Welcher Beruf passt zu mir: Ein Test

Es ist eine Frage, mit der sich wohl jeder früher oder später beschäftigen muss: Welcher Beruf passt zu mir? Eine weitreichende Entscheidung, die das zukünftige Leben nicht nur über Jahre, sondern über Jahrzehnte prägen kann. Das Problem besteht darin, dass gerade in jungen Jahren kaum jemand weiß, welchen Beruf er später einmal ausüben möchte. Regelmäßig werden aus diesem Grund auch die Informationsangebote kritisiert, die eine Mitschuld daran tragen sollen, dass viele nach dem Schulabschluss immer noch nicht wissen, in welche Richtung Sie sich beruflich entwickeln wollen. Wir haben einen einfachen Test zusammengestellt, der Ihnen bei der Orientierung helfen kann…

Welcher Beruf passt zu mir: Ein Test

Orientierungshilfe: Welcher Beruf passt zu mir?

Welcher Beruf der wirklich passende ist, kann einem kein anderer mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Die Arbeitsweise, die Interessen, die Stärken und Schwächen, und auch die Vorstellungen und Wünsche für die Zukunft sind zu individuell und verschieden, als dass es ein Patentrezept geben könnte, das jedem den perfekten Job voraussagen könnte.

Hingegen möglich ist eine Orientierungshilfe. Wer mit Schülern und Abiturienten spricht, bekommt nicht selten zu hören, dass sie noch keine genaue Vorstellung davon haben, wie der spätere Beruf aussehen soll. Zu wenig wird sich mit dem Thema beschäftigt, zu gering sind die Kenntnisse und weitergegebenen Informationen. Auch sind die Möglichkeiten so vielfältig, dass viele Optionen nicht einmal in Betracht gezogen werden.

Berufswahl Studium Reihenfolge Grafik

Helfen kann da vor allem ein größeres Angebot, um Schüler sowohl über die Möglichkeiten verschiedener Ausbildungen als auch über Studiengänge zu informieren. Zusätzlich muss der Bereich öfter thematisiert werden, da schon die gedankliche Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Zukunft dazu führt, dass man sich ein immer genaueres Bild macht, manche Ideen verwirft und andere dafür konkreter werden.

Schwierige Berufswahl: Wie finde ich meinen Beruf?

Welcher Beruf passt zu mir? Welche Ausbildung passt zu mir? Wer danach sucht, wird im Netz mit Begriffen erschlagen: Da gibt es den Berufswahltest, Berufsfindungstest, Berufseignungstest oder aber die Kurzversion: den Berufstest. Bevor Sie sich verunsichern lassen: Diese Begriffe stehen alle für ein und dasselbe.

Wer also entsprechend über Internet-Suchmaschinen nach Berufsorientierung sucht, kann zwar die unterschiedlichsten Suchterme eingeben – zu den gängigsten gehören:

  • Welcher beruf passt zu mir BIZ
  • Welche Ausbildung passt zu mir Test
  • Welcher Job passt zu mir Test
  • Berufstest
  • Was soll ich werden-Test
  • Talent Test
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  • Karrieretest
  • Jobtest
  • Beruf-Onlinetest
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  • BIZ Berufstest
  • Job Test kostenlos
  • Berufstestung

Am Ende aber werden Sie immer etwas vorfinden, das Ihnen Klarheit über Ihre Neigungen und Fähigkeiten geben soll – und auch nichts anderes als hier. Zunächst geht es darum, seine Kernkompetenzen und Basisneigungen zu erforschen:

  • Sind Sie beispielsweise eher spontan und lieben Überraschungen?
  • Liegen Ihre Neigungen klar im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich?
  • Tüfteln Sie gerne?
  • Vielleicht schrauben Sie ja auch in jeder freien Minute an Ihrem Moped?

An genau diesem Punkt setzt der folgende Test an. Nachfolgender Test richtet sich in erster Linie an Schulabsolventen und soll dabei helfen, sich einen Überblick zu verschaffen. Erwachsene mit Berufsausbildung, die einen Jobwechsel in Erwägung ziehen, sollten zuvor unseren Selbsttest machen:

Kostenloser Test: Welcher Beruf passt zu mir?

Welcher Beruf passt zu mir TestDieser Test dient der Selbsteinschätzung und kann helfen, die eigenen Interessen und Stärken verschiedenen beruflichen Möglichkeiten zuzuordnen und so zur Orientierung beizutragen.

Deshalb an dieser Stelle der Hinweis: Beantworten Sie die Fragen ehrlich vor sich selbst. Nur so können Sie etwas über sich selbst lernen und erhalten eine realistische Einschätzung.

Der Test besteht aus sechs Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten. Merken oder notieren Sie sich, für welche Möglichkeit Sie sich entschieden haben – so kommen Sie am Ende zur Auswertung:

Welche Eigenschaften würden Sie sich am ehesten selbst zuschreiben?

