Beruflich verändern: So geht’s

Der Frust mit der eigenen Jobsituation wird zunehmend größer, die Arbeit macht keinen Spaß mehr, die Kollegen und der Chef machen die Arbeitsatmosphäre unerträglich oder es entsteht das Gefühl, eigentlich etwas ganz anderes machen zu wollen. Der Entschluss steht fest: Sie wollen sich beruflich verändern! Nach der ersten Euphorie über den eigenen Tatendrang folgt aber meist die Ernüchterung auf dem Fuße. Wie geht man eine berufliche Veränderung überhaupt an und hat man damit wirklich Chancen, einen anderen, besseren Arbeitsplatz zu bekommen? Wie Sie sich auf eine berufliche Veränderung vorbereiten, worauf Sie dabei achten sollten und Tipps, wie diese zum Erfolg wird…

Beruflich verändern: So geht’s

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Beruflich verändern: Warum eigentlich?

In wohl jedem Job gibt Situationen oder gar längere Zeiträumen, die Sie an der eigenen beruflichen Entscheidung zweifeln lassen. Bin ich hier wirklich richtig? Ist es das, was ich die nächsten Jahre machen möchte? Solche Gedanken hat jeder Arbeitnehmer irgendwann einmal.

Diese Zweifel kommen immer dann, wenn es gerade unangenehm wird. Der Stress hält seit einigen Tagen an, der Chef scheint sich überhaupt nicht für die Belange der Mitarbeiter zu interessieren und das Betriebsklima mit den Kollegen ist auch nicht das Beste. Vereinzelt und kurzfristig sind diese Dinge noch kein Grund zur Sorge – und auch kein Grund, sich sofort beruflich verändern zu wollen. Anders sieht es aus, wenn Sie bereits seit langer Zeit unzufrieden sind und sich mit Ihrem jetzigen Beruf nicht mehr identifizieren können.

Genau diese Ursachen stehen hinter der Vielzahl der beruflichen Veränderungen. Irgendwann bahnt sich die Unzufriedenheit einen Weg und führt zu einer Erkenntnis: Niemand kann sich über Jahre hinweg schön reden, dass er Tag für Tag etwas tut, das er eigentlich gar nicht möchte.

Beruflich verändern: Die ersten Hindernisse überwinden

Eins sollte klar sein, auch wenn es am Anfang vielleicht ernüchternd klingt: Es ist nicht immer leicht, sich beruflich zu verändern. Es erfordert Mut, den Schritt zu gehen, Durchhaltevermögen, um auf dem Weg zu bleiben und harte Arbeit, um das Ziel zu erreichen. Klingt beschwerlich und ist es meist auch, doch für das Ergebnis, einen Job zu finden, der wirklich Spaß macht und zur eigenen Persönlichkeit passt, lohnen sich die Anstrengungen.

Die ersten Hindernisse lassen meist nicht lange auf sich warten – genauer gesagt werden Sie mit diesen bereits konfrontiert, bevor es überhaupt richtig mit der Veränderung losgehen kann. Wenn Sie sich beruflich verändern wollen, stehen am Anfang zwei große Hürden:

  1. Sie müssen Ihre Angst überwinden

    Trotz Unzufriedenheit, steht vor einer beruflichen Veränderung immer Unsicherheit und damit auch Angst. Immerhin geben Sie einen sicheren Arbeitsplatz auf, um sich beruflich neu zu orientieren, wobei das Ergebnis nie ganz sicher sein kann.

    Dieser Angst müssen Sie sich stellen, um sie überwinden zu können. Helfen kann eine Gegenüberstellung der eigenen Möglichkeiten im Entweder-Oder-Vergleich. Entweder Sie nehmen die Unsicherheit im Kauf und verändern etwas oder Sie akzeptieren die aktuelle Situation und die damit verbundene Unzufriedenheit. Daraus resultiert meist große Motivation.

  2. Sie dürfen sich nicht entmutigen lassen

    Neben Ihrer eigenen Angst müssen Sie immer auch mit den Zweifeln Ihres Umfelds klar kommen. Freunde, Bekannte oder vielleicht auch die Familie werden Ihre Entscheidung nicht unbedingt sofort verstehen und Ihnen dazu raten, den Schritt noch einmal zu überdenken.

    Setzen Sie vor allem auf offene Kommunikation. Erklären Sie, warum dieser Schritt für Sie so wichtig ist und versuchen Sie auch anderen die Angst zu nehmen. Dies klappt gut, wenn Sie bereits einen genauen Plan haben. Stärkt Ihr Umfeld Ihnen den Rücken, wird die Veränderung auch Ihnen leichter fallen.


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    Beruflich verändern: Aber in welche Richtung?

