Umschulung: Definition, Voraussetzungen, Tipps

Umschulung – bei manchen Arbeitnehmern weckt dieses Wort unangenehme Assoziationen, wird es doch teilweise als letzte Chance und Notnagel wahrgenommen, um bei einer Karriere, die sich über Jahre in die falsche Richtung entwickelt hat, doch noch die Kurve zu kriegen. Das kann zwar der Fall sein, ist jedoch nicht die Regel. Statt eines letzten Auswegs handelt es sich meist um einen notwendigen Karriereschritt, um eine weitere berufliche Laufbahn zu ermöglichen. Das zeigt sich auch darin, dass die meisten Umschulungen in Deutschland von Rentenversicherung, Jobcenter oder Arbeitsagentur getragen werden. Wer eine Umschulung angeht, will seinen Horizont erweitern und sich dadurch neue berufliche Möglichkeiten eröffnen. Und kann das mit etwas Engagement auch schaffen…

Umschulung: Definition, Voraussetzungen, Tipps

Umschulung Definition: Was macht eine Umschulung aus?

Umschulung Definition Voraussetzung JobcenterUmschulungen werden im täglichen Sprachgebrauch immer wieder mit anderen Möglichkeiten der Karriereveränderung verwechselt. Begriffe wie Weiterbildung oder Fortbildung werden synonym verwendet, obwohl es dabei einige wichtige Unterschiede gibt.

Die Ziele dieser unterschiedlichen Methoden sind zwar sehr ähnlich, alle sollen die eigenen Chancen im Job verbessern, neue Türen öffnen, die Wege dorthin haben aber nur wenig gemeinsam.

Als Umschulung bezeichnet man eine berufliche Neuorientierung. Anders als bei Fort- oder Weiterbildung geht es also nicht darum, seine Qualifikationen auszubauen oder für den aktuellen Job notwendige neue Fähigkeiten zu erlernen, sondern die Grundlage für eine neue Tätigkeit zu legen.

Die Umschulung ist somit eine weitere, verkürzte Ausbildung, die dazu befähigt, einen neuen Arbeitsplatz anzutreten, der mit dem bisherigen Job in keinem Zusammenhang stehen muss. Sie geht deshalb auch mit der größten beruflichen Veränderung einher. In der Regel dauert dieser Prozess zwei Jahre; die verkürzte Ausbildungsdauer ist der beruflichen Vorbildung des Arbeitnehmers geschuldet.

Umschulung: Welche Gründe gibt es?

Umschulung Jobcenter Voraussetzung IHK FinanzierungNach fünf, zehn oder vielleicht sogar 20 Jahren in einem Job beruflich noch einmal ganz von vorne anfangen? Das scheint erstmal ein sehr gewagter Schritt zu sein.

Schließlich verliert man durch eine Umschulung möglicherweise einige Vorteile: Langjährige Berufserfahrung, Kontakte in der Branche und nicht zuletzt den Pluspunkt der Jugend, denn nicht jeder Arbeitgeber ist aufgeschlossen, wenn es darum geht, neue Angestellte auszuwählen, die nicht mehr in ihren Zwanzigern oder Dreißigern sind.

Trotzdem soll die Umschulung für bessere Chancen sorgen und im besten Fall ermöglichen, im neuen Job noch einmal richtig durchzustarten. Welche Gründe gibt es für diesen Entschluss? Nicht selten existiert der Wunsch nach einer großen beruflichen Veränderung.

Wer feststellt, dass er in seinem Beruf nicht glücklich wird und sich die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte nicht Tag für Tag 8 Stunden lang quälen will, kann durch eine Umschulung die Chance auf einen Neuanfang haben.

Allerdings gibt es noch andere Gründe für eine Umschulung:

  • Sie finden einfach keinen Job in Ihrem Beruf.
  • Sie können Ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben.

Für die Umschulung selbst – außerhalb Ihrer persönlichen Motivation – haben die Gründe keine Bedeutung. Allerdings können diese sehr wohl ein wichtiger Faktor sein, wenn es um die Finanzierung der Umschulung geht.