  • Ich probiere gerne neue Sachen aus, bin stolz auf meine Fantasie, lebe diese gerne aus und habe einen Faible für Kunst. (A)
  • Meine vielleicht größte Stärke ist meine Fingerfertigkeit. Ich bin sehr geschickt und technisch begabt. (B)
  • Ich bin ordentlich, lege großen Wert auf eine gute Organisation und Planung. Ich hasse es, unvorbereitet zu sein und verliere nur ungern die Kontrolle. (C)
  • In erster Linie bin ich kontaktfreudig, freundlich und fürsorglich. Ich bin sehr empathisch und freue mich, wenn ich anderen helfen kann. (D)

Wie reagieren Sie auf Überraschungen?

  • Ich bin schon immer pragmatisch und nehme die Dinge so, wie sie eben kommen. Kommt eine Überraschung, passe ich mich daran an und mache weiter. (B)
  • Ich liebe Überraschungen. Es macht mir viel Spaß, Neues zu erleben und neue Erfahrungen zu machen. (D)
  • Man kann aus jeder Situation das Beste machen. Egal, ob positive oder negative Überraschung, mir wird schon etwas einfallen, um damit umzugehen. (A)
  • Überraschungen weiß ich in der Regel zu vermeiden und bin darauf vorbereitet. Aber ich kann mich auch damit arrangieren, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. (C)

Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit?

  • Eigentlich bin ich immer mit meinen Freunden unterwegs, aber auch Zeit für meine Familie ist mir sehr wichtig. Diese Kontakte machen mir nicht nur Spaß, sondern geben mir auch neue Energie. (D)
  • Ich unternehme gerne die verschiedensten Dinge. Ich suche mir im Internet ein Ziel oder eine Veranstaltung und überlege mir dann genau, was ich mir alles ansehen werde. (C)
  • Da gibt es kein genaues Muster. Mal dies, mal das. Ich bin dabei einfach spontan und mache, was mir gerade in den Sinn kommt. Hauptsache es macht Spaß und vertreibt die Langeweile. (A)
  • Ich bin bastle sehr gerne und baue die unterschiedlichsten Sachen zusammen. Ich helfe aber Freunden und der Familie auch gerne, wenn es darum geht, etwas zu reparieren. (B)

Sie wollen Ihren Geburtstag feiern: Wie sieht die Planung aus?

  • Zuerst lade ich alle Freunde und die gesamte Familie ein. Es soll ein großes Fest mit den wichtigsten Personen werden. (D)
  • Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die ersten sieben Ideen habe ich wieder verworfen, bevor ich mich für eine ausgefallene 90er-Jahre-Party entscheide und als erstes anfange, eine Kulisse zu bauen. (A)
  • Großes Tamtam passt nicht zu mir und so will ich auch nicht feiern. Ich sag meinen Freunden Bescheid, wir hören gute Musik und bestellen was zu essen. (B)
  • Sowas darf man nicht überstürzen. Erstmal mache ich mir eine Gästeliste, um den Umfang der Feier zu kennen und schaue dann, ob ich zuhause feiern kann oder doch ein Lokal mieten muss. (C)

Was hat Ihnen in der Schule am besten gefallen?

  • Ich war in Mathe immer ziemlich gut. Aber auch in die anderen Fächer konnte ich mich einarbeiten und hatte dann Spaß daran, wenn ich das Thema verstanden habe. (C)
  • Eigentlich war ich in allen Bereichen gleichermaßen gut. Besonders gefallen hat mir aber die Technik und Handwerks AG. (B)
  • Mir hat vor allem Spaß gemacht, was ein wenig ausgefallener war. Ich wollte immer neue Dinge ausprobieren, anstatt immer nur das gleiche zu machen. Leider kam das nicht immer gut an. (A)
  • Ich habe den Klassenverband gemocht. Jeden Tag mit den Freunden zusammen sein, da waren auch die schlimmsten Fächer erträglich. (D)

Bei der Arbeit in einem Team: Welche übernehmen Sie am liebsten?

  • Mich selbst sehe ich dabei gerne ans Motor. Ich bringe viele Ideen und Vorschläge ein, die gemeinsam diskutiert werden können. Eigentlich habe ich für jedes Problem gleich mehrere mögliche Lösungen. (A)
  • Wenn es eine Aufgabe zu erledigen gibt, übernehme ich sie und gebe dabei mein Bestes. Wenn das Ergebnis am Ende stimmt, können alle stolz darauf sein. (B)
  • Zum einen sorge ich dafür, dass die Stimmung im Team gut bleibt und Diskussionen nicht in Streit ausarten. Ich kann aber auch zupacken und tatkräftig unterstützen. (D)
  • Ich bin gut darin, den Überblick zu behalten und die Abläufe und einzelnen Aufgaben zu strukturieren. Wenn Hilfe gebraucht wird, springe ich aber auch überall ein. (C)

Auswertung des Berufswahltests

Für welche Antwortmöglichkeit haben Sie sich am häufigsten entschieden? Hier finden Sie die entsprechenden Auflösungen:

Ausbildung oder Studium: Was passt zu mir?