    Der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung ist da, doch das allein ist noch reichlich vage. Ich will mich beruflich verändern – das klingt erst einmal schön und gut, doch allgemeiner können Sie Ihren Wunsch nicht formulieren. Gemeinsam mit der Entscheidung zu einer beruflichen Neuorientierung müssen daher immer die Fragen gestellt werden: Was genau will ich verändern? In welche Richtung soll es gehen?

    Sind Sie auf der Suche nach neuen Herausforderungen, macht Ihr Job und die tägliche Arbeit Ihnen keinen Spaß mehr oder liegen die Gründe eher beim Unternehmen oder dem Arbeitsumfeld? Heißt konkret: Analysieren Sie die Ursachen und Gründe, die Sie zu einer beruflichen Veränderung bewegen. Je konkreter, desto besser.

    Mit diesem Wissen können Sie nach der für Sie optimalen Lösung suchen. Denn der Weg der beruflichen Veränderung kann in viele Richtungen verlaufen.

    • Ein Weg im eigenen Unternehmen.
    • Ein Wechsel des Arbeitgebers.
    • Der Sprung in eine andere Branche.

    Aus dieser ersten Entscheidung folgt eine wichtige Information für die weitere Veränderung. Was genau nötig ist, um die angestrebte berufliche Veränderung zu schaffen, hängt vom individuellen Einzelfall und Ihren persönlichen Vorstellungen ab. Erst wenn Sie wissen, was genau Sie wollen, können Sie die Voraussetzungen schaffen und den Weg gehen. So kann es für den beruflichen Wandel ausreichen, dass Sie einige Bewerbungen (intern oder extern) verschicken und sich bei Vorstellungsgesprächen gut präsentieren.

    Fällt die Veränderung jedoch größer aus, wird zumindest eine Fortbildung notwendig sein, um Ihre Fähigkeiten anzupassen. Entscheiden Sie sich dazu, einen beruflichen Neuanfang zu wagen, kann eine Umschulung die für Sie richtige Alternative sein.

    Manche Weiterbildungen werden teilweise sogar gefördert, entsprechende Angebote finden Sie zum Beispiel im KursNET der Arbeitsagentur.

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    So finden Sie eine berufliche Veränderung, die zu Ihnen passt

    Ihre bisherige Karriere verläuft nicht in die Richtung, die Sie weiterhin verfolgen müssen. Mit einer Korrektur des Weges können Sie aber immer noch ans Ziel kommen und erreichen, wovon Sie vielleicht schon seit längerer Zeit träumen. Das Problem: Manchmal fehlt am Anfang des Veränderungsprozesses dieses konkrete Ziel. Hier braucht es zunächst eine Analyse der Situation. Finden Sie heraus, was genau Sie beruflich verändern wollen und was Sie sich vom Ergebnis erhoffen.

    Ein guter Startpunkt ist eine Analyse Ihrer Stärken und Schwächen. Wie bei Berufsanfängern liefert diese eine Orientierung, zeigt Möglichkeiten und Potenziale, mit denen Sie sich in der beruflichen Veränderung beschäftigen können. Die folgende Grafik zeigt Ihnen, wie eine solche Analyse aussehen kann.

    Beruflich Verändern Stärken und Schwächen analysieren

    Neben einer solch formalen Sichtweise ist ein weiterer Punkt besonders wichtig: Ihre Leidenschaft. Wofür schlägt Ihr Herz oder anders gesagt: Was wollen Sie wirklich machen? Dass Sie sich schon einmal falsch entschieden haben, sollten Sie dabei nicht verunsichern. Sehen Sie es stattdessen anders herum:

    Sie haben viel gelernt, in erster Linie über sich selbst. Sie wissen nun viel genauer, was Sie von Ihrem Job erwarten, was Ihnen Spaß macht und was Sie wollen. Genauso haben Sie aus eigener Erfahrung ein tiefes Verständnis dafür, was Ihnen missfällt und was zu Unzufriedenheit führt. Mit all diesem Wissen können Sie sich auf die Suche nach einem Job machen, der das verspricht, was Sie suchen.

    Auch Selbstreflexion hilft dabei, den eigenen Weg zu finden. Horchen Sie in sich hinein, beispielsweise genau dann, wenn Sie mal wieder auf der Arbeit unzufrieden sind. Fragen Sie sich: Was würde ich jetzt viel lieber beruflich machen? Manchmal ist es genau dieses Bauchgefühl, dass Sie weiterbringt.

    Beruflich verändern mit der richtigen Einstellung

    Sprache prägt die Wahrnehmung, das gilt nicht nur für die Kommunikation mit anderen, sondern auch für Gedanken und Selbstgespräche. Soll heißen: Sie können Ihre Einstellung zur beruflichen Veränderung selbst positiv beeinflussen, indem Sie einige Glaubenssätze verinnerlichen.

