Komfortzone verlassen: So leicht geht das!
Bekannte Abläufe und Routinen, Themen, die Sie im Schlaf bearbeiten können und ein berechenbarer Tagesablauf ohne Überraschungen - so sieht die klassische Komfortzone aus. Wer sich auf bekanntem Terrain bewegt, erlebt nur selten Überraschungen, geht kaum Risiken ein, schließt Projekte meist erfolgreich ab und erfüllt die Erwartungen der Kollegen und Vorgesetzten. Angenehm und ruhig ist es in der Komfortzone. Auf Dauer aber auch brandgefährlich. Wer sich immer nur im gewohnten Rahmen bewegt und Veränderungen verhindert, entwickelt sich nicht weiter und macht es sich in einer Sackgasse gemütlich. Die Erkenntnis ist unbequem, aber deswegen nicht weniger wahr: Wer erfolgreich und glücklich sein will, muss regelmäßig seine Komfortzone verlassen. Die gute Nachricht ist: Der Schritt raus aus der Routine gelingt schon durch kleine Veränderungen im Alltag. Jeder kann seine Komfortzone verlassen - wenn er oder sie denn nur will...

Warum die Komfortzone so verlockend ist

Jeder hat gerne das Gefühl, die Kontrolle über das eigene Leben zu haben. Es gibt uns Sicherheit, wiegt uns in Geborgenheit, ist komfortabel eben. Es ist der Bereich, in dem Sie sich auskennen, auf den Sie Einfluss nehmen können.

Im Job sind es beispielsweise die Aufgaben, die Sie routiniert erledigen können, bei denen Sie alle möglichen Fallstricke bereits erlebt haben, die Ihnen leicht von der Hand gehen und für die Sie mit Ihren Fähigkeiten optimal gerüstet sind.

Doch auch im Privatleben bevorzugen wir oft die Komfortzone: Lieber geregelte Abläufe, als etwas Neues ausprobieren, nach Feierabend auf der Couch gemütlich machen, statt endlich mit dem Sport anzufangen, immer nur mit den bekannten Gesichtern sprechen und sich davor drücken, neue Kontakte zu knüpfen, lieber noch einmal den gleichen All-Inclusive Urlaub im Hotel vom letzten Jahr, statt mit dem Rucksack ein neues Land zu erkunden.

Die Komfortzone lässt sich also sehr simpel definieren: Es ist das Bekannte, das Alte und schon Dagewesene, es ist das Gegenteil von Veränderung. Klingt für viele erst einmal gar nicht schlecht. Die meisten Menschen fürchten Veränderungen und in der Komfortzone weiß schließlich jeder genau, was er hat und was ihn erwartet. Kein Wunder, dass es hier so bequem ist, dass eigentlich gar nicht der Wunsch aufkommt, sich auch außerhalb umzusehen.

So können Sie sich Ihr Leben innerhalb der Komfortzone natürlich schön reden. Fakt ist jedoch auch: Wenn es Ihnen nicht gelingt, über Ihren kleinen, sehr begrenzten Tellerrand zu blicken und immer wieder aus Ihren Gewohnheiten auszubrechen, schließen Sie sich von vielen Seiten des Lebens selbst aus. Neue Freunde, privates Glück, beruflicher Erfolg, körperliche Gesundheit oder persönliche Entwicklung gibt es nicht zwangsläufig innerhalb Ihrer Komfortzone, sondern erfordern den Schritt nach draußen.

Was hält Sie in der Komfortzone gefangen?

Komfortzone verlassen Psychologie Bedeutung Zitate erweitern BeispieleGemütlichkeit ist ein großer Faktor, der dafür sorgt, dass Sie Ihre Komfortzone nicht verlassen. Je besser Sie sich bereits mit etwas auskennen, desto weniger Anstrengung müssen Sie noch investieren. Alles funktioniert im Autopilot, wenig Stress, keine Aufregung. Nicht umsonst spricht man davon, es sich in der Komfortzone gemütlich zu machen.

Noch mehr fesseln uns aber unsere Ängste an die eigene Komfortzone. Insbesondere drei Ängste sorgen dafür, dass wir unsere Komfortzone nur so ungern verlassen:

  • Die Angst vor dem Versagen.