Umschulung Voraussetzung: Jobwechsel unter diesen Bedingungen

Um durch eine Umschulung in einen neuen Beruf wechseln zu können, muss der Antragsteller folgende persönliche Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt und verfügend über ausreichende Deutschkenntnisse.
  • Sie haben bereits eine Berufsausbildung zumindest angefangen, anderenfalls wäre es keine Umschulung, sondern eine Erstausbildung.

Nun reicht es allerdings nicht, einfach nur keine Lust mehr auf seinen alten Job zu haben. Die Arbeitsagentur und erst recht das Jobcenter verstehen sich weniger als Institutionen zur Karriereförderung, sondern versuchen mit unterschiedlichen Mitteln, eine drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden.

Aus Sicht dieser Behörden ist eine Umschulung daher auch nicht das erste Mittel der Wahl, denn sie ist vergleichsweise lang und teuer. Niemand weiß, wie sich der Arbeitsmarkt innerhalb zweier Jahre verändern wird. Zunächst wird bei einem Antragsteller geprüft werden, ob nicht eine Vermittlung in einen Job oder nötigenfalls eine Weiterbildung ebenfalls den gewünschten Effekt bringt.

Es handelt sich bei Umschulungen um eine Kann-Leistung, das heißt, der Sachbearbeiter des Arbeitsamtes oder des Jobcenters entscheidet im Einzelfall. Sie haben keinerlei Recht darauf, weder Jobcenter noch Arbeitsagentur sind dazu verpflichtet.

Daher sind auch keine Pauschalaussagen darüber möglich, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um in jedem Fall eine Umschulung machen zu können.

Folgende Voraussetzungen können eine Umschulung ermöglichen:

  • Sie können nicht mehr in Ihrem erlernten Beruf arbeiten. Gesundheitliche Gründe sind hier ausschlaggebend, beispielsweise körperlich schwere Arbeit, die aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr bewältigt werden kann. Arbeitnehmer mit einer Berufskrankheit haben gute Aussichten auf eine Umschulung. Ebenfalls als gesundheitlicher Grund denkbar sind psychische Probleme.
  • Die Zukunftsaussichten sind denkbar schlecht. Hier sind vor allem Jobs in Industrien betroffen, die Einbrüche zu verzeichnen haben. Beispielsweise werden sie ins Ausland verlagert oder fallen aufgrund technischer Entwicklungen ganz weg. Dieses Argument wirkt umso stärker, wenn der Antragsteller in Kürze arbeitslos wird oder bereits längere Zeit ist.
  • Die Zukunftsaussichten im anvisierten Job sind sehr gut. Ebenfalls gute Aussichten auf Bewilligung einer Umschulung ist ein guter Arbeitsmarkt in der Branche, in der Sie tätig werden wollen. Aktuell würde jede Arbeitsagentur und jedes Jobcenter Arbeitnehmer fördern, die eine Umschulung im Gesundheits- und Pflegebereich anstreben. Eklatanter Mangel ist ein Indiz, ein anderes die Aussicht darauf, dass dieser Job nicht in naher Zukunft von Maschinen übernommen werden kann.

Umschulung Finanzierung: Wer trägt welche Kosten?

Ganz allgemein gilt: Es ist die Agentur oder Institution ist für Sie zuständig, deren Leistungen Sie beziehen. Wer mindestens zwei Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt war und nun seinen Job verliert oder wegen Berufsunfähigkeit arbeitslos ist, wird in der Regel ALG I beziehen.

Er fällt damit in die Zuständigkeit der Agentur für Arbeit. Langzeitarbeitslose, aber auch Arbeitnehmer, deren letzte Einkünfte so niedrig waren, dass sie mit ALG II aufstocken müssen, fallen in den Zuständigkeitsbereich des Jobcenters.

