Schülerpraktikum: So klappt’s mit der Stelle

Viele Schüler bekommen im Rahmen der Berufsorientierung die Gelegenheit, ein Schülerpraktikum zu absolvieren. Dieses Schülerpraktikum sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, im Gegenteil: Es ist eine Chance, die Weichen für die eigene Zukunft zu stellen. Dafür müssen sich Schüler über die eigenen Interessen und Hobbys Gedanken machen und überlegen, welche Tätigkeiten ihnen Spaß machen könnten. Selbst wenn sich später herausstellen sollte, dass die Wahl auf den falschen Praktikumsplatz gefallen ist, ist dies ein wichtiger Schritt im Erkenntnisprozess. Was Sie rund um das Schülerpraktikum wissen sollten…

Schülerpraktikum: So klappt's mit der Stelle

Schülerpraktikum, freiwilliges Praktikum oder Pflichtpraktikum?

Schülerpraktikum, freiwilliges Praktikum, Pflichtpraktikum: Die UnterschiedePraktikum ist nicht gleich Praktikum: Ein erster Unterschied wird bereits in der Bezeichnung deutlich: Ein freiwilliges Praktikum wird freiwillig absolviert. Praktikanten, die ein freiwilliges Praktikum machen, können sein:

  • Schüler, die nach der Schule Berufserfahrung sammeln
  • Schulabgänger, die die Zeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium überbrücken
  • Absolventen, die die Zeit nach dem Studium bis zur festen Arbeitsstelle überbrücken

Auch kann es vorkommen, dass Studenten während des Studiums freiwillige Praktika absolvieren. Häufiger dürften jedoch Pflichtpraktika und/ oder Studentenjobs neben dem Studium sein.

Ein Pflichtpraktikum ist als fester Bestandteil in der jeweiligen Ausbildung integriert. Dazu gehört das…

  • Schülerpraktikum, das den Schülern in der Mittelstufe berufliche Orientierung bringen soll;
  • Praktikum während der Ausbildung, Umschulung, Weiterbildung oder Studium, das praktische Fähigkeiten vermitteln soll.

Außer, dass Pflichtpraktika wie das Schülerpraktikum von vornherein fest eingeplant sind, gibt es einige deutliche Unterschiede. So haben Praktikanten bei freiwilligen Praktika Anspruch auf:

Im Gegensatz dazu hat wer ein Schülerpraktikum absolvieren muss weder Anspruch auf Urlaubstage, noch auf eine Vergütung – zumindest nicht nach dem Gesetz. Dem Praktikumsgeber bleibt es natürlich unbenommen, seinem Praktikanten dennoch eine Aufwandsentschädigung zu zahlen oder den Praktikumsvertrag entsprechend positiv für den Praktikanten zu gestalten.

Neben dem Schülerpraktikum gibt es noch eine andere Möglichkeit, einen ersten Eindruck des Wunschberufs zu bekommen: den Schnuppertag. Hin und wieder veranstalten Unternehmen besondere Tage, an denen sich Schüler ein Bild des Unternehmens machen können. In jüngster Vergangenheit sind diese unter den Namen Girls‘ Day oder Boys‘ Day bekannt geworden.

Die Möglichkeit ist ganz nett, wenn sich Schüler von den Gegebenheiten vor Ort und den möglichen Kollegen ein Bild machen wollen. Ob sie dabei einen wirklich objektiven Eindruck von der Arbeit bekommen, sei dahingestellt. Viele Unternehmen werden sich während dieses Tages bestmöglich präsentieren. Schließlich sind diese Schnuppertage immer eine gute Gelegenheit für PR in eigener Sache. Das sollten Schüler im Hinterkopf behalten, wenn sie derartige Veranstaltungen besuchen.

Dauer und Arbeitszeiten während des Praktikums

Praktikanten in Schülerpraktika haben keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Sie erhalten stattdessen ein Praktikumszeugnis. Allerdings – und das ist ebenfalls ein entscheidender Unterschied – dauert ein Schülerpraktikum üblicherweise nur zwei bis drei Wochen.

Anders sieht es bei Pflichtpraktika in Studium und Ausbildung aus: Diese Praktika dauern mehrere Monate. Praktikanten können hier zumindest den Arbeitgeber nach einem Arbeitszeugnis fragen.