    Die Versagensangst ist eine der größten Hürden, die jeder in seinem Leben einmal überwinden muss. Gerade berufliche Veränderungen verursachen diese Angst, da viele mit der Veränderung gleichzeitig etwas Negatives assoziieren. Sie sehen eher die Risiken als die Chancen. Innerhalb der Komfortzone müssen Sie sich dieser Angst nicht stellen, lassen dadurch aber auch viele Chancen ungenutzt verstreichen.

  • Die Angst vor der Anstrengung.

    In der Komfortzone müssen sich die Betroffenen nicht mehr groß anstrengen, sie kennen die Abläufe und wissen, was auf sie zukommt. Diese Zone zu verlassen, bedeutet entsprechend, sich mehr anstrengen und neuen Herausforderungen stellen zu müssen. Sie müssen Neues lernen, klein anfangen. Und Lehrjahre fühlen sich einfach nicht so gut an, wie Herrenjahre.

  • Die Angst vor Zurückweisung.

    Wer etwas gut kann, sein Wissen und seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hat, genießt in der Regel den Respekt seines Umfeldes. Sie haben sich einen Namen gemacht, eine Stellung erarbeitet. Außerhalb dieses Hoheitsgebietes aber müssen Sie sich neu beweisen und der Beurteilung durch andere (die es schon besser können) neu aussetzen. Und womöglich sehen die Sie gar nicht so, wie Sie sich selber sehen, weisen Sie ab oder reagieren mit Antipathie - schließlich dringt da einer vielleicht sogar in die eigene Komfortzone ein.

    Raus aus der Komfortzone bringt deshalb immer auch die Möglichkeit, vor den Kopf gestoßen zu werden, mit Ablehnung konfrontiert zu werden und es nicht jedem recht machen zu können. Das ist sicherlich nicht immer einfach, aber doch ein wichtiger Schritt, den Sie gehen müssen.

Sich zurückzulehnen und in der eigenen Komfortzone zu verharren, ist scheinbar einfacher, aber keinesfalls sicherer oder gar risikofrei. Im Gegenteil: Wer sich so zum Stillstand zwingt, verpasst womöglich...

  • Seine Beförderung. Die Konkurrenz schläft nicht. Wer zwischen den Kollegen nicht auffällt, nur macht, was er oder sie immer schon gemacht hat, hat es schwer, sich für Beförderungen zu qualifizieren. Zeigen Sie Ihrem Chef stattdessen, wozu Sie noch fähig sind.
  • Neue Kontakte. Wenn niemand Notiz von Ihnen nimmt, können Sie Ihr Netzwerk auch nicht durch neue Beziehungen erweitern. Dabei könnten diese für die weitere Karriere eine große Rolle spielen - das berühmte Vitamin B eben. Seien Sie bereit, auf andere zuzugehen und von sich zu überzeugen.
  • Persönlichen Ziele. Wer seine persönlichen Ziele erreichen will, sollte bereit sein, dafür zu kämpfen. Karriere passiert nicht - sie wird gemacht.

Komfortzonen verlassen: Eine Frage der Motivation

Komfortzonen zu verlassen ist daher niemals angenehm oder komfortabel im Wortsinn. Manch einem kommen dabei leicht Zweifel, warum er oder sie die Komfortzone überhaupt verlassen sollte, schließlich hat man sich den Wohlfühlbereich gerade erst nett eingerichtet...

Die Antwort darauf klingt leider schrecklich pathetisch und kommt wie ein Spruch auf einem Abreißkalender daher:

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone.

Wir sind nicht dafür gemacht, es bequem zu haben, so schön sich das zunächst auch anfühlen mag. Körper und Geist hungern nach neuen Reizen, nach Training, nach Entwicklung. Nur so leben wir unser Leben und lassen es nicht nur einfach geschehen.

Nicht anders ist es im Beruf: Wachstum und Entwicklung sind nur möglich, wenn Sie sich regelmäßig neuen Herausforderungen und Aufgaben stellen. Diese wiederum finden sich nur außerhalb unserer Komfortzone.

Raus aus der Komfortzone Grafik

So unbequem und unangenehm die ersten Schritte außerhalb der gewohnten (und meist selbstgesteckten) Grenzen auch sein mögen: Sie sind es wert. Es passiert eine Menge, wenn man Routinen aufgibt, Neues wagt, ausprobiert, Grenzen verschiebt - vor allem, wenn man sich bewusst ist, wozu man es wagt...