Die jeweiligen Sachbearbeiter sind Ihre Ansprechpartner, das heißt, der erste Weg für eine Umschulung sollte immer zur Arbeitsagentur oder zum Jobcenter führen. Hier erhalten sich wichtige Informationen, Angebote und die Antwort auf eine grundlegende Frage:

Wer kümmert sich um die Finanzierung der Umschulung? Findet die Umschulung in einem Betrieb statt, gibt es ein Ausbildungsgehalt, das zumindest einen Teil der anfallenden Kosten decken kann. Schwieriger wird es bei schulischen Umschulungen, wenn es keinen Verdienst gibt.

Um eine Umschulung genehmigt und finanziert zu bekommen, müssen Sie Ihren Sachbearbeiter davon überzeugen, dass Sie die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen. In diesem Fall können Sie einen Bildungsgutschein erhalten und der jeweils zuständige Leistungsträger kümmert sich um die Kosten.

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten können, ist eine Umschulung ebenso denkbar. Dann wird sich jedoch auch die Krankenkasse oder die Rentenversicherung einschalten. Das kann im Einzelfall dazu führen, dass sich beide Kostenträger um die Zuständigkeit streiten – mit Ihnen als Leidtragendem.

Eine solche Situation können Sie nur lösen, in dem Sie sich aktiv in den Prozess einbringen, alle nötigen Unterlagen schnellst möglich vorlegen und – wichtig (!) – jegliche Korrespondenz schriftlich dokumentieren.

Weiterhin können Sie beantragen:

  • Lehrmittel

    Neben den eigentlichen Lehrgangskosten können auch zusätzlich anfallende Kosten übernommen werden wie solche für erforderliche Lernmittel, Arbeitskleidung, Prüfungsstücke und Prüfungsgebühren.

  • Fahrtkosten

    Sie haben ein Anrecht darauf, dass Ihnen die Fahrtkosten erstattet werden. Damit ist der tägliche Anfahrtsweg zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte gemeint. Im Falle eines vorübergehenden Wohnortwechsels (wenn die Ausbildungsstätte nicht in der Nähe stattfindet) übernimmt die Arbeitsagentur beziehungsweise das Jobcenter eine einmalige Anfahrt zur Ausbildungsstätte und einmal pro Monat eine Fahrt in den bisherigen Heimatort. Bis zu 470 Euro monatliche Kosten werden für Pendelfahrten übernommen.

  • Unterkunft und Verpflegung

    Ebenfalls können sich Umschüler eine auswärtige Unterkunft finanzieren lassen, falls die Ausbildungsstätte zu weit entfernt ist. In diesem Fall werden bis zu 340 Euro für Miete und zusätzliche 136 Euro für Verpflegung gewährt.

  • Kinderbetreuung

    Für Kinder unter 15 Jahren werden außerdem Betreuungskosten von bis zu 130 Euro pro Kind monatlich. So können Teilnehmer die regelmäßige Teilnahme an der Umschulung einrichten, ohne sich zwischen Besuch der Maßnahme und Betreuung der Kinder aufreiben zu müssen.

Umschulung: Zusammenarbeit mit dem Jobcenter

Umschulung Jobcenter Voraussetzung FinanzierungBereits der Begriff Jobcenter sorgt bei manchen für Ablehnung und Frust. Vielleicht hat man selbst einmal Probleme mit dem Amt gehabt oder man orientiert sich an Negativ-Beispielen, die immer wieder in den Medien gezeigt werden, bei denen alles mögliche schief geht. Es lässt sich nicht leugnen, dass es solche Fälle gibt, es wäre jedoch falsch, diese zur Regel zu erklären.

Extremfälle erhalten immer mehr Aufmerksamkeit und werden oft verallgemeinert. Gerade bei Umschulungen ist dies jedoch kaum möglich, da jede Situation individuell ist – sowohl in vorherigem Beruf, angestrebter Branche als auch in den Gründen für den Wechsel.

Gehen Sie den Austausch mit der Arbeitsagentur und dem Jobcenter daher möglichst offen und unvoreingenommen ein. Suchen Sie gezielt nach Unterstützung und gemeinsamen Lösungen, statt von Anfang an davon auszugehen, dass man Ihnen Steine in den Weg legen wird.

