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Ausbildung: Erfolgreich mit beruflicher Ausbildung

Nach der Schule sofort Geld verdienen? Mit einer Ausbildung geht das. Obwohl sie manchen im Vergleich zum Studium als unattraktive Alternative gilt, ist sie ein hervorragender Einstieg ins Berufsleben und eine gute Basis für eine erfolgreiche Karriere. Aber wie die geeignete Ausbildung finden? Und in welcher verdient man am meisten? Hier erfahren Sie alles, was Sie zur Ausbildung wissen müssen – PLUS: Tipps und Informationen, wie Sie eine Ausbildung finden…

Ausbildung: Erfolgreich mit beruflicher Ausbildung

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Häufige Fragen und Antworten zur Ausbildung

Was gilt als Ausbildung?

Der Begriff Ausbildung hat zweierlei Bedeutungen. In der weiter gefassten Definition bedeutet Ausbildung, dass jemand allgemein noch lernt. Sein Wissen und bestimmte Fertigkeiten erwirbt diese Person in einer Institution.

Das kann ein Ausbildungsbetrieb sein, der nach staatlichen Vorgaben dazu befugt ist. Das kann aber ebenso gut eine Hochschule sein – und die bildet nicht zwangsläufig für einen bestimmten Beruf aus. Meist wird der Begriff Ausbildung wie hier im Artikel deutlich enger gefasst und als Berufsausbildung verstanden.

In welcher Ausbildung verdient man am meisten?

Einige Ausbildungsberufe werden besonders lukrativ vergütet: Ganz weit vorne sind Fluglotsen mit einem Verdienst von 4.000 bis 5.000 Euro brutto im letzten Ausbildungsjahr. Allerdings zählt diese Ausbildungsvergütung zu den Spitzenreitern. Selbst nach der Ausbildung gibt es in vielen anderen Berufen deutlich weniger.

Mit einigem Abstand folgen Bankkaufleute (1.100 bis 1.200 Euro brutto) und Polizisten (1.200 bis 1.500 Euro brutto). Nicht schlecht stehen außerdem Maurer (1.200 bis 1.400 Euro brutto), Versicherungskaufleute (1.030 bis 1.200 Euro brutto) sowie Verwaltungsfachangestellte (920 bis 1.140 Euro brutto) da.

Welche Ausbildung ist einfach?

Kaum aus der Schule raus, schon wieder hinein: Viele Schulabgänger wollen lieber praktisch arbeiten, anstatt weiter zu lernen. Zwei oder drei Jahre Ausbildung erscheinen lang und schwer – müssen aber nicht sein. Einige Berufe lassen sich bereits binnen eines Jahres lernen.

Dazu gehören im sozialen Bereich zum Beispiel der Alten-, Kranken- oder Heilerziehungspflegehelfer und der Sozialassistent. In der Kosmetikbranche Berufe wie Kosmetiker, Visagist, Fachkraft für Beauty und Wellness und Make-up Artist. Auch der Berufshubschrauber- und der Berufsflugzeugführer sowie der Fachunteroffizier (für eine Karriere bei der Bundeswehr) sind einjährige Ausbildungen. Wermutstropfen: Es handelt sich meist um schulische, also unbezahlte Ausbildungen.

Kann man mit 50 noch eine Ausbildung machen?

Jobfrust, Krankheit, drohende Arbeitslosigkeit im eigentlichen Beruf oder der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben sind Gründe, warum manche mit 50 noch eine Ausbildung machen.

Meist in Form einer Umschulung; diese ist kürzer als eine reguläre Ausbildung, allerdings erwirtschaften Sie darin auch keinerlei Einkommen. Seltener beginnen Arbeitnehmer eine völlig neue Ausbildung. Dann müssen sie sich wie alle Azubis bei einem Arbeitgeber bewerben. Bei entsprechenden Vorkenntnissen kann eine Ausbildungsverkürzung möglich sein.

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Definition: Was ist eine Ausbildung?

Als Ausbildung – genauer: Berufsausbildung – versteht man die theoretische und praktische Wissensvermittlung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Es gibt zwei Arten der Ausbildung zu unterscheiden:

  • Duale Ausbildung

    In Deutschland dominiert das duale Ausbildungssystem. Die Auszubildenden (oft Azubi oder Lehrling genannt) absolvieren während ihrer zwei- bis dreijährigen Ausbildung einen Teil in einem Ausbildungsbetrieb und an ein bis zwei Tagen drücken sie wieder die Schulbank. Im Ausbildungsbetrieb ist Learning by doing angesagt, das heißt, sie erwerben praktische Kenntnisse beziehungsweise setzen die Theorie aus der Berufsschule in die Praxis um.

