Akzeptieren lernen: 4 Vorteile + 8 Tipps für mehr Akzeptanz

Manche Dinge lassen sich nicht ändern. Das muss man akzeptieren lernen. Egal, wie sehr Sie sich ärgern oder auch anstrengen – es liegt nicht in Ihrer Macht, alles zu beeinflussen. Doch können das nur wenige akzeptieren. Können Sie hinnehmen, was Sie nicht ändern können? Falls nicht, zeigen wir Ihnen, warum Akzeptanz wichtig ist. Zusätzlich geben wir 8 Tipps an die Hand, mit denen Sie Akzeptieren lernen können…

Akzeptieren lernen: 4 Vorteile + 8 Tipps für mehr Akzeptanz

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Vorteile: Darum müssen Sie akzeptieren lernen

Akzeptieren lernen bedeutet, einige feststehende Aspekte im Leben anzunehmen und sich damit abzufinden, dass diese eben so sind. Gleichzeitig heißt es sich einzugestehen, dass man nichts daran ändern kann. Das klingt selbstverständlich, ist es aber im Alltag nicht.

Frust und Ärger über Situationen, die nicht beeinflusst werden können, ist alltäglich. Angefangen bei kleinen Dingen wie dem Stau auf der Autobahn bis zu den großen Ungerechtigkeiten des Lebens. Akzeptanz ist jedoch sehr wichtig und hat einige Vorteile:

  • Sie werden zufriedener
    Zu akzeptieren, was nicht geändert werden kann, macht glücklicher und zufriedener. Frust, Verzweiflung und Hilflosigkeit bleiben aus. Der Fokus liegt auf Dingen, die Sie selbst in der Hand haben.
  • Sie verschwenden keine Zeit und Energie
    Ein Kampf gegen Windmühlen kostet Unmengen an Zeit und Energie. Pure Verschwendung, da Sie ohnehin nichts bewirken können. Wer akzeptiert, spart sich seine Kräfte.
  • Sie erreichen mehr
    Die so gewonnenen Reserven können Sie in andere Projekte stecken, bei denen Sie etwas erreichen können. Hier haben Sie durch mehr Einsatz größeren Erfolg.
  • Sie entwickeln sich weiter
    Äußere Umstände lassen sich nicht immer beeinflussen – der eigene Umgang damit sowie die persönliche Einstellung aber sehr wohl. Größere Akzeptanz regt eine individuelle Entwicklung an.

Warum fällt Akzeptanz so schwer?

Unabänderliches zu akzeptieren gleicht einem Kontrollverlust über das eigene Leben. Es ist das Eingeständnis, nicht selbst über alles bestimmen zu können, was die Akzeptanz erschwert. Sie müssen eigene Grenzen einsehen und damit im Reinen sein, dass Ihre Handlungsfreiheit begrenzt ist.

Zusätzlich haben viele das Gefühl, aufzugeben, wenn sie akzeptieren lernen. Sie empfinden es als persönliches Versagen, was zu großen Selbstzweifeln und sinkendem Selbstwertgefühl führt.

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8 Dinge, die Sie akzeptieren müssen

  • Tod
    Der Tod wird von vielen lediglich ignoriert, nicht akzeptiert. Doch gehört er unweigerlich zum Leben dazu. Nicht nur der eigene Tod, sondern auch die begrenze Zeit von Familie und Freunden ist eine schwierige, aber wichtige Erkenntnis.
  • Krankheit
    Ebenso müssen Sie Krankheiten akzeptieren lernen. Gerade im Alter häufen sich die körperlichen Beschwerden und können großen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Trotz moderner Medizin lässt sich nicht alles heilen, egal wie sehr Sie damit hadern und sich vollkommene Gesundheit wünschen.
  • Vergangenheit
    Kurz gesagt: Was geschehen ist, ist geschehen. An der Vergangenheit können Sie nichts ändern, also müssen Sie diese akzeptieren.
  • Fehler
    Sie können noch so gut planen, überlegen und organisieren, Fehler lassen sich nicht ausschließen. Übermäßiger Perfektionismus erschwert Akzeptanz, Fehler sind menschlich.
  • Individualität
    Jeder Mensch ist anders, hat unterschiedliche Ansichten, Vorlieben, Interessen, Meinungen, Erwartungen und Ziele. Das mag Ihnen nicht immer gefallen, wenn diese von Ihren eigenen abweichen, akzeptieren müssen Sie es trotzdem.
  • Lügen
    Selbst wenn Sie immer ehrlich sind, werden Sie dennoch mit Lügen konfrontiert. Menschen lügen, um zu manipulieren und sich einen Vorteil zu verschaffen – oder weil sie es selbst denken, es würde stimmen. Klar ist: Sie haben nicht nur mit der Wahrheit zu tun.
  • Ungerechtigkeit
    Kurz gesagt: Die Welt ist nicht fair. Den besten Menschen passieren manchmal die schlimmsten Dinge, Böses bleibt auf der anderen Seite unbestraft. In einzelnen Fällen können Sie sich für Gerechtigkeit einsetzen, auf die Gesamtheit gesehen müssen Sie Ungerechtigkeit akzeptieren lernen.
  • Ungewissheit
    Niemand weiß, wie genau die Zukunft aussehen wird. Diese Ungewissheit kann zu Sorgen und Ängsten führen, doch können Sie daran ohnehin nichts ändern. Lernen Sie, das Ungewisse zu akzeptieren, auf sich zukommen zu lassen und dann darauf zu reagieren.
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Akzeptieren lernen: 8 Tipps