Zwei bis drei Wochen Dauer sind zu wenig Zeit, um sich wirklich einen umfassenden Eindruck von einem Praktikanten zu verschaffen, um anschließend eine letztgültige Meinung zu äußern. Daher werden im Praktikumszeugnis keine Noten vergeben. Wohl aber wird die Tätigkeit im Rahmen des Schülerpraktikums beschrieben, die Lern- und Arbeitsbereitschaft nebst Verhalten und Teamfähigkeit des Praktikanten.

Für Schüler existieren andere Regeln als für erwachsene Arbeitnehmer, daher gilt im Schülerpraktikum das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). § 8 JArbSchG erlaubt zwar eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden und 40 Stunden in der Woche, allerdings gibt es je nach Alter gestaffelt Sonderregeln:

  • Schüler unter 15 Jahren dürfen maximal sieben Stunden pro Tag und insgesamt 35 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Schüler über 15 Jahren dürfen maximal acht Stunden pro Tag oder 8,5 Stunden arbeiten, wenn sie einen Ausgleich an anderen Wochentagen haben. Insgesamt darf ihre Arbeitszeit 40 Stunden pro Woche nicht überschreiten.
  • Den Praktikanten stehen bei 4,5 bis 6 Stunden Arbeitszeit mindestens eine Ruhepause von 30 Minuten zu. Bei über 6 Stunden Arbeitszeit stehen ihnen mindestens 60 Minuten Pause zu. Nach 4,5 Stunden Arbeitszeit muss eine Pause eingelegt werden.

Aber keine Regel ohne Ausnahme. Wird das Schülerpraktikum in der Gastronomie, im Bau oder der Landwirtschaft absolviert, gelten andere Regeln. Hier sind Arbeitszeiten bis zu elf Stunden täglich möglich. Auch wenn ein generelles Beschäftigungsverbot zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens gilt:

Ältere Praktikanten ab 16 Jahren dürfen in der Landwirtschaft bis 21 Uhr, in Gaststätten bis 22 Uhr und in Bäckereien ab 5 Uhr morgens eingesetzt werden. Auch die Wochenendregelung sieht für ein Schülerpraktikum im Krankenhaus oder Altenheim sowie in den oben genannten Bereichen Einsätze am Samstag und am Sonntag vor.

Nur bei einem längeren Schülerpraktikum gibt es die Vorgabe, dass mindestens zwei Samstage und zwei Sonntage pro Monat beschäftigungsfrei sein müssen.

So finden Sie einen Praktikumsplatz

Welche Schülerpraktika theoretisch möglich sind, ist nicht zuletzt eine Frage der Umgebung. In eher ländlichen Regionen ist die Auswahl an potenziellen Praktikumsgebern deutlich geringer als in urbanen Gegenden. In Großstädten wiederum kann es einen Unterschied machen, ob es eine Universität gibt oder nicht.

Für einige Schüler kann es schwierig sein, sich für eine Branche oder einen Job zu entscheiden, in dem sie ein Praktikum absolvieren könnten. Glücklicherweise bekommen sie in der Regel Unterstützung durch den Lehrer, denn dieser ist gleichzeitig der Leiter des Praktikums.

Schüler auf der Suche nach einem Schülerpraktikum können aber auch selbst aktiv werden – und zwar so:

  • Erkunden Sie Ihre Interessen und Neigungen

    An erster Stelle sollten Sie herausfinden, was Ihnen liegt. Dazu gehören natürlich Hobbys, aber auch andere Fähigkeiten, die sich beispielsweise aus Schulfächern ableiten lassen. Sie sind sehr künstlerisch oder mathematisch begabt?

    Manchmal ergeben sich bereits aus den Lieblingsfächern Hinweise für geeignete Schülerpraktika. Stehen Sie so absolut auf dem Schlauch (aber auch für alle anderen), empfiehlt sich eine Stärken-Schwächen-Analyse.

    Was liegt mir besonders, was kann ich gar nicht? Deutlich tiefer in die Materie steigt noch die Potenzialanalyse. Sie wird in Nordrhein-Westfalen an Schulen im Rahmen der Berufsorientierung durchgeführt. Einzelne Tests werden aber auch im Internet angeboten.