    In der Berufsschule vertiefen die Azubis einerseits in Fächern wie Deutsch, Politik und Sport ihr Allgemeinwissen. Auf der anderen Seite erhalten sie für den zu erlernenden Beruf fachspezifische, relevante Theoriekenntnisse. Da die duale Ausbildung in einem Betrieb stattfindet, ist sie auch als betriebliche Ausbildung bekannt.

  • Schulische Ausbildung

    In der schulischen Ausbildung hingegen lernen Azubis überwiegend in der Berufsfachschule. Vor allem Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen, aber auch einige technische Berufe finden per Vollzeitunterricht statt. Die schulische Ausbildung ist daher auch als vollschulische Ausbildung bekannt.

    Im Gegensatz zur dualen Ausbildung findet der Praxisteil nicht fortwährend in jeder Woche, sondern meist in Form von Blockpraktika statt. Je nach Ausbildungsberuf können die Lehrgänge ein bis dreieinhalb Jahre dauern. Am Ende legen die Lehrlinge eine staatliche Prüfung ab.

Gesetzliche Grundlagen zur betriebliche Ausbildung sind das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HWO). Die schulische Ausbildung ist hingegen nicht im BBiG oder der HWO geregelt. Grundlage sind hier je nach Beruf die Regelungen nach Bundes- oder Landesrecht.

Ausbildung Jobs: Industriekaufmann, Erzieher & Co.

Sie beenden demnächst Ihre Schule und suchen jetzt schon einen Ausbildungsplatz? Hier finden Sie freie Ausbildungsstellen in zahlreichen Trendberufen:

Freie Ausbildungsplätze


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Ausbildung finden

Schule fast beendet und keine konkrete Vorstellung davon, welcher Beruf passt? Manche vermissen in der Schule ausreichend Information und Orientierung für die Berufswahl. Gleichzeitig sollen sie mit dem Abschluss in der Tasche in kurzer Zeit eine wichtige Entscheidung treffen, die ihre Zukunft beeinflusst. Wer noch keinen Plan hat, sollte folgendermaßen vorgehen:

Welche Ausbildung passt zu mir?

Bei über 300 dualen Ausbildungsberufen in den unterschiedlichsten Bereichen und Branchen ist es nicht leicht, das passende Sandkorn herauszupicken. (Eine Übersicht finden Sie hier in diesem kostenlosen PDF.)

Zunächst braucht es gründliche Selbstreflexion. Dafür müssen Sie sich selbst wichtige Fragen stellen und ehrlich beantworten. Die folgenden können Ihnen helfen, der Entscheidung für eine Ausbildung näher zu kommen:

  • Wo lagen meine Stärken in der Schule und welches Berufsbild passt dazu?
  • Was ist Ihre Leidenschaft?
  • Wie lassen sich Hobbys und Dinge, die mir Spaß machen, mit der Arbeit verbinden?
  • Welche Arbeitsfelder, Erwartungen und Möglichkeiten haben die Ausbildungen, die mich interessieren?
  • Was ist mir für die Ausbildung und im späteren Beruf besonders wichtig?
  • Wo sehen Familie und Freunde meine Stärken?
  • Was weiß ich wirklich über eine angestrebte Ausbildung?

Andere Überlegungen hingegen sind unabhängig von Ihrer Person zu sehen, können aber bei der Wahl einer Ausbildung trotzdem eine wichtige Rolle spielen. Dabei helfen Ihnen diese Fragen:

  • Wie ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für diese Ausbildung?
  • Welche Aufstiegschancen gibt es in dem Ausbildungsberuf?
  • Wie sehen die zukünftigen Perspektiven für verschiedene Ausbildungen aus?
  • Welche Verdienstmöglichkeiten hat die Ausbildung?

Eine umfangreiche Liste mit insgesamt 66 Fragen und Auswahlkriterien für den Ausbildungsplatz finden Sie in diesem kostenlosen PDF.