Komforzone verlassen

Komfortzone verlassen: Beginnen Sie mit kleinen Schritten

Bevor Sie sich jetzt kopfüber in völlig neues Terrain stürzen, warten Sie bitte noch einen Moment. Denn wenn Sie Ihre Komfortzone sinnvoll verlassen, sich dadurch weiterentwickeln und Ihre Karriere voranbringen, sollten Sie das zunächst in kleinen Schritten tun.

  • Erstens sind Sie sonst schnell frustriert, wenn Ihr Unternehmen nicht gleich funktioniert.
  • Zweitens stehen Sie bei zu großen Vorhaben vor einem scheinbar unüberwindbaren Berg an Herausforderungen. Auch das lähmt.

Beginnen Sie daher zunächst mit kleinen Veränderungen. Verlassen Sie in kleinen Dingen die Komfortzone, gewöhnen Sie sich daran, Neues unsicher und unbehaglich zu beginnen und überwinden Sie so die Scheu vor dem Unbekannten. Steigern lassen sich die Schritte später immer noch.

Im Folgenden haben wir einige Vorschläge gesammelt, wie Sie im Alltag die Komfortzone verlassen können:

  • Ändern Sie den morgendlichen Ablauf

    Sie gehen jeden Morgen beim gleichen Bäcker vorbei? Der Kaffee am Bahnhof ist fester Bestandteil Ihres Arbeitsweges? Dann wählen Sie morgen eine andere Route, tauschen Sie Kaffee gegen Tee aus oder bringen Sie ihn von zu Hause mit. Schon solche Mini-Veränderungen können enormes Kreativpotenzial freisetzen.


  • Ignorieren Sie die Meinung anderer

    Oftmals bleiben wir in unserer Komfortzone, weil wir die Meinung anderer fürchten, wenn wir ein Risiko eingehen. Oder anders ausgedrückt: Wenn Sie die Komfortzone verlassen, machen Sie sich möglicherweise angreifbar für Kritik. Abhilfe können Sie schaffen, indem Sie lernen, die Meinung anderer zu ignorieren, darüber zu stehen und das eigene Glück nicht davon abhängig zu machen, was andere von Ihnen halten.

    Machen Sie sich bewusst: Sie können es nie allen recht machen und meist ist es vollkommen egal, ob andere gutheißen, was Sie tun. Lassen Sie sich nicht davon bremsen, dass Sie von anderen möglicherweise verurteilt oder belächelt werden. Es gibt keinen Grund sich zu schämen oder zu denken, etwas könnte peinlich werden, solange Sie hinter der Sache stehen.


  • Stehen Sie früher auf

    Stehen Sie 30 Minuten vor Ihrer gewohnten Zeit auf. Sie werden sicher müde und wenig begeistert sein - haben Ihre Komfortzone damit aber schon verlassen. Sinnvoll wird dieser Schritt allerdings erst, wenn Sie die gewonnene Zeit für sich nutzen - beispielsweise zur Meditation, zum Lesen oder Beten.

    Manchmal braucht es einen solch kleinen Anstoß, um die eigenen Grenzen auch bei anderen Gelegenheiten zu erweitern und sich selbst zu demonstrieren, dass es klappen kann.


  • Suchen Sie sich eine große Motivation

    Kaum jemandem fällt es leicht, seine Komfortzone zu verlassen und sich dazu aufzuraffen, Ungewohntes auszuprobieren. Das erwartet aber auch niemand von Ihnen. Um es trotzdem zu schaffen, brauchen Sie die nötige Motivation, die Sie antreibt und auch über Ihre eigenen Grenzen hinaus schubsen kann. Dies kann beispielsweise sein, dass Sie es für Ihre Gesundheit tun müssen. Denkbar ist aber auch, dass Sie an beruflichem oder persönlichem Erfolg arbeiten oder es für eine Person tun, die Ihnen nahesteht.


  • Verändern Sie Arbeitsroutinen

    Ihr Tagesablauf steht fest, die entsprechenden Routinen sind eingespielt und scheinbar bewährt? Dann ändern Sie diese trotzdem einmal ganz bewusst ab und probieren Sie eine neue Struktur der Arbeitsschritte aus. Ändern Sie Ihre Arbeitsabläufe, verbringen Sie Ihre Pausen an anderen Orten oder verabreden Sie sich mit anderen Kollegen zum Essen.

