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Praktikum im Ausland finden: Suche, Anbieter, Bewerbung

Ein Praktikum im Ausland verschafft internationale Berufserfahrung – ob für Schüler nach dem Abitur oder für Studenten. Die Planung ist jedoch mit größerem Aufwand verbunden, als ein Praktikum in der eigenen Stadt. Wichtig auch für viele, dass das Praktikum im Ausland bezahlt ist – denn die Ausgaben sind ebenfalls höher. Doch es lohnt sich: Ein internationales Praktikum bietet zahlreiche Vorteile. Was Sie zum Praktikum im Ausland wissen sollten – mit Tipps zur Vorbereitung, Finanzierung und Programmen, die Sie dabei unterstützen…

Praktikum im Ausland finden: Suche, Anbieter, Bewerbung

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Praktikum im Ausland finden

Bei der Suche haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Ein Weg zur Praktikumsstelle können Online-Jobbörsen sein. Allerdings müssen Sie hier eine internationale Plattform nutzen, da nationale oftmals auf Jobs und Praktika innerhalb Deutschlands fokussiert sind. Weitere Optionen, mit denen Sie ein Praktikum im Ausland finden können, sind:

1. Direkt beim Unternehmen

Unternehmen schreiben auf der eigenen Homepage freie Stellen sowie Praktikumsplätze aus. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Sie bereits einen konkreten Arbeitgeber im Auge haben. Der Vorteil ist, dass Sie Ihre Bewerbung bei dieser Variante direkt an das Unternehmen richten können.

2. Über Programme für Praktika im Ausland

Es gibt zahlreiche Organisationen und Programme, die Ihnen ein Praktikum im Ausland vermitteln können. An Universitäten stellen sich diese regelmäßig vor, Sie können aber auch im Internet nach verschiedenen Programmen recherchieren. Einige der bekannten Anbieter sind:

  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    Der DAAD (daad.de/de/) bietet verschiedene Programme für Studierende und Akademiker an, die sich zum Teil an spezielle Zielgruppen richten. So zum Beispiel „RISE“ (Research Internships in Science and Engineering), was in erster Linie Bachelorstudenten aus Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Geowissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Informatik, Medizin, Pharmazie oder ähnlichen Disziplinen adressiert.

  • AIESEC

    „Association for the International Exchange of Students in Economics and Commerce“ – so der offizielle Name von AIESEC (aiesec.de/), der weltweit größten internationalen Studentenorganisation. AIESEC ist auf Austausch durch Praktika und soziale Projekte für junge Menschen im Ausland spezialisiert. Schwerpunkt ist die Arbeit mit NGOs und Start-ups. Hier geht es vor allem um interkulturelles Verständnis, Bildung, Gleichberechtigung, Umwelt und Kultur.

  • Engagement Global

    An Studierende, junge Menschen nach ihrem Bachelor-Abschluss und Berufstätige im Alter von 21 bis 30 Jahren richtet sich Engagement Global mit dem Programm ASApreneurs (engagement-global.de/asapreneurs.html). Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Lösungen für wirtschaftliche Herausforderungen: Wie hängen die Dinge global zusammen? Die Teilnehmer erhalten Reise- und Lebenshaltungskosten für den dreimonatigen Auslandsaufenthalt. Zudem besteht eine Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung für den Auslandsaufenthalt. Wer eine Projektphase in Deutschland durchläuft, erhält einen monatlichen Zuschuss für Verpflegung und Taschengeld in Höhe von 640 Euro.

  • Erasmus

    Das Erasmus-Programm hat zum Ziel, den Austausch von Menschen in Europa zu fördern. Förderwürdig sind nicht nur Studierende, auch Schüler, erwachsene Lernende sowie Beschäftigte aus dem Bildungssektor können über Erasmus ins Ausland gehen. Bei Schülern erfolgt die Antragstellung durch die Schule. Studierende wenden sich an ihre Hochschule. Diese kooperiert für gewöhnlich mit diversen Partnerhochschulen im Ausland – beispielsweise für ein Forschungspraktikum. Erasmus unterstützt nicht nur Reise- und Aufenthaltskosten finanziell, sondern hat für Praktika zusätzliche Finanzmittel. Diese orientieren sich an den Lebenshaltungskosten vor Ort.