Tests zu Ihrer Ausbildung

Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Ausbildung bieten auch zahlreiche Tests. Diese funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Nach einer Selbsteinschätzung über verschiedene Fragen erhalten Sie Vorschläge zu möglichen Ausbildungen, die zu Ihren Angaben passen. Wir haben eine kleine Auswahl verschiedener Tests für Sie zusammengestellt, mit denen Sie eine geeignete Ausbildung finden können:

  • Check-U

    Check-U ist ein Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit. Im Test können Sie verschiedene Stärken ermitteln, die zu geeigneten Ausbildungsberufen führen. Aus Ihren Stärken und Interessen werden Berufe abgeleitet, die Ihnen Spaß machen und in denen Sie gut sind.

  • Planet Beruf

    Bei diesem Tool können Sie Schritt für Schritt vorgehen: Wer seine persönlichen Interessen bereits kennt, kann nach passenden Ausbildungen suchen. Die Seite hilft außerdem bei der Bewerbung und beantwortet Fragen zu Schulabschlüssen und Karrieremöglichkeiten.

  • Borakel

    Für die Frage „Welche Ausbildung passt zu mir?“ hat die Ruhr-Universität Bochum das Borakel entwickelt. Über ausführliche Fragebögen und Tests wird ein Profil erstellt, um verschiedene Berufe vorzuschlagen, die zu Ihren Vorlieben passen.

  • Berufe Checker

    Können Sie sich eine Karriere im Handwerk vorstellen, ist der Berufe Checker das richtige Tool für Sie. Durch Einstellung Ihrer individuellen Wünsche können Sie passende Vorschläge erhalten und bekommen Informationen zu mehr als 130 Ausbildungsberufen im Handwerk.

  • Geva-Test

    Der Geva-Test prüft nicht nur berufliche Interessen, sondern auch das bevorzugte Arbeitsumfeld sowie vorhandene Schlüsselqualifikationen. Dabei setzt der Test auf wissenschaftlich fundierte Verfahren zur Ermittlung und Auswertung. Allerdings ist dieser Test kostenpflichtig.

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Ausbildungsplatz suchen

Die gute Nachricht für alle, die einen Ausbildungsplatz suchen: In den letzten Jahren klagen Betriebe immer wieder darüber, dass sie nicht genügend qualifizierte Bewerber auf Ausbildungsplätze finden. So bleiben diese oft unbesetzt – was für angehende Azubis gute Chancen verspricht.

6 Tipps zur Suche

Trotzdem ist die Suche nach einer Ausbildung natürlich kein Selbstläufer. Wer sie nicht ernst nimmt oder sich nicht genug kümmert, geht am Ende leer aus. Die größte Herausforderung ist für viele meist der Bewerbungsprozess. Wir haben sechs Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen:

  1. Timing
    Damit zwischen dem Schulabschluss und dem Beginn Ihrer Ausbildung keine Lücke entsteht, sollten Sie am besten schon ein Jahr vor Ihrem Schulabschluss mit der Stellensuche starten und anfangen Bewerbungen zu schreiben. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass Sie noch früher mit der Orientierung für eine passende Ausbildung beginnen müssen.
  2. Beurteilung
    Legen Sie Kriterien für die Bewertung von Lehrstellen und potenziellen Ausbildungen fest. Beispielsweise möchten Sie in Ihrem ersten Ausbildungsjahr noch nicht von zu Hause wegziehen oder können es sich nicht leisten, ist es für Sie wichtig, dass ihr zukünftiger Ausbildungsplatz in der Umgebung liegt. Eines Ihrer Kriterien wäre also gute Erreichbarkeit. Erfüllen potenzielle Arbeitgeber diese Kriterien nicht, sollten Sie sich auch nicht dort bewerben.
  3. Spektrum
    Beschränken Sie Ihre Suche nach einer Ausbildung nicht von Anfang an, indem Sie nur auf einem Weg nach Ausbildungsplätzen schauen. Die Wahrscheinlichkeit, den passenden Ausbildungsplatz zu finden, ist größer, wenn Sie eine breit angelegte Suche durchführen. Neben Jobbörsen – mehr dazu im nächsten Abschnitt – können Sie auch Ausbildungs- oder Jobmessen besuchen, sich über Social Media Kanäle und Homepages informieren oder auch die Stellenanzeigen in der Zeitung beachten.
  4. Beratung
    Sie sind bei der Suche nach einem Platz für Ihre Ausbildung nicht komplett auf sich allein gestellt. Nutzen Sie Informations- und Beratungsangebote, die Ihnen dabei helfen können, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Erste Anlaufstelle kann hier die Agentur für Arbeit sein.
  5. Alternativen
    Mit den obigen Tipps und Tests haben Sie eine Ausbildung gefunden, die Ihnen zusagt? Dann sollten Sie Ihre Bemühungen natürlich darauf konzentrieren. Es kann jedoch hilfreich und sinnvoll sein, einen Plan B als Alternative in der Hinterhand zu haben. Wenn es mit der anvisierten Ausbildung einfach nicht klappen will, können Sie sich frühzeitig auf Stellen in einer anderen Ausbildung bewerben. Dies ist besonders wichtig, wenn Ihre erste Wahl eine besonders hart umkämpfte Ausbildung ist.
  6. Ausdauer
    Keine Panik, wenn Sie nicht sofort eine Zusage für Ihre Wunschstelle erhalten. Ausdauer ist ein wichtiger Faktor bei der Ausbildungsplatzsuche. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Absagen kommen oder die Suche insgesamt länger dauert, als erhofft. Sollte es mit der Suche nach einer Ausbildung überhaupt nicht klappen wollen, so dass Sie ohne Ausbildungsplatz dastehen, gibt es einige Alternativen (PDF), die Sie in Betracht ziehen können.

