele Methoden, mit denen sich die grauen Zellen auf Trab bringen lassen. Die grundlegende Frage lautet allerdings: Lässt sich die Intelligenz überhaupt steigern?

Die Antwort darauf ist leider nicht so eindeutig, wie Sie es sich vermutlich wünschen würden.

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Eine wirkliche Steigerung der Intelligenz ist zwar im Kindesalter durch entsprechende Förderung noch realisierbar, für Erwachsene hingegen ist es kaum möglich, noch große Fortschritte in Sachen gesamte Intelligenz zu machen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie sich jegliche Mühen von nun an sparen sollten, Gehirnjogging überhaupt keinen Wert besitzt und Sie sich Ihrem Schicksal ergeben müssen.

Hier ist eine wichtige Entscheidung zwischen fluider und kristalliner Intelligenz zu treffen.

Zweikomponententheorie Fluide Kristalline Intelligenzfluide Intelligenz dafür verantwortlich, wie schnell und flexibel ein Mensch denkt, wie gut er logische Zusammenhänge erkennt, wie schnell er Neues erlernt und auch wie kreativ er ist. Kristalline Intelligenz hingegen ist das Faktenwissen und die Fähigkeiten. Schulbildung, Studium, Erfahrungen, Wortschatz gehören alle zu dieser Art der Intelligenz.

Diese kristalline Intelligenz ist es auch, die immer weiter gesteigert werden kann. Auch im Alter kann jeder noch neue Fähigkeiten erwerben, sein Wissen erweitern, eine Fremdsprache erlernen – diese Intelligenz steigern eben. Leider sieht es bei fluider Intelligenz anders aus. Diese sinkt ganz automatisch ab einem bestimmten Alter von circa 35 Jahren immer weiter.

Trotz zahlreicher Studien und Vermutungen sind sich Forscher inzwischen relativ einig, dass sich daran auch leider nichts ändern lässt. Selbst ausdauerndes Gedächtnistraining, Rätsel und Aufgaben bewirken immer nur eine Verbesserung in dem bestimmten Bereich. Wer also immer wieder ähnliche Aufgaben löst, etwa sein logisches Denken trainiert, wird darin spürbar besser – es erfolgt allerdings kein Transfer auf andere intellektuelle Leistungen.

Doch die gute Nachricht: Durch die wachsende kristalline Intelligenz lässt sich die gegenläufige Entwicklung der fluiden Intelligenz ein Stück weit ausgleichen. Lebenslanges Lernen ist also nicht nur eine leere Worthülse, sondern sollte dringend berücksichtigt und in die Tat umgesetzt werden.

Damit es auch wirklich klappt – und vor allem auch in Ihrem Alltag funktioniert – haben wir drei einfache Tipps, mit denen Sie Ihre Intelligenz steigern können:

  1. Beschäftigen Sie Ihre grauen Zellen.

    Ihr Denkapparat will beschäftigt werden – und zwar regelmäßig. Anstatt also zwei Stunden vor dem Fernseher zu sitzen oder sich noch eine dritte Folge der Lieblingsserie im Internet anzuschauen, sollten Sie Ihr Gehirn vor einige Herausforderungen stellen, um Ihre Intelligenz zu steigern.

  2. Sorgen Sie für Abwechslung.

    Routinen können das Leben erleichtern, doch sie führen auch dazu, dass Ihr Gehirn in den Autopilot schaltet und jegliches Denken vorerst einstellt, da ohnehin nur die immer gleichen Abläufe abgespielt werden. Lösen Sie sich aus solchen Endlosschleifen, regen Sie Veränderungen an und unternehmen Sie häufig etwas Neues.

  3. Nehmen Sie sich Zeit zur Selbstreflexion.

    Auch wenn es immer wieder unterschätzt oder sogar belächelt wird, sollten Sie sich die Zeit für Selbstreflexion nehmen. Sich selbst zu hinterfragen, kann nicht nur antworten auf essenzielle Fragen liefern, sondern hilft auch Ihrem Gehirn auf die Sprünge.

Fluide Kristalline Intelligenz Grafik Alter

4. November 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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