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Emotionale Intelligenz: Test + Wie hohen EQ trainieren?

Emotionale Intelligenz – manche halten sie für die wichtigste Form der Intelligenz. Ein hoher IQ reicht im Leben oft nicht aus. Im Job schon gar nicht. Hier sind die Soft Skills wichtiger für den Erfolg als Fachwissen. Doch was genau steckt hinter der emotionalen Intelligenz und dem sogenannten EQ? Finden Sie in einem kostenlosen Emotionale Intelligenz Test heraus, wie hoch Ihr EQ ist. Dazu erhalten Sie zahlreiche Tipps und Beispiele wie man emotional intelligent wird und seinen EQ trainieren kann…

Emotionale Intelligenz: Test + Wie hohen EQ trainieren?

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Definition: Was ist emotionale Intelligenz?

Emotionale Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, die Gefühle und Beweggründe anderer zu verstehen, damit umzugehen und angemessen darauf reagieren zu können. Der Begriff stammt ursprünglich von dem amerikanischen Psychologen Edward Lee Thorndike, der die Eigenschaft aber noch „soziale Intelligenz“ nannte. Erst 1990 führten die Psychologen Peter Salovey und John D. Mayer den Begriff „emotionale Intelligenz“ erstmals ein.

Populär wurde die emotionale Intelligenz aber erst durch den Bestsellerautor Daniel Goleman. Er widmete dem „EQ“ (in Anlehnung zum IQ-Test) 1997 ein ganzes Buch. Seitdem fungiert die emotionale Intelligenz als Erweiterung zur klassischen Intelligenzforschung.

6 Stufen Emotionaler Intelligenz Grafik

Emotionale Intelligenz Beispiele

Wissenschaftlern zufolge gibt es 9 Arten der Intelligenz – darunter die logisch-mathematische und sprachliche Intelligenz, die interpersonelle oder intrapersonelle Intelligenz. Besonders die beiden letzten bilden die sogenannte emotionale Intelligenz.

Der EQ umfasst ein ganzes Bündel an Fähigkeiten und ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Kompetenzen. Besonders häufig genannt werden:

  • Menschenkenntnis
    Emotional Intelligente können Menschen anhand ihrer Erfahrungen sowie deren Verhalten binnen kurzer Zeit einschätzen. Dazu dienen ihnen Körpersprache, Körperhaltung und Mimik.
  • Soziale Kompetenz
    Die Kompetenz, Beziehungen zu fremden Menschen aufzubauen oder zu Bekannten und Freunden zu pflegen. Hinzu kommt die Fähigkeit, die eigenen Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe überein zu bringen. Das schließt das Talent zur Kooperation ebenso ein wie zur konstruktiven Kritik.
  • Kommunikationsfähigkeit
    Die Fähigkeit, sowohl aktiv zuhören zu können als auch eigene Botschaften klar und deutlich zu formulieren oder die Botschaften anderer zu interpretieren.
  • Intuition
    Betroffene hören auf ihr verlässliches Bauchgefühl. Trotzdem treffen sie Entscheidungen nicht allein auf Basis von Gefühlen. Sie greifen aber auf Informationen zurück, die im Unterbewusstsein gespeichert sind.
  • Neugier
    Das Wesensmerkmal beinhaltet die Bereitschaft, sich überraschen zu lassen, zu staunen oder auf Neues einzulassen. Diese Eigenschaft fördert nachweislich Kreativität.
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12 EQ-Kompetenzen: Wie zeigt sich emotionale Intelligenz?

Goleman versteht unter dem EQ „die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die der anderen zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit den Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.“ Zu den wesentlichen Merkmalen der emotionalen Intelligenz zählt der US-Psychologe insgesamt zwölf Kompetenzen, die sich in 4 Gruppen einteilen lassen:

Selbstwahrnehmung

Darunter zählt die Fähigkeit, seine eigenen Gefühle und Stimmungen zu verstehen sowie deren Wirkung auf die Umgebung. Es ist eine Form von Selbstbewusstsein und bedeutet, ein Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen zu haben. Im Kontext der emotionalen Intelligenz beinhaltet Selbstwahrnehmung, einen objektiven Blick auf das eigene Tun.

