Jobsuche Tipps: So finden Sie einen neuen Job

Die Jobsuche ist eine große Herausforderung, der sich jeder früher oder später stellen muss. Wenn es im Job nicht weitergeht, Frust und Unzufriedenheit überwiegen oder aus anderen beruflichen Gründen, braucht es eine erfolgreiche Jobsuche, um die nächste Position zu finden. Stellt sich die Frage: Worauf kommt es bei der Jobsuche an? Um Ihrer Jobsuche auf die Sprünge zu helfen, haben wir in diesem Dossier zahlreiche Tipps und Informationen zusammengefasst, mit denen Sie einen neuen Job finden…

Jobsuche Tipps: So finden Sie einen neuen Job

Die Jobsuche findet fast ausschließlich online statt

Erfolg oder Misserfolg Ihrer Jobsuche hängt zu großen Teilen davon ab, dass Sie geeignete Stellenangebote ausfindig machen, also potenzielle Arbeitgeber und Positionen finden, auf die Sie sich bewerben können. An Online-Jobbörsen kommen Sie dabei heutzutage nicht mehr vorbei. Hier können Sie unzählige Ausschreibungen durchsuchen, die Auswahl regional einschränken oder andere Suchkriterien vorgeben, um passende Jobs zu finden.

In unserer Jobbörse Karrieresprung stehen aktuell mehr als 300.000 Stellen für Berufseinsteiger, Trainees, Fach- und Führungskräfte zur Jobsuche bereit.


Als größte Seite für Stellenangebote ist auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit für viele erste Anlaufstelle bei der Jobsuche. Hier sind aktuell mehr als 2 Millionen freie Stellen gelistet, unter denen sicherlich etwas dabei ist, das zu Ihren Vorstellungen des neuen Jobs passt.

Keine klassische Jobbörse im eigentlichen Sinne, sondern eine Job-Suchmaschine ist das Portal indeed, das andere Jobbörsen durchsucht und dem Nutzer die Ergebnisse zur Jobsuche präsentiert.

Bei Ihrer Jobsuche sollten Sie die Online-Möglichkeiten nutzen, allerdings kann es darüberhinaus sinnvoll sein, auch altmodische Wege zu gehen und in einen Blick in die Zeitung zu werfen. Gerade, wenn Sie sich regional bewerben wollen, finden sich hier oftmals Inserate von regionalen Arbeitgebern, auf die Sie sich bewerben können.

Drei grundlegende Schritte der Jobsuche

Frisch nach Schule, Studium oder Ausbildung wird die Jobsuche mit großer Motivation begonnen, es soll endlich losgehen im Berufsleben. Geht es hingegen um einen Jobwechsel, sind die meisten Arbeitnehmer sehr zögerlich, was die Jobsuche angeht. Trotz Unzufriedenheit und Stillstand wird gezögert. Das Problem: Wer zu lange wartet, riskiert, dass ihm irgendwann gekündigt wird, weil sich der Frust zwangsläufig auch in der Leistung spiegelt. Oder aber der Frust wächst sich zu einer veritablen Depression aus.

Dabei ist eine ungekündigte Position die beste Voraussetzung für eine Jobsuche, da Sie keinen Zeitdruck haben und die finanzielle Situation gesichert ist – aber Vorsicht, wenn Sie am Arbeitsplatz nach Stellen stöbern, denn der Chef wird dies sicherlich nicht gerne sehen. Wie Sie reagieren können, wenn Sie bei der Jobsuche erwischt werden, erfahren Sie in diesem PDF.

Schlecht ist allerdings auch das andere Extrem, wenn kurzfristiger Frust im Job explodiert und das Ganze in einer Kurzschlussreaktion mündet. Weil Chef und Kunden nerven, schmeißen Sie alles hin und reichen wutentbrannt die Kündigung ein. Bevor Sie einen Jobwechsel ernsthaft in Betracht ziehen, sollten Sie kurz innehalten und die sogenannte 10/10/10-Analyse machen:

Der Begriff 10/10/10-Analyse klingt komplizierter, als er ist. Eigentlich handelt es sich hierbei um drei Fragen, die Sie sich stellen sollten:

Jobsuche: 10-10-10-Analyse

Es ist ein simpler Trick, der Sie sofort wieder erdet. Es ist normal, dass wir uns ab und an über unseren aktuellen Job, die Kollegen und Umstände ärgern. Aber seine berufliche Laufbahn von einem kurzen Moment heftiger Wut abhängig machen?

