Unzufrieden? 7 Dinge, die Sie hinter sich lassen sollten

Würden Sie sagen, dass Sie aktuell rundum zufrieden mit der Situation sind? Im Job läuft alles genau so, wie Sie es sich immer gewünscht haben und auch privat gibt es nichts, worüber Sie sich beschweren müssten? Erst einmal Gratulation dazu, doch leider läuft es nicht immer so perfekt – oder Sie waren bei der Beurteilung nicht ganz ehrlich mit sich selbst. Denn eigentlich gibt es immer etwas, dass schwer im Magen liegt, Sorgen bereitet oder schlicht unzufrieden macht. Nun könnten Sie sich mit der Situation abfinden – oder etwas dagegen unternehmen. Diese sieben Dinge sollten Sie hinter sich lassen, um Ihre Unzufriedenheit in den Griff zu bekommen…

Unzufrieden? 7 Dinge, die Sie hinter sich lassen sollten

Unzufriedenheit: Was macht Sie unzufrieden?

Lauf Umfragen sind die Deutschen so zufrieden, wie lange nicht mehr. Rund die Hälfte der 20.000 Befragten gab an, mit ihrem Leben in hohem Maße zufrieden zu sein. Die Hauptgründe für diese weit verbreitete Zufriedenheit sind vor allem die Gesundheit der Befragten sowie die geringe Zahl der Arbeitslosen in Deutschland.

Auch über die Jahre lässt sich ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Zufriedenheit nachweisen. Soll heißen: Je niedriger die Arbeitslosenzahlen, desto zufriedener die Deutschen.

Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Denn die andere Hälfte gab bei der Befragung an, nur ziemlich zufrieden oder sogar unzufrieden zu sein. Doch welche Faktoren machen zufrieden oder eben unzufrieden?

  • Geld. Geld allein macht nicht glücklich. Aber fehlt es an Geld, leidet auch die Zufriedenheit darunter. Auch ohne große Reichtümer kann jeder glücklich werden, doch Geldsorgen sind ein häufiger Grund für Unzufriedenheit mit der eigenen Situation.
  • Job. Der Beruf hat einen hohen Stellenwert und da täglich acht Stunden im Büro verbracht werden, hat er auch großen Einfluss auf die Zufriedenheit. Wer sich in einem schlechten Arbeitsklima durch den Tag quälen muss oder ständig Überstunden schiebt, wird verständlicherweise unzufrieden.
  • Gesundheit. Die Gesundheit ist für viele der wichtigste Faktor für die Zufriedenheit. Wer bei bester Gesundheit ist, fühlt sich automatisch auch zufriedener. Im Falle einer Krankheit dreht sich der Effekt aber schnell um und es entsteht große Unzufriedenheit.

Weitere Faktoren, die zu Unzufriedenheit führen können

Die Ursachen für Unzufriedenheit können jedoch leider sehr vielfältig und individuell sein und so spielen viele weitere Faktoren möglicherweise eine Rolle und sorgen dafür, dass Sie aktuell unzufrieden sind.

Somit haben Sie aber gleichzeitig auch viele Chancen, etwas gegen Ihre Unzufriedenheit zu tun. Auf diese Faktoren und mögliche Ursachen sollten Sie achten – und gegebenenfalls etwas dagegen unternehmen:

  • Übertriebener Perfektionismus. Nie mit den eigenen Leistungen zufrieden zu sein, immer noch mehr zu wollen und sich bis ins allerletzte und kleinste Detail immer um alles kümmern zu müssen, ist oft ein Weg in die Unzufriedenheit. Perfektion ist nahezu nicht zu erreichen und setzt nur unnötig unter Druck.
  • Falsche Grundeinstellung. Manchmal liegt der Grund für die Unzufriedenheit in der eigenen Einstellung. Viele Menschen konzentrieren sich leider nur auf all die negativen Dinge und umgeben sich ausschließlich mit dem, was ihnen selbst schadet.
  • Häufige Vergleiche. Jeder Mensch hat seine persönlichen Stärken und Schwächen. Vergleiche können zwar auch anspornen, doch wer sich stets in Konkurrenz mit anderen setzt und dabei nur sieht, was diese haben und worin andere besser sind, wird unzufrieden.
  • Falsche Ziele. Ziele zu haben ist gut, allerdings sollten es auch die richtigen Ziele sein. Das bedeutet vor allem, dass es sich um Ihre eigenen Ziele handeln sollte, die Sie verfolgen. Wer den Träumen anderer hinterherrennt, wird dadurch nicht glücklich.
  • Keine Dankbarkeit. Es gibt eine ganze Menge, für das jeder einzelne dankbar sein sollte. Im Alltag wird das jedoch nur als selbstverständlich hingenommen und man konzentriert sich auf das, was noch nicht da ist.
  • Kein Selbstwertgefühl. Wer den Wert seiner eigenen Person nicht erkennt, kann auf Dauer nur unzufrieden werden. Man fühlt sich schlecht, leidet unter Selbstzweifeln und glaubt nicht daran, irgendetwas erreichen zu können.

7 Dinge, die Sie hinter sich lassen sollten

Unzufriedenheit ist von Natur aus nicht grundsätzlich schlecht. Vielmehr macht sie uns darauf aufmerksam, dass die aktuelle Situation nicht unseren Vorstellungen entspricht. Unzufriedenheit ist daher kein Grund zur Verzweiflung, sondern vielmehr ein Ansporn. Verstecken Sie sich nicht in Ihrer Unzufriedenheit, sondern werden Sie aktiv, um Zufriedenheit zu erreichen. Führen Sie sich vor Augen, dass Zufriedenheit Einstellungssache ist. Um sich nicht von Ihrer Unzufriedenheit lähmen zu lassen, sondern diese als Motivation zu sehen, sollten Sie diese sieben Dinge hinter sich lassen.

  1. Die ständigen Beschwerden

    Die Ursache für Ihre Unzufriedenheit zu erkennen, ist der erste Schritt. Doch sich nur darüber aufzuregen, ändert nichts an der Situation. Sie können monatelang unzufrieden sein, dass Ihr Chef eine große Aufgabe mit viel Verantwortung nicht an Sie, sondern an einen Kollegen gegeben hat. Oder Sie beweisen durch weitere Leistungen, dass Ihr Vorgesetzter sich geirrt hat und stehen so an erster Stelle für die nächste Beförderung. Beschwerden bringen Sie nicht weiter und ändern nichts an der Unzufriedenheit. Handeln Sie oder vergessen Sie das Problem.

  2. Die Dinge, die Sie nicht haben

    Ziele und Träume zu haben, treibt an. Sich immer nur auf das zu konzentrieren, was man nicht hat, aber gerne hätte, macht unweigerlich unzufrieden. Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard sagte: Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Richten Sie Ihren Blick lieber auf den Ist-Zustand. Was habe ich und wie kann ich das Beste daraus machen? Die Frage lautet also nicht: „Was hätte sein können?“ sondern „Was ist?“

  3. Die Dinge, die Sie nicht ändern können

    Ebenso wie die Dinge, die Sie nicht haben, sollten Sie die Dinge, die Sie nicht ändern können, hinter sich lassen. Hierzu ist zunächst die Einsicht wichtig, dass es tatsächlich Dinge gibt, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen. Nutzen Sie Ihre Energie stattdessen, um an den Dingen zu arbeiten, die Sie wirklich in der Hand haben.

  4. Das negative Umfeld

    Zugegeben es ist schwer, das negative Umfeld völlig hinter sich zu lassen. Gerade im Beruf kann man sich nun mal nicht aussuchen, welche Kollegen noch mit im Büro sitzen. Dennoch gilt: Halten Sie Abstand und lassen Sie sich nicht negativ beeinflussen. Machen Sie die Unzufriedenheit anderer nicht zu Ihrer eigenen. Dies gelingt am besten, wenn Sie Grenzen setzen und diese auch einhalten.