Sie wollen Akzeptieren lernen, haben aber Schwierigkeiten, Dinge hinzunehmen? Dann haben wir 8 Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können:

  • Identifizieren Sie, was Sie akzeptieren wollen
    Erster Schritt zu mehr Akzeptanz: Finden Sie heraus, was Sie bisher nicht akzeptieren können. Die obigen Themen sind bereits eine erste Orientierung. Durch Selbstreflexion können Sie weitere persönliche Bereiche ausmachen. Fragen Sie sich: Was kann ich nicht oder nur schwer hinnehmen? So identifizieren Sie Bereiche, an denen Sie arbeiten müssen.
  • Praktizieren Sie Gelassenheit
    Bleiben Sie gelassen, wenn Sie etwas ohnehin nicht ändern können. Aufregung, Ärger und Anstrengungen sind vergebens und bringen nicht weiter. Üben Sie in alltäglichen Situationen, um auch bei großen Dingen entspannt zu bleiben. Mehr Gelassenheit hilft Ihnen das Akzeptieren zu lernen.
  • Sprechen Sie Dinge laut aus
    Es mag Ihnen komisch vorkommen, doch sollten Sie etwas laut aussprechen, um es besser akzeptieren zu können. „Ich kann nicht ändern, dass es passiert ist. Aber ich kann damit umgehen und akzeptieren, dass es so ist.“ So zwingen Sie sich zu einer realistischen und ehrlichen Auseinandersetzung und können sich leichter mit etwas abfinden.
  • Erlauben Sie sich Kontrollverlust
    Viele Menschen leiden unter regelrechtem Kontrollwahn. Akzeptanz wird dann nahezu unmöglich. Ändern Sie Ihre Einstellung: Sie müssen verstehen, dass Sie nicht alles beeinflussen können – und sich selbst erlauben, Dinge aus der Hand zu geben.
  • Entwickeln Sie Dankbarkeit
    Natürlich ist es schwierig, das Schlechte im Leben zu akzeptieren. Leichter wird es mit der nötigen Dankbarkeit. Führen Sie sich alles Gute vor Augen, erinnern Sie sich regelmäßig an das, worüber Sie sich freuen. Wer dankbar ist, kann auch schlechte Seiten des Lebens akzeptieren.
  • Leben Sie im Hier und Jetzt
    Die Vergangenheit können Sie nicht mehr ändern und Sorgen um die Zukunft bringen nicht weiter. Konzentrieren Sie sich deshalb auf das Hier und Jetzt.
  • Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein
    Aus einem großen Selbstbewusstsein entsteht das Wissen: Selbst, wenn ich es nicht ändern kann, werde ich damit klar kommen und das Beste daraus machen. Sie können das Gefühl der Hilflosigkeit überwinden und fühlen sich den Umständen nicht einfach ausgesetzt. Sie müssen es zwar hinnehmen, kontrollieren aber, wie Sie damit umgehen.
  • Fokussieren Sie auf das, was Sie beeinflussen können
    Grübeln Sie nicht rund um die Uhr, warum manches so ist, wie es ist. Statt endlos darüber nachzudenken, fokussieren Sie sich lieber auf die vielen Bereiche, in denen Sie tatsächlich etwas bewegen können.

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[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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10. Dezember 2020 Nils Warkentin Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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