  • Nutzen Sie alle Quellen bei der Praktikumssuche

    Wenn es darum geht, das passende Schülerpraktikum zu finden, dann sollten Sie alle Quellen anzapfen, die Sie finden können. Dazu gehören natürlich die Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung – also Freunde, Familie und Verwandte, Nachbarn, Vereinskameraden.

    Ebenso werden die Lehrer mit Informationen rund um die bekanntesten Unternehmen vertraut sein, denn sie statten den Schülern einen Besuch ab, um sich vor Ort ein Bild machen zu können. Von früheren Jahrgängen dürften also Informationen vorliegen.

    Daneben gibt es Praktikumsbörsen, die üblichen Stellenbörsen, Anzeigen in Jugendmagazinen oder Jobmessen, bei denen Sie sich über freie Plätze für ein Schülerpraktikum erkundigen können.

  • Seien Sie schnell

    Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ein abgedroschener Satz, aber immer noch wahr. Schulen geben rechtzeitig den Zeitraum für das Schülerpraktikum bekannt. Das hängt damit zusammen, dass je nach Größe des Ortes und Anzahl der Schulen etliche Praktikanten auf den Markt strömen.

    Bedeutet aber auch: Besonders beliebte Praktikumsplätze sind innerhalb kürzester Zeit vergeben. Schüler, die bis zum letzten Tag warten, müssen nehmen, was übrig bleibt. Schauen Sie als rechtzeitig nach freien Stellen – zum Beispiel in unserer Jobbörse Karrieresprung.de:

Schülerpraktikum Bewerbung: So geht’s

Gerade wenn Schüler noch keine Bewerbung geschrieben haben, ist die Bewerbung für ein Schülerpraktikum eine echte Herausforderung. Aber keine Angst, so schlimm, wie es zunächst klingt, ist es gar nicht.

Auch die Personaler in den Unternehmen wissen, dass der Schüler noch nicht viel Bewerbungserfahrung hat – und lesen die Bewerbung daher wohlwollender. Trotzdem sollten Sie sehr genau darauf achten, keine wichtigen Angaben in der Bewerbung zu vergessen.

So gehen Sie vor

Eine Bewerbung für ein Schülerpraktikum muss bestimmten formalen Anforderungen genügen. Wie bei jeder anderen Bewerbung gehört in eine vollständige Bewerbungsmappe:

Je nach Alter, Praktikumsplatz oder -ort wird vom Bewerber ein Bewerbungsfoto und eine Einverständniserklärung der Eltern verlangt.

  • Die Bewerbungsfrist

    Wie gesagt, haben manche Praktikumsgeber eine starke Nachfrage zu verzeichnen. Schüler können problemlos ein ganzes Jahr bevor das Schülerpraktikum stattfinden soll, sich erkundigen und bewerben. Beliebte Arbeitgeber sind im öffentlichen Dienst zu finden, beispielsweise:

    • Polizei
    • Feuerwehr
    • Gericht
    • Universität

    Je eher sich Schüler mit ihren Vorstellungen und Wünschen auseinandersetzen, desto wahrscheinlicher, dass das Wunschpraktikum klappt. Wer sich für mehrere Praktikumsplätze beworben und bereits eine Zusage erhalten hat, kann diesen Platz im Unternehmen reservieren, um weiter nach einem Schülerpraktikum zu gucken, dass vielleicht den eigenen Neigungen noch mehr entspricht.

    Es ist allerdings eine Frage der Fairness, dass Sie umgehend allen Unternehmen absagen, bei denen noch Bewerbungen offen stehen, wenn Sie sich für eine Stelle endgültig entschieden haben.

  • Das Anschreiben

    Das Anschreiben ist ungefähr eine DIN-A-4-Seite lang. Mit dem Inhalt tun sich viele Bewerber schwer. Vorab können wir Ihnen verraten, dass das Anschreiben nicht dazu da ist, noch einmal den Lebenslauf nachzuerzählen. Diesen kann der Personaler selbst in den Bewerbungsunterlagen nachlesen.