Eine solche Entscheidung sollte vielleicht doch besser mit größerem Weitblick betrachtet werden – und genau dabei helfen diese Fragen: Sie öffnen den Tunnelblick und geben der Wahl eine relevante Perspektive.

Sie könnten allerdings auch feststellen, dass es tatsächlich Zeit wird, zu gehen. Ist dies der Fall und Ihr Entschluss ist gefasst, sollten Sie sich auf drei wichtige Schritte der Jobsuche konzentrieren.

Alleinstellungsmerkmale bestimmen

Bevor Sie dann damit beginnen, ausgetretene Bahnen zu verlassen, sich neu zu beweisen oder von vorne anzufangen – starten Sie bitte zunächst damit, Ihre persönlichen Alleinstellungsmerkmale zu bestimmen. Wie bei einem Produkt sollten Sie später in der Lage sein, damit eine eigene Marke zu kreieren und zu kommunizieren.

Denn nur so registriert auch das Umfeld, wofür Sie stehen und auch künftig einsetzbar sind. Solche Alleinstellungsmerkmale schaffen Orientierung – für sich und andere.

Um überzeugend zu sein, müssen diese Merkmale natürlich auf Ihre künftige (Wunsch-)Funktion, die Branche und mögliche Zielunternehmen zugeschnitten werden. Wie finden Sie also Ihre Alleinstellungsmerkmale? Am besten, indem Sie sich folgende Fragen stellen:

Checkliste vor einem Jobwechsel

  • Können Sie fünf Ihrer stärksten Kompetenzen aufzählen?
  • Können Sie bis zu zehn positive Charaktereigenschaften nennen, die Ihre Persönlichkeit am besten beschreiben?
  • Können Sie ein bis drei Ihrer größten Schwächen identifizieren (ehrlich) – und sagen, was Sie dagegen unternehmen?
  • Können Sie drei bis fünf starke Argumente nennen, warum ein Arbeitgeber Sie (und keinen anderen) einstellen sollte?
  • Können Sie exakt beschreiben (und quantifizieren), welchen Mehrwert Sie Ihrem neuen Arbeitgeber bieten können?
  • Können Sie auf Anhieb drei bis fünf Ihrer Erfolge aus dem vergangenen Jahr nennen, beschreiben und belegen?
  • Können Sie präzise erklären, warum es Sie zu dem neuen Arbeitgeber hinzieht (und nicht von dem alten weg)?
  • Können Sie exakt die von Ihnen angestrebte Position beschreiben (theoretisch) und begründen, warum diese optimal zu Ihnen passt?
  • Können Sie ein flammendes Plädoyer für sich, Ihre Talente und Ihre Eigenmarke in bis zu 60 Sekunden halten?
  • Können Sie wenigstens zehn Strategien aufzählen, wie man einen neuen Job findet?
  • Können Sie auch sagen, welche Sie davon schon nutzen?

Informationen über Arbeitgeber einholen

Sobald Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale, Ihre Qualifikationen, Verkaufsargumente, Wünsche, Ziele und Perspektiven genau kennen, können Sie mit der tatsächlichen Jobsuche beginnen – nur jetzt viel gezielter. Machen Sie sich dabei nicht nur auf die Suche nach freien Stellen, sondern informieren Sie sich auch gezielt über potenzielle Arbeitgeber. Je nach Berufserfahrung nutzen Sie hierfür beispielsweise:

  • Stellenbörsen

    Neben möglichen Arbeitsplätzen finden Sie hier auch Informationen über Bedingungen und Perspektiven in den Unternehmen, die diese anbieten – und können die für Sie relevanten auswählen. Und nicht zuletzt verraten auch die Stellenanzeigen im Subtext einiges über den Arbeitgeber.