Jobbörsen für Azubis

Jobbörsen vermitteln nicht nur Positionen für bereits ausgebildete Mitarbeiter, sondern auch Ausbildungen. Wenn Sie einen Ausbildungsplatz suchen, sind die unterschiedlichen Angebote im Internet deshalb Ihre erste Anlaufstelle. Der große Vorteil: Sie können sich alle für Sie relevanten Stellenanzeigen filtern lassen und erhalten eine Übersicht über alle interessanten Ausbildungen. Eine Möglichkeit ist unsere Jobbörse, in der tausende Ausbildungen gelistet sind. Tippen Sie dazu einfach ins erste Feld das Wort „Ausbildung“ und ins zweite Ihre Postleitzahl oder Wunschort und klicken Sie auf „Jobs finden“.

1. Arbeitsagentur Jobbörse

Als erste Anlaufstelle ist auch die Bundesagentur für Arbeit geeignet. Hier können Sie entweder bei einem persönlichen Termin mit Ihrem Berater oder auch online in der Jobbörse der Arbeitsagentur eine Ausbildung finden. Es gibt aber natürlich viele weitere Jobbörsen, die Sie nutzen können.

2. AOK Azubibörse

Die Azubibörse der AOK Nordwest fokussiert sich ganz auf die Regionen Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe. Für diese Bereiche bietet das Portal eine hervorragende – vielleicht sogar die beste – Auswahl an Ausbildungsstellen. Andere AOKs bieten zwar auch Ausbildungsstellen in ihren Portalen an, filtern diese jedoch so gut heraus, wie die beiden genannten Portale.

3. Ausbildungsstelle.com

Der Name ist Programm. Auf dieser Plattform finden Sie als angehender Azubi zahlreiche Ausbildungsstellen aus fast allen Bereichen und Branchen. Die Ausschreibungen sind dabei nicht regional limitiert, es finden sich Angebote aus dem gesamten Bundesgebiet. Da hier auch Ausbildungsträger kooperieren, finde sich auch Hinweise auf Ausbildungsangebote und Fachmessen.

4. Aubi Plus

Auf AubiPlus.de finden Sie sowohl Ausbildungsstellen als auch (duale) Studienplätze. Die Plattform arbeitet nach eigener Aussage eng mit verschiedenen Unternehmen und Messen zusammen und bietet daher, ebenfalls nach eigener Aussage, die größte Auswahl an Ausbildungs- und Studienstellen. Die Zahl der ausgeschriebenen Ausbildungsstellen variiert zwar regional, grundsätzlich finden sich jedoch Angebote aus dem gesamten Bundesgebiet.

5. IHK Lehrstellenbörse

Auch hier ist der Name Programm. Auf ihk-lehrstellenboerse.de lassen sich – logischerweise – primär Ausbildungs- und Lehrstellen aus IHK-nahen Berufen finden. Wer in diesem Bereich sucht, ist hier hervorragend aufgehoben. Durch den thematischen Fokus lässt sich die Suchzeit spürbar verkürzen.