EQ-Kompetenz:
1. Emotionale Selbstwahrnehmung

Soziales Bewusstsein

Die vielleicht stärkste Form der emotionalen Intelligenz. Empathie ist die Gabe, sich in andere Menschen (emotional) hineinversetzen zu können. Sie signalisiert: „Ich verstehe dich!“ – und ist entscheidend, um Vertrauen und Sympathien zu gewinnen. Empathie hilft auf der Arbeitsebene dabei, mögliche Konflikte zu lösen oder ermöglicht ein kundenorientiertes Handeln.

EQ-Kompetenzen:
2. Empathie
3. Organisationsbewusstsein

Selbstmanagement

Wer diese Stärke besitzt, kann auf negative Stimmungen, Wünsche oder Impulse kontrolliert reagieren – eben nicht impulsiv. Das gilt insbesondere bei starken Emotionen, wie Wut, Angst oder Rachegelüsten. Im beruflichen Kontext kann Selbstregulierung auch bedeuten, erst eine Aufgabe zuende zu bringen und danach einen Kaffee zu trinken.

EQ-Kompetenzen:
4. Optimismus
5. Leistungsorientierung
6. Anpassungsfähigkeit
7. Emotionale Selbstkontrolle

Beziehungsmanagement

Dieser Punkt knüpft am vorherigen an: Gemeint ist die Fähigkeit, soziale Kontakte aufbauen und halten zu können. Wichtig ist dies besonders beim Netzwerken. Es zeugt aber genauso von Führungsqualitäten. Beziehungsmanagement bedeutet ebenso, sich mit Engagement bestimmten Zielen zu widmen und sich immer wieder selbst anfeuern zu können. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Dinge anders laufen als geplant. Sich selbst motivieren zu können, bedeutet eine höhere Frustrationstoleranz und damit Energie und Ausdauer zu besitzen als weniger emotional intelligente Menschen.

EQ-Kompetenzen:
8. Inspirierende Führung
9. Teamwork
10. Coach und Mentor
11. Einfluss
12. Konfliktmanagement

Für Goleman sind Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz „anpassbar, flexibel, selbstbewusst und arbeiten effektiv auf ihre Ziele hin“. Zudem seien sie belastbar und erholten sich schnell von Stress. Das Das Leben verlaufe „wesentlich glatter“, wenn man eine hohe emotionale Intelligenz besitzt.

Ein hoher EQ drückt damit immer emotionale und mentale Stärke aus. Bis hin zur sogenannten Resilienz – also der Fähigkeit, mit schweren Krisen und Schicksalsschlägen sowie der Achterbahnfahrt der Gefühle souverän umzugehen.

Wie wichtig ist emotionale Intelligenz im Job?

Umfragen zufolge stufen die meisten Menschen emotionale Intelligenz (EQ) heute höher ein als die rationale Intelligenz (IQ). Hard Skills und Qualifikationen kann letztlich jeder erwerben – alles eine Frage der Zeit. Aber erst der zwischenmenschlichen EQ ermöglicht es einem, „die PS auf die Straße zu bringen“ – heißt: andere mitzunehmen, zu motivieren oder zu überzeugen. Entsprechend prüfen auch immer mehr Personaler bei der Bewerbung und im Vorstellungsgespräch den EQ mit gezielten Fragen. 11 dieser typischen EQ-Bewerberfragen können Sie sich HIER kostenlos herunterladen.

Emotionale Intelligenz EQ und IQ, Umfrage Bedeutung, Test


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Emotionale Intelligenz Test: Wie viel EQ habe ich?

Sind Sie jetzt neugierig, wie hoch Ihr EQ ist? Die meisten Menschen haben gutes Gespür dafür, wie emotional intelligent sie sind. Sie können im Folgenden aber auch einen kostenlosen EQ-Test absolvieren. Beantworten Sie dazu die 25 Testfragen so ehrlich wie möglich. Was zutrifft, können Sie gleich online im Browser abhaken. Die dazugehörigen Punkte (in Klammern) addieren Sie bitte anschließend zusammen. Die Lösung finden Sie am Ende des Tests.