  • Karriereseiten

    Viele Unternehmen bieten auf ihrer Homepage oder in Sozialen Netzwerken Informationen speziell für potenzielle Mitarbeiter. Aus diesen Quellen können Sie Ihre Erkenntnisse aus den Stellenbörsen vertiefen. Nutzen Sie insbesondere die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Arbeitgeber, um alles für Sie Relevante herauszufinden – und gleichzeitig auf sich aufmerksam zu machen.

  • Branchenverzeichnisse

    In diesen Nachschlagewerken finden Sie sämtliche in Frage kommende Unternehmen – und können sich damit auf die Suche nach weiteren Informationen machen, welche davon für Sie tatsächlich als Arbeitgeber in Frage kommen.

  • Unternehmensverbände

    Bei diesen Institutionen finden Sie ebenfalls Namen potenzieller Arbeitgeber – plus weitere Informationen zu den Unternehmen. Außerdem können Sie Über diese Kanäle auch direkte Kontakte knüpfen.

  • Career Services

    Falls Sie noch studieren, erhalten Sie bei der hochschulinternen Karriereberatung Tipps zu Unternehmen, die für Ihren Einstieg in Frage kommen. In der Regel können die Career Services Ihnen auch Ansprechpartner für Ihre Fragen im Unternehmen vermitteln, weil deren Mitarbeiter gute Kontakte zu Arbeitgebern halten.

  • Arbeitsagenturen

    Vor allem für die regionale Jobsuche ist es ideal, wenn Sie sich an die Agentur für Arbeit in Ihrer Stadt wenden. Die Mitarbeiter wissen, welche Unternehmen nach welchen Kräften suchen. Am besten informiert sind in der Regel die Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services, weil sie den direkten Kontakt pflegen: Lassen Sie sich mit ihnen verbinden!

  • Presseberichte

    Die Medien liefern Ihnen Hintergrundinformationen zu interessanten Unternehmen. Vor allem: Bei wem es gerade gut läuft, der stellt womöglich auch ein…

Kontakt aufnehmen

Im dritten Schritt geht es darum, möglichst frühzeitig Kontakt zu den Mitarbeitern und Kollegen in spe (oder gar dem künftigen Chef) aufzunehmen. Am Besten tauschen Sie sich dafür mit möglichst vielen Menschen aus, die bei Ihrem Wunschunternehmen arbeiten – oder gearbeitet haben.

So können Sie hinter die Kulissen blicken und erfahren, inwieweit Ihre Erwartungen dort erfüllt werden. Je mehr Informationen Sie zu Ihrem zukünftigen Arbeitgeber erhalten, desto genauer wird das Bild, das Sie sich von der Arbeit dort machen können. Gelegenheiten, um mehr über das Unternehmen zu erfahren, bieten:

  • Karrieremessen

    Bei diesen Veranstaltungen können Sie direkt mit Unternehmensvertretern sprechen. Dabei erfahren Sie nicht nur, was das Unternehmen bietet, sondern können auch gleich Ihre Einstiegsoptionen klären und Ihre Erwartungen auf Realisierbarkeit hin zu prüfen. Bei den Aussagen des Personalers sollten Sie übrigens unbedingt auch auf die Subtexte achten.

  • Soziale Netze

    Seiten wie Linkedin oder Xing bieten Ihnen die Möglichkeit, nach ehemaligen oder aktuellen Mitarbeitern interessanter Unternehmen zu suchen, sich mit ihnen zu vernetzen und sie nach den Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu fragen. Weil Sie dort unter sich sind, ist ein offener und ehrlicher Austausch möglich.

  • Alumni-Netzwerke

    Wenn Sie studiert haben, könne Sie die Ehemaligen-Kontakte nutzen. Absolventen Ihrer Hochschule geben in aller Regel gern Auskünfte über ihre aktuellen Arbeitgeber. Gratis gibt’s – wie auf den Karrieremessen – Tipps dazu, ob sich Ihre Erwartungen realisieren lassen.

