Schlafgewohnheiten: Diese behindern Erfolg

Schlafen ist nichts, das man gemeinhin mit beruflichem Erfolg assoziiert. In Wahrheit aber ist es ein – stark unterschätzter – Erfolgsfaktor. Darum bestimmen unsere Schlafgewohnheiten durchaus mit, wie wir uns am nächsten Tag auf der Arbeit schlagen, wie fit, ausgeruht und produktiv wir sind. Wir sagen Ihnen deshalb, welche Schlafgewohnheiten Sie von der Bettkante stoßen sollten…

Schlafgewohnheiten: Diese behindern Erfolg

Schlafgewohnheiten werden immer mehr zum Thema

Arianna Huffington hat eine Mission: Sie möchte der Welt unbedingt eintrichtern, wie wichtig, wie gesund, erholsam und wohltuend das Schlafen ist. Die Gründerin der Huffington Post ist so etwas wie die Kreuzritterin des guten Schlafs.

„Überall, wo man hinschaut, wird Schlafentzug verherrlicht und gefeiert“, beklagt sich Arianna Huffington auf ihrer Webseite. Das Motto sei: „Wer schnarcht, verliert.“ Oder im Original: „You snooze, you lose“.

Vor allem stört sie sich an einer Catchphrase, die es aus der Popkultur ins Alltagsvokabular (oder umgekehrt) des gemeinen Westerners geschafft hat. „I’ll sleep when I’m dead.“

Das kam schon Bon Jovi singend über die Lippen oder zuletzt der Punkrock-Band Set it off. Vor einigen Jahren erschien ein gleichnamiger Thriller mit Clive Owen, später ein Dokumentarfilm über DJ Steve Aoki.

„Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“ – Hierzulande hatte das Regie-Legende Rainer Werner Fassbinder den Journalisten in die Blöcke notiert. Die Ironie daran: Kurze Zeit später war er wirklich tot. Mit 37.

Spielen Sie den Quatsch lieber nicht mit. Warum auch? Schlafen verlängert das Leben, macht erfolgreich und fühlt sich einfach gut an. Wir brauchen ihn regelmäßig und in ausreichender Menge. Also: Nicht raus aus den Federn, rein in die Federn!

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Deshalb, daher und darum: Diese Schlafgewohnheiten sollten Sie sich schleunigst abgewöhnen…

Schlechte Schlafgewohnheiten: Bitte abstellen!

  1. Sie schlafen zu kurz oder zu lang

    Dieser Tipp ist so simpel wie einleuchtend: Bitte ausreichend schlafen! Schlaflosigkeit ist ein Gesundheitsrisiko, kann Übergewicht begünstigen, dem Immunsystem schaden, die Konzentrationsfähigkeit verschlechtern, die Unfallgefahr erhöhen und sogar die Alterung beschleunigen.

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    Eine Studie aus Amsterdam stützt zudem die Vermutung, dass Schlafmangel das Diabetes-Risiko erhöht – speziell von Männern. Erhöht war vor allem das Risiko der Männer, die am kürzesten und am längsten schliefen.

    Die Vermutung: Auch zu viel Schlaf ist schädlich. Die Amsterdamer Probanden schliefen 7,3 Stunden im Schnitt. Mit einem Schlafpensum von sieben bis acht Stunden dürfte man daher auf der sicheren Seite – und ausgeruht – sein.

  2. Sie denken nicht an morgen

    Der Überlieferung nach stand Benjamin Franklin stets um fünf Uhr in der Früh auf und begann den Tag mit dem Satz: „What good shall I do this day?“ Dann machte er sich an sein Tagwerk, arbeitete bis 10 Uhr abends. Den Tag beschloss er verbal so: „What good have I done today?“

    Klingt nach einer guten Schlafgewohnheit. Einerseits den Tag Revue passieren lassen und damit auch gedanklich abschließen: Selbstreflexion begünstigt Zufriedenheit begünstigt Erfolg.

    Zweitens einen Plan für den nächsten Tag aufstellen: Das gibt Sicherheit und Antrieb.

  3. Sie fluten das Schlafzimmer mit Technik

    Technik kann die Schlafqualität durchaus verbessern, zum Beispiel in Form von Apps, die den Schlaf überwachen und messen. Die Erfahrung ist aber: Ein medialer Overkill reduziert die Schlafqualität enorm.

    Laut einer Studie des King’s College in London schlafen Kinder, die abends noch mit Handy oder Tablet herumspielen, nur halb so gut wie ihre techniklosen Altersgenossen. Das ist umso bedeutender, weil mittlerweile schon 72 Prozent der Kinder und 89 Prozent der Jugendlichen mindestens ein Gerät im Schlafzimmer stehen oder liegen haben.

    Das gilt aber auch für Erwachsene: Technik – so weit wie möglich – raus aus der Nachtkammer.

  4. Sie trinken Alkohol

    Alkohol ist zwar eine Einschlafhilfe, die wirkt. Wer ein Gläschen Wein nippt oder ein Bierchen zischt, schläft schnell und fest ein. Doch das hat seinen Preis. Zwar verläuft die erste Schlafphase geruhsam, die zweite aber ist – im Wirtschaftssprech – umso disruptiver. Die Tiefschlafphase ist gestört, Schnarchen und schlechte Atmung können eine Folge sein.

    Alkohol mag im Ausnahmefall ein geeignetes Schlafmittel sein. Auf Dauer aber ist er ein Tiefschlaf-Killer. Lieber keine Angewohnheit daraus machen.

  5. Sie haben keinen Rhythmus

    Wer erst einen All-Nighter durchzieht und am nächsten Tag die Lampen schon um 21 Uhr ausmacht, wirbelt den Schlafrhythmus gehörig durcheinander.

    Ein fester Rhythmus, der sich optimalerweise an der inneren Uhr orientiert, hilft enorm. Beim Einschlafen, beim Aufstehen, bei der Entwicklung einer Routine sowieso. Folge: Mehr Produktivität, mehr Kreativität.

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    Unstete Zeiten sind dagegen Gift. Es muss ja keine sakrosankte Uhrzeit sein, die man festlegt, so etwas wie Punkt 22.30 Uhr. Die Definition eines Zeitraums könnte auch funktionieren. Wie wäre es zum Beispiel zwischen 22 und 23 Uhr?

[Bildnachweis: puhhha by Shutterstock.com]
19. Oktober 2019 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.



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