    Vielmehr sollten Sie das Anschreiben dazu nutzen, Ihre Motivation, also Ihre Begeisterung für den Beruf, deutlich zu machen:

    • Warum möchten Sie unbedingt dieses Praktikum machen?
    • Haben Sie sich schon immer für den Beruf/die Branche interessiert?
    • Bringen Sie bereits Fähigkeiten aus Schulfächern mit, die nützlich sind?
    • Möchten Sie nach der Schule eine Ausbildung in diesem Bereich machen?
    • Übt vielleicht ein Familienmitglied diesen Beruf aus und möchten Sie ihm nacheifern?
    • Kennen Sie die Firma und möchten unbedingt dort arbeiten?

    All das sind Fragen, die Sie im Anschreiben beantworten können. Je besser und authentischer Ihnen das gelingt, umso größer sind die Chancen, an das gewünschte Schülerpraktikum zu kommen.

    Aufbau Bewerbungsanschreiben Muster Beispiel Tipps Inhalt

  • Der Lebenslauf

    In den Lebenslauf gehören die wichtigsten Informationen zum bisherigen Werdegang. Also folgende Angaben:

    • Wo Sie bereits zur Schule (welche Schulform) gegangen sind.
    • Welchen Abschluss Sie haben oder erwerben möchten.
    • Welche besonderen Fähigkeiten und Kenntnisse Sie haben.
    • Was Sie gerne in Ihrer Freizeit unternehmen.

    Entweder wird der (tabellarische) Lebenslauf dabei chronologisch aufgebaut, indem Sie bei der ersten schulischen Station beginnen und bis zur aktuellen vordringen oder Sie entscheiden sich für die umgekehrte (antichronologische) Reihenfolge. Dabei beginnen Sie mit der Schule, die Sie aktuell besuchen und arbeiten sich bis zur Grundschule zurück.

    Internationaler Lebenslauf Aufbau Grafik Vorlage

    Übrigens: Angaben zu den Eltern und deren Berufe gehören heute nicht mehr in den Lebenslauf. Streichen Sie das also, auch wenn Angehörige Ihnen dazu raten.

    Da der erste Lebenslauf erwartungsgemäß gering ausfällt, darf hier alles hineingepackt werden, was Ihre Fähigkeiten in irgendeiner Form illustriert. Sie trainieren in Ihrer Freizeit jüngere Kinder im Tischtennis? Oder geben nach der Schule noch Nachhilfeunterricht? Vielleicht spielen Sie bereits seit dem zehnten Lebensjahr Klavier?

    Wer keine spannenden Hobbys hat, sollte keinesfalls welche erfinden. Aber manchmal sind bestimmte Tätigkeiten wie mit dem Hund Gassi gehen oder für den Nachbarn Rasen mähen so selbstverständlich, dass sie einem nicht einfallen. Gleichzeitig helfen solche Angaben, sich ein Bild über Ihre Persönlichkeit zu machen, denn sie zeigen, dass Sie beispielsweise Verantwortung übernehmen.

    Wer bereits seit Jahren ein Instrument lernt, zeigt seine musikalische Begabung, Lernwillen und Durchhaltevermögen. Fragen Sie daher ruhig auch Ihre Eltern, wenn es um besondere Stärken geht.


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Tipp: Verhalten vor und während des Praktikums

Die Bewerbung für ein Schülerpraktikum war erfolgreich? Herzlichen Glückwunsch, jetzt geht es darum, das Beste daraus zu machen. Selbst wenn Sie noch nicht so recht von der Sache überzeugt sind, weil es vielleicht mit dem Wunschplatz nicht geklappt hat: Ein Praktikum kann Ihnen wertvolle Einblicke in eine Branche verschaffen.

Denken Sie dabei auch an später und nutzen Sie die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen. Etwa eine Woche vor Praktikumsbeginn sollten Sie sich erkundigen, was von Ihnen wartet wird:

  • Benötigen Sie spezielle Berufskleidung?

    Im Büro oder bei Kundenkontakt (beispielsweise in einem Autohaus) wird von Ihnen womöglich schickere Kleidung erwartet. Wer in Schülerpraktikum in der Industrie macht, braucht eventuell Schutzkleidung, die üblicherweise gestellt wird.

  • Müssen Sie bestimmte Unterlagen mitbringen?

    Wird diese Frage verneint, sollten Sie dennoch Stift und Notizbuch mitnehmen.

  • Wann und wo sollen Sie erscheinen?