    Statt sich von täglichen Routinen langweilen zu lassen, können Sie auf diese Weise jeden Tag aufs Neue motiviert an Ihrem Erfolg arbeiten. So manche Gewohnheit entpuppt sich dabei als überraschend optimierbar und Sie lernen ganz nebenbei, Ihre Komfortzone zu verlassen.


  • Schreiben Sie eine Liste mit Ihren Zielen

    Haben Sie sich schon einmal eine Liste mit all den Dingen gemacht, die Sie erreichen wollen? Dabei geht es nicht nur um berufliche Pläne, sondern auch um ganz persönliche Dinge, die Sie sich für Ihr Leben vorgenommen haben. Mit einer solchen Bucket List vor Augen stellen Sie oft fest: Wenn ich meine Komfortzone nicht verlasse, werde ich vieles davon nie erreichen.

    Diese Erkenntnis kann ein großer Ansporn sein, um in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren nicht mit Reue zurückzublicken und sich selbst fragen zu müssen: Warum hatte ich damals nur zu viel Angst, um über meinen eigenen Schatten zu springen?


  • Sprechen Sie vor Menschen

    Egal ob in einem Meeting oder bei einer Tischrede: Wenn das Sprechen in der Öffentlichkeit und vor anderen Menschen ein Problem für Sie darstellt, sollten Sie Gelegenheiten dazu suchen und nutzen. Das kostet Überwindung, keine Frage. In der Regel geht damit aber auch eine hervorragende Wachstumserfahrung einher. Und gerade im Job gehört es dazu, auch vor mehreren Menschen zu reden, die perfekte Gelegenheit also, um aus der Komfortzone zu hüpfen und zu üben.


  • Sprechen Sie häufiger fremde Menschen an

    Auch dies ist ein Klassiker der Komfortzone: Fremde Menschen werden auf Abstand gehalten. Eine (vermeintlich einfache) Übung, mit der Sie sich überwinden können: Sprechen Sie Menschen an, die Sie nicht kennen. Das kann beispielsweise in der Stadt sein, aber auch auf Messen oder auf Events.

    Gehen Sie einfach auf Fremde zu und suchen Sie das Gespräch. Dabei muss es nicht gleich eine lange Diskussion werden. Es reicht aus, wenn Sie eine kurze Frage stellen, sich beispielsweise nach dem Weg oder der Uhrzeit erkunden, sich bedanken und wieder Ihres Weges gehen. Allein das wird Ihnen jedoch ein besonders gutes Gefühl geben und das Selbstbewusstsein für die Zukunft steigern.


  • Übernehmen Sie mehr Verantwortung

    Suchen Sie sich aktiv Aufgaben aus, bei denen Sie eine größere Verantwortung tragen, als in Ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich. Sie können auch Ihren Chef darauf ansprechen und mit ihm gemeinsam nach passenden Möglichkeiten suchen. Sie können beispielsweise die Leitung eines Teams übernehmen oder einen wichtigen Kunden betreuen. Dadurch machen Sie neue Erfahrungen und Ihr Vorgesetzter kann sich aus erster Hand von Ihren Qualifikationen überzeugen.


  • Kleiden Sie sich neu ein

    Natürlich hat jeder seinen eigenen Stil und es geht nicht darum, Ihren Typ vollkommen zu verändern. Dennoch kann es Sie aus Ihrer Komfortzone holen, wenn Sie sich neu einkleiden und dabei auch ein paar Dinge auf dem Einkaufszettel stehen, die Sie bisher vielleicht noch nicht für sich entdeckt haben. Anstatt also immer nur das gleiche Outfit in unterschiedlichen Farben im Kleiderschrank zu haben, probieren Sie doch einfach mal etwas Neues aus.


  • Definieren Sie ein Worst-Case-Szenario

    Klingt im ersten Moment kontraproduktiv, sich die möglichen Schattenseiten bewusst zu machen. Doch das kann Ihnen tatsächlich helfen, Ihre Komfortzone zu verlassen. Wenn Sie vor einer Entscheidung stehen, überlegen Sie, was das für Sie schlimmste Ergebnis werden könnte und ob das wirklich so schlimm ist, wie es Ihnen die Ängste weiß machen wollen. Meist ist es genau das nämlich nicht.