  • Ehemalige Kollegen

    Vielleicht arbeitet ein früherer Kollege von Ihnen in genau dem Unternehmen, das Sie interessiert? Wenn er Sie schätzt, erhalten Sie offene und ehrliche Antworten. Außerdem kann er Kontakte knüpfen – und ein gutes Wort für Sie einlegen.

  • Vorstellungsgespräche

    Auch wenn Jobinterviews bereits die letzte Hürde vor der Einstellung sind, dienen sie immer noch der Klärung, ob die Erwartungen vor Ort erfüllt werden. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie immer noch absagen – selbst wenn der Arbeitgeber Sie nehmen würde.

Tipps für eine erfolgreiche Jobsuche

Nun sind Sie bereits mit einer ganze Menge Wissen rund um die Jobsuche ausgestattet und können Ihre Jobsuche durchdacht, zielgerichtet und organisiert beginnen. Damit Ihr Vorhaben am Ende auch wirklich von Erfolg gekrönt ist und Sie die Zusage für einen neuen Job erhalten, haben wir noch viele Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen bei der Jobsuche helfen.

  • Beginnen Sie zum richtigen Zeitpunkt

    Die größten Erfolgschancen hat Ihre Jobsuche, wenn Sie den Zeitpunkt selbst wählen. Soll heißen: Sie befinden sich in einer ungekündigten Position und haben die Entscheidung, sich nach einem neuen Job umzusehen, selbst getroffen. Handeln Sie aus eigenem Antrieb heraus, sind Sie wirklich vom beruflichen Schritt überzeugt und setzen sich voll ein, um diesen zu gehen.

    Auch bei Personalern kommt es gut an, wenn Sie nicht aus einer Not heraus Bewerbungen schreiben, sondern aus Eigeninitiative, um Ihre Karriere voranzubringen. Zudem treten Sie viel selbstbewusster auf und sind überzeugender, wenn Sie nicht kurz vor einem Jobverlust stehen.

  • Entwickeln Sie realistische Erwartungen

    Leider zeigt sich immer wieder, dass viele die Jobsuche mit völlig falschen Erwartungen angehen. Diese können sehr vielseitig und unterschiedlich sein, sind aber alle gleichermaßen falsch. Besonders verbreitet: Ich muss den perfekten Job finden… Der Traumjob ist natürlich das Ziel, doch wer von Anfang an auf Perfektion aus ist, kann nur enttäuscht werden. Kompromisse gehören auch bei der Jobsuche dazu.

    Ebenso schlecht ist die Einstellung Ich bin sehr erfahren, die Jobsuche schaffe ich mit links. Ihr Selbstbewusstsein und Ihre Kompetenzen in allen Ehren, doch sollten Sie die Jobsuche niemals auf die leichte Schulter nehmen. Das kann nur nach hinten losgehen.

  • Entwickeln Sie Routinen bei der Jobsuche

    Routinen können bei der Jobsuche helfen, für mehr Struktur sorgen und bei der Disziplin helfen. Es fällt vielen Menschen leichter, einem geregelten Ablauf zu folgen, an dem sie sich orientieren können. Legen Sie deshalb fest, was Sie wann erledigen und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen.

    Eine Routine bei der Jobsuche kann beispielsweise sein, dass Sie sich jeden Morgen einen Überblick über neue Angebote auf dem Arbeitsmarkt verschaffen und scannen, worauf Sie sich möglicherweise bewerben wollen. Sie können auch einzelne Tage unterschiedlichen Aufgaben zuweisen, also einen Tag Stellen suchen, einen anderen Bewerbungsunterlagen erstellen und am dritten Tag Informationen über Arbeitgeber einholen.

  • Nutzen Sie alle Möglichkeiten

    Die größten Chancen auf eine erfolgreiche Jobsuche haben Sie dann, wenn Sie Ihre Bewerbungsstrategie breit aufstellen und die vielen verschiedenen Möglichkeiten auch wirklich nutzen. Zwar können Sie sich darauf beschränken, nur verschiedene Arbeitgeber und Stellenanzeigen bei einer Plattform zu suchen und anschließend Bewerbungen zu verschicken, damit schränken Sie sich selbst und Ihre Jobsuche aber ein.