Der Emotionale Intelligenz Test liefert aber kein finales Urteil. Nicht zuletzt, weil Sie emotionale Intelligenz lernen und auch wieder verlernen können. Der Test ist also nur eine Momentaufnahme und dient zur ersten Orientierung.

Test: Wie hoch ist mein EQ?

    1. Ich bin geduldig.

  • Immer (3P)
  • Meistens 2P)
  • Nie (1P)
  • 2. Ich verstehe den Grund für meine Gefühle.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 3. Ich sehe in jedem Menschen das Gute.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 4. Ich versuche mich in andere hineinzuversetzen und zu verstehen, warum sie so handeln.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 5. Ich bin zuversichtlich.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 6. Ich kann meine Gefühle detailliert und differenziert wiedergeben.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 7. Ich kann gut mit Stress umgehen.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 8. Ich konzentriere mich eher auf Chancen als auf Hindernisse.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 9. Unter Druck bleibe ich ruhig.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 10. Ich kann nachvollziehen, wie Erfahrungen und Gefühle das Verhalten beeinflussen.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 11. Ich blicke optimistisch in die Zukunft.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 12. Ich kann meine Impulse kontrollieren.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 13. Mein Interesse an anderen macht aus mir einen guten Zuhörer.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 14. Ich kann gut mit den Emotionen anderer umgehen.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 15. Bei geplanten Änderungen bleibe ich optimistisch.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 16. Starke Gefühle kann ich gut kontrollieren.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 17. Ich bin gut darin, auf verschiedene Anforderungen zu reagieren.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 18. Ich verstehe unterschiedliche Standpunkte, auch wenn ich einen anderen vertrete.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 19. Ich kann flexibel auf unerwartete Veränderungen reagieren.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 20. Es ist mir wichtig, die Beweggründe anderer zu verstehen.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 21. Ich kann meine Ziele und Pläne leicht Veränderungen anpassen.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 22. Ich kann meine Emotionen im selben Moment beschreiben, in dem ich sie erlebe.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 23. Ich kann mich gut anpassen, wenn sich die Lage häufig ändert.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 24. Ich verstehe, wie Stress meine Laune und mein Verhalten beeinflussen.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)
  • 25. Ich kann meine Prioritäten schnell ändern.

  • Immer (3P)
  • Meistens (2P)
  • Nie (1P)

Auflösung zum Test

Emotionale Intelligenz Test: 25 bis 39 Punkte

Die Gefühle anderer Menschen sind für Sie oft ein Buch mit 7 Siegeln. War der Kollege vorhin irritiert oder verärgert? So richtig nachvollziehen können Sie das nicht. Es fehlen die Antennen für die feinen Nuancen – auch bei Ihnen selbst.

Kurzum: Es gibt Handlungsbedarf. Das ist aber nichts Schlimmes, denn Sie können Ihre emotionale Intelligenz trainieren und so Ihre Wahrnehmung verbessern. Beginnen Sie damit, anderen besser zuzuhören. Beobachten Sie genau deren Mimik und Verhalten. Lernen Sie, welche Stimmungen mit welchem Ausdruck einhergehen. Und fragen Sie lieber nach, wenn Sie unsicher sind. Je besser Sie die Reaktionen anderer verstehen und interpretieren lernen, desto besser kriegen Sie auch die eigenen Emotionen in den Griff.

Emotionale Intelligenz Test: 40 bis 59 Punkte

Sie sind sich im Wesentlichen über die eigenen Gefühle im Klaren. Auch können Sie sich oft in andere hineinversetzen, gerade wenn es etwas ist, was Sie ebenfalls stört oder nervt. Es kann aber passieren, dass Sie unter Stress gereizt reagieren und ein Unschuldiger Ihre Laune ausbaden muss. Immerhin sind Sie so reflektiert, diese Schwächen zuzugeben und sich zu entschuldigen.