Suche nach Branche oder Arbeitgeber

Einige angehende Auszubildende wissen auch schon ganz genau, wo es hingehen soll. Beispielsweise interessieren sie sich für die Metall- und Elektroindustrie. Oder für die Pharmabranche. In diesem Fall ist es sinnvoll, bei der Stellenwahl gezielt zu suchen. Unsere Jobbörsen-Übersicht listet sowohl allgemeine als auch spezialisierte Jobbörsen. Diese bieten Jobs für Berufserfahrene ebenso wie für Berufsanfänger und Schulabgänger.

Wer nicht nur die Branche, sondern bereits ein bestimmtes Unternehmen ins Auge gefasst hat, sollte sich dennoch vorher gut informieren. Sogenannte Arbeitgeberbewertungsportale (Glassdoor, Kununu…) informieren über Unternehmen. In Rankings stellen sie beispielsweise die besten Arbeitgeber Deutschlands vor. Worauf Bewerber achten sollten, zeigen wir außerdem in unserem ausführlichen Dossier zum Arbeitgebercheck.

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Ausbildung Gehalt

Bei einer dualen Ausbildung erhalten Sie bereits während der Ausbildungsdauer ein Gehalt beziehungsweise eine Ausbildungsvergütung. Bei einer schulischen Ausbildung ist dies nicht automatisch der Fall. Ausnahmen gibt es dennoch je nach Beruf – etwa bei Ausbildungen zur Pflegefachkraft, Hebamme oder Sanitäter. Diese werden oftmals tariflich vergütet und erhalten ebenfalls während der Ausbildung ein Gehalt.

Wie hoch es ausfällt, ist unterschiedlich. Einige Berufe werden bereits während der Ausbildung gut vergütet, andere beginnen mit einem kleinen Gehalt. Wichtige Faktoren sind dabei die Branche, der Standort und vor allem auch das Ausbildungsjahr. In der Regel verdienen Azubis jedes Jahr etwas mehr und das Gehalt steigt an. So gibt es in manchen Berufen zu Beginn zwischen 300 und 400 Euro pro Monat – in anderen Jobs können hingegen schon im ersten Ausbildungsjahr 1.000 Euro oder mehr pro Monat sein.

Finanzielle Unterstützung

In einigen Fällen liegt der Ausbildungsbetrieb nicht am Wohnort, der Auszubildende muss von zuhause wegziehen. Oft reicht das Ausbildungsgehalt aber nicht, um eine eigene Wohnung zu finanzieren. In solchen Fällen gibt es finanzielle Unterstützung vom Staat.

Beispielsweise in Form der sogenannten Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit. Diese Beihilfe ist auch als Ausbildungsgeld bekannt. Außerdem können Auszubildende Bafög beantragen: Im Gegensatz zum Bafög für Studenten müssen Sie das Schülerbafög auch nicht anteilig zurückzahlen, es ist ein komplettes Geschenk.

Ausbildung und Kindergeld

Eltern können auch für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren noch Kindergeld erhalten. Das beträgt derzeit 219 Euro fürs erste und zweite Kind, 225 Euro fürs dritte und ab dem vierten Kind 250 Euro pro Monat. Voraussetzung dafür ist, dass ihr Kind eine Ausbildung absolviert.

Das beinhaltet nicht nur schulische und duale Ausbildungen, sondern auch den Freiwilligendienst, ein Praktikum oder ein Studium. Auch wenn der Auszubildende Ausbildungsgeld erhält, bekommen die Eltern noch Kindergeld. Allerdings wird es auf die Beihilfe angerechnet.

Verkürzte Ausbildungsdauer

Drei Jahre Ausbildungsdauer sind nicht in Stein gemeißelt: Unter bestimmten Bedingungen können Azubis ihre Ausbildung verkürzen. Dazu zählen beispielsweise eine berufliche Vorbildung, ein höherer Schulabschluss (Hochschulreife oder Fachhochschulreife) oder gute Leistungen: Wer durch seine Leistungen im betrieblichen und schulischen Bereich mit der Note 2 überzeugt, kann vorzeitig seine Abschlussprüfung ablegen.

Um eine verkürzte Ausbildung absolvieren zu können, muss der Prüfling einen Antrag bei seinem Ausbildungsbetrieb stellen. Der jeweils zutreffende Grund für die verkürzte Ausbildung ist in den Paragraphen 7 und 8 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) geregelt.

Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Eine Ausbildung soll Ihnen die nötigen Kenntnisse und Qualifikationen vermitteln, um nach erfolgreichem Abschluss in den gewählten Beruf starten zu können. Azubis haben einige Pflichten, denen sie nachkommen müssen. Auf der anderen Seite stehen ihnen Rechte zu, die der Ausbildungsbetrieb berücksichtigen muss. Zwar heißt es: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ und Unternehmen erwarten Engagement, Ehrgeiz und Eigeninitiative – in der Ausbildung sollten Sie aber auch Ihre Rechte kennen.

Wir haben wichtige Rechte und Pflichten während der Ausbildung aufgelistet – die vollständige Liste finden Sie im kostenlosen PDF zum Download.

Rechte in der Ausbildung

  • Freistellung
    Ausbildungsbetriebe dürfen nicht verhindern, dass Azubis am Unterricht in der Berufsschule teilnehmen. Für diese Zeiten müssen Sie während Ihrer Ausbildung vom Unternehmen freigestellt werden.
  • Anleitung
    Sie haben in der Ausbildung das Recht, eine qualifizierte Anleitung und fachliche Betreuung zu erhalten. So soll gewährleistet werden, dass Sie die Ziele der Ausbildung tatsächlich erreichen können und auf dem Weg unterstützt werden.
  • Zeugnis
    Zum Abschluss Ihrer Ausbildung haben Sie das Recht, ein Ausbildungszeugnis zu verlangen. Dieses muss nach Ihrem Wunsch entweder in einfacher oder in qualifizierter Form erstellt werden.

Pflichten in der Ausbildung

  • Sorgfalt
    In Ihrer gesamten Ausbildung sind Sie zur Sorgfalt verpflichtet. Konkret bedeutet das, dass Sie alle Aufgaben, die Ihnen übertragen werden, gewissenhaft und so gut wie möglich ausführen. Auch müssen Sie mit allen Arbeitsmitteln, die Ihnen zur Verfügung gestellt werden, sorgfältig umgehen.
  • Berichtsheft
    Eine weitere Pflicht in der Ausbildung ist das Führen eines Berichtshefts. Dieses sollte immer aktuell sein – Ihr Ausbildungsbetrieb hat das Recht, dieses zu kontrollieren. Es muss Ihnen aber auf der anderen Seite gestattet sein, während der Arbeitszeit das Berichtsheft zu führen.
  • Anwesenheit
    Sowohl für die Arbeit im Betrieb als auch für den schulischen Teil der Ausbildung haben Sie eine absolute Anwesenheitspflicht. Und zwar pünktlich! Sollten Sie aufgrund einer Krankheit ausfallen und nicht erscheinen, müssen Sie sich sofort beim Ausbildungsbetrieb und auch in der Berufsschule krankmelden.

Ausbildungsvertrag

Genauere Informationen und Regelungen zur Ausbildung werden im Berufsausbildungsvertrag – oft auch nur Ausbildungsvertrag genannt – festgehalten, den ein Auszubildender mit dem Arbeitgeber oder der Einrichtung, die die Ausbildung übernimmt, abschließt. In diesem müssen Ausbildungsunternehmen wie in einem Arbeitsvertrag grundlegende Aspekte festhalten. Neben den Informationen zu Azubi und Ausbildungsstätte zählen dazu:

  • Ziel der Ausbildung sowie eine Gliederung des Ausbildungsablauf
  • Beginn und voraussichtliche Dauer der Ausbildung
  • Dauer der Probezeit der Ausbildung (mind. 1 Monat, höchstens 4)
  • Ort, an dem die Ausbildung stattfindet
  • Ausbildungsvergütung in den einzelnen Jahren der Ausbildung
  • Arbeitszeit des Azubis
  • Urlaub (als Jahresurlaub angegeben)
  • Kündigung und Fristen

Wie geht es weiter nach der Ausbildung?

Mit Abschluss der Ausbildung haben Sie einen weiteren Meilenstein geschafft. Aber wie geht es jetzt weiter? Je nach persönlicher Ausgangslage gibt es verschiedene Optionen. Unsere Checkliste hilft Ihnen bei der Orientierung. Sie können Sie bequem im Browser abhaken oder HIER als kostenloses PDF herunterladen:

Berufseinstieg

Der direkte Berufseinstieg bietet sich an, wenn einer der folgenden Fälle (oder sogar mehrere) vorliegen.