    Je vielseitiger Sie Ihre Jobsuche aufziehen, desto schneller können Sie passende Positionen und Unternehmen finden. Schauen Sie sich auf Jobmessen um, erstellen Sie ein Online-Profil und einen digitalen Lebenslauf, um selbst von Arbeitgeber gefunden werden zu können oder halten Sie Augen und Ohren offen, um auf Jobs aufmerksam zu werden, sobald die Suche beginnt.

  • Bauen Sie ein Netzwerk und Kontakte auf

    Es wird oft gepredigt, doch nur selten tatsächlich umgesetzt. Nicht nur im Beruf selbst, sondern bereits bei der Jobsuche können Kontakte und ein gutes Netzwerk wichtige Faktoren sein, die den Erfolg beeinflussen können. So haben Sie vielleicht bereits Kontakte zu Unternehmen, bei denen Sie sich bewerben wollen oder erfahren von freigewordenen Stellen, bevor diese überhaupt ausgeschrieben werden.

    Zudem ist bekannt, wie viele Stellen durch Beziehungen, das bekannte Vitamin B, vergeben werden. Ein nützlicher Kontakt kann den Unterschied zwischen Zu- und Absage ausmachen.

  • Entwickeln Sie einen Plan für die Jobsuche

    Viele Bewerber stürzen sich einfach Kopfüber in die Jobsuche. Das Ziel steht zwar fest, doch der Weg dorthin ist in den meisten Fällen eher chaotisch. Es werden Stellen gesucht, dann eine Bewerbung geschrieben, wieder Stellen gesucht, zwischendurch noch der Lebenslauf aktualisiert und eine Jobmesse herausgesucht und dann wieder Stellen gesucht. Alles ziemlich durcheinander und ohne Organisation.

    Besser ist es, wenn Sie sich Gedanken über den Ablauf Ihrer Jobsuche machen. Hilfreich ist dabei ein strukturierter Plan, den Sie beispielsweise in die einzelnen Wochentage gliedern. Den Montag nutzen Sie, um Stellenangebote zu recherchieren, dienstags werden die Anschreiben verfasst. Am Mittwoch versuchen Sie, die Unternehmen anzurufen und einen ersten Kontakt herzustellen und am Donnerstag verschicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen

  • Klären Sie den Radius für die Jobsuche

    Für eine zielführende und erfolgreiche Jobsuche sollten Sie einen Suchradius festlegen, also ein Gebiet, auf das Sie Ihre Jobsuche konzentrieren. Aber Vorsicht: Die reine Entfernung kann ein trügerischer Maßstab sein. Ein näher gelegener Ort, der aber viel schlechter angebunden und zu erreichen ist, weil Sie mit der Bahn pendeln, ist eine schlechtere Alternative als ein entfernterer Ort mit perfekter und schnellerer Anbindung. Einen Überblick können Sie durch eine Mobilitätskarte erhalten.

    Jobsuche Radius Mobilitätskarte

    Beginnen Sie mit Ihrem Wohnort in der Mitte und füllen Sie die Kreise mit potenziellen Arbeitsorten – je weiter außen, desto schwerer sind diese für Sie zu erreichen. Bei der Einordnung geht es jedoch nicht nur um die physische Entfernung, sondern um eine Bewertung nach verschiedenen Kriterien wie Anbindung, Fahrtzeit, Häufigkeit der Verbindungen oder Kosten. Eine kostenlose Vorlage haben einer Mobilitätskarte haben wir als PDF-Download für Sie bereitgestellt.

  • Lassen Sie sich helfen

    Will es mit der Jobsuche einfach nicht funktionieren und es kommt eine Absage nach der anderen, muss irgendwann etwas geändert werden. Das kann in Eigenregie funktionieren, indem Sie mögliche Fehler analysieren, herausfinden, ob Qualifikationen fehlen oder was noch optimiert werden könnte.

