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Es ist schon bezeichnend, dass bei der Suche zum Thema Dissertation schreiben als allererster Treffer ein Unternehmen angezeigt wird, das Ghostwriting anbietet. Aber das ist nicht weiter verwunderlich, dürften die meisten Leute mit einer Dissertation - auch Doktorarbeit genannt - vor allem eines verbinden: Viel Arbeit. Am Ende der Dissertation steht dann hoffentlich der akademische Grad des Doktors, aber bis dahin ist es oft ein weiter Weg. Was Sie beachten müssen, wenn Sie Ihre Dissertation schreiben, zeigen wir Ihnen hier...

Doktorarbeit schreiben: Voraussetzungen formaler Art

Bevor Sie zum Promotionsverfahren zugelassen werden, haben Sie meist einen Master-/Magister- oder Diplomabschluss, bei Fächern mit staatlicher Prüfung wie Jura, Medizin oder Lehramt das Staatsexamen erworben.

Mit der Promotion in Ihrem Fachgebiet erwerben Sie nicht nur den höchsten akademischen Grad (Professor ist kein akademischer Grad, sondern eine Amtsbezeichnung), sondern sie gilt für gewöhnlich auch als Grundvoraussetzung für eine spätere Habilitation.

Dabei ist es unerheblich, ob Sie Ihre Dissertation an der Universität oder extern an einer anderen Einrichtung schreiben. Allerdings gibt es bei Dissertationen einen großen Unterschied zu anderen Abschlussarbeiten: Sie muss publiziert werden, was für gewöhnlich mit einigen Kosten einhergeht.

Wenn Sie Ihre Dissertation schreiben, stellen Sie unter Beweis, dass Sie selbständig wissenschaftlich arbeiten können, das heißt: Sie sind in der Lage, sich komplexes Wissen anzueignen, mit Ihren eigenen Worten wiederzugeben, Schlüsse daraus ableiten zu können und mit neuen Forschungserkenntnissen ergänzen zu können.

Denn im Gegensatz zu wissenschaftlichen Hausarbeiten während des Studiums muss eine Dissertation einen Mehrwert haben; Sie tragen also mit eigenen neuen Forschungsergebnissen zum Erkenntnisgewinn Ihres Fachbereichs bei.

Ein weiteres Spezifikum einer Doktorarbeit ist, dass der Umfang zumeist deutlich über dem der vorherigen Abschlussarbeiten liegt. Es gehen einer Dissertation umfangreiche Recherchen voraus, sowohl was die Themenwahl als auch die Literaturrecherche anbelangt.

Vor allem in den Geisteswissenschaften können Dissertationen zwischen 150 und 400 Seiten liegen, dementsprechend lang zieht sich eine Promotion hin und kann bis zu vier Jahre dauern. Anders sieht es in der Medizin aus. Dort kann eine Dissertation auch den Umfang von 30 Seiten haben, sie wird zumeist neben der Arbeit verfasst.

Dissertation schreiben lassen: Kosten bei Ghostwriting

Dissertation schreiben Medizin Dissertation schreiben lassen Kosten Dissertation schreiben TippsEs gibt Gründe, die Ghostwriting attraktiv erscheinen lassen. Wer beispielsweise bereits Familie hat, kann unter Umständen nicht die Energie aufbringen, sich umfangreich einer Dissertation zu widmen.

Bei anderen mag es geringes Fachwissen oder die Angst vor dem weißen Blatt Papier sein, die die Frage aufkommen lassen: Soll ich mir meine Dissertation schreiben lassen?

Diese Frage ist unter drei Gesichtspunkten zu betrachten:

  • Juristisch

    Sie dürfen eine vom Ghostwriter verfasste Dissertationsarbeit nicht einreichen. Sie darf lediglich als Grundlage Ihrer eigenen Arbeit dienen, das heißt, ein Ghostwriter kann für Sie die aufwendige Literaturrecherche, die Einordnung der Quellen und Ähnliches erledigen. Auch können Sie Unterstützung bei der Themenwahl, bei der Gliederung, Lektoratsdienste und dergleichen mehr in Anspruch nehmen.

  • Moralisch

    Die Dissertation ist der Nachweis Ihrer Eigenleistung. Je mehr Hilfe Sie von Ghostwritern in Anspruch nehmen, umso weniger steckt natürlich von Ihnen persönlich drin. Sie müssen daher für sich prüfen, ob Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren können.