Damit ist die Entscheidung, welcher Beruf zu Ihnen passt, allerdings noch nicht getroffen. Der obige Selbsttest deckt vor allem verschiedene Neigungen und Themenfelder ab. Die eigenen fachlichen Fähigkeiten einschätzen zu können, ist eine Sache. Eine andere ist, das eigene Lernverhalten, berufliche Ziele und Zukunftswünsche klar vor Augen zu haben.

Nichts weniger als das ist gefragt, wenn es darum geht, sich zwischen einer Ausbildung und einem Studium entscheiden zu müssen. Vor allem Schulabgänger mit Abitur machen sich diese Frage teilweise zu leicht, indem sie ihre Hochschulzugangsberechtigung automatisch als Indiz dafür nehmen, für ein Studium geeignet zu sein.

Das mag von der Intelligenz her zutreffen – ein Studium verlangt aber noch mehr:

  • Sie müssen sich eigenständig Wissen aneignen können.
  • Von Ihnen wird erwartet, dass Sie Ihr Studium selbst selbst organisieren.
  • Sie brauchen einen langen Atem, denn beim Universitätsstudium bleibt der Verdienst die ersten Jahre aus.

Viele Abiturienten unterschätzen die erforderliche Selbstdisziplin und den Verzicht der Studienjahre, so dass es Jahr für Jahr hohe Quoten an Studienabbrechern gibt.

Umgekehrt bleibt einigen Schulabgängern die Hochschule zunächst verwehrt, solange sie keine Hochschulzugangsberechtigung durch Ausbildung und Berufserfahrung gesammelt haben.

Neben den unmittelbaren Möglichkeiten ist die Entscheidung zwischen Ausbildung oder Studium vor allem eine Entscheidung zwischen:

  • Einem an Universitäten oft theorielastigen Studium oder einer praxisorientierten Ausbildung?
  • Selbstorganisiertem Lernen oder weitestgehend vorgegebenen Inhalten?
  • Etliche Jahre auf Sozialhilfeniveau leben oder bereits eigene Einkünfte haben?
  • Der Bereitschaft, den Heimatort zu wechseln oder meist in der Nähe einen Ausbildungsplatz finden?

Diese Gegenüberstellungen bilden bewusst Extreme ab: Natürlich muss nicht jeder Student seinen Heimatort verlassen – wenn er beispielsweise praktischerweise an einem Hochschulort wohnt und dort studieren kann. Auch gibt es Ausbildungen, die gar nicht so lukrativ vergütet werden, so dass der Azubi die nächsten drei Jahre trotzdem bei Mama und Papa wohnt.

Wichtig ist, dass Sie sich grundsätzlich mit dem auseinandersetzen, was theoretisch auf Sie zukommen kann.

Wege zum passenden Job

Welcher Job passt zu mir teste dichNachfolgend möchten wir Ihnen weitere Dossiers ans Herz legen, die bei der Entscheidung helfen, welcher Beruf zu Ihnen passt. Wer seine Interessen realistisch einschätzen, sich aber über einzelne Berufe dennoch kein genaues Bild machen kann, ist mit einem Praktikum gut beraten.

Viele Schulen bieten zwar Schülerpraktika, aber die finden teilweise noch in einer Phase statt, in der die Berufsorientierung noch in den Kinderschuhen steckt. Oder die Interessen haben sich geändert, ohnehin war die Zeit (meist ein bis zwei Wochen) nur sehr kurz. Mehr Infos zu Praktika finden Sie hier:

Um einen Kompromiss zwischen Theorie und Praxis zu schließen, könnten Sie sich beim Hochschulstudium übrigens für ein duales Studium entscheiden. Hier finden Ausbildung und Studium gleichzeitig statt, die Abschlussarbeit wird im ausbildenden Unternehmen geschrieben und die ganze Zeit über erhält der Studierende eine Vergütung. Mehr dazu und zur Studienwahl allgemein finden Sie hier:

Passenden Job gefunden? So geht es weiter

Bei der Frage, welcher Beruf zu Ihnen passt, sollten Sie sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Das ist nicht an einem Tag erledigt, sondern ein Prozess, der länger dauern kann. Ein Test ist schnell gemacht, aber letztlich können nicht nur gewisse Handfertigkeiten Aufschluss darüber geben, was Sie beruflich machen wollen.

Auch soziale Kompetenzen – sie gehören zu den Soft Skills – sind im späteren Berufsleben gefragt. Wer lieber für sich allein im stillen Kämmerlein arbeitet und auch sonst recht introvertiert ist, wird vermutlich nie in einem Job mit viel Publikumsverkehr glücklich werden.

Soziale Kompetenz Softskills Hardskills Uebersicht

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
18. Juli 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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