Sie sind zwar kein Optimist, dafür Realist. Sie wissen, dass nicht alles im Leben und Beruf rosig ist. Diese Einstellung lässt Sie bei unerwarteten Veränderungen allerdings hin und wieder mürrisch reagieren. Meist finden Sie jedoch einen Weg, sich mit dem neuen Rahmen zu arrangieren.

Unser Tipp: Ihre emotionale Intelligenz ist noch ausbaufähig, wenn Sie bereit sind, sich Ihren Schwächen noch mehr zu stellen. Ein längerfristiges Coaching – zum Beispiel zur Persönlichkeitsentwicklung – würde Sie ein gutes Stück weiterbringen…

Emotionale Intelligenz Test: 60 bis 75 Punkte

Sie verfügen über eine hohe emotionale Intelligenz. Anderen Menschen zuzuhören, fällt Ihnen leicht, da Sie prinzipiell an Ihrem Gegenüber interessiert sind. Sie haben einen guten Zugang zu Ihren eigenen und fremden Gefühlen und können abschätzen, was Menschen bewegt.

Sie sind ein offener Mensch – und wirken so auch auf andere. Selbst in stressigen Situationen behalten Sie die Ruhe und Geduld. Selten erlebt Sie Ihr Umfeld unbeherrscht. Überdies haben Sie eine grundsätzlich positive Einstellung zum Leben und zur Arbeit. Hindernisse sehen Sie als Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Sie sind lösungsorientiert. Das hilft Ihnen, gut mit Stress umzugehen. Da Sie gut organisiert sind und wissen, wie Sie Ausgleich schaffen, sind Sie überwiegend entspannt. Klasse – weiter so!


PS: Falls Sie keine Lust auf den Emotionale Intelligenz Test haben – es gibt ebenso ein paar Indizien, die für einen hohen EQ sprechen. Diese haben wir in einem Gratis Buch (PDF) zusammengefasst, das Sie sich HIER kostenlos herunterladen können.

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Emotionale Intelligenz lernen: Wie wird man emotional intelligent?

Man kann emotionale Intelligenz lernen – zum Teil. Der Rest ist uns als Talent in die Wiege gelegt oder auch nicht. Wichtige Teil-Eigenschaften, wie Selbstbewusstsein, das Zuhören-Können, die eigenen Emotionen zu regulieren oder sich bewusster zu reflektieren – all das lässt sich lernen und trainieren. Hierfür finden Sie im Folgenden ein paar hilfreiche Methoden:

Achtsamkeit üben

Ursprünglich handelt es sich bei der Achtsamkeit um eine buddhistische Vorstellung. Wissenschaftler definieren Achtsamkeit heute auch als die intensive Aufmerksamkeit, die wir auf die Gegenwart richten – auf eine ebenso offene wie akzeptierende Weise. Ulrich Ott von der Universität Giessen fand heraus, dass Achtsamkeit Menschen psychisch stabiler und gesünder macht. Sein Kollege, der Berliner Psychologe Willi Zeidler, konnte wiederum nachweisen, dass Achtsamkeit die Schreckhaftigkeit verändert: Achtsame Menschen reagierten auf Stressreize messbar weniger verspannt.

Selbstgespräche führen

Selbstgespräche fungieren wie ein Ventil: Wut, Trauer und Frust können sich dadurch weniger in einen hineinfressen. Unklare Gedanken und Gefühle werden überdies in Worte gefasst und sortiert, Entscheidungen so erleichtert. Und nicht zuletzt merkt man sich Gehörtes besser als lediglich Gedachtes. Wie Wissenschaftler beweisen konnten, kann der Dialog mit dem ICH Stress abbauen, Aggressionen reduzieren und für einen differenzierteren Blick sorgen, wie zum Beispiel der US-Psychologe Thomas Brinthaupt feststellte.