  • Finanziell

    Eine Dissertation schreiben zu lassen ist hochpreisig. Natürlich hängt der Preis von verschiedenen Faktoren wie etwa dem Umfang und Rechercheaufwand ab. Manche Dienstleister machen keine konkreten Preisangaben, da ihre Server bei Plagiatsaffären wie bei diversen Politikern zusammenzubrechen drohten, weil offenbar viele Menschen plötzlich ein Interesse an den Kosten für eine Dissertation hatten. Unverbindliche Anfragen sind möglich. Als Richtwert mögen folgende Zahlen gelten: Ein Anbieter fertigt eine 80-seitige Diplom- oder Magisterarbeit bereits für rund 4.500 Euro an. Ein anderer Anbieter gibt seine Preise für Ghostwriting mit "ab 62 Euro" pro Seite an - das wären bei einer Dissertation von 200 Seiten schon mindestens 12.400 Euro. So oder so kann man für eine Dissertation vermutlich locker einen Kleinwagen kalkulieren.

Dissertation schreiben: Tipps

Eine Promotion und der anschließende Doktortitel stehen immer noch für ein gewisses Ansehen in der Bevölkerung, das gilt vor allem unter Medizinern, so dass die meisten Ärzte promovieren, obwohl es für ihre Tätigkeit nicht notwendig wäre.

Bei Geistes- und Sozialwissenschaftlern ist das Schreiben einer Dissertation häufig die Grundvoraussetzung, um eine universitäre Karriere machen zu können. Auch viele Jobs und teilweise sogar Volontariate im öffentlichen Dienst greifen entweder auf Bewerber mit Doktortitel zurück oder verknüpfen die ausgeschriebene Stelle ausdrücklich mit einer Doktorarbeit.

Es ist also längst nicht nur Eitelkeit, die viele Akademiker weitere mühevolle Jahre der Arbeit in Angriff nehmen lässt. Bevor Sie sich für eine Dissertation entscheiden, sollten Sie sich auch Gedanken um die Finanzierung machen: Neben dem Studium zu arbeiten ist bereits eine nicht zu unterschätzende Doppelbelastung.

Eine Dissertation erfordert aber noch eine weitaus größere Fokussierung. Klären Sie also am besten im Vorfeld, ob Stipendien oder Forschungsdarlehen in Frage kommen. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, eine Dissertation zu schreiben, sollten Sie folgende Schritte berücksichtigen:

  • Themenwahl

    Der wichtigste Punkt überhaupt. Im Unterschied zu vorhergehenden Arbeiten müssen Sie eine Themenstellung haben, das so noch nicht Gegenstand einer Dissertation war. Dazu müssen Sie Bibliographien der Dissertationen und anderer Hochschulschriften sowie Datenbanken zu Forschungsvorhaben sichten.

    Wer hier nicht gründlich recherchiert, läuft Gefahr, dass zu ein- und demselben Thema bereits promoviert wurde. In letzter Konsequenz würde das bedeuten, dass Ihre Promotion nicht anerkannt wird. Ein anderer Vorteil der Recherche ist, dass Sie so einen Überblick über verwandte Themen erhalten, die Ihnen als Inspiration zum Verfassen Ihrer eigenen Dissertation dienen.

    Die Recherche sollte im Übrigen nicht nur das Internet und überregionale Literaturdatenbanken umfassen, sondern den gesamten deutschsprachigen Raum. Sind für Ihre Dissertation besonders fremdsprachige Quellen von Bedeutung, müssen Sie natürlich auch auf ausländische Literaturdatenbanken zugreifen. Aber der mitunter wichtigste Punkt ist: Es sollte ein Thema sein, das Ihnen liegt. Sie werden sich für die nächste Zeit - unter Umständen Jahre - damit beschäftigen.

  • Doktorvater / Doktormutter

    Hier kann ein guter Doktorvater eine große Hilfe sein. Wenn Sie beispielsweise bereits Seminare bei ihm absolviert haben, kennt er womöglich Ihre Interessen und Neigungen, kann Ihnen wertvolle Hinweise zum Forschungsstand geben und dergleichen mehr. Schwieriger ist es, wenn Sie sich einen komplett neuen Betreuer suchen müssen, den Sie nicht kennen. So oder so sollten Sie den Austausch mit früheren Doktoranden suchen, um sich zu informieren, inwieweit Sie gut betreut werden und die notwendige Unterstützung erhalten werden oder ob ein Dozent dafür bekannt ist, dass Doktorarbeiten bei ihm eher abgebrochen werden.