3. Über Informationsangebote

Wer ein Praktikum im Ausland finden will, kann eben den genannten Anbietern und Programmen auf verschiedene Informationsangebote zurückgreifen. Solche Beratungsangebote sind sehr zu empfehlen, denn es werden auch wichtige Fragen beantwortet und Themen angesprochen, an die Sie bisher vielleicht nicht gedacht haben. Mögliche Ansprechpartner sind:

  • Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
    Die ZAV (arbeitsagentur.de/vor-ort/zav/startseite) ist ein Service der Bundesagentur für Arbeit. Hier erhalten Sie auf Wunsch Informationen und Beratung für ein Praktikum im Ausland. Sie werden auch direkt bei der Suche nach einem Praktikumsplatz unterstützt.
  • International Office
    An Universitäten gibt es ein International Office (auch Akademisches Auslandsamt genannt), das sich um alle Bereiche des internationalen Studiums kümmert. Dazu zählen ausländische Studenten, internationale Promotionen aber eben auch ein Praktikum im Ausland. Teilweise arbeiten Hochschulen auch direkt mit internationalen Unternehmen zusammen, um Praktika zu ermöglichen.
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Finanzierung des Praktikums im Ausland

Mit einem Praktikum im Ausland können verschiedene Kosten verbunden sein: Anreise, Unterkunft, Lebenshaltungskosten vor Ort. Wer nicht auf Ersparnisse zurückgreifen kann oder Unterstützung von den Eltern erhält, kann verschiedene Optionen prüfen, um das Praktikum im Ausland finanzieren zu können:

1. Bezahltes Praktikum

Ob Sie Ihr Praktikum im Ausland vergütet bekommen, hängt von diversen Faktoren ab. Faustformel: Ist das Praktikum kurz, bei einer Nicht-Regierungsorganisation oder selbst organisiert, erhalten Sie kein Geld. Je länger die Praktikumsdauer und je höher der Wissensstand, desto eher kann ein Unternehmen den Praktikanten auch sinnvoll einsetzen. Besteht konkreter Nutzen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Vergütung.

Allein vom Praktikumsgehalt jedoch – wenn Sie überhaupt eine Vergütung bekommen – lassen sich die Kosten nur selten decken. Denn auch die Höhe variiert: Manchmal stellt das Unternehmen seinem Praktikanten eine Unterkunft, in anderen Fällen zusätzlich Mahlzeiten. Für sonstige Ausgaben wie Anreise, Visum, Gastgeschenke und dergleichen werden Sie aber auf Erspartes beziehungsweise andere Quellen zurückgreifen müssen.

2. Auslands-Bafög

Als Student an einer deutschen Hochschule können Sie bei einem Pflichtpraktikum, das mindestens 12 Wochen dauert, Auslands-Bafög beantragen. Interessierte sollten sich in jedem Fall erkundigen, da fürs Auslands-Bafög andere Regeln gelten als fürs klassische Bafög. Tipp: Stellen Sie den Antrag frühzeitig (mindestens ein halbes Jahr zuvor), da die Bearbeitung dauert.

3. Stipendium

Sie können sich für ein Stipendium bewerben, um bei der Finanzierung für Ihr Praktikum im Ausland unterstützt zu werden. Diese sind oft an gute Leistungen gebunden. Einige Stiftungen fördern aber auch besonders exotische Forschungsbereiche oder Minderheiten. Tipps und einen Überblick über passende Stipendien erhalten Sie bei der Stipendiendatenbank des DAAD.

4. Studienkredit

Haben Sie keine anderen Weg der Finanzierung, können Sie für Ihr internationales Praktikum einen Bildungskredit (beispielsweise bei der KfW-Bank) aufnehmen. Für die Zeit des Praktikums können Sie bis zu 300 Euro monatlich erhalten. Die Rückzahlung beginnt erst nach mehreren Jahren, so haben Sie nach dem Praktikum im Ausland Zeit, um in einen Beruf einzusteigen. Andere Banken bieten (zu unterschiedlichen Konditionen) ebenfalls private Studienkredite an.