    Damit Sie am ersten Tag nicht gleich orientierungslos herumirren, sollten Sie sich genau beschreiben lassen, wann und wo Sie hinkommen sollen. Notieren Sie Uhrzeit, Namen und Abteilungen.

Damit Sie einen guten Eindruck hinterlassen, sollten Sie während Ihres Schülerpraktikums aktiv werden, und zwar so:

  • Eigeninitiative

    Am ersten Tag wird alles noch recht ruhig beginnen, Sie müssen sich erst einmal einen Überblick über den Betrieb verschaffen. Es wird mit Wohlwollen registriert werden, wenn Sie nicht nur einfach Ihre Zeit in den zwei bis drei Wochen absitzen, sondern aktiv nachfragen, welche Aufgaben Sie übernehmen können. Solche, die zu Routinetätigkeiten gehören, also täglich anfallen oder zumindest zu bestimmten Zeiten, können Sie auch gerne eigenständig übernehmen – beispielsweise das Verteilen der Post.

  • Aufmerksamkeit

    Gute Umgangsformen werden geschätzt und zeigen, dass jemand sich Mühe gibt, sich zu integrieren. Dazu gehört das selbstverständliche Guten Morgen, wenn morgens der Praktikumsplatz betreten wird. Und wer ohnehin in die Teeküche geht, darf gerne seine Kollegen fragen, ob er etwas mitbringen soll.

  • Interesse

    Zeigen Sie echtes Interesse an dem, was Sie tun, bringen Sie sich ein (ohne besserwisserisch zu sein), aber vor allem: Fragen Sie nach, wenn es Unklarheiten gibt. So beugen Sie Fehler vor. Halten Sie die Antworten am besten in Ihrem Notizbuch fest und notieren Sie sich dort auch weitere Fragen oder Besonderheiten. Auf diese Notizen können Sie später zurückgreifen, wenn Sie Ihren Praktikumsbericht schreiben.

Was Sie vermeiden sollten: Gar nicht gern gesehen wird Unpünktlichkeit. Das geht Ihnen in der Schule vielleicht noch durch. Im späteren Arbeitsleben jedoch hat es negative Konsequenzen – schließlich werden Sie dann für Ihre Arbeit bezahlt. Wer bei einem Schülerpraktikum schon unmotiviert wirkt, wird bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz Schwierigkeiten haben, vor allem, wenn es dieselbe Branche ist.

Ähnliches gilt für Klatsch und Tratsch. Halten Sie sich bedeckt, wenn andere über Kollegen lästern. Sie kennen die Hintergründe nicht und so oder so ist es nie fair, in Abwesenheit anderer zu lästern. Dasselbe könnte anderenfalls in Ihrer Abwesenheit passieren.

Schülerpraktikum 9. Klasse: Praktikumsbericht nicht vergessen

In der Regel absolvieren Schüler zwischen der 8. und der 11. Klasse ein Schülerpraktikum, hin und wieder auch ein Sozialpraktikum. Im Prinzip sollte jeder Schüler und Student, der in Deutschland einen Abschluss erworben hat, ein Praktikum gemacht haben. Das Schülerpraktikum ist ein zentraler Bestandteil im deutschen Bildungssystem.

Ist von einem Schülerpraktikum die Rede, meint man meist das Betriebspraktikum, das Schülern eine Hilfe bei der späteren Berufswahl sein soll. Im Rahmen dieser Berufsorientierung erhält der Praktikant erste Einblicke in den Beruf und kann selbst einige Abläufe und Handgriffe ausprobieren.

Damit die Zeit des Schülerpraktikums nicht einfach verbummelt wird, ist ein Praktikumsbericht vorgesehen. In diesem Bericht hält der Schüler fest, was er während des Praktikums machen durfte, was er gelernt hat und was für ihn besonders interessant war.

Noch einen weiteren Vorteil hat der Praktikumsbericht: Indem eine Reflexion über das Praktikum verlangt wird, muss sich der Schüler Gedanken machen, was ihm gefallen und was ihm nicht gefallen hat. Mit anderen Worten: Schüler bekommen durch das Schülerpraktikum einen guten Eindruck, ob der Beruf oder die Branche etwas für sie sein könnte.

[Bildnachweis: Phovoir by Shutterstock.com]
17. Oktober 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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