Eine wichtige Grundlage dafür ist die Zusammenarbeit. Idealerweise haben Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken gemacht und auch schon recherchiert, so dass Sie Ihrem Sachbearbeiter bereits verschiedene Optionen vorlegen können. Beachten Sie dabei: Der Beruf, in den Sie umschulen wollen, muss realistische Jobchancen bieten. Bitte nicht vom Regen in die Traufe, es geht darum Ihre Arbeitslosigkeit zu beenden oder diese zu verhindern.

Ganz wichtig: Stellen Sie Ihren Sachbearbeiter niemals vor vollendete Tatsachen! Erstens können Sie die Entscheidungen gar nicht treffen und zweitens kann er sich sonst übergangen fühlen und ungehalten reagieren. Ihre Chancen auf eine Umschulung reduzieren sich dann drastisch.

Umschulung: Tipps für Ihren Erfolg

Sollten Sie Ihren Sachbearbeiter überzeugen können, müssen Sie die Förderung beantragen. Wichtig: Lassen Sie sich die Zusage unbedingt schriftlich geben, rein mündliche Absprachen sind im Streitfall – selbst mit einem anwesenden Zeugen – nicht viel wert. Die Finanzierung der Umschulung geschieht dann über einen so genannten Bildungsgutschein. Dieser deckt Ausbildungs- und Fahrtkosten ebenso ab wie die Unterbringung und Verpflegung bei Übernachtungen im Rahmen der Umschulung. Der Umfang der Finanzierung und Förderung kann jedoch im Einzelfall variieren.

Lassen Sie sich daher alle Details schriftlich bestätigen und dokumentieren Sie jede getroffene Absprache. Das mag kleinlich klingen, doch im Zweifel gelten nur die Aussagen und Absprachen, die Sie später auch belegen können. Sollte es zu Problemen kommen, sind Sie so auf der sicheren Seite.

Um Ihnen Vorbereitung, Antrag und Prozess der Förderung zu erleichtern, haben wir im Folgenden die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

  • Aktive Auswahl

    Bereits bei der Wahl der passenden Umschulung zeigt sich, ob Arbeitnehmer sich selbst engagieren oder nicht. Träger wie die Arbeitsagentur oder die Rentenversicherung geben zwar meist vor, welche Kurse besucht werden sollen. Doch wenn der angehende Umschüler sich selbst für einen realistischen Beruf stark macht, lässt sich die Wahl oft beeinflussen. So können Sie die Umschulung auch wirklich als gezielten Schritt gestalten und müssen sich nicht mit etwas anderem abfinden.

  • Umfangreiche Recherche

    Um informiert und kompetent beim Kostenträger auftreten zu können, ist eine umfangreiche Recherche unverzichtbar. Wo bestehen realistische Chancen nach einer Umschulung und für welche dieser Bereiche können Sie sich begeistern?

  • Eigene Stärken

    Ihre Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Umschulung sollten Sie natürlich auf Grundlage Ihrer Stärken und Fähigkeiten treffen. Im besten Fall werden Sie durch Jobcenter oder andere Kostenträger in dieser Wahl unterstützt, doch leider findet eine Berücksichtigung der individuellen Stärken nicht immer automatisch statt.

  • Passender Träger

    Beim Träger und der Umschulung sind die Wahlmöglichkeiten oft eingeschränkt. In der Regel wird Ihnen der nächstmögliche Kurs zugewiesen. Dennoch schadet es nicht, sich über die verschiedenen Träger zu informieren und sich – wenn möglich – für ein Institut Ihrer Wahl einzusetzen.

  • Eigene Vorbereitung

    Natürlich werden in der Umschulung alle notwendigen fachlichen Inhalte vermittelt. Dennoch sollten Sie bereits im Vorfeld damit beginnen, sich in das neue Berufsfeld einzulesen. So erleichtern Sie sich den Einstieg in den Kurs spürbar. Außerdem hat Eigeninitiative noch nie geschadet und tut dies auch bei einer Umschulung nicht, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.