  • Suchen Sie sich ein neues Hobby

    In Ihrer Freizeit haben Sie viele Möglichkeiten, um aus Ihrer Komfortzone zu entkommen. Sie können sich beispielsweise daran machen, einem neuem Hobby nachzugehen. Das kann eine Sportart sein, wo Sie in den passenden Verein eintreten oder auch etwas anderes, für das Sie sich vielleicht schon länger interessieren, wo Sie sich bisher allerdings noch nicht getraut haben, den ersten Schritt zu machen, um wirklich loszulegen.


  • Verlassen Sie die Komfortzone mit einem Partner

    Aller Anfang ist schwer, die Komfortzone zu verlassen ist das nicht anders. Was helfen kann: Ein Freund, mit dem Sie sich den Herausforderungen gemeinsam stellen. So können Sie sich gegenseitig motivieren und dafür sorgen, dass der jeweils andere keinen Rückzieher macht und sich doch wieder in der Komfortzone verkriecht.

    Außerdem gilt: Gemeinsam lassen sich Ängste deutlich leichter besiegen. Das gilt besonders, wenn Sie befürchten, dass andere sich über Sie lustig machen oder schlecht über Sie reden. Wenn Sie einen Freund haben, der Ihnen dabei den Rücken stärkt, können Sie sich besser darüber hinweg setzen.

Bei allen genannten Punkten handelt es sich um Vorschläge. Wenn Sie Ihre Komfortzone verlassen, sollten Sie Aktivitäten wählen, die für Sie ungewohnt sind und Ihnen neue Perspektiven eröffnen. Das kann auch etwas ganz anderes sein.

Anders Ericsson ist ein renommierter Psychologe an der Florida State Universität, der Dekaden damit zugebracht hat, herauszufinden, was wahre Experten ausmacht. Sein Resumé ist eindeutig: Beharrliches Ausprobieren, Scheitern, Lernen führen zur wahren Meisterschaft. Und das ginge eben nur, indem wir regelmäßig Routinen und die Komfortzone verlassen.

Oder wie er sagt:

Sie werden erst viele Male scheitern, bevor Sie in der Lage sind, auf diesem neuen Niveau nennenswerte Leistungen und Erfolge zu erzielen. Die wenigsten Menschen machen gerne Fehler - und verharren daher in ihrer Komfortzone. Diesen Prozess aus mutigem Herauswagen, regelmäßigem Lernen und Üben, Üben, Üben ist der eigentliche Schlüssel zu echter Expertise.

Das Boiling Frog Syndrom

Komfortzone verlassen Boiling Frog sei kein FroschKennen Sie die Geschichte vom Frosch im Topf, in der Fachliteratur auch bekannt ist als das Boiling Frog Syndrome?

Die Parabel geht so: Versucht man einen Frosch in heißes Wasser zu setzen, wird er sofort wieder herausspringen. Obwohl Frösche Kaltblüter sind und ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, spürt er unmittelbar die Gefahr für Leib und Leben. Ganz anders, wenn man einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und diesen ganz langsam erhitzt. Obwohl es für den Frosch darin immer unbequemer wird, bleibt er sitzen, passt sich an und harrt aus - so lange, bis es für einen Absprung zu spät ist und er verbrüht.

Nicht wenige von uns verhalten sich exakt wie ein Frosch: Haben sie sich erst einmal akklimatisiert und mit ihrem Umfeld arrangiert, harren sie in ihrer Komfortzone aus - obwohl sie durchaus bemerken, dass die Bedingungen um sie herum immer schlechter werden.

Die Quintessenz daraus: Wenn Sie feststellen, dass Sie (in Ihrem Job) in einem Topf auf einer eingeschalteten Herdplatte sitzen, dann verfallen Sie nicht in klassische Begründungen, um dort zu verharren. Viele dieser typischen Erklärungen klingen nur am Anfang klug und plausibel. Am Anfang sind die Unterschiede womöglich noch gering, sodass sie kaum auffallen. Aber auf lange Sicht, ist es ein dramatischer Kurswechsel.

Wie bei der Navigation im All: Schon eine minimale Abweichung – und man landet Lichtjahre entfernt ganz woanders.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]

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