    Manch Bewerber kommt dabei allerdings an seine Grenzen. Mit professioneller Hilfe können Sie die Jobsuche neu befeuern. Coaches und Bewerbungshelfer gibt es viele, ein gründlicher Vergleich ist daher unerlässlich. Preise und Leistungen können sehr verschieden sein und am Ende muss auch die Chemie zwischen Ihnen und dem Experten stimmen.

  • Geben Sie nicht vorschnell auf

    Die Jobsuche kann einige Zeit in Anspruch nehmen, viele Nerven kosten und Sie an den Punkt bringen, an dem Sie am liebsten alles hinschmeißen würden. Wenn Sie jedoch in Selbstzweifel verfallen und nicht mehr daran glauben, dass es mit dem neuen Job noch klappt, wird sich dies in Ihren Bewerbungen bemerkbar machen, da Sie nicht mehr das nötige Selbstbewusstsein in Ihre Anschreiben legen können.

    Um durchzuhalten ist nicht nur Optimismus, sondern auch ein guter Rückhalt sehr wichtig. Wenn Ihre Familie und gute Freunde Ihnen den Rücken stärken, wird es Ihnen leichter fallen, trotz Hindernissen weiterzumachen und das Ziel letztlich zu erreichen. Tipps, wie Sie bei der Jobsuche motiviert bleiben, haben wir in diesem PDF für Sie zusammengefasst.

66 weitere Tipps für die perfekte Jobsuche als PDF

66 Tipps für die perfekte JobsucheWir haben hier 66 Tipps zum kostenlosen Download als PDF für Sie zusammengefasst. Sie sind in komprimierter Form eine Stütze für Sie, mit welchen Mitteln Sie Ihre Jobsuche vorantreiben können.

HIER geht es zum Download.

Diesen Fehler machen selbst die Besten bei der Jobsuche

Stellen Sie sich vor, Sie finden eine Stelle, die praktisch auf Sie zugeschnitten wurde. Sie stecken Sie Ihr ganzes Herzblut in die Bewerbung und imaginieren anschließend die Zusage. Da die Stelle absolut perfekt ist, sehen Sie auch keinen Sinn darin, noch weiter zu suchen…

Riesenfehler!

Natürlich ist Bewerben mühsam und lästig. Aber Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Ihr Anschreiben nur der erste Schritt auf dem Weg zum Traumjob ist.

Oft werden Stellen nur ausgeschrieben, weil sie offiziell bekannt gemacht werden müssen, obwohl es längst einen internen Kandidaten gibt.

Wir wissen von einem Fall, in dem der Bewerber auf Basis einer mündlichen Jobzusage fast drei Monate auf eine endgültige Entscheidung gewartet hat – nur, um schließlich doch abgelehnt zu werden. Knapp drei Monate, in denen er sich in Sicherheit gewiegt hatte. Wertvolle Zeit, die nutzlos verstrich.

Blöd, wer dann alles auf eine Karte gesetzt hat, und zwar aus zweierlei Gründen:

  1. Es kann immer noch etwas Besseres geben. Sie landen mit jeder Bewerbung auf dem Radar eines anderen Arbeitgebers. Auch wenn Sie sich am Ende für einen entscheiden: Sie wissen nie, ob Sie nicht später einmal gezielt abgeworben werden – was Ihnen letztlich die beste Verhandlungsposition beschert.
  2. Ist die Bewerbung verschickt, geben Sie die Kontrolle ab. Heißt: der potenzielle Arbeitgeber entscheidet über Ihr weiteres Schicksal. Darauf sollten Sie sich allerdings nie verlassen. Auch wenn es statistisch seltener vorkommt: Für Sie ist es immer besser zwischen mehreren Jobangeboten wählen zu müssen, als auf eines zu hoffen.

Kurzum: Akzeptieren Sie das Risiko der Ablehnung einerseits, aber minimieren Sie gleichzeitig das Risiko der langen Arbeitslosigkeit – und bewerben Sie sich IMMER weiter.

[Bildnachweis: Kinga by Shutterstock.com]
2. April 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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