    Viele tun sich schwer damit und kommen sich komisch vor, wenn sie sich selbst mit positiven Aussagen konfrontieren. Doch die Wirkung solcher Affirmationen kann größer sein, als man glaubt. Probieren Sie es doch einfach selbst aus:

    • Ich gestalte meine berufliche Zukunft selbst und nutze meine Chancen.
    • Wenn ich meinen Werten folge, werde ich den passenden Job finden.
    • Ich finde einen Job, der Teil meines erfüllten Lebens ist und mir Freude bereitet.
    • Weiter- und Fortbildungen sind Teil meines persönlichen Wachstums.
    • Ich verfüge über alle Fähigkeiten, die ich brauche.
    • Jeder Schritt bringt mich meinem Ziel näher und ich werde es erreichen.
    • Wenn ich alles für mein Ziel gebe, werden mich die richtigen Menschen unterstützen.

    Veränderungskurve 5 typische Phasen


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    Berufliche Veränderungen sind keine Seltenheit mehr

    Wer in sich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung verspürt, hört meist auch gleichzeitig sein Unterbewusstsein und die damit verbundenen Zweifel. Wie geht es weiter, wenn die Veränderung nicht klappt? Wie soll das überhaupt funktionieren? Und wie macht sich das denn im Lebenslauf? Die gute Nachricht: All diese Fragen lassen sich beantworten und alle Zweifel in den Griff bekommen und beantworten – wobei die Frage nach dem Lebenslauf sogar überholt ist.

    Job- und Arbeitgeberwechsel sind Teil nahezu jeder Biografie. Auch Branchenwechsel und Quereinsteiger sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Sich aus Angst vor dem weiteren beruflichen Weg an einen alten Job zu klammern, der unglücklich macht, führt nur weiter in die Krise.

    Zwar ist es schön, einen Job zu haben, bei dem man weiß, was man hat, der regelmäßige Gehaltszahlungen bringt und bis zu einem gewissen Maß Sicherheit suggeriert. Doch der Gedanke, sich vielleicht noch Jahre oder gar Jahrzehnte in einem Job zu befinden, der bereits jetzt unzufrieden macht, sollte Ansporn genug sein, etwas zu ändern. Wenn die Einstellung erst einmal stimmt und der fest Entschluss nach beruflicher Veränderung steht, kommt unweigerlich der Schritt, an dem Sie sich fragen müssen: Wie will ich mich verändern?

    Beruflich verändern: So gelingt die Bewerbung

    Sie wissen nun, wo es hingehen soll, also heißt es: Passende Stellen suchen, Arbeitgeber vergleichen und Bewerbungen schreiben. Doch wie verpackt man die berufliche Veränderung nicht nur glaubwürdig, sondern auch so, dass man Personaler von den eigenen Stärken und Fähigkeiten überzeugt. Diese drei Tipps können bei der Bewerbung nach einer beruflichen Veränderung helfen:

    1. Handeln Sie möglichst frühzeitig

      Überstürzte Veränderungen enden meist nicht so, wie man es sich vorgestellt hat und auch potenzielle Arbeitgeber erkennen leider oft schnell, wenn man sich nicht aus Leidenschaft und Motivation, sondern aus einer Notlage heraus bewirbt.

      Wenn Sie überlegt und frühzeitig handeln, können Sie auch in Bewerbungen deutlich machen, aus welchen Gründen Sie die berufliche Veränderung anstreben, was Sie sich davon erwarten und welchen Nutzen Sie dem neuen Unternehmen bringen.

    2. Konzentrieren Sie sich auf die Zukunft

      Es ist verlockend, sich in der Bewerbung lang und breit darüber auszulassen, was zu der Veränderung geführt hat. Damit tragen Sie jedoch nicht zu Ihren Chancen bei, den Personaler zu überzeugen.

      Richten Sie den Fokus auf die Zukunft, die Dinge, die Sie schon mitbringen und noch lernen wollen, um im neuen Job Bestleistungen zu bringen. Einen neuen Arbeitgeber interessiert vor allem, wie Sie zum Erfolg beitragen.

    3. Reißen Sie keine Brücken hinter sich ab

      Vielleicht war Frust der Auslöser, um sich beruflich neu zu orientieren. Doch selbst wenn, sollten Sie unbedingt darauf verzichten, in der Bewerbung aufzuzählen, was beim alten Arbeitgeber alles schief läuft.

      So erwecken Sie nur den Eindruck, auch über zukünftige Unternehmen herzuziehen – möglicherweise auch über den Arbeitgeber, bei dem Sie sich gerade bewerben. Eine solch potenzielle Rufschädigung wirkt sehr abschreckend. Gleichzeitig hinterlassen Sie verbrannte Erde – aber man weiß nie, ob die beruflichen Wege sich vielleicht irgendwann noch einmal kreuzen.

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    [Bildnachweis: Leremy by Shutterstock.com]

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