5. Nebenjob

Wer sein Praktikum im Ausland nicht über ein Programm finanzieren kann und sich nicht verschulden will, dem bleibt nur noch eine Option: Selbst Geld verdienen. Studierende können sich einen Studentenjob suchen – oft werden Tätigkeiten als Werkstudent oder als studentische Hilfskraft gut vergütet. Daneben heißt es sparen: Mit Studentenrabatten oder indem Sie die laufenden Kosten minimieren. So können Sie beispielsweise während Ihres Auslandsaufenthalts Ihre Studentenbude untervermieten.

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Bewerbung für ein Praktikum im Ausland

Das Bewerbungsverfahren ist unterschiedlich: Je nachdem, ob Sie sich beispielsweise über eine Organisation wie den DAAD auf einen Praktikumsplatz bewerben oder auf eigene Faust. Bei Organisationen und Anbietern erfolgt die Bewerbung meist online über standardisierte Verfahren. Oft sind ein Bewerbungsformular, ein Motivationsschreiben und der Lebenslauf erforderlich.

In anderen Fällen (beispielsweise als Schüler) können Sie sich gar nicht direkt bewerben. Vielmehr wenden Sie sich an ihre Schule, die dann weitere Schritte unternimmt. Ganz ähnlich bei Auszubildenden, die im Rahmen ihrer Ausbildung ein Praktikum im Ausland absolvieren wollen: Sie müssen sich mit ihrem Ausbildungsbetrieb darauf einigen, anschließend muss dieser den Auslandsaufenthalt der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) melden. Die genannten Anbieter und Beratungsstellen informieren zu den genauen Modalitäten.

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Vorbereitung auf das Praktikum im Ausland

Für ein Praktikum im Ausland sollten Sie frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen. Schließlich müssen Sie sich um mehr kümmern, als nur die Zusage für einen Praktikumsplatz zu bekommen. Woran Sie bei der Vorbereitung denken sollten:

Zeitpunkt

Wollen Sie ein Praktikum im Ausland machen, stehen Sie vor der Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Dabei bieten sich verschiedene Möglichkeiten für ein internationales Praktikum an:

Alle Wege bieten individuellen Nutzen. Am meisten profitieren Sie jedoch, wenn Sie als Student oder nach dem Studienabschluss ein Praktikum bei einem ausländischen Unternehmen machen. Ein Schülerpraktikum bringt erste Einblicke und Informationen. Als Student oder Hochschulabsolvent übernehmen Sie jedoch ganz andere Aufgaben und werden stärker in den Arbeitsalltag einbezogen.

Art

Dementsprechend unterschiedliche Arten des Auslandspraktikums gibt es – je nach Alter und Status des Praktikanten:

  • Praktikum im Unternehmen

    Namhafte internationale Arbeitgeber oder deutsche Arbeitgeber mit Niederlassungen im Ausland sind potenzielle Praktikumsgeber. Auf deren Webseiten finden sich bei den Stellenangeboten auch Hinweise für Auslandspraktika. Wichtig ist, dass Sie Ihre Ziele kennen – desto besser können Sie ein passendes Unternehmen finden. Ein Unternehmenspraktikum im Ausland ist übrigens nicht nur für Schüler oder Studierende geeignet. Auch für Auszubildende besteht im Rahmen einer Ausbildung im Ausland die Möglichkeit zum Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb.

  • Praktikum in einer Organisation

    Nicht nur Privatunternehmen bieten Gelegenheit für ein Praktikum im Ausland. Ebenso gut können Sie bei einer internationalen Organisation (etwa dem World Wide Fund For Nature) oder Institutionen wie der Europäischen Union (EU) ein Praktikum machen: Deren Webseiten informieren für gewöhnlich über die Modalitäten zur Bewerbung für ein Praktikum.

  • Praktikum in der Forschung

    Speziell für Studierende oder Hochschulabsolventen bieten sich sogenannte Forschungspraktika an. Hier steht die wissenschaftliche Forschung im Ausland im Fokus. Interessant ist das vor allem für angehende Wissenschaftler, die an Projekten oder im Labor arbeiten.