  • Praxisträger suchen

    Viele Umschulungen laufen dual ab, das heißt, es gibt einen theoretischen Teil, dem ein Praktikum folgt. Viele Umschulungsträger haben zwar Praxispartner, doch wenn Sie sich selbst passende Unternehmen suchen, können Sie Erfahrungen bei potentiellen Arbeitgebern sammeln.

  • Aktive Netzwerkarbeit

    Die Umschulung muss sich nicht nur auf die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten beschränken, sie ist auch eine gute Gelegenheit, um Ihr berufliches Netzwerk zu erweitern und mit wichtigen Persönlichkeiten in Kontakt zu kommen. Knüpfen Sie deshalb auch während einer Umschulung aktiv neue Kontakte und erweitern Sie Ihr Netzwerk. Konzentrieren Sie sich hier vor allem auf die Dozenten – falls diese gute Kontakte zu Unternehmen haben – und auf Ihre Praxisphasen.

  • Frühzeitig bewerben

    Bei vielen Umschulungsträgern ist es üblich, dass ganze Kurse und Jahrgänge mehr oder weniger zeitgleich mit der Jobsuche beginnen. Das schmälert natürlich die Chancen des Einzelnen. Beginnen Sie deshalb frühzeitig mit Ihrer Jobsuche und verschicken Sie die ersten Bewerbungen, bevor alle anderen damit beginnen. So können Sie sich einen kleinen zeitlichen Vorteil verschaffen und bereits Termine vereinbaren.

  • Potenzial nutzen

    Viele Umschüler konzentrieren sich bei Ihrer Jobsuche rein auf die neue Branche. Das ist natürlich sinnvoll, doch sollten Sie auch die Verbindungen in Ihre alte Branche und beim alten Arbeitgeber nicht vergessen. Oft gibt es dort Kontakte, die auch Türen in der neuen Branche öffnen oder wichtige Kontakte zu anderen Unternehmen herstellen können.

  • Bewerbungen dokumentieren

    In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie Ihre Bewerbungsaktivitäten dokumentieren. Dafür empfiehlt sich ein Bewerbertagebuch, in dem Sie genau festhalten, wann, wie oft und wo Sie sich beworben haben. Dies wird meist ohnehin im Rahmen der Umschulung verlangt, doch profitieren Sie auch selbst davon, wenn Sie den Überblick behalten und aus Absagen lernen können.

  • Praxisphasen nutzen

    Knüpfen Sie, wenn es um die Bewerbung geht, unbedingt auch an die Praxisphasen der Umschulung an. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, übernommen zu werden oder durch die Kontakte ein Vorstellungsgespräch zu erhalten. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie dort mit guten Leistungen und einem hervorragenden Gesamteindruck in Erinnerung geblieben sind.

Abschließend noch ein weiterer Tipp: Selbst die beste Umschulung mit hervorragenden Ergebnissen ist leider keine Garantie für einen Arbeitsplatz. Schon gar nicht sofort im Anschluss – eine Situation mit enormem Frustpotenzial.

Ziel der Umschulung war es, genau diese Situation zu vermeiden, aber auch wenn es schwer fällt, sollten Sie sich davon nicht entmutigen lassen. Arbeiten Sie weiterhin mit dem Jobcenter und dem Unternehmen zusammen, bei dem Sie den Praxisanteil Ihrer Umschulung gemacht haben.

Auch wenn es nicht auf Anhieb klappt, erhalten Sie von Ihrem Sachbearbeiter immer wieder neue Stellen, auf die Sie sich bewerben können. Selbst wenn Sie beim Unternehmen nicht übernommen werden, erfahren Sie vielleicht von anderen Positionen, die besetzt werden und können sich bewerben.

[Bildnachweis: Monkey Business Images by Shutterstock.com]
1. März 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

Karrierefragen Hinweis Artikel Unten 1000px

Andere Besucher lesen gerade diese Artikel:



Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.


Fertig gelesen? Zurück zur Startseite!