  5. Der Wunsch nach sofortigen Ergebnissen

    Auch fehlende Geduld kann ein Grund für Unzufriedenheit sein. Ein bekanntes Beispiel ist sportliche Fitness oder auch eine Diät. Wer erwartet, bereits nach kürzester Zeit große Entwicklungen zu sehen, wird oft enttäuscht und wird dementsprechend unzufrieden. Um dem zu entgehen, sollten Sie sich kleine Ziele setzen, die Sie dafür in kürzerer Zeit erreichen können. Das beugt Unzufriedenheit vor und hält die Motivation langfristig hoch.

  6. Das unnütze Selbstmitleid

    Wenn es einmal nicht gut läuft, fallen viele in ein Loch aus Selbstmitleid. Niemand scheint es so schwer zu haben, wie man selbst und allen anderen geht es besser. Keine hilfreiche Einstellung, da sie häufig nur weiter in die Unzufriedenheit führt. Machen Sie sich bewusst, dass auch andere mit Problemen zu kämpfen haben und Sie nicht der einzige unzufriedene Mensch sind. Der entscheidende Unterschied: An Ihrer eigenen Unzufriedenheit können Sie etwas ändern.

  7. Der anhaltende Pessimismus

    Jede Veränderung bedeutet immer eine Verschlechterung, alles was man anpackt, geht schief und eigentlich brauch man es gar nicht erst versuchen. Kaum verwunderlich, dass eine solch pessimistische Einstellung zu Unzufriedenheit führt. Warum nicht mal davon ausgehen, dass die Dinge so funktionieren, wie Sie es sich vorstellen? Sie werden sich nicht nur besser fühlen. Die selbsterfüllende Prophezeiung wird Ihnen auch dabei helfen, der Unzufriedenheit den Rücken zu kehren.

Unzufrieden? Das können Sie tun

Mit der eigenen Unzufriedenheit muss und sollte man nicht leben. Besser ist es, den Impuls als solchen zu erkennen und sich anschließend zu fragen, was man daraus lernen kann. Doch wie genau geht man mit seiner Unzufriedenheit um und macht das Beste daraus? Diese Schritte können Ihnen dabei helfen:

  • Analysieren Sie die Situation

    Zunächst einmal empfiehlt es sich, zu hinterfragen und zu reflektieren, was genau Sie wirklich stört und wo die Unzufriedenheit entsteht. Welcher Bereich Ihres Lebens ist für das Gefühl verantwortlich? Genauso sollten Sie sich allerdings fragen: Ist das Thema überhaupt wichtig und groß genug, um mich so sehr zu beschäftigen und zu beeinflussen?

    Oftmals beschäftigen uns Kleinigkeiten, die all das Theater eigentlich gar nicht wert sind. Konzentrieren Sie Ihre Energie lieber auf das, was wirklich zählt – alle anderen Dinge sollten Sie mit größerer Gelassenheit betrachten.

  • Entwickeln Sie einen möglichst konkreten Plan

    Nach der Analyse Ihrer Unzufriedenheit folgt der zweite Schritt: Stellen Sie einen Plan auf und legen Sie fest, was getan werden muss, um etwas gegen Ihre Unzufriedenheit zu unternehmen. Klingt einfach? Ist es in vielen Fällen aber leider nicht.

    Ein solcher Plan bedeutet nämlich auch, dass Sie einige Dinge in Ihrem Leben verändern müssen – und das fällt nur wenigen wirklich leicht. Die meisten klammern sich lieber an etwas fest, selbst wenn es nicht das ist, was sie wirklich wollen.

  • Werden Sie wirklich aktiv und ändern Sie etwas

    Theorie allein wird Sie nicht von Ihrer Unzufriedenheit befreien. Irgendwann müssen Sie den Plan auch in die Tat umsetzen und damit beginnen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um die Unzufriedenheit zu überwinden.

    Das ist nicht leicht, also nehmen Sie sich einen Aspekt nach dem anderen vor, anstatt zu versuchen, alles auf einmal zu schaffen. Auf diese Weise können Sie kleine Ziele erreichen und die Veränderungen Stück für Stück angehen.

[Bildnachweis: Dmytro Zinkevych by Shutterstock.com]
2. Dezember 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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