Gefühle akzeptieren

Viele Menschen neigen dazu, eigene Emotionen zu ignorieren oder sich so wenig wie möglich damit zu beschäftigen. Dies führt dazu, dass keine emotionale Intelligenz entstehen kann. Für einen ausgeprägten EQ müssen Sie Ihre Gefühle akzeptieren und sich mit diesen beschäftigen (siehe Gefühlsrad).

Emotionale Intelligenz Test, Definition, Gefühlsrad Emotionen

Dies gilt aber nicht nur für eigene Gefühle, sondern besonders für die Emotionen anderer Menschen. Wer immer ausweicht, wenn Emotionen aufkommen, kann keine emotionale Intelligenz lernen. Gehen Sie stattdessen auf diese Themen ein und lernen Sie die eigenen und fremden Gefühle besser zu deuten, trainieren Sie gleichzeitig ihre emotionale Intelligenz.

Emotionale Intelligenz Nachteile: Die dunkle Seite

Emotionale Intelligenz genießt einen guten Ruf – und das zu Recht. Sie kann zu einem besseren Verständnis untereinander beitragen, ein gesteigertes Selbstbewusstsein bewirken sowie die Atmosphäre am Arbeitsplatz spürbar verbessern. Leider ist auch das Gegenteil möglich, wenn der EQ dazu genutzt wird, um andere zu manipulieren und sich einen Vorteil zu verschaffen. Das kommt häufiger vor, als wir uns wünschen.

Eine wachsende Zahl an Studien spricht dafür, dass es eine Verbindung zwischen „einen Menschen verstehen“ und „einen Menschen ausnutzen“ gibt. Bedeutet: Menschen mit ausgeprägter emotionaler Intelligenz nutzen das Wissen um die Gefühlswelt anderer, um dies egoistisch auszunutzen. Natürlich sollten Sie jetzt nicht jedem freundlichen Kollegen mit EQ eine böswillige Absicht unterstellen. Oft reicht es aus, sich die Motive hinter der Freundlichkeit bewusst zu machen. Gleichzeitig möchten wir die Schattenseiten der emotionalen Intelligenz nicht unerwähnt lassen:

  • Egoismus
    Emotionale Intelligenz am Arbeitsplatz wird nicht nur für ein besseres Allgemeinwohl genutzt. Hohe emotionale Intelligenz dient oft auch egoistischen Karrierezielen. Etwa, um sich bei wichtigen Personen beliebter zu machen, direkte Konkurrenten auszustechen, Meinungen und Emotionen im eigenen Sinn zu beeinflussen oder zu kontrollieren.
  • Rücksichtslosigkeit
    Eine besonders negative und explosive Mischung ist die Kombination aus emotionaler Intelligenz und Manipulation. Der Mix lässt Menschen besonders rücksichtslos gegenüber den Gefühlen anderer agieren. In einer Studie schreckten die Betroffenen trotz hohem EQ nicht davor zurück, andere öffentlich zu blamieren, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken oder eigene Ziele besser zu verfolgen.
  • Ausbeutung
    Ein ebenfalls alarmierendes Studienergebnis: Emotionale Intelligenz ist DER Schlüssel, um Mitmenschen überhaupt erst ausnutzen zu können. Nur wer die Gefühle und Gedanken seines Gegenübers versteht, kann diesen dazu bringen, im eigenen Interesse zu handeln.
  • Narzissmus
    Narzissmus kann für Mitmenschen und Arbeitskollegen eine enorme Belastung werden. Forscher fanden heraus, dass es eine auffällige Korrelation zwischen emotionaler Intelligenz und Narzissmus gibt. Das Problem: Die Kombination führt dazu, das die Narzissten ihr Talent für eigene Zwecke missbrauchen und andere betrügen.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Jochen Mai Autor Ueber UnsErfolg. Einfach. Machen. Ich ❤️ es, Menschen dabei zu unterstützen, Ihre beruflichen Ziele zu erreichen und mehr Erfolg in Job und Leben zu realisieren. Dafür steht die Karrierebibel mit über 4000 Artikeln, Vorlagen, Checklisten und Services seit mehr als 15 Jahren.

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