  • Schuldenfreiheit
    Sie wollen nach der Ausbildung lieber schnell finanziell unabhängig sein und möglicherweise angefallene Kredite zurückzahlen.
  • Anwendung
    Wer sich in der Ausbildung mit dem Theorieteil schwer getan hat, im praktischen Bereich jedoch gut unterwegs ist, sollte den direkten Berufseinstieg als primäre Option sehen.
  • Übernahmeangebot
    Sie haben ein Übernahmeangebot Ihres Ausbildungsbetriebes auf dem Tisch und fühlen sich im Betrieb wohl.
  • Planungssicherheit
    Planungssicherheit hat für Sie höchste Priorität? Dann führt an einem direkten Berufseinstieg – zumindest unter finanziellen Aspekte – kein Weg vorbei.
  • Aufstieg
    Sie wollen noch eine Meister- oder Technikerausbildung auf die Ausbildung setzen? Dafür ist der direkte Berufseinstieg und die damit verbundene Berufserfahrung in vielen Berufen notwendig.
  • Arbeitsalltag
    Auch wenn Sie Ihre frisch erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten endlich konkret im Arbeitsalltag einsetzen wollen und noch keine konkreten Pläne für weitere Ausbildungen oder Studium haben, ist der direkte Berufseinstieg ihre beste Wahl.
  • Weiterentwicklung
    Sie haben einen Arbeitsplatz in Aussicht, der Ihnen die Möglichkeit bietet, Fort- und Weiterbildungen berufsbegleitend zu absolvieren? Dann könnte der direkte Berufseinstieg auch perspektivisch Ihre beste Chance sein.

Weiterbildung

Mit einer Weiterbildung können Sie Ihre in der Ausbildung gewonnenen Qualifikationen vertiefen. Das kommt in folgenden Fällen infrage:

  • Spezialisierung
    Sie wollen Ihre Kenntnisse ausbauen und sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Das birgt das Risiko, eine Nische zu wählen, die aktuell nicht gefragt ist. Sehen Sie allerdings den Bedarf oder rechnen Sie sich hervorragenden Chancen aus, ist die Spezialisierung sinnvoll.
  • Spielraum
    Sie haben die finanziellen Mittel und wollen Ihre Basis für den Berufseinstieg ausbauen? Dann ist eine vertiefende Ausbildung auf jeden Fall eine Option.
  • Neigung
    Wenn Sie bereits während der Ausbildung Ihre Stärke und Affinität in und für einen Spezialbereich bemerkt haben, kann eine vertiefende Ausbildung Ihnen dabei helfen, Ihr Potenzial optimal zu nutzen.
  • Akzeptanz
    Ein Studienabschluss ist in Ihrer Branche nicht unbedingt begehrt oder wird eher skeptisch betrachtet? Dennoch reicht Ihnen Ihre Ausbildung nicht als Qualifikation? Dann führt an der Vertiefung kein Weg vorbei.

Aufbauendes Studium

Mit einem Studium – als berufsbegleitendes Studium, als Vollzeitstudium im Anschluss oder als duales Studium – eröffnen Sie sich weitere Perspektiven. Infrage kommt es in diesen Fällen:

  • Branchenwechsel
    Sie wollen sich perspektivisch weiterentwickeln und sich die Chance auf einen Branchenwechsel offenhalten.
  • Führungsposition
    Sie streben auf jeden Fall einen eine Leitungsfunktion an? Dann kann ein aufbauendes Studium den Weg zu diesem Ziel verkürzen und Ihre Karriere beschleunigen.
  • Strategieplanung
    Sie haben bereits während der Ausbildung bemerkt, dass Ihnen strategisches Denken und konzeptionelle Arbeit am besten liegen? Dann stellt ein Studium in manchen Branchen Ihre beste Option dar.
  • Verdienstmöglichkeiten
    Die Gehaltsaussichten Ihres Ausbildungsberufes stellen Sie nicht zufrieden? Dann kann ein aufbauendes Studium Ihre Chance für mehr Gehalt sein.
  • Aufschub
    Ihre Ausbildung war eine Notlösung und das kleinste Übel nach Ihrem Schulabschluss? Ein Studium kann Sie weiterbringen – oder eine weitere Notlösung sein. Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung.
  • Expertise
    Bereits während der Ausbildung haben Sie gemerkt, dass Ihnen das vermittelte Wissen nicht tief genug geht. Das aufbauende Studium ist ein weiterer Schritt zu umfassender Expertise.

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[Bildnachweis: Dim Tik by Shutterstock.com]

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