  • Arbeitsort

    Unterschätzen Sie nicht den Arbeitsort. Acht, zehn Stunden am Schreibtisch im stillen Kämmerlein mit Blick auf die Häuserwand oder den Parkplatz kann als wenig inspirierend empfunden werden. Außerdem ist diese Form des Home Office nicht jedermanns Sache: Dies sind Ihre Privaträumlichkeiten und nun sollen Sie dort nicht nur Freizeit, sondern auch Arbeitszeit verbringen?

    Das bringt eine fehlende Distanz und wenig klare Trennung mit sich, mit der nicht jeder umgehen kann. Natürlich verfügt nicht jeder über die Möglichkeit, ein Büro anzumieten. Eine etwas günstigere Möglichkeit ist Coworking Space oder aber die Bibliothek. Sie hilft Ihnen, sich auf das Notwendige zu konzentrieren und schützt vor unnötigen Ablenkungen.

  • Technische Voraussetzungen

    Klären Sie unbedingt, welches Equipment Sie brauchen, denken Sie an Fotoapparat, Kamera, Laptop: Werden Sie Interviews führen? Vieles geht heutzutage mit dem Smartphone, allerdings sind Akkus, Mikrophon und Wiedergabemöglichkeiten von Tonbandgeräten oft noch qualitativ besser.

    Ebenso wichtig sind allerdings die Wahl eines geeigneten Schreibprogramms und der Einsatz eines Literaturverwaltungsprogramms. Erfahrungsberichten zufolge ist letzteres zwar sehr aufwendig und bedarf einer mehrtägigen Einarbeitung, allerdings zahlt es sich am Ende aus, da Sie so einen Überblick über die verwendete Literatur behalten.

    Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Sicherung Ihrer Dissertation auf verschiedene Datenträger. Die Möglichkeiten sind heute sehr vielfältig und Sie sollten davon Gebrauch machen: Bevor Ihnen die Festplatte durchschmort, sollten Sie Ihre Dissertation an verschiedenen anderen Orten gespeichert haben. Neben einer externen Festplatte, USB-Stick und dem Gerät, auf dem Sie schreiben, bieten sich eine Cloud wie beispielsweise Dropbox an.

  • Gliederung und Zeitplan

    Wie die Gliederung einer Dissertation im Einzelnen aussehen soll, variiert von Fachbereich zu Fachbereich. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich in Ihrer Fakultät erkundigen, ob es einen Leitfaden zum Dissertation schreiben gibt, den Sie zu befolgen haben. Eine grobe Gliederung kann beispielsweise so aussehen:

    • Titelblatt
    • Terminblatt
    • Widmung (gegebenenfalls)
    • Inhaltsverzeichnis
    • Abkürzungs-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse
    • Kapitel 1: Einleitung
    • Kapitel 2: Material & Methoden
    • Kapitel 3: Ergebnisse
    • Kapitel 4: Diskussion
    • Kapitel 5: Zusammenfassung
    • Kapitel 6: Literaturverzeichnis
    • Anhang (optional und themenabhängig)
    • Danksagung
    • Lebenslauf

    Der Zeitplan hilft Ihnen dabei einen Überblick zu behalten. Das ist vor allem dann von Bedeutung, wenn Ihre Finanzierung - etwa in Form eines Stipendiums - davon abhängt. In Verbindung mit der Gliederung sollten Sie Ihre Dissertation in überschaubare Häppchen teilen. Die sind wesentlich weniger furchteinflößend als das große Ganze.

  • Freizeit

    Die Dissertation wird für längere Zeit Ihr Leben nachhaltig bestimmen, das sollten Sie auch Ihrem Umfeld mitteilen. Was allerdings ebenfalls eingeplant werden sollte, ist ein Ausgleich zum Dissertation schreiben, das kann Sport sein oder auch soziale Kontakte, die naturgemäß etwas zurückgefahren werden. Manche Promovierenden tauchen in der Zeit ihrer Doktorarbeit völlig ab. Sie sollten eine Balance zwischen Auszeit und Arbeitszeit finden, nur dann haben Sie wieder genügend Energie und Inspiration Ihre Dissertation zu schreiben.

[Bildnachweis: Stock-Asso by Shutterstock.com]

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