  • Praktikum im Lehramt

    Diese Art des Praktikums richtet sich speziell an angehende Lehrer. Als Assistant Teacher (auch: Teaching Assistant) sammeln sie praktische Erfahrung an einer Schule im Ausland. So kommen sie direkt mit Einheimischen in Kontakt und können das deutsche Schulsystem mit dem jeweiligen Schulsystem im Ausland vergleichen.

  • Praktikum als Pflicht

    Neben interessierten jungen Menschen, die gerne ein Praktikum im Ausland absolvieren wollen, gibt es solche, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen. Das betrifft vor allem Studierende, die für ein internationales Studium eingeschrieben sind. Typische Studiengänge sind International Management, International Marketing, Internationales Recht oder International Health.

Ort

Zu den Vorbereitungen gehört auch die Frage des Standorts. Beliebt ist das Studieren in Europa, weshalb Praktika im nahegelegenen Ausland – meist mit einem Auslandsstudium verbunden – keine Seltenheit sind. Neben Österreich und den Niederlanden beliebt: Das englischsprachige Ausland.

Hier ergeben sich für England und Schottland allerdings neue Hürden, da Großbritannien kein Mitglied der EU mehr ist. Heißt: Für ein Praktikum benötigen Sie dort fortan ein Visum (Tempory Worker-Government Authorised Exchange Visa, T5). Auch nimmt Großbritannien nicht am derzeitigen Erasmus-Programm teil, weshalb Interessenten sich alternative Finanzierungen überlegen müssen. Wer seine Englischkenntnisse verbessern möchte, kann aber auch in Irland, Malta oder Amerika ein Praktikum absolvieren. Ebenso gut existieren weltweite Angebote für ein Praktikum in Afrika, Asien oder Australien.

Vorteile eines Auslandspraktikums

Ein Lebenslauf kommt heute kaum noch ohne Praktika aus. Unternehmen bevorzugen Kandidaten, die bereits umfangreiche Erfahrungen mitbringen. Am besten bei verschiedenen Arbeitgebern und gerne auch in verschiedenen Ländern. Aus gutem Grund, denn ein Praktikum im Ausland bringt viele Vorteile:

  • Persönliches Wachstum

    Eine Zeit im Ausland zu verbringen kann für großes persönliches Wachstum sorgen. Sie entwickeln sich weiter, stärken Ihr Selbstbewusstsein und werden insgesamt zu einer gefestigteren Persönlichkeit.

  • Sprachkenntnisse

    Kein Sprachkurs verbessert Ihre Sprachkenntnisse so schnell und nachhaltig wie ein Auslandsaufenthalt. Täglich von einer Fremdsprache umgeben zu sein, diese anwenden und üben zu müssen, zeigt bereits nach kurzer Zeit Wirkung. Wer später vielleicht in einem internationalen Team mit globalen Kunden und Lieferanten zusammenarbeitet, schafft so beste Voraussetzungen.

  • Interkulturelle Kompetenz

    Neben den reinen sprachlichen Fähigkeiten entwickeln Sie bei einem Praktikum im Ausland interkulturelle Kompetenzen. Sie bekommen ein besseres Verständnis für Arbeitsweisen, Abläufe und auch Mentalitäten. So können Sie sich besser in Teams einfügen und bestmöglich mit den Kollegen zusammenarbeiten.

  • Kontakte

    Der Aufbau eines beruflichen Netzwerks kann ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. Bei einem Praktikum im Ausland können Sie wichtige Kontakte knüpfen, von denen Sie im Verlauf Ihrer Karriere profitieren können. Vielleicht hilft Ihnen das Netzwerk beim Berufseinstieg oder es ergeben sich später Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.

  • Alleinstellungsmerkmal

    Ein Praktikum im Ausland bleibt für viele Bewerber ein Alleinstellungsmerkmal. Studiengang, Ausbildung und auch Praktika in Deutschland sind in Bewerbungsunterlagen oftmals ähnlich. Haben Sie hingegen ein internationales Praktikum – am besten bei einem renommierten Unternehmen – gemacht, können Sie sich von der Konkurrenz abheben.

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[Bildnachweis: Mascha Tace